Kategorie: Heizung und Klima

Heizung – Handwerkerpfusch 1

Unser Heizungs-Topmodell
(übernommen aus dem alten Block, Beitrag aus 2009)

Heizung - Handwerkerpfusch 1

Mitspieler:

Ich = dummer Kunde
X = Herstellerfirma
U = Gebietsvertreter des Herstellers
A,B,C = Heizungsbauer

11.6.2003
Haus in folgendem Zustand:
DG ohne Heizung, soll später ausgebaut werden
OG Einrohrsystem, bereits renoviert.(Hätte ich mich damals ausgekannt wäre das System auch erneuert worden, die alte Heizung sollte aber noch ein paar Jahre laufen, leider merkten wir Anfang 6/2003 daß der Kessel durchgerostet war)
EG unrenoviert – wird in Rohbauzustand zurückversetzt, Einbau möglichst eines 2Rohr-Systems.
Anfrage bei diversen Heizungsbauern am Ort wg. neuer Heizung
Reaktion: keine

30.6.2003
Nochmalige Anfrage bei diversen Heizungsfirmen wg Heizung. 

Weitere Firmen aus den Nachbarorten angeschrieben.
Hinweis auf Wunsch nach Anlage X (<- Großer Fehler!)
Anlage X war Testsieger bei Stiftung Warentest….

Reaktion: nur eine Firma, Firma A aus Nachbarort.

3.9.2003
Auftrag erteilt.
Ausführende Firma: A
Firma A ist die einzige Heizungsbaufirma die sich bereiterklärt, mir eine Anlage X zu verkaufen. Die Installation kostet incl. neuer Heizkörper und Leitungsverlegung im EG über 17.000 Euro.
Bei der Bestellung wurde darauf hingewiesen, daß ein Datenlogger gewünscht ist, ein sogenannter Bootloader.

Dieses Gerät war leider noch nicht lieferbar und sollte von X bei Verfügbarkeit nachgeliefert werden.

Leider kein schriftlicher Nachweis vorhanden.
Aber deswegen bereits Solar-Durchflussmesser eingebaut.

10.2003
Heizungsanlage ist eingebaut, Verrohrung ist sauber ausgeführt.
Bedenken bestehen aber wegen folgenden Dingen:

– Mitgelieferte Blitzschutzdose nicht auf dem Dach installiert. Diese finde ich 2004 in einer Kellerecke! Trotz Rückfrage bis heute (3.2009) nicht eingebaut. (Nachtrag: 2019 immer noch nicht eingebaut)
– Kessel wird mit normalem Wasser befüllt (21° dH) obwohl in der Anleitung steht: “ab einer Konzentration von 14°dH bei einem Leistungsverhältnis von über 20l/KW( Anlage: 750L/20KW = 37,5l/KW) ist mit der Möglichkeit der übermäßigen Steinbildung zu rechnen und entsprechende Gegenmaßnahmen sind zu treffen.
– Solarpumpe ist sehr laut. Angeblich Zahnradpumpe, das ist halt so.

Die Anlage wurde befüllt und in Betrieb genommen, das geht beim Profi so:
Grüner Power-Knopf durch Handwerker gedrückt – Anlage läuft.

Wegen Renovierung, Umzug und Hochzeit keine Zeit für die Heizung – läuft und wird warm. Als Laie vertraut man auf den Fachmann

1.10.2005: Brief an Firma A:
Bitte um Wartung und Nachfrage wegen Problem im OG: Heizungen im Einrohrsystem werden nicht warm, Zimmertemperatur unter 20 Grad. Frage nach Abhilfe.
Antwort (mündlich vor Ort): an den Heizkörpern im EG sind Schrauben im Rücklauf, die kann ich zudrehen, dadurch geht weniger Durchfluss durch, es geht mehr Energie ins OG.
(Nachtrag: das nennt sich hydraulischer Abgleich, sollte eigentlich zur Installation dazugehören)

Bei der Routinekontrolle wurde festgestellt, daß der CO-Wert nicht stimmt – die Heizung war ja noch nie eingestellt worden.

Der Kaminfeger hat die Anlage aber bereits abgenommen und angeblich auch gemessen.
Für die Einstellung des CO-Wertes (Handwerker lässt sich per Handy von X anweisen) wird eine Stunde mehr berechnet als für den eigentlichen Service nötig. Denn das wäre bereits bei der Inbetriebnahme nötig gewesen!

 Beginn Heizsaison: Heizung bleibt kalt – Heizungspumpe festgefahren.
Nach Rückfrage im Internet drehe ich vorsichtig an der Schraube an der Pumpe – Pumpe läuft wieder.

2006: Nach Abschluss der gröbsten Renovierungsarbeiten fange ich an, mich in die Heizung einzuarbeiten. Ich möchte den abgesprochenen Bootloader.
Leider bekomme ich keine Antwort, weder von Handwerker A noch von X.

4.5.2006: ich bemerke daß irgendwo aus der Heizung Wasser austritt. Fax an Handwerker A
Überprüfung Vor Ort: es war wohl zuviel Druck in der Anlage, daher Wasseraustritt am Überdruckventil.

Austausch Überdruckventil durch stärkeres Modell. (ob das wohl die richtige Lösung ist?)

12.10.2006: Fax an Handwerker A: ich habe festgestellt, daß meine X-Steuerung entgegen den Angaben im Handbuch nicht updatefähig ist, Aussage X: alle Steuerungen sind updatefähig – mit Ausnahme der bei Ihnen verbauten Revision.
Ich habe mitbekommen daß X den Bootloader nicht verkaufen möchte und lege meine Argumente dar, warum ich einen Bootloader möchte:
– Nur-Datenlogger läuft mit meiner Anlage nicht.
– Fernüberwachung mit SolStat und Winsol nur mit Bootloader möglich

– Fernzugriff auf die Anlage mit Bootloader vom PC aus möglich.
“Ich kann morgens den Brenner durch einen Klick abschalten wenn ich sehe daß die Sonne läuft – erhebliche Einsparungsmöglichkeit” – eine ÖKO-Funktion gibt es bei meiner Version noch nicht, diese Verbesserung wird erst nach meiner Anlagenversion entwickelt.

Ich finde heraus, daß die Steuerung von Technische Alternative in Österreich hergestellt wird.
Der Steuerungs-Hersteller würde die Steuerung kostenlos austauschen, X verlangt 450,- Euro. Meine Steuerung kann ich aber natürlich nur bei X tauschen.

Handwerker A ist an der Misere unschuldig, ich habe selbst nach der Anlage X verlangt.
Daher will ich dort nicht länger nerven, da ich außerdem mitbekommen habe, daß Handwerker A bei X nicht mehr gelistet ist. (meine Anlage war wahrscheinlich die einzige von ihm installierte).

Um Handwerker A nicht weiter zu nerven suche ich auf der X-Webseite nach dem nächstgelegenen Handwerker der speziell X-Anlagen anbietet.
Interessanterweise gibt es mittlerweile im Nachbarort eine entsprechende Firma.

