Kategorie: EDV

“Ende der Vernunft”

E-Mail - Warum Verschlüsselung sinnvoll ist!

E-Mail – Warum Verschlüsselung sinnvoll ist!

In einem anderen Beitrag habe ich Euch erklärt, wie man die E-Mail-Verschlüsselung mit Open-PGP in Thunderbird unter Linux oder Windows einrichtet.
Die Einrichtung ist kinderleicht und dauert keine 10 Minuten.

In diesem Beitrag erkläre ich, warum es unbedingt notwendig ist, Deine E-Mails zu verschlüsseln.
Selbst wenn Deine E-Mails nicht mehr beinhalten, als viele in Facebook, Twitter und sonstigen Soziopathen-Plattformen von sich geben – überlege genau, ob E-Mail-Verschlüsselung für Dich nicht sinnvoll sein könnte!

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Trackingfrei und Googlefrei

Trackingfrei und Googlefrei

Nachdem ich meinen Webserver erfolgreich neu aufgesetzt habe, musste ich natürlich auch schauen, dass alles der DSGVO entspricht.

DSGVO steht für Datenschutz-Grundverordnung. Einem elenden Konstrukt, das dazu dient, dass Anwälte und Behörden kleinen Webseitenbetreibern und Firmen ans Bein pinkeln können, während die wirklichen Datensammler, wie beispielsweise Microsoft, Google, Amazon und Facebook darüber nur lachen.

Allein die Tatsache, dass Windows 10 eigentlich NICHT DSGVO-konform ist, man aber “mangels Alternative” darüber hinwegsieht, anstatt endlich was zu machen, zeigt, dass es hier nicht um den Datenschutz geht, sondern nur um Macht und Geld.

Trotzdem – meine Webseite soll frei von Spyware sein.

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Linux VM-Server in 10 Minuten

Linux VM-Server in 10 Minuten

Nach der Grundinstallation von Linux Mint 20.10 habe ich mir noch eine Lösung zur Fernsteuerung installiert. Dafür gibt es einen weiteren Beitrag: RDP mit Linux.
Ab diesem Zeitpunkt benötige ich dann weder Monitor noch Tastatur oder Maus, der Linux-Server ist damit bereits voll funktionsfähig und kann irgendwo in der Ecke stehen. Nur Netzwerk und Strom werden benötigt.

Nächster Schritt:
Installation einer Virtualisierungslösung, damit ich viele andere Betriebssysteme unter Linux laufen lassen kann. Beispielsweise ein weiteres Linux für meine Webseite, ein Windows für meine Drucker, ein Windows für die Wetterstation, und ein paar virtuelle Maschinen zum Experimentieren.
Dazu installiere ich mir Virtualbox.

Virtualbox unter Linux Mint 20.10

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RDP mit Linux

RDP mit Linux

Wie bereits an anderer Stelle geschrieben, nutze ich hauptsächlich Linux.
Aber man muss auch zugeben, dass es unter Windows Dinge gibt, die einfach komfortabel sind und die man nicht missen möchte.

So ist beispielsweise die Fernsteuerung mittels Remotedesktop (RDP) einfach eleganter als VNC, X11-Forwarding oder ähnliche Linux-Lösungen. Natürlich kann man auch proprietäre Lösungen nehmen, wie z.B. Teamviewer. Aber das ist mir zu unsicher und die Lizenzpolitik gefällt mir nicht.

Zum Glück gibt es RDP auch für Linux.

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Model M – Nigelnagelneu!

Es gibt sie noch – die beste Tastatur überhaupt: Model M!

Wie ich bereits in anderen Beiträgen geschrieben habe, ist die IBM Model M meiner Meinung nach die beste Tastatur überhaupt.
Das Model F wird von einigen als noch besser bezeichnet, da sagt mir aber das Tastaturlayout nicht zu.
Die Tastatur gibt es bei Unicomp übrigens nach wie vor neu zu kaufen! Näheres erzähle ich weiter unten.

Durch Zufall bin ich jetzt zu 3 Model-M-Tastaturen gekommen.
Eine Original, eine nachgebaute und eine, die zwar eine IBM Model-M ist, aber mit Gummitasten!

Model M - Nigelnagelneu!
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Vor-Internet-Zeiten

2020 aus dem alten Blogsystem übertragen.
Die Blog-Beiträge auf dieser Seite sind zeitlich von unten nach oben sortiert, also beim Lesen einfach hinten anfangen 🙂

42er-Box Ludwigsburg

Bild: die 42er-Box stand in einem uralten Gewölbekeller

Die jüngeren werden es wohl nicht mehr wissen, aber es gab tatsächlich eine Zeit ohne Internet.
Und das, was heute allgemein als Internet betrachtet wird – das www – ist auch nur ein kleiner Teil vom ganzen und gerade mal ca. ein paar Jahre alt – es wurde 1993 am Kernforschungszentrum CERN entwickelt.

Davor gab es Mailboxen.
Mailboxen waren Computersysteme, betrieben von Nerds und Freaks, die Datenaustausch ermöglichten.

Vor-Internet-Zeiten

Man konnte darüber Mails verschicken, Files herunterladen und bei Mailboxen mit mehreren Leitungen auch chatten.
In der 42er-Box gab es das selbst programmierte Sabberchat, programmiert an einem 1. Januar, mit brummendem Schädel, nach durchgefeiertem Jahreswechsel. Dazu eine Version von Pong, das 2 Benutzer online gegeneinander spielen konnten und Global War, einem Online-Nachbau von Risiko. Das war damals ziemlich cool.

Die Mailboxen waren in verschiedenen Netzen verteilt, Mausnet, Fidonet, etc.
Unsere 42er-Box war im Fido-Netz und hatte die Adresse 2:246/1500

Das Sterben der Mailboxen begann mit dem Aufkommen des WWW und Internetzugang für jedermann sowie einer “Preissenkung der Telekom”, die lange Gespräche teilweise auf über das 10fache verteuerte.
Zwar wurde der Preis je Takteinheit etwas gesenkt, die Dauer eines Gebührentaktes aber dafür erheblich verkürzt. Für Mailbox-Nutzer und Dauer-Chatter bedeutete das eine erhebliche Preiserhöhung.

Beim Aufräumen habe ich alte Bilder und Dokumente zur 42er-Box gefunden.

Diese Mailbox habe ich zusammen mit Freunden in Ludwigsburg betrieben.

Und wer glaubt Computerfreaks waren kontaktarm, der irrt – mehrere Treffs im Monat waren die Regel…

Vielleicht verirrt sich ja mal jemand aus der guten alten Zeit hier her.
Ehemalige User dürfen gerne einfach einen Kommentar hinterlassen.

42er-Box – Chronik

42er BOX
  -= HUB LUDWIGSBURG =-

                        Chronik der 42er-Box Ludwigsburg

                               Stand SEPTEMBER 1995

NEU : jetzt in umgekehrter Reihenfolge sortiert : das Neueste steht am Anfang !


Warum diese Chronik ?

Ganz einfach : Damit man in der Zukunft weiss, welche Ereignisse der
               Vergangenheit zum Stand der Gegenwart geführt haben.



Vor-Internet-Zeiten

JANUAR 1996

nächster Usertreff ist am 26.1.1996 im Krauthof in Ludwigsburg.

