Kategorie: Elektromobilitaet

Mein Blog-Bereich rund um Elektroautos, eBikes und alles was sich sonst elektrisch bewegt. Aber auch Blicke über den Teller-Rand.

Hyundai-Tag 2020 im Legoland

Am 27.9.2020 war Hyundai-Tag im Legoland Günzburg.
Hyundai ist Partner des Legolands und da gibt es einmal jährlich für Hyundai-Fahrer gratis Eintritt. Man muss aber schnell sein denn die Karten sind schnell weg. In 2020 war der Partnertag am 26.9. und 27.9.
Wir hatten Glück und haben Karten für den 27.9. bekommen.
Die Tage vorher hat es geschüttet, wie aus Eimern und es wurde richtig kalt. Mehrfach haben wir überlegt, die Fahrt abzusagen, aber glücklicherweise sind wir doch gefahren, denn es wurde ein total sonniger, schöner Tag.
Morgens musste man allerdings sehr warm angezogen sein, bei Außentemperaturen von 2°C.

Hier gibt es einen kleinen Erfahrungsbericht über die Autobahntauglichkeit eines Elektroautos. Kleine Fahrt von Ingersheim ins Legoland nach Günzburg und zurück (300km Gesamtstrecke ohne Laden).

Weiterlesen

Elektroauto-Langstrecke Teil2

Die Rückfahrt – 730km mit dem Elektroauto

Elektroauto-Langstrecke Teil2

Wenn man in den Urlaub fährt, muss man meistens auch irgendwann wieder zurück. So war dann auch bei uns der Urlaub nach ein paar schönen Tagen wieder zuende.
Im Gegensatz zur Hinfahrt, die wir mit einem Zwischenstopp in Hamburg in 2 Etappen gefahren sind, sollte es dieses Mal direkt von der Ostseeküste bis an die Haustüre gehen. Laut Navi 730 Kilometer.
Wir wollten um 7 Uhr losfahren, um dem täglichen Stau um Hamburg zu entgehen, aber irgendwie sind wir alle früher aufgewacht. Somit ging es dann bereits vor 6 Uhr los.
Angedacht waren 3 Ladestopps mit jeweils knapp 200 – 250km dazwischen.
Das passt auch ganz gut zu den Pinkelpausen, denn irgendwer muss nach 2-3 Stunden meistens auch aufs WC.

Elektroauto-Langstrecke Teil2

Mit 437km Reichweite ging es los. Wir hatten das Auto bei Ankunft an der Ferienwohnung voll geladen, waren dann aber 3x kleinere Strecken gefahren. Mit der geplanten Ladestrategie sollte der Akku locker ausreichen.

Weiterlesen

Langstrecke mit dem Elektroauto

1.500 Kilometer mit dem Elektroauto durch die Ladewüste Deutschistan.
Ein Abenteuer, das man mit einem Verbrenner-Fahrzeug so nicht erleben kann. Manche Menschen stellen sich das ungefähr so abenteuerlich vor, wie die erste Fahrt mit einem Automobil damals durch Bertha Benz. Da gab es ja auch noch keine Tankstellen, so wie es heute angeblich keine Lademöglichkeiten für Elektroautos gibt.

Teil 1 – Fahrt an die Ostsee

Es gibt viele Vorurteile gegen Elektroautos. Eines davon ist die Behauptung, dass die Fahrzeuge nicht langstreckentauglich sind.
Aber stimmt das so?
Wie immer will ich nicht einfach die Meinung anderer nachquasseln, sondern das einfach mal selbst erFAHREN.
Unsere bisher längste Strecke lag bei ungefähr 250km (eine Richtung, also 500km gesamt) mit Lademöglichkeit am Ziel. Längere Strecken mit der Notwendigkeit, unterwegs zu laden, hatten wir bisher noch nicht ausprobiert.
Jetzt standen über 700 Kilometer an und eine Woche später natürlich wieder zurück.

Weiterlesen

1 Jahr Hyundai Kona Elektro

1 Jahr Hyundai Kona Elektro

Unser Kona war Ende Januar das erste Mal bei der Jahresinspektion.
1 Jahr ist schnell vorbei. Zeit für eine erste Zwischenbilanz.

Inspektion und (keine) Mängel

Die erste Inspektion soll nach 15.000 km oder 1 Jahr durchgeführt werden, je nachdem, was früher eintritt.
Unser Kona hat nach 1 Jahr gerade einmal 8550 km auf dem Tacho.
Die Inspektion hat in Summe 97,- Euro gekostet. Davon sind 95,- Euro reine Arbeitszeit und 2,- Euro für Scheibenklar.
2,- Euro die mich ziemlich ärgern, denn das Wischwasser hatte ich vor der Inspektion bis zum Rand aufgefüllt. Anscheinend wird das (von vielen Autohäusern) pauschal auf die Rechnung gesetzt.

Mängel gibt es am Fahrzeug nach einem Jahr noch keine.
Die Wartungs-Checkliste wurde abgearbeitet und alles ist so weit in Ordnung.

Etwas nervig ist der harte Dichtungsgummi an der Heckklappe.
Sehr oft kommt es vor, dass die Heckklappe nicht richtig schließt und man nochmal auf und wieder zu machen muss. Das ist vor allem dann störend, wenn man schon eingestiegen ist und dann erst am Display erkennt, dass die Klappe nicht korrekt geschlossen ist.
Das ist wohl bei allen Kona so und eine Abhilfe scheint es nicht wirklich zu geben.

Ansonsten 1 Jahr Fahrfreude pur!

1 Jahr Hyundai Kona Elektro

Kostenfaktor

Die Betriebskosten des Elektro-Kona sind sehr gering.
Abgesehen von den 95,- Euro für den Jahres-Service wurde bisher 5x an kostenpflichtigen Ladesäulen geladen. Gesamtkosten 70,- Euro.
Zu Hause wurde nur wenig geladen, wenn der Akku für einen Ausflug bis zum Rand gefüllt sein sollte. Kosten für das zu Hause Laden ca. 30,- Euro.
Die meisten Ladungen wurden an kostenlosen Ladesäulen durchgeführt.
Parken ist in Ludwigsburg für Elektrofahrzeuge kostenlos (leider nicht in den Parkhäusern). Elektroautos sind auf 10 Jahre steuerbefreit. Für die Vollkasko-Versicherung sind 350,- Euro fällig. Sonstige Kosten sind nicht angefallen.
Damit sind für 8500 km reine Betriebskosten von 545,- Euro angefallen, oder 6,5 cent pro Kilometer. (Ohne Abschreibung und Wertverlust)
Das ist recht günstig.
Mit einem Verbrenner bei einem angenommenen Durchschnittsverbrauch von 7l/100km wären es schon 850,- Euro alleine für den Sprit gewesen. Dazu wäre der Service teurer, KFZ-Steuer wäre angefallen und auch Parkkosten.

Wenn in naher Zukunft vermutlich die kostenlosen Lademöglichkeiten wegfallen, dann kann man das Auto an der eigenen PV-Anlage für ungefähr 10 cent/kWh laden. Bei max. 20kWh/100km sind das Energiekosten von 2,- Euro auf 100km. (Verbrenner ab 12,- Euro/km).

Nachteile Elektrofahrzeug

Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob ein Elektroauto oder ein Verbrenner besser passen. Ein noch sehr gewichtiger Nachteil bei Elektroautos ist die fehlende Infrastruktur.
Das kann man bei meinen Berichten zu den Ausflügen in den Europapark oder auf den Feldberg lesen.
Viele Betreiber von Ladesäulen verlangen mittlerweile auch extrem hohe Gebühren für den Strom. Welche Kalkulation dahinter steht, kann ich nicht sagen. Es sieht doch sehr nach Abzocke aus, wenn auf einmal 79 Cent pro Kilowattstunde aufgerufen werden.
Damit ist die Fahrt mit dem Elektroauto teurer als mit dem Verbrenner.

1 Jahr Hyundai Kona Elektro

Ohne ausreichend Ladesäulen sind keine Fernreisen möglich.
Für die breite Masse ist die Elektromobilität auch 2020 nicht unbedingt zu empfehlen.
Für unsere Zwecke mit überwiegend Kurzstrecke und gelegentlichen Ausflügen ist ein Elektroauto aber die bessere Alternative.
Die reGIERung labert, macht aber hintenherum genau das Gegenteil, von dem was sie verspricht. Die Konsortien bauen Ladesäulen und greifen Fördergelder ab, blockieren dann aber den Zugang für bestimmte Fahrzeuge oder verlangen Wucherpreise. Ein Anbieter hat beispielsweise im Januar den Ladepreis von pauschal 8,- Euro auf 79 cent pro kWh angehoben, das wären bei benötigten 50kWh schlappe 40,- Euro für einmal “Volltanken”. Damit käme man auf der Autobahn ca. 250km weit. Bei 7l/100km kostet der Sprit für den Verbrenner nur 33,- Euro. Mit solchen Wucherpreisen wird das nichts mit der Energiewende.
Allerdings geht es hier auch um das “Aussperren” bestimmter Fabrikate, denn mit Kundenkarte bestimmter Fahrzeugmarken kann man im Roaming an denselben Säulen immer noch recht günstig laden.
Das wäre vergleichbar mit einer Tankstelle, die die Preise je nach Fahrzeugmarke zwischen 20cent und 5 Euro je Liter variiert.
Hier scheint sich die deutsche Industrie abschotten zu wollen.
Vielleicht ist es auch die pure Angst und Verzweiflung. Im Februar 2020 ist Tesla an der Börse mittlerweile mehr wert, als VW und BMW zusammen!

Die derzeitige Lade-Infrastruktur in Deutschland ist NICHT für den elektrischen Massenbetrieb geeignet!
Daran wird sich vermutlich auch die nächsten Jahre nichts ändern, wenn man als Beispiel Internet und Mobilnetz zum Vergleich heranzieht. Deutschland ist bei modernen Techniken ein Entwicklungsland. Unfähige Politiker, Konzerne die sich nicht einigen. Andere Länder zeigen, wie so etwas geht.

Wer sich ein Elektrofahrzeug kauft, sollte also genau überlegen, wohin er damit fahren möchte.

Umstieg auf einen Verbrenner?

Jetzt habe ich doch einiges Negative über Elektroautos geschrieben. Werde ich also in Kürze wieder auf einen Verbrenner umsteigen?

Mit Sicherheit nicht – Elektroautos sind – für unsere Bedürfnisse – einfach um Welten besser, als Verbrenner.

Man muss die Sache einfach differenzierter betrachten.
Der dämliche Streit zwischen Elektrobefürwortern und Petrolheads bringt nichts!
Sicher gibt es viele Menschen, für die ein Verbrenner die bessere Alternative ist, zumindest zur Zeit noch.
Bei allem, was ich in meinem Blog schreibe, gehe ich immer von unserem Standpunkt aus: Eigene Garage, hauptsächlich Kurzstrecke, Lademöglichkeit in der Garage.
Dafür ist das Elektroauto perfekt! Ein Verbrenner hat in dieser Anwendung nicht den Hauch einer Chance.
Wer in der bedauernswerten Situation ist, keine Lademöglichkeit zu haben, täglich 1000 Kilometer über die Autobahn fahren zu müssen, ein fettes SUV mit Knatter-Auspuff als Statussymbol zu benötigen, für den ist ein Elektroauto nichts.

Für die meisten “normalen” Autofahrer ist 2020 der Verbrennungsmotor auch noch besser geeignet, weil es einfacher und billiger ist. Das wird sich aber vermutlich in Zukunft ändern.
Da das aber von der (unfähigen) Politik abhängig ist, kann man hier nur schwer Voraussagen treffen.
Für immer mehr Menschen kann ein Elektroauto aber eine sehr sinnvolle Alternative sein.
Also Augen auf beim Autokauf!

Im Winter in ein zugefrorenes Elektroauto einsteigen. Heizung einschalten, 2 Minuten warten, die Frontscheibe ist frei und der Innenraum warm. Das schafft ein Verbrenner nicht.
Auch für Kurzstreckenfahrten sind Elektroautos ideal.
Für unsere Strecken von 2-5km kam mit dem Verbrenner vorher ein Verbrauch von 15l/100km zusammen, der Kona braucht 15kWh/100km, umgerechnet etwas 1,5l!
Das Elektroauto stinkt nicht, es knattert nicht, es rattert nicht. Man muss nicht an eine versiffte Tankstelle. Das Laden dauert nur Sekunden (Kabel einstecken, fertig). Es fährt sich viel entspannter.
Der Energieverbrauch unseres Kona liegt auf die 8500km im Schnitt bei 17kWh/100km, ein Verbrenner müsste also bei gleicher Effizienz mit 1,7l/100km fahren. Den Strom kann man selbst von der Sonne ernten. Man benötigt keine Scheichs, keine US-Flugzeugträger zum Schutz irgendwelcher Ölfelder. Zugegeben, die reGIERung greift mittlerweile auch bei Solaranlagen gerne zu und fordert für die Nutzung der Sonne Steuern, Umlagen und Abgaben.

Die Performance eines Elektroautos ist unvergleichlich besser als die eines Verbrenners. Der Kona bringt knapp 400Nm Drehmoment aus dem Stand – geräuschlos!

Elektro-Zukunft

Früher gab es Handy mit 2 Wochen Laufzeit. Dann kamen die Smartphones. Die mussten jeden Abend aufgeladen werden. Dafür hatten sie aber einen ungeheuren Mehrwert.
Ähnliches gilt für die Reichweite von Elektrofahrzeugen.
Wenn das Auto beim Parken eingesteckt wird (zu Hause, in der Firma, an öffentlichen Parkplätzen), dann ist es immer geladen. Unterwegs zu laden ist dann nur noch in Ausnahmen nötig. Dazu fehlt aber in Deutschland die Infrastruktur (andere Länder sind da deutlich weiter!).

Die deutsche Automobil-Industrie behauptet jetzt ganz frech, dass es doch “den sauberen Diesel” gäbe. Tatsächlich gibt es den seit über 10 Jahren! Autos werden in den USA mit einer viel besseren Abgasreinigung verkauft, als in Deutschland. Es wäre also möglich gewesen, das auch in Deutschland so zu machen. Man hat es aber aus Profitgier nicht gemacht. Lieber hat man dreckige Autos verkauft und dann einfach betrogen, das ist ja auch viel einfacher.

Selbst Ohne Betrug funktionieren die Abgasreinigungsanlagen übrigens sehr oft nicht. Im Winter werden die zum Schutz der Technik einfach deaktiviert – ganz legal! An einem kalten Januartag bekommt man an der Straße damit den ganzen Dreck ungefiltert ins Gesicht geblasen. Aber bald gibt es ja sowieso keine kalten Winter mehr.

Liebe Deutsche Autoindustrie, Ihr habt es einfach verkackt!

Die Zukunft fährt sicher nicht rein elektrisch. Aber der Anteil der Elektrofahrzeuge wird steigen und die Verbrenner werden im Individualverkehr immer weniger.

Verbrenner werden denselben Weg gehen wie Segelschiffe, Pferdekutschen, Dampflokomotiven.

Jeder sollte natürlich frei entscheiden dürfen, was er sich für ein Auto kauft.
Ich für meinen Teil bleibe bei Elektro und freue mich an der ruhigen und angenehmen Fortbewegung.

Meine Elektroauto-Galerie

1 Jahr Hyundai Kona Elektro
2006: Unser erstes Hybridfahrzeug – Verbrauch unter 5l/100km
1 Jahr Hyundai Kona Elektro
2015: BMW i3 – unser erstes reines Elektroauto – so geht Freude am Fahren!
1 Jahr Hyundai Kona Elektro
2018: Nissan Leaf 2.Zero (Rechts): Tolles Familien-Elektroauto. Aber ein Autohaus zum Davonlaufen und das Auto mit einem exotischen Ladestecker und Rapidgate (Probleme durch fehlende Batteriekühlung!)
1 Jahr Hyundai Kona Elektro
Nummer 5 lebt: Unser Hyundai Kona Elektro – endlich ein vollwertiges Elektroauto. 500 Kilometer Reichweite im Sommer, bis 400km im Winter. Über 200PS und 400Nm Drehmoment, ein Spassmobil für die Familie!






Elektrisch zum Feldberg

Elektrisch zum Feldberg

Vom 10.1.2020 bis 12.1.2020 waren wir mit unserem Hyundai Kona Elektro für ein Wochenende auf dem Feldberg im Schwarzwald.

Reichweitenschätzung

200 Kilometer Strecke sollten für heutige Elektroautos auch im Winter kein Reichweitenproblem darstellen.
Unser Hyundai Kona Elektro mit 64 kWh-Akku schafft im Sommer locker 400km, im Winter sollten es mindestens 300km sein. Das hat bisher auch immer ganz gut gestimmt, wie man an den Fahrten in den Europapark in Rust sehen kann.
Auf der Autobahn kann man im Winter mit 20-22kWh pro 100km rechnen. Aber wie sieht es aus, wenn es dabei auch noch den Berg hochgeht?
Unser Ziel, das Familotel Feldberger Hof, liegt auf 1277m üNN, unser Haus auf ca. 270m üNN, die Strecke hat also einen Höhenunterschied von ziemlich genau 1000m.
Die Entfernung liegt bei 200km.
Bei der Abfahrt zeigt unser Kona bei +4°C, voll geladen, eine Reichweite von 389km an. Diese Reichweitenschätzung basiert auf der bisherigen Fahrweise und Strecke.

Auf Landstraßen ist es meistens mehr, bei Autobahnfahrt und großem Höhenunterschied wird die Reichweite vermutlich deutlich geringer sein.
Wir fuhren freitagnachmittags direkt nach der Schule los auf die A81 in Richtung Stuttgart. Es war wie immer im Großraum Stuttgart sehr viel Verkehr, aber zum Glück war auf der ganzen Strecke kein Stau.
Die Strecke führte über 150 km Autobahn und 50 km Landstraße bis an das Hotel Feldberger Hof. Auf der Autobahn schwammen wir im Verkehr mit, das heißt Tempo 100 in Baustellen und bei dichtem Verkehr. Bei freier Strecke gerne auch mal 150 km/h. Wir sind nicht gerast, aber auch nicht geschlichen, der geladene Strom sollte locker ausreichen.

Nach 2 Stunden und 20 Minuten hatten wir unser Ziel erreicht. Für die Verkehrssituation war das ein recht guter Wert. Über die Strecke von 200 km haben wir 22 kWh/100 km benötigt.
Das ist bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, Autobahntempo und einem Anstieg von 1000 Höhenmetern besser, als ich es erwartet hatte. Der Kona zeigte noch 110 km Restreichweite an.
Theoretisch müsste man anschließend testweise den Berg wieder hinunterfahren, da benötigt das Auto dann keine Energie mehr, im Gegenteil: Bei Bergabfahrt wird bei einem Elektroauto, im Gegensatz zu einem Verbrenner, wieder Energie in den Akku zurückgespeist.

Ladesituation

Vor der Fahrt hatte ich im Internet recherchiert, wo man laden kann und was die beste Ladestrategie für die Reise ist.
Ich halte die Elektromobilität für eine Technik der Zukunft und will nie wieder einen Verbrenner fahren. Auch für die Umwelt sind Elektrofahrzeuge deutlich besser, als jedes Verbrennungsfahrzeug. Aber trotz Gerede der reGIERung, wird von öffentlicher Seite viel zu wenig für die Infrastruktur getan.
Ein Verkehrsmittel taugt nur dann wirklich für Langstrecke, wenn ausreichend Versorgungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Für normale Autos gibt es an der Autobahn ungefähr alle 50 Kilometer Tankstellen. Tesla hat mittlerweile auch eine sehr gute Abdeckung mit Lademöglichkeiten, den sogenannten Superchargern.
Die restliche Autoindustrie befindet sich noch im späten Mittelalter.
Wir fahren mit unserem Hyundai Kona zu 90% Kurzstrecke, dafür ist das Auto bestens geeignet. Aber es sollte auch langstreckentauglich sein.

Mit etwas Planung ist das auch kein Problem. Aber von einer elektrischen Mobilitätslösung für die Massen ist Deutschland noch weit entfernt. Auf der ganzen Strecke gibt es nur eine Raststätte, die mehr als einen Ladepunkt hat. Dazwischen stehen ein paar vereinzelte Ladesäulen, die man erst finden und dann hoffen muss, dass sie funktionieren. Man stelle sich das für Verbrenner vor: Es gibt nur eine Zapfsäule. Einzelne Ladesäulen können dann vielleicht auch defekt sein, zugeparkt, belegt oder sonst irgendwie nicht zugänglich. Darauf verlassen, dass man dort laden kann, sollte man sich nicht.

Dieser Rasthof mit den 4 Ladesäulen liegt für uns auch ziemlich ungünstig genau in der Mitte der Strecke. Das bedeutet Laden nach 100 Kilometer, wenn der Akku noch fast voll ist oder auf dem Rückweg nach 300 Kilometer. Da sind wir dann aber an der Reichweitengrenze. Beide Optionen sind nicht besonders gut.
Ideal sind für Elektroautos sogenannte Destination-Charger, also Lademöglichkeiten am Ziel. Entspannt ankommen, Auto einstecken und wenn man zurückfährt, ist der Akku wieder voll.
Die (wenigen) Schnell-Lader an der Autobahn braucht man dann nur, wenn die Strecke länger ist als man mit einer Akkuladung fahren kann.
Ideal wäre also eine solche Lademöglichkeit auf dem Feldberg…

Elektrisch zum Feldberg

Lademöglichkeit am Hotel.

Elektrisch zum Feldberg

Der Feldberger Hof wirbt damit, das erste klimaneutrale Hotel in Deutschland zu sein. Zusätzlich wird auch viel Wert auf Umweltfreundlichkeit gelegt. Da sollte man doch auch von einer vorhandenen Ladeinfrastruktur ausgehen. Aber leider gibt es im Hotel keine brauchbare Lademöglichkeit. Im Ladestellenverzeichnis bei GoingElectric wird als Lademöglichkeit eine einzelne Schuko-Steckdose aufgeführt. Bei einer Anfrage an das Hotel per eMail hieß es, das sei keine “normale” Steckdose, sondern speziell für Elektrofahrzeuge und eine Ladung sei für pauschal 20,- Euro möglich.
Vor Ort stellt sich dann heraus, dass es doch nur eine normale Steckdose mit 230V/10A ist.
Immerhin hängt dort ein Ladeadapter, der macht die Steckdose aber nicht zu einer “speziellen” Elektroladesteckdose. “Speziell” wäre eine sogenannte Wallbox.
Zudem ist der Zugang nicht reservierbar und Laden nur zwischen 22 Uhr abends und 9 Uhr in der Früh möglich.
Kurz überschlagen reicht die angebotene Lademöglichkeit über Nacht für maximal 20kWh (10 Stunden a 2kWh). Wir benötigen aber 40kWh für die 200km Rückfahrt. Man müsste also 2x darauf hoffen, dass die Lademöglichkeit verfügbar ist und dann morgens um 8 Uhr das Auto wieder umstellen. Bei 20,- Euro pro Ladevorgang wären das 40,- Euro, also 1,- Euro pro Kilowattstunde. Das ist ein heftiger Preis.
Vermutlich wird das Hotel im Einkauf weit weniger zahlen, als den aktuellen Haushalts-Strompreis von ungefähr 30 cent pro kWh.
Eine Alternative in der Tiefgarage an “irgendeiner” Steckdose ist leider nicht verfügbar.
Ein Elektroauto lässt sich problemlos an jeder Steckdose laden, aber natürlich darf man nicht einfach ungefragt irgendwo im Hotel einstecken. Da uns diese Möglichkeit verwehrt wurde, musste eine Alternative her.
Angesprochen auf die in der Buchungsbestätigung enthaltene Parkmöglichkeit “…oder im Parkhaus gegenüber”, hieß es, dass das eigentlich nicht üblich sei.
Eine brauchbare Lademöglichkeit für Elektroautos im Feldberger Hof kann daher mit Stand 12.1.2020 als quasi nicht vorhanden bezeichnet werden.

Elektrisch zum Feldberg


Wir entschieden uns, im öffentlichen Parkhaus gegenüber zu parken, dort sind 4 offizielle Ladepunkte mit je 22kW verfügbar.
Als ich an der Rezeption bekannt gab, dass die angebotene “spezielle” Steckdose und das kurze Zeitfenster (22h – 9h), in Verbindung mit der Nicht-Reservierbarkeit der Steckdose, uns zum Laden nicht ausreichen würde und wir ins öffentliche Parkhaus umparken würden, wurde uns (nach Rücksprache mit dem Backoffice) eine Parkkarte ausgehändigt. Damit durften wir dann von Freitag bis Sonntag im Parkhaus parken, das sparte uns die 13,- Euro Tagespauschale. Eine nette Geste, aber es wäre entspannter, wenn dem Gast von Anfang an eine brauchbare Lademöglichkeit angeboten würde, zumal ich bereits vorher per Mail angefragt hatte.

Lademöglichkeit am Feldberg

Elektrisch zum Feldberg

Im Parkhaus gibt es in der 4. Ebene 2 Ladeboxen mit je 2 Anschlüssen (Typ2, 20kW).
Die Ladeplätze waren am Freitag alle frei und erfreulicherweise auch am Sonntag, trotz vollem Parkhaus, nicht zugeparkt.
Betrieben werden die Ladesäulen von Energiedienst.de / NaturEnergie und als Strom wird, wie auf einem großen Aufkleber zu lesen ist, Wasserkraft aus dem Schwarzwald verwendet. Die Ladesäulen sind mit Steuergeldern vom Land Baden-Württemberg gefördert.
Die Platzierung direkt am Ausgang zum Skigebiet ist im Winter vermutlich etwas kritisch, da laufen die ganzen Skifahrer mit Skiausrüstung vorbei.
Ich habe daher auf einem der rückseitigen Parkplätze geparkt und den Kona an die Ladesäule gesteckt. Nur leider ließ sich die Ladebox nicht mit der ENBW-App freischalten. Obwohl die Ladestation in der APP aufgeführt wird, funktionierte es nicht. Mit angestecktem Kabel meckerte die APP “Ladepunkt belegt”, will man vor dem Einstecken freischalten, dann heisst es “Ladesäule nicht erreichbar”.
Alle 4 Ladepunkte waren NICHT freischaltbar. Das ist ärgerlich.
Auf der Webseite von Energiendienst.de/NaturEnergie kann man sich registrieren und dann für 59 cent pro kWh laden. Die aufgeführte Hotline war erst wieder am Montag erreichbar. Für Ladesäulen wäre eine Erreichbarkeit auch am Wochenende wünschenswert.
Ich überlegte und schaute auch kurz in meiner Plugsurfing-App. Zu meinem Erstaunen war die Ladesäule dort aufgeführt. 2 Tage vorher bei der Streckenplanung war die Säule dort noch nicht vorhanden. Mit dem Plugsurfing-RFID-Pin ließ sich die Säule dann auch problemlos freischalten und der Kona lud mit 7kW (das Auto kann an AC nur 1phasig laden, bei 22kW Ladesäulen damit max. 7kW). Immerhin, die Ladung war gestartet.
Allerdings war es doch etwas ärgerlich, dass die ENBW-App nicht funktionierte.
Damit hätte mich eine Kilowattstunde 29cent gekostet. Mit Plugsurfing sind wir mit 59cent beim doppelten Preis.

Preis-Roulette

200 Kilometer = 40kWh, das sind dann 12,- Euro pro 100km über Plugsurfing, über ENBW wären es 6,- Euro, am Hotel 20,- Euro.
Zuhause im Kaufland 0,- Euro, mit der eigenen Solaranlage 50cent. Man muss bei Elektrofahrzeugen also immer genau schauen, wo man lädt.
Mit einem Verbrenner hätten wir auf dieser Strecke wohl 8l/100km benötigt, das wären dann 12,- Euro/100km.
Zumindest für die Umwelt war es jedenfalls gut, dank Strom aus Wasserkraft lag der CO2-Ausstoß bei 0g/km.

Immerhin lud es, aber die erste Stunde vom Wochenende war bis zu diesem Punkt schon weg. Erholung ist etwas anderes.
Später hatte ich über die ENBW-App noch die ENBW-Ladekarte bestellt, vielleicht sind die Karten mit RFID zuverlässiger als die Apps auf dem Smartphone. Das kann ich dann das nächste Mal ausprobieren.

Volle Ladung

Elektrisch zum Feldberg

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, holten wir den Schlitten aus dem Auto und erleichtert registrierte ich, dass der Akku über Nacht voll geladen worden war.
Ich parkte das Auto um, damit auch andere laden konnten. Wir waren noch 3x am Wochenende am Auto (Schlitten ins Auto/aus dem Auto), dabei waren die Ladeplätze fast immer leer.

Einen eGolf habe ich an der Ausfahrt gesehen, ein belgischer Plugin-Hybrid stand am Sonntag neben einem Tesla an der Ladesäule.
Die Plugsurfing-App zeigt mittlerweile 45,6 kWh für 23,93 Euro an. Das ist ein stolzer Preis, mit der ENBW-App hätte es 13,25 Euro gekostet.
Es wären natürlich keine 45kWh nötig gewesen. Der Akku war ja nicht ganz leer, aber dann hätte man mitten in der Nacht (morgens zwischen 3 und 4) zum Auto müssen, das war es mir dann nicht wert.

Im Vergleich zu den 40,- Euro für 2x aufwändig im Hotel laden, war es trotzdem noch günstiger und auch deutlich komfortabler.
Vielleicht hätte das Hotel ja auch nur 1x laden berechnet, aber im Urlaub will ich nicht über den Preis verhandeln müssen, daher gehe ich von den 40,- Euro aus.
Da das Hotel ansonsten einen sehr angenehmen Aufenthalt mit allem Komfort bietet, ist das für Elektroauto-Fahrer doch recht enttäuschend, auch wenn es am Ende dann doch noch mit dem Laden funktioniert hat.
Für Service, Freundlichkeit und Erholungswert kann man dem Feldberger Hof glatte 100 Punkte geben. Aber nur, wenn man nicht mit dem Elektroauto anreist.

Es geht nicht darum, irgendetwas gratis abzustauben. Es fehlt einfach nur eine Möglichkeit, sein Auto zu laden. Das ist ein Service, der 2020 in jedes Hotel gehört. In ein 4 Sterne Hotel, das mit Umweltfreundlichkeit Werbung macht, auf jeden Fall.
Man braucht ja keine spezielle Steckdose. Für ein Hotel dieser Größe wären 10 herkömmliche Steckdosen in die Tiefgarage ausreichend. Damit wären mit “Ladeziegel” bei 2kW (das entspricht der Leistung eines Föhns) bei allen Elektroautos nach einem Tag die Akkus voll – ohne Umparken. Für die entsprechenden Parkplätze könnte man dann auch 10-20 Euro extra für das Laden verlangen. Aber die Einschränkung auf 22h Abends bis 8h in der Früh und dann nur eine Steckdose für das ganze Hotel, das ist schade.

Die Heimfahrt

Elektrisch zum Feldberg

Sonntagmittags ging es dann wieder in Richtung Heimat. Bei der Abfahrt aus dem Parkhaus machte sich dann recht schnell die Tatsache bemerkbar, dass man ein Elektroauto nicht oben auf dem Berg komplett voll laden sollte.
Immer wieder kam die Meldung “Rekuperation nicht möglich – Akku voll”.
Das ist natürlich kein Fehler, aber ein Hinweis, dass man Bergab jetzt wie bei einem Verbrenner mit den Bremsen sinnlos Energie vergeudet, anstatt diese, wie bei einem Elektroauto üblich, in den Akku zurückzuladen. Der Motor arbeitet in einem solchen Fall normalerweise beim Bremsen als Generator (Fachbegriff Rekuperieren).
Trotz dieser Energieverschwendung hatten wir auf den ersten 50km vom Feldberg bis hinab ins Tal und über die Landstraße zur Autobahn einen Verbrauch von 11kWh/100km erzielt.
Mit Rekuperation wären es vermutlich deutlich unter 10kWh gewesen. Hier sieht man deutlich den Vorteil eines Elektroantriebs bei Berg- und Talfahrt. Der Mehrverbrauch bergauf wird später bergab wieder eingespart.

Bei freier Autobahn und vollem Akku hatte ich dann auch keine Lust auf langsame Fahrt. Der Kona hat mit 395Nm ausreichend Drehmoment und zieht souverän bis 178km/h laut Tacho. Dann schlägt die Geschwindigkeitsbegrenzung deutlich spürbar zu. Schneller will das Auto nicht. Macht aber nichts, außer in Deutschland darf man so schnell sowieso nirgends fahren. Meistens ist das auf den vollen Autobahnen auch gar nicht möglich.

Kurz vor Böblingen war dann auch wieder auf 120 begrenzt und der Rest der Strecke erlaubt verkehrstechnisch kaum noch Geschwindigkeiten über 100km/h. Stuttgart ist umsonst die Stau-Hauptstadt Deutschlands.

Für 197km in 2:10 Stunden im Winter bei 0°C – 4°C Aussentemperatur sind 17,8kWh ein sehr akzeptabler Verbrauch. Das sind in Dinopampe (Benzin) umgerechnet ungefähr 1,8l/100km.

Fazit

Anfang 2020 ist Elektromobilität leider noch Nichts für die breite Masse. Ältere oder technisch unbedarfte Menschen wären vermutlich spätestens im Parkhaus an der Freischaltung der Ladesäulen gescheitert. Hier fehlt eindeutig eine einfache und überall identische Freischaltmöglichkeit. Es kann nicht sein, dass jeder Anbieter sein eigenes Ding macht.

Es geht auch anders.
Wer oft Langstrecke fährt, für den geht auch 2020 kein Weg an Tesla vorbei. Mit Elektroautos anderer Marken muss man eben vorab planen.
Für gelegentliches Reisen ist das durchaus möglich (und es soll immer besser werden – sagt die Industrie seit 5 Jahren).
Wir haben aber bewusst den Kona gekauft und keinen Tesla, denn hier im Großraum Stuttgart und bei Kurzstrecken kann der kompakte Hyundai Kona in den engen Parkhäusern seine Vorteile ausspielen.
Am Montag nach dem Ausflug gab es dann gratis Strom im Kaufland am DC-Schnell-Lader. Nach 30 Minuten wieder genug im Akku für die nächsten 2 Wochen.
Das Kaufland hat übrigens auch etwas davon: Seit dort die kostenlose Ladesäule steht, sind wir viel seltener bei Rewe, Lidl und Co. Effektiv verdient Kaufland also sicher an diesem Angebot.

An vielen Hotels fehlt vermutlich einfach nur das Wissen, wie man mit dem Wunsch nach Strom umgehen sollte. Dabei wird das Thema immer wichtiger und dürfte sicher auch die eine oder andere Hotelwahl beeinflussen.

Für den Sommer haben wir eine Ferienwohnung an der Ostsee gebucht. Da wurde uns bereits ein Parkplatz versprochen, an dem wir laden dürfen. Man habe das zwar bisher noch nie getestet, sei aber gespannt, wie das funktioniert und der Hausmeister würde das auf jeden Fall möglich machen. Dann muss nur noch die Strecke geplant werden, das werden schlappe 800 Kilometer quer durch Deutschland, also mindestens 3x Ladepause.
Ich werde berichten.



Ladewüste am Europapark

Teil2: Tote Ladesäulen laden schlecht!

Ladewüste am Europapark
Ziemlich viel los – wenn die Säule funktioniert

Am 3.Oktober 2019 wollten wir einen Tagesausflug in den Europapark unternehmen und uns dort mit Freunden treffen.
Da der Europapark keine Lademöglichkeiten für normale Besucher bietet (nur von Badenova für Hotelgäste oder beim reservierten Parken) und neben dem offiziellen Parkplatz nur 4 Ladepunkte von Badenova verfügbar sind (mit denen der Europapark wirbt, für die er aber bei Problemen nicht verantwortlich ist) sind wir sehr früh losgefahren.
Nach einer guten Anreise waren wir kurz vor 9 Uhr tatsächlich die ersten an der Ladesäule. Geparkt, Kabel eingesteckt, RFID-Karte an die Säule – lädt nicht!

Alle TOT!

Ladewüste am Europapark

Nach dem letzten Lade-Erlebnis am Hotel ging mein Puls gleich etwas schneller. Mit der Plugsurfing-App geschaut – nicht nur die eine Ladesäule war tot sondern beide. Also alle 4 Ladepunkte ausser Betrieb.
Und schlimmer noch – der Zustand bestand laut App bereits seit mindestens 2 Wochen!
Eigentlich ein Unding bei einer so stark frequentierten Ladesäule.

Wir waren Wochen zuvor eine Woche dort und ich habe das interessehalber öfter beobachtet: die Ladeplätze waren immer voll belegt, bei 6-7 Autos am Tag in 2 Wochen also sicher 100 Fahrzeuge die bis zu unserem Versuch am 3.10.2019 NICHT laden konnten.

Wieder ein Anruf bei der aufgedruckten Hotline: keiner da.

Was tun?

Nach kurzer Überlegung haben wir das Auto einfach angesteckt stehen lassen. Da die Säule seit über 14 Tagen defekt war hatte ich keine große Hoffnung daß diese gerade am Feiertag repariert würde. Aber falls doch konnte man die Ladung ja per App noch starten.

Keine Hilfe! Keine Kulanz

Am Haupteingang haben wir uns an die Info gewandt. Wieder das gleiche Spiel wie zuvor am Hotel:
sehr freundliches Personal aber die Ladesäulen werden zwar vom Europapark beworben aber nicht betrieben. Zuständig ist niemand. Wer mit dem Elektroauto anreist hat eben Pech gehabt.
Sorry Europapark: Ihr macht mit den Ladesäulen Werbung, dann solltet Ihr Euch darum kümmern. Die Säulen gehören mit zum Park-Erlebnis!

Auf die Frage ob wir einen Ladeversuch beim “reservierten Parken” starten könnten hiess es daß das gegen 25,- Euro Parkgebühr möglich sei. Auf unseren Einwand daß wir ja eigentlich nur laden wollten, für den normalen Parkplatz eine Jahres-Park-Karte besäßen und ob es nicht eine Kulanzlösung gäbe wurde leider abgeblockt: Für 25,- Euro Parken und laden, eine andere Option gibt es nicht.
Da diese Lademöglichkeit aber ebenfalls von Badenova betrieben wird und nach den Erfahrungen mit dem Laden am Hotel und jetzt an der Ladesäule haben wir dankend abgelehnt. Denn eine Garantie daß diese Lademöglichkeit funktioniert gab es nicht.
25,- Euro für einen Versuch der vielleicht auch nicht klappt war uns zuviel. Dann doch lieber ab und zu mit der App nachsehen ob sich was an der Säule tut und zur Not auf dem Heimweg laden.

Hotline bemüht aber nutzlos!

Ladewüste am Europapark
freundliche aber nutzlose Hotline

Beim Warten auf unsere Freunde mit denen wir uns verabredet hatten habe ich nochmal versucht die Hotline anzurufen. Es ging auch tatsächlich jemand dran.
Ich habe das Problem geschildert und angeblich war es dort noch nicht bekannt.
Dabei stand in der Plugsurfing-App ein Datum für “letztes erfolgreiches Laden” von vor 14 Tagen, erfolgreiches Laden in den letzten 7 Tagen: 0%.
In Goingelectric waren auch Fehler eingetragen, nur der Betreiber weiss von nichts? Seltsam.
Auf meine Frage was man denn da machen könne meinte der Hotliner: er würde das an Badenova weiterleiten, mehr könne er nicht machen.
Die Hotline war also anscheinend nicht einmal direkt vom Betreiber.

Selber schuld.
Man hätte es vorher wissen können – die Ladesäule per App auf Funktion prüfen. Aber wer geht denn schon davon aus daß alle 4 Ladeplätze ausser Funktion ist. Wir hatten daher nur daran gedacht früh loszufahren damit wir auch einen Ladeplatz bekommen.
Das nächste Mal sind wir schlauer. Alternativ könnte man kurz vor dem Park eine Ladepause am Schnell-Lader an der A5 einlegen.

Kein Laden!

Im Laufe des Tages habe ich immer mal wieder versucht, per App eine Ladung zu starten. Leider ohne Erfolg. Das ist sehr schade, denn der Europapark war wieder mal ein supertolles Erlebnis. Der aktuelle Halloween-Schmuck und die ganzen Attraktionen sind immer einen Besuch wert. Das mit dem Ladeproblem hat mich aber die ganze Zeit genervt.
Da wir am Tag der Deutschen Einheit natürlich auch das Feuerwerk angeschaut haben war die Abreise recht spät – mit halbleerem Akku.

Auf der Autobahn

Ladewüste am Europapark
Ionity-Lader

Der Kona hat einen 64kWh-Akku. Auf der Autobahn brauchen wir bei meiner Fahrweise mit Heizung im Spätherbst knapp über 20kWh/100km. Das sind ca. 40kWh für die Strecke oder ca. 2/3 Akku. Es fehlten damit ca. 20kWh. Dafür mussten wir auf der Autobahn eine Ladesäule finden.
Mit der Goingelectric und mit der ENBW-App habe ich die Raststätte Mahlberg Ost ausgewählt:
2x 50KW-Lader von ENBW
4x 4 Ultra-Schnell-Lader von Ionity.
Wenn kein LKW davor parkte sollte das doch klappen.

Peinlich für das Autoland

Kurz vor uns fuhr ein Elektro-Golf an eine ENBW-Ladesäule. Die zweite ENBW-Säule war leider defekt. Nicht ganz so schlimm, denn ich wollte sowieso die Ionity-Lader ausprobieren, der Kona sollte ja eigentlich bis 75kW laden können, die Säulen gehen sogar bis 350kW (passendes Auto vorausgesetzt.

Schon peinlich:
Deutschlands Milliardenschwere Energiefirma ENBW baut 2 50kW-Lader an der Rasthof, einer ist defekt. Bleibt eine Ladesäule übrig.
Das Zukunfts-Unternehmen Ionity, der Stolz der deutschen Autoindustrie schafft immerhin 4 Ladesäulen.
Und ein Stück weiter an der Autobahn stehen vom angeblich seit Jahren kurz vor dem Konkurs stehenden Autobauer Tesla schlappe 20 Ladesäulen. Natürlich alle voll funktionsfähig. Wobei das ja laut der deutschen Autoindustrie irgendwie garnicht möglich sein kann.

Und es lädt doch!

Ladewüste am Europapark

Immerhin – die Ionity-Säulen funktionieren problemlos. Man könnte pauschal für 8,- Euro laden.
Ich habe trotzdem die ENBW-App verwendet für 49cent/kWh. Die hatte ich schon öfters in Benutzung und um 20.30 Uhr wollte ich nicht auch noch experimentieren. Das Laden startete problemlos und die Ladeleistung stieg bis auf 58kW. Leider nicht bis zu den theoretisch möglichen 75kW, keine Ahnung ob es an der Säule lag, am Auto, an der Temperatur, am Mond.
Immerhin floss Energie in den Akku. Das war schon mal gut.
Frau und Kind gingen aufs WC, danach ich (wir wollten das Auto nicht alleine lassen). Da ich schon etwas müde war habe ich mir noch einen Cappuchino gekauft. Der war allerdings so heiß daß er die Ladezeit verlängert hat – ich musste einfach langsam trinken.
Nach 25min war der Akku bei 70%, der Cappuchino leer und die Leistung sank ziemlich rasch auf 35kW.
70% sollten für die Heimreise ausreichen. Auto ausgesteckt, der Ladevorgang hat 14 Euro gekostet, 10 fürs Laden 1 fürs Pinkeln und 3 für den Cappuchino (4 abzgl. 2x Pinkelgutschein)

Die Heimfahrt lief dann problemlos und es waren zuhause noch knapp 70km Rest-Reichweite im Akku. Soweit alles in Ordnung.
Der Stress müsste aber trotzdem nicht sein wenn es am Europapark zuverlässig funktionierende Lademöglichkeiten gäbe.
Als Beispiel kann ich nur immer wieder Efteling in den Niederlanden anführen: über 70 Ladepunkte, die sind der “Autonation” Deutschland um Lichtjahre voraus.
Am Freitag früh (4.10.2019) ging meine Frau ins Kaufland zum Einkaufen und Laden, jetzt sind wieder über 70% im Akku.
Die 4 Ladesäulen am Europapark sind auch heute noch per App als Funktionsunfähig gekennzeichnet.

Fazit

Für den Europapark ist das doch ein mehr als trauriges Ergebnis.
Da wird mit Lademöglichkeiten für Elektoautos geworben.
Die Lademöglichkeiten werden nicht vom Park betrieben sondern von Badenova.
Das ist zwar eigentlich egal. Aber es ist doch sehr schade daß die Ladesäulen anscheinend ziemlich vernachlässigt und dadurch unzuverlässig sind.
Und wenn man sich dann als Besucher des Europaparks hilfesuchend ans Personal wendet wird man abgewiesen mit der Begründung der Europapark wäre dafür nicht zuständig.
Lieber Europapark:
dann macht doch bitte auch keine Werbung damit!

Ladesäulen die “bereits länger” nicht richtig funktionieren (Hotel-Wallboxen) oder über 14 Tage komplett ausfallen (Ladesäulen am Sportplatz) sind nichts für das man Werbung machen sollte.

Auch wenn wir ansonsten vom Europapark restlos begeistert sind:
Elektroautos sind die Zukunft. Der Europapark sollte hier schnell nachbessern.
Schaut nach Efteling, die zeigen wie das geht.


Ladewüste am Europapark

Ladewüste am Europapark

Teil 1: Ladehemmung am Hotelparkplatz.

Die Elektromobilität verbreitet sich immer mehr. Allerdings gibt es auch einige Punkte die bei weitem noch nicht optimal sind und deutlicher Verbesserung bedürfen.
Heute will ich Euch von unseren Problemen mit dem Laden am Europapark in Rust erzählen.

Der Europapark in Rust ist Deutschlands größter und vielleicht auch schönster Freizeitpark. Der Park erhebt in seiner Werbung hohe ökologische Ansprüche. Nur die Elektromobilität ist dort leider noch nicht angekommen.
Der Europapark bietet aktuell im Oktober 2019 keinerlei Lademöglichkeit für Elektroautos an.
Damit ist er aber nicht alleine. Auch für den Erlebnispark Tripsdrill bei uns in der Nähe sind Elektroautos Neuland. Wer nicht mit dem Auto oder der Pferdekutsche anreist sondern mit einem eMobil darf dort nicht auf moderne Ladeinfrastruktur hoffen.
Ein Blick in die Niederlande zeigt daß es auch anders geht. Der Freizeitpark in Efteling bietet aktuell mehr als 50 Lademöglichkeiten. Da kann man bedenkenlos und ohne Vorplanung mit dem Elektroauto anreisen.
Der folgende Bericht handelt nur von der Ladesituation am Europapark.
Der Park selbst ist supertoll und jederzeit zu empfehlen.
Nur mit dem Elektroauto muss man sich bei Bedarf vorher eine Ladestrategie erarbeiten. Einfach anreisen, während dem Parkbesuch laden und dann wieder heimfahren geht leider nicht. Das ist so ähnlich wie beim Internet: Während der Rest von Europa Glasfaser nutzt gibt es in Deutschland noch weit verbreitet Steinzeittechnik auf Kupferbasis.

Ladewüste am Europapark

Lademöglichkeiten am Europapark in Rust

Am Europapark gibt es aktuell (10.2019) Lademöglichkeiten für Elektroautos für Hotelgäste (2 Ladepunkte pro Hotel – wobei die 2 Ladeboxen an denen wir standen für 2 Hotels waren – 2 Anschlüsse, 4 Parkplätze, also eigentlich nur eine Lademöglichkeit pro Hotel), 2 Lademöglichkeiten im Bereich “reserviertes Parken” und 2 Säulen mit insgesamt 4 Ladepunkten am Sportplatz hinter den normalen Parkplätzen. Alle diese Lademöglichkeiten haben aber gemeinsam daß sie NICHT vom Europapark angeboten werden. Bei Problemen fühlen sich die Mitarbeiter nicht zuständig und weisen nur darauf hin daß das keine Installationen des Europapark sind. Wer mit dem Elektroauto anreist ist selbst schuld. Irgendwelche Hilfe von Seiten des Parks bei Problemen ist nicht zu erwarten.
Eine solche Einstellung ist sehr schade.

Ladewüste am Europapark
So viel Energie – aber keine funktionierende Lademöglichkeit für E-Autos

Der Europapark Rust hat in 10.2019 keine Ladesäulen
(zumindest keine zuverlässig funktionierenden)
Konkret:
der Europapark wirbt mit Lademöglichkeiten.
Es sind Lademöglichkeiten vorhanden.
Diese werden aber NICHT vom Europapark betrieben.
Betreiber der Ladesäulen ist Badenova.

Bei Problemen ist der Europapark NICHT zuständig. Hilfe oder Alternative gibt es nicht, das Personal ist zwar sehr freundlich, es gibt aber leider niemand der sich auskennt. Elektromobilität scheint für den Europapark #Neuland zu sein.
Die bei Problemen vergeudete Zeit und der Ärger schmälern das Park-Erlebnis leider deutlich, auch wenn der Europapark sonst einer der besten Freizeitparks ist.

Ladehemmung am Hotelparkplatz.

Wir haben Jahreskarten für den Europapark. Unser Junior hat sich zum Geburtstag eine Übernachtung im Hotel gewünscht. Daher sind wir Anfang September 2019 von Sonntag auf Montag in den Europapark.
Ganz toll fanden wir die angebliche Lademöglichkeit auf dem Hotelparkplatz.
Allerdings verspricht die Werbung mehr als die Realität hergibt:
Nach einer problemlosen Anreise haben wir die Wallbox auch schnell am Eingang der Hoteltiefgarage gefunden. Karte geholt, eingesteckt und – nichts. Kein Ladevorgang.
Die Wallbox leuchtet in grüner Bereitschaft, eine Ladung findet nicht statt.
Da die Boxen keinerlei Anzeige haben habe ich den fatalen Fehler gemacht, im Auto den Bereitschaftsmodus herzustellen (Power-Knopf drücken).
Das Auto brachte darauf die Meldung “Für Fahrbereitschaft Ladekabel abziehen”. Nur – das Kabel liess sich nicht abziehen.

Dummerweise liesst sich der Bereitschaftsmodus auch nicht mehr beenden. Ein Druck auf den Power-Knopf brachte nach kurzem Neustart des Displays wieder die Bereitschaftsanzeige: “Für Fahrbereitschaft Ladekabel abziehen”. Das Auto liess sich nicht mehr ausschalten.
Das Ladekabel war verriegelt und liess sich nicht abziehen.
Da das Auto im Bereitschaftsmodus war liessen sich aber auch die Türen nicht abschliessen, das Auto stand offen – mit samt allem Gepäck, den Einchecken ging erst ab 14 Uhr.

Dieses Verhalten ist sicher auch mit ein Problem des Kona, das Auto sollte sich aus jedem Zustand ausschalten lassen.


Was tun? Es gibt eine Notentriegelung am Auto. Die sei aber sehr empfindlich und sollte wirklich nur im äussersten Notfall verwendet werden, so die Info aus dem Internet.
Eine auf den Ladeboxen ausgewiesene Hotlinenummer des Betreibers Badenova war natürlich am Sonntag nicht besetzt. Trotz mehrfachem Durchklingeln ging niemand ran.
Über den Wallboxen hing ein Sicherungskasten.
Ich bin also zum Hotel und habe dort das Problem geschildert und gefragt ob eventuell der Hauselektriker die Sicherung rausmachen könnte damit unser Kabel freigegeben wird.
Frau und Kind habe ich schon mal in den Park geschickt.
Der Elektriker kam nach knapp 30min zum Parkplatz.
Er hat die Sicherung entfernt und daraufhin liess sich das Kabel aus der Wallbox ziehen. Nur am Auto hing es immer noch fest.
Ich habe dann doch die Notentriegelung probiert und das Kabel aus dem Auto bekommen. Viel später habe ich dann im Internet von einem ähnlichen Problem gelesen und daß man beim Ausschalten in diesem Fall NICHT wie üblich zum Ein-/Ausschalten die Bremse drücken soll, dann würde es funktionieren. Narrensicher ist das leider nicht, zumindest war ich offensichtlich (laut Internet) weder der erste noch der einzige mit diesem Problem beim Kona.

Da wir aber die Ladung benötigten wollte ich im Beisein des Elektrikers noch einen Versuch starten. Netterweise hat er 5 Minuten seiner Zeit für mich geopfert.
Aber auch von ihm die Aussage: die Ladesäulen sind nicht vom Europapark, er kann mir da auch nicht weiterhelfen. Immerhin das mit den Sicherungen konnte er machen.
Alternativ hätte ich sonst noch die Ladesäule am Sportplatz oder auf der Heimfahrt an der Autobahn ausprobiert.
Auto ausgeschalten und abgeschlossen. Kabel angesteckt. Karte an die Ladesäule und – lädt!
Ich habe mich beim Elektriker bedankt und bin in den Park.
Die maximale Höchstladedauer beträgt 4 Stunden.
Das ist etwas stressig, denn die Säule kann maximal 11kW. Mit unserem einphasig ladenden Kona nur 3,5kW. In 4 Stunden also etwas über 12kWh. Das wird knapp für die Heimfahrt.
Zurück am Auto der Schock: es wurden genau 0kWh geladen. Die Ladung muss direkt nach dem Start wieder abgebrochen sein.
Am zweiten Ladeplatz stand ein i3, eingesteckt aber NICHT ladend (Säule grün statt blau)
Was tun – ich bin also wieder an die Rezeption und habe das Personal mit meinem Problem genervt. Ausserdem auf den i3 hingewiesen daß der Fahrer eventuell informiert werden sollte. Die Europapark-Mitarbeiter waren sehr freundlich, haben aber darauf hingewiesen daß der Europapark nur den Platz zur Verfügung stellt, die Ladesäulen sind NICHT vom Europapark und sie hätten damit nichts zu tun. Für einen erneuten Versuch wurden mir freundlicherweise erneut 4 Stunden eingeräumt.
Also Ladung erneut gestartet und wieder in den Park.

Hotline: Problem schon länger bekannt

In der Warteschlange des CanCan-Coasters (Dunkelachterbahn) klingelte plötzlich mein Handy. Irgendwer rief mich da an und beschwerte sich daß ich doch bitte die Musik ausmachen sollte damit man mich verstehen könne. Ich habe mir eine halbwegs leise Ecke gesucht und dann erklärt daß ich die Musik nicht ausmachen kann da diese vom Europapark kommt und wir in der Warteschlange stehen.
Der Anrufer stellte sich als ein Hotlinemitarbeiter von Badenova vor.
Als ich meine Probleme geschildert habe meinte er: “das ist in letzter Zeit öfters vorgekommen, anscheinend müssen wir da mal hin und die Wallboxen überprüfen“.
Das ist ja eine wirklich tolle Aussage: die lassen gammelige halbdefekte Wallboxen in Betrieb, nicht einmal das Hotelpersonal weiß von diesem Problem und die Ladekunden dürfen diese Nachlässigkeit ausbaden. Da wäre es besser die Boxen ganz abzuschalten. Das wäre weit weniger ärgerlich als die 1,5 Stunden vergeudete Zeit incl. Stress und Ärger.
Ich habe mitgeteilt daß unser Auto gerade “vielleicht” lädt und wir haben das Gespräch dann freundlich beendet, mehr ging sowieso nicht weil es in der Warteschlange einfach zu laut war. Machen konnte er am Sonntag auch nichts. Aber immerhin: es war doch kein Bedienfehler von mir.

Doch noch geladen

Nach den erlaubten knapp 4 Stunden standen wir gerade in einer Warteschlange. Also beim Hotel angerufen und gefragt ob man auch etwas überziehen könne, wir würden auch gerne auf dem Rückweg ins Hotel noch etwas essen. Antwort: kein Problem, das geht in Ordnung.
Nach insgesamt etwas über 5 Stunden zurück am Auto hatte die Ladung diesmal geklappt. Fast 20kWh geladen. Zwar nicht voll aber genug für die Heimfahrt. Ausgesteckt, umgeparkt und zurück ins Hotel. Neben dran stand ein Audi e-Tron – man ahnt es schon: eingesteckt aber NICHT ladend (Wallbox grün statt blau).
Später stand dann noch ein Tesla dort. Auch hier das gleiche: eingesteckt, nicht ladend. Die Wallboxen sind eindeutig defekt. Schade, dass das nicht entsprechend kommuniziert wird.
Da hatten wir wohl großes Glück, dass es bei uns beim letzten Versuch mit dem Laden geklappt hat.

Insgesamt hat mich der Spaß (Warten auf den Elektriker, hin und her am Empfang, aus dem Park, in den Park, usw. deutlich über 1,5 Stunden gekostet, die ich eigentlich lieber in den Parkbesuch investiert hätte.
Mit einer einfachen Tageskarte wäre der Ärger weit höher, aber auch so knapp 20% des Erlebnistags mit Warten und Ärgern verbringen ist kein schönes Erlebnis.
Für einen Park der bei allem auf 100% Perfektionalität setzt, ist hier deutlich Verbesserungspotential vorhanden.

Steckdosen statt Wallboxen!

2 Ladeplätze sind deutlich zu wenig.
Und wieso aufwändige Wallboxen mit Karten-Freischaltung bei denen man nach 4 Stunden den Park verlassen und umparken muss?
20 Parkplätze (oder nach Bedarf mehr) mit einfachen Steckdosen ausstatten. Hotelgäste sind sowieso über Nacht da, nach über 24 Stunden sind auch an einer normalen Steckdose alle Autos geladen.
Günstig, einfach, effektiv und funktional.
Und wenn bei 20 Anschlüssen einer ausfällt, gibt es noch 19 andere.
Genug für alle Elektroautos, bei Bedarf rüstet man Steckdosen nach. Umparken ist dann auch nicht mehr nötig.
Ausreichend Strom sollte im Europapark das geringste Problem sein.
Wenn es sein muss einfach eine Ladepauschale verlangen. Damit würde der Park jedenfalls weit besser fahren als mit diesen halblebigen Wallboxen.

Noch einen Ausfall gibt es in Teil 2

Mit dem Elektroauto in den Europapark

Mit dem Elektroauto in den Europapark

Heute will ich Euch einen kleinen Erfahrungsbericht von unserer Urlaubsfahrt in den Europapark geben. Von wegen #Reichweitenangst und ähnlichen Gespenstern.

Hat mir doch vor noch nicht allzu langer Zeit ein befreundeter Autohändler erzählt daß Elektroautos nichts taugen, er wäre von Ingersheim gerade mal bis Stuttgart gekommen (40km), dann wäre der Saft ausgegangen.
Solche Geschichten hört man leider immer wieder, daher hier mal ein paar Fakten aus eigener Erfahrung.

Mit dem Elektroauto in den Europapark

Die Fahrt

Mit dem Elektroauto in den Europapark

von Ingersheim über die A81 bis Leonberg, dann auf die A8 und A5 bis zum Europapark nach Rust (zu unserer Ferienwohnung) sind es ziemlich genau 190km, davon 5km Landstraße, der Rest Autobahn.

Wir haben unseren e-Kona das erste Mal seit dem Kauf zuhause in der Garage geladen. Das Auto sollte für die Strecke randvoll sein.

Normalerweise nutzen wir die Gratis-Ladung bei Kaufland &Co.
Zuhause laden ist kein Problem, aber wenn es woanders gratis ist?
Von Januar bis August bisher genau 0 Betriebskosten! Super!
Am Morgen der Abfahrt zeigte das Display eine Reichweite von 524km.
Das basiert allerdings auf der bisher gefahrenen Strecke und da waren wir kaum auf der Autobahn.
Ich schätze einen Autobahnverbrauch im Sommer 17kWh/100km und im Winter 20kWh/100km, damit sind im Worst-Case mindestens 300km möglich.
Zum Vergleich: das entspricht der Energie nach einem Verbrauch von 1,5-2l Sprit pro 100km!

Da wir sonntags gefahren sind waren zum Glück keine LKW unterwegs und die sonst ziemlich überlastete Strecke war erstaunlich gut zu fahren.

Entgegen der Meinung daß man mit einem Elektroauto schleichen muss bin ich ganz normal gefahren. Das heisst Tempo 120-140 laut Tacho und zwischendrin auch mal 170 wenn es die Strecke zuliess. Bei knapp 30°C war natürlich auch die Klimaanlage an, incl. Sitzkühlung.
Nach knapp 2 Stunden waren wir am Ziel, das Auto zeigte noch über 250km Reichweite an, bei “anständiger” Fahrt hätte es vielleicht ohne Laden hin und zurück gereicht. Das war aber garnicht der Plan.
Man kann mit einem Elektroauto problemlos längere Strecken in normaler Geschwindigkeit fahren. Zumindest mit dem Kona ist das kein Problem.

Und überhaupt das Fahren – mit dem Kona ein Traum.
Das Auto ist zwar klein aber durchaus Autobahntauglich. Dank der Batterie im Unterboden liegt es recht satt auf der Straße. Der Motor hat genug Power um aus jeder Situation kraftvoll zu beschleunigen. Aus der Lücke heraus einen Überholvorgang starten ist kein Problem.
Ich fahr eigentlich überhaupt nicht gerne Auto, vor allem nicht auf der Autobahn. Aber mit dem Kona kommt man total entspannt an. Vermutlich fehlt das Motorgebrumm das einen beim Verbrenner stresst und nervt. Mit Elektroantrieb ist man einfach gelassener unterwegs.

Auf der Rückfahrt waren wir übrigens noch flotter unterwegs, die Heimat zieht einen einfach an. Für 190km haben wir genau 1h37min benötigt. Für ein e-Auto auf der Strecke sicher nicht schlecht.

Laden

Es ist erstaunlich wie schnell die Anzahl der Ladesäulen zunimmt.
Im Europapark stehen aktuell 2 Säulen für 4 Fahrzeuge bereit.
(im Bereich der Hotels gibt es noch mehr)
Allerdings scheinen diese gut besucht zu sein. Wenn man früh kommt ist das aber kein Problem.

Es handelt sich um einfache 22kW-Säulen mit Typ2-Anschluss. Ladekabel muss man selbst mitbringen.
Unser Kona kann nur 1phasig laden, mit dem Standardkabel schafft er dabei 4kW. Mit einem besseren Kabel (vom BMW i3 mit 32A) bringt die Ladesäule 7kW.
Die Säule hat leider keinerlei Information oder Anleitung. Wie das mit dem Laden funktioniert muss man selbst herausfinden.
Betreiber der Säule ist Badenovia.
Zum Glück hatten wir uns vorher informiert und einen Plugsurfing-Chip dabei.
Einstecken, Chip auf das RFID-Feld legen , Ladung startet.
Zum Beenden wieder den Chip auflegen, Kabel einpacken, fertig.

Das Laden kostet 3,- Euro Startgebühr und 0,05cent (Richtig – einen halben cent!) pro Minute.
Vermutlich geht man beim Betreiber davon aus, daß niemand zwischendurch den Park verlässt um das Auto umzuparken.
Das ist sehr fair und angenehm, aber dadurch dürften es auch gerne ein paar Ladepunkte mehr sein. Anständige Elektroauto-Fahrer die diese “Parkmöglichkeit” ausnutzen sollten ihre Handynummer am Auto hinterlassen falls jemand mit Ladenot ankommt. Dann kann man kurz raus und umparken – dann allerdings werden zusätzlich 7,- Euro Parkgebühr fällig. Wird wohl nicht jeder machen (bei uns kein Problem, wir haben eine Jahres-Parkkarte)

Unsere erste Ladung brachte 40kWh in den Akku. Gemessen an der Ladesäule also incl. Ladeverlust. Das Auto hat einen Verbrauch von 17kWh/100km angezeigt. Die Werte passen ganz gut. Das wären dann so ca. 34kWh + Ladeverlust.
Gekostet hat das Laden incl. Parken 5,20 Euro.

Mit dem Elektroauto in den Europapark

Das ist damit billiger als normales Parken auf dem regulären Parkplatz, da kostet der Tag nämlich 7,- Euro. Ich weiss nicht ob der Porsche-Fahrer auf dem Foto das einfach frech ausgenutzt hat oder wieso das Auto da stand.
Jedenfalls war das Auto nicht angeschlossen, es sind nur 4 Anschlüsse vorhanden aber 5 Parkplätze. Da er keinen Ladevorgang gestartet hat hat er wohl garnichts fürs Parken bezahlt. Von den Reichen kann man das Sparen lernen. Porsche für einen deutlich 6stelligen Betrag fahren aber zu geizig um die Parkgebühr auf dem regulären Parkplatz zu bezahlen. Zudem war das ein Hybrid-Fahrzeug, mit solchen Kisten sollte man keine Ladesäulen zuparken. Aber ich will hier keine Vorurteile aus der Schublade ziehen, vermutlich gab es wichtige Gründe daß der genau so da stand. (Man beachte den Stroh-Hut hinter der Scheibe)

An der Säule standen übrigens fast immer überwiegend Schweizer Elektrofahrzeuge.

Da wir sowieso Jahreskarten gekauft haben und eine ganze Woche dort waren (4 Tage im Park) haben wir auch eine Park-Jahreskarte mitgekauft.
Unnötig Ladeplätze belegen ist etwas unsozial. Vor allem wenn andere dadurch nicht Laden können die darauf angewiesen sind.
In der Woche haben wir 2x geladen, das ging problemlos. In der Ferienwohnung hätten wir auch laden dürfen, ausserdem gibt es an der Strecke mittlerweile einige Schnell-Lader. Man muss also keine Angst haben irgendwo mit leerem Akku zu stranden.
Ich hätte gerne auch noch einen Schnell-Lader ausprobiert. Aber wenn der Akku einfach immer voll ist? Das muss ich für später mal zurückhalten.

Beim Anblick des normalen Parkplatzes bin ich allerdings ins Grübeln gekommen. Das dürften weit über 5000 Stellplätze sein.Wie lange das wohl dauert die alle mit Steckdose zu versehen?
Da sich die Menschen vermutlich überwiegend den ganzen Tag im Park aufhalten dürften hier Anschlüsse mit 4-6kW locker ausreichen.
Bei 5000 Fahrzeugen ist das eine Menge Strom.
Keine Ahnung wieviel Strom der Park für seine Attraktionen verbraucht, aber technisch möglich sollte das wohl sein. Man könnte ja mal mit einer Reihe anfangen, so 20-50 Ladepunkte.

Entgegen der Meinung vieler “Experten” muss das ja aber nicht morgen funktionieren sondern kann im Laufe der Zeit ausgebaut werden.

Mit dem Elektroauto in den Europapark

Kleine Anekdote zum Park:
Früher sind wir mit dem Verbrenner in den Park gefahren und fanden dort die elektrischen Fahrgeschäfte toll. (die sind immer noch toll)
Dieses Jahr waren wir mit dem Elektroauto dort und das erste Fahrgeschäft waren Rennwagen mit Verbrennungsmotor!
Die Fahrzeuge hatten vermutlich Dieselmotoren.
Als unser Junior nach seiner Runde zurückkam meinte er: “als ich Gas gegeben habe hat das geknallt und gerattert, ausserdem stinkt es. War schon ziemlich cool, aber Elektro ist besser”.

Mit dem Elektroauto in den Europapark

Abstecher nach Freiburg.
Für den Europapark braucht man locker 3 Tage bis man alles gesehen und ausprobiert hat. Wer länger dort ist, dem kann ich einen Ausflug nach Freiburg empfehlen. Die Innenstadt ist weitgehend Autofrei, sehr angenehm. Und die Sonnensiedlung (incl. Sonnenschiff und Heliotrop) sind sehr beeindruckend. Umweltfreundliches und energieeffizientes Bauen ist möglich – wenn es denn gewollt ist!
Besonders beeindruckend ist die Ruhe in dieser Siedlung. Mitten in der Stadt!

In Freiburg ist sowas anscheinend ganz normal, zuhause gehöre ich mit meiner Fassaden-PV-Anlage und dem Elektroauto zu den “Durchgeknallten”.
Die meisten nehmen da lieber den Steckdosenstrom, da muss man nicht so viel nachdenken.

Fazit

2019 – die Reichweite von Elektrofahrzeugen entwickelt sich rasant.
2015 mit dem i3 waren 100km schon grenzwertig, 2018 mit dem Nissan Leaf lag die Grenze bei 200km und in 2019 mit dem Kona sind 300km mit großer Reserve locker drin, bei anständiger Fahrt auch 400km und mehr am Stück. Und Lademöglichkeiten gibt es immer mehr.
Mittlerweile sind die Autos auch problemlos langstreckentauglich. Tagesausflüge sind kein Problem, mit der Ladung am Ziel spart man sich die Zeit fürs Tanken.
Ein paar Sekunden fürs Einstecken, fertig. Keine versiffte Tankstelle mit giftigen Dämpfen. Umweltfreundlich mit deutlich weniger Energieverbrauch als beim Verbrenner, idealerweise kommt der Strom aus erneuerbaren Quellen. Der Europapark hat beispielsweise am Parkplatz ziemlich viele Solarmodule!

Mit Jahreskarten werden wir den Ausflug zum Europapark sicher noch ein paar Mal wiederholen. Auch im Winter – ich werde dann ergänzen wie es im Dezember bei kälteren Temperaturen aussieht.

Wasserstoff – das ewige Zukunftskonzept

Wasserstoff - das ewige Zukunftskonzept

Elektroautos sind böse. Batterien sind umweltschädlich.
So steht es in allen Medien. Und es ist sogar etwas Wahrheit dabei.

Kein Auto ist wirklich umweltfreundlich.
Für Herstellung und Betrieb von Fahrzeugen werden jede Menge Energie und Ressourcen benötigt. Das gilt aber für alle Fahrzeuge!

Leider unterschlagen die Medien die Information daß Verbrennerfahrzeuge noch viel umweltschädlicher sind als Elektrofahrzeuge.

Das immer wieder aufblubbernde Gerücht daß Wasserstoff das Allheilmittel der Zukunft sei wird leider immer wieder von ahnungslosen Zeitgenossen ohne Nachdenken nachgeplappert.

Ist ein Auto mit Wasserstoffantrieb wirklich umweltfreundlicher als ein Auto mit Batterieantrieb?

Zuerst mal eine Klärung:
Die Frage enthält bereits 2 Inhaltliche Fehler:
es gibt weder Autos mit Wasserstoffantrieb noch mit Batterieantrieb. Wasserstoff ist ein Energieträger und Batterien sind Energiespeicher.
In beiden Fällen handelt es sich um Elektroautos (Wasserstoff kann natürlich auch direkt im Motor verbrannt werden, in der Regel meint man aber Fahrzeuge mit Brennstoffzellen die aus Wasserstoff elektrische Energie erzeugen)
Beide Fahrzeugarten sind daher Elektrofahrzeuge, nur die benötigte Energie wird unterschiedlich gespeichert.
Da Brennstoffzellen kompliziert und aufwändig sind ist das System meistens klein ausgelegt und reicht in der Regel NICHT für den durchgehenden direkten Antrieb.
Für Leistungsspitzen wird Strom auch hier in Batterien zwischengespeichert. Nur sind diese Batterien erheblich kleiner als bei einem reinen BEV (Battery-Electric-Vehicle = Elektroauto mit Batterie (eigentlich Akku). Wasserstoff-Fahrzeuge sind genau genommen auch Elektrofahrzeuge, nur eben mit kleinem Akku und einem Range-Extender der mit Wasserstoff betrieben wird (könnte man alternativ auch mit Gas oder Benzin betreiben, wie z.B. beim BMW i3 (REX).

Wasserstoff - das ewige Zukunftskonzept

Elektroautos sind der Untergang (?)

Seltsamerweise liest man immer daß “wenn alle jetzt sofort ein Elektroauto hätten” unsere Stromnetze zusammenbrechen würden.
Niemand berücksichtigt, daß diese Autos erst mal produziert und verkauft werden müssen. Das ist ein langsamer Prozess der sich über viele Jahre hinzieht. Bis es über 50% Elektrofahrzeuge gibt kann man auch das Netz ausbauen und die Kapazität anpassen – wenn man es denn auch politisch will.
Wenn alle Menschen bei Aufkommen des iPhones sofort von Mobiltelefon auf Smartphone umgestiegen wären, das wäre dem Netz auch nicht gut bekommen. Aber über die Jahre wurde es ausgebaut. Genauso ist das auch mit der Energiewende möglich.

Selbst bekannte Fernseh-Professoren entblöden sich nicht, irrsinnige Behauptungen aufzustellen und das Volk plappert einfach nach.
Ein Beispiel:
Da wird in einem Film im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen davon gefaselt daß in “deutschen Elektrofahrzeugen” durchschnittlich Akkus mit 100kWh verbaut werden.
Zum aktuellen Zeitpunkt (7.2019) gibt es aber kein einziges DEUTSCHES Elektroauto mit 100kWh-Akku. Die Sendung erzählt Mist!

Der BMW i3 hat in der aktuellen Version einen 40kWh-Akku und selbst der neue Audi-Panzer hat in der größten Version nur 85kWh. Viel mehr deutsche Elektroautos gibt es am Markt nicht.
Die größten Elektrofahrzeuge ausländischer Hersteller liegen zwischen 64kWh (Hyundai Kona) bis 100kWh beim Tesla in der größten Version. Im Schnitt sind wir aber noch bei deutlich unter 50kWh.

Im gleichen Film heisst es dann daß die Lichter ausgehen wenn eine Million Elektroautos gleichzeitig mit 350kW laden wollen.
350kW kann derzeit kein einziges Elektroauto dauerhaft laden und die Fahrzeuge die das als kurzzeitige Spitzenleistung können kann man an einer Hand abzählen. Akkus kleiner 50kWh wären bei dieser Ladeleistung in kürzester Zeit voll wenn sie nicht vorher platzen.
Bei einem Verbrauch von 15kWh pro 100km käme man bei einer Stunde Laden mit 350kW 2300km weit. Das ist mehr als einmal quer durch Deutschland und zurück. Abgesehen vom technischen Schwachsinn (dafür bräuchte man einen 350kWh-Akku der die Energie auch in der Zeit aufnehmen kann) ist das einfach nur Sensations-Hascherei.
90% der Zeit stehen Autos nur rum, sei es zuhause oder bei der Arbeit.
Würde man vernünftigerweise Parkhäuser oder Firmenparkplätze mit Steckdosen ausstatten, dann könnte man die Autos problemlos während der Arbeitszeit oder über Nacht ausreichend aufladen und die Belastung wäre kaum höher als mit einem Haarföhn. Ausserdem könnte man mit entsprechend smarter Technik die Autos für die Entlastung der Netze verwenden. 1000 (oder mehr) Elektrofahrzeuge auf den Firmenparkplätzen von Bosch, Daimler oder sonstigen großen Betrieben überdacht mit Photovoltaik würden in der Summe die Kapazität eines Kraftwerkes ergeben. Bei zuviel Strom kann man die Akkus laden, bei zuwenig Strom entladen. Das könnte Netzschwankungen problemlos ausgleichen. Man muss es nur wollen und machen.
Den benötigten Füllstand des Akkus bei der Abfahrt könnte jeder per App angeben, die meisten Zeitgenossen daddeln ja sowieso dauernd am Handy. Für die Nutzung des Akkus als Puffer könnte man Anreize (finanziell oder sonst irgendwie) schaffen, bei Firmenwagen wäre es noch einfacher.

Wasserstoff fällt nicht vom Himmel.

Als Allheilmittel wird immer der Wasserstoff-Antrieb ins Spiel gebracht.
Wobei wie bereits geschrieben das Fahrzeug nicht mit Wasserstoff angetrieben wird. Der Wasserstoff speichert nur die benötigte Energie, diese wird in einer Brennstoffzelle in Strom umgewandelt, mit dem Strom wird dann ein Elektromotor angetrieben. Als Puffer kommt auch hier ein Akku ins Spiel, nur eben deutlich kleiner. Dafür ist das Gesamtkonzept um einiges komplizierter. Dazu später mehr.

Wasserstoff ist sehr reaktionsfreudig. Daher kommt er in der Natur in reiner Form auch nicht vor. Man kann ihn nicht einfach wie Öl aus dem Boden pumpen und auch das Speichern ist extrem schwer da er gerne mit anderen Stoffen reagiert oder sich einfach verflüchtigt.

Immerhin – Wasserstoff führt im Schadensfall maximal zur Explosion und nicht zu weiträumigen und langjährigen Umweltschäden wie bei Öl, Benzin oder Diesel.

Wasserstoff muss aufwändig produziert werden.
Und dafür benötigt man in der Regel elektrischen Strom.
Der Wirkungsgrad von der Wasserstoff-Erzeugung über die Speicherung, Transport, Lagerung, Betankung und wieder Umwandlung zum Antrieb ist dabei irrsinnig gering.

Bereits hier sieht man den Widerspruch:
Für reine Elektrofahrzeuge ist angeblich nicht genug Strom vorhanden.
Dieselbe Menge Fahrzeuge betrieben mit Wasserstoff sind aber angeblich die Alternative. Bei einer 3x geringeren Energie-Effizienz bräuchte man aber 3x soviel Energie. Woher soll die auf einmal kommen? Fällt die vom Himmel?

Wasserstoff muss transportiert werden.

Das Stromnetz erlaubt heutzutage, dass man ein Elektroauto fast überall aufladen kann. Es reicht eine einfache Steckdose.
Wasserstoff kann man aber nicht aus der Steckdose zapfen.
Dafür benötigt man Tankstellen. Und die müssen beliefert werden.
D.h. Wasserstoff muss mit Tanklastern transportiert werden.
Diese Tanklaster benötigen ebenfalls Energie, Wasserstoff muss unter Druck und gekühlt transportiert werden, das Umpumpen zwischen den Tanks bei der Herstellung, beim Transport, bei der Tankstelle und ins Auto benötigen ebenfalls Unmengen Energie.

Auch wenn es heißt, Wasserstoff-Tanks in den Autos wären sicher – wie sieht es mit den Tanklastern aus, die riesige Tanks mit flüssigem Wasserstoff über die Autobahn kutschieren? Gesteuert von Fahrern die nebenbei mit dem Handy daddeln, vielleicht nicht ganz nüchtern sind oder gerade die Fußnägel schneiden, wenn vor ihnen ein Stauende auftaucht. (Alles schon passiert, mit Wasserstoff wird das sicher interessant).

Wasserstofftankstellen sind aufwändig.

Die Betankung eines Wasserstoff-Fahrzeuges erfolgt mit 700 Bar!
Dazu muss das Gas komprimiert werden. Das kostet viel Energie und Zeit. Ein Durchsatz wie bei einer herkömmlichen Tankstelle ist derzeit nicht möglich. Bei einigen Tankstellen in der Nähe zu Wohnbebauung musste der Betrieb zeitlich eingeschränkt werden weil die Systeme zu laut sind! Und ganz ehrlich – wer wollte in der Nähe einer Wasserstoff-Tankstelle wohnen?

Tankrüssel mit 700Bar mögen im Probebetrieb problemlos laufen. Aber wie sieht es aus wenn Hinz und Kunz an die Tankstelle fahren? Ab und an fällt vielleicht mal der Schlauch auf den Boden. Eine kleine Delle am Zapfhahn bei 700Bar Druck? Sicher kein Problem, das hat man alles im Griff.

Eine Bombe unter dem Rücksitz?

Bei Elektrofahrzeugen liest man immer wieder Horrorgeschichten über Batteriebrände. Dass es prozentual deutlich mehr Brände von Verbrennerfahrzeugen (da passt die Bezeichnung) gibt, wird unterschlagen.
Aber wie sieht es bei Wasserstoff-Fahrzeugen aus?
Mit einem Tank mit 700Bar Druck? Alles sicher – sagen die Hersteller. Das hat aber Boeing bei der 737-800 Max auch behauptet. Ich sehe das etwas kritischer. Bisher konnte mich noch niemand überzeugen, dass so ein Tank wartungsfrei über ein Fahrzeugleben von 10 bis 20 Jahren absolut sicher ist.

Wasserstoff kann man mit Überschuss-Strom erzeugen.

immer wieder kommt das Argument, man könne Wasserstoff mit Überschuss-Strom erzeugen, daher wäre das praktisch ein Abfallprodukt und damit viel besser als alles andere.
Für BEV reicht es nicht wegen Strommangel, aber für die Wasserstofferzeugung nimmt man Überschuss-Strom? Seltsame Argumentation.

Tatsächlich stehen im Norden oft Windräder still, weil zu viel Windstrom produziert wird und das Netz das nicht aufnehmen kann. Power to Gas oder Power to Liquid ist eine tolle Sache. Nur könnte man denselben Strom auch zur Ladung von Elektrofahrzeugen verwenden. Oder man speist den erzeugten Wasserstoff ins Erdgasnetz ein, evtl. vorher noch entsprechend aufbereitet und in Methan umgewandelt.
Jetzt kommt sicher das Argument, dass man einen Netzausbau benötigt, um den Strom in den Süden zu transportieren.
Klar, in Norddeutschland lädt man keine Elektroautos und der Wasserstoff springt ohne Übertragungsmedium von Hamburg nach München.
Den Wasserstoff müsste man natürlich auch erst von Nord nach Süd transportieren – mit hohem Energieverlust und mit erheblicher Belastung der Verkehrsinfrastruktur.
Denn der Transport würde vermutlich mit Tanklastern durchgeführt. Leider kann ein Laster vergleichbar deutlich weniger Wasserstoff transportieren als Benzin oder Diesel. Für die Umstellung auf Wasserstoff müssten also deutlich mehr Tanklaster auf die ohnehin verstopften Straßen.

Wasserstoff ist interessant als Beimischung

Meine Meinung:
Wasserstoff ist interessant als Beimischung, z.B. im Erdgas-Netz (leider kann man nicht beliebig viel beimischen). Im Verkehr gibt es sicher sinnvolle Anwendungen. In LKWs bei denen die Tankgröße im Verhältnis zum Fahrzeug nicht besonders ins Gewicht fällt. Bei der Bahn auf Strecken die nicht elektrifiziert sind oder als Alternative zu Diesel-Lokomotiven.
Ebenso sind Busse mit Wasserstoffantrieb sicher eine Überlegung wert.
Für stationäre Anwendungen und als Energiespeicher (Überschuss-Energie) ist Wasserstoff hochinteressant.

Als Alternative zum Elektrofahrzeug im Individualverkehr sehe ich Wasserstoff aber nicht.

Die Reichweite von BEV-Fahrzeugen liegt bei aktuellen Modellen bei 400km im Sommer/300km im Winter. Bis in 5 Jahren gibt es sicher Fahrzeuge mit der doppelten Reichweite (wenn man das überhaupt benötigt). Mit Wasserstoff kommt man auch nicht weiter, ist aber unflexibler weil es kaum Tankstellen gibt.
Gut, das kann man ausbauen, das geht aber bei Elektroladesäulen auch. Und die kann man an jeden Parkplatz stellen, da benötigt man keine riesige Fläche für eine Tankstelle.

Einzige Gründe für Wasserstoff bei PKWs:
1. Die Konzerne wollen die Verbraucher weiter abhängig halten.
Das geht bei Strom aber nicht, den gibt es an jeder Ecke, mit einer Solaranlage kann man den Strom direkt vom Dach ernten.
Für Wasserstoff muss man wieder an die Tankstelle. Mit täglich wechselndem Preis und bei voller Abhängigkeit vom Großkapital.

2. Der Serviceaufwand ist höher

Während reine Elektrofahrzeuge fast wartungsfrei sind und den Werkstätten kaum Einkünfte erzeugen müsste man bei einem Wasserstoff-Fahrzeug genau wie bei Verbrennerfahrzeugen viel öfter in die Werkstatt. Ersatzteile und Service würden die Branche am Leben erhalten. Für Elektrofahrzeuge mit Batteriespeicher gibt es aber deutlich zu viele Werkstätten. Ein Manager eines Autoherstellers hat mal gesagt: “Elektrofahrzeuge sind schlecht, weil sie weniger Wartungsintensiv sind und damit Arbeitsplätze vernichten.”
Aber ist das wirklich sinnvoll? Künstlich aufwändige und komplizierte Techniken am Leben erhalten, nur um Arbeitsplätze zu sichern?
Das ist ähnlich wie damals bei der Bahn, als auf den Elektro- und Dieselzügen noch Heizer mitfuhren, nur weil man nicht wusste, was man alternativ mit denen anstellen sollte.

Vermutlich ist alles ganz anders als ich geschrieben habe.
Das wird die Zeit zeigen. Bis dahin fahre ich meinen Hyundai Kona Elektro und freue mich jedes Mal, wenn ich an einer Tankstelle VORBEI fahre.

Ausflug mit dem Elektro-Kona ins Legoland

Allgemein bekannt ist ja daß Elektroautos keine 100km weit fahren können. Auf der Autobahn braucht man ein Auto das 1000km am Stück mit Tempo 200 durch die Republik brausen kann.

Ausflug mit dem Elektro-Kona ins Legoland

Alles Quatsch:
Deutschland ist viel zu klein um 1000km am Stück zu fahren, meine Blase will nach 200km sowieso eine Pause und das mit der mangelnden Reichweite stimmt auch nicht.
Das wollen wir ausprobieren und beweisen. Auf geht es ins Legoland nach Günzburg.

Ausflug mit dem Elektro-Kona ins Legoland

Unser Sohn hatte Kommunion und daher an einem gewöhnlichen Montag schulfrei.
Ideal für einen Erlebnispark, denn da sollte hoffentlich nicht viel los sein.
Berufsverkehr war eingeplant, daher ging es recht früh los. Knapp 150km, davon 145km Autobahn, das sollte in 1,5 Stunden zu schaffen sein. Mit Berufsverkehr 2 Stunden, dann noch Frühstücken und um 10 Uhr macht das Legoland auf. So der Plan.

Früh morgens um 7.30 Uhr ging es los. Aussentemperatur um die 5°C (das Bild zeigt die Temperatur in der Garage). Voll geladen zeigt der Kona 468km Reichweite an. Das ist ordentlich und sollte hin und zurück reichen. Aber angeblich reicht es auf der Autobahn nur für die Hälfte (sagen die Kritiker), daher habe ich vorsichtshalber eine Liste mit Ladestationen an der Autobahn dabei. Davon gibt es immer mehr.

Ab auf die A81, Auffahrt Ludwigsburg Nord. Berufsverkehr, Stau, Stillstand. 3-4 Spuren voller Autos, die meisten davon Verbrenner mit laufendem Motor, sei es wegen fehlender Start-Stopp-Funktion oder weil wegen der Aussentemperatur der Motor zum Heizen lief. Der Stau ging bis Leonberg. 15-20km Auto an Auto und alle verbrennen sinnlos Treibstoffe.
Unser Kona dagegen verbrauchte kaum etwas. Nur der Strom für das Radio und etwas Heizung. Mit Schritt-Tempo ging es nach Stuttgart. Um 9 Uhr waren wir vorbei am Stau und durch den Tunnel durch. Puh, wenn ich mir vorstelle daß es auf der Strecke jeden Tag so ähnlich zugeht, morgens und abends. Wahnsinn!

Um 10 Uhr öffnet das Legoland und wir waren noch über 100km entfernt. Daher keine Rücksicht auf den Energieverbrauch und ab durch die Mitte. Die Strecke ist leider in weiten Teilen geschwindigkeitsbegrenzt, aber 10 nach 10 waren wir vor Ort. Die Autobahnfahrt mit dem Elektro-Kona ist richtig angenehm. Das Auto liegt satt auf der Straße, die Beschleunigung macht bei jedem Tempo Spass, es ist immer genug Power vorhanden. Auch wenn es bergauf geht reagiert das Fahrzeug sportlich auf das Spasspedal.

Trotz 1,5h Stop and Go und anschliessender “Nicht-Öko”-Fahrt lag der Verbrauch nach 145km Autobahn bei gerade einmal 18,6kWh/100km. Für die Fahrweise ist das ein sehr guter Wert. Von wegen “Reichweitenangst”. Mit dem Kona gibt es das nicht.

Ausflug mit dem Elektro-Kona ins Legoland

Wie bereits vermutet war das Legoland Montags fast leer. Auf dem Parkplatz steht eine Elektroladesäule. Theoretisch hätte der Strom auch problemlos wieder zurück gereicht, aber sicher ist sicher. Und die Ladesäule ist ausserdem kostenlos. Also angesteckt, Auto lädt und ab geht es ins Legoland. Vorher natürlich noch einen Zettel mit der Handynummer und einem kleinen Text ins Auto falls jemand mit Ladenot Strom benötigt (war aber nicht der Fall).

Ausflug mit dem Elektro-Kona ins Legoland

Hyundai ist Partner des Legolandes. Im Park war ein Hyundai Kona als Werbefahrzeug ausgestellt. Leider die Verbrenner-Version.
Dazu gab es “Fahrschulen” für Kinder – Verkehrsbereiche in denen der Nachwuchs das Fahren üben konnte. Dazu standen elektrisch angetriebene “Hyundai-Lego”-autos zur Verfügung. Allerdings sind die Dinger zwar elektrisch angetrieben, sollen optisch aber Verbrennerfahrzeuge nachahmen. Schade. Hier könnte Hyundai und das Legoland mal ganz modern Elektroautos zeigen. Elektroautos die Verbrennerfahrzeuge nachmachen und Fake-Tankstellen. Das könnte man heutzutage anders machen. Egal. Den Kindern macht es trotzdem Spass und besser die Autos sind elektrisch und ahmen Verbrenner nach als daß die Dinger selbst mit Verbrenner angetrieben werden.

Ausflug mit dem Elektro-Kona ins Legoland

Trotz teilweise dicker Wolken blieb es trocken, der Park war menschenleer.
Das hat richtig Spass gemacht. Kein Anstellen, kein Warten.
Das Legoland ist immer einen Besuch wert.
Allerdings geht es hier um die Elektrofahrt, daher lasse ich einen Bericht zum Legoland weg und springe direkt zur Heimfahrt:
Um 18.00 Uhr schliesst der Park, wir sind kurz davor “durch” gewesen und bereit für die Heimfahrt. Mittlerweile hatte es um die 17°C, es war immer noch trocken aber recht windig. Hoffentlich gibt es nicht wieder Berufsverkehr und Stau.

Das Auto war zwischenzeitlich komplett geladen. Das Ladegerät kann 22kW, der Kona lädt aber an AC nur einphasig. Zuhause gibt es eine Begrenzung der Ladeleistung wegen Schieflast, an der Ladesäule ist das offensichtlich nicht der Fall. Mit 7kW Ladeleistung ist der Akku mittlerweile randvoll. 455km soll die Reichweite betragen.

Ausflug mit dem Elektro-Kona ins Legoland

Es geht wieder auf die Autobahn. Weil die Beifahrer müde sind und der Akku voll ist muss man mit dem Auto nicht schleichen. 130km/h ist ein guter Richtwert, das geht auch mit dem Elektro-Kona. Ab und an mal auf 170 beschleunigen geht auch gut. Das Auto zieht problemlos bis irgendwann der Begrenzer einsetzt. Aber so schnell fahre ich normalerweise sowieso nicht mehr.
Früher war ich gerne jenseits der 200 unterwegs. Aber jetzt habe ich Familie und bin älter und etwas reifer, da ist man gelassener unterwegs.
Übrigens unterstützt das elektrische Fahren die Gelassenheit ungemein. Ich weiss nicht an was es liegt. Ist es das Ruckeln und Zuckeln beim Verbrenner, das nervige Gebrumme der Hubkolbenmotoren? Im Verbrenner ist man unbewusst immer etwas gestresst. Im Elektroauto macht sich Gelassenheit breit. Lass die anderen doch rasen, wir reisen – und kommen trotzdem schnell und gut an.

Eigentlich fahre ich nicht gerne Auto, Autobahn schon zweimal nicht. Aber im Elektro-Kona ist das gut auszuhalten. Selbst der Stau oder bei schneller Fahrt kommt man nicht in Stress.
Der Albabstieg am Aichelberg war mit dem Verbrenner immer etwas stressig. Trotz Motorbremse ein dauerndes Hin- und Her mit der Bremse und dem Gas. Nicht zu schnell, es sind nur 80 erlaubt und Sicherheitsabstand zum Vordermann ist wichtig. Nicht zu langsam, sonst ist man ein Verkehrshindernis. Verbrennerfahrer stehen da über eine weite Strecke oft auf der Bremse und verheizen wertvolle Energie über die Bremsscheiben.
Der Elektro-Kona rekuperiert! D.h. er pumpt die Energie zurück in den Akku. Bremsen ist NICHT nötig. Die Strecke fährt sich total entspannt. Und unten im Tal zeigt das Auto 7 Kilometer mehr Reichweite an als oben.

Ausflug mit dem Elektro-Kona ins Legoland

Nach 1:40 Stunden sind wir zuhause. Das ist ein Schnitt von knapp 100km/h. Dazu ein Verbrauch von 15.2kWh/100km ist erstaunlich wenig. Und das Auto zeigt noch sensationelle 295km Reichweite an. Das wären knapp 450km insgesamt – auf der Autobahn!
Damit käme man nochmal ins Legoland und zurück!
Von wegen mangelnde Reichweite bei Elektroautos. Unser Mazda5 hatte nach dem Volltanken auch nur knapp über 500km Reichweite.
Natürlich reduziert sich die Reichweite bei schlechtem Wetter, bei Wind, Regen und im Winter. Aber selbst wenn es nur noch 300km sind, das reicht für unsere Zwecke locker aus. Der Elektro-Kona ist voll langstreckentauglich! Und da ich kein Vertreter oder Fernfahrer bin gibt es solche Strecken bei uns sowieso nicht öfter als 3-4x im Jahr. Passt perfekt.

Übrigens: Kritiker sagen oft Elektroautos wären subventioniert weil Strom viel billiger wäre als Benzin. Das wird zwar oft wiederholt, ist aber trotzdem falsch: Ein Liter Sprit entspricht ungefähr 10kWh und kostet zum Zeitpunkt der Beitragserstellung um 1,50 Euro. 10kWh Strom kosten dagegen 3, -Euro.
Elektrisch fahren ist nur deswegen billiger weil Stromgetriebene Fahrzeuge viel effizienter mit der Energie umgehen als Heizöl-Kisten. Die verbrauchten 15,2 kWh entsprechen etwa 1,5l Dinopampe. Das schafft kein Verbrenner.