Jochens Wetterblog am 16.7.2020

Rückblick
Das war eine heiße Sommerwoche. Am Donnerstag stieg das Thermometer auf 32 °C. Freitag und Dienstag waren es immerhin 29 °C. Der Samstag schaffte es nur bis 24 °C, die anderen Tage erreichten jeweils Werte über 25 °C. Damit gab es in der letzten Woche 6 Sommertage, das sind Tage mit Höchstwerten über 25 °C. Nachts kühlte es aber recht schnell ab, der Tiefstwert lag am Sonntag früh bei 9 °C. Es gab wieder viel Sonne, auch wenn der Mittwoch mit nur 5 Sonnenstunden etwas schwächelte. In der Nacht zu Samstag regnete es. Insgesamt kamen 6 l/qm Niederschlag zusammen. Die anderen Tage blieben trocken. Der Wind brachte es am Freitag auf Böen bis 56 km/h und wehte ansonsten nur schwach. Der UV-Index lag die gesamte Woche auf hohem Niveau. Damit war die Sonnenbrandgefahr recht hoch.

Ausblick
Der Sommer macht bis Freitag eine kurze Pause. Es gibt einigen Niederschlag und unter Wolken werden nur noch Höchstwerte bis 19 °C erreicht. Ab Samstag wird es freundlicher. Es soll zum Wochenende wieder über 24 °C warm werden und bei einem Wechsel aus Sonne und Wolken trocken bleiben.

Jochens Wetterblog am 9.7.2020

Rückblick

Eine typische Sommerwoche, wie wir sie früher immer hatten liegt hinter uns. Sommerlich warm, aber nicht zu heiß. Viel Sonne, aber auch viele vorbeiziehende Wolken. Eine Durchschnitts-Sommerwoche. Die Temperaturen stiegen am Mittwoch bis auf heiße 32 °C, am Donnerstag waren es dann nur knapp 24 °C, danach wurde es langsam wieder wärmer bis am Sonntag die 30 °C fast wieder erreicht waren. Dann zog aber ein kleines Tief vorbei. Es wurde sehr windig, mit Böen bis 58 km/h. Die Temperaturen stiegen am Montag nur auf 22 °C. Nachts sanken die Temperaturen deutlich ab. Donnerstag und Sonntag lagen die Tiefstwerte bei 18 °C, am Dienstag war es mit 9 °C ziemlich frisch. Es gab insgesamt 68 Sonnenstunden, wobei der Mittwoch mit 14 Stunden der schönste Tag war und der Donnerstag mit nur knapp 3 Sonnenstunden die meiste Bewölkung hatte. Abgesehen von ein paar Tropfen am Montag früh, blieb es Niederschlagsfrei.

Ausblick
Hitze und Unwetter sind in den nächsten Tagen für Deutschland angekündigt. Für uns heißt das erst einmal Temperaturen bis 29 °C am Freitag, dazu viel Wind. Ab Samstag beruhigt sich das Wetter, es gibt wieder mehr Sonne, die Temperaturen steigen tagsüber bis auf 25°C und die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist sehr gering.

Jochens Wetterblog am 2.7.2020

Rückblick
Sommerliche Temperaturen haben uns die letzte Woche schwitzen lassen. Der Freitag war der erste heiße Tag des Jahres mit über 32 °C.
Mittwoch und Samstag verpassten die 30 °C nur um ein paar Zehntel Grad. Auch die anderen Tage lagen kaum zurück. Alle Tage der Woche waren Sommertage mit Tmax>25 °C. Nachts kühlte es nicht unter 12 °C ab. Am Samstag zog ein Unwettergebiet über uns hinweg und es regnete knapp 20 l/qm in wenigen Minuten und auch am Sonntag fielen nochmal 15 l/qm Niederschlag. Dabei gab es zeitweise auch ein paar Hagelkörner. Trotz einiger Wolken kamen über 70 Sonnenstunden zusammen. Der Juni lag knapp 2 Grad über dem langjährigen Mittel. Durch die Sturzregen am Samstag und Sonntag wurde das Niederschlags-Soll für den Monat knapp übertroffen. Der Juni brachte uns einen heißen Tag und 16 Sommertage.

Ausblick

Die Wetterlage ist unruhig. Neben viel Sonnenschein, vor allem am Samstag, gibt es auch immer wieder durchziehende Wolken und auch Gewitter. Die Temperaturen liegen tagsüber zwischen 23 °C und 26 °C, nachts kühlt es bis auf 10 °C ab. Aktuell ändern sich die Vorhersagen sehr rasch, daher sind weitere Ausblicke kaum möglich.

