Kategorie: Energie und Umwelt

Meine Gedanken zur aktuellen Energie- und Umweltpolitik. Teilweise etwas abweichend vom „Mainstream“

Jochens Solar-Report 2020.5

Die Zeit vergeht wie im Flug. Es ist Mai 2020, Corona / Covid-19 lähmt das Land. Die Politiker würgen durch Verschleppung einer Neuregelung nach Ende des EEG (52GW-Deckel) den Solar-Neubau ab und wünschen sich, das alle Bürger gefälligst ihren Strom wieder bei den großen Konzernen kaufen, insgesamt ist es also eher dunkel.


Aber bei unserer Solaranlage gibt es Sonnenschein und wieder einige Neuigkeiten:

Im März haben wir nochmal 6kWp PV-Module angebaut.

Im April waren wir mit insgesamt 12kWp und unserem Storion T10 mit 10 kWh fast autark!

6 kWp – Verdoppelung der PV-Anlage

Wie in meinem Blog zu lesen ist, hatten wir bisher 6 kWp Photovoltaik-Leistung mit Überschusseinspeisung (dazu noch eine 5kWp-Anlage mit Volleinspeisung, die hier aber nicht berücksichtigt wird).

An der Garage befand sich eine Holz-Pergola, bei der ein Hagelsturm die Plastikabdeckung zertrümmert hat. Nach langem Überlegen haben wir das ganze „Gerümpel“ entsorgt und die an/auf der Garage angebaute Solaranlage vergrößert.

Dazu haben wir die vorhandenen 10 Module* ein Stück auf der Garage verschoben und das Gestell für die neuen Module von der Firma Stahlwerk Bulling komplett neu machen lassen. Die Unterkonstruktion ist perfekt und sieht absolut edel aus.
Zudem sollte das jetzt mindestens 20-30 Jahre halten.
(*die vorhandenen 6kWp bestehen aus 23 Modulen an der Fassade und 10 Modulen auf der Garage)

Da die Anlage übersteht, haben wir uns für teiltransparente Glas-Glas-Module entschieden.
Das heißt, statt einer rückseitigen Folie sind die Silizumplatten zwischen zwei Glasscheiben eingebunden. Die „Fugen“ sind durchsichtig.

Wer jetzt anhand der Bilder meint, wir hätten die Module verkehrt herum montiert, dem kann ich Entwarnung geben. Das sind Bifaciale Module, die sehen von vorne und hinten gleich aus. Diffuse und reflektierte Strahlung, die von hinten auf die Module trifft, soll den Stromertrag erhöhen.

Gesamt wurden 20 Module mit zusammen 6,3kWp verbaut.
Die vorhandenen 10 Module (2kWp) wurden auf der Garage weiter hinter das Haus verschoben.

Die Solarkabel könnte man fast unsichtbar verstecken, allerdings haben wir uns für ein System von Solaredge entschieden, das für jedes Solarmodul noch einen Optimierer vorsieht. Diese Optimierer werden von unten an die Module oder die Unterkonstruktion montiert. Diese Geräte lassen sich leider nicht unsichtbar montieren, aber es fällt kaum auf. In der Regel schaut man auch nicht nach oben, daher stört das nicht weiter.

Solar-Edge

Die Besonderheit der Solar-Edge-Wechselrichter besteht in den Optimierern, die an jedes einzelne Photovoltaik-Modul angeschlossen werden. Dadurch kann das System jedes Modul im optimalen Bereich fahren und Verschattungen einzelner Module führen nicht zu einem Leistungsverlust im gesamten String, wie es bei herkömmlichen Anlagen der Fall ist.
Außerdem wird jedes einzelne Modul überwacht und man sieht sofort, ob ein Modul Probleme macht.
Diesen Komfort erkauft man sich allerdings mit etwas mehr Elektronik-Aufwand.
Für normale Solaranlagen, die voll in der Sonne stehen, benötigt man so ein System nicht, da nimmt man eher herkömmliche Wechselrichter. Bei komplexen Schattensituationen ist so ein Solaredge-System aber genial.
Auf dem Foto der Anlage sieht man die Optimierer, die ich an die Träger geklebt habe. Das stört optisch nicht weiter.

Das Solar-Edge-System haben wir aus 2 Gründen gewählt:

Schattenmanagement.

Bild: Schattenwurf auf den Solarmodulen

Durch die Verschiebung der alten Module auf der Garage liegen diese ab ca. 12 Uhr im Schatten des Hauses. Der Schatten bewegt sich dann über Mittag langsam über das gesamte Modulfeld. Vorher mit Solarmax 2000S Wechselrichter war das komplette System mittags offline, sobald ein Modul im Schatten lag. Der neue Wechselrichter regelt die Module einzeln aus, sodass einfach nur die Module im Schatten wegfallen, der Rest der Anlage aber volle Leistung bringt. Das funktioniert erstaunlich gut.

Ab Ende April kommt interessanterweise abends die Sonne auf der NW-Seite wieder hinter dem Haus hervor, damit steigt im Sommer gegen Spätnachmittag die Leistung sogar wieder an!

Mischbetrieb der Module

Die 10 alten 230W-Module hingen an einem Solarmax 2000S Wechselrichter. Ab Mittag war das System verschattet und hatte quasi keine Leistung mehr. Mit der Verschiebung auf dem Garagendach weiter nach Westen stieg natürlich das Verschattungsproblem. Aber da das Solaredge-System über die Optimierer Spannung und Strom immer im Optimum halten kann, darf man hier verschiedene Module mischen!
Das ist eine faszinierende Möglichkeit. Der alte Wechselrichter wurde abgebaut und alle 30 Module (10x230W, 20x 310W) laufen jetzt am Solar-Edge-System. Das funktioniert erstaunlich gut. Mit herkömmlichen Wechselrichtern wäre so etwas nicht möglich.

Sonnenterrasse

Unter den Modulen soll eine Sitzecke eingerichtet werden.
Leider verzögern sich die Gartenbauarbeiten durch Corona, daher konnten wir bisher nur provisorisch unsere Lounge unter das Modulfeld stellen.
Aber schon jetzt lässt sich erkennen, dass der Platz unter den Modulen irre gemütlich ist. Ein Freund meinte sogar, das wäre ein Fall für „schöner Wohnen“, dabei ist der Bereich noch gar nicht fertig.

Speicher und Autarkie

Mit unserem Alpha ESS Storion T10, ausgebaut auf 10kWh konnten wir seit Installation in 7.2019 schon recht viel Strombezug sparen, von Dezember bis März brachte die 6kWp-PV-Anlage aber leider viel zu wenig Ertrag, meistens reichte es gerade für den Eigenverbrauch.
Unser täglicher Verbrauch liegt bei ca. 30kWh, nachts liegen ungefähr 600W Grundlast an. Das liegt natürlich an der gewerblichen Nutzung – es laufen einige IT-Geräte, die sich nachts nicht abschalten lassen und tagsüber laufen Maschinen, die viel Strom verbrauchen.

Ab Mitte März, mit der zusätzlichen PV-Anlage und damit Aufrüstung auf 12kWp Solarleistung, änderte sich alles komplett. Zudem war es ab Mitte März extrem sonnig. Im April gab es über 300 Sonnenstunden, zum Vergleich: 2019 waren es im April 199 Sonnenstunden.
Das sind im Schnitt 10 Sonnenstunden pro Tag – im April! – in Hinblick auf den Klimawandel eher erschreckend!
Trotz hohem Verbrauch war damit täglich ein voller Speicherzyklus möglich, d.h. voll laden und bis früh am Morgen war der Speicher leer.
Es dauerte täglich nur bis 10 Uhr (mit Wolken auch mal etwas länger) und der Speicher war voll. Faszinierend.
Je höher die Sonne stieg, desto kürzer war die Zeitspanne morgens zwischen leerem Speicher und Beginn der Versorgung aus Sonnenstrom.
Ein paarmal gab es sogar mehr als einen vollen Zyklus, wenn Mittags Wolken aufzogen und der Betrieb aus dem Speicher versorgt wurde, danach aber wieder die Sonne herauskam. Dadurch gab es bei einem 10kWh-Speicher mehrere Tage mit bis zu 12kWh aus dem Speicher.

Speicher-Optimum

Die ideale Auslegung des Speichers hängt immer davon ab, was man damit machen will. Für eine schnelle finanzielle Amortisation braucht man viele PV-Module und einen kleinen Speicher. Der Speicher sollte idealerweise täglich einen vollen Zyklus machen, dann wird er optimal ausgenutzt.
Aber aus finanziellen Gründen kauft man sich aktuell eher keinen Speicher.

Im April, dem ersten vollen Monat mit der neuen PV-Anlage hat der Speicher 317,9kWh geladen und 313,1kWh entladen. Das entspricht über 10kWh pro Tag, mehr geht bei einem 10kWh-Speicher kaum.
Der Wirkungsgrad errechnet sich damit zu 98,5%, das ist ein sehr ordentlicher Wert. Im Internet schwirren hier viel geringere Werte herum.

Ausfälle oder Auffälligkeiten gab es seit Inbetriebnahme des Storion T10 keine. Die Kiste läuft einfach.