Ich frage dort nach dem Bootloader. Eine Antwort bleibt aus. Ich arbeite mich in die Materie ein. Dabei stelle ich folgendes fest:
Warmwassertemperatur im Wärmetauscher bis 70 Grad – laut Handbuch ist das nicht zulässig, und laut X im Lieferzustand eigentlich nicht möglich. Ich überprüfe das selbst und bemerke, daß der Regler auf Anschlag ist. Ich stelle das Teil selbst (nach Telefonat mit X-Techniker) korrekt ein.
Vorlauftemperaturen viel zu hoch (70°C) – das ist nur durch die Überwachung sichtbar, daher der Bootloader. Ich senke die Vorlauftemperatur auf optimale Werte (max. 55°C).
Reduzierung der WW-Temperatur
Änderung WW-Zirkulation auf brauchbare Werte
Einrichtung Nachtabschaltung
Heizungskennlinie angepasst
Ich stelle fest, daß meine Steuerung total veraltet ist und fordere das im Handbuch versprochene Update an.
Keine Reaktion.
Ich frage bei verschiedenen Handwerkern nach Preisen für die Steuerung.Mehrere Faxe und eMails an die Handwerker und X – ich nerve. Keine Reaktion. Ich schreibe eine Beschwerde an X und drohe damit, die Steuerung durch eine UVR1611 (Originalsteuerung von TA in Österreich) zu ersetzen. Natürlich mache ich das nicht, ich kann ja keine Heizungssteuerung programmieren. Ich will ja nicht daß mein Haus abbrennt.
Aber drohen kann man ja mal.
Und es wirkt – nach nur 3 Monaten bekomme ich eine Antwort.


Mittlerweile habe ich den Bootloader bei TA bestellt.
Funktioniert einwandfrei. Solstat und Winsol funktionieren.
Nach Inbetriebnahme stellt sich heraus, daß der Durchflussmesser im Solarkreis nicht funktioniert. Dieser wird nach Reklamation von X “auf Kulanz” ausgetauscht.
Anschließend kann ich mit Solstat meine Anlage protokollieren.

Januar 2007: X meldet sich

Angeblich sei am 25.9. die Telefonnummer des X Kundendienstleiters an Handwerker A gegeben worden, damit er mir diese weiterleite und ich direkt bei X anrufe.

Die Nummer ist nie bei mir angekommen.

Mein Fax direkt an X vom 4.10.2006 wird am 16. Januar 2007 beantwortet.
Also nur 3 Monate Reaktionszeit auf Kundenanfragen bei X.

Aussage von X:
Der (damals versprochene) Bootloader wird NICHT an Privatkunden verkauft.
(verständliche Begründung: damit können alle Parameter verändert werden, auch sicherheitskritische. Aber – ich will einen Datenlogger und dafür wird mir keine Alternative geboten).
Ausserdem besteht mit dem Bootloader die Möglichkeit, über Netzwerk, direkt vom PC aus die Heizung zu überwachen – diese Funktion ist bei X angeblich nicht bekannt und auch nicht funktionsfähig. Bei mir funktioniert sie.


Daß ich mir den Bootloader bei Ta gekauft habe wird heftig kritisiert.
Aber was tun wenn ich keine Antwort bekomme?

Nach einigem Hin und her bekomme ich am 28.2.2007 die Steuerung (X Deckelplatine) zum reduzierten Preis von 200,- Euro
Eigentlich hätte das Teil kostenlos ausgetauscht werden müssen da das verbaute Teil nicht den Vorgaben im Handbuch und im Prospekt entsprach!
Aber egal – jetzt sollte alles laufen…

Handwerker A scheint mittlerweile genervt. Ist auch verständlich, da er mir die Anlage X nur auf meinen Wunsch verkauft hat.
Da ich mit Handwerker A eigentlich sehr zufrieden bin und die ganzen Problem nur entstanden weil ich eine Anlage X wollte möchte ich über A nichts Negatives sagen.

Ich entscheide mich daher für eine Wartung durch Handwerker B, denn dieser steht bei X als Vertragspartner im Internet, hat bereits einige dieser Anlagen verbaut und besitzt die nötigen Kenntnisse für diese Anlagen.

Leider erhalte ich eine Absage für die Wartung da die Anlage nicht von B installiert wurde.Nach erneuter Nachfrage heißt es “wir melden uns, im Augenblick ist aber viel los”.

Juni 2008 ist dann die Solaranlage defekt – die Pumpe ist gestorben.
Handwerker B lässt sich überreden, die Anlage anzuschauen. Problem: bei meiner Heizung ist eine alte Version installiert die mittlerweile von X (warum auch immer!!) nicht mehr verbaut wird. Ich könnte eine alte Pumpe bekommen oder eine neue – bessere mit Filter.
Ich entscheide mich für die neue incl. Umrüstung und zahle 727,- Euro!
Das entspricht ungefähr dem bisherigen Solarertrag. Solar lohnt also nicht.

Der Handwerker zeigt mir auf meine gezielte Nachfrage (weil ich es mittlerweile vermutet habe) ein Stück des Füllsiebes das Handwerker A bei der Montage nicht entfernt hat obwohl ein dicker Zettel an der Pumpe hängt und genau das nach der Befüllung erfordert.

Am Tag nach der Reparatur ist die Solaranlage wieder aus. Die Solarflüssigkeit hat sich im Keller verteilt. Handwerker B hat bei der Montage die Verrohrung nicht festgehalten und eine weiter oben liegende Verschraubung gelöst.

Aussage: “das war vorher schon undicht” – aber warum die Flüssigkeit dann 5 Jahre drin blieb und nach der Reparatur an einem Tag herausfloss konnte er nicht erklären.
Die Rechnung über 2 Stunden Arbeitszeit für die Neubefüllung habe ich nicht bezahlt und nach Rücksprache mit dem Senior-Chef später entsorgt.

Ich wende mich an X, Gebietsvertreter U will sich die alte Pumpe und das verdächtige Teil ansehen und kündigt seinen Besuch für die “nächsten Tage” an. Er kommt nie.
Ende 2008 entsorge ich die ausgebauten Teile.

Im Oktober 2008 ist auch der Keller weitgehend renoviert. Der Hof ist renoviert und die Hauswand abgedichtet. Eigentlich sollte das ab und zu im Heizungskeller auftretende Wasser jetzt verschwinden. Nur – unter der Heizung ist es weiterhin  feucht.
Ich hole meinen Onkel zu Hilfe (Flaschner im Ruhestand). Er überprüft die Anlage und stellt fest, daß eine Konusverbindung am Kaltwasserzulauf der Heizung undicht ist. Vermutlich durch fehlerhaften Einbau – Verschraubung mit Zange statt mit Schlüssel, dabei Rohr zusammengedrückt.
Da er ein Ersatzteil nicht selbst biegen kann dichtet er mir die Verbindung provisorisch mit Teflon ab und ich schreibe am 24.10.2008 eine eMail an X mit Bild und der Bitte um Zusendung eines Ersatzteiles.
Dazu den ganzen Spass den ich bisher mit der Anlage hatte.
Antwort: KEINE!

Leitung durch Handwerker zerstört

Hier im Bild sieht man den Bogen den der Handwerker beim Einbau mit einer Zange plattgedrückt hat.

Dadurch war das Rohr nicht mehr rund sondern oval und damit leider nicht mehr dicht zu bekommen.

Auf dem Dach bei der Verrohrung der Solar-Anschlüsse übrigens genau dasselbe, auch hier mussten Leitungen ausgetauscht werden weil der schlaue Handwerker die Rohre mit der Zange plattgedrückt hat.

Handwerker die auf meinem Grundstück mit Rohrzangen an Verschraubungen hantieren müssen künftig aufpassen daß sie die Rohrzange nicht postwendend in den Hintern geschoben bekommen.

Wird Heizungsbauern in der Ausbildung nicht gezeigt was ein Schraubenschlüssel ist und wozu man so ein Gerät verwendet?

Vermutlich ist es aber Dummheit, Faulheit oder beides zusammen wenn die Jungs mit der Zange an den Schrauben drehen.

19.3.2009

im Heizraum riecht es verschmort.

Ich schalte die Anlage ab, stelle den Gashan ab (könnte ja auch Gasgeruch sein) und öffne das Fenster.


Glücklicherweise habe ich mittlerweile Heizungsbauer C.
Heizungsbauer C ist Kunde bei mir und sehr kompetent. Bereits in 2008 bespreche ich mit ihm, daß er mir die Heizungserweiterung beim Dachgeschossausbau durchführt.