Jochens Wetterblog am 25.6.2020

Rückblick

Der Sommer ist da! Am Mittwoch krachte es noch ordentlich, als dunkle Wolken mit Gewitter über uns hinweg zogen. Dazu gab es 8 l/qm Niederschlag. Auch am Freitag fiel noch etwas Regen. Danach wurde es immer sommerlicher. Die Temperaturen stiegen auf Werte bis 29 °C am Dienstag und auch die Nächte blieben bei Tiefstwerten von 10 °C bis 15 °C recht mild. Mittwoch und Freitag zogen einige Wolken vorbei und es reichte nur für jeweils 4 Sonnenstunden, die restlichen Tage der Woche schafften jeweils über 11 Stunden Sonnenschein. Am Dienstag waren es satte 14 Stunden. Insgesamt gab es 69 Sonnenstunden. Der UV-Index ist aktuell wieder sehr hoch, daher immer an Sonnenschutz denken. Die gefühlten Temperaturen liegen bereits über 30 °C. Schwitzen ist angesagt.
Am Samstag war Sommersonnenwende, der längste Tag des Jahres. Damit werden die Tage jetzt bereits wieder kürzer.

Ausblick
Bis Freitag bleibt es, abgesehen von möglichen lokalen Gewittern, unverändert sommerlich. Ab Samstag steigt das Risiko für Niederschlag und lokalen Unwettern deutlich an. Dazu gibt es mehr Wolken und das Wochenende soll auch windiger werden. Ab Montag ist dann wechselhaftes Wetter angekündigt, mit einem Mix aus Sonne und Wolken und Höchstwerten um 24 °C. Es soll dabei aber trocken bleiben.

Jochens Wetterblog am 18.6.2020

Rückblick

Der Juni war bisher ziemlich durchwachsen. Am Freitag stiegen die Temperaturen bis über 29°C, der Samstag schaffte noch 26°C. Dabei gab es 14 bzw. 15 Sonnenstunden. An den anderen Tagen blieb es deutlich kühler. Der Mittwoch schaffte gerade einmal 16°C. Die für Sonntag und Montag angekündigten Unwettern zogen glücklicherweise an uns vorbei. Dunkle Regenwolken bedeckten aber ab Sonntagabend auch bei uns den Himmel. Immer wieder fiel etwas Niederschlag. Die Sonne schaffte es am Sonntag und Montag nicht durch die Wolken und auch am Dienstag zeigte sie sich kaum. Zu den 29 Sonnenstunden von Freitag und Samstag brachten die anderen Tage gemeinsam damit nur 9 weitere Stunden Sonnenschein zusammen. Statt Frühsommer herrschte Aprilwetter. Der Wind frischte etwas auf, erreichte in Böen 46km/h. Die von den Wetterdiensten vorhergesagten Tornados, Gewitter und Starkregenfälle gab es bei uns glücklicherweise nicht. Nur einfachen Landregen. Insgesamt liegt der Juni mit Temperatur und Niederschlag bisher recht nah am langjährigen Mittel.

Ausblick
Bis zum Wochenende bleibt es wechselhaft. Die Temperaturen steigen auf Werte bis 22°C, nachts kühlt es auf 12°C bis 15°C ab. Ab Montag soll es dann wärmer werden. Pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang sollen die Temperaturen bis über 25°C steigen. Für Ende nächster Woche stehen sogar Werte mit über 30°C in der Vorhersage.

Jochens Wetterblog am 11.6.2020

Rückblick

Endlich Regen! Natürlich ist Wärme und Sonnenschein viel angenehmer. Aber die Natur hat dringend auf Niederschlag gewartet. Und davon gab es in der letzten Woche jede Menge. Mit 16 l/qm war der Donnerstag der Spitzenreiter, aber auch die anderen Tage waren recht nass. Nur der Montag blieb niederschlagsfrei. In Summe fielen 39 l/qm. Die Temperaturen gingen deutlich zurück. Am Mittwoch waren es noch knapp 30 °C, am Donnerstag kaum 20 °C und der Samstag war mit maximal 15 °C ziemlich frisch. Die Sonne zeigte sich ab Donnerstag nur wenig. Am Montag gab es mit 6 Stunden etwas mehr Sonne, aber am Dienstag schaffte sie es gar nicht durch die Wolken. Insgesamt kamen 22 Sonnenstunden zusammen, gerade einmal ein Viertel der 88 Stunden in der Vorwoche. Der Wind frischte etwas auf und erreichte in Böen 53 km/h. Das war eine recht trübe und nasse Woche.
Auch wenn man es lieber warm und sonnig hätte, zum langjährigen Mittel fehlt weiterer Niederschlag, vor allem auch wenn man die Vormonate mit einbezieht. Die Durchschnittstemperatur über die ersten Junitage liegt genau auf dem Normalwert.

Ausblick

Der Freitag soll sonnig und mit Temperaturen bis 28 °C sommerlich warm werden. Auch am Samstag wird es nochmal warm, aber das Niederschlagsrisiko steigt wieder an. Ab Sonntag geht es wechselhaft weiter, mit Temperaturen zwischen 20 °C und 25 °C. Es gibt Sonne, Wolken und ab und zu auch etwas Regen.

Jochens Wetterblog am 4.6.2020

Rückblick
Satte 86 Sonnenstunden gab es in der letzten Woche. Das sind im Schnitt über 12 Stunden pro Tag. Am Dienstag waren es sogar knapp 14 Stunden. Dazu herrschten die gesamte Woche sommerliche Temperaturen mit Höchstwerten bis knapp 29°C am Dienstag.
Der UV-Index war sehr hoch, es herrschte erhöhte Sonnenbrandgefahr.
Das wäre perfektes Schwimmbadwetter, aber leider sind die Bäder wegen Corona aktuell noch geschlossen.
Der Wind war nur schwach und Regen gab es die ganze Woche nicht. Der Mai war knapp 1,5 Grad wärmer als das langjährige Mittel. Die Niederschlagsmenge erreichte im Mai nur 50% der üblichen Werte. Es ist zur Zeit viel zu trocken, die Natur leidet schon sichtbar, die Waldbrandgefahr ist erhöht.

Ausblick
Die nächsten Tage gibt es endlich wieder etwas Regen. Allerdings kann es auch Unwetter und Gewitter geben. Dazu soll es windig werden. Die Temperaturen kühlen deutlich ab, am Freitag werden nur noch Höchstwerte um 16°C erreicht. Bis mindestens Montag soll es dann wechselhaft, nass und kühl bleiben, die 20°C-Marke wird die nächsten Tage nicht mehr erreicht.

Jochens Wetterblog am 28.5.2020

Rückblick
Von Mittwoch bis Sonntag stiegen die Temperaturen immer weiter an. Jeder Tag war ein Sommertag mit Tageshöchstwerten über 25 °C. Mit 27 °C war der Sonntag der wärmste Tag der Woche. Dazu gab es viel Sonnenschein. In Summe wurden es 64 Stunden. Am Sonntag zeigten sich dann aber erste Wolken am Himmel und am Montag gab es einen kleinen Wetterumschwung. Viele dunkle Wolken bedeckten den Himmel und es gab kaum noch Sonne, die Temperatur stieg tagsüber nur noch auf 19 °C. Dazu gab es viel Regen. Über den Tag verteilt kamen 9,2 l/qm Niederschlag zusammen. Der Dienstag zeigte sich dann schon wieder freundlicher. Die Sonne schien wieder über 8 Stunden, die Wolken verschwanden allmählich und bis auf ein paar Tropfen in der Nacht blieb es niederschlagsfrei. Die Temperaturen blieben aber unter 20 °C.

Ausblick
Die nächsten Tage bleibt es tagsüber bei angenehmen Temperaturen um die 20 °C. Bei einem Wechsel aus Sonne und Wolken werden die Tage recht freundlich, nur am Samstag soll die Bewölkung überwiegen und es soll windig werden. Das vorhergesagte Niederschlagsrisiko für die nächsten Tage ist sehr gering.

Jochens Wetterblog am 21.5.2020

Rückblick

Nach einem durchwachsenen Start, entwickelt sich der Mai doch noch zu einem Wonnemonat. Die Eisheiligen sind vorbei und es wird immer schöner. Am Mittwoch gab es über 3l/qm Niederschlag und auch am Donnerstag fielen ein paar Tropfen, danach wurde es trockener. Die Wolken verschwanden und die Sonne übernahm wieder die Vorherrschaft am Himmel. Nach einem Mix aus Sonne und Wolken von Mittwoch bis Freitag gab es ab Samstag täglich über 13 Sonnenstunden. Durch den hohen UV-Index kann man sich sehr leicht einen Sonnenbrand holen. Die Temperaturen stiegen von 15°C am Mittwoch langsam an, am Samstag wurde die 20°C-Marke überschritten und ab Montag gab es wieder sommerliche Temperaturen über 25°C. Nachts kühle es ab, auf Werte zwischen 4°C und 9°C. Damit gibt es auch im Mai bereits wieder 5 Sommertage. Der Wind war nur schwach, in Böen gab es Werte bis 36km/h.

Ausblick
Am Freitag überwiegen die Wolken am Himmel und für Samstag ist viel Wind und Regen angesagt. Ab Sonntag wird es wieder trocken und es kommt wieder die Sonne raus. Die Temperaturen erreichen aber immer Werte über 20°C, der wärmste Tag wird wohl der Freitag mit angekündigten 27°C. Nachts sinken die Temperaturen auf 8°C bis 12°C.

Jochens Solar-Report 2020.5

Die Zeit vergeht wie im Flug. Es ist Mai 2020, Corona / Covid-19 lähmt das Land. Die Politiker würgen durch Verschleppung einer Neuregelung nach Ende des EEG (52GW-Deckel) den Solar-Neubau ab und wünschen sich, das alle Bürger gefälligst ihren Strom wieder bei den großen Konzernen kaufen, insgesamt ist es also eher dunkel.


Aber bei unserer Solaranlage gibt es Sonnenschein und wieder einige Neuigkeiten:

Im März haben wir nochmal 6kWp PV-Module angebaut.

Im April waren wir mit insgesamt 12kWp und unserem Storion T10 mit 10 kWh fast autark!

6 kWp – Verdoppelung der PV-Anlage

Wie in meinem Blog zu lesen ist, hatten wir bisher 6 kWp Photovoltaik-Leistung mit Überschusseinspeisung (dazu noch eine 5kWp-Anlage mit Volleinspeisung, die hier aber nicht berücksichtigt wird).

An der Garage befand sich eine Holz-Pergola, bei der ein Hagelsturm die Plastikabdeckung zertrümmert hat. Nach langem Überlegen haben wir das ganze „Gerümpel“ entsorgt und die an/auf der Garage angebaute Solaranlage vergrößert.

Dazu haben wir die vorhandenen 10 Module* ein Stück auf der Garage verschoben und das Gestell für die neuen Module von der Firma Stahlwerk Bulling komplett neu machen lassen. Die Unterkonstruktion ist perfekt und sieht absolut edel aus.
Zudem sollte das jetzt mindestens 20-30 Jahre halten.
(*die vorhandenen 6kWp bestehen aus 23 Modulen an der Fassade und 10 Modulen auf der Garage)

Da die Anlage übersteht, haben wir uns für teiltransparente Glas-Glas-Module entschieden.
Das heißt, statt einer rückseitigen Folie sind die Silizumplatten zwischen zwei Glasscheiben eingebunden. Die „Fugen“ sind durchsichtig.

Wer jetzt anhand der Bilder meint, wir hätten die Module verkehrt herum montiert, dem kann ich Entwarnung geben. Das sind Bifaciale Module, die sehen von vorne und hinten gleich aus. Diffuse und reflektierte Strahlung, die von hinten auf die Module trifft, soll den Stromertrag erhöhen.

Gesamt wurden 20 Module mit zusammen 6,3kWp verbaut.
Die vorhandenen 10 Module (2kWp) wurden auf der Garage weiter hinter das Haus verschoben.

Die Solarkabel könnte man fast unsichtbar verstecken, allerdings haben wir uns für ein System von Solaredge entschieden, das für jedes Solarmodul noch einen Optimierer vorsieht. Diese Optimierer werden von unten an die Module oder die Unterkonstruktion montiert. Diese Geräte lassen sich leider nicht unsichtbar montieren, aber es fällt kaum auf. In der Regel schaut man auch nicht nach oben, daher stört das nicht weiter.

Solar-Edge

Die Besonderheit der Solar-Edge-Wechselrichter besteht in den Optimierern, die an jedes einzelne Photovoltaik-Modul angeschlossen werden. Dadurch kann das System jedes Modul im optimalen Bereich fahren und Verschattungen einzelner Module führen nicht zu einem Leistungsverlust im gesamten String, wie es bei herkömmlichen Anlagen der Fall ist.
Außerdem wird jedes einzelne Modul überwacht und man sieht sofort, ob ein Modul Probleme macht.
Diesen Komfort erkauft man sich allerdings mit etwas mehr Elektronik-Aufwand.
Für normale Solaranlagen, die voll in der Sonne stehen, benötigt man so ein System nicht, da nimmt man eher herkömmliche Wechselrichter. Bei komplexen Schattensituationen ist so ein Solaredge-System aber genial.
Auf dem Foto der Anlage sieht man die Optimierer, die ich an die Träger geklebt habe. Das stört optisch nicht weiter.

Das Solar-Edge-System haben wir aus 2 Gründen gewählt:

Schattenmanagement.

Bild: Schattenwurf auf den Solarmodulen

Durch die Verschiebung der alten Module auf der Garage liegen diese ab ca. 12 Uhr im Schatten des Hauses. Der Schatten bewegt sich dann über Mittag langsam über das gesamte Modulfeld. Vorher mit Solarmax 2000S Wechselrichter war das komplette System mittags offline, sobald ein Modul im Schatten lag. Der neue Wechselrichter regelt die Module einzeln aus, sodass einfach nur die Module im Schatten wegfallen, der Rest der Anlage aber volle Leistung bringt. Das funktioniert erstaunlich gut.

Ab Ende April kommt interessanterweise abends die Sonne auf der NW-Seite wieder hinter dem Haus hervor, damit steigt im Sommer gegen Spätnachmittag die Leistung sogar wieder an!

Mischbetrieb der Module

Die 10 alten 230W-Module hingen an einem Solarmax 2000S Wechselrichter. Ab Mittag war das System verschattet und hatte quasi keine Leistung mehr. Mit der Verschiebung auf dem Garagendach weiter nach Westen stieg natürlich das Verschattungsproblem. Aber da das Solaredge-System über die Optimierer Spannung und Strom immer im Optimum halten kann, darf man hier verschiedene Module mischen!
Das ist eine faszinierende Möglichkeit. Der alte Wechselrichter wurde abgebaut und alle 30 Module (10x230W, 20x 310W) laufen jetzt am Solar-Edge-System. Das funktioniert erstaunlich gut. Mit herkömmlichen Wechselrichtern wäre so etwas nicht möglich.

Sonnenterrasse

Unter den Modulen soll eine Sitzecke eingerichtet werden.
Leider verzögern sich die Gartenbauarbeiten durch Corona, daher konnten wir bisher nur provisorisch unsere Lounge unter das Modulfeld stellen.
Aber schon jetzt lässt sich erkennen, dass der Platz unter den Modulen irre gemütlich ist. Ein Freund meinte sogar, das wäre ein Fall für „schöner Wohnen“, dabei ist der Bereich noch gar nicht fertig.

Speicher und Autarkie

Mit unserem Alpha ESS Storion T10, ausgebaut auf 10kWh konnten wir seit Installation in 7.2019 schon recht viel Strombezug sparen, von Dezember bis März brachte die 6kWp-PV-Anlage aber leider viel zu wenig Ertrag, meistens reichte es gerade für den Eigenverbrauch.
Unser täglicher Verbrauch liegt bei ca. 30kWh, nachts liegen ungefähr 600W Grundlast an. Das liegt natürlich an der gewerblichen Nutzung – es laufen einige IT-Geräte, die sich nachts nicht abschalten lassen und tagsüber laufen Maschinen, die viel Strom verbrauchen.

Ab Mitte März, mit der zusätzlichen PV-Anlage und damit Aufrüstung auf 12kWp Solarleistung, änderte sich alles komplett. Zudem war es ab Mitte März extrem sonnig. Im April gab es über 300 Sonnenstunden, zum Vergleich: 2019 waren es im April 199 Sonnenstunden.
Das sind im Schnitt 10 Sonnenstunden pro Tag – im April! – in Hinblick auf den Klimawandel eher erschreckend!
Trotz hohem Verbrauch war damit täglich ein voller Speicherzyklus möglich, d.h. voll laden und bis früh am Morgen war der Speicher leer.
Es dauerte täglich nur bis 10 Uhr (mit Wolken auch mal etwas länger) und der Speicher war voll. Faszinierend.
Je höher die Sonne stieg, desto kürzer war die Zeitspanne morgens zwischen leerem Speicher und Beginn der Versorgung aus Sonnenstrom.
Ein paarmal gab es sogar mehr als einen vollen Zyklus, wenn Mittags Wolken aufzogen und der Betrieb aus dem Speicher versorgt wurde, danach aber wieder die Sonne herauskam. Dadurch gab es bei einem 10kWh-Speicher mehrere Tage mit bis zu 12kWh aus dem Speicher.

Speicher-Optimum

Die ideale Auslegung des Speichers hängt immer davon ab, was man damit machen will. Für eine schnelle finanzielle Amortisation braucht man viele PV-Module und einen kleinen Speicher. Der Speicher sollte idealerweise täglich einen vollen Zyklus machen, dann wird er optimal ausgenutzt.
Aber aus finanziellen Gründen kauft man sich aktuell eher keinen Speicher.