Leider führt die zum 1. Januar eingeführte “Kostensenkung” der Telekom zu erheblichen Verteuerungen für unsere Benutzer, so dass die Auslastung etwas nachgelassen hat (kennt jemand Konkurrenzunternehmen ?).



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Vor-Internet-Zeiten

DEZEMBER 1995

Während die Umgebungstemperatur im Keller, in dem die Box steht auf fröstelnde 2-4 Grad Celsius absinkt, laufen die Leitungen heiß, die Auslastung ist sehr gut, anscheinend ziehen viele Leute es vor, in der Box rumzustöbern statt Weihnachten zu feiern. Am 31.12.1995 wird noch eine neue Festplatte eingebaut (Connec 4GByte), so daß für die nächsten paar Tage wieder genügend Platz zur Verfügung stehen dürfte.

Vor-Internet-Zeiten

NOVEMBER 1995

Die Uptime unseres Server beträgt nun bereits über 2 Monate ohne Unterbrechungen !
Während die Auslastung stetig zunimmt, beträgt die Verfügbarkeit jetzt >95% und braucht sich somit selbst vor kommerziellen Anbietern nicht zu verstecken.

OKTOBER 1995

Die 42er-Box läuft und läuft, von einigen kleineren Problemen abgesehen, wie dem Absturz einzelner Lines gibt es diesen Monat keine größeren Besonderheiten. Zum Basteln an der Box ist es auch einfach zu kalt, steht das Ding doch im Gewölbekeller, in dem derzeit unter 10 Grad Celsius herrschen.


SEPTEMBER 1995

Die Box läuft einwandfrei, von kleineren Wartungsarbeiten abgesehen muss nicht viel gebastelt werden. Der nationale ISDN-Anschluss wird abgemeldet, die Lines 22255x stehen somit nicht mehr zur Verfügung. Dafür wird auf die Leitung 234980 ein ZYXEL-ISDN angeklemmt, so daß jetzt neben dem bereits vorhandenen ELINK ein weiterer ISDN-Online-Zugang vorhanden ist.
Nach aktuellem Zählerstand verbraucht die Box pro Monat ca. 200kWh
Telefonkosten : 245,01 DM (Restguthaben aus ISDN-Anschluss bei der Telekom : 298,25 DM)
Usertreff war am 22.9.1995 im Krauthof Ludwigsburg, bei dem ca. 30 Leute anwesend waren.


AUGUST 1995

diesen Monat gab es zwei Abstürze des Servers, das erste Mal lief eine Platte über und beim zweiten Mal war anscheinend kurz der Strom weg. Proboard 2.10 wurde installiert, statt der Creatix-Karte hängt nun ein Elink310 für die ISDN-User am System, damit ist dann auch wieder ISDN-Online-Zugang möglich.
Am Sonntag, 13.8.95 gab es 120 Online-Anrufe und damit eine Auslastung fast wie vor dem Umzug im April, damit kann man wohl ausgehen, daß es im Herbst wieder zu erheblichen Auslastungen kommt.
Einziges Problem diesen Monat bereitet der Filelistgenerator, der nur bis 4GByte
funktioniert, zwischenzeitlich liegen wir aber bei 4700MByte Filebase !
Änderungen wird es bei den Leitungen geben, da eine ISDN-Leitung abgemeldet wird und die restlichen endlich voll bestückt werden. Damit wird dann 1 ISDN-Zugang und 7 Analog-Zugänge zur Verfügung stehen.
Telefonkosten : 258,98 DM (derzeit so niedrig wegen Guthaben aus ISDN-Anschluss)
Zum Usertreff am 25.8.95 kamen diesmal wieder 30 Leute, die sich in Stefanos Taverne in LB-Ossweil trafen.


JULI 1995

Nachdem die Box im Juli immer noch stabil läuft, kann man sich nun eine kleine Schaffenspause gönnen, bis auf ein paar Kleinigkeiten läuft das System praktisch den ganzen Monat ohne Probleme. Usertreff gibt es im Juli keinen, da die meisten User sowieso im Urlaub sind.
Telefonkosten : 1308,78 DM (incl. 5×130,- DM Anschlussgebühren)


JUNI 1995

Die Box läuft nun wieder recht stabil, bis auf kleine Hänger der einzelnen Leitungen gibt es keine größeren Probleme mehr, der Server läuft nun seit fast 8 Wochen ohne Absturz, das Routing funktioniert wieder, die neue Software ist anscheinend ziemlich zuverlässig und dürfte bis auf Weiteres vollkommen ausreichen.
Zum Usertreff am 23.6.95 kamen ca. 40 Leute, der Treff wurde zusammen mit der Steppin’Out! (Sysop Metin Savignano, Amiga-System) durchgeführt.
Telefonkosten : 496,07 DM

MAI 1995

Zu unserem Grillfest am 5. Mai kamen ca. 20 Leutchen, die sich bei
diesmal herrlichem Wetter bis spät in die Nacht ganz gut unterhielten.
Seit Anfang Mai scheint auch das Problem mit den Telefonleitungen
behoben zu sein, insgesamt kann man wohl sagen, dass es mit der Box
nach 3 Wochen harter Umbauarbeit langsam wieder aufwärts geht.
Zum Usertreff am 12.5.1995 kamen dieses Mal ca. 25 Leute.
Telefonkosten 235,60 DM



APRIL 1995

am 7.4. 1995 war wieder einmal ein Usertreff im Krauthof Ludwigsburg,
diesmal waren ca. 30 Leute anwesend, etwas wenig, aber verständlich,
wenn man bedenkt, daß am selben Tag die Box umgezogen ist und schon
vorher etwas Verwirrung geherrscht hat.
Leider haben wir von der Telekom auch eine tote ISDN-Leitung
bekommen, die bis Ende April noch nicht repariert worden ist 8-(
Der Umzug dauerte auch etwas länger als erwartet, am 26.4.95 ging
nach tagelanger Arbeit endlich Binkley in Betrieb, womit Frontdoor
und FMail als Performancebremse und Line-Killer endlich
ausgedient haben.
Somit dauert das Hochfahren der Lines nach einem User nun
statt 4-5 Minuten nur noch 2-3 Sekunden ! Das Einsortieren
der Mails läuft nun dank Squish fast unbemerkt im Hintergrund ab,
während bisher das gesamte System fast stehenblieb, ausserdem
stehen ab sofort ca. 200-300 MB an Mails zur Verfügung, was
den meisten Bedürfnissen gerecht werden dürfte
Telefonkosten : 374,64 DM
Das neue Sysopteam besteht nun aus folgenden Personen :
  Thorsten Diercks, Jochen Drexel, Gabor Ivanyi, Rainer Schmied

Am 30.4.1995 wollten wir wieder einmal 42er-Grillfest veranstalten,
aus Anlass des 2jährigen Box-Bestehens. Leider fiel dieses jedoch
aufgrund schlechten Wetters aus, wurde aber am 5. Mai nachgeholt.