Der Netzbezug lag im April mit 890kWh Verbrauch bei gerade einmal 76kWh! Zusätzlich wurden noch 833kWh eingespeist.
Das ist ein Autarkiegrad von 92%

Mehr Speicher!

Ich habe mich trotzdem dazu entschieden, den Speicher auf volle 20kWh aufzurüsten.

Mit 10kWh ist die Lade-/Entladeleistung auf 5kW beschränkt und Speicher kann man eigentlich nie genug haben.
Bei Vollausbau steigt die verfügbare Leistung auf 10kW und bei unserer Grundlast sollte es locker durch die Nacht reichen.
Mit 20kWh wäre der April 2020 vermutlich zu 100% autark gewesen und auch im Mai, der bisher eher wechselhaft ist, wäre bis zur Monatsmitte mit 20kWh volle Autarkie möglich gewesen. Mit 10kWh Speicher mussten bisher (15.5.) 57kWh aus dem Netz geladen werden (bei 337kWh Überschuss-Einspeisung).
Je geringer der Hub, desto mehr Zyklen kann das System, mit 20kWh wird also theoretisch der Gesamtspeicher entlastet, was der Lebensdauer zugute kommt.


Es ist faszinierend, wieviel Energie auch an teilweise bewölkten Tagen vom Himmel kommt und durch den Speicher reicht es auch, wenn die Wolken mal zu dicht werden.

Die Aufrüstung des Speichers ist vergleichsweise günstig, denn die ganze Steuertechnik+Wechselrichter ist ja bereits vorhanden, man muss nur 4 Batterieblöcke zusätzlich einbauen. Mit dem zusätzlichen Speicher erhöht sich auch die Versorgungssicherheit für mein Büro, denn der Storion T10 läuft hier auch als USV+Backupsystem.

Volle Autarkie?

[ Ein kleiner Gedankengang, der vielleicht gar nicht so unsinnig ist, wie er scheint, obwohl manche das sicher als Spinnerei bezeichnen würden]

Man könnte meinen, volle Autarkie über das ganze Jahr wäre noch utopisch. Wenn man genau hinschaut, erkennt man aber, dass es technisch bereits möglich wäre!
Ob es sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt, aber wenn man sieht, was die Industrie-Marionetten in Berlin alles dafür tun, damit der einfache Bürger möglichst in der Zwangsversorgung der großen Versorger bleibt (suche im Internet nach 52GW-Deckel, Smartmeter, Post-EEG, usw.), da kommt schon mal die Frage auf, ob man sich nicht einfach abklemmen könnte.
Und tatsächlich – technisch wäre es heutzutage möglich!
Finanziell ist es natürlich Unsinn. Ökologisch sowieso.

Unsere Dach-Anlage aus 2006 fällt 2027 aus der EEG-Vergütung.
Würde man die Anlage durch eine neue ersetzen, dann würden mit aktueller Technik ungefähr 16kWp auf das Dach passen. Damit hätten wir gesamt 28kWp.
Nimmt man den schlechtesten Monat seit Aufzeichnungsbeginn als worst case, dann könnte man mit 28kWp ungefähr 820kWh erzeugen. Das würde bei etwas Optimierung reichen. (Die alten 6kWp könnte man auch noch auf 8kWp repowern, bis 2027 haben die Module mehr Leistung und vielleicht gibt es noch irgendwo Platz für ein paar Module.
An Speicher wären ungefähr 100kWh nötig. Für ganz dunkle Wochen holt man im Baumarkt einfach ein Dieselaggregat. (das wäre aber nach meiner Berechnung in den letzten 10 Jahren hier nicht nötig gewesen!)

Verrückt?

Alles in Allem käme man für die Aufrüstung auf volle Autarkie mit aktuellen Preisen bei unserer Anlage auf ca. 60.000 Euro.
Bei einer konservativ gerechneten Lebensdauer von 10 Jahren und 10.000 kWh Jahresverbrauch wären das 100.000kWh
Entsprechend einem Preis pro kWh von 60cent.
Aktueller Strompreis 30cent. (In Österreich übrigens weit weniger als die Hälfte!). Zum Strompreis kommt aber noch die Grundgebühr und demnächst bekommt jeder seinen Smartmeter. Das ist nicht besser als ein Ferraris-Zähler, aber teurer. Der Netzbetreiber soll ja nicht verhungern.

Aktuell ist volle Strom-Autarkie also Unsinn. Aber ich gehe von einem großen Preisverfall bei den Speichern aus, einer Steigerung der Energiedichte und einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit der PV-Module.
Wenn die Politiker weiterhin so gegen das Volk und für die Energiewirtschaft arbeitet, wie bisher, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, in 2027 den Stromanschluss abzuklemmen.
Vielleicht liegt dann die kWh im Bezug ja schon bei 50cent, der Speicher kostet aber schon 30% weniger, oder 50%? Dann könnte man auch einen 200kWh-Speicher in den Keller stellen.

Es ist finanziell derzeit noch absolut unsinnig, technisch wäre es schon machbar und in 7 Jahren?
Man muss nur bei den Elektroautos schauen: 2015 i3 mit 20kWh, 2019 Hyundai Kona mit 64kWh zum gleichen Preis.

Für die Umwelt wäre es natürlich Quark, im Sommer die Überschussenergie wegzuwerfen, wobei man da sicher auch einiges zusätzlich verbrauchen kann.
28kWp schaffen bei uns im Jahr ca. 30.000 kWh, da würde man 20.000kWh verschenken.

Aber wie gesagt – wenn die Politiker vor der Kamera Umweltschutz heucheln und hintenherum Windkraft und Sonnenenergie in Bürgerhand bekämpfen, dann könnte das bald eine Option werden.
Vielleicht gibt es aber doch noch eine brauchbare Lösung für nach dem EEG.
Vielleicht werden Insel-Anlagen (so nennt man autarke System) bis 2027 ja auch verboten und es gibt einen Zwang zum Netzanschluss.
Nicht, dass sich irgendwer der Solidargemeinschaft zur Finanzierung der Energiekonzerne entzieht. Das geht ja gar nicht!

[Ende Gedankengang]

Storion T10

Unser Speicher läuft, wie bereits geschrieben, seit Inbetriebnahme unauffällig und zur vollsten Zufriedenheit. Der Support funktioniert super schnell und sehr freundlich, auch wenn man nur eine Frage hat.
Einzig die Überwachungsfunktion als Cloudlösung ist nicht so toll.
Da ist Alpha-ESS aber nicht allein, quasi alle Hersteller zwingen ihre Kunden in die Cloud.
Es ist mir bis heute ein Rätsel, warum die Hersteller so etwas machen.

Cloud ist Mist!
Das gilt auch für andere IT-Bereiche und das wird jeder bestätigen, dessen Daten schon aus der Cloud geklaut wurden.
Bei einem System mit Backup-Funktion und automatischer Umschaltung auf Inselbetrieb ist es unsinnig, wenn man bei Stromausfall nicht mehr auf die Daten zugreifen kann, weil man dafür einen Internetanschluss benötigt.

Hab ich noch genug Energie im Speicher? Mit ausgefallener Cloud muss man für diese Information in den Keller gehen und am Display schauen. Mit FHEM, IOBROKER oder Homematic, wäre das deutlich eleganter. Ausserdem könnte man die Daten in Echtzeit anzeigen lassen.
Damit könnte man beim Einschalten eines Verbrauchers sofort sehen, wieviel Strom dieser benötigt.

Das Überwachungsportal hatte auch schon ab und zu leichten Schluckauf. Das ging bisher recht schnell wieder. Aber was, wenn der Hersteller (was ich nicht hoffe) mal nicht mehr existiert? Oder einfach die alten Systeme in 10 Jahren nicht mehr unterstützen will?
Wie Philips und Osram, die für ihre Lichtsysteme die alten Bridges nicht mehr unterstützen. Da muss man dann eben nach ein paar Jahren was Neues kaufen.
Da bevorzuge ich einfach lokale, unabhängige Lösungen.

[Gerade ein paar Stunden, nachdem ich diesen Blogbeitrag geschrieben habe, ist das Überwachungsportal für eine geplante, angekündigte Wartung offline.
Natürlich muss das ab und zu sein, aber da wird die Abhängigkeit vom Cloud-Anbieter wieder sehr offensichtlich!]

Update 19.5.: Am 16.5. gab es ein angekündigtes Update, seither funktioniert die Online-Überwachung nicht mehr korrekt. Wie zur Bestätigung meines Blog-Beitrags vom 15.5.
Der Speicher funktioniert immer noch einwandfrei, aber die angezeigten Daten sind fehlerhaft oder fehlen ganz. Genau deswegen benötigt man eine lokale Lösung und keine Cloud!

fehlerhaftes Logging

Lokales Monitoring des Storion T10

Zum Glück hat der Storion T10 einen RS485/Modbus-Anschluss.
Der wird zwar offiziell noch nicht unterstützt, das sei noch in der Entwicklung.
Aber der Hersteller hat nichts dagegen, dass findige Benutzer den Anschluss heute schon ausprobieren.
Das ist schon mal sehr löblich, denn viele andere Hersteller blockieren alles, was nicht aus dem eigenen Haus kommt.
Damit gibt es sicher bald viele brauchbare Lösungen zum lokalen Monitoring und zur Einbindung in Hausautomationssysteme.
Im Alpha-ESS Kundenforum gibt es aktuell (5.2020) Lösungsansätze für die Anbindung an Loxone und FHEM, andere Systeme dürften sicher bald folgen.

