Jochens Wetterblog am 29.7.2021

Jochens Wetterblog am 29.7.2021

Rückblick
Sommer oder kein Sommer? Das Wetter kann sich nicht entscheiden.
Die Temperaturen erreichten in der letzten Woche Werte bis über 30°C. Somit war jeder Tag ein Sommertag (mit Tmax>25°C). Der Freitag war mit 30,5°C sogar ein heißer Tag. Nachts kühlte es auf angenehme Werte zwischen 12°C und 17°C ab. Mittwoch bis Freitag gab es sehr viel Sonnenschein, am Mittwoch satte 14 Stunden. Ab Samstag trübte sich der Himmel ein. Wolken zogen auf und es wurde ziemlich dämpfig. Am Montag zog ein heftiges Gewitter direkt über die Wetterstation. Der Wind erreichte in Böen 51km/h. In nur 10 Minuten fielen über 9l/qm Niederschlag. Zum Glück war der Spuk recht schnell wieder vorbei. In anderen Orten kam es allerdings teilweise zu lokalen Überschwemmungen. Regen gab es auch am Samstag, Sonntag und Dienstag.
Trotz der vielen durchziehenden Wolken und dem immer wieder einsetzenden Regen, kamen in der zurückliegenden Woche insgesamt 60 Sonnenstunden zusammen.
Den Temperaturen nach ist klar Sommerwetter. Durch die Wolken und den Regen fühlt es sich aber nicht so an.

Ausblick
So ein richtig schöner Sommer ist auch die nächsten Tage nicht in Sicht. Mit Temperaturen bis an die 28°C wird es zwar warm, aber der Himmel wird oft von Wolken bedeckt. Am Samstag soll es dazu noch windig werden. Regen ist erst wieder für Montag vorhergesagt.

Energiepolitik 2021

Irgendwie bin ich seit Jahren der Meinung, die Energiepolitik in Deutschland ist nicht so ganz schlau.
Anderseits sind Politiker entgegen der Volksmeinung keineswegs dumm.
Es muss also irgendwer von den Entscheidungen der Politik profitieren. Nur stehen diese Personen eher im Hintergrund.
Die Lobbyisten, Profiteure und die wahren Mächtigen stehen im Schatten und lassen sich nicht gerne ins Licht ziehen. Beachtet das, wenn Ihr über die seltsamen Entscheidungen der Politik nachdenkt!

“Cui bono”, sagte schon der alte Julius Cäsar – “Wem zum Vorteil?”

Wir wollen, was wir nicht wollen!

Am 27.7. habe ich zufällig die Sendung FRONTAL angeschaut.
Zuerst kam ein Beitrag über Söder. Das ist der aktuelle Bayerische Ministerpräsident.
Ein Kümmerer und Bekümmerter über die aktuelle Unwetterlage in seinem Land:
“Jetzt muss was gemacht werden!”
Die Unwetter der letzten Tage wären ein Weckruf und man müsse aufwachen.
Ahja – wer so lange im Tiefschlaf war, wie die Politiker, wird vermutlich nach der Aufregung durch das Geweckt werden, schnell wieder einschlafen.

In Bayern braucht es viel mehr Windräder – so der bayerische Macher.
Dabei war es seine Regierung, die in Bayern die deutschlandweit schärfsten Auflagen eingeführt hat, mit denen der Windkraftausbau quasi zum Erliegen kam!
Der Typ also, der jetzt über die Schäden jammert, der sich als Macher gibt, ist selbst der ärgste Bremser der Energiewende!
Ja! Die Energiewende muss her, denn der Dreck, den die Menschheit seit Jahrzehnten in die Luft bläst, trägt in großem Maße zum Klimawandel und damit zur Zunahme solcher Extremereignisse bei!


Erwachet! – so lautet der Weckruf der ewig schlafenden Politiker und vielleicht kennt der eine oder andere diesen Aufruf von den Zeugen Jehovas!
Nun, jetzt, da alle am Aufwachen sind, sollten Taten folgen!

Nun, man wird sehen, was sich in Bayern (und dem Rest von Deutschland) tut.
Vermutlich nicht viel. Nach den Wahlwerbetouren zu den Aufräumarbeiten sind sicher alle Politiker müde und schlafen schnell wieder ein. Bloß nichts ändern!

Energiepolitik 2021


Die Russen sind böse und die Amerikaner sind unsere Freunde!