MÄRZ 1995

am 3.3. war wieder mal Stammtischzeit, auch diesmal im Krauthof in Ludwigsburg, mit fast 70 Leuten der bisher größte Andrang, wenn es so weitergeht, müssen wir wohl bald eine Halle mieten.
Als schlechte Nachricht des Monats müssen wir hier Holgis Ankündigung
eintragen, Mitte April aus dem Sysopteam auszuscheiden.
Damit wird sich einiges ändern, die Box bleibt jedoch bestehen.
Telefonkosten : 385,91 DM


FEBRUAR 1995

im Februar hat sich nicht viel erreignet, die Box lief etwas langsamer
als bisher, da 2 Rechner für 8 Leitungen wohl doch etwas schwach sind,
wenn man DOS-Software führt. Ansonsten lief alles seine geregelten
Bahnen.
Telefonkosten : ISDN DM 207,86, analog DM 150,45


JANUAR 1995

am ersten Januarwochenende, vom 7.1. bis 9.1. war die 42er-Box wegen
Umbauarbeiten offline, wir haben auf den IBM-Lanserver 4.0 umgerüstet.
Damit brauchen wir nur noch 2 anstatt 9 Rechner, was uns einiges an
Stromkosten einsparen wird. Durch die Umstellung wird es wohl im Januar
noch einige kleinere Probleme geben, insgesamt sind wir aber mit
dem neuen System zufrieden. Durch neue Tosser-Software sind wir in
der Lage, wieder neue Points aufzunehmen.
Telefonkosten : ISDN 186,01 DM, analog 142,40 DM
Beim Usertreff am 20.1.1995 im Krauthof Ludwigsburg gab es kleinere Probleme.
Da der letzte Treff wohl zu spät angekündig wurde, kamen nur 32 Leute,
deswegen bekamen wir diesesmal bei wiederum 25-30 angemeldeten Personen einen Raum mit 25 Plätzen. Leider war dieser Usertreff rechtzeitig angekündigt, so daß diesesmal 54 (!) Leute kamen, was etwas eng wurde, trotzdem war es auch diesesmal ganz lustig.

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DEZEMBER 1994

Anfang Dezember ist die Stromrechnung fällig : Zählerstand 46115kWh, d.h.
ca. 3700kWh hat unsere Box dieses Jahr aus den Leitungen gelutscht oder
in Worten : 1023,- DM für Strom. Alternativen zu unseren 9 Rechnern werden ins Auge gefasst, der Probebetrieb mit OS/2 Warp 3 und Lanserver 4.0 von
IBM verläuft zufriedenstellend. Für Anfang Januar 1995 ist daher die
Umstellung vorgesehen. An Stromkosten fallen für ISDN 271,34 DM und für
analog 137,11 DM an.


NOVEMBER 1994

am 25.11.1994 findet wieder ein Usertreff statt, diesmal im Krauthof
in Ludwigsburg/Hoheneck. Trotz allgemeinem Bedenkens, da gleichzeitig
in Stuttgart die Hobbyelektronik stattfindet und die Wirtschaft nicht
so gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist, treffen sich
immerhin 32 Leute. Die Bedienung ist gut, mit einem Nebenzimmer ist auch
dafür gesorgt, dass wir niemanden stören und genug Platz haben, alles in
allem sind die meisten begeistert, so dass der nächste Usertreff wohl
wieder dort stattfinden wird. Seit Ende des Monats sind wir auch HUB
im Radionetz (Netz des SDR/SWF)
Telefonkosten ISDN : 241,67 DM, analog : 113,42 DM
Was unsere Ausbaustufe angeht, sind wir seit November 1994 der größte
HUB-Bereich im 246er-Netz. Und nach Ausfallzeit eine der stabilsten
FIDO-Boxen 😉


OKTOBER 1994

Telefonkosten ISDN : 251,33 DM , analog : 123,08 DM
alles in allen ein ruhiger Monat, das Boxleben dümpelt vor sich hin,
der Usertreff 15.10.1994 zeigt allerdings, daß das Steakhaus Mignon
in Ludwigsburg einfach zu klein ist, ausserdem ist die Atmosphäre dort
nicht mehr so gut, wie am Anfang, was wohl vor allem an der ausgewechselten
Bedienung liegt. Also muss ein neuer Platz her…

SEPTEMBER 1994
Was niemand mehr erwartet hat, wird wahr :

endlich gibt es ein neues exclusives Kleidungsstück : das 42er-T-Shirt in einer limitierten
Auflage von nur 50 Stück.
10. September : heute schlägt das letzte Stündchen für RA, die Mailboxsoftware wird durch Proboard ersetzt. Das gibt zwar einige Probleme, aber letztendlich ueberwiegen die Vorteile doch deutlich. Immerhin hat es über einen Monat gedauert, bis die Software installiert war (wenn auch nur deswegen,weil sich niemand dazu aufraffen konnte).
Mitte des Monats gibt es neue Modem:

ELSA Microlink mit 28.0kbps, für die ganz schnellen Analog-User. Und um weitere Anschaffungen zu würdigen, dürfen wir gleich darauf hinweisen, daß unser aller Horscht sich einen Manta zugelegt hat (Fuchsschwänze bitte per Sysopmail an Thorsten Diercks 😉
Mit 4 CD-Roms gibt es jetzt knapp 5GByte Files, hoffentlich reicht das bis
Weihnachten.
Am 27. September trifft sich der harte Kern auf dem Cannstatter Wasen
Telefonkosten ISDN : 235,92, Analog 193,84


AUGUST 1994

geprägt von den Sommerferien ist im August nicht all zuviel los, allerdings
treffen sich einige User in diesem Monat recht häufig in diversen Biergärten
um über den Sinn des Daseins zu philosophieren 😉
Ende August geht uns die Kohle aus und nur durch aufmunternde Mails unserer
User werden wir vom Abschalten der Box abgehalten
Der Usertreff im August war zwar mit ca. 30 Leuten nicht schlecht besucht,
allerdings hätte das ganze ein Grillfest werden sollen, das wegen Dauerregens leider kurzfristig ins Steakhaus nach Ludwigsburg verlegt werden musste.
Für die Statistik sei noch anzumerken, dass diesen Monat die 6GByte-Download-Grenze bei den Online-Usern überschritten wurde. Nimmt man alle Anrufer zusammen, so dürfte sich eine durchschnittliche CPS-Rate von 1000bps ergeben, was dazu führt, daß diese 6GByte unsere Leitungen für ca. 1700 Stunden nur mit Online-Saugern belegt waren ! (das sind immerhin 70 Tage auf einer Leitung !) Dabei sind die Filerequests und Polls noch nicht eingeschlossen,
die mindestens nochmal die gleiche Menge ausmachen.
Telefonkosten ISDN : 221,20, Analog : 118,41

JULI 1994

am 2. Juli ist eine kleine Grillfete, die diesmal bei einem User (Alexander
Strauß) stattfindet, bei bestem Wetter treffen sich dort ca. 30 Leute.
Telefonkosten Juli : 325 DM.
Bei Wolfie (Wolfgang Kocmich, Dope-Box) findet eine Grill-Fete statt, bei der
mehr 42er-Leute da sind, als sonstige Personen.
Diesen Monat wird eine neue Mailboxsoftware angeschafft (Proboard), die
hoffentlich im AUGUST fertig installiert ist, Vorteile :
– alle > 500 Nachrichtenbretter können online angeboten werden
– beliebige Größe der MSG-Base, d.h. auch etwas ältere Mails sind noch verfügbar.
– Unterstützung von Offline-Readern
– bessere Sortierung von Mail- und Fileareas nach Themengebieten
– Markieren von Dateien zum Download
– und vieles mehr.