Im April, dem ersten vollen Monat mit der neuen PV-Anlage hat der Speicher 317,9kWh geladen und 313,1kWh entladen. Das entspricht über 10kWh pro Tag, mehr geht bei einem 10kWh-Speicher kaum.
Der Wirkungsgrad errechnet sich damit zu 98,5%, das ist ein sehr ordentlicher Wert. Im Internet schwirren hier viel geringere Werte herum.

Ausfälle oder Auffälligkeiten gab es seit Inbetriebnahme des Storion T10 keine. Die Kiste läuft einfach.

Der Netzbezug lag im April mit 890kWh Verbrauch bei gerade einmal 76kWh! Zusätzlich wurden noch 833kWh eingespeist.
Das ist ein Autarkiegrad von 92%

Mehr Speicher!

Ich habe mich trotzdem dazu entschieden, den Speicher auf volle 20kWh aufzurüsten.

Mit 10kWh ist die Lade-/Entladeleistung auf 5kW beschränkt und Speicher kann man eigentlich nie genug haben.
Bei Vollausbau steigt die verfügbare Leistung auf 10kW und bei unserer Grundlast sollte es locker durch die Nacht reichen.
Mit 20kWh wäre der April 2020 vermutlich zu 100% autark gewesen und auch im Mai, der bisher eher wechselhaft ist, wäre bis zur Monatsmitte mit 20kWh volle Autarkie möglich gewesen. Mit 10kWh Speicher mussten bisher (15.5.) 57kWh aus dem Netz geladen werden (bei 337kWh Überschuss-Einspeisung).
Je geringer der Hub, desto mehr Zyklen kann das System, mit 20kWh wird also theoretisch der Gesamtspeicher entlastet, was der Lebensdauer zugute kommt.


Es ist faszinierend, wieviel Energie auch an teilweise bewölkten Tagen vom Himmel kommt und durch den Speicher reicht es auch, wenn die Wolken mal zu dicht werden.

Die Aufrüstung des Speichers ist vergleichsweise günstig, denn die ganze Steuertechnik+Wechselrichter ist ja bereits vorhanden, man muss nur 4 Batterieblöcke zusätzlich einbauen. Mit dem zusätzlichen Speicher erhöht sich auch die Versorgungssicherheit für mein Büro, denn der Storion T10 läuft hier auch als USV+Backupsystem.

Volle Autarkie?

[ Ein kleiner Gedankengang, der vielleicht gar nicht so unsinnig ist, wie er scheint, obwohl manche das sicher als Spinnerei bezeichnen würden]

Man könnte meinen, volle Autarkie über das ganze Jahr wäre noch utopisch. Wenn man genau hinschaut, erkennt man aber, dass es technisch bereits möglich wäre!
Ob es sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt, aber wenn man sieht, was die Industrie-Marionetten in Berlin alles dafür tun, damit der einfache Bürger möglichst in der Zwangsversorgung der großen Versorger bleibt (suche im Internet nach 52GW-Deckel, Smartmeter, Post-EEG, usw.), da kommt schon mal die Frage auf, ob man sich nicht einfach abklemmen könnte.
Und tatsächlich – technisch wäre es heutzutage möglich!
Finanziell ist es natürlich Unsinn. Ökologisch sowieso.

Unsere Dach-Anlage aus 2006 fällt 2027 aus der EEG-Vergütung.
Würde man die Anlage durch eine neue ersetzen, dann würden mit aktueller Technik ungefähr 16kWp auf das Dach passen. Damit hätten wir gesamt 28kWp.
Nimmt man den schlechtesten Monat seit Aufzeichnungsbeginn als worst case, dann könnte man mit 28kWp ungefähr 820kWh erzeugen. Das würde bei etwas Optimierung reichen. (Die alten 6kWp könnte man auch noch auf 8kWp repowern, bis 2027 haben die Module mehr Leistung und vielleicht gibt es noch irgendwo Platz für ein paar Module.
An Speicher wären ungefähr 100kWh nötig. Für ganz dunkle Wochen holt man im Baumarkt einfach ein Dieselaggregat. (das wäre aber nach meiner Berechnung in den letzten 10 Jahren hier nicht nötig gewesen!)

Verrückt?

Alles in Allem käme man für die Aufrüstung auf volle Autarkie mit aktuellen Preisen bei unserer Anlage auf ca. 60.000 Euro.
Bei einer konservativ gerechneten Lebensdauer von 10 Jahren und 10.000 kWh Jahresverbrauch wären das 100.000kWh
Entsprechend einem Preis pro kWh von 60cent.
Aktueller Strompreis 30cent. (In Österreich übrigens weit weniger als die Hälfte!). Zum Strompreis kommt aber noch die Grundgebühr und demnächst bekommt jeder seinen Smartmeter. Das ist nicht besser als ein Ferraris-Zähler, aber teurer. Der Netzbetreiber soll ja nicht verhungern.

Aktuell ist volle Strom-Autarkie also Unsinn. Aber ich gehe von einem großen Preisverfall bei den Speichern aus, einer Steigerung der Energiedichte und einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit der PV-Module.
Wenn die Politiker weiterhin so gegen das Volk und für die Energiewirtschaft arbeitet, wie bisher, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, in 2027 den Stromanschluss abzuklemmen.
Vielleicht liegt dann die kWh im Bezug ja schon bei 50cent, der Speicher kostet aber schon 30% weniger, oder 50%? Dann könnte man auch einen 200kWh-Speicher in den Keller stellen.

Es ist finanziell derzeit noch absolut unsinnig, technisch wäre es schon machbar und in 7 Jahren?
Man muss nur bei den Elektroautos schauen: 2015 i3 mit 20kWh, 2019 Hyundai Kona mit 64kWh zum gleichen Preis.

Für die Umwelt wäre es natürlich Quark, im Sommer die Überschussenergie wegzuwerfen, wobei man da sicher auch einiges zusätzlich verbrauchen kann.
28kWp schaffen bei uns im Jahr ca. 30.000 kWh, da würde man 20.000kWh verschenken.

Aber wie gesagt – wenn die Politiker vor der Kamera Umweltschutz heucheln und hintenherum Windkraft und Sonnenenergie in Bürgerhand bekämpfen, dann könnte das bald eine Option werden.
Vielleicht gibt es aber doch noch eine brauchbare Lösung für nach dem EEG.
Vielleicht werden Insel-Anlagen (so nennt man autarke System) bis 2027 ja auch verboten und es gibt einen Zwang zum Netzanschluss.
Nicht, dass sich irgendwer der Solidargemeinschaft zur Finanzierung der Energiekonzerne entzieht. Das geht ja gar nicht!

[Ende Gedankengang]

Storion T10

Unser Speicher läuft, wie bereits geschrieben, seit Inbetriebnahme unauffällig und zur vollsten Zufriedenheit. Der Support funktioniert super schnell und sehr freundlich, auch wenn man nur eine Frage hat.
Einzig die Überwachungsfunktion als Cloudlösung ist nicht so toll.
Da ist Alpha-ESS aber nicht allein, quasi alle Hersteller zwingen ihre Kunden in die Cloud.
Es ist mir bis heute ein Rätsel, warum die Hersteller so etwas machen.

Cloud ist Mist!
Das gilt auch für andere IT-Bereiche und das wird jeder bestätigen, dessen Daten schon aus der Cloud geklaut wurden.
Bei einem System mit Backup-Funktion und automatischer Umschaltung auf Inselbetrieb ist es unsinnig, wenn man bei Stromausfall nicht mehr auf die Daten zugreifen kann, weil man dafür einen Internetanschluss benötigt.

Hab ich noch genug Energie im Speicher? Mit ausgefallener Cloud muss man für diese Information in den Keller gehen und am Display schauen. Mit FHEM, IOBROKER oder Homematic, wäre das deutlich eleganter. Ausserdem könnte man die Daten in Echtzeit anzeigen lassen.
Damit könnte man beim Einschalten eines Verbrauchers sofort sehen, wieviel Strom dieser benötigt.

Das Überwachungsportal hatte auch schon ab und zu leichten Schluckauf. Das ging bisher recht schnell wieder. Aber was, wenn der Hersteller (was ich nicht hoffe) mal nicht mehr existiert? Oder einfach die alten Systeme in 10 Jahren nicht mehr unterstützen will?
Wie Philips und Osram, die für ihre Lichtsysteme die alten Bridges nicht mehr unterstützen. Da muss man dann eben nach ein paar Jahren was Neues kaufen.
Da bevorzuge ich einfach lokale, unabhängige Lösungen.

[Gerade ein paar Stunden, nachdem ich diesen Blogbeitrag geschrieben habe, ist das Überwachungsportal für eine geplante, angekündigte Wartung offline.
Natürlich muss das ab und zu sein, aber da wird die Abhängigkeit vom Cloud-Anbieter wieder sehr offensichtlich!]

Update 19.5.: Am 16.5. gab es ein angekündigtes Update, seither funktioniert die Online-Überwachung nicht mehr korrekt. Wie zur Bestätigung meines Blog-Beitrags vom 15.5.
Der Speicher funktioniert immer noch einwandfrei, aber die angezeigten Daten sind fehlerhaft oder fehlen ganz. Genau deswegen benötigt man eine lokale Lösung und keine Cloud!

fehlerhaftes Logging

Lokales Monitoring des Storion T10

Zum Glück hat der Storion T10 einen RS485/Modbus-Anschluss.
Der wird zwar offiziell noch nicht unterstützt, das sei noch in der Entwicklung.
Aber der Hersteller hat nichts dagegen, dass findige Benutzer den Anschluss heute schon ausprobieren.
Das ist schon mal sehr löblich, denn viele andere Hersteller blockieren alles, was nicht aus dem eigenen Haus kommt.
Damit gibt es sicher bald viele brauchbare Lösungen zum lokalen Monitoring und zur Einbindung in Hausautomationssysteme.
Im Alpha-ESS Kundenforum gibt es aktuell (5.2020) Lösungsansätze für die Anbindung an Loxone und FHEM, andere Systeme dürften sicher bald folgen.

Damit wäre der Storion T10 dann fast eine eierlegende Wollmilchsau für die Energieversorgung.
Überwachung intern im Hausnetz mit Visualisierung, Datensammlung- und Aufbereitung ist das Eine.
Die weiteren Möglichkeiten wären aber fast unbegrenzt:
Herstellerübergreifende Steuerung per Hausautomation für die Verwendung von Überschussstrom oder Begrenzung im Batteriebetrieb.

Faszinierende Möglichkeiten

Unser Hyundai Kona könnte immer dann automatisch geladen werden, wenn der Speicher voll ist und Strom im Überfluss erzeugt wird – unbhängig vom Hersteller der Wallbox.

Die Klimaanlage im Büro könnte mit Überschussstrom gesteuert werden:
Viel Überschuss = schnell kühlen, wenig Überschuss= nur ein bisschen kühlen.
Im Herbst könnte bei Strom-Überschuss eine Wärmepumpe betrieben werden (auch ein Heizstab wäre möglich, aber bei 10cent Einspeisevergütung für ein kWh Strom gegen 6cent für ein kWh Gas rechnet sich das noch nicht)

Ein Pool könnte mit Überschussstrom betrieben werden, Pumpe und Poolheizung werden nur bei vollem Akku eingeschalten.

Moderne Maschinen (Waschmaschine, Spülmaschine, etc.) könnten abhängig vom Stromüberfluss gesteuert werden.

Da gibt es sicher noch viele weitere Möglichkeiten.

Gut, dass der T10 so eine Schnittstelle hat und noch besser, dass es Leute gibt, die dafür Lösungen austüfteln.

Die Energiewende leben!

Man kann erneuerbare Energien doof finden oder befürworten – wir leben einfach unsere Energiewende.
Sicher, man kann auch billigen Kohlestrom oder Atomstrom nehmen, aber das wollen wir nicht. Wir versuchen, unseren ökologischen Fußabdruck möglichst kleinzuhalten.
Einiges sieht vielleicht nach Spinnerei aus, aber als ich mit Mailbox, Computer und Internet angefangen habe (da gab es noch kein WWW!), meinten meine Eltern noch „Junge, lerne was Anständiges, das Computerzeug hat keine Zukunft“. Bei PV-Anlagen meinte der Chef eines Energieversorgers damals „damit könnte man nicht mal ein Ipad laden“. Gut, das lag dann eher an den fehlenden Fähigkeiten des Anwenders.
Beim Hybrid-, später beim Elektroauto haben auch alle den Kopf geschüttelt.
Warum aber nicht mal was Neues wagen?

Aktuell bin ich mit der Photovoltaikanlage und dem Storion T10 sehr zufrieden.
Ich werde weiter berichten.

Sind Speicher sinnvoll?
Viele meinen nein. Ich meine ja!
Sprechen wir einfach in 5 oder 10 Jahren nochmal darüber.

Wer meint, dass wir einfach mit Kohle, Öl und Gas weitermachen können, der soll einfach mal die Statistik meiner Wetterstation anschauen, interpretieren und verstehen.

Es muss sich was ändern!
Photovoltaik und Stromspeicher sind ein wichtiger Baustein für die Zukunft!


Vielen Dank fürs Lesen – bleibt gesund!

www.bastel-bastel.de
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