Direkt nach den Bayern ging es bei Frontal zu den Russen. Nordstream 2 ist auch sowas von böse. Putin und seine Oligarchen wollen uns abhängig machen. Nur die guten Freunde aus Amerika können uns mit Erpressungen ihrer Hilfe davon abhalten, dass wir uns ins Unglück stürzen.
Besser wären natürlich Gasterminals, damit wir das gute, umweltfreundliche Frackinggas unserer Freunde beziehen könnten. Das würden die uns gerne verkaufen, damit wir uns nicht von den bösen Russen abhängig machen.
Aber jetzt hat man sich ja geeinigt – Für eine kleine Milliarde ohne Gegenleistung an die Ukraine und der Zusicherung, uns bei russischer Aggression für die Freunde zu opfern, dürfen wir ganz souverän unsere Energiepolitik selbst bestimmen. Das ist doch fein.

Beide Beiträge zusammen betrachtet…

Bayern, bzw. ganz Deutschland will also ganz viele Windräder bauen. Aber bitte woanders. Also irgendwo außer Sichtweite. Aber die Gesetze werden so verschärft, dass das gar nicht möglich ist. Der Windkraft-Ausbau wird also politisch geblockt.
Gleichzeitig beschwert man sich über die bösen Russen, die uns ihr umweltschädliches Erdgas aufzwingen wollen. Nur unter Protest und mithilfe von Zahlungen an Freunde und Verbündete, sieht man sich in der Lage, dieses Projekt anzunehmen. Vermutlich muss man dazu auch langjährige Verträge abschließen, die die Energiewende in Deutschland bis zum Sankt Nimmerleinstag verhindern.
Irgendwann wird ans Licht kommen, dass es Vertragsstrafen bei Nichtabnahme der Gaslieferungen gibt, die höher sind, als die Gaskosten bei Lieferung. Macht aber nichts. Wenn das Volk die Energiewende unbedingt will, dann legt man diese Kosten eben als EEG2.0 auf den Energiepreis um und erklärt den Leuten, wie teuer erneuerbare Energien sind – “Ihr habt das doch gewollt!”

Man will also Windräder, aber dann doch nicht. Nordstream 2 will man nicht, aber irgendwer hat das mal gewollt, sonst würde das Ding ja nicht gebaut. Oder haben uns die Russen mit Sanktionen bedroht, wenn wir den Anschluss ablehnen? Ach nein, das waren andere.
Da kann ich nur sagen:
Dann baut halt die verdammten Windräder, wenn Ihr die Pipeline nicht wollt! Oder spart einfach mal ein bisschen Energie ein! Oder kauft Euch dicke Pullover und heizt weniger!


Mein Vorschlag zur Energieversorgung!

Mein Vorschlag zur Energieversorgung ist schon uralt und schon oft verlacht worden.
Interessanterweise werden Teile davon gerade in Baden-Württemberg gesetzlich vorgeschrieben! Die sind anscheinend genau so verrückt wie ich, nur langsamer.

So würde ich das machen:
Pflicht zur Fotovoltaik auf jedem Hausdach, das dafür geeignet ist. Allen voran die großen Firmendächer!
Damit könnte man einige herkömmliche Kraftwerke locker ersetzen.
Pflicht, große Parkplätze mit Solarflächen zu überdachen! Allein bei uns im Großraum Stuttgart denke ich an die riesigen Parkplätze von Bosch, Daimler, Ikea, dem Breuningerland und vielen anderen Firmen. Das wären riesige Flächen.
Da man schlauerweise bei Einführung der CCS-Stecker für Elektroautos das Bidirektionale Laden weggelassen hat (damit könnten die Menschen ja auf dumme Ideen kommen), muss man das jetzt eben nachrüsten!

Ein Parkplatz mit 1000 Elektroautos hätte als Puffer zur Netzstabilisierung erhebliches Potential.
Da heute sowieso alles Smart und im “Internet of shitty Things” ist, warum nicht auch das Elektroauto?
Gerne mit einer App, die dem Parkplatzbetreiber erklärt, wieviel Akkureserve man bereit zu geben ist. Als Lohn gibt es gratis Laden oder eine Vergütung beim Entladen. Die Leute machen garantiert mit. Wer Payback, Cashback und Bonuspunkte sammelt, wird auch bei sowas mitmachen. Das funktioniert garantiert!
Man muss nur die Gier der Menschen richtig steuern!

Für Windräder gibt es noch einige geeignete Plätze, man muss nur wollen.
In Ingersheim würden auch noch 2-3 Windräder auf den Hügel hinter unserem Dorf passen.
Aber das wäre nicht hübsch genug und wie sieht denn das aus, wenn überall die geschredderten Vögel herumliegen.
Nee, dann lieber Laufzeitverlängerung fürs AKW in Neckarwestheim. So einen kleiner Kropf als Statussymbol pro Atomenergie trägt doch jeder gerne!
Und hey – Atomstrom ist so sicher, dass Dein Häuschen gar nicht gegen Atomunfälle versicherbar ist!
Da schützt Dich die Versicherungswirtschaft davor. Denn sinnlose Dinge sind nun mal nicht versicherbar!


