Autohaus verkauft Kundeneigentum – gehts noch?

(13.11.2018)

Kleiner Zwischenbericht zu unserer Elektromobilität.

Der Nissan Leaf ist an einen sehr netten Kollegen aus dem Forum bei goingelectric.de verkauft.
Inclusive Winterreifen die beim 50km entfernten Autohaus abzuholen sind.
Für die Abholung der Reifen gab ich noch etwas Rabatt, denn nach der Vorgeschichte beim Auto-Kauf hatte ich keine Lust mehr dort nochmal vorbei zu müssen.
Ausserdem liegt es für den Käufer fast auf dem Weg und mir spart es Zeit.

Eigentlich eine Kleinigkeit – Denkste – Nicht bei DIESEM Autohaus!

Ich melde also Ende September beim Autohaus Bedarf an meinen Winterreifen an.
Diese hatte ich damals mit dem Auto mitbestellt und natürlich vorab bezahlt – im März 2018!
Bei Übergabe des Autos an einem Freitag im März waren die Winterreifen nicht da.
Angeblich gab es Lieferschwierigkeiten. Im Forum war aber damals  zu lesen, daß andere Autohäuser keine Probleme mit der Reifenlieferung hatten. Die hatten sich wohl einfach nicht bemüht.
Der Verkäufer meinte dazu nur: Wer benötigt denn im März noch Winterreifen.
2 Tage später am Sonntag hat es dann geschneit. Wir konnten das Auto 4 Tage lang nicht nutzen.

Da im April 2018 die Reifen immer noch nicht lieferbar waren haben wir uns damit abgefunden diese erst für den nächsten Winter abzuholen. Ein grober Fehler bei diesem Autohaus.

Ende September 2018 also habe ich Bedarf an den Winterreifen angemeldet.
Diese wären nicht da und befänden sich im Aussenlager. Man würde sich melden.
Am 10.10.2018 kam dann die Mail: Die Winterräder sind jetzt da und können jederzeit abgeholt werden.
Ich schrieb zurück daß der Käufer das Auto am 23.11 bei uns abholt und auf dem Rückweg die Reifen abholt. Noch so ein Fehler bei diesem Autohaus.

Nach einigen netten Mails mit dem Käufer kam heraus daß er ab Mitte November kein Auto mehr hätte.
Da wir bis zur Lieferung unseres Hyundai Kona sowieso einen Mietwagen benötigten habe ich daraufhin angeboten daß er das Auto jederzeit früher haben könnte. Das Angebot hat er angenommen.
Der Abholtermin wurde auf den 13.11. vorverlegt.

Am 12.11 schreibt mir der Käufer unseres Nissan Leaf daß die Reifen NICHT im Autohaus wären.
Ich habe natürlich sofort dort angerufen und nachgefragt.
Nach einigen internen Nachfragen hiess es: Die Reifen sind da.
Ich habe noch 2x nachgefragt ob sie auch sicher wären. Ja, alles ok, die Reifen können abgeholt werden.
Das habe ich dem Käufer dann mitgeteilt.
Schreibt er zurück: Nein, die Reifen sind nicht da, habe nochmal nachgefragt.

Etwas irritiert rufe ich nochmal beim Autohaus an.
Und tatsächlich – meine Winterräder sind nicht mehr auffindbar!
Der zuständige Mitarbeiter war nicht mehr im Haus (kurz nach 16.00 Uhr), ein anderer wollte sich darum kümmern und mich zurückrufen.

Der Rückruf kam auch kurze Zeit später: Die Reifen sind nicht mehr da. Die sind im Aussenlager in Holland. Auf meine Nachfrage warum das Aussenlager im Ausland wäre hiess es Aussenlager = Nissan.

Klar, ich bastel mir eine Verkaufs-Bude und mache Amazon zu meinem Aussenlager, dann bin ich mit einem Schlag der größte Verkäufer der Welt. Nissan ist NICHT Aussenlager, die haben die Räder nicht mehr.
Neue sind nicht auf Lager sondern bestellt. Das ist ein kleiner Unterschied!