Damit wäre der Storion T10 dann fast eine eierlegende Wollmilchsau für die Energieversorgung.
Überwachung intern im Hausnetz mit Visualisierung, Datensammlung- und Aufbereitung ist das Eine.
Die weiteren Möglichkeiten wären aber fast unbegrenzt:
Herstellerübergreifende Steuerung per Hausautomation für die Verwendung von Überschussstrom oder Begrenzung im Batteriebetrieb.

Faszinierende Möglichkeiten

Unser Hyundai Kona könnte immer dann automatisch geladen werden, wenn der Speicher voll ist und Strom im Überfluss erzeugt wird – unbhängig vom Hersteller der Wallbox.

Die Klimaanlage im Büro könnte mit Überschussstrom gesteuert werden:
Viel Überschuss = schnell kühlen, wenig Überschuss= nur ein bisschen kühlen.
Im Herbst könnte bei Strom-Überschuss eine Wärmepumpe betrieben werden (auch ein Heizstab wäre möglich, aber bei 10cent Einspeisevergütung für ein kWh Strom gegen 6cent für ein kWh Gas rechnet sich das noch nicht)

Ein Pool könnte mit Überschussstrom betrieben werden, Pumpe und Poolheizung werden nur bei vollem Akku eingeschalten.

Moderne Maschinen (Waschmaschine, Spülmaschine, etc.) könnten abhängig vom Stromüberfluss gesteuert werden.

Da gibt es sicher noch viele weitere Möglichkeiten.

Gut, dass der T10 so eine Schnittstelle hat und noch besser, dass es Leute gibt, die dafür Lösungen austüfteln.

Die Energiewende leben!

Man kann erneuerbare Energien doof finden oder befürworten – wir leben einfach unsere Energiewende.
Sicher, man kann auch billigen Kohlestrom oder Atomstrom nehmen, aber das wollen wir nicht. Wir versuchen, unseren ökologischen Fußabdruck möglichst kleinzuhalten.
Einiges sieht vielleicht nach Spinnerei aus, aber als ich mit Mailbox, Computer und Internet angefangen habe (da gab es noch kein WWW!), meinten meine Eltern noch „Junge, lerne was Anständiges, das Computerzeug hat keine Zukunft“. Bei PV-Anlagen meinte der Chef eines Energieversorgers damals „damit könnte man nicht mal ein Ipad laden“. Gut, das lag dann eher an den fehlenden Fähigkeiten des Anwenders.
Beim Hybrid-, später beim Elektroauto haben auch alle den Kopf geschüttelt.
Warum aber nicht mal was Neues wagen?

Aktuell bin ich mit der Photovoltaikanlage und dem Storion T10 sehr zufrieden.
Ich werde weiter berichten.

Sind Speicher sinnvoll?
Viele meinen nein. Ich meine ja!
Sprechen wir einfach in 5 oder 10 Jahren nochmal darüber.

Wer meint, dass wir einfach mit Kohle, Öl und Gas weitermachen können, der soll einfach mal die Statistik meiner Wetterstation anschauen, interpretieren und verstehen.

Es muss sich was ändern!
Photovoltaik und Stromspeicher sind ein wichtiger Baustein für die Zukunft!


Vielen Dank fürs Lesen – bleibt gesund!

1 Jahr Hyundai Kona Elektro

Unser Kona war Ende Januar das erste Mal bei der Jahresinspektion.
1 Jahr ist schnell vorbei. Zeit für eine erste Zwischenbilanz.

Inspektion und (keine) Mängel

Die erste Inspektion soll nach 15.000 km oder 1 Jahr durchgeführt werden, je nachdem, was früher eintritt.
Unser Kona hat nach 1 Jahr gerade einmal 8550 km auf dem Tacho.
Die Inspektion hat in Summe 97,- Euro gekostet. Davon sind 95,- Euro reine Arbeitszeit und 2,- Euro für Scheibenklar.
2,- Euro die mich ziemlich ärgern, denn das Wischwasser hatte ich vor der Inspektion bis zum Rand aufgefüllt. Anscheinend wird das (von vielen Autohäusern) pauschal auf die Rechnung gesetzt.

Mängel gibt es am Fahrzeug nach einem Jahr noch keine.
Die Wartungs-Checkliste wurde abgearbeitet und alles ist so weit in Ordnung.

Etwas nervig ist der harte Dichtungsgummi an der Heckklappe.
Sehr oft kommt es vor, dass die Heckklappe nicht richtig schließt und man nochmal auf und wieder zu machen muss. Das ist vor allem dann störend, wenn man schon eingestiegen ist und dann erst am Display erkennt, dass die Klappe nicht korrekt geschlossen ist.
Das ist wohl bei allen Kona so und eine Abhilfe scheint es nicht wirklich zu geben.

Ansonsten 1 Jahr Fahrfreude pur!

Kostenfaktor

Die Betriebskosten des Elektro-Kona sind sehr gering.
Abgesehen von den 95,- Euro für den Jahres-Service wurde bisher 5x an kostenpflichtigen Ladesäulen geladen. Gesamtkosten 70,- Euro.
Zu Hause wurde nur wenig geladen, wenn der Akku für einen Ausflug bis zum Rand gefüllt sein sollte. Kosten für das zu Hause Laden ca. 30,- Euro.
Die meisten Ladungen wurden an kostenlosen Ladesäulen durchgeführt.
Parken ist in Ludwigsburg für Elektrofahrzeuge kostenlos (leider nicht in den Parkhäusern). Elektroautos sind auf 10 Jahre steuerbefreit. Für die Vollkasko-Versicherung sind 350,- Euro fällig. Sonstige Kosten sind nicht angefallen.
Damit sind für 8500 km reine Betriebskosten von 545,- Euro angefallen, oder 6,5 cent pro Kilometer. (Ohne Abschreibung und Wertverlust)
Das ist recht günstig.
Mit einem Verbrenner bei einem angenommenen Durchschnittsverbrauch von 7l/100km wären es schon 850,- Euro alleine für den Sprit gewesen. Dazu wäre der Service teurer, KFZ-Steuer wäre angefallen und auch Parkkosten.

Wenn in naher Zukunft vermutlich die kostenlosen Lademöglichkeiten wegfallen, dann kann man das Auto an der eigenen PV-Anlage für ungefähr 10 cent/kWh laden. Bei max. 20kWh/100km sind das Energiekosten von 2,- Euro auf 100km. (Verbrenner ab 12,- Euro/km).

Nachteile Elektrofahrzeug

Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob ein Elektroauto oder ein Verbrenner besser passen. Ein noch sehr gewichtiger Nachteil bei Elektroautos ist die fehlende Infrastruktur.
Das kann man bei meinen Berichten zu den Ausflügen in den Europapark oder auf den Feldberg lesen.
Viele Betreiber von Ladesäulen verlangen mittlerweile auch extrem hohe Gebühren für den Strom. Welche Kalkulation dahinter steht, kann ich nicht sagen. Es sieht doch sehr nach Abzocke aus, wenn auf einmal 79 Cent pro Kilowattstunde aufgerufen werden.
Damit ist die Fahrt mit dem Elektroauto teurer als mit dem Verbrenner.

Ohne ausreichend Ladesäulen sind keine Fernreisen möglich.
Für die breite Masse ist die Elektromobilität auch 2020 nicht unbedingt zu empfehlen.
Für unsere Zwecke mit überwiegend Kurzstrecke und gelegentlichen Ausflügen ist ein Elektroauto aber die bessere Alternative.
Die reGIERung labert, macht aber hintenherum genau das Gegenteil, von dem was sie verspricht. Die Konsortien bauen Ladesäulen und greifen Fördergelder ab, blockieren dann aber den Zugang für bestimmte Fahrzeuge oder verlangen Wucherpreise. Ein Anbieter hat beispielsweise im Januar den Ladepreis von pauschal 8,- Euro auf 79 cent pro kWh angehoben, das wären bei benötigten 50kWh schlappe 40,- Euro für einmal „Volltanken“. Damit käme man auf der Autobahn ca. 250km weit. Bei 7l/100km kostet der Sprit für den Verbrenner nur 33,- Euro. Mit solchen Wucherpreisen wird das nichts mit der Energiewende.
Allerdings geht es hier auch um das „Aussperren“ bestimmter Fabrikate, denn mit Kundenkarte bestimmter Fahrzeugmarken kann man im Roaming an denselben Säulen immer noch recht günstig laden.
Das wäre vergleichbar mit einer Tankstelle, die die Preise je nach Fahrzeugmarke zwischen 20cent und 5 Euro je Liter variiert.
Hier scheint sich die deutsche Industrie abschotten zu wollen.
Vielleicht ist es auch die pure Angst und Verzweiflung. Im Februar 2020 ist Tesla an der Börse mittlerweile mehr wert, als VW und BMW zusammen!

