Kategorie: Heimkino

Heimkino3: Endlich Kino

Heimkino3: Endlich Kino

Das Fernsehzimmer war natürlich immer noch weit von einem Heimkino entfernt.
Leider erwies sich das Provisorium aus zeitlichen und finanziellen Gründen doch als ziemlich langlebig.

Zwischenzeitlich habe ich noch ein paar Bilder aufgehängt.

Auf dem Bild sieht man auch den geschlossenen Beamerkasten (zwischenzeitlich mit einem Sanyo Z4 bestückt).
(Update: seit 2017 mit einem Epson EH-TW6700)

Auf den Fliesen liegt mittlerweile ein dicker, flauschiger Teppich und für das linke Fenster habe ich einen Stoff, der beim Film-schauen angebracht wird, um Reflexionen zu vermeiden.
Aber so wirklich “Heimkino” ist das immer noch nicht.
Daher habe ich etwas mehr umgebaut…

Heimkino3: Endlich Kino

Beamer-Aufhängung

Heimkino3: Endlich Kino

Als Erstes musste die Kiste für den Beamer dran glauben.

Denn zwischenzeitlich hatte ich einen neuen Projektor, der deutlich leiser war und auch ohne Gehäuse, mitten an der Decke über dem Sofa hängend, nicht mehr störte.

Außerdem hatten wir mittlerweile das Dach über dem Heimkino ausgebaut und dabei war die Lüftung des Beamergehäuses durch die Decke im Weg.

Heimkino3: Endlich Kino

Ohne Lüftung musst die Beamer-Kiste aber sowieso offen sein und ich hatte auf der Rückseite 2 große Löcher hineingesägt (nicht sichtbar) und mit Lautsprecher-Gittern abgedeckt. Optisch nicht so ganz der Bringer.

Inzwischen war HDMI der Anschluss der Wahl und ich hatte Anfangs nur VGA und S-Video verlegt. Deswegen mussten neue Kabel verlegt werden.

Also weg mit der Beamer-Kiste. Anschließend habe ich neue Kabel eingezogen und gleich noch einen Kabelkanal verlegt, man weiß ja nie, was in der Zukunft noch an neuen Kabeln dazukommt.

Die Kabel laufen vom Beamer durch den Rolladenkasten in den Kabelkanal und dort hinter dem noch zu bauenden Regal nach unten bis zum Receiver.

Die neue Halterung ist aus stabverleimter Buche (geölt), die obere Platte wurde mit starken Schrauben an der Decke verankert und hat 4 Einschlagmuttern eingebaut. In diese Muttern habe ich von unten 4 M8-Gewindestangen eingedreht und damit unten eine Bodenplatte für den Beamer eingehängt. Mit den Gewindestangen kann man problemlos Unebenheiten der Decke ausgleichen und den Beamer perfekt zur Leinwand ausrichten.

Damit die Wand hinter dem Beamer nicht durch die Abluft mit der Zeit schwarz wird und auch um die Kabeldurchführungen in der Wand zu verdecken habe ich hier einfach noch eine weitere Buche-Platte angebracht.
Fertig ist die Do-It-Yourself-Beamerhalterung.

Eigenbau-Leinwand

Besonders störend im bisherigen Heimkino-Provisorium war der mäßige Klang. Bedingt durch die Abmessungen des Raumes war das Kino sehr anfällig für Dröhn- und Störfrequenzen. Da man Filme doch gerne mal mit lauterem Ton anschaut, war das schon extrem nervig.

In der Rollo-Leinwand störten zudem einige Wellen, die sich mit der Zeit gebildet hatten. Besonders bei Kamera-Schwenks trat das ziemlich unangenehm in Erscheinung. Das war extrem nervig, wenn z.B. ein Raumschiff quer durch das Bild flog und dabei Falten warf. Das ging einfach gar nicht.
Nach meinen Recherchen gibt es so gut wie keine Rollo-Leinwand, die nicht irgendwann Falten wirft.

Daher wollte ich erst eine Leinwand mit Spannrahmen bauen. Nach einigem Hin und Her wollten wir dann das Experiment wagen und die Leinwand direkt auf die Wand malen – Gipskarton-Platten sauber verspachteln, streichen, fertig!

Heimkino3: Endlich Kino

Damit konnte man auch gleich das Ton-Problem etwas verbessern.

Die alte Leinwand wurde abmontiert und direkt an die Wand wurden Metallständer aufgestellt. Die Zwischenräume wurden mit Akkustik-Dämmwolle gefüllt und darauf Gipskartonplatten geschraubt.

Das Streichen, Spachteln und Schleifen der Leinwand war ziemlich aufwendig, es sollte ja alles sehr glatt sein. Hat aber schlussendlich recht gut funktioniert. Die Farbe hat einen ganz leichten Grauton und ist ganz normale Wandfarbe.

Schwieriger war es, schwarze Farbe zu bekommen, im Baumarkt gab es die nur als Abtönfarbe, nicht aber in Tief-Schwarz für das Streichen ganzer Wände. Anscheinend macht das sonst kaum jemand.

Ich wollte aber die störenden Reflexionen an den Wänden und Decken beseitigen. Daher hab ich den Bereich bis 2 Meter vor der Leinwand einfach tiefschwarz gestrichen.

Fertigstellung meines Heimkinos

Heimkino3: Endlich Kino

Die selbstgebastelte Leinwand ist einwandfrei und zeigt ein Super Bild. Dazu war sie auch extrem günstig.

Theoretisch könnte man vor die Wand auch jederzeit eine richtige Leinwand hängen, aber das ist überhaupt nicht nötig.

Und wenn der Raum doch mal für was anderes genutzt werden soll, kann man die Ständerwand rückstandsfrei wieder entfernen.

Heimkino3: Endlich Kino

An der vorderen Wand habe ich unterhalb des Bildbereichs ein kleines Podest gebaut in dem die Lautsprecher (Links, Mitte, Rechts und Subwoofer) und die Verstärker verschwinden.
Der Subwoofer ist 170cm breit, daneben war noch Platz für Equalizer und Endstufe. Damit werden Explosionen im Film fühlbar und bei vorbeifliegenden Raumschiffen wackelt das Sofa.
In der 2. Ebene sind die Lautsprecher für Links, Rechts und Center versteckt.
Die Bildfläche hat eine Diagonale von genau 3 Metern, mehr ging leider nicht.

Das Podest ist einfach aus Dachlatten zusammengeschraubt, die obere Platte ist eine Spanplatte, die ich mit schwarzem Filz beklebt habe. Anfangs hatte ich etwas Bammel, ob ich das sauber hinbekomme, war dann aber doch recht einfach und sieht fast professionell aus.

Den vorderen Abschluss habe ich mit geölten Buchen-Brettern abgedeckt, das gefällt mir besser, als eine durchgehend schwarze Front.

An der Vorderseite habe ich 3 Rahmen nach Art meiner Drempeltüren gebastelt: Holzrahmen mit Querverstrebung, schwarzen Akkustik-Stoff darüber gespannt und in den Holzrahmen eingepasst. Als Halter habe ich dabei einfach Klett-Bänder verwendet. Hält einwandfrei und lässt sich bei Bedarf jederzeit abnehmen.

Auf dem Boden liegt ein schwarzer Flauschteppich, den ich geschenkt bekommen habe (schwarz scheint nicht so in Mode zu sein).

Nicht im Bild: links und rechts die Glasfenster (links mit einem schwarzen Stoff abgedeckt) bekommen noch kleine Vorhänge damit das Glas beim Film schauen nicht störend reflektiert. Dann ist der Bereich um die Leinwand dunkler als im Kino. Und das merkt man beim Bild wirklich extrem – je dunkler, desto besser!

Der Front-Bereich ist für die gegebenen Verhältnisse damit optimal ausgebaut.

Heimkino3: Endlich Kino

Ein richtiger Heimkinoraum wäre zwar noch toller, aber da der Raum seitlich zu meinem Büro offen ist, passt es so recht gut und ist unauffällig.

Und hinten?

Das vorhandene Sofa blieb bestehen, super bequem und ausreichend für 3-4 Kinozuschauer.

Die neue Beamer-Aufhängung kann man im Bild auch gut sehen und für die Ecke habe ich mir noch ein kleines Regal gebastelt – für Bücher, DVDs und für den Receiver bzw. Blu-Ray-Player.

Sieht vielleicht komisch aus, aber mir war einfach nach Basteln zumute und da habe ich einfach mal mit dem Tisch unten angefangen und oben ein Regal daraufgestellt – einfach so, ohne Plan, nur mit einem Bild im Kopf.

Heimkino3: Endlich Kino

Unter dem Tisch ist übrigens ein Platten-Absorber, oben das Teil mit den Löchern ist ebenfalls ein Akkustik-Element.

Die gelochte Frontplatte des Akkustik-Elements ist von hinten mit einem schwarzem Stoff bezogen und innen mit Dämmwolle gefüllt.

Gebaut habe ich das Regal aus den bereits mehrfach erwähnten Billigst-Buche-Platten aus dem Baumarkt.

Was soll ich sagen – nach der Renovierung macht das Heimkino viel mehr Spaß, Bild und Ton sind deutlich besser und gemütlicher ist es auch

Update 12/2019
Dieser Heimkino-Bericht ist ein Übertrag aus meiner alten Webseite.
Seit 2017 arbeitet im Heimkino ein Epson TW-6700 Beamer. Als Zuspieler wird eine X-BOX One S verwendet.
Bild- und Tonqualität sind super. Für die Zukunft ist trotzdem ein Update auf 4K in Planung. 1x wöchentlich ist Kino-Tag mit Freunden und der Junior weiß das Heimkino mittlerweile auch zu schätzen. Die Auslastung steigt.

Heimkino 2: Basst scho!

Bass kann man im Heimkino nie genug bekommen.

Subwoofer

Da der JBL-Subwoofer nicht wirklich der Kracher war – Bei 350,- Euro für das komplette 5.1-Set konnte man das eigentlich auch nicht erwarten – musste irgendwie etwas Besseres her.

Im Keller standen noch 2 alte Lautsprecher, die mit je 2x 10″ Isophon-Chassis bestückt waren. Nicht wirklich optimal, aber mit der geeigneten Anpassung als Zwischenlösung durchaus brauchbar.

Heimkino 2: Basst scho!

Zeit für etwas Neues

Irgendwann hatte ich dann während der ganzen Renovierungsarbeiten doch noch Zeit einen kleinen Subwoofer mit richtigen Bass-Chassis zu bauen.

Brauchbare Subwoofer gibt es fertig für um die 1000,- Euro. Das war mir zu teuer.
So etwas kann man auch selber bauen.
Für 150,- Euro Materialpreis habe ich mir ein Gehäuse gebaut in das ich 4 Stück 12″ Basslautsprecher verarbeitet habe.

Heimkino 2: Basst scho!

Materialkosten: ca. 150,- Euro.

Davon 4×30,- Euro für die 12″-Chassis und 30,- Euro für Holz. (Press-Span-Platten 28mm)

Den Lautsprecher habe ich mit 170 cm Breite so geplant, dass er genau unter ein vorhandenes Sideboard passen sollte.

Heimkino 2: Basst scho!

Die Bretter habe ich bei OBI fertig zuschneiden lassen.
Länge und Breite haben auch gut gestimmt.
Als wir aber dann die 4. Seite einpassen wollten hat das irgendwie nicht gepasst.
Nach mehrfachem Nachmessen haben wir dann bemerkt, dass zwar Länge und Breite von OBI korrekt gesägt worden sind, nicht aber die Winkel!
Die Bretter waren schief gesägt!

Heimkino 2: Basst scho!

Das war natürlich sehr ärgerlich, da 3 Seiten bereits verleimt waren. Wer geht denn schon davon aus, dass beim Zuschnitt die Winkel nicht stimmen.

Mit einigen Mühen haben wir die Bretter im verleimten Zustand noch gerade gesägt – bei uns geht es um Millimeter, nicht um Zentimeter!
Wenn wir Lautsprecher bauen dann muss das perfekt sein – zumindest optisch.

Seither messe ich bei Baumarkt-Zuschnitten nicht nur die Länge und Breite, sondern auch die Winkel genau nach, wer weiß, wer da wieder an der Säge steht.

Heimkino 2: Basst scho!

Für die Verstrebungen haben wir Reste eines alten Schranks zersägt, die Bassreflex-Rohre sind von vorherigen PA-Basteleien übrig.

Lackiert habe ich das Gehäuse mit Metallic-Farbe für Metall von Aldi.
Funktioniert einwandfrei und sieht sehr edel aus.

Da ich mittlerweile das Sideboard meiner Frau im Fernsehzimmer stehen hatte, habe ich davon kurzerhand die Füße abgeschraubt und den Subwoofer genau passend darunter eingearbeitet. 170cm breit – passt genau 🙂

Für den “Antrieb” habe ich eine alte Yamaha-Endstufe mit 2x50W recycelt und eine aktive Frequenzweiche von Behringer eingebaut, mit der man gleich noch ein paar Eigenheiten der Raumakustik ein bisschen ausbügeln kann.

2x 50W klingt zwar nach recht wenig im Vergleich mit kommerziellen 1000W-Subwoofern, aber wenn der Wirkungsgrad der Chassis stimmt und alles richtig berechnet ist, reicht das bei weitem aus. Der Raum ist ja auch nicht besonders groß.
Der Subwoofer bringt einen derartigen Druck, dass die Endstufe noch nie voll aufgedreht war.

Heimkino 2: Basst scho!

Beim Podrace in StarWars hat man das Gefühl, der Boden würde Wellen schlagen und bei Flags of Our Fathers hebt es einen aus den Sitzen.
Das Alles für nur 150,- Euro Materialpreis.
Für das ersparte Geld kann man viele Filme leihen und Knabberzeug essen 🙂

Nachdem ich mittlerweile auch die JBL-Boxen durch die alten ASW-Standboxen ersetzt habe, erkennt man den Nachteil, wenn man bei der Installation von Kabelkanälen nicht konsequent genug ist – da die Boxen jetzt am Boden stehen und nicht mehr wie die JBL-Teile an der Decke hängen, musste ich die Lautsprecherkabel am Boden entlang neu verlegen. Das sieht natürlich nicht wirklich toll aus.

Aber ich bin ja auch noch nicht fertig…

Hauptsache, es BASST 🙂


Heimkino 1: Damals

Ganz am Anfang

Heimkino 1: Damals

Der Heimkino-Virus hat mich irgendwann in den 1990er Jahren gepackt. Mehr als ein kleiner Röhrenfernseher und VHS-Videorecorder waren aber leider nicht möglich. In 1998 habe ich meinen ersten Beamer gekauft – ein Gerät von Infocus mit 800×600 Bildpunkten, 700 Ansi-Lumen und eigentlich für die Projektion von Präsentationen gedacht. Und das ganze für 12.000 DM (= ca. 6000 Euro).

Heimkino 1: Damals

Dazu kam ein DVD-Player von Sony, eine Yamaha-Stereo-Endstufe und 2 ASW-Lautsprecher.

Damit war das Geld für den Möbelkauf auch bereits ausgegeben – denn der Beamer war für meine neue Wohnung gedacht – und da muss man halt Prioritäten setzen 🙂

Ich hatte damit:
eine neue Wohnung mit Einbauküche, eine Matratze, 3 Rollcontainer, einen Schreibtisch, ein Sofa und eine Heimkino-Anlage.
Mehr braucht kein MANN!

Die nächsten Anschaffungen

Heimkino 1: Damals

Die nächsten Anschaffungen waren dann ein Surround-Verstärker, zusätzliche Lautsprecher (Center + Surround) und eine Leinwand.

Irgendwann kam dann auch was nützliches dazu – ein Wohnzimmer-Regal.
Genau erinnern kann ich mich nicht mehr, aber meine Idee war das damals nicht.

(im unteren Bild sieht man die Aufhängung meines Beamers – der war zu der Zeit wieder mal unterwegs)

Einen Subwoofer wollte ich auch gerne, aber in einem Mehrfamilienhaus ist sowas nicht wirklich gut. Und Geld hatte ich auch keins mehr – ich hatte ja schliesslich das Wohnzimmerregal kaufen müssen.

Jedenfalls fand ich dann eine recht lustige Alternative…

Bodyshaker

Heimkino 1: Damals

Bodyshaker für 20,- DM das Stück – sollten durch Körperschall über das Sofa ein “Bassgefühl” vermitteln. Der Preis war heiß und daher musste ich das haben 🙂

Die Dinger wahren sogar erstaunlich gut – besser als erwartet – das Abschlusselement meines Sofas war ein geschlossenes Gehäuse und hatte in der Mitte ein 20cm großes Loch. Hört sich vielleicht komisch an, aber durch die Bodyshaker die ich daran montierte hatte ich irgendwie einen Subwoofer gebaut.
Jedenfalls war ich ein paar Tage damit zufrieden…

Lustig war es als ich dann Gäste einlud:
Es lief der Film “Die Mumie” und ich wollte natürlich die Bodyshaker präsentieren.

Dummerweise hatte ich die Auslenkung dieser Teile nicht ganz korrekt berechnet. Jedenfalls kam eine Szene in einer Höhle in der die Hauptdarsteller herumstehen und hinter ihnen ein Sarg von der Decke fällt.
Beim Aufschlag des Sarges haben die Bodyshaker voll ausgeschlagen – und mangels Abstand mit voller Wucht gegen das Sofa gebollert  – die 3 Damen auf dem Sofa fielen fast in Ohnmacht. Der Effekt war zwar ungewollt aber gut gelungen 🙂

Unterwegs

Der Beamer war damals noch nicht fest montiert und daher auch oft im mobilen Einsatz dabei:

Mehrfach versammelte sich die gesamte Hausgemeinschaft in der Tiefgarage zum Grillen (natürlich vor der Garage) und Formel1-schauen in der Garage.
Das war immer eine riesige Gaudi.

Bei einem Freund haben wir in der Garage öfters Filme angeschaut.
Da dort unsere PA-Boxen lagern gab es zwar nur Stereo aber dafür heftig Bumms, besonders bei so Filmen wie Starwars und ähnlichem.

Für die Projektion haben wir einfach die Garagenwand weiß angestrichen – aus Faulheit aber nicht die ganze Wand, sondern einfach den Beamer eingeschalten, ausgerichtet und die 3m breite Fläche weiß gestrichen – das sah man bis zur Garagen-Renovierung 2008 noch 🙂

Pause

In 2002 ist dann meine Freundin (heutige Frau) bei mir eingezogen.
Leider hatte sie etwas andere Vorstellung von einer korrekt eingerichteten Wohnung als ich – das Sofa und der Wohnzimmerschrank wurden umgestellt, ein Esstisch angeschafft (wer braucht sowas?) und irgendwie war dann kein Platz mehr für das Heimkino… (vorübergehend)
Das habe ich ungefähr bis 2003 ausgehalten…

Das eigene Haus

In 2002 haben wir ein gebrauchtes Haus Baujahr 1964 gekauft.

Das Haus war allerdings technisch noch auf Stand der 70er-Jahre:
2 Kachelöfen, nachträglich eingebaute Öl-Zentralheizung mit Aufputz-Leitungen und pro Stockwerk 3 Sicherungen + 1-2 Steckdosen in jedem Raum.

Daher haben wir das Haus komplett in Rohbauzustand zurückversetzt.
Weihnachten 2003 sind wir dann zwar eingezogen, renoviert haben wir aber bis ungefähr 2012. Und danach ging alles wieder von vorne los.

Heimkino 1: Damals

Das Heimkino sollte eigentlich einen eigenen Raum unter dem Dach bekommen.
Nur war auch hier wieder der Geldbeutel ein kleines Problem – der war wieder mal leer – der Dachausbau wurde in die Zukunft vereschoben und daher musste ein Raum als Behelfskino her.
Der Raum fand sich als Durchgangsbereich im OG zwischen Büro und Flur…

Räumlichkeiten

Heimkino 1: Damals

Eigentlich handelte es sich um 2 Räume – die Mini-Küche mit 2,60x2m und das Eßzimmer mit 3,5x4m waren durch eine Wand getrennt, die meiner rohen Gewalt weichen musste 🙂

Damit ist für das Heimkino ein Bereich von 2,60m x 4m verfügbar. Zu den Sitzplätzen hin verbreitert sich der Bereich auf 3,5m. Nicht besonders viel, aber Platz ist in der kleinsten Hütte. Für das Bild ist später immerhin eine Diagonale von 3 Metern verfügbar. Das reicht für ein schnuckeliges Heimkino.

Heimkino 1: Damals

Ab in den Container

Am Ende des Umbaus des Obergeschosses hatten wir insgesamt 3 Container voller Schutt “ausgebaut” – und das war erst der Anfang.

Ab und an musste ich Pause machen, weil man vor lauter Staub einfach nichts mehr sah.

Elektrik

Heimkino 1: Damals

Nach dem Entkernen der Bausubstanz kam der angenehmere Teil:
Das Verlegen der Leitungen.

Auf den Bildern sieht man die Leitungen für Strom, Netzwerk, Audio und Video die ich in Kabelkanälen verlegt habe – leider nicht alle, einige haben wir ohne Kabelkanal direkt in die Wand verlegt, das würde sich später noch rächen…
(Nach dem Aufkommen von HDMI und DVI und dem späteren Umstieg auf Full-HD musste da nochmal nachgearbeitet werden)

Heimkino 1: Damals

Aber vorerst sah alles noch ganz gut aus.
(Keine Angst – die Kabelkanäle sind vom Statiker genehmigt)
Genug Sicherungen gab es jetzt auch, statt 3 für das gesamte Stockwerk jetzt 5 allein für den Heimkino-Bereich. Der Raum war trotz allem ein Kompromiss. Da man den später vielleicht mal vermieten könnte, wurde der Bereich hinter der Leinwand mit Wasseranschluss und Strom für Küchengeräte versehen. Eigentlich ziemlich unnötig.

Provisorium fertig

Nach mehrwöchiger Bauzeit war das “Kompromiss”-Heimkino dann vorerst fertig.

Kompromiss deswegen, weil das Kino ja eigentlich unter das Dach sollte.

Aber wir haben ja nicht nur das Heimkino gebastelt, sondern das komplette Haus (2 Stockwerke + Keller + Dach) weitgehend in Eigenregie renoviert, incl. Elektrik, Sanitär und Zubehör.

Heimkino 1: Damals

Da die ASW-Standboxen zur Wohnzimmer-Einrichtung passten und deswegen einen Stock tiefer standen, habe ich für das Heimkino ein JBL-Surround-Set incl. Subwoofer gekauft.
Dafür hatte ich auch die Leitungen oben an der Wand verlegt und diese Leitungen waren nicht in Kabelkanälen ausgeführt.
Das war natürlich für spätere Umbauten nicht so toll, denn leider merkte ich recht schnell, dass die Installation so nicht wirklich gut war.

Heimkino 1: Damals

Für den Anfang war das aber schon mal recht passabel…

Zwar noch kein Heimkino aber doch ein “Fernsehraum mit Beamer”.

Der Beamer war in einer geschlossenen Box installiert
(vorne fehlt auf dem Bild noch eine Frontblende) und durch 2 Rohre ins Dachgeschoss belüftet.
Damit war das Teil fast nicht zu hören.
Bei der Fußball-WM 2006 hat sich aber herausgestellt, dass diese Box trotz Belüftung nichts taugt. Der Beamer hat überhitzt und sich während eines Spiels abschalten. Das war nicht so lustig. Allerdings hatte es auch über 30 °C im Raum.
Mit einem Ventilator bei offener Abdeckung ging es dann 5 Minuten später weiter. Nach der WM habe ich die Box dann recht schnell entfernt.

Auf dem Sofa kann man ganz gemütlich Filme anschauen.
Die Bodyshaker sind übrigens immer noch installiert, nur nicht angeschlossen.

Aber das ist natürlich nur ein Zwischenstand…

Zu viele Fliesen, zu viel weiße Wand.
Zu wenig Bass…