Auf meine Frage wo die Reifen wären wenn am 10.10. gesagt wird die Räder sind da kam dann folgende Antwort:
“Sie haben die Abholung für den 23.11. angekündigt, wir hatten kurzfristig Bedarf, daher haben wir die Räder anderweitig verkauft. Zum 23.11. sind aber wieder Räder verfügbar”.
Paff – die haben MEINE Winterräder einfach so an einen anderen Kunden verkauft.

Wohl gemerkt – Räder die ich im März 2018 bestellt und vorab bezahlt hatte, die mir am 10.10. als abholbereit mitgeteilt waren, also MEIN EIGENTUM wurde einfach so weiterverkauft.
Und auf meine Reklamation dann nur: Selber schuld wenn Du die Reifen früher willst, vor dem 23.11. gibt es nichts.

Das macht mich fassungslos. Ist das dumm? dreist? oder bereits Unterschlagung?

Ich sitze hier mit einem schlechten Gewissen da ich die Räder ja bereits weiterverkauft habe!
Der Käufer hat ebenfalls bereits Vorkasse bezahlt und ich kann nicht liefern. Absolut peinlich 8-(

Der Käufer unseres Leaf war nicht wirklich erfreut darüber, war aber damit einverstanden daß die Räder kostenfrei per Spedition nachgeliefert werden.

Allerdings sagt die Wintervorhersage jetzt für nächste Woche vorraus daß es in seiner Gegend wohl winterlich wird. Und ob das Autohaus wirklich in der Lage ist, die Räder bis zum 23.11 nachzuliefern?

 

Leider ist es wohl rechtlich nicht erlaubt, öffentlich Namen zu nennen. Ich würde das gerne machen.
Aber mit dieser Klitsche jetzt auch noch einen Rechtstreit anfangen will ich nicht.

Dem Käufer unseres Leaf wünsche ich mit dem Auto allzeit gute Fahrt.

Das Auto selbst ist Top.
Eigentlich wollte ich es garnicht verkaufen, aber ein Hyundai Kona mit 64kWh ist dann doch noch mal etwas besser für uns geeignet. Und das Hyundai-Autohaus ist um Welten besser, kein Vergleich. Dort gibt es noch echten Service!

 

 

Vom Elektroauto zurück zum Verbrenner

Nein,  nicht wirklich. Eine Verbrenner wollte ich eigentlich nie wieder fahren, aber leider kommt es manchmal anders als man denkt.

Aber der Reihe nach.

Der Nissan Leaf ZE1 war ja nur als Zwischenlösung gedacht bis irgendein Fahrzeug mit >60kWh Akku bzw. >400km Reichweite verfügbar ist. Eigentlich hätte es ja der Leaf mit 60kWh-Akku werden sollen. Davon hört und sieht man aber nichts. Dafür gibt es jetz den Hyundai Kona mit 64kWh-Akku und 400km Reichweite.

Da haben wir spontan zugeschlagen und so ein Auto bestellt. Ein Traum. Nur leider mit langer Lieferzeit – wie bei den meisten Elektroautos (Tesla ist leider zu groß, so ein Schiff passt nicht zu uns.)

Als Liefertermin für den Kona Elektro wurde Januar 2019 angekündigt und mittlerweile ist der Termin schon relativ sicher.  Den Leaf ZE1 wollte ich vorher verkaufen, nicht daß nachher 2 Fahrzeuge im Hof stehen.

Nachdem ich das Auto inseriert hatte gab es auch recht schnell ein paar Interessenten und mittlerweile ist der Nissan Leaf ZE1 verkauft.

Für die Überbrückung bis zum Kona Elektro musste natürlich ein Mietwagen her der uns vom Autohaus freundlicherweise recht günstig als Mietwagen zur Verfügung gestellt wurde. Leider aber kein Elektroauto sondern ein Verbrenner. Da müssen wir jetzt durch.

Für die 8 Wochen bis zum neuen Auto war meine einzige Vorgabe nur 4 Türen (Bei einem 2sitzer ist der Einstieg fürs Kind sonst zu beschwerlich).  Auf die Nachfrage ob es auch ein Corsa sein darf meinte ich das wäre ok wenn es nicht die 70PS-Version ist.

 

Der Verbrenner

Bekommen habe ich jetzt eine kleine “Rennsemmel”.

Ein Opel Corsa 1.4 Turbo OPS-Line mit Recaro-Sitzen und 150PS.

Für Verbrenner-Fahrer vermutlich ein Leckerbissen, aber wie ist das Fahrzeug aus der Sicht eines Elektroauto-Fahrers?

Nach 11 Jahren Automatik bzw. Elektroauto war es der erste Kontakt mit einem Schaltgetriebe (6-Gang).

Sollte doch kein Problem sein oder? Bremse treten, Schlüssel einstecken (einen Startknopf gibt es nicht), drehen – nichts.

Im Display taucht die Meldung auf “Zum Starten Kupplung treten”.

Hoppla. Zum Glück hat das Auto den Fehler bemerkt.  Andere Verbrenner hätten da wohl gleich einen Satz gemacht. Also nochmal Kupplung treten, Schlüssel drehen, Motor läuft. Das Auto vibriert und brummt.

Bevor ich von der Kupplung gehe vorsichtshalber nochmal prüfen ob kein Gang drin ist.

Vollgetankt zeigt das Auto 500km Reichweite an – das ist auch nicht wirklich viel.

Laut Spritmonitor soll das Auto wohl 8-9l auf 100km verbrauchen. Zum Vergleich – die Energie des Leaf für dieselbe Strecke ist umgerechnet ca. 1,5l!

Die erste Fahrt verläuft recht problemlos. Unterwegs überholt micht ein BMW M325 – die Modellbezeichnung scheint selbstgebastelt. Jedenfalls röhrt er mächtig.
Ob er sich mit einem Opel Corsa Turbo messen möchte?
Mir egal, ich bin aus dem Alter raus.  Ausserdem bin ich mit der Mechanik beschäftigt Kuppeln und rühren, kann mir nicht vorstellen daß es Menschen gibt die diese Betätigung toll finden. Absolute Steinzeit. Immerhin muss ich kein Zwischengas geben.

Für 8 Wochen ist das Auto ok. Länger will ich so einen Verbrenner nicht fahren. Ich vermisse jetzt schon das Elektroauto.

Am nächsten Tag fährt meine Frau mit dem Auto. Auf meine Frage wie es war meint sie: Da muss man den Schlüssel in die Hand nehmen um das Auto aufzuschliessen. Die Rundum-Kamera fehlt mir auch (sorry, die gibts dann im neuen Kona auch nicht mehr, hatte nur der Leaf). Und laut sei das Auto. Und an der Tankstelle wird der Sprit für 1,65 Euro der Liter angezeigt, das wird ja extrem teuer wenn wir das Auto auffüllen müssen.

 

Am nächsten Tag geht es auf eine kleine Tour.

An die Schalterei und Kuppelei habe ich mich mittlerweile schon fast gewöhnt, aber Spass macht das nicht.

Ich frage mich nur wo die 150PS sind. Das Auto zieht keine Wurst vom Brot.

Nach einigen Versuchen dann die Erkenntnis: Das Auto braucht Drehzahl, dann klappt es auch mit dem Drehmoment. Kein Vergleich mit einem Elektrofahrzeug bei dem die Kraft ab Stillstand zur Verfügung steht.

Leise fahren bei maximal 2000 U/min und gute Beschleunigung geht nicht. Erst ab 3000 Umdrehungen hat die Kiste richtig Kraft. Das wird dann aber auch gleich recht laut.

Als ich diese Erkenntnis überprüft habe und an der Ampel mal richtig aufs Gas gelatscht bin kam sofort von hinten der Kommentar: “Du Papa, das hört sich aber jetzt so an als wären wir richtige Angeber”.

Als ich nachgefragt habe ob unserem Junior das Auto gefällt meinte er: “Nein, das ist so laut und stinken tut es auch”. Was er denn für ein Auto wolle: “Auf jeden Fall ein elektrisches”.

Am Ziel der Ausfahrt will ich am Berg rückwärts einparken. Es klappt nicht. 4-5x versuche ich den Rückwärtsgang einzulegen, Kupplung kommen lassen, Gas geben, das Auto rollt nach vorne.