Ich rufe bei Heizungsbauer C an. Heizungsbauer C ist der Fachmann meines Vertrauens.

Er erklärt sich bereit, die Fremdanlage in meinem Keller zu überprüfen, obwohl er bisher keine Anlagen X installiert.

Da die Anlage für ihn fremd ist organisiert er es, daß der Gebietsvertreter, Herr U. von X mit vor Ort ist.

Gemeinsam schauen wir die Anlage an.
Ich vermute, daß der Schmorgeruch aus Richtung Brenner kommt.
Leider ist durch die Lüftung der Geruch kaum noch wahrnehmbar.

Her U. von X behauptet, daß meine Reduzierung der Brennerleistung für den Fehler ursächlich sein könnte, daß das NIEMALS gemacht werden dürfe und daß die Anlage dadurch weniger effizient sei. (Im Nachhinein stelle ich fest, daß das Handbuch fehlerhaft ist, denn dort steht genau diese Leistungsreduzierung als Effizienzsteigernde Maßnahme)
Er will den roten Deckel der Brennersteuerung abnehmen und bricht dabei eine Plastiknase ab. Das wird dezent übergangen.

Angeblich hätte Handwerker A bei der Installation den Werkskundendienst anfordern müssen da es seine erste Anlage war.

Auf meinen Einwand man könne das ja jetzt nachholen meint er: “das geht nur kostenpflichtig”.
Heizungsbauer C überprüft den Anschluss und stellt fest, daß das Kabel nicht korrekt aufgesteckt ist.
Er drückt den Kabelschuh nochmal fest und steckt das Kabel korrekt auf den Brenner auf.
Da der Geruch nach Inbetriebnahme nicht mehr auftritt verabreden wir, daß ich die Heizung beobachte und mich bei weiteren Problemen melde.

Am nächsten Tag, 20.3. morgens ist noch alles in Ordnung.
Mittags schaue ich in Solarlog (wollte mir X ja nicht verkaufen) und bemerke folgendes:
Solarfühler: 75 Grad, Solarpumpe: 15, Solar-Rücklauf 30 Grad, Solar-Vorlauf 20 Grad.
Ich gehe in den Keller: es riecht wieder verschmort. Diesmal bemerke ich das Problem:

die neue Solarpumpe ist blockiert.Ich schalte die Heizung komplett ab und informiere Handwerker C.Dieser will den Werks-Service von X organisieren.

Heute abend werde ich den Kachelofen anfeuern.

Tolles Heizsystem von X.

Wir sind die guten!

Diesen Text bis hierher habe ich am 20.3. an X geschickt.

Am 24.3. bekomme ich eine Antwort die mit folgenden Sätzen schliesst:

“…Ich bin gerne bereit mit Ihrem auf der letzten Seite erwähnten Handwerker Kontakt aufzunehmen und hier den Vorgang zu überprüfen.

Unser Sevice ist gut, wir müssen nur darüber sprechen. ”

Daraufhin habe ich am 24.3. die Namen der Handwerksfirmen mitgeteilt.

Ist noch was?

Am 22.7. frage ich dezent nach, was denn aus der Bearbeitung geworden ist und erhalte zur Antwort:

“Sie hatten sich in Ihrer Korrespondenz mit mehreren Problemen an mich gewendet. Aufgeführt hatten Sie Reparaturen und Austausch einzelner Komponenten. Ihr Antwortschreiben hatte ich natürlich noch erhalten. Ich wußte jedoch nicht, was Sie nun von uns erwarten.

Ich würde Sie bitten mir hierzu eine Erläuterung zukommen zu lassen.”

Meine Mail vom 22.7.

ich würde gerne irgendwann die Abdeckung der Heizungsanlage wieder anbringen können.

Dazu wäre es nicht schlecht, wenn ich das von Herrn U versprochene Ersatzteil bekommen würde.

Und vielleicht noch eine Stellungnahme zu den untengenannten Punkten, hier nochmal wiederholt:

– keine Inbetriebnahme durch Werkskundendienst obwohl vorgesehen (und wohl auch mitbezahlt)

warum wird die Anlage nach Mitteilung der endlosen Probleme nicht einfach jetzt kulanzhalber nachträglich auf korrekte Installation überprüft, wenn schon sonst alles schiefgelaufen ist? Die Heizungsanlage ist doppelt so teuer wie gleichwertige Anlagen von der Konkurrenz, da könnte man eigentlich so was erwarten.

– Keine Updatefähige Steuerung obwohl laut Prospekt und Handbuch eindeutig vorgesehen – dafür über 200,- Euro verlangt.

bis heute bin ich der Meinung daß die Zahlung unberechtigt von X gefordert wurde, denn im Handbuch steht eindeutig “updatefähig”!

– Reparaturkosten für Solarpumpe bei über 700,- Euro obwohl die Anlage noch nicht einmal 5 Jahre in Betrieb war.

die neue Pumpe hatte ebenfalls einen Defekt – der Kondensator für 50cent war defekt.

Herr U. wollte die erste Pumpe zur Überprüfung abholen, ist aber nie vorbeigekommen. Nach einem halben Jahr habe ich die Pumpe entsorgt. Wahrscheinlich wäre auch hier statt einem Pumpentausch einfach nur der Kondensator zu tauschen gewesen – 50cent gegen 700 Euro ist schon eine Menge.

Kulanz von X. Fehlanzeige – dabei habe ich bereits kurz nach Installation reklamiert daß die Pumpe zu laut ist und hier etwas nicht stimmt. Service = 0.

– keine Antwort auf Anfrage wegen Ersatzteil für defekte KW-Zuleitung (Mail incl. Bild vom 24.1.2009)

das Teil wollte Herr U. mir zusenden, bis heute ist nichts angekommen. Siehe oben.

X am 23.7.2009

Ich habe mich heute morgen mit Herrn U. in Verbindung gesetzt. Er ist Ihr Ansprechpartner vor Ort. Wieso die Abdeckhaube auf Ihrer Solarstation nicht paßt kann ich mir nur so erklären, das hier ein Bauteil gegen die Abdeckung drückt und somit die Abmaße nicht passen. Wurde das durch Ihren jetzigen Heizungsbauer angeschaut und nachjustiert?

Sie erwähnen im letzten Teil Ihrer Mail ein defektes Kaltwasserrohr. Der defekt wurde durch ein Zusammenkneifen mit einer Pumpenzange herbeigeführt. Wie kann X hierfür verantwortlich gemacht werden? Ich werde Ihnen hier auf Kulanz Ersatz schicken, allerdings verweise ich nochmals auf Herrn U und Ihren Heizungsbaubetrieb. Diese Herren können Serviceanfragen generell bei uns anfragen.

Meine Mail vom 23.7.

Ihr eMail-System scheint Ihren Heizungssystemen zu entsprechen, langsam fühle ich mich etwas veräppelt 8-( Mein jetziger Heizungsbauer wartet auf das Ersatzteil von Herrn U damit er das nachjustieren kann.

Ich habe die Reklamation am 24.10.2008 inclusive Bild an X gemailt. Es gab keinerlei Reaktion.

Ich habe das Problem bei Herr U. reklamiert – keinerlei Reaktion.

Sie haben mir geschrieben daß Ihr Service toll sei.

Nachdem die 2. Pumpe ausgefallen ist war Herr U. mit meinem (neuen)Heizungsbauer vor Ort.

Herr U. hat mir ein Ersatzteil versprochen das bis heute nicht geliefert wurde.

Zum Zeitpunkt der Reklamation gab es keinen Heizungsbauer meines Vertrauens, daher hatte ich mich direkt an X gewandt, ich hatte sogar gefragt was das Teil kostet – ohne Antwort!

Herr U hat im Beisein des aktuellen Heizungsbauers versprochen das Teil zu liefern.

Das hat er genausowenig getan wie die erste defekte Pumpe zur Überprüfung abzuholen.

Eigentlich hat Herr U bisher überhaupt nichts getan, ausser am Deckel des Brenners eine Lasche abzubrechen (siehe mein Schreiben)

Sämtliche Informationen und Daten liegen der Firma X in MEHRFACHER Ausführung vor.

Aber hier nochmal:

Der Kaltwasser-Einlauf geht über einen Bogen unten in die Heizung, dieser Bogen hat eine Konusverschraubung die entweder ab Werk oder vom Handwerker verbogen wurde, daher kann das Teil nicht dicht sein: ovales Rohr (gequetscht), runder Dichtring -> undicht!!

Wir haben die Pumpe provisorisch nach vorne gedreht damit man an das Rohr herankommt.

Diese Pumpe sollte natürlich nicht beliebig oft gedreht werden damit nicht weitere Verbindungen undicht werden.

Die Heizung wartet bis heute auf das Ersatzteil, erst danach wird die Pumpe wieder zurückgedreht und dann passt auch der Deckel wieder.

Den ganzen “Spass” werde ich heute online stellen, sauber sortiert und mit Bildern, dann erhalten Sie den Link und können es auf meiner Webseite nachlesen.

die zugehörige Mail vom 24.10.2008, da stand alles drin!!!:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte um Mitteilung, ob es möglich ist, von der Firma X den Bogen zwischen Warmwasser-Wärmetauscher und Anschluss Kaltwasser-Zuleitung auf Kulanz als Ersatzteil zu erhalten. (siehe Bild)

Die untere Konus-Verbindung ist leider undicht, mein Onkel ist pensionierter Flaschner und meint, das müsse schon von Anfang an undicht sein, entweder Montage- oder Herstellungsfehler. Leider hat er nicht das Werkzeug um den Bogen selbst herzustellen. Wasser tritt zwischen dem Dichtungsring und dem Rohr durch nach oben aus der Verschraubung aus.

Ca. 50ml / Tag

Eine versuchsweise Abdichtung mit Teflonband bringt nichts, das ganze Teil muss ausgetauscht werden, das Rohr scheint eine leichte Macke zu haben. Vielleicht wurde bei der Herstellung oder beim Einbau statt eines Schlüssels eine Rohrzange verwendet.

Bitte KEINEN Verweis auf irgendwelche Heizungsbauer!

Evtl. haben Sie meine Daten bereits in Ihren Unterlagen, hier nochmal der ganze “Spass” mit meiner X-Anlage in Stichworten (ein paar Dinge habe ich noch vergessen, die stehen aber sicher bereits in Ihren Unterlagen):

– 10/2003: X xxx Heizungsanlage mit Solar wurde durch die Fa. A eingebaut.

– die mitgelieferte Blitzschutzdose liegt bis heute uninstalliert im Keller.

– meine Reklamation daß die Solarpumpe zu laut sei wurde (angeblich in Rücksprache mit X) beantwortet mit dem Hinweis, das sei eine spezielle Zahnradpumpe und die wären eben so laut.

– nach einiger Zeit wollte ich den angekündigten und versprochenen Bootloader bestellen der zum Zeitpunkt des Kaufs der Anlage noch nicht lieferbar war. Aussage von X: gibts NICHT für Endanwender. (steht aber in meiner Anleitung als Zubehör) Nach einigem Hin und Her habe ich mir den Bootloader dann vom Originalhersteller in Österreich besorgt.

Nur leider war meine Anlage mit Software-Version 1.8 entgegen der Aussage von X und dem Betriebshandbuch NICHT updatefähig und die alte Steuerung hatte noch nicht alle benötigten Funktionien implementiert. Nach sehr viel Ärger und viel hin und her habe ich dann die Möglichkeit bekommen, eine updatefähige Steuerung zu erwerben (anstatt daß die Anlage so nachgebessert wird wie es versprochen war).

– Nach Aktivierung der Steuerung bemerkte ich, daß der eingebaute Solar-Durchflussmesser nicht funktionierte.

Also wieder eine Reklamation an X. Wurde sogar kostenlos ersetzt.

– nach Installation von Solstat und Winsol zur Datenprotokollierung fiel mir die sehr hohe Temperatur im WW-Wärmetauscher auf – über 70°! Den Regler habe ich in Rücksprache mit der X-Technik selbst korrekt eingestellt, der war auf Anschlag!

– Im Frühjahr 2008 gab die Solarpumpe den Geist auf. Diesmal habe ich mich an die Firma B gewandt, da diese bei X als örtlicher Betrieb gelistet ist und anscheinend sehr viel X-Anlagen montiert.

Von der Firma B wurde mir ein Umbausatz incl. neuer Pumpe und mit Filter installiert (6 Stunden Arbeitszeit! 720,- Euro!) und auf Nachfrage (da ich bereits den Verdacht hatte) vom Handwerker bestätigt, daß der ursprünglich für die Füllung installierte Filter immer noch installiert sei, obwohl der wohl hätte entfernt werden müssen. Kein Wunder daß die Pumpe den Geist aufgibt wenn sie immer gegen den Filter arbeiten muss.

Herr U wollte übrigens die Pumpe abholen und schauen ob sich was mit Kulanz machen lässt. Leider habe ich seither nichts mehr von ihm gehört. Ausserdem hat er mir mitgeteilt, daß das wohl die erste X-Anlage der Fa. A gewesen ist und es da wohl üblich sei, daß die Anlage von einem X-Techniker abgenommen wird – auch das ist bis heute nicht geschehen.

Nach dem Einbau der neuen Pumpe war ich dann abends im Keller und sah die teure Solarflüssigkeit über den Kellerboden verteilt – die Handwerker hatten beim Anziehen der Dichtungen eine weiter oben liegende Dichtung nicht festgehalten und diese war jetzt undicht. Laut Handwerker-Aussage sei das schon vorher undicht gewesen. Nur hätte ich dann sicher irgendwann mal früher bereits einen Druckverlust feststellen müssen. Freundlicherweise wurde die Nachbesserung nicht in Rechnung gestellt. Damit möchte ich nichts negatives über die Fa. B sagen.

– Im letzten Monat habe ich die Aussenwand unseres Hauses (BJ1964) isolieren und gegen eindringende Feuchtigkeit abdichten lassen, da bei Regen immer Feuchtigkeit in den Keller eindrang. Unter anderem war es auch unter der Heizung immer leicht feucht. Nachdem der Keller jetzt absolut dicht ist und unter der Anlage gefliesst wurde war es unter der Anlage immer noch feucht! Die Feuchtigkeit hatte aber nicht wie vermutet etwas mit dem Wasser von aussen zu tun sondern die Kaltwasser-Zuleitung zum WW-Wärmetauscher ist undicht! Und zwar sehr wahrscheinlich von Anfang an!

Pro Tag laufen ca. 50ml aus er Heizung, den Korrosionsspuren an der Verrohrung nach zu urteilen schon sehr lange.

nach den “netten” Erfahrungen mit Heizungsbauern habe ich meinen Onkel (pensionierter Flaschner) gebeten, sich die Verrohrung anzuschauen. Er hat das Ding untersucht, die Isolierung entfernt und mir gesagt, daß das mit 99% Sicherheit von Anfang an nicht dicht gewesen sein kann. Das Wasser dringt zwischen dem Dichtungsring und dem Rohr oben aus.

Da er einen solchen Bogen nicht selbst herstellen kann hat er versucht, den Bogen provisiorisch mit Teflon-Band abzudichten. Das funktioniert aber leider nicht, d.h. wir benötigen den Bogen mit Dichtringen als Ersatzteil.

Einbauen können wir das selbst.

Frage an Fa. X: ist es möglich, dieses Teil von Ihnen zu erhalten?

Wenn ja: auf Kulanz oder zu welchen Kosten?

PS.: ist es normal, daß die WW-Pumpe nur mit 2 Schrauben befestigt ist? (siehe Bild).

Die Pumpe wurde von uns gedreht um an die Wasserleitung zu kommen, dabei ist uns aufgefallen daß da nur 2 Schrauben vorhanden sind.

Hallo Herr Drexel,

Ich habe gerade mit Herrn C gesprochen. Wir haben vereinbart, dass Sie das Material von uns auf Kulanz geschenkt bekommen.

Für den Ablauf mit der Solarpumpe ist sicherlich ein Ablauf durch Wechsel des Handwerkers entstanden, der so nur Verwirrung gebracht hat. Wenn Material defekt ist, sei es ein Regler, eine Pumpe, oder sonstiges Material was bei uns reklamiert werden soll, so sollte der HDW uns darüber selbst informieren (Mit Herrn C hat das wunderbar jetzt geklappt).

Ich fragte Herrn C nach der Absprache ob hier noch weitere Probleme an der Anlage zu beheben seien. Das verneinte er. Liegt jetzt im Moment eine Undichte im Solarkreis vor, oder nicht? Er sagte mir, das er das nicht weiß und da selbst nochmal nachschauen müsse. Wir sind nun so verblieben, dass er an Ihrer Anlage nachschaut und sich bei Bedarf bei mir meldet und wir schauen, was noch an Ersatzmaterial benötigt werden würde.

Übrigens:

Ich hatte nach Ihrem 1.Schreiben mit der Firma B über diesen Einsatz gesprochen. Herr B hatte mir bestätigt, das hier der Kondensator am Antriebsmotor defekt war und ein Elektrofachbetrieb zusätzlich zur Kontrolle an die Anlage geordert wurde. Ob das durch ihn oder durch Sie selbst erfolgte entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Nun habe ich heute erneut mit Herrn B gesprochen und sind jetzt so verblieben, dass er sich die Rechnung für den Austausch der Solarpumpe aus dem Archiv sucht und sich dann bei mir nochmal zur Rechnungssstellung meldet.

Dieses bitte ich bis dahin abzuwarten, ich werde mich nachdem Gespräch mit Herrn B bei Ihnen wieder melden.

Vielen Dank

Ich nochmal am 23.7.

Hallo Herr xxx,

nur zur Info:

wir reden von 2 Pumpen:

1. Pumpe: defekt – Pumpe steht und brummt
Fa. A nicht mehr für X zuständig, daher Wechsel zu Fa. B.

Fa. B hat die Pumpe ohne Prüfung des Kondensators sofort ausgetauscht.

Die Arbeit war in Ordnung (bis auf die Undichtigkeit durch Fehler beim Anziehen der Verschraubung -> Solarflüssigkeit im Keller) Nach der anschliessenden Nachbesserung durch Fa. B ist der Solarkreis seither dicht.

Der Preis betrug ca. 700,-Euro incl. Installation, daher Reklamation über Herrn U. – der wollte die Pumpe zur Prüfung abholen, kam aber nie vorbei.

Nach ca. 1/2 Jahr habe ich die Pumpe entsorgt.

2. Pumpe: defekt – Pumpe steht und brummt zu dem Zeitpunkt war Herr C schon hier wegen anderer Bauarbeiten. Herr C hat den Kondensator sofort als Ursache identifiziert, Reparatur aber durch Fa. B da auf der Pumpe noch Garantie ist.

Eine Rechnung dafür gibt es nicht da es sich um einen Garantiefall handelte.

27.7. Wasser ist kalt!

750l Warmwasserspeicher, randvoll mit 85 Grad warmem Wasser.

Am Wasserhahn kommt 10 Grad kaltes Wasser an.

Ursache: Zirkulationspumpe blockiert.

Ich denke laut nach: “sch****  *******heizung” und stelle diesen Text online!

Zusammenfassung

Hier die Infos was ich den Parteien im Einzelnen vorwerfe:

Heizungsbauer A

– kein Hydraulischer Abgleich

– Einrohr-System aus OG direkt an Zweirohr-System von EG angeschlossen – total unsinnig da das Wasser jetzt hauptsächlich im EG zirkuliert.

– dabei könnte die Anlage bis zu 3 Heizkreise ansteuern

– Blitzschutzdose für Kollektorfühler nicht angeschlossen

– Murks bei Anschluss KW-Zuleitung (Konus-Verbindung zerdrückt und undicht)

– Puffer mit normalem Wasser dH 23 gefüllt

– Solarpumpe – Füllsieb nicht ausgebaut

– keine Anpassung der Steuerung und keine Hinzuziehung des Werks-Kundendiensts

– 27.7.2009: Info aus Internet: Rückschlagklappe WW-Zirkulation fehlt!

Heizungsbauer B

– keine Prüfung des Kondensators (vermutliche Ausfallursache der Solarpumpe), dafür Austausch der kompletten Pumpeneinheit für 727,- Euro!

– Nach Installation der Solarpumpe keine Dichtigkeitsprüfung – Solarflüssigkeit im Keller verteilt

Hersteller X

– Keinerlei Kontakt zum Endkunden

– keine Kulanz

– Zugesagte Eigenschaften (Handbuch, Prospekt) werden nicht eingehalten (Bootloader, Updatefähige Steuerung)

– keine Hilfe bei Problemen mit Heizungsbauern

– durch Gebietsvertreter zugesagte Hilfen nicht eingehalten

– kein Interesse am Kunden.

-> nach der Erfahrung mit meiner Anlage für den (nicht) gebotenen Service total überteuert

12.8.2009 – neue Probleme

Beim Versuch, den Heizkreis für die Aufheizung der neuen Fussbodenheizung im DG in Betrieb zu nehmen wurde festgestellt, daß der Heizungsmischer hängt.

Vermutliche Ursache: Verkalkung.
Nach Überprüfung der Leistungsdaten meiner Solaranlage muss wohl der komplette Puffer geleert und auch der Solar-Wärmetauscher ausgebaut und entkalkt werden.

Der Puffer wurde von Heizungsbauer A entgegen den Fülleinfach mit normalem Wasser 23°dH gefüllt.
Bei 750L Pufferspeicher entspricht das ca. 230mg*750 = 172,5g Kalk die sich jetzt im System abgesetzt haben.

15.8.2009 MAG vermutlich defekt

Heute habe ich bemerkt, daß der Druck im Solarkreislauf bei Abkühlung auf 0,5bar abfällt.

Vermutliche Ursache: MAG im Solarkreislauf defekt.
Da keine Absperrung verbaut wurde kann das kurzfristig leider nicht genauer überprüft werden ohne den Solarkreis zu entleeren.

Heizung optimieren mit Lüftern

Heizung optimieren mit Lüftern

Projekt:
Optimieren der Heizungsleistung mit Hilfe von Lüftern am Heizkörper.
Ziel:
Reduzierung der Vorlauftemperatur, Optimierung der Brennwertleistung, mehr Raumtemperatur bei geringerer Heizkörpertemperatur.

Heizung optimieren mit Lüftern
Heizung optimieren mit Lüftern

Vorgeschichte:
Jede Heizungsanlage in einem Gebäude sollte optimal eingestellt sein. Die meisten werden aber vermutlich weit ab vom Optimalbetrieb arbeiten.

Als wir unser Haus 2003 gekauft haben hatten wir noch keine Ahnung und uns daher auf die Heizungsbauer verlassen. Im zuerst renovierten Obergeschoss lagen die Heizungsleitungen noch Aufputz. Nach Aussage des Heizungsbauers waren die noch einwandfrei.
Also haben wir bei der Totalsanierung die vorhandenen Leitungen einfach tiefergelegt, in den Estrich.
Immerhin bekamen wir den Tipp die Leitungen zu isolieren, vor allem damit kein direkter Kontakt zwischen Leitung und Boden besteht.
Später haben wir dann erfahren daß es sich um ein 1-Rohr-System aus ca. 1974 handelt und nicht wirklich Stand der Technik ist.
Da bin ich heute noch sauer über diese schlechte Beratungsleistung.
Die paar Heizkörper und Leitungen auszutauschen hätten uns sicher nicht umgebracht.
Aber jetzt liegen die alten Rohre unter den Fliesen, man müsste das gesamte Stockwerk umbauen. Keine Chance.

Heizung optimieren mit Lüftern
So sah die Wohnung bei Übergabe aus

2004 kam das Erdgeschoss dran. Da waren wir schon etwas schlauer und haben alle Heizkörper ausgetauscht.
Hauptsächlich lag das allerdings daran daß die vorherigen Mieter Kettenraucher waren und die Heizkörper unrettbar mit Teer und anderem Schmodder zugesetzt waren.
Da ging nur Austausch.
Überhaupt sind wir froh daß die Wohnung nach Tapetenentfernung und Abschleifen aller Wänder überhaupt wieder bewohnbar war. Türen und Fenster wurden ebenfalls komplett erneuert.
Eines meiner leckersten Erlebnisse überhaupt:
Befeuchten der Deckentapete mit Pumpsprüher um diese zu entfernen. Das gab widerliche Tropfen wie man sie selbst in Alpträumen selten sieht.
Seither habe ich ein etwas gestörtes Verhältnis zu Rauchern.

Es wurde ein moderneres Zweirohrsystem verlegt und die alte Ölheizung durch eine moderne Gas-Brennwertheizung Solvis Max mit Solarer Heizungsunterstützung installiert.
Das Chaos mit dieser Anlage habe ich in einem anderen Beitrag beschrieben und soll hier kein Thema sein.
Die Anlage kann zwar mehrere Heizkreise, aber der Heizungsbauer hat ganz schlau beide Stockwerke an einen Heizkreis angeschlossen, also 1-Rohr und 2-Rohr gemischt! Was für eine Meisterleistung. Damals haben wir das leider nicht bemerkt und heute ist es zu spät.

Der Vorlauf zum 1. Stock geht kurz nach dem Kessel nach oben, der Rücklauf ist nach dem letzten Heizkörper vom EG angeschlossen. Im Prinzip ist das 1-Rohr-System des OG also wie ein Heizkörper an das 2-Rohr-System des EG angeschlossen. Leider hatte ich mich damals auf die Kompetenz der Heizungsfirma verlassen. Heute wäre das nur mit extremem Aufwand umzubauen. Schade.

Hydraulischer Abgleich?

Fehlanzeige!
Die Heizung läuft und macht warm. Fertig!

So wird es vermutlich in den meisten Häusern sein.

Irgendwann war die Renovierung abgeschlossen und ich konnte mich in die Heizung einarbeiten. So habe ich nach und nach viele Dinge gefunden die überhaupt nicht toll waren.

Ein Punkt war der Energieverbrauch. Den wollte ich optimieren.
Die alte Öl-Heizung hatte angeblich einen Jahresverbrauch von 3500L für 160qm
Die neue Gas-Heizung musste durch Dachausbau 220qm beheizen und benötigte dafür 30.000kWh (Haus ungedämmt, Dach gedämmt in 2006, BJ1964)
Vorlauftemperatur vom Heizungsbauer auf 70°C eingestellt.


Erste Optimierung
Nach viel Recherche im Internet habe ich mir irgendwann zugetraut, die Heizung selbst zu optimieren. Zuerst kam der Hydraulische Abgleich. Das scheint mir recht gut gelungen zu sein, denn mittlerweile konnte ich die Heizkurve auf maximal 55°C Vorlauf einstellen. Mit einer optimierten Heizkurve liegt die Vorlauftemperatur die meiste Zeit unter 50°C.
Der Energiebedarf sank damit auf ca. 25.000kWh.

Im EG mit dem Zweirohrsystem wäre wohl auch deutlich weniger drin, aber das Einrohrsystem im OG verlangt leider nach höheren Temperaturen. Ein Umbau kommt aber aus verschiedenen Gründen nicht in Frage.
Bei 55°C Vorlauf kommt der letzte Raum am Heizungsstrang bei Frost nur noch auf 18°C.
Das ist zwar nicht so schlimm weil es sich nicht um einen Wohnbereich handelt, aber >20°C sollten einfach theoretisch drin sein.
Nur was tun wenn man die Vorlauftemperatur nicht erhöhen will? Die Pumpenleistung erhöhen? Auch nicht so gut, das kostet Strom und irgendwann fängt es an zu rauschen.
Die Wärmeabgabe des Heizkörpers muss erhöht werden, dann klappt es auch mit geringeren Temperaturen.

Lüfterversuche

Heizung optimieren mit Lüftern
Einfach nur ein Lüfter bringt 3°C

Den Heizkörper kann man leider nicht vergrößern, höchstens austauschen. Das ist aber zu aufwändig.
Aber man kann die Wärmeabgabe erhöhen indem man dem Heizkörper aktiv Luft zuführt.
Dafür gibt es sogar (sauteure) fertige Heizkörper mit Lüftern.
Aber was ein richtiger Bastler ist, der macht sowas selbst.
Im ersten Schritt habe ich einfach einen Lüfter aus der Bastelkiste genommen: 12cm PC-Lüfter mit 12V. Dazu ein altes Netzteil und den Lüfter einfach oben auf den Heizkörper gelegt.
Ein einzelner Lüfter!
Natürlich dauert es einige Zeit bis sich die Raumtemperatur ändert.
24 Stunden sollte man dem Raum schon Zeit geben vor einer Messung.
Aber das Ergebnis war erstaunlich: Die Raumtemperatur mit Lüfter lag 3°C über der Raumtemperatur ohne Lüfter. Von 18°C ging es auf 21°C. Ohne Lüfter sank die Temperatur innerhalb eines Tages wieder auf 18°C ab. Es lag nachvollziehbar nur an diesem einen Lüfter.

3°C sind schon heftig.
Man könnte ja noch 2 oder 3 Lüfter installieren.
Wichtig ist daß die Dinger langsam drehen, sonst gibt es Wind und wird laut.

Dieser eine Lüfter lief von Januar bis März und der Raum war angenehm warm anstatt wie sonst zu kühl.

Überlegung

Durch die Verwendung von Lüftern an allen Heizkörpern müsste man insgesamt die Vorlauftemperatur senken können. Durch die schnellere Wärmeentnahme sollte auch die Rücklauftemperatur sinken und dadurch die Brennwertfunktion der Heizung verbesser werden, denn je geringer die Rücklauftemperatur, desto besser funktioniert die Brennwerttechnik.

Da die Heizung auch schon wieder über 15 Jahre alt ist gibt es auch bereits Überlegungen für ein Nachfolgesystem. Gerne würde ich eine Luft-Wärmepumpe einbauen.
Mit einer noch durchzuführenden Fassadendämmung sollte das möglich sein. Die Vorlauftemperatur muss dann aber auf jeden Fall unter 50°C bleiben.
Zu Beginn der Heizperiode 2019/2020 habe ich die Vorlauftemperatur auf 48°C begrenzt. Sollte es irgendwo zu kühl werden probiere ich einen Ausgleich mit Lüftern an den Heizkörpern. Falls es gut klappt werde ich die Begrenzung weiter absenken.
Dazu muss es aber erst mal richtig Kalt werden. Ideale Zeit für den Bau von Prototypen für meine Heizkörper-Lüfter

Erster Prototyp Heizungslüfter

Heizung optimieren mit Lüftern

Den Lüfter einfach auf den Heizkörper zu legen ist natürlich komfortabel.
Allerdings sieht das nicht so toll aus und man zieht auch den ganzen Staub durch den Heizkörper.
Bei höherer Konvektion durch die Lüfter wird mehr Staub angesaugt und aufgewirbelt. Dagegen wollte ich auch etwas machen.

Ergebnis:
mein erster Prototyp für einen Lüfter für UNTER die Heizung.
Damit wird die Luft nicht von oben durch die Heizung gesaugt sondern von unten eingeblasen. Leider ist nicht viel Platz unter der Heizung. Das Gehäuse mit 12cm-Lüfter steht etwas über. Im Büro stört das nicht. Für den Wohnbereich ist das aber nicht geeignet.
Daß der Lüfter nicht komplett unter dem Heizkörper steht ist nicht schlimm. Wichtig ist eine Bewegung der Luft und dadurch ein besserer Wärmeübergang vom Heizkörper zur Raumluft.

Um keinen Staub aufzuwirbeln habe ich einfach das Gehäuse etwas großzügiger gestaltet und rundherum offen gelassen. Damit kann ich eine billige Filtermatte zusammengelegt unter den Lüfter klemmen (der Lüfter hat ein Gitter unten dran damit die Filtermatte nicht verhakt!).
Ergebnis: Der Staub bleibt im Filter hängen und der Lüfter bläst weitgehend staubfreie Luft durch den Heizkörper.
Als Optimierung könnte man natürlich richtige Filter nehmen, die würden dann je nach Filterklasse noch mehr die Luft reinigen. Allerdings sind PC-Lüfter nicht besonders stark, ein besserer Filter könnte evtl. für den PC-Lüfter zu dicht sein.

Für den Anfang reicht die Billiglösung. Kosten bisher 0,- Euro – alles war bereits im Hobbyraum vorhanden: 12cm PC-Lüfter + Netzteil, ein bisschen Holz + Schrauben und ein Stück Filtermatte.

Für den Wohnbereich taugt das Teil rein optisch natürlich nicht, aber es geht erst mal nur um den Funktionstest. Weitere Verbesserungen sind auch bereits in Planung.
Damit habe ich aber erst mal einen Heizungslüfter + Staubfilter für einen Büroraum.
Und da ich mit Papier und Folien arbeite gibt es hier eine Menge Staub.
Am offenen Filter kann man gut erkennen wann dieser gewechselt werden muss.

Der Lüfter benötigt weniger als 2W und läuft 24h. Zur Zeit ist allerdings noch kein Heizbetrieb.

Weitere Prototypen sind in Vorbereitung, es sind ja noch mehr Räume 🙂

Projekt: Freitags basteln für die Umwelt!

2. Prototyp – geschlossene Kiste

Heizung optimieren mit Lüftern
2. Version des Heizungs-Boosters

Lüfter liegen in meiner Werkstatt noch jede Menge herum, Netzteile und sonstiges Zubehör auch.
Da kann man eine Menge verschiedener Heizungs-Booster basteln.
Es sollen ja auch einige Heizkörper mit Lüftern ausgerüstet werden.
Theoretisch würde es reichen, die Lüfter offen am Heizkörper zu befestigen.
Im Büro gibt es durch die Maschinen aber auch viel Staub (Papierabrieb, etc.), daher will ich hier mit Filtern arbeiten. Ein Lüfter für die Heizung und gleichzeitig als Staubfilter, das klingt ja schon ganz nett.
Natürlich bringt so ein kleiner PC-Lüfter kaum etwas gegen Staub im Raum, dafür sind die Teile viel zu schwach. Aber jeder Fussel zählt. Und alles was nicht durch die Heizung geblasen wird verteilt sich auch nicht im Raum.

Heizung optimieren mit Lüftern
Heizungs-Booster Rückansicht

Die einfachste Version ist daher einfach ein geschlossenes Gehäuse:
Vorne genug Platz für den Lüfter, hinten ist die Box gerade so hoch daß sie unter den Heizkörper passt, dadurch wird die Luft von unten nach oben durch den Heizkörper gepustet.

Nochmal der Hinweis:
das wird kein Heizlüfter der warme Luft in den Raum blasen soll. Die Lüfter dienen der Verstärkung der natürlichen Konvektion im Heizkörper.
Ziel: Senkung der Vorlauftemperatur, bessere Ausnutzung der Heizungswärme.

Als Filter habe ich einfach ein Stück Filtermatte für eine Dunstabzugshaube genommen.
Das sollte gegen Fussel und Grobstaub ein bisschen helfen. Man wird sehen wie der Filter nach ein paar Monaten Dauerbetrieb aussieht.
Es kommt ein ausreichender Luftstrom aus der Box und sogar oben am Heizkörper kann man mit der Hand die Luftbewegung spüren.

Zwischenfazit im Herbst 2019

Da ich keine Ahnung habe wie weit ich die Vorlauftemperatur absenken kann ohne zu frieren habe ich jetzt ganz einfach auf 40°C Vorlauf begrenzt. Kann man ja schnell wieder hochstellen.
Das ist allemal besser als sich langsam ranzutasten.
Dazu habe ich die Steilheit herabgesetzt und es läuft:
Bei Aussentemperaturen von morgens 5°C bis Mittags um die 10°C läuft die Heizung aktuell mit etwas mehr als 30°C Vorlauf.
Vorher lag die Begrenzung bei 55°C, vor der Anpassung zeigte die Heizung bereits 45°C Vorlauftemperatur.
Und es reicht! Es wird angenehm warm.
Da ich vormittags alleine im Büro bin (1.OG) und der Wohnbereich im EG leer ist gibt es dort eine Absenkung auf 17°C. Ab 11 Uhr wird wieder auf 22°C geheizt. Trotz geringerer Vorlauftemperatur ist es um 12 Uhr im Wohn-/Essbereich 22°C warm, die Lüfter führen zu deutlich schnellerer Aufheizzeit, dabei sind erst 3 Stück verbaut!
Im Büro sind ebenfalls erst an 3 Heizkörpern je ein 12cm-Lüfter verbaut.
Für die schmäleren Heizkörper will ich mit einfachen 8cm-Lüftern experimentieren, dafür einfach mehrere nebeneinander. Montiert an L-Schienen die ich mittels Magnet von unten an den Heizkörper befestige. Statt Filtermatten verwende ich dann einfache Aufsteckfilter, das sollte gegen aufgewirbelten Grobstaub helfen.
Insgesamt habe ich sogar das Gefühl daß die Raumtemperatur behaglicher ist. Vielleicht verteilt sich durch die Verwirbelung die Wärme besser im Raum?

Bis jetzt bin ich jedenfalls noch sehr überzeugt daß die Heizkörper-Lüfter gut funktionieren.
Die max. 2W Stromverbrauch pro Lüfter sind dabei vernachlässigbar.

Im Internet gibt es übrigens bereits viele ähnliche Projekte. Dort wird oft mit Thermoschalten gearbeitet damit die Lüfter nur ab bestimmten Temperaturen arbeiten. Das habe ich mir gespart. Die Lüfter laufen einfach im Dauerbetrieb. Um die Lautstärke zu senken verwende ich einfache alte Lüfterregler aus dem PC-Bereich (Drehpotis). Man könnte auch Netzteile mit weniger Spannung verwenden, aber die 12V-Netzteile liegen gratis im Keller.
Für weitere Heizkörper probiere ich dann mal Netzteile mit 7V oder regelbare Geräte.

Neue Versionen der Heizungs-Lüfter 11.2019

Heizung optimieren mit Lüftern

nach vielen Überlegungen und Tests gefällt mir die einfachste Version aktuell am besten.

Die Lüfter unter die Heizung zu schrauben erwies sich als schwierig.
Jeder Heizkörper hatte einen anderen Abstand zum Boden. Mit Filter und Lüfter blieb nicht mehr viel Abstand übrig, daher habe ich diese Kisten mit Luft-Umlenkung gebastelt (siehe Fotos).
Basteln macht zwar Spass, aber wieso umständlich wenn es auch einfach geht.

Die Lösung:
Die Lüfter einfach auf die Heizkörper legen.
Nachteil: die von unten durch die Heizkörper strömende Luft enthält Staub, dieser kann sich in den Heizkörpern ablagern. Macht aber nichts, da wir die Heizkörper sowieso 1x im Jahr reinigen (macht fast niemand, ist aber SEHR empfehlenswert!)

Idee: Oben Lüfter, unten Filter: L-Schienen mit Magnet an die Heizkörper befestigt und eine passend zugeschnittene Filtermatte dazwischen gespannt.
Problem: Die Luft geht den einfachsten Weg. Man müsste den Rest des Heizkörpers absolut dicht bekommen, sonst strömt die Luft an den Filtern vorbei.

Daher habe ich mich dazu entschlossen die Filter direkt an die Lüfter zu montieren und das Ganze als Paket oben auf die Heizkörper zu legen. Damit kann es zwar dazu kommen daß sich im Heizkörper Staub ablagert, aber ich denke der meiste Staub wird mit der Luft durch die Heizung gezogen und bleibt oben im Filter hängen.

Baubeschreibung Heizungs-Booster

Heizung optimieren mit Lüftern

Die Lüfter sind in weniger als 15 Minuten einsatzbereit:
Heizkörperbreite und Länge abmessen. Man muss nicht den gesamten Heizkörper mit Lüftern bestücken.
Ich habe im Büro einen 60cm-Heizkörper (siehe Bild), den habe ich komplett abgedeckt und mit 3 Lüftern bestückt. Im Wohnzimmer ist ein Heizkörper mit knapp 3m, da habe ich vorerst nur 4 Lüfter auf 1m montiert.
Die L-Schienen mit 25x25mm gibt es im Baumarkt in Alu oder Kunststoff. Alu ist natürlich hochwertiger, dafür ist der Kunststoff einfacher zu bearbeiten und das Weiß fällt weniger auf.

Wer es aufwändiger möchte kann natürlich noch eine 2. L-Schiene umgedreht montieren und oben drüber eine Sichtblende über die Lüfter anbringen, dann sieht man die Lüfter nicht. Bei mir im Büro sieht man das aber nicht und im Wohnzimmer ist die Heizung hinter dem Sofa.

Die Lüfter habe ich mit jeweils einer Schraube an 2 gegenüberliegenden Ecken an der L-Schiene befestigt, damit lassen sich die Schienen gegeneinander noch verschieben.
Wichtig: unter den Lüftern sind Schutzgitter montiert, sonst kann es sein daß die Lüfterflügel an der Filtermatte hängenbleiben.

So montiert kann man die L-Schienen gegeneinander verschieben. Einfach auf die Heizkörper legen verschieben und fertig.
Man kann noch Magnete integrieren, aber bei mir hält das auch so sehr gut.

Für den Stromanschluss habe ich ein altes 12V-Netzteil verwendet. Die verwendeten Lüfter ziehen maximal 0,2A, ein 12V/1A-Netzteil reicht also problemlos für 3 Lüfter (für eigene Lüfter natürlich überprüfen und anpassen!)
Passende Adapter gibt es im Internet oder man zwickt die Kabel einfach ab und verbindet sie direkt.
Alternativ kann man auch mit 7V oder weniger experimentieren. Die Lüfter laufen dann langsamer und sind leiser. Ich habe aber Lüfter verbaut die bereits bei 12V sehr leise sind.
Die Filtermatte habe ich in 1cm Stärke in 1qm für 10,- Euro im Web bestellt und auf die benötigte Größe zurechtgeschnitten.

Funktioniert einwandfrei.

Materialpreis:
2x L-Schiene 1m 25x25mm a 2,- Euro (davon 60cm)
3x Ultra-Silent Lüfter 80x80x25 a 3,5 Euro
Filtermatte 0,6 Euro (1qm, davon 60cm x10cm)
6 Stück 4mm Schrauben 4×15 + Muttern aus der Grabbelkiste
Netzteil aus der Grabbelkiste
3pin Adapter für die Lüfter 2,- Euro (alternativ anlöten)
Netzteil aus der Grabbelkiste
3x Lüftergitter a 0,5 Euro

Gesamt für den Heizkörper: weniger als 20, -Euro.

Im Internet gibt es jede Menge ähnliche Projekte. Oft wird dort auch ein Temperatursensor eingesetzt. Darauf habe ich verzichtet: der Sensor kostet Geld, ist zusätzlicher Aufwand und mit den Filtern kann auch kühle Luft gefiltert werden. Mir ist der Sensor den Zusatz-Aufwand nicht wert. Heizsaison = Heizung ein = Lüfter an die Heizung, fertig.


Mittlerweile ist November, die Temperaturen liegen nachts nahe 0°C, teilweise sogar unter 0°C, tagsüber nicht über 10°C.
Vorlauftemperatur im ungedämmten Altbau aus 1969 (25cm Bims-Beton Hohlblock-Steine, Fenster aus 2003):
max. 40°C
Vorlauftemperatur ohne Lüfter vorher 55°C (die vom Heizungsbauer eingestellten 70°C lassen wir jetzt einfach mal unter den Tisch fallen, das wäre zu peinlich für das Handwerk)

Spürbare Vorteile:
Nach Lüften oder nächtlicher Absenkung steigt die Temperatur trotz niedrigerer Vorlauftemperatur deutlich schneller an.
Das Wohnraumklima fühlt sich besser an. Vermutlich ist die Luft besser vermischt, es gibt keine warmen oder kalten Ecken mehr. Die Temperaturverteilung ist homogener.
Warme Luft steigt bekanntlich nach oben. Durch die Lüfter wird die Luft in eine Zirkulation gezwungen, d.h. die warme Luft an der Decke wird nach unten gezogen, der Raum ist gleichmäßig warm.

Natürlich wird nach wie vor dieselbe Energie benötigt um den Raum auf Temperatur zu bringen. Aber bei unserer Brennwertheizung erhöht eine niedrigere Rücklauftemperatur die Effizienz des Brennwerteffekts, damit kann man dann tatsächlich Energie sparen.

Das Hauptziel ist allerdings der Einbau einer Wärmepumpe irgendwann in der Zukunft.
Mit 55°C Vorlauf geht das natürlich nicht. Mit 40°C kommt man schon in einen Bereich der mit Wärmepumpe interessant wird.

Der Einbau lohnt sich auf jeden Fall!

Update 5.12.2019

Der Dezember 2019 startet recht kalt. Die Temperaturen liegen auch tagsüber kaum über 5°C, nachts wird es frostig. Heute früh waren es -5°C.
Die Vorlauftemperatur von 40°C reicht!
Und das trotz einer Mischung aus Einrohr- und Zweirohr-System. Alle Räume werden schön warm. Die eingestellten 22°C im Büro sind dauerhaft möglich und auch testweise 24°C werden erreicht. Der Problemraum (einzelner Raum mit Tür zum Treppenhaus, ohne Anbindung an die Wohnung, letzter Heizkörper am Einrohrsystem, Außenwand Westseite) erreicht 20°C.