Jan 17

Bitcoin, Etherum – ein Selbstversuch

Goldsucher in virtuellen Währungen

(16.1.2018)

Teil1: Vorüberlegung.

Virtuelle Währungen wie Bitcoin oder Etherum sind gerade in aller Munde.

Klar, bei Kursanstiegen von weit über 1000% in weniger als einem Jahr.

Allerdings – während ich das schreibe sind die Virtuellen Währungen gerade im freien Fall.

Aktuell liegt ein Bitcoin nur noch bei 8000,- Euro. Der Höchststand war mehr als doppelt so hoch.

Die Währung ist also hoch volatil. Und vielleicht sehen wir auch gerade den Zusammenbruch des Systems.

Nichts für schwache Nerven. Ein Spiel wie im Casino.

 

Da ich als ITler in letzter Zeit öfters darauf angesprochen wurde dachte ich, es wäre mal Zeit für einen Selbstversuch und einen Blog-Beitrag.

 

Letzte Woche wollte ein Bekannter, daß ich ihm ein Mining-Rack zusammenbastle.

Das ist ein PC mit vielen Grafikkarten oder Spezialprozessoren die nichts anderes tun als irgendwelche Berechnungen durchzuführen, damit virtuelle Währungen zu “schürfen” und viel Strom zu verbrauchen.

Ich habe lachend abgelehnt, für solche Spielereien habe ich keine Zeit – und ausserdem ist er auch etwas zu spät dran. Da sich virtuelle Währungen seit einiger Zeit als Trend erweisen sind schon sehr viele Menschen auf den Zug aufgesprungen. Entsprechend benötigt man für das Schürfen extrem viel Rechenpower. Passende Grafikkarten von AMD und auch nVidia sind quasi ausverkauft. Es gibt fast nirgends eine Radeon RX580-Karte (das sind die am meisten empfohlenen) oder ähnliches zu kaufen. Die Teile sind ideal fürs Schürfen von Krypotwährungen

Ziemlich sinnfrei und sehr schädlich für die Umwelt.

Aber da der Mensch von Natur aus gierig ist und es Leute gibt die die Bitcoins nicht nur schürfen (so nennt man die Berechnung) sondern kaufen, gibt es auch einen Markt. Und solange es Menschen gibt die meinen, der Einstieg wäre noch billig und man könnte noch mehr Gewinn damit machen, solange steigt der Kurs.

Wenn aber keiner mehr was dafür zahlt, dann stürzt das System in sich zusammen.

Ein Bitcoin hat keinerlei inneren Wert, der Preis bestimmt sich alleine durch die Nachfrage.

Wenn keiner mehr etwas dafür zahlt hat man einfach nur eine verschlüsselte Zahl in einem Computer. Ein paar Bits und Bytes.

 

Merke: es gibt nichts geschenkt! Auch nicht bei virtuellen Währungen.

 

Gestern hat mir ein Freund erzählt daß er seit einer Woche mit einer RX480 Etherum schürft und schon ein Guthaben von 30,- Euro “errechnet” hat. Gut, er weiß noch nicht wie er das Geld dann auch auszahlen lassen kann, aber spannend wäre das schon. Ich sollte das doch auch mal ausprobieren.

Also gut, nachdem ich da von mehreren Seiten angesprochen wurde will ich mich doch nochmal genauer damit beschäftigen und einen Selbstversuch starten – Ich werden zum Minenarbeiter und schürfe virtuelle Währungen. Bin gespannt ob das klappt. Einen Blogbeitrag ist es allemal wert.

In 2013 hatte ich schon mal mit Bitcoin-Mining gespielt und das für Blödsinn erachtet.

Eine glatte Fehleinschätzung. Es ist zwar in der Tat ziemlich sinnfrei, aber hätte ich in 2013 ein paar Bitcoins “geschürft”, dann wäre ich heute vielleicht reich.

Sogar meine Zugangsdaten habe ich noch, also heute mal eingeloggt und mein “Vermögen” liegt genau bei 0.0 Bitcoins. Schade eigentlich.