Dann die Erkenntnis – da war doch mal was mit Handbremse!

Ja, das Auto muss am Berg mit der Handbremse gegen Wegrollen beim Anfahren gesichert werden. So hat man das doch früher auch immer gemacht. Also Handbremse anziehen, Kupplung treten, Rückwärtsgang einlegen, Gas geben, Kupplung kommen lassen, Handbremse lösen. Also 3 Hebel gleichzeitig bedienen und mit dem Lenkrad in die Parklücke zielen. Es klappt!

Wow, ich komme mir vor als hätte ich das Feuer erfunden.

Verbrenner fahren ist echt anstrengend.

Kein Wunder sind die Fahrer oft gestresst und agressiv oder abgelenkt.

 

Fazit:

Eine Dampflock bleibt eine Dampflock, auch wenn man digitale Instrumente einbaut. Verbrenner sind einfach veraltete Technik. Für die 8 Wochen ist das Auto ausreichend, aber ich zähl die Tage bis ich wieder elektrisch fahren kann.

 

Jochens Wetterblog am 1.11.2018

RückblickWetterfoto: Gruselspass in Tripsdrill

Eine trübe Herbstwoche liegt hinter uns. Wolken und Hochnebel liessen kaum einen Sonnenstrahl durch. Nur der Freitag schaffte es auf 5 Sonnenstunden. Die anderen Tage brachten es zusammen gerade mal auf 3 Stunden Sonne. Die Temperaturen sanken im Lauf der Woche langsam ab. Am Montag lag der Höchstwert nur noch bei 7°C, nachts gingen die Werte bis auf 3°C zurück. Jeden Tag fiel ein bisschen Niederschlag. Am Meisten  regnete es am Sonntag. Insgesamt kamen in einer Woche 10l/qm zusammen.  Der Wind blies etwas stärker als in den Vorwochen, am Dienst waren sogar Sturmböen dabei. Zwischen dem Sturm über Norddeutschland und den Extremniederschlags-Ereignissen in Österreich war das Wetter bei uns aber relativ ruhig.

 

Ausblick

In den nächsten Tagen herrscht ruhiges, wechselhaftes Herbstwetter. Bei abwechselnd Sonne und Wolken sind bis zu 4 Sonnenstunden täglich möglich. Das Regenrisiko ist bis zum Wochenende minimal, die Temperaturen steigen tagsüber auf Werte um 15°C, nachts kühlt es ab auf 4°C. Der Wind weht mit schwachen bis mäßigen Böen.

Homegardening Teil1 – Salat und Gemüse im Büro anbauen – der Anfang!

Mein Projekt zum Anbau von Salat, Tomaten, Gurken und sonstigen Pflanzen im Büro!

(10.2018)

Homegardening, Indoor-Gardening, Home-Growing. Das sind so die Schlagworte nach denen man sucht wenn man im Haus Salat oder Gewürze anbauen will. Die meisten Links führen allerdings zu Anbauanleitungen für Hanf und sonstigen Drogen. Darum geht es hier ausdrücklich NICHT.

Vorgeschichte

Neulich sollte ich beim Einkauf Salat und eine Gurke mitbringen.
In nahegelegenen Supermarkt lagen jede Menge Gurken rum. Allerdings kein Vergleich zu den im eigenen Garten angebauten Exemplaren. Die ersten 3 Gurken die ich in die Hand nahm bogen sich vergammelt und weich nach unten. Anscheinend war die Lagerdauer schon deutlich überschritten. Da habe ich auf den Kauf verzichtet. Beim Salat war es nicht viel anders. Der Salatkopf war in Plastikfolie(!) eingepackt. An der Unterseite war die Folie glitschig braun verschmiert. Da hat anscheinend bereits der Zersetzungsprozess eingesetzt.

Leider bringt der Garten jetzt zum Ende der Saison nicht mehr viel.
Daher überlegte ich eine Alternative die mir schon früher öfters durch den Kopf ging – Anbau von Salat, Tomaten, Gurken und was einem sonst noch einfällt im Büro.
Dazu gab es natürlich wieder die üblichen Kommentare “Du spinnst”, “Schwachsinn”, “Du hast zuviel Zeit”, usw. Also genauso wie damals mit dem PC (1980), Internet, Photovoltaik, Elektroauto. Alles sinnlose Dinge ohne Zukunft.
Allerdings haben viele Leute Pflanzen in der Wohnung ohne daß sich jemand darum Gedanken macht. Was spricht dagegen daß man statt Zierpflanzen was eßbares anbaut?

Mittlerweile gibt es erstaunlicherweise einige Menschen die ähnliches probieren.
Vor allem in Städten mit wenig Platz ist der Heimanbau von Salat und Gemüse mittlerweile richtig Hip.

Sogar Bars mit Salat-Schränken im Hintergrund gibt es schon, da kommt alles frisch aus dem Regal.
Richtig Schwung bekommen solche Projekte durch die immer besser und billiger werdende LED-Technik.
Denn ohne Beleuchtung wachsen Pflanzen nicht. Nur war das bisher mit extrem viel Energieverbrauch gekoppelt.
Eine 100W Pflanzenlampe lässt den Salat im Wohnzimmer zu einem teuren Vergnügen werden, immerhin muss die Lampe 14-16 Stunden täglich brennen. Mit LED-Leuchtmittel lässt sich der Energiebedarf um 90% reduzieren, da wird es dann interessant.

Erde im Büro ist allerdings nicht so mein Ding. Wegen Schimmelneigung dachte ich eher an Hydrokultur, Hydroponing oder ähnliche Anbaumethoden in denen die Gewächse ohne Erde angebaut werden. Ikea bietet mittlerweile so ein System an. Växer heisst das System. Sieht gut aus, scheint zu funktionieren, ist aber sehr teuer. Für ein komplettes Set incl. Beleuchtung kann man gut 150,- Euro oder mehr ausgeben. Das muss billiger gehen!

Der Anfang

als erstes benötigt man Behälter und Licht.

Licht
Normale Leuchten sind kaum für die Anzucht von Pflanzen geeignet. Spezielle Pflanzenlampen gibt es aber in allen erdenklichen Ausführungen im Internet zu kaufen. Leider gibt es keinerlei Hinweise, welche Leuchtmittel auch wirklich funktionieren. Ich habe mich dann für eine hochwertige Lampe für 35,- Euro entschieden mit der ich hauptsächlich meine Kaffeepflanzen durch den Winter bringen will und einen 2er-Pack einfacher Leuchten für 30,- Euro (15,- pro Leuchte).

Aufgehängt habe ich die Leuchten mit Mikrofonständern, da ich früher Beschallung gemacht habe stehen davon noch viele zur Verfügung.

Dank höhenverstellbarem Stativ und Längenverstellbarem Galgen ist man da sehr flexibel. Alternativ tut es natürlich jede andere Konstruktion mit der man die Leuchten aufhängen kann. Geschaltet wird das Licht mit einer Zeitschaltuhr. Bei mir in der Luxusausführung einer Fritz! DECT Funksteckdose. (Die lag noch rum).

Das waren dann auch schon alle Ausgaben für Hartware.

Die Bilder sind übrigens deswegen so lila-stichig weil die Pflanzenlampen überwiegend rotes und blaues Licht erzeugen.

Die nächsten Aufnahmen mache ich dann bei Tageslicht, versprochen.

Von aussen sieht das aus wie eine Drogenplantage, bin gespannt ob ich da mal Besuch von der Staatsgewalt oder potentiellen Kunden bekomme 🙂

Pflanzbehälter

Für die Bepflanzung gibt es unterschiedliche Meinungen ob es eher Tongranulat oder Bimsstein sein soll. Ich habe einfach beides gemischt.

Als Behälter für die Pflanzen verwende ich kleine Körbchen die ich mit meinem 3D-Drucker gedruckt habe.

Damit lassen sich alle möglichen Größen und Formen drucken und die verschiedenen Teile gut vergleichen.

Natürlich könnte man solche Pflanzenkörbchen einfach und billig kaufen. Allerdings eignen sich die Teile prima für Testdrucke und Optimierung des 3D-Druckers – man braucht viele davon und wenn der Druck nicht ganz so sauber ist macht es nichts. Ausserdem kann man Restfilament verdrucken für das man sonst keine Verwendung mehr hat. Und Spass macht das Selberdrucken auch nocht.

Gedruckt wird übrigens nur tagsüber, dann kommt der Strom von der PV-Anlage. Kostet nichts und schadet der Umwelt nicht.

Als Aufnahme für die Körbchen haben sich 1L-Eisschachteln als ideal herausgestellt.

Eine große Plastikbox für mehrere Körbchen ist mir zu unflexibel und lässt sich auch nur schwer woanders hinstellen oder öffnen wenn die Pflanzen mal gewachsen sind, da ist dann das Risiko groß daß man eine Pflanze beschädigt.

In die Eisschachteln passen immer 2 große Körbchen oder auch mehrere kleine. Da bin ich noch am experimentieren.

Damit bin ich startbereit. Fehlen nur die Pflanzen.

Pflanzen

Natürlich darf Salat nicht fehlen. Für die Aussaat habe ich ein altes Minigewächshaus mit Anzuchterde gefüllt und verschiedene Salat-Samen  ausgestreut. Aber das Keimen dauert viel zu lange. Was tun?

Ich bin dann einfach in den Garten und habe ein paar Erdbeerpflanzen ausgerissen und von Gurken und Tomaten ein paar Blätter abgerissen. Diese in mein “Anzuchtsystem” gestellt und schon ist es ein bisschen grün. Dazu habe ich noch 2 Minigurken gesät, 2 normale Gurken und einen Kürbiskern in die Erde gedrückt.

Nach ca. 1 Woche sind die Salat-Setzlinge so weit gekeimt und gewachsen daß man sie in die Körbchen umpflanzen kann. Leider gefällt denen das Umpflanzen nicht wirklich, die Hälfte hat es nicht überlebt.

Daher habe ich jetzt neuen Salat gesät und neben dem Anzuchtbeet einfach 5 Pflanzkörbe direkt mit Samen versehen. Mal sehen ob das funktioniert.

Die Kosten

Man kann natürlich viel Geld ausgeben oder sich auf das Wesentliche beschränken.

Bei mir stehen als Kosten die 30, -Euro für die Pflanzenleuchten auf der Liste, die andere Leuchte ist ja für den Kaffeestrauch und nicht für das Gemüseexperiment. Die Eisbehälter waren Abfall, für den Druck der Körbchen habe ich Restmaterial verwendet. Für 20 Körbchen Material und Energie um die 5,- Euro.
Die Samen mann man im Baumarkt kaufen oder im Internet bestellen. Insgesamt habe ich 3,- Euro ausgegeben und da sind noch viele Samen übrig, das reicht auch für das Frühjahr im Garten.
Fixkosten damit keine 40,- Euro wobei das Licht der größte Posten ist. Ohne Licht wären es keine 10,- Euro gewesen. Und statt der Körbchen hätte man auch alte Joghurtbecher recyclen können. Einfach rundum viele kleine Löcher reinstechen und man kann die Teile prima verwenden. Nur standen das leider keine zur Verfügung.
Laufende Kosten entstehen durch die Beleuchtung. 30 W (2x15W LED) x 15 Stunden sind groß 0,5kWh am Tag. Also ca. 15cent pro Tag. Ein großer Teil kommt von der PV-Anlage, ist also bei mir noch etwas weniger.

Für ein Experiment jedenfalls kann man das investieren.

Ob es Sinn macht? Billiger als Salat aus dem Supermarkt wird es vermutlich nicht. Aber gegen den Energieverbrauch für das Licht steht der Transport aus fernen Ländern und vieles wird auch dort in Gewächshäusern statt im Freiland angebaut. Daher vermute ich mal daß der Heimanbau die Umwelt eher geringer belastet als die Ware aus dem Supermarkt. Lehrreich ist es auf jeden Fall und Spass macht es auch.

Und garantiert 100% Gift- und Genfrei. Einziges Risiko ist natürlich daß alles vor der Ernte eingeht.

 

4 Wochen nach Start des Experiments

Ein vom Garten eingebautes Gurkenblatt hat mittlerweile mächtig Wurzeln ausgetrieben und fängt an, oben auszutreiben, sehr spannend. Was das wohl wird?

3 Tomatenästchen aus dem Garten sind ebenfalls angewachsen und treiben Wurzeln und teilweise neue Triebe aus.

Die selbst gesäte Wassermelone sieht wunderschön aus.

Die gesäten Minigurken haben sehr lange und dünne Triebe, immerhin wachsen sie in meinem Hydro-System.

Die Erdbeerpflanzen aus dem Garten wollen nicht ins Büro, von 4 eingepflanzen ist nur noch eine übrig.

Salat hatte ich um die 10 gekeimte Pflanzen, davon sind noch 5 übrig. Vermutlich habe ich es mit dem Giesen zu gut gemeint. Ein Salat sieht schon richtig gut aus, die 4 anderen scheinen zu wachsen. Von einer Ernte sind wir aber noch weit entfernt.

Salat, Gurken und Tomaten an Weihnachten aus dem Büro, das wäre ein Spass!

Das Experiment geht weiter.

 

3D-Drucker – Teil6: Druckjobs für den Nachwuchs

So ein 3D-Drucker ist ja ein tolles Gerät. Vor allem wenn man Nachwuchs im Grundschulalter hat.

 

Da tauchen dann schnell Wünsche auf was man so alles drucken könnte. Speziell vor Halloween könnte man wohl 3 Drucker gleichzeitig auslasten.

Passende Vorlagen findet man im Web, z.B. bei thingiverse.com in Hülle und Fülle.

Zuerst sind kleine Spass-Schocker im Druck, eine kleine Spinnenfamilie. Was man damit alles anfangen könnte – dem Nachbarn in den Briefkasten, an Kunden in den Briefumschlag, der Frau aufs Kopfkissen. 🙂

Für Spezialeffekte gibt es natürlich auch besondere Filamente für den 3D-Druck.

Die Spinnen in weiß gedruckt sehen auf der Monstera ja ganz nett aus.

(die Pflanze heisst tatsächlich so, passt ja zu Halloween – Monstera / Fensterblatt)

Aber erst wenn man das Licht ausmacht gibt es einen besonders coolen Effekt – das Filament ist nämlich luminiszierend!

Es leuchtet also nach, besonders toll wenn man es mit Schwarzlicht anstrahlt.

Die kleinen Spinnen lassen sich prima mit Nylonfäden unsichtbar aufhängen, z.B. vor der Haustür.

Auf die Klingel kommt eine Riesenspinne.

Ich halte von Halloween nichts und dieses nervige Klingeln und gierige Betteln nervt doch ziemlich. Wenn es doch wenigstens etwas originell wäre. Aber hier in Deutschland wurde anscheinend nur der “Klingeln und kassieren”-Teil des Brauchs übernommen.

Nach der Riesenspinne gibt es dann noch ein paar Skelette, Totenköpfe und sonstige lustige Dinge.

Leuchtende und im Wind wackelnde Skelette sehen sicher auch recht lustig aus.  Ein Totenkopf als Lampe steht auch noch auf der Liste. Eine “Skull lamp” im Voronoi Style (Gittermodelle mit viel Hohlraum, das gibt bei Beleuchtung nette Effekte).

Der Druck erfolgt mit PET-G, das gefällt mir deutlich besser als PLA, es ist stabiler und angeblich sogar lebensmittelecht (wobei es da sicher auch auf der Herkunft des Materials ankommt).

Vielleicht drucke ich ja auch noch einen Kürbis. Die Dinger sind aber im Original nicht teuer und der Druck in Originalgröße dauert doch recht lange. Vielleicht gibt es dann nur ein paar lustige “Extensions” für den Kürbis. Mal sehen.

Gedruckt wird mit meinem Creality CR-10 mit PET-G auf Ikea-Spiegel. Zur besseren Haftung ist das Druckbett mit Transferflolie beklebt (aus dem Werbetechnik-Bereich – wird sonst zum Übertragen von geplotteten Objekten verwendet)