JUNI 1994

diesen Monat gibt es eine neue Analog- und eine neue ISDN-Leitung, so dass
die 42er-Box ab sofort auf 8 Leitungen erreichbar ist.
Bei den Points wird die Zahl von 60 erreicht.
Telefonkosten im Juni : 362 DM.
Diesen Monat ist die Betabox Wahlheim auf ISDN nicht erreichbar, dafür gibts am Monatsende satte 200MB an Files, die sich im Juni angesammelt haben.


MAI 1994

hineinzieht. Alle sind der Auffassung, dass man so etwas in nächster Zeit
noch einmal machen sollte. Die Nachwirkungen dauern auch am 1. Mai noch an, den ganzen Tag sitzen ein paar besonders Kaputte im Badgarten in Ludwigsburg oder auf der Terasse und eliminieren die vom Fest übriggebliebenen Reste.
Die Telefonkosten belaufen sich wieder auf knapp 400 Mark. Am Sonntag den 8. Mai gehts zur Nasenbärenjagd in die Wilhelma nach Stuttgart. Hierbei wird wieder mal deutlich, wie genau manche Leute Mails lesen, denn trotz genauer Beschreibung des Treffpunktes fehlen wieder ein paar Leute.
Stammtisch ist am 27.Mai im Steakhaus Ludwigsburg, bei wiederum sehr guter Beteiligung wird hier bis spät in die Nacht gefachsimpelt.


Vor-Internet-Zeiten

APRIL 1994

Das Usertreff am 8.4 findet wieder mal im Steakhaus in Ludwigsburg statt, auch diesmal ist die Gaststätte reichlich- bis übervoll. Vielleicht sollten wir
uns mal eine Halle mieten. Die Telekom bittet mit 400 Mark zur Kasse.
Unsere Box wird in der Zeitschrift TeleComm auf der ersten Seite aufgeführt.
Ein Dummuser sorgt für mächtig Wirbel, weil er mit geklauten Passwörtern
diverse Flames verbreitet. Daraufhin muss der Zugang für Neuuser leider
erheblich eingeschränkt werden.
Am 30.4 organisieren wir ein Grillfest, anläßlich des 1jährigen Bestehens
unserer Mailbox, mit 40 Leuten, die sich bei strahlendem Wetter am DRK-Heim in Klein-Ingersheim einfinden, wird es eine richtig gemütliche Party, die sich mit Grillen, Trinken, Babbeln und Pizzawerfen (H.S.) bis um 3 Uhr in den

MÄRZ 1994

Diesen Monat will die Telekom 500 Märker von uns.
Wir haben 40 Points, für jede Leitung steht jetzt ein 386DX-33 zur Verfügung, desweiteren haben wir auf BOOT-ROMS umgestellt und eine Auto-BOOT-Software installiert, wollen wir hoffen, daß die Box in Zukunft stabil läuft 😉
Mit > 800 Fileechos und > 500 Nachrichtenechos sowie täglich ca. 20MB allen möglichen Kruschtes platzt die Box aus allen Nähten (komischerweise steigt die Auslastung schneller, als der technische Ausbau), derzeit wird diskutiert, wie es weitergehen soll, die eingesetzte Software mit 200 Echos für Files und Nachrichten ist hoffnungslos überlastet.
Die Statistiken lesen sich inzwischen auch ganz nett : über 700 User haben
wir jetzt, die online mehr als 3GByte gesaugt haben ! 17000 Online-Anrufe seit 1.Mai 1993. Seit März sind wir auch im Geldnetz vertreten, mal sehen, was da alles rüberkommt.
Leider scheint in der Netzwerkverkabelung etwas nicht ganz in Ordnung zu
sein, dauernde Kollisionen verlangsamen das Gesamtsystem erheblich, die
Fehlersuche dauert an.

FEBRUAR 1994

wieder ist ein Monat vergangen, inzwischen haben wir fast 500 User, die
Telefonkosten liegen bei knapp 400,-. Wir haben umgestellt auf Fido-light
und sind ab sofort HUB Ludwigsburg mit der Nummer 2:246/1500. Mails
gibt es jetzt von der CCWN. Die Pointzahl ist auf 35 angestiegen.
Mit der neuen Anruferfolgeschaltung braucht man nur noch eine Nummer für die ersten 4 Leitungen. Thorsten Diercks hat es ermöglicht, dass wir die
offizielle Distributionsbox für Terminate in Süddeutschland sind.
Um die hohen Stromkosten zu senken und etwas Platz zu schaffen, wurden die 7 Herkules-Monitore und dazugehörige Tastaturen durch 2 Monitore, 2 Tastaturen und 2 Umschalter ersetzt, sieht gleich viel besser aus und braucht sogar weniger Strom 😉

JANUAR 1994

Neue Userlevel müssen eingeführt werden. Ab sofort gibt es neben den
Standard-Usern noch fördernde User, die helfen sollen, die immensen
Unkosten zu decken.
Dass dies ein notwendiger Schritt war, zeigt die Telefonrechnung für
Dezember, die fast 500,- beträgt. Dafür sind wir ab Januar Server im
FileNet-BBR. Mitte Januar wird eine neue Leihgabe in Betrieb genommen,
somit stehen ab sofort 5 analoge und 1 ISDN-Leitung zur Verfügung, um
unsere User zu erfreuen. Dass dies notwendig ist, zeigt schon die Userzahl,
die inzwischen auf 370 angestiegen ist.


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DEZEMBER 1993

Diesen Monat kann die ISDN-Line eingeweiht werden. Ende Dezember haben wir nun 2,2GByte Plattenkapazität, 4 Analogleitungen, 1 ISDN-Leitung,
200 User, 29 Points, sind HUB mit 8 Downlinks und sind somit weit über
das selbstgesteckte Ziel hinausgeschossen. Am 10. Dezember ist wieder
einmal Usertreff mit reger Beteiligung.
Langsam steigen die Kosten für die Box in eine Höhe, so dass eine neue
Finanzquelle aufgetan werden muss, da das Team 42 langsam überfordert wird.

NOVEMBER 1993

Nachdem die erträumten Ziele für Ende 1993 schon im Oktober 1993 erreicht sind, wird natürlich weitergeträumt, wie es weitergehen soll. Nachdem ich versuche, meine Träume durchzusetzen und damit von allen Schlaege bekomme, bekommt die Box im November eine zweite Gigabyteplatte als Leihgabe. Dass wir ISDN brauchen, um die Telefonkosten für die Beschaffung der Mails zu senken, wird immer deutlicher.

OKTOBER 1993

Die Telefonrechnung hat sich wieder beruhigt, waren anscheinend doch nur die Anschlusskosten, mit ca. 150,- kann man gut leben.
Nachdem unser Uplink wie schon des Öfteren down war, diesmal für über eine Woche, entschliesst man sich, selber einen Hubbereich einzurichten,
seither funktioniert alles einwandfrei.
Der Stammtisch am 30. Oktober ist mit ca. 30 Leuten diesmal nicht so gut
besucht, evtl. liegt es daran, dass wir diesmal eine Wirtschaft gewählt haben,die Verkehrstechnisch ungünstig liegt. Oder vielleicht, weil es ein Samstag war ? Na ja, man wird sehen.

SEPTEMBER 1993

Ein Monat, der viele Veränderungen brachte, die Ferien waren vorbei und
die Auslastung der Box stieg immer weiter, die Filebase platzte aus allen
Nähten, so daß man sich Mitte des Monats eine neue Festplatte für den Server zulegte, welche die traumhafte Kapazität von 1,2GByte hatte.
Daß die zwei vorhandenen Leitungen überlastet sind, lässt das Team 42 nicht mehr ruhig schlafen, also einigt man sich, daß noch zwei weitere Leitungen vonnöten sind, welche die Telefonrechnung für September auf fast 350,- ansteigen lassen.
Natürlich muss man jetzt auch mal einen Usertreff abhalten, wie es sich
für eine gute Mailbox gehört. Leider zeigte sich, dass unsere Planung
für 20 Personen etwas falsch war, mit über 50 Personen platzt das
Steakhouse Mignon in Ludwigsburg am 9.9.93 aus allen Nähten.


AUGUST 1993

Als aussergewöhnliches Ereignis im August sollte die kirchliche Hochzeit
von Katja und Holger Ankenbauer am 27. August 1993 angemerkt werden, von welcher sich das Sysopteam natürlich nicht fernhalten liess. Die rasanteFahrweise unseres Fahrers führte sogar trotz Stau dazu, daß wir gerade noch rechtzeitig in die Kirche fanden, allerdings führte diese Fahrweise auchzu seiner Absetzung als Fahrer für die Rückfahrt 😉
Bemerkenswert auch unser Anschluss an das EASYNET.

JULI 1993

Die Telefonkosten liegen noch unter 100,- sodass das Sysopteam noch ruhig
schlafen kann. Trotz der Sommerferien wird die Auslastung immer größer,
wieder vergehen viele schlaflose Nächte, in denen an der Box gefeilt wird.
Ausserdem einigt man sich darauf, bei dem verwendeten Mailboxprogramm nicht unbedingt die neueste Version einsetzen zu müssen, nachdem Holgi die neueste Beta installiert hat und feststellen musste, dass selbige sehr auf Einsparung von Plattenplatz bedacht ist und dabei gleich die Userbase etwas komprimiert hat.

JUNI 1993

So steigt also am Samstag, dem 26. Juni die erste Grillfete der 42er-Box
und trotz der bis dato geringen Userzahl von deutlich unter 100 sowie
meiner genialen Wegbeschreibung, die dazu führte, daß aus dem Grillfest
fast eine Schnitzeljagd geworden w„re, fanden sich über 30 Leute ein, um
gemeinsam eine kleine Feier abzuhalten, die sich bis weit in den nächsten Tag hineinzog (anzumerken sei die grosse Operation Grillanzünden, morgens um 3, für ein gemeinsames Frühstück).
Insgesamt steht fest: Sowas machen wir öfters 😉
Die Userzahl steigt immer schneller, auch Points gibts schon über 10,
und der Anschluss an das Gamesnet und SF-NET führen im Ganzen zu einer
Positive Entwicklung.
Eine üble Sache gibt es im Fido : Nachdem einige Leute dort meinten, mit
einem Putsch das ganze Netz umkrempeln zu müssen, spaltet sich das Netz
wobei wir im Fido Classic bleiben, dem Teil des Fido, das auf demokratische
Grundzüge beharrt.

MAI 1993

eine weitere Box im Raum Ludwigsburg.
Daß die Box zu diesem Termin schon einwandfrei läuft, ist allerdings ein
kleiner Traum, aber immerhin stabil genug, dass sie sich schnell herumspricht.
Auch die Namensgebung hat lange gedauert, aber schließlich hat man
sich auf -=42’er Box=- geeignet. (Für unwissende : im Kultroman
Hitchhikers Guide to the galaxy ist 42 die Antwort auf die Frage
des Universums, die 42er-Box soll die Antwort auf alle Boxen sein,
ob sie es ist oder wird, muss die Zukunft entscheiden.)
In unserem Fall ist 42 einfach die Antwort auf die Frage :
Wie soll unsere Box heißen ? 😉

Die ersten Ausstattungen können sich durchaus sehen lassen :

Ein Server mit 2x 250MB Festplatte und zwei Arbeitsstationen, die die
zwei Leitungen betreuen, mit denen die Box gestartet ist.
Inzwischen träumt das Team 42 natürlich davon, daß aus der 42er-Box
einmal eine richtig große Box wird. Für Ende 93 denkt man an 3 Leitungen,
Anfang 94 vielleicht mal ISDN und eine Gigabyte-Platte wäre auch was nettes)

Die Resonanz auf die 42er-Box ist für den Anfang gar nicht übel, die User
werden immer mehr, ein neuer Stern am Mailboxhimmel geht auf (hoffen wir, dass es keine Sternschnuppe wird).
Natürlich will man die User auch kennenlernen, also braucht man ein Usertreff oder etwas Ähnliches…



APRIL 1993

vier Leute sich zusammenfinden, um eine eigene Box zu gründen, diese 4 sind
(in alphabetischer Reihenfolge) :

Holger Ankenbauer
Thorsten Diercks
Jochen Drexel
Rainer Schmied

von denen wir im folgenden nurmehr als Sysops bzw. TEAM 42 sprechen wollen.
Zuerst muss natürlich ein Standort gefunden werden. Als solcher bietet sich das Arbeitszimmer von Holgi an, da dies zum einen der einzige Platz ist, der überhaupt zur Verfügung steht und zum anderen Ludwigsburg von den Telefonverbindungen am besten geeignet ist (Nahzone nach Stuttgart, etc.)

Testweise geht also im April 1993 eine Box ans Telefonnetz, die so vieles
anders machen will, als andere Boxen. Der größte Unterschied zu bestehenden
Boxen ist wohl, daß diese Box die einzige uns bekannte Box ist, die nicht
einen Sysop hat, sondern deren gleich vier. So wird hier auch die Teamarbeit
großgeschrieben, denn, daß so ein System von einem einzigen nicht verwaltet werden kann, ist von Anfang an klar.

Als weitere Team-Mitglieder gesellen sich unsere beiden Cosysops

Matthias Mertzky
Joachim Woerner

hinzu, wobei wir in J.W. einen kompetenten Ansprechpartner in Sachen Bier
und Kult gewonnen haben 😉

Nach vielen mühevollen Arbeitsstunden wird dann der Stichtag für den
offiziellen Start auf den 1.Mai 1993 gesetzt, damit gibt es also ab


MÄRZ 1993

Einige aufrührerische User bereits vorhandener Boxen sind mit den bestehenden Verhältnissen unzufrieden und wollen wieder einmal alles ändern.
Als Erstes versuchen sie, die Verhältnisse bei den von ihnen genutzten Boxen
zu ändern, so sollen z.B. Fragen der User schneller bzw. überhaupt beantwortet, die Filebase besser gewartet werden und außerdem wäre es nicht schlecht, wenn IHRE Box nicht nur eine Box unter vielen wäre, sondern eine, von der man spricht.

Erste Bemühungen und Gespräche mit den betroffenen Systembetreibern verlaufen ganz zufriedenstellend, jedoch merken die Betroffenen bald, dass unüberbrückbare Gegensätze eine zukunftsträchtige Zusammenarbeit nicht zulassen und somit andere Überlegungen angestrengt werden müssen. Dies führt dazu, dass im
(weiter im April)


(c) 1993,1994,1995 by Team 42

Anregungen und Verbesserungsvorschläge bitte an
Jochen Drexel [Team 42]

NAS – Meine alten Server bis 2015

Beim Umzug meiner Blog-Seiten von Typo3 auf WordPress habe ich einige Hundert Seiten gelöscht, teilweise veraltet, teilweise wegen DSGVO (Fotos mit Menschen) und teilweise, weil der Übertragunsaufwand einfach zu hoch war.
Meine Homeserver-Sammlung im Lauf der Jahre war beachtlich, daher habe ich die Blog-Beiträge seit 2009 hier auf einer Seite zusammengefasst.

NAS - Meine alten Server bis 2015

2009.5: Scaleo 2205

Homeserver mit 2GB RAM und 2TB Festplatten, aufgerüstet auf 12TB
Betriebsystem: Microsoft Homeserver (basierend auf Windows Server 2003), 1GBit Netzwerk
Das Teil war sehr gut. Microsoft Homeserver war so beliebt, dass Microsoft das System irgendwann eingestellt hat – kann ja nicht sein, dass man sowas auch in kleinen Firmen installiert und nicht die dicken Server kauft.

NAS - Meine alten Server bis 2015

2009.10: SBS2003 Server

NAS - Meine alten Server bis 2015

Als Microsoft-Partner gab es damals günstige Softwarepakete, daher lief im Keller ein Microsoft Small Business Server 2003 mit Exchange.

Dazu 3 DVB-S-Karten für den Sat-Empfang mit DVB-Viewer für TV-Aufnahmen im Netzwerk, Fritz!-Fax für Faxe und auch meine Wetterstation mit WS-Win lief darauf.

Damals schon lief meine Webseite www.bastel-bastel.de mit Virtualbox und Ubuntu 9.04 im Keller.

Einen Serverschrank gab es noch nicht, die Rechner standein einfach auf dem Boden.

Beide Kisten zusammen abgesichert mit einer Online-USV

2010: Eigenbau-Homeserver mit 17TB

NAS - Meine alten Server bis 2015

Ersatzgerät für den Scaleo 2205: ein Eigenbau mit Intel Core2Duo E7500, 4x WD 1TB, 4x Samsung 1TB, 6x Samsung 1,5TB, Microsoft Homeserver im 19″ Servergehäuse.

11 Festplatten im Server, das war damals fast ein bisschen Overkill. 17TB war in 2010 schon eine ordentliche Menge Speicher. Damals habe ich aber auch viel für Kunden Super8 und VHS-Videos überspielt und konvertiert.

2010: SBS-Server 2008

NAS - Meine alten Server bis 2015

Irgendwie war ich dauernd am Basteln, die Wetterseite hatte damals 30-40 Zugriffe pro Tag.

Im Herbst hatte ich einen neuen Server – mit Microsoft Small Business Server 2008. Intel Quadcore 9050, 12GB RAM, 8x1TB Festplatte am PCIe Raidcontroller und noch 4x 1,5TB, gesamt 15TB.

Das Netzwerk im Haus war schon durchgängig auf 1GBit ausgelegt

Daneben noch ein Homeserver zur Sicherung des SBS-Servers mit 8 TB auf 8 Festplatten, heute passt das locker auf eine Festplatte. Da bin ich oft im Keller gesessen und habe gebastelt.

NAS - Meine alten Server bis 2015

Die Internetanbindung war 2010 in Ingersheim noch auf 3. Welt-Niveau. Da habe ich einige böse Leserbriefe in die Zeitung gesetzt und auch einen offenen Brief an den damaligen Ministerpräsidenten Öttinger geschrieben, nachdem die in allen Zeitungen ganzseitige Eigenlob-Anzeigen veröffentlicht hatten, was für ein tolles Hightech-Land Baden-Württemberg doch ist. Beantwortet wurde das leider nie.

Die Speed war bei 768kBit Downstream und 200kBit Upstream – Kilobit!
Fernwartung bei Kunden war da nur eingeschränkt möglich, die Telefonkabel waren noch von 1964 – mit Papierummantelung!

NAS - Meine alten Server bis 2015

Die Webseite lief weiter unter Virtualbox, allerdings bereits auf Version 9.10. Dazu ein virtuelles Windows XP für WS-Win (die Wetterstation für www.ingersheimwetter.de), dazu Heizungsüberwachung, Fax, Anrufbeantwortert und weitere Aufgaben. Die Wetterstation wurde auf eine WS550 von ELV aufgerüstet. Das gab bessere Wetterdaten.

Ende 2010 gab es ein Update für Hyper-V in Windows Server, damit lief dann auch Ubuntu stabil auf dem SBS-Server und ich konnte alles vom Homeserver auf den SBS-Server 2008 umziehen – eine Serverkiste weniger.
Die Platten wurden aus Energiespargründen in USB-Kästen ausgelagert und nur bei Bedarf angeschlossen.
So ganz stabil war das dann aber doch alles nicht, daher gab es schnell wieder etwas Neues…

2011.1 HP Microserver

NAS - Meine alten Server bis 2015

Das war eine feine Kiste.
Nur 300,- Euro, 4 Festplatteneinschübe und schön kompakt.
Von Hyper-V bin ich wieder auf Virtualbox umgestiegen (Version 3.12), das lief recht gut und absturzfrei. Als Basis damals noch Windows, es gab schon Überlegungen, das Basissystem unter Linux laufen zu lassen. Ich habe es dann aber doch auf Server 2008R2 installiert. Heute läuft hier alles unter Linux. Mit 8GB RAM konnten leider nur maximal 3 virtuelle Maschinen sinnvoll laufen. Von diesen Kisten habe ich damals einige bei Kunden installiert.

2011.2 Fujitsu Microserver Primergy MX130Si

NAS - Meine alten Server bis 2015

Irgendwie war das die Zeit der schnellen Serverwechsel. Windows Server 2008R2 als Basis, SBS2008 mit Exchange für Mails und 2 weitere virtuelle Maschinen. Ständig habe ich irgendetwas optimiert, verändert, verbesser, umgestellt. So richtig zufrieden war ich aber nie.

2011.11 Highspeed-Internet

Endlich gibt es in Ingersheim anständiges Internet. Allerdings nicht von der Telekom. Kabel-BW hat die Straße an die Zukunft angeschlossen. Ab sofort standen 50MBit down und 4MBit up zur Verfügung, 50x schneller als zuvor bei der Telekom. Da machte auch mein Webserver endlich Spass – mit www.ingersheimwetter.de und www.bastel-bastel.de

2012.1 – Raid5

NAS - Meine alten Server bis 2015

Wieder etwas neues:

Ein HP ML330 als Schnäppchen gekauft und mächtig aufgerüstet:
72GByte RAM, Xeon E5645, Raid 5.
Darauf liefen mehrere virtuelle Maschinen unter Windows Server 2008R2 mit Hyper-V: Windows SBS2011 mit Exchange, Win7 für meine Druckmaschine Roland VS-420, WinXp für die Wetterstation und Linux für die Webseite.
Dazu DVBViewer als Videorecorder und der Server für die Logitech Squeeze-Box.

Dazu gab es einen feinen 19″-Rack und für die Datensicherung lief der Homeserver v1 auf dem HP Microserver N40L

2013 – Synology Diskstation

NAS - Meine alten Server bis 2015

2013 fing so langsam der Abschied von Windows an.
Eine Synology Diskstation DS1512+ zog in den Keller. Darauf lief als Mailserver Zarafa.
Die Diskstation konnte für meinen Bedarf alles, was der SBS-Server konnte, lief aber deutlich stabiler.
Die Wetterstation wurde durch ein Profigerät Davis Vantage Active Plus ersetzt und lief mit einem Micro-Rechner von Zotac mit Win7 und AMD E350.
Die Zeit der dicken Serverkisten war damit Geschickte. Der Stromverbrauch sank deutlich.
Der Webserver lief auf dem HP Microserver N40L unter Linux.