Mit dem damaligen Zugang kann ich aber leider keine weiteren Versuche unternehmen da man dafür spezielle Hardware benötigt. Einfache PCs oder selbst Grafikkarten (die sind für das Schürfen virtueller Währungen deutlich effizienter als normale PC-Prozessoren) werden bei dieser Börse nicht mehr akzeptiert.

 

Also habe ich mir diverse Anleitungen und Informationen durchgelesen, Anleitungen gibt es wie Sand am Meer. Aber so richtig Schritt für Schritt, vollständig, brauchbar und funktionsfähig sind die wenigsten.

Die meisten “professionellen” Seiten sind entweder zu technisch, unvollständig (setzen viele Informationen bereits als bekannt voraus), überheblich (wie, Einsteiger? Als wir anfingen waren wir direkt Profis, Anfängerfragen unerwünscht)oder gar fehlerhaft (vielleicht auch nur veraltet).

Informationen zusammenzusuchen ist daher sehr mühselig.

Ausserdem gibt es viele Möglichkeiten, Krypto-Währungen zu schürfen, für die Verwaltung des Geldes benötigt man eine Brieftasche (englisch Wallet) und irgendwie muss das Geld ja auch aufs Konto.

Das kommt allerdings erst ganz am Ende.

Dazu benötigt man einen langen Atem, viele Anbieter dürften gut daran verdienen daß Anfänger “Rechenzeit” zur Verfügung stellen, ein bisschen Geld errechnen und dann vor Auszahlung die Lust verlieren. Oder es sind Kriminelle die garnicht auszahlen wollen. Oder sie werden von Krimininellen gehackt und das Geld ist weg. Es gibt viele Möglichkeiten sein virtuelles Geld zu verlieren. Etwas zu verdienen ist schon deutlich schwerer und reich werden nur die wenigsten.

Der Zug ist leider schon abgefahren.

Ja, 2013 wäre das vielleicht noch was geworden. Aber wie oben geschrieben – glatte Fehleinschätzung.

 

Welchen Anbieter nehmen?

Wie gesagt gibt es sehr viele Anleitungen und die wenigsten sind direkt brauchbar. Aber mit etwas Geduld habe ich ein funktionsfähiges Mining-System installieren können.

Für den Anfang habe ich 2 Systeme ausprobiert:

NiceHash.com: 

Vorteil:

Absolut Anfängertauglich, in Minuten installiert, Klickbunt und vor allem lässt sich da auch mit normalen PCs noch ein bisschen schürfen. Die meisten anderen Systeme setzen mittlerweile potente Grafikkarten oder gar Spezial-Chips voraus.

Nachteil:

Das System wurde im Dezember gehackt, es wurden ziemlich viele Kundengelder abgezogen. Der Ruf der Seite hat einige Macken bekommen.

 

Ethermine.org:

 

Vorteil:

schnell, übersichtlich, funktioniert einwandfrei, hat einen guten Ruf.

 

Nachteil:

man muss schon selbst rausfinden wie das funktioniert. Dafür gibt es aber einige Anleitungen im Web. Vielleicht schreibe ich ja auch selbst noch eine.

Man benötigt auf jeden Fall eine schnelle Grafikkarte (einfache PC-Prozessoren sind zu langsam).

 

Es gibt natürlich auch noch viele andere Systeme und Anbieter.

Denn als Anbieter verdient man meistens mehr als wenn man selber schürft.

Welchen man wählt muss jeder für sich selbst entscheiden.

Der Freund der mich dazu gebracht hat das auszuprobieren ist bei Nanopool.

Damit gibt es 3 Systeme im Vergleich. Ich werde berichten.

 

Jetzt schürfen meine Büro-Rechner und ich werde reich – oder vermutlich eher nicht.

Weiter gehts im nächsten Blogbeitrag – da schreibe ich was man so verdienen kann und wie das alles geht.

Merksatz:

Wenn Surfer schürfen wirds den schürfenden Surfern warm!

 

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