Und was ist nachts bei Windstille?
Dafür braucht es Speicher!
Stromspeicher werden die nächsten Jahre rasant im Preis sinken. Die Leistungsfähigkeit wird enorm steigen. Zu jeder Solaranlage einen kleinen Pufferspeicher. Neben jedes Windrad einen Container mit Speichertechnik. In jedes Dorf einen oder mehrere Energiespeicher. Damit spart man sich nebenbei auch den Ausbau der umstrittenen Überlandleitungen. Die Netzlast würde sinken!
Und die Elektroautos zum bidirektionalen Laden ertüchtigen!
60kWh – 100kWh Akku gammeln in modernen Elektroautos ungenutzt in der Garage, weil die Politik zum Wohl ihrer Freunde bei den Energieversorgern, das so will!
An all die Bedenkenträger, die meinen, die Akkus wären dann morgens leer – Hey, wenn Du Whatsapp bedienen kannst und Dein Essen bei Facebook teilst, dann kannst Du auch per App einstellen, wieviel Strom Du am nächsten Morgen im Auto brauchst – also locker bleiben!
Doof ist das System natürlich für die Pendler, die täglich 1000km zur Arbeit fahren.

Sind die Strom-Speicher gefüllt, kann man Überschussstrom in Gas umwandeln und speichern. Die dazu benötigten Gas-Speicher waren mal vorhanden und haben über 100 Jahre problemlos funktioniert. Die müsste man dann eben wieder von Gasprom (das sind die mit der Pipeline von oben) zurückkaufen oder die Ausstellungen in den übrigen Gasometern schließen.
Klar, der Wirkungsgrad von Power2Gas ist nicht besonders gut, aber da die Sonne keine Rechnung schickt, Putin, die USA und die Scheichs aber schon, rechnet sich das trotzdem.
Dafür braucht man dann auch keinen Krieg ums Öl zu führen (für das friedliebende Deutschland machen das stellvertretend unsere US-Freunde, wir zahlen nur dafür).
Gas-Speicher können genug Energie speichern, um Deutschland mehrere Monate zu versorgen! Das ist keine Fiktion, sondern Stand der Technik!
Dumm nur, wenn die Betreiber für schnelles Geld das Gas anderweitig verkauft haben und die Reserven dann bei Bedarf irgendwie weg sind.

Für die Stromversorgung braucht man für Dunkelheit und Windflaute natürlich zusätzliche Kraftwerke. Die werden mit dem obengenannten Gas betrieben. Der Betrieb muss staatlich oder gemeinnützig erfolgen. Infrastruktur gehört NICHT in die Hand von raffgierigen Konzernen! Das gilt übrigens auch für die Verkehrsinfrastruktur und die Wasserversorgung!

Entwicklungshilfe!

Wenn die bei uns produzierte Energie nicht ausreicht, dann importieren wir eben Gas!
Wir haben mittlerweile ein Verbundnetz in ganz Europa! Strom und Gas lassen sich beliebig verteilen.
Irgendwo scheint immer die Sonne. Wenn nicht, dann haben wir ein ganz anderes Problem.

Wir brauchen Nordstream 2 nicht!
Tun wir unseren US-Freunden doch den Gefallen und lassen wir den Mist.
Das spart nebenbei Milliardenzahlungen an “Schutzgeldern” an die Ukraine!
Bauen wir die Terminals, die Trump und jetzt Biden von uns fordern! Gas-Terminals für Gas-Tanker.
Ja richtig – Baut den Scheiss!

Aber – wir kaufen kein Fracking-Gas aus USA, sondern Solar-Gas aus Afrika!
Entwicklungshilfe für Afrika sofort einstellen! Kein Geld mehr an Kriegstreiber in Afrika. Das kommt sowieso nicht bei der Bevölkerung an.
Stellt Solaranlagen nach Afrika, dazu Meerwasser-Entsalzungsanlagen und dann Power2Gas-Anlagen!
Damit wird vor Ort eine Wirtschaft installiert, die den Leuten dort zur Selbsthilfe dient.
Die Menschen verdienen eigenes Geld, können sich selbst versorgen. Sind nicht mehr von Almosen abhängig.
Das Gas kann dann per Tanker nach Europa geschippert werden!
Sauberes, mit Sonnenenergie erzeugtes Gas. Wasserstoff oder Methan!

Wer der Meinung ist, dass das nicht geht – fragt Israel, die entsalzen Meerwasser in großem Stil.
Solaranlagen sind Stand der Technik. Ein paar Windräder wären auch möglich. Power2Gas ist verfügbar.
Worauf warten wir?
Das ist zu teuer? Rechnet die Kosten des Klimawandels durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe gegen, die Entwicklungshilfe- und Kriegsfolgekosten. Umweltschäden kosten ja nichts, solange sie im Golf von Mexiko, in Aserbaidschan oder im Nigerdelta stattfinden. Aber die Antwort der Natur kommt immer näher.
Mit einer entwickelten Wirtschaft in Afrika würden auch die Flüchtlingsströme weniger. In der Gesamtsumme wäre das vermutlich günstiger, als die aktuelle Lösung.

Reiche, schlaue Länder fangen damit übrigens bereits an. Leider sind das Länder wie Saudi-Arabien. Unser allseits geschätzter Minister Altmaier findet das auch ganz toll – weitere Abhängigkeit von diesen Staaten, die durch Öl unermesslich reich geworden sind.
Die Sonne scheint aber in ganz Afrika! Gebt den anderen auch eine Chance!

Dumme Menschen lachen!
Ich weiß – dumme Menschen lachen über solche Ideen. Und ja, ich bezeichne diese Menschen absichtlich als Dumm. Sie werden es heute nicht verstehen und mich als Dumm bezeichnen. In ein paar Jahren werden wir wohl alle die Dummen sein.

Damals, als die Menschen von den Bäumen stiegen und den aufrechten Gang übten, wurden sie auch verlacht und der aufrechte Gang als wenig nützlich erachtet. Die Nachfahren der damaligen Bedenkenträger sitzen heute noch auf den Bäumen, werfen mit Bananen und einige davon kann man im Zoo besuchen.

Mittlerweile bin ich übrigens zu alt, um mich über Bedenkenträger aufzuregen. Ich weiß, dass meine Ideen zu futuristisch klingen.
Als ich mit Computern anfing, meinten meine Eltern “das hat keine Zukunft”.
Bei meiner Konfirmation 1984 erklärte mir ein Onkel, Computer wären “Teufelszeug”. Heute ist er anscheinend selbst diesem Teufel verfallen.
Als ich erstmals ins Internet ging, gab es noch kein WWW. Heute denken die Menschen, WWW wäre das ganze Internet.
Nun, ich hatte leider zu oft Recht. Heute erschrecke ich von den Auswüchsen der IT und warte auf deren globalen Zusammenbruch, aber das ist ein anderes Thema.

Bei der Installation meiner Fotovoltaik-Anlage wurde ich erst verlacht, das würde sich nie rechnen. Dann wurde das als Luxusspielzeug verhöhnt. Der Vorstand eines großen deutschen Energieversorgers meinte, mit Solarstrom könnte man nicht mal sein IPhone laden – ich war damals schon der Meinung, dass das eher an seiner persönlichen Fähigkeit lag.
Später wurde man dann angefeindet. Menschen erzählten mir, dass “SIE” meine Solaranlage über ihre Stromrechnung zahlen müssten. Schade, dass das Geld nie ankam. In der Summe wäre ich heute Millionär!

Beim Kauf unseres Elektroautos wurden wir verlacht. Alle warteten auf unsere Geschichten des Liegenbleibens. Meine Vorhersage, dass diese Technik die Zukunft ist, wurde belächelt und verhöhnt.
Dumme Menschen schimpfen, dass dann in Zukunft alles zusammenbricht, wenn im Katastrophenfall die Rettungskräfte keinen Strom mehr hätten und die Fahrzeuge liegen bleiben. Dass man nicht ALLES auf Strom umstellen muss, kommt denen nicht in den Sinn. Auch kann man mit dem obengenannte Power2Gas problemlos weiter Verbrennungsmaschinen betreiben. Sogar synthetische Treibstoffe für Flugzeuge und herkömmliche Fahrzeuge lassen sich herstellen. Man muss nur nachdenken.
Übrigens – das Militär (nicht die Bundeswehr – richtige Armeen) entwickeln elektrische Panzer und Laserwaffen. Man kann davon ausgehen, dass dabei auch die benötigte Energieversorgung berücksichtigt und mitentwickelt wird. 2010 waren Smartphones noch etwas Exotisches – 10 Jahre später hat kaum jemand etwas anderes.
Die Entwicklung läuft schneller als viele denken können!

Als Ergänzung sei noch erwähnt, dass überflutete Tankstellen auch nicht mehr funktionieren und ohne Strom kann man keinen Treibstoff aus den Tanks pumpen. Statt nur Schwarz-Weiss zu denken, wäre eine etwas buntere Sicht auf die Welt angebracht.
Es geht alles nicht von heute auf morgen, aber die Überarbeitung verkrusteter Strukturen ist dringend nötig!
Irgendwo im Internet hab ich mal ein Zitat gelesen, leider weiß ich den Urheber nicht mehr:
“Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!” – Denkt drüber nach!

Gewitterzelle am 26.7.2021 über Ingersheim

Gewitterzelle am 26.7.2021 über Ingersheim

Gewitterzellen sind ja an sich nichts Ungewöhnliches. Diese hier aber schon, denn sie zog direkt über Großingersheim.
Normalerweise ziehen Unwetter meistens nördlich über Besigheim oder südlich über Freiberg an uns vorbei. Ich vermute, das liegt an der topografischen Lage von Ingersheim.
Großingersheim liegt auf einer erhöhten Ebene. Östlich in Richtung Pleidelsheim verläuft der Neckar und 4km im Westen in Bietigheim die Enz. Nach Ingersheim ist das Gelände jeweils ansteigend.
Vermutlich drückt das die ankommenden Luftmassen meistens nach oben und dann im Norden oder Süden an uns vorbei.

Auch bei der Unwetterzentrale kann man das immer sehr schön beobachten: Bietigheim-Bissingen, Besigheim, Ludwigsburg. Alles in Rot eingefärbt. Ingersheim in der Regel eine Stufe heller, in Gelb oder Orange.
Am 26.7.2021 allerdings war Ingersheim violett eingefärbt, die Farbe der höchsten Warnstufe!

Ab und zu zieht dann eben doch mal ein Gewitter über uns hinweg.
Diese Gewitterwolke vom 26.7.2021 sieht dabei besonders hübsch aus.
Fast wie im Film Independence-Day und man wartet jeden Augenblick darauf, dass das Alien-Raumschiff aus der Wolke auftaucht.

Das Bild zeigt die Wolke direkt über meiner Wetterstation.
Aufgenommen von meiner Schwester Claudia. Bei uns war es einfach nur stockdunkel, denn wir befanden uns zu dem Zeitpunkt ja direkt unter der Gewitterzelle.

Gewitterzelle am 26.7.2021 über Ingersheim

Zum Zeitpunkt der Aufnahme hat meine Wetterstation gemeint, es würde Katzen und Hunde regnen. Das ist wohl in den USA ein üblicher Ausdruck für heftigen Starkregen.
Es hat wie aus Eimern geschüttet. Die Regenmenge hätte in einer Stunde über 62 Liter pro Quadratmeter gebracht. Zum Glück hat es nach 10 Minuten wieder aufgehört. Da waren es bereits 9l/qm.

Aus der Straße wurde für kurze Zeit ein Bach und man konnte nur erahnen, wie das in den Hochwassergebieten vor einer Woche abgelaufen ist. Da lag die Regenmenge ja noch erheblich höher. Teilweise bei weit über 200 Litern pro Quadratmetern. Aber auch bei diesem Niederschlagsereignis konnte man sehen, wie schnell so etwas geht. In den Nachbarorten kam teilweise deutlich mehr herunter und es gab auch kleine lokale Überschwemmungen.

Zum Regen kamen auch ein paar ordentliche Donnerschläge dazu. Die Blitze entluden sich aber zum Glück zwischen den Wolken oder weiter weg. Nach Abzug der Wolke gab es aber einen einzelnen lauten Donnerknall, der wie eine Explosion klang und extrem heftig und nah erschien. So etwas kennt man sonst meist nur aus den Bergen.

Gewitterzelle am 26.7.2021 über Ingersheim

Der Sommer 2021 ist bisher eigentlich so, wie es früher immer war – nass, nicht besonders heiß, wechselhaft und irgendwie will man in den Süden flüchten. Also eigentlich nichts Besonderes.
Wer aber genau hinschaut, erkennt die Extreme!
Immer mehr Dinge ereignen sich, die man früher als “Jahrhundert-” oder “Jahrtausend-” bezeichnet hat.
Die Aussage “Noch nie” kommt immer häufiger vor. “Noch nie hat es so viel geregnet”, “Noch nie war es so heiß”, “Noch nie gab es so große Brände” oder “Noch nie war es so trocken” – immer bezogen auf die Erinnerung der Menschen.

Das Klima wandelt sich schneller als uns lieb sein kann.
Das Klima hat sich schon immer geändert. Allerdings ist Klima etwas Langfristiges und zurzeit scheinen die Veränderungen geradezu rasant zu verlaufen.
In den USA wüten seit Wochen unkontrollierbare Brände. Hitzerekorde bis über 50°C. In der ganzen Welt gibt es schwere Unwetter.
Überschwemmungen in China, Deutschland, England und vielen anderen Ländern.
Natürlich ist das nur Wetter (kurzfristig) und kein Klima. Aber die Tendenz zeigt in eine sehr unerfreuliche Richtung. Das Auftauen der Permafrostböden, Schmelzen von Gletschern und Polkappen, Abholzungen und Verbrennen von Urwäldern, Waldsterben, Korallensterben. Das wird noch sehr ungemütlich.
Vielleicht geht uns auch irgendwann einfach nur der Sauerstoff aus? Den kann man (noch) nicht im Supermarkt kaufen.

Klimaerwärmung heißt dabei nicht, dass es bei uns einfach nur wärmer wird. Es kann lokal auch kälter werden. Aber vor allem gibt es durch die globale Erwärmung viel mehr Energie in der Atmosphäre.
Dadurch werden die Unwetter heftiger.

Früher zogen die Menschen einfach fort, wenn es irgendwo ungemütlich wurde. Heute geht das nicht mehr so einfach, denn überall sind schon andere Menschen. Probleme sind vorprogrammiert und wer hinschaut, erkennt das auch bereits deutlich. Wir sind schon mitten drin!

Der Mensch zerstört nicht die Natur, er zerstört sich selbst!
Der Natur ist es übrigens total egal, dass die Menschheit gerade alles kaputt macht.
Artensterben gab es schon immer. Klimawandel auch.
Der Mensch trägt aktuell allerdings dazu bei, dass der Wandel sich rasant beschleunigt.

Wir müssen nicht die Natur schützen und auch nicht das Klima.
Wir müssen allerdings unseren eigenen Lebensraum schützen!

Wir müssen die Menschheit schützen!
Allerdings – aus Sicht aller anderen Lebewesen vielleicht eher nicht. Ein Aussterben der Spezies Mensch wäre für die Natur vielleicht sogar ein Glücksfall. Von daher: Weitermachen!


Ansteigende Meeresspiegel? Irgendwelche Lebewesen kommen damit sicher zurecht.
Mehr CO2 in der Atmosphäre? Kein Sauerstoff mehr zum Atmen?
Es gibt Spezies, die damit leben können. Der Mensch allerdings nicht.

Natürlich kann das Klima auch dermaßen umkippen, dass die Erde zu einer 2. Venus wird.
Aber vermutlich wird sie sich ein paar Tausend Jahren von der Menschheit erholt haben. Das wird aber keiner von uns mehr erleben.

Meine Vorhersage:
Es wird ungemütlicher und zwar deutlich schneller, als viele erwarten!
Das ist meine Meinung vom 27.7.2021 (und auch schon davor).
Hoffentlich irre ich mich.

Jochens Wetterblog am 22.7.2021

Jochens Wetterblog am 22.7.2021

Rückblick

Die Unwetter, die letzte Woche Teile Deutschlands verheerend getroffen haben, sind bei uns zum Glück nur vorbeigezogen. Mittlerweile ist der Sommer zurück, mit viel Sonne und Temperaturen bis 29°C.
Am Donnerstag fielen noch 4l/qm Niederschlag und auch Mittwoch und Freitag gab es ein paar Tropfen. Danach blieb es trocken. Am Mittwoch stiegen die Temperaturen auf angenehme 23°C, am Freitag lagen die Höchstwerte schon bei über 27°C und am Sonntag wurden knapp 29°C erreicht. Die Luft bewegte sich kaum, der Wind erreichte in Böen nur 31km/h.
Von Mittwoch bis Samstag zogen einige Wolken über uns hinweg, am Samstag zeigte sich die Sonne nur 1 Stunde. Sonntag bis Dienstag gab es dann Sonne pur, mit bis über 14 Stunden Sonnenschein. Der UV-Index stieg bis auf 7, damit gab es hohe Gefahr für Sonnenbrand. Insgesamt kamen 58 Sonnenstunden zusammen.

Ausblick

Bis Freitag bleibt es trocken, sonnig und warm, mit Temperaturen bis 28°C.  Ab Samstag steigt das Niederschlagsrisiko und es sollen neue Unwetter nach Deutschland kommen. Für unsere Region sind dabei bisher nur leichte Schauer und leichte Gewitter angekündigt.

Jochens Wetterblog am 15.7.2021

Jochens Wetterblog am 15.7.2021

Rückblick
Die letzten Tage gab es keine stabile Wetterlage. Sonne und Hitze wechselte mit Wolken und Regen. Am Samstag und Montag gab es jeweils über 11 Sonnenstunden und Temperaturen bis 28°C. Am Donnerstag und Dienstag schaffte es die Sonne dagegen kaum eine Stunde durch die dicke Wolkenschicht. Ab Montag waren unwetterartige Regenfälle angekündigt. Die Wolken entluden sich aber glücklicherweise woanders. 11l/qm am Dienstag sind zwar ganz ordentlich, aber bei weitem kein Unwetter. Insgesamt fielen in der Woche 24 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter. Da es anderswo, vor allem im Schwarzwald, aber sehr heftig geregnet hat, ist der Neckar mittlerweile ziemlich voll und wird wohl noch weiter steigen. Der Wind erreichte in Böen 44km/h. Insgesamt kamen 41 Sonnenstunden zusammen.

Ausblick
Bis Freitag ist weiterer, teils heftiger Niederschlag angekündigt. Ab Sonntag sinkt das Regenrisiko und ab Montag zeigt sich ab und zu wieder die Sonne. Die Temperaturen steigen tagsüber auf Werte bis 25°C. Hitze mit 30°C und mehr ist aber weiterhin nicht in Sicht.

Jochens Wetterblog am 8.7.2021

Jochens Wetterblog am 8.7.2021

Rückblick
Der Juli war bisher recht wechselhaft und wenig sommerlich. Es gab ein Auf und Ab der Temperaturen. Am Donnerstag erreichten die Höchstwerte nur knapp 18°C. Am Samstag war es mit 28°C gleich 10 Grad wärmer, aber so richtig Sommerfeeling wollte sich nicht einstellen, da immer wieder Wolken den Himmel bedeckten. Am Donnerstag zeigte sich die Sonne weniger als eine Stunde, Freitag und Samstag gab es jeweils um die 9 Sonnenstunden. Insgesamt kamen nur 35 Sonnenstunden zusammen. Abgesehen von Freitag fiel immer wieder etwas Niederschlag. Teilweise waren auch heftige Schauer dabei und am Sonntag konnte man in der Ferne Gewittergrollen hören. Der Wind erreichte in Böen Werte bis 63km/h. Insgesamt war die Woche ganz durchschnittlich für die Jahreszeit in unserer Region, ohne Extreme.

Ausblick
Das wechselhafte Wetter geht weiter. Sonnige Abschnitte wechseln sich mit starker Bewölkung ab und es soll auch immer wieder etwas Niederschlag fallen. Am Wochenende sinkt das Niederschlagsrisiko und die Temperaturen können bis 26°C ansteigen. Sommerhitze mit Temperaturen über 30°C ist die nächsten Tage nicht zu erwarten.

Jochens Wetterblog am 1.7.2021

Jochens Wetterblog am 1.7.2021

Rückblick
Heftige Unwetter sind in den letzten Tagen über den Landkreis Ludwigsburg gezogen. Am Mittwoch fielen in kurzer Zeit 15l/qm Niederschlag. Donnerstag und Freitag gab es immer wieder Schauer. Der Samstag blieb trocken und am Sonntag waren es nur ein paar Tropfen. Nach Warnungen des deutschen Wetterdienstes konnte man das Unwetter am Montag bereits erwarten. Am frühen Abend ging es mit dunklen Wolken, Blitz und Donner los. Dazu gab es sturzbachartigen Regen. 14l/qm fielen in weniger als einer Stunde. Ingersheim scheint dabei zwischen Neckar und Enz topografisch glücklich zu liegen, denn die meisten Unwetter ziehen an uns vorbei. Aus den Nachbarorten gab es Nachrichten über Hagel, Sturmschäden und Überflutungen. Der Dienstag brachte dann sogar noch mehr Niederschlag. Über 22l/qm Regen kamen herunter. Dabei gab es Windböen bis in Sturmstärke. An den Wolken der Sturmfront konnte man leichte Rotationen erkennen. Dadurch können sich Tornados bilden. Zum Glück kam es aber nicht dazu. Insgesamt fielen in der letzten Woche über 65l/qm Niederschlag. Das ist mehr, als im restlichen Juni zusammen. Damit ist der Juni nicht, wie letzte Woche geschrieben, zu trocken, sondern sogar um 20l/qm zu nass. Die Temperaturabweichung zum langjährigen Normal bleibt aber erschreckend, denn der Juni war 5 Grad zu warm!

Ausblick
Die nächsten Tage gibt es einen Mix aus Sonne und Wolken. Die Temperaturen steigen bis auf 25°C. Freitag und Samstag sollen weitgehend trocken bleiben. Ab Sonntag steigt das Niederschlagsrisiko wieder an.

Jochens Wetterblog am 24.6.2021

Jochens Wetterblog am 24.6.2021

Rückblick
Am 21.6. begann der astronomische Sommer, doch pünktlich dazu verabschiedete sich die erste Hitzewelle des Jahres. Bei Temperaturen bis über 35°C kam man in der letzten Woche ordentlich ins Schwitzen. Dazu gab es auch viel Sonnenschein und am Samstag sogar eine Tropennacht. Das heißt, dass die Temperatur nachts nicht unter 20°C gesunken ist. Ab Sonntag wurden immer heftigere Gewitter und Extremwetter-Ereignisse vorhergesagt und es gab auch in einigen Orten Hagel und Starkregen. Wir wurden aber zum Glück vom Unwetter verschont. Am Sonntag gab es knapp über 6l/m² Niederschlag und auch am Montag und Dienstag fiel Regen. Dabei wehte der Wind in Böen bis 44km/h. Statt der vorhergesagten Unwetter also einfach nur Sommerregen und etwas Abkühlung. Von den heißen 35°C der Vortage sanken die Temperaturen am Montag auf 29°C und am Dienstag konnte man bei maximal 23°C wieder etwas durchatmen. Sonntag und Dienstag zogen einige Wolken durch, ansonsten zeigte sich die Sonne fast durchgehend. Insgesamt kamen 70 Sonnenstunden zusammen. Das sind im Schnitt 10 Stunden pro Tag. Der UV-Index war dabei wieder sehr hoch. Für die Juni-Statistik sollte es die nächsten Tage etwas kühler bleiben und auch regnen. Bisher ist der Monat 5 Grad zu warm(!), es gab bereits 7 heiße Tage und von der durchschnittlichen Regenmenge fehlen noch über 50%.

Ausblick
Bis Samstag soll es mit Temperaturen bis 23°C angenehm bleiben. Es gibt einen Mix aus Sonne und Wolken und auch Niederschlag ist möglich. Für Sonntag ist viel Sonnenschein bei Temperaturen bis 28°C vorhergesagt, bevor es am Montag wieder wechselhaft mit Wolken und dem einen oder anderen Regenschauer weitergeht.

Jochens Wetterblog am 17.6.2021

Jochens Wetterblog am 17.6.2021

Rückblick

Der Sommer ist da! Jeder Tag der Woche war ein Sommertag mit jeweils über 25°C. Am Freitag hat es mit 29,7°C knapp nicht zum heißen Tag gereicht, für den die Temperatur die 30°C-Marke überschreiten muss. Mit 30,1°C war es dann am Montag zum ersten Mal in 2021 über 30°C warm und der Dienstag legte mit 31,7°C noch eine Schippe drauf. Es ist richtig heiß geworden. Zusammen mit der aktuellen Vorhersage ist das der Beginn der ersten Hitzewelle in diesem Jahr. Niederschlag gab es, abgesehen von ein paar Tropfen am Donnerstag, keinen. Der Wind erreichte am Samstag in Böen 41km/h, ansonsten bewegte sich die Luft kaum. Am Mittwoch war es noch wechselhaft, danach verzogen sich die Wolken weitgehend und die Sonne brutzelte insgesamt 82 Stunden vom Himmel. Das Maximum lag dabei bei 14 Sonnenstunden am Montag. Nur ein paar leichte Schleier- und kleine Quellwolken zeigten sich vereinzelt am Himmel. Damit lag auch der UV-Index im recht hohen Bereich und Eincremen war im Außenbereich Pflicht, wenn man keinen Sonnenbrand wollte.

Ausblick

Die nächsten Tage wird es noch heißer. Für Freitag sind 34°C vorhergesagt. Für den Aufenthalt im Freien sollte man für Sonnenschutz sorgen. Der UV-Index liegt weiterhin sehr hoch. Sonnenbrandgefahr! Die Wetterdienste warnen auch vor hoher Wärmebelastung. Man sollte sich möglichst im Schatten aufhalten. Insgesamt wird es also sonnig, schön und heiß. Zum Wochenende steigt dann allerdings das Gewitterrisiko immer weiter an.

Jochens Wetterblog am 10.6.2021

Jochens Wetterblog am 10.6.2021

Rückblick
Eine Woche mit dämpfig nassem Sommerwetter liegt hinter uns. Die Temperaturen stiegen bis über 29°C am Mittwoch. 27°C  gab es am Donnerstag und Freitag und auch die anderen Tage waren ganz annehmbar. Die Luft war aber drückend und mit Energie geladen. Dadurch gab es immer wieder einige, teils heftige Gewitter. Da es meistens recht windstill war, bewegten sich die Wolken und damit die Gewitter kaum. Wo es regnete, da war der Niederschlag oft extrem. Am Donnerstag gab es bei uns einen Platzregen mit über 18l/qm in weniger als einer halben Stunde.  Das ist fast wie in der Dusche. Auch am Samstag fielen über 12l/qm in kurzer Zeit. Abgesehen vom Mittwoch, gab es jeden Tag Regen oder Gewitter oder Regen und Gewitter zusammen. Der Mittwoch schaffte es noch auf knapp 14 Sonnenstunden, danach zeigten sich immer mehr Wolken am Himmel. Am Sonntag schaffte es die Sonne gar nicht durch die Wolken und auch am Montag zeigte sie sich nur für eine Stunde. Der Luftdruck veränderte sich von Donnerstag bis Dienstag kaum. Nur bei durchziehenden Gewittern gab es leichte Ausschläge der Messwerte.

Ausblick

In den nächsten Tagen soll sich das Wetter deutlich beruhigen. Es wird trockener und auch immer sonniger. Die Temperaturen steigen tagsüber bis auf 28°C, nachts liegen die Tiefstwerte bei 14°C bis 19°C. Es sieht also nach ein paar schönen Sommertagen aus.