2015 – Diskstation DS1815+

NAS - Meine alten Server bis 2015

Durch die Diskstations kam etwas Ruhe ins Gebastel.
Die Diskstation 1512+ wurde in 2015 durch eine DS1815+ ersetzt:
Platten aus der alten Kiste in die neue umstecken, neu starten, funktioniert.

Der Internetanschluss wurde auf 100MBit hochgerüstet (Upload 10Mbit). Die Telekom bot immer noch nicht mehr als 1Mbit an.


OMV – Open Media Vault

Wer ein Netzwerk hat, der braucht früher oder später auch einen Server.

In meinen bald 40 IT-Jahren habe ich schon viele Serversysteme gesehen, installiert und damit gearbeitet. Welches das erste System war, weiß ich nicht mehr.
Novell-Server? Danach kamen Windows Server, von NT-Server über 2000 bis zu den aktuellsten Windows Server-Versionen. Natürlich auch Unix-Systeme. Auch Homeserver oder NAS gingen schon viele durch meine Hände. Aktuell verwende ich für unser Haus-Netz eine Synology Diskstation.

Als Backupserver verwende ich neben einer weiteren Diskstation seit einiger Zeit Open Media Vault.
Das ist eine freie Software, mit der man in Null-Komma-Nix und zu Null-Komma-Nix Kosten einen Server installieren kann (die Kosten für Hardware kommen natürlich dazu, aber die Software ist extrem genügsam).

OMV - Open Media Vault

Für die meisten kleineren Netze kann man OMV bedenkenlos als zentralen Fileserver einsetzen. Basierend auf der Linux-Distribution DEBIAN ist das System extrem stabil.
Ich hab das Backup-System wohl vor 106 Tagen installiert. Jedenfalls läuft es laut Screenshot seit 106 Tagen ohne irgendwelche Probleme (wenn Du das hier liest, sind es wohl noch ein paar Tage mehr). Probier das mal mit Windows!

OMV - Open Media Vault

Server-Hardware

OMV - Open Media Vault

Als Server-Hardware verwende ich einen Raspberry Pi 4 mit 4GB RAM

Für OpenMediaVault würden auch die älteren Modelle vollkommen ausreichen, allerdings hat erst das neueste Modell einen anständigen LAN-Anschluss und USB 3.0, vorher wurden LAN und USB über einen gemeinsamen Anschluss verwirklicht, was den Durchsatz gebremst hat.

Theoretisch könnte man auch ein kleines Board mit Intel- oder AMD-Prozessor verwenden, anstatt dem Raspberry Pi. Das wäre dann zwar deutlich weniger kompakt, aber man könnte dann ein kleines Gehäuse mit internen Festplatten verwenden und bei Bedarf auch eine 10GbE-Netzwerkkarte einbauen.
Für meinen Backup-Server reicht der Raspberry Pi 4 aber vollkommen.
Backup-Jobs werden mit bis zu 100MB/s übertragen, der Raspberry 4 reicht also, um 1GbE auszulasten, das 3er-Modell hatte hier deutlich weniger Durchsatz erreicht.

Für die Daten verwende ich externe 2,5″ USB 3.0-Festplatten, die hatte ich sowieso noch herumliegen und immer zur manuellen Sicherung eingesetzt.

Für Raspberry gibt es fertige Images, die man nur herunterladen und auf eine SD-Karte kopieren muss, so ein System ist in kürzester Zeit eingerichtet. Nicht mal einen Monitor benötigt man dafür – nur etwas Geduld, es dauert ein Weilchen, bis der Raspberry nach dem ersten Start im Netzwerk auftaucht. Karte in den Raspberry Pi, Stromversorgung und Netzwerk einstecken, warten. irgendwann kann man dann in der Netzwerkumgebung (z.B. im Router) ein neues Gerät erkennen und direkt mit dem Web-Browser darauf zugreifen und die Einrichtung starten. Mit vielen Anleitungen im Internet ist das ein Kinderspiel.
Das erste Mal dauert vielleicht 30 Minuten, der 2. Server benötigt dann sicher keine 10 Minuten mehr.

Stromversorgung

Der Raspberry Pi ist recht anspruchsvoll in Sachen USB-Netzteil. Ausserdem müssen die USB-Festplatten noch mit versorgt werden. Für mehr als eine Platte sollte man auf jeden Fall einen USB-Hub mit aktiver Stromversorgung einsetzen, um den Raspberry nicht zu überlasten.

Das brachte mich eine einfache aber funktionale Lösung:

Für die Stromversorgung meines Servers verwende ich einen aktiven USB-Hub mit 7x USB3.0 (blau) und 4x USB für die Stromversorgung(rot), sowie einem 60W-Netzteil.

OMV - Open Media Vault

Der Raspberry Pi 4 ist einfach an einem der rot leuchtenden Anschlüsse angesteckt, diese dienen rein der Stromversorgung und haben keine Verbindung zum eigentlichen USB-HUB.
Den USB-Hub habe ich dann an einen der USB-Anschlüsse des Raspberry angeschlossen und -tada- es stehen 7 USB3.0 mit ausreichend Stromversorgung für externe Geräte zur Verfügung.
Eine einfache und elegante Lösung. Das funktioniert hervorragend.
Diese USB-Hubs bekommt man im Internet in allen möglichen Ausprägungen, da sollte für jeden etwas dabei sein.

Netzwerk-Freigaben

Im OpenMediaVault habe ich einen Backup-Benutzer eingerichtet, den es sonst im Netzwerk nicht gibt. Das ist wichtig, damit bei einem Befall mit einem Verschlüsselungstrojaner nicht auch die Backups verschlüsselt werden. Wären die Freigaben für jeden Benutzer im Netz zugänglich, dann hätte ein Trojaner natürlich auch Zugriff darauf.

Wie man die Festplatten aufteilt und einrichtet, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Bei mir sieht das beispielsweise so aus:

1. Platte – Rsync
Backup meiner Synology Diskstation mit der integrierten Backupfunktion auf die OMV-Backupkiste.

2. Platte – IMAGES
meine virtuellen Maschinen werden in regelmäßigen Abständen auf diese Platte kopiert

3. Platte – Veeam
Veeam ist eine Sicherungssoftware, die ich für Windows einsetze (geht auch für Linux), damit werden die Windows-Maschinen nochmal extra täglich gesichert)

4. Platte – Archiv
Altes Zeug, das ich nicht mehr benötige, wird hier zwischengelagert und dann irgendwann gelöscht.

Das ist natürlich nur ein Teil meines Sicherungskonzepts.
Die Diskstation wird auf eine andere Diskstation synchronisiert und es existieren noch weitere Sicherungen.
Zusätzlich werden natürlich noch Offline-Sicherungen erstellt, die nicht mit einem Rechner verbunden sind. Vielleicht ist das auch schon Paranoia, aber meine privaten Daten reichen – bisher ohne Datenverlust! – bis 1995 zurück.
Festplatten sind so billig, daran sollte man nicht sparen.
Eine 5TB 2,5″-Festplatte bekommt man schon für 100,- Euro.
Wenn einem das seine Daten nicht wert sind, dann haben die Daten keinen Wert.

Fazit

OpenMediaVault kann ich jedem nur ans Herz legen, der für zuhause einen kleinen Server einrichten will. Ob zentralen Fileserver oder Backupserver, OMV ist dafür bestens geeignet.
Es ist kostenlos, sehr genügsam in Sachen Hardware und die Einrichtung geht problemlos auch für Laien.
Kleiner Tipp:
Wenn man den OMV als zentralen Fileserver einsetzt, dann benötigt man natürlich auch eine Backup-Lösung. Dafür gibt es direkt im System viele verschiedene Möglichkeiten, oder man installiert einfach noch so ein System für das Backup. Es gibt viele Möglichkeiten. Je nach Wichtigkeit der eigenen Daten sollte man diese nutzen. Besser mehrere, aber zumindest eine.
RAID kann OpenMediaVault natürlich auch, aber RAID ist zwar was Feines, aber kein Backup.

Update

Mittlerweile läuft das System schon über 1 Jahr und ist immer noch auffällig unauffällig.
Die Uptime, also die Zeit seit dem letzten Neustart, beträgt aktuell 306 Tage.
Installiert ist die Version 5.6
Der Raspberry Pi läuft einfach. Ab und an spiele ich Updates von Open Media Vault auf und prüfe, ob es irgendwelche Meldungen gibt (Fehler oder ähnliches, aber bisher war nichts), ansonsten muss man nichts tun.

Hätte ich nicht meine Synology Diskstation DS 1819+ (mit 10GBit Netzwerkkarte), ich könnte mir gut vorstellen, einen zentralen Server mit OpenMediaVault zu nutzen. Mit einem kleinen, stromsparenden Prozessor, z.B. Intel Core i3 oder besser AMD Ryzen, kleines Servergehäuse und ein paar Platten, kann man mit OMV sehr stabile und effiziente Fileserver zusammenstellen. Zugegeben, die Benutzerverwaltung ist natürlich deutlich einfacher, als bei Microsoft Active Directory, aber bei 90% der Kleinfirmen mit 3-10 Arbeitsplätzen könnte man die verbreiteten Microsoft Windows Server problemlos durch OMV ersetzen. Die meisten Firmen verwenden ihre Server sowieso nur als Datenablage. Damit würde man einige Kosten sparen. Open Media Vault begnügt sich mit sehr einfacher Hardware, ist robust und einfach zu administrieren. Wenn ich da an diverse Update-Orgien unter Windows-Server zurückdenke, dann ist OMV für mich das eindeutig bessere System für kleine Dateiserver.
Allerdings läuft natürlich keine Windows-Software auf dem System. Wer also beispielsweise einen SQL-Server oder ähnliches benötigt, muss wieder auf Windows Server zurückgreifen.

Für kleine Betriebe, die nur Buchhaltung machen, Rechnungen schreiben, oder ein paar Dokumente verwalten, könnte man mit OMV sogar ein kleines NAS (Network-Attached Storage) ersetzen.
Da kommt es dann drauf an, was man persönlich bevorzugt.
Ein fertiges NAS von Synology oder QNAP sind noch einfacher und werden – abgesehen von den Festplatten – fertig geliefert, bei OMV muss man sich erst etwas zusammenbasteln. Dafür ist man aber flexibler, kann die Hardware frei wählen und ist nicht an einen Hardwarehersteller gebunden.

Für ein Familien-NAS kann ich OMV auf Raspi-Basis empfehlen. Als Alternative zu USB-Festplatte am Router ist so ein Teil deutlich besser, vor allem schneller.

Für mich ist Open Media Vault auf einem Raspberry Pi das optimale Backup-System.
Als Haupt-NAS setze ich seit Jahren Synology-Kisten ein. Für das Backup sind mir die Geräte aber zu teuer, da ist OMV besser. Vor allem kann ich das in 10 Minuten auf beliebiger Hardware selbst aufsetzen. Mal eben zum Test ein System auf einem alten PC oder einem Raspberry installiert, ist eine feine Sache.

Ich würde jedem, der Interesse an einem Netzwerkspeicher hat, einen Blick auf Open Media Vault empfehlen. Es kostet ja nichts, daher kann man außer der investierten Zeit nicht viel verlieren.

Natürlich gibt es zig andere ähnliche Systeme, wie z.B. FreeNAS oder die erwähnten NAS-Systeme von Synology, QNAP, Zyxel, Netgear und viele anderen. OpenMediaVault gefällt mir vor allem wegen der Schlichtheit, des geringen Ressourcenbedarfs und der Stabilität. Das Ding ist noch nicht ein einziges Mal abgestürzt.

Für ein Backup-System gefällt mir auch die Installation mit externen 2,5″-USB-Festplatten über einen USB-Hub.
Die Geschwindigkeit muss hier nicht so hoch sein, wie bei einem Dateiserver, mit USB-Festplatten ist man aber deutlich flexibler. Ausserdem lagen die sowieso herum.

Für Backup-Zwecke habe ich einen Sicherungs-Benutzer eingerichtet, den es sonst im Netzwerk nicht gibt. Das kann Verschlüsselungstrojaner am Zugriff hindern, die unter Windows mit vollen Rechten auf alles zugreifen, was der befallene Windows-PC in Reichweite hat – auch ein NAS, falls der Benutzer darauf Zugriffsrechte besitzt.

Für jede Sicherung und jede Netzwerkfreigabe gibt es daher einen extra Backup-Benutzer, sonst hat niemand auf die Dateien Zugriff.
Wenn also der fiktive User Hans sich einen Trojaner einfängt, der alles, inklusive des Netzwerkspeichers, verschlüsselt, dann ist auf dem OMV immer noch eine Kopie, auf die er keinen Zugriff hat.
Natürlich muss man dann auch mehrere Versionen gespeichert haben, nicht dass man zufällig die letzte Sicherung mit der aktuellen, verschlüsselten Version, überschreibt.
Und zusätzlich empfiehlt sich noch eine externe Sicherung, die nicht am PC oder Netzwerk angeschlossen ist.
Beispielsweise mit einer USB-Festplatte, die nur zur Sicherung angeklemmt und nach der Sicherung sofort wieder entfernt wird – auch hier sollte man mindestens 2 Platten verwenden.

OMV kann man auch prima als kleinen FTP-Server einsetzen, oder als externes Backup-Gerät, das irgendwo anders steht. Damit kann man sich gegen Brand, Diebstahl und ähnliche Ereignisse schützen, bei denen nicht nur der eigene Server, sondern gleich auch das Backup im Haus verloren geht.

Runterladen kann man sich das System auf openmediavault.org.

OpenMediaVault basiert übigens auf Debian Linux, einem Linux-System, das auf höchste Stabilität ausgerichtet ist. Ideal ist das System für kleine Firmen, Familien-NAS oder als Backup-System.
An die Hardware werden keine großen Ansprüche gestellt. Schon ein alter, ausgedienter PC reicht problemlos als Fileserver. Allerdings sollte man darauf achten, dass der Rechner nicht zu stromhungrig ist, denn als NAS läuft das Teil, abgesehen von möglichen Stromspareinstellungen, dauerhaft durch.

Stand 3.2021
Aktuell ist die Version 6, ich werde wohl ein Update riskieren und mir die neueste Version installieren.
Aber vorher wird natürlich ein Backup erstellt 🙂