Die derzeitige Lade-Infrastruktur in Deutschland ist NICHT für den elektrischen Massenbetrieb geeignet!
Daran wird sich vermutlich auch die nächsten Jahre nichts ändern, wenn man als Beispiel Internet und Mobilnetz zum Vergleich heranzieht. Deutschland ist bei modernen Techniken ein Entwicklungsland. Unfähige Politiker, Konzerne die sich nicht einigen. Andere Länder zeigen, wie so etwas geht.

Wer sich ein Elektrofahrzeug kauft, sollte also genau überlegen, wohin er damit fahren möchte.

Umstieg auf einen Verbrenner?

Jetzt habe ich doch einiges Negative über Elektroautos geschrieben. Werde ich also in Kürze wieder auf einen Verbrenner umsteigen?

Mit Sicherheit nicht – Elektroautos sind – für unsere Bedürfnisse – einfach um Welten besser, als Verbrenner.

Man muss die Sache einfach differenzierter betrachten.
Der dämliche Streit zwischen Elektrobefürwortern und Petrolheads bringt nichts!
Sicher gibt es viele Menschen, für die ein Verbrenner die bessere Alternative ist, zumindest zur Zeit noch.
Bei allem, was ich in meinem Blog schreibe, gehe ich immer von unserem Standpunkt aus: Eigene Garage, hauptsächlich Kurzstrecke, Lademöglichkeit in der Garage.
Dafür ist das Elektroauto perfekt! Ein Verbrenner hat in dieser Anwendung nicht den Hauch einer Chance.
Wer in der bedauernswerten Situation ist, keine Lademöglichkeit zu haben, täglich 1000 Kilometer über die Autobahn fahren zu müssen, ein fettes SUV mit Knatter-Auspuff als Statussymbol zu benötigen, für den ist ein Elektroauto nichts.

Für die meisten „normalen“ Autofahrer ist 2020 der Verbrennungsmotor auch noch besser geeignet, weil es einfacher und billiger ist. Das wird sich aber vermutlich in Zukunft ändern.
Da das aber von der (unfähigen) Politik abhängig ist, kann man hier nur schwer Voraussagen treffen.
Für immer mehr Menschen kann ein Elektroauto aber eine sehr sinnvolle Alternative sein.
Also Augen auf beim Autokauf!

Im Winter in ein zugefrorenes Elektroauto einsteigen. Heizung einschalten, 2 Minuten warten, die Frontscheibe ist frei und der Innenraum warm. Das schafft ein Verbrenner nicht.
Auch für Kurzstreckenfahrten sind Elektroautos ideal.
Für unsere Strecken von 2-5km kam mit dem Verbrenner vorher ein Verbrauch von 15l/100km zusammen, der Kona braucht 15kWh/100km, umgerechnet etwas 1,5l!
Das Elektroauto stinkt nicht, es knattert nicht, es rattert nicht. Man muss nicht an eine versiffte Tankstelle. Das Laden dauert nur Sekunden (Kabel einstecken, fertig). Es fährt sich viel entspannter.
Der Energieverbrauch unseres Kona liegt auf die 8500km im Schnitt bei 17kWh/100km, ein Verbrenner müsste also bei gleicher Effizienz mit 1,7l/100km fahren. Den Strom kann man selbst von der Sonne ernten. Man benötigt keine Scheichs, keine US-Flugzeugträger zum Schutz irgendwelcher Ölfelder. Zugegeben, die reGIERung greift mittlerweile auch bei Solaranlagen gerne zu und fordert für die Nutzung der Sonne Steuern, Umlagen und Abgaben.

Die Performance eines Elektroautos ist unvergleichlich besser als die eines Verbrenners. Der Kona bringt knapp 400Nm Drehmoment aus dem Stand – geräuschlos!

Elektro-Zukunft

Früher gab es Handy mit 2 Wochen Laufzeit. Dann kamen die Smartphones. Die mussten jeden Abend aufgeladen werden. Dafür hatten sie aber einen ungeheuren Mehrwert.
Ähnliches gilt für die Reichweite von Elektrofahrzeugen.
Wenn das Auto beim Parken eingesteckt wird (zu Hause, in der Firma, an öffentlichen Parkplätzen), dann ist es immer geladen. Unterwegs zu laden ist dann nur noch in Ausnahmen nötig. Dazu fehlt aber in Deutschland die Infrastruktur (andere Länder sind da deutlich weiter!).

Die deutsche Automobil-Industrie behauptet jetzt ganz frech, dass es doch „den sauberen Diesel“ gäbe. Tatsächlich gibt es den seit über 10 Jahren! Autos werden in den USA mit einer viel besseren Abgasreinigung verkauft, als in Deutschland. Es wäre also möglich gewesen, das auch in Deutschland so zu machen. Man hat es aber aus Profitgier nicht gemacht. Lieber hat man dreckige Autos verkauft und dann einfach betrogen, das ist ja auch viel einfacher.

Selbst Ohne Betrug funktionieren die Abgasreinigungsanlagen übrigens sehr oft nicht. Im Winter werden die zum Schutz der Technik einfach deaktiviert – ganz legal! An einem kalten Januartag bekommt man an der Straße damit den ganzen Dreck ungefiltert ins Gesicht geblasen. Aber bald gibt es ja sowieso keine kalten Winter mehr.

Liebe Deutsche Autoindustrie, Ihr habt es einfach verkackt!

Die Zukunft fährt sicher nicht rein elektrisch. Aber der Anteil der Elektrofahrzeuge wird steigen und die Verbrenner werden im Individualverkehr immer weniger.

Verbrenner werden denselben Weg gehen wie Segelschiffe, Pferdekutschen, Dampflokomotiven.

Jeder sollte natürlich frei entscheiden dürfen, was er sich für ein Auto kauft.
Ich für meinen Teil bleibe bei Elektro und freue mich an der ruhigen und angenehmen Fortbewegung.

Meine Elektroauto-Galerie

2006: Unser erstes Hybridfahrzeug – Verbrauch unter 5l/100km
2015: BMW i3 – unser erstes reines Elektroauto – so geht Freude am Fahren!
2018: Nissan Leaf 2.Zero (Rechts): Tolles Familien-Elektroauto. Aber ein Autohaus zum Davonlaufen und das Auto mit einem exotischen Ladestecker und Rapidgate (Probleme durch fehlende Batteriekühlung!)
Nummer 5 lebt: Unser Hyundai Kona Elektro – endlich ein vollwertiges Elektroauto. 500 Kilometer Reichweite im Sommer, bis 400km im Winter. Über 200PS und 400Nm Drehmoment, ein Spassmobil für die Familie!






Elektrisch zum Feldberg

Vom 10.1.2020 bis 12.1.2020 waren wir mit unserem Hyundai Kona Elektro für ein Wochenende auf dem Feldberg im Schwarzwald.

Reichweitenschätzung

200 Kilometer Strecke sollten für heutige Elektroautos auch im Winter kein Reichweitenproblem darstellen.
Unser Hyundai Kona Elektro mit 64 kWh-Akku schafft im Sommer locker 400km, im Winter sollten es mindestens 300km sein. Das hat bisher auch immer ganz gut gestimmt, wie man an den Fahrten in den Europapark in Rust sehen kann.
Auf der Autobahn kann man im Winter mit 20-22kWh pro 100km rechnen. Aber wie sieht es aus, wenn es dabei auch noch den Berg hochgeht?
Unser Ziel, das Familotel Feldberger Hof, liegt auf 1277m üNN, unser Haus auf ca. 270m üNN, die Strecke hat also einen Höhenunterschied von ziemlich genau 1000m.
Die Entfernung liegt bei 200km.
Bei der Abfahrt zeigt unser Kona bei +4°C, voll geladen, eine Reichweite von 389km an. Diese Reichweitenschätzung basiert auf der bisherigen Fahrweise und Strecke.

Auf Landstraßen ist es meistens mehr, bei Autobahnfahrt und großem Höhenunterschied wird die Reichweite vermutlich deutlich geringer sein.
Wir fuhren freitagnachmittags direkt nach der Schule los auf die A81 in Richtung Stuttgart. Es war wie immer im Großraum Stuttgart sehr viel Verkehr, aber zum Glück war auf der ganzen Strecke kein Stau.
Die Strecke führte über 150 km Autobahn und 50 km Landstraße bis an das Hotel Feldberger Hof. Auf der Autobahn schwammen wir im Verkehr mit, das heißt Tempo 100 in Baustellen und bei dichtem Verkehr. Bei freier Strecke gerne auch mal 150 km/h. Wir sind nicht gerast, aber auch nicht geschlichen, der geladene Strom sollte locker ausreichen.

Nach 2 Stunden und 20 Minuten hatten wir unser Ziel erreicht. Für die Verkehrssituation war das ein recht guter Wert. Über die Strecke von 200 km haben wir 22 kWh/100 km benötigt.
Das ist bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, Autobahntempo und einem Anstieg von 1000 Höhenmetern besser, als ich es erwartet hatte. Der Kona zeigte noch 110 km Restreichweite an.
Theoretisch müsste man anschließend testweise den Berg wieder hinunterfahren, da benötigt das Auto dann keine Energie mehr, im Gegenteil: Bei Bergabfahrt wird bei einem Elektroauto, im Gegensatz zu einem Verbrenner, wieder Energie in den Akku zurückgespeist.

Ladesituation

Vor der Fahrt hatte ich im Internet recherchiert, wo man laden kann und was die beste Ladestrategie für die Reise ist.
Ich halte die Elektromobilität für eine Technik der Zukunft und will nie wieder einen Verbrenner fahren. Auch für die Umwelt sind Elektrofahrzeuge deutlich besser, als jedes Verbrennungsfahrzeug. Aber trotz Gerede der reGIERung, wird von öffentlicher Seite viel zu wenig für die Infrastruktur getan.
Ein Verkehrsmittel taugt nur dann wirklich für Langstrecke, wenn ausreichend Versorgungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Für normale Autos gibt es an der Autobahn ungefähr alle 50 Kilometer Tankstellen. Tesla hat mittlerweile auch eine sehr gute Abdeckung mit Lademöglichkeiten, den sogenannten Superchargern.
Die restliche Autoindustrie befindet sich noch im späten Mittelalter.
Wir fahren mit unserem Hyundai Kona zu 90% Kurzstrecke, dafür ist das Auto bestens geeignet. Aber es sollte auch langstreckentauglich sein.

Mit etwas Planung ist das auch kein Problem. Aber von einer elektrischen Mobilitätslösung für die Massen ist Deutschland noch weit entfernt. Auf der ganzen Strecke gibt es nur eine Raststätte, die mehr als einen Ladepunkt hat. Dazwischen stehen ein paar vereinzelte Ladesäulen, die man erst finden und dann hoffen muss, dass sie funktionieren. Man stelle sich das für Verbrenner vor: Es gibt nur eine Zapfsäule. Einzelne Ladesäulen können dann vielleicht auch defekt sein, zugeparkt, belegt oder sonst irgendwie nicht zugänglich. Darauf verlassen, dass man dort laden kann, sollte man sich nicht.

Dieser Rasthof mit den 4 Ladesäulen liegt für uns auch ziemlich ungünstig genau in der Mitte der Strecke. Das bedeutet Laden nach 100 Kilometer, wenn der Akku noch fast voll ist oder auf dem Rückweg nach 300 Kilometer. Da sind wir dann aber an der Reichweitengrenze. Beide Optionen sind nicht besonders gut.
Ideal sind für Elektroautos sogenannte Destination-Charger, also Lademöglichkeiten am Ziel. Entspannt ankommen, Auto einstecken und wenn man zurückfährt, ist der Akku wieder voll.
Die (wenigen) Schnell-Lader an der Autobahn braucht man dann nur, wenn die Strecke länger ist als man mit einer Akkuladung fahren kann.
Ideal wäre also eine solche Lademöglichkeit auf dem Feldberg…

Lademöglichkeit am Hotel.

Der Feldberger Hof wirbt damit, das erste klimaneutrale Hotel in Deutschland zu sein. Zusätzlich wird auch viel Wert auf Umweltfreundlichkeit gelegt. Da sollte man doch auch von einer vorhandenen Ladeinfrastruktur ausgehen. Aber leider gibt es im Hotel keine brauchbare Lademöglichkeit. Im Ladestellenverzeichnis bei GoingElectric wird als Lademöglichkeit eine einzelne Schuko-Steckdose aufgeführt. Bei einer Anfrage an das Hotel per eMail hieß es, das sei keine „normale“ Steckdose, sondern speziell für Elektrofahrzeuge und eine Ladung sei für pauschal 20,- Euro möglich.
Vor Ort stellt sich dann heraus, dass es doch nur eine normale Steckdose mit 230V/10A ist.
Immerhin hängt dort ein Ladeadapter, der macht die Steckdose aber nicht zu einer „speziellen“ Elektroladesteckdose. „Speziell“ wäre eine sogenannte Wallbox.
Zudem ist der Zugang nicht reservierbar und Laden nur zwischen 22 Uhr abends und 9 Uhr in der Früh möglich.
Kurz überschlagen reicht die angebotene Lademöglichkeit über Nacht für maximal 20kWh (10 Stunden a 2kWh). Wir benötigen aber 40kWh für die 200km Rückfahrt. Man müsste also 2x darauf hoffen, dass die Lademöglichkeit verfügbar ist und dann morgens um 8 Uhr das Auto wieder umstellen. Bei 20,- Euro pro Ladevorgang wären das 40,- Euro, also 1,- Euro pro Kilowattstunde. Das ist ein heftiger Preis.
Vermutlich wird das Hotel im Einkauf weit weniger zahlen, als den aktuellen Haushalts-Strompreis von ungefähr 30 cent pro kWh.
Eine Alternative in der Tiefgarage an „irgendeiner“ Steckdose ist leider nicht verfügbar.
Ein Elektroauto lässt sich problemlos an jeder Steckdose laden, aber natürlich darf man nicht einfach ungefragt irgendwo im Hotel einstecken. Da uns diese Möglichkeit verwehrt wurde, musste eine Alternative her.
Angesprochen auf die in der Buchungsbestätigung enthaltene Parkmöglichkeit „…oder im Parkhaus gegenüber“, hieß es, dass das eigentlich nicht üblich sei.
Eine brauchbare Lademöglichkeit für Elektroautos im Feldberger Hof kann daher mit Stand 12.1.2020 als quasi nicht vorhanden bezeichnet werden.


Wir entschieden uns, im öffentlichen Parkhaus gegenüber zu parken, dort sind 4 offizielle Ladepunkte mit je 22kW verfügbar.
Als ich an der Rezeption bekannt gab, dass die angebotene „spezielle“ Steckdose und das kurze Zeitfenster (22h – 9h), in Verbindung mit der Nicht-Reservierbarkeit der Steckdose, uns zum Laden nicht ausreichen würde und wir ins öffentliche Parkhaus umparken würden, wurde uns (nach Rücksprache mit dem Backoffice) eine Parkkarte ausgehändigt. Damit durften wir dann von Freitag bis Sonntag im Parkhaus parken, das sparte uns die 13,- Euro Tagespauschale. Eine nette Geste, aber es wäre entspannter, wenn dem Gast von Anfang an eine brauchbare Lademöglichkeit angeboten würde, zumal ich bereits vorher per Mail angefragt hatte.

Lademöglichkeit am Feldberg

Im Parkhaus gibt es in der 4. Ebene 2 Ladeboxen mit je 2 Anschlüssen (Typ2, 20kW).
Die Ladeplätze waren am Freitag alle frei und erfreulicherweise auch am Sonntag, trotz vollem Parkhaus, nicht zugeparkt.
Betrieben werden die Ladesäulen von Energiedienst.de / NaturEnergie und als Strom wird, wie auf einem großen Aufkleber zu lesen ist, Wasserkraft aus dem Schwarzwald verwendet. Die Ladesäulen sind mit Steuergeldern vom Land Baden-Württemberg gefördert.
Die Platzierung direkt am Ausgang zum Skigebiet ist im Winter vermutlich etwas kritisch, da laufen die ganzen Skifahrer mit Skiausrüstung vorbei.
Ich habe daher auf einem der rückseitigen Parkplätze geparkt und den Kona an die Ladesäule gesteckt. Nur leider ließ sich die Ladebox nicht mit der ENBW-App freischalten. Obwohl die Ladestation in der APP aufgeführt wird, funktionierte es nicht. Mit angestecktem Kabel meckerte die APP „Ladepunkt belegt“, will man vor dem Einstecken freischalten, dann heisst es „Ladesäule nicht erreichbar“.
Alle 4 Ladepunkte waren NICHT freischaltbar. Das ist ärgerlich.
Auf der Webseite von Energiendienst.de/NaturEnergie kann man sich registrieren und dann für 59 cent pro kWh laden. Die aufgeführte Hotline war erst wieder am Montag erreichbar. Für Ladesäulen wäre eine Erreichbarkeit auch am Wochenende wünschenswert.
Ich überlegte und schaute auch kurz in meiner Plugsurfing-App. Zu meinem Erstaunen war die Ladesäule dort aufgeführt. 2 Tage vorher bei der Streckenplanung war die Säule dort noch nicht vorhanden. Mit dem Plugsurfing-RFID-Pin ließ sich die Säule dann auch problemlos freischalten und der Kona lud mit 7kW (das Auto kann an AC nur 1phasig laden, bei 22kW Ladesäulen damit max. 7kW). Immerhin, die Ladung war gestartet.
Allerdings war es doch etwas ärgerlich, dass die ENBW-App nicht funktionierte.
Damit hätte mich eine Kilowattstunde 29cent gekostet. Mit Plugsurfing sind wir mit 59cent beim doppelten Preis.

Preis-Roulette

200 Kilometer = 40kWh, das sind dann 12,- Euro pro 100km über Plugsurfing, über ENBW wären es 6,- Euro, am Hotel 20,- Euro.
Zuhause im Kaufland 0,- Euro, mit der eigenen Solaranlage 50cent. Man muss bei Elektrofahrzeugen also immer genau schauen, wo man lädt.
Mit einem Verbrenner hätten wir auf dieser Strecke wohl 8l/100km benötigt, das wären dann 12,- Euro/100km.
Zumindest für die Umwelt war es jedenfalls gut, dank Strom aus Wasserkraft lag der CO2-Ausstoß bei 0g/km.

Immerhin lud es, aber die erste Stunde vom Wochenende war bis zu diesem Punkt schon weg. Erholung ist etwas anderes.
Später hatte ich über die ENBW-App noch die ENBW-Ladekarte bestellt, vielleicht sind die Karten mit RFID zuverlässiger als die Apps auf dem Smartphone. Das kann ich dann das nächste Mal ausprobieren.

Volle Ladung

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, holten wir den Schlitten aus dem Auto und erleichtert registrierte ich, dass der Akku über Nacht voll geladen worden war.
Ich parkte das Auto um, damit auch andere laden konnten. Wir waren noch 3x am Wochenende am Auto (Schlitten ins Auto/aus dem Auto), dabei waren die Ladeplätze fast immer leer.

Einen eGolf habe ich an der Ausfahrt gesehen, ein belgischer Plugin-Hybrid stand am Sonntag neben einem Tesla an der Ladesäule.
Die Plugsurfing-App zeigt mittlerweile 45,6 kWh für 23,93 Euro an. Das ist ein stolzer Preis, mit der ENBW-App hätte es 13,25 Euro gekostet.
Es wären natürlich keine 45kWh nötig gewesen. Der Akku war ja nicht ganz leer, aber dann hätte man mitten in der Nacht (morgens zwischen 3 und 4) zum Auto müssen, das war es mir dann nicht wert.

Im Vergleich zu den 40,- Euro für 2x aufwändig im Hotel laden, war es trotzdem noch günstiger und auch deutlich komfortabler.
Vielleicht hätte das Hotel ja auch nur 1x laden berechnet, aber im Urlaub will ich nicht über den Preis verhandeln müssen, daher gehe ich von den 40,- Euro aus.
Da das Hotel ansonsten einen sehr angenehmen Aufenthalt mit allem Komfort bietet, ist das für Elektroauto-Fahrer doch recht enttäuschend, auch wenn es am Ende dann doch noch mit dem Laden funktioniert hat.
Für Service, Freundlichkeit und Erholungswert kann man dem Feldberger Hof glatte 100 Punkte geben. Aber nur, wenn man nicht mit dem Elektroauto anreist.

Es geht nicht darum, irgendetwas gratis abzustauben. Es fehlt einfach nur eine Möglichkeit, sein Auto zu laden. Das ist ein Service, der 2020 in jedes Hotel gehört. In ein 4 Sterne Hotel, das mit Umweltfreundlichkeit Werbung macht, auf jeden Fall.
Man braucht ja keine spezielle Steckdose. Für ein Hotel dieser Größe wären 10 herkömmliche Steckdosen in die Tiefgarage ausreichend. Damit wären mit „Ladeziegel“ bei 2kW (das entspricht der Leistung eines Föhns) bei allen Elektroautos nach einem Tag die Akkus voll – ohne Umparken. Für die entsprechenden Parkplätze könnte man dann auch 10-20 Euro extra für das Laden verlangen. Aber die Einschränkung auf 22h Abends bis 8h in der Früh und dann nur eine Steckdose für das ganze Hotel, das ist schade.

Die Heimfahrt

Sonntagmittags ging es dann wieder in Richtung Heimat. Bei der Abfahrt aus dem Parkhaus machte sich dann recht schnell die Tatsache bemerkbar, dass man ein Elektroauto nicht oben auf dem Berg komplett voll laden sollte.
Immer wieder kam die Meldung „Rekuperation nicht möglich – Akku voll“.
Das ist natürlich kein Fehler, aber ein Hinweis, dass man Bergab jetzt wie bei einem Verbrenner mit den Bremsen sinnlos Energie vergeudet, anstatt diese, wie bei einem Elektroauto üblich, in den Akku zurückzuladen. Der Motor arbeitet in einem solchen Fall normalerweise beim Bremsen als Generator (Fachbegriff Rekuperieren).
Trotz dieser Energieverschwendung hatten wir auf den ersten 50km vom Feldberg bis hinab ins Tal und über die Landstraße zur Autobahn einen Verbrauch von 11kWh/100km erzielt.
Mit Rekuperation wären es vermutlich deutlich unter 10kWh gewesen. Hier sieht man deutlich den Vorteil eines Elektroantriebs bei Berg- und Talfahrt. Der Mehrverbrauch bergauf wird später bergab wieder eingespart.

Bei freier Autobahn und vollem Akku hatte ich dann auch keine Lust auf langsame Fahrt. Der Kona hat mit 395Nm ausreichend Drehmoment und zieht souverän bis 178km/h laut Tacho. Dann schlägt die Geschwindigkeitsbegrenzung deutlich spürbar zu. Schneller will das Auto nicht. Macht aber nichts, außer in Deutschland darf man so schnell sowieso nirgends fahren. Meistens ist das auf den vollen Autobahnen auch gar nicht möglich.

Kurz vor Böblingen war dann auch wieder auf 120 begrenzt und der Rest der Strecke erlaubt verkehrstechnisch kaum noch Geschwindigkeiten über 100km/h. Stuttgart ist umsonst die Stau-Hauptstadt Deutschlands.

Für 197km in 2:10 Stunden im Winter bei 0°C – 4°C Aussentemperatur sind 17,8kWh ein sehr akzeptabler Verbrauch. Das sind in Dinopampe (Benzin) umgerechnet ungefähr 1,8l/100km.

Fazit

Anfang 2020 ist Elektromobilität leider noch Nichts für die breite Masse. Ältere oder technisch unbedarfte Menschen wären vermutlich spätestens im Parkhaus an der Freischaltung der Ladesäulen gescheitert. Hier fehlt eindeutig eine einfache und überall identische Freischaltmöglichkeit. Es kann nicht sein, dass jeder Anbieter sein eigenes Ding macht.

Es geht auch anders.
Wer oft Langstrecke fährt, für den geht auch 2020 kein Weg an Tesla vorbei. Mit Elektroautos anderer Marken muss man eben vorab planen.
Für gelegentliches Reisen ist das durchaus möglich (und es soll immer besser werden – sagt die Industrie seit 5 Jahren).
Wir haben aber bewusst den Kona gekauft und keinen Tesla, denn hier im Großraum Stuttgart und bei Kurzstrecken kann der kompakte Hyundai Kona in den engen Parkhäusern seine Vorteile ausspielen.
Am Montag nach dem Ausflug gab es dann gratis Strom im Kaufland am DC-Schnell-Lader. Nach 30 Minuten wieder genug im Akku für die nächsten 2 Wochen.
Das Kaufland hat übrigens auch etwas davon: Seit dort die kostenlose Ladesäule steht, sind wir viel seltener bei Rewe, Lidl und Co. Effektiv verdient Kaufland also sicher an diesem Angebot.

An vielen Hotels fehlt vermutlich einfach nur das Wissen, wie man mit dem Wunsch nach Strom umgehen sollte. Dabei wird das Thema immer wichtiger und dürfte sicher auch die eine oder andere Hotelwahl beeinflussen.

Für den Sommer haben wir eine Ferienwohnung an der Ostsee gebucht. Da wurde uns bereits ein Parkplatz versprochen, an dem wir laden dürfen. Man habe das zwar bisher noch nie getestet, sei aber gespannt, wie das funktioniert und der Hausmeister würde das auf jeden Fall möglich machen. Dann muss nur noch die Strecke geplant werden, das werden schlappe 800 Kilometer quer durch Deutschland, also mindestens 3x Ladepause.
Ich werde berichten.



Weltretter-Freitag

Es ist 9 Uhr am Morgen, 6.12.2019, Nikolaus-Freitag. Ich sitze am Schreibtisch und gerade habe ich darüber nachgedacht, ob die Kinder heute bei -5 °C wieder die Welt retten werden?
Mir wäre das zu kalt, Fellmützen darf man ja wegen den Tieren nicht mehr und Multifunktions-Klamotten aus Kunstfasern, das darf nur Greta.

Es wird Zeit, meinen eigenen, heutigen ökologischen Fußabdruck zu überprüfen:
Heute früh war ein Schoko-Nikolaus im Schuh. Mit Kakao aus Südamerika. Eingewickelt in ALU-Folie. Oh je, Nikolausi, hoffentlich schwebt Dein Schlitten CO2-neutral über das Land.
Das Schoko-Ding muss ich heute noch schnell essen, damit niemand den Umweltfrevel bemerkt.
Zum Frühstück gab es leckeren Kaffee. Mittlerweile habe ich eine Kaffeepflanze im Büro, aber bis ich da ernten kann, muss ich noch lange auf Kaffeebohnen aus Übersee zurückgreifen. Die kommen wohl aus Bolivien. Immerhin, der Strom für das Aufheizen des Wassers kommt von der Solaranlage. Die bringt zwar im Winter nicht so viel, aber heute war es schon sehr früh sonnig, da hat es gereicht. Das ist besser als Atomstrom.

Eine halbe Stunde Training auf dem Hometrainer, made in Germany. Tolles Gerät, aber leider zu teuer, die Firma gibt es nicht mehr. Das Volk will lieber BILLIG. Zukünftig kommen auch solche Teile per Container aus Übersee. Da muss ich das Ding gut pflegen, damit es lange hält. Am besten ich benutze es nicht so oft, dann hält es länger 🙂

Unter der heißen Dusche muss ich daran denken, dass das Gas für die Heizung und das Warmwasser aus Russland kommt. Gut, dass die Russen nicht ganz so böse sind, wie die Politiker immer erzählen. Ohne russisches Gas wäre es kalt im Haus. Sollten wir vielleicht lieber wieder auf Öl umrüsten? Die armen Scheichs haben zur Zeit nichts zu lachen, alle Welt will weg vom Öl. Denkt niemand an diese armen reichen Menschen? Die Solarthermie-Anlage auf dem Dach bringt am frühen Morgen leider nichts.
Das Dusch-Wasser? Aus lokalen Quellen, vermischt mit Bodensee-Wasser. Aufwändig herangepumpt und gefiltert. Die Quellen sind mit Schadstoffen belastet, sauberes Wasser wird immer schwieriger in der Herstellung.
Meine Kleidung ist überwiegend Made in Germany, da achte ich in letzter Zeit drauf. Es ist aber nicht einfach, so etwas zu finden.
Heute ziehe ich lieber eine Jogginghose an. Eine große, deutsche Marke. Made in Bangladesch. Meine Filzpantoffel sind super bequem. Made in Germany. Immerhin.

Ich koche mir einen Tee für das Büro. Grüner Tee ist gesund, aber aus Japan. In der Küche stehen leckere Trauben aus Spanien. Da nehme ich mir ein paar.
Zum Büro schaffe ich es ohne Auto, das ist nur ein Stockwerk entfernt. Das schaffe ich zu Fuß. Ökologisch vorbildlich.
Ich starte meine Druckmaschinen, made in Japan, setze mich an meinem PC, made in China. Der Stuhl ist aus Italien. Leider ist das Leder nicht vegan. Nach bald 20 Jahren ist das Tier auch teilweise durchgesessen. Der Monitor ist aus Singapur. Die IBM-Tastatur Model M kommt aus England, die ist aus 1987, quasi unkaputtbar. Aber so etwas Nachhaltiges wird heute leider nicht mehr produziert. Das Handy ist von einem US-Hersteller, hergestellt in China.
Ich schalte das Webradio an. Der Livestream fließt über viele Server und Router, alle benötigen Strom. Vermutlich ist da auch ein wenig Atom- und Kohlestrom dabei. Kann man da noch ohne schlechtes Gewissen Radio hören?
Im Radio kommen die Stau-Nachrichten. Kilometerlang Auto an Auto. Bei den aktuellen Temperaturen arbeitet keine Abgasreinigung – zum Schutz der Motoren – also volle Pulle CO2, NOx, Feinstaub und der ganze Dreck. Meine Frau wollte nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit, es sei ihr zu kalt dafür. Sie ist mit dem Elektroauto gefahren. Das darf man ja eigentlich gar nicht sagen, wir fahren einen Kona Elektro. Für das Lithium in der Batterie braucht man nach aktuellen Studien so viel Wasser, das hätte für die Herstellung eines leckeren 250g-Steaks gereicht. Allerdings sagt die Studie nicht, ob das eine Kuh aus dem Dorf ist, oder ob der Transport aus Argentinien bereits eingerechnet ist. Für Vegetarier wäre alternativ zum Steak auch 7 Avocados drin gewesen. Das Lithium hätte auch gereicht, um den Alu-Block in einem Diesel-SUV zu beschichten. Wieso wird diese Info in den Studien immer unterschlagen? Akkus sind böse. Auch die in Deinem Handy, Notebook, in Deinen Kopfhörer und die ganzen Batterien und Knopfzellen für allen möglichen Kram.
Immerhin ist der Fahrstrom vom eigenen Dach, deswegen muss in Afrika kein Fluss mit Öl verseucht werden, kein Meer wird verdreckt und in Kanada können sie meinetwegen den Ölschiefer im Boden lassen.

Zurück zu meiner Ökobilanz…
CO2-Neutralität wird schwer.
Von der Umweltsau zum Umweltengel ist ein weiter Weg. Aber statt schimpfen und demonstrieren, mache ich lieber etwas. Also ich versuche es zumindest. Die Erweiterung der Fotovoltaik-Anlage ist bestellt. Von April bis Oktober sind wir dann komplett Energie-Autark, Büro und Auto eingeschlossen. Im Winter wird es nicht einfach. Da müssen wir noch dran arbeiten.
Wenn ich dann mal herausgefunden habe, wie das alles geht, dann schreibe ich das in meinem Blog, damit andere sich das anschauen können. Versprochen 🙂

Der Server läuft übrigens 100% mit Ökostrom.

Heizung – Handwerkerpfusch 1

Unser Heizungs-Topmodell
(übernommen aus dem alten Block, Beitrag aus 2009)

Mitspieler:

Ich = dummer Kunde
X = Herstellerfirma
U = Gebietsvertreter des Herstellers
A,B,C = Heizungsbauer

11.6.2003
Haus in folgendem Zustand:
DG ohne Heizung, soll später ausgebaut werden
OG Einrohrsystem, bereits renoviert.(Hätte ich mich damals ausgekannt wäre das System auch erneuert worden, die alte Heizung sollte aber noch ein paar Jahre laufen, leider merkten wir Anfang 6/2003 daß der Kessel durchgerostet war)
EG unrenoviert – wird in Rohbauzustand zurückversetzt, Einbau möglichst eines 2Rohr-Systems.
Anfrage bei diversen Heizungsbauern am Ort wg. neuer Heizung
Reaktion: keine

30.6.2003
Nochmalige Anfrage bei diversen Heizungsfirmen wg Heizung. 

Weitere Firmen aus den Nachbarorten angeschrieben.
Hinweis auf Wunsch nach Anlage X (<- Großer Fehler!)
Anlage X war Testsieger bei Stiftung Warentest….

Reaktion: nur eine Firma, Firma A aus Nachbarort.

3.9.2003
Auftrag erteilt.
Ausführende Firma: A
Firma A ist die einzige Heizungsbaufirma die sich bereiterklärt, mir eine Anlage X zu verkaufen. Die Installation kostet incl. neuer Heizkörper und Leitungsverlegung im EG über 17.000 Euro.
Bei der Bestellung wurde darauf hingewiesen, daß ein Datenlogger gewünscht ist, ein sogenannter Bootloader.

Dieses Gerät war leider noch nicht lieferbar und sollte von X bei Verfügbarkeit nachgeliefert werden.

Leider kein schriftlicher Nachweis vorhanden.
Aber deswegen bereits Solar-Durchflussmesser eingebaut.

10.2003
Heizungsanlage ist eingebaut, Verrohrung ist sauber ausgeführt.
Bedenken bestehen aber wegen folgenden Dingen:

– Mitgelieferte Blitzschutzdose nicht auf dem Dach installiert. Diese finde ich 2004 in einer Kellerecke! Trotz Rückfrage bis heute (3.2009) nicht eingebaut. (Nachtrag: 2019 immer noch nicht eingebaut)
– Kessel wird mit normalem Wasser befüllt (21° dH) obwohl in der Anleitung steht: „ab einer Konzentration von 14°dH bei einem Leistungsverhältnis von über 20l/KW( Anlage: 750L/20KW = 37,5l/KW) ist mit der Möglichkeit der übermäßigen Steinbildung zu rechnen und entsprechende Gegenmaßnahmen sind zu treffen.
– Solarpumpe ist sehr laut. Angeblich Zahnradpumpe, das ist halt so.

Die Anlage wurde befüllt und in Betrieb genommen, das geht beim Profi so:
Grüner Power-Knopf durch Handwerker gedrückt – Anlage läuft.

Wegen Renovierung, Umzug und Hochzeit keine Zeit für die Heizung – läuft und wird warm. Als Laie vertraut man auf den Fachmann

1.10.2005: Brief an Firma A:
Bitte um Wartung und Nachfrage wegen Problem im OG: Heizungen im Einrohrsystem werden nicht warm, Zimmertemperatur unter 20 Grad. Frage nach Abhilfe.
Antwort (mündlich vor Ort): an den Heizkörpern im EG sind Schrauben im Rücklauf, die kann ich zudrehen, dadurch geht weniger Durchfluss durch, es geht mehr Energie ins OG.
(Nachtrag: das nennt sich hydraulischer Abgleich, sollte eigentlich zur Installation dazugehören)

Bei der Routinekontrolle wurde festgestellt, daß der CO-Wert nicht stimmt – die Heizung war ja noch nie eingestellt worden.

Der Kaminfeger hat die Anlage aber bereits abgenommen und angeblich auch gemessen.
Für die Einstellung des CO-Wertes (Handwerker lässt sich per Handy von X anweisen) wird eine Stunde mehr berechnet als für den eigentlichen Service nötig. Denn das wäre bereits bei der Inbetriebnahme nötig gewesen!

 Beginn Heizsaison: Heizung bleibt kalt – Heizungspumpe festgefahren.
Nach Rückfrage im Internet drehe ich vorsichtig an der Schraube an der Pumpe – Pumpe läuft wieder.

2006: Nach Abschluss der gröbsten Renovierungsarbeiten fange ich an, mich in die Heizung einzuarbeiten. Ich möchte den abgesprochenen Bootloader.
Leider bekomme ich keine Antwort, weder von Handwerker A noch von X.

4.5.2006: ich bemerke daß irgendwo aus der Heizung Wasser austritt. Fax an Handwerker A
Überprüfung Vor Ort: es war wohl zuviel Druck in der Anlage, daher Wasseraustritt am Überdruckventil.

Austausch Überdruckventil durch stärkeres Modell. (ob das wohl die richtige Lösung ist?)

12.10.2006: Fax an Handwerker A: ich habe festgestellt, daß meine X-Steuerung entgegen den Angaben im Handbuch nicht updatefähig ist, Aussage X: alle Steuerungen sind updatefähig – mit Ausnahme der bei Ihnen verbauten Revision.
Ich habe mitbekommen daß X den Bootloader nicht verkaufen möchte und lege meine Argumente dar, warum ich einen Bootloader möchte:
– Nur-Datenlogger läuft mit meiner Anlage nicht.
– Fernüberwachung mit SolStat und Winsol nur mit Bootloader möglich

– Fernzugriff auf die Anlage mit Bootloader vom PC aus möglich.
„Ich kann morgens den Brenner durch einen Klick abschalten wenn ich sehe daß die Sonne läuft – erhebliche Einsparungsmöglichkeit“ – eine ÖKO-Funktion gibt es bei meiner Version noch nicht, diese Verbesserung wird erst nach meiner Anlagenversion entwickelt.

Ich finde heraus, daß die Steuerung von Technische Alternative in Österreich hergestellt wird.
Der Steuerungs-Hersteller würde die Steuerung kostenlos austauschen, X verlangt 450,- Euro. Meine Steuerung kann ich aber natürlich nur bei X tauschen.

Handwerker A ist an der Misere unschuldig, ich habe selbst nach der Anlage X verlangt.
Daher will ich dort nicht länger nerven, da ich außerdem mitbekommen habe, daß Handwerker A bei X nicht mehr gelistet ist. (meine Anlage war wahrscheinlich die einzige von ihm installierte).

Um Handwerker A nicht weiter zu nerven suche ich auf der X-Webseite nach dem nächstgelegenen Handwerker der speziell X-Anlagen anbietet.
Interessanterweise gibt es mittlerweile im Nachbarort eine entsprechende Firma.

Ich frage dort nach dem Bootloader. Eine Antwort bleibt aus. Ich arbeite mich in die Materie ein. Dabei stelle ich folgendes fest:
Warmwassertemperatur im Wärmetauscher bis 70 Grad – laut Handbuch ist das nicht zulässig, und laut X im Lieferzustand eigentlich nicht möglich. Ich überprüfe das selbst und bemerke, daß der Regler auf Anschlag ist. Ich stelle das Teil selbst (nach Telefonat mit X-Techniker) korrekt ein.
Vorlauftemperaturen viel zu hoch (70°C) – das ist nur durch die Überwachung sichtbar, daher der Bootloader. Ich senke die Vorlauftemperatur auf optimale Werte (max. 55°C).
Reduzierung der WW-Temperatur
Änderung WW-Zirkulation auf brauchbare Werte
Einrichtung Nachtabschaltung
Heizungskennlinie angepasst
Ich stelle fest, daß meine Steuerung total veraltet ist und fordere das im Handbuch versprochene Update an.
Keine Reaktion.
Ich frage bei verschiedenen Handwerkern nach Preisen für die Steuerung.Mehrere Faxe und eMails an die Handwerker und X – ich nerve. Keine Reaktion. Ich schreibe eine Beschwerde an X und drohe damit, die Steuerung durch eine UVR1611 (Originalsteuerung von TA in Österreich) zu ersetzen. Natürlich mache ich das nicht, ich kann ja keine Heizungssteuerung programmieren. Ich will ja nicht daß mein Haus abbrennt.
Aber drohen kann man ja mal.
Und es wirkt – nach nur 3 Monaten bekomme ich eine Antwort.


Mittlerweile habe ich den Bootloader bei TA bestellt.
Funktioniert einwandfrei. Solstat und Winsol funktionieren.
Nach Inbetriebnahme stellt sich heraus, daß der Durchflussmesser im Solarkreis nicht funktioniert. Dieser wird nach Reklamation von X „auf Kulanz“ ausgetauscht.
Anschließend kann ich mit Solstat meine Anlage protokollieren.

Januar 2007: X meldet sich

Angeblich sei am 25.9. die Telefonnummer des X Kundendienstleiters an Handwerker A gegeben worden, damit er mir diese weiterleite und ich direkt bei X anrufe.

Die Nummer ist nie bei mir angekommen.

Mein Fax direkt an X vom 4.10.2006 wird am 16. Januar 2007 beantwortet.
Also nur 3 Monate Reaktionszeit auf Kundenanfragen bei X.

Aussage von X:
Der (damals versprochene) Bootloader wird NICHT an Privatkunden verkauft.
(verständliche Begründung: damit können alle Parameter verändert werden, auch sicherheitskritische. Aber – ich will einen Datenlogger und dafür wird mir keine Alternative geboten).
Ausserdem besteht mit dem Bootloader die Möglichkeit, über Netzwerk, direkt vom PC aus die Heizung zu überwachen – diese Funktion ist bei X angeblich nicht bekannt und auch nicht funktionsfähig. Bei mir funktioniert sie.


Daß ich mir den Bootloader bei Ta gekauft habe wird heftig kritisiert.
Aber was tun wenn ich keine Antwort bekomme?

Nach einigem Hin und her bekomme ich am 28.2.2007 die Steuerung (X Deckelplatine) zum reduzierten Preis von 200,- Euro
Eigentlich hätte das Teil kostenlos ausgetauscht werden müssen da das verbaute Teil nicht den Vorgaben im Handbuch und im Prospekt entsprach!
Aber egal – jetzt sollte alles laufen…

Handwerker A scheint mittlerweile genervt. Ist auch verständlich, da er mir die Anlage X nur auf meinen Wunsch verkauft hat.
Da ich mit Handwerker A eigentlich sehr zufrieden bin und die ganzen Problem nur entstanden weil ich eine Anlage X wollte möchte ich über A nichts Negatives sagen.

Ich entscheide mich daher für eine Wartung durch Handwerker B, denn dieser steht bei X als Vertragspartner im Internet, hat bereits einige dieser Anlagen verbaut und besitzt die nötigen Kenntnisse für diese Anlagen.

Leider erhalte ich eine Absage für die Wartung da die Anlage nicht von B installiert wurde.Nach erneuter Nachfrage heißt es „wir melden uns, im Augenblick ist aber viel los“.

Juni 2008 ist dann die Solaranlage defekt – die Pumpe ist gestorben.
Handwerker B lässt sich überreden, die Anlage anzuschauen. Problem: bei meiner Heizung ist eine alte Version installiert die mittlerweile von X (warum auch immer!!) nicht mehr verbaut wird. Ich könnte eine alte Pumpe bekommen oder eine neue – bessere mit Filter.
Ich entscheide mich für die neue incl. Umrüstung und zahle 727,- Euro!
Das entspricht ungefähr dem bisherigen Solarertrag. Solar lohnt also nicht.

Der Handwerker zeigt mir auf meine gezielte Nachfrage (weil ich es mittlerweile vermutet habe) ein Stück des Füllsiebes das Handwerker A bei der Montage nicht entfernt hat obwohl ein dicker Zettel an der Pumpe hängt und genau das nach der Befüllung erfordert.

Am Tag nach der Reparatur ist die Solaranlage wieder aus. Die Solarflüssigkeit hat sich im Keller verteilt. Handwerker B hat bei der Montage die Verrohrung nicht festgehalten und eine weiter oben liegende Verschraubung gelöst.

Aussage: „das war vorher schon undicht“ – aber warum die Flüssigkeit dann 5 Jahre drin blieb und nach der Reparatur an einem Tag herausfloss konnte er nicht erklären.
Die Rechnung über 2 Stunden Arbeitszeit für die Neubefüllung habe ich nicht bezahlt und nach Rücksprache mit dem Senior-Chef später entsorgt.

Ich wende mich an X, Gebietsvertreter U will sich die alte Pumpe und das verdächtige Teil ansehen und kündigt seinen Besuch für die „nächsten Tage“ an. Er kommt nie.
Ende 2008 entsorge ich die ausgebauten Teile.

Im Oktober 2008 ist auch der Keller weitgehend renoviert. Der Hof ist renoviert und die Hauswand abgedichtet. Eigentlich sollte das ab und zu im Heizungskeller auftretende Wasser jetzt verschwinden. Nur – unter der Heizung ist es weiterhin  feucht.
Ich hole meinen Onkel zu Hilfe (Flaschner im Ruhestand). Er überprüft die Anlage und stellt fest, daß eine Konusverbindung am Kaltwasserzulauf der Heizung undicht ist. Vermutlich durch fehlerhaften Einbau – Verschraubung mit Zange statt mit Schlüssel, dabei Rohr zusammengedrückt.
Da er ein Ersatzteil nicht selbst biegen kann dichtet er mir die Verbindung provisorisch mit Teflon ab und ich schreibe am 24.10.2008 eine eMail an X mit Bild und der Bitte um Zusendung eines Ersatzteiles.
Dazu den ganzen Spass den ich bisher mit der Anlage hatte.
Antwort: KEINE!

Leitung durch Handwerker zerstört

Hier im Bild sieht man den Bogen den der Handwerker beim Einbau mit einer Zange plattgedrückt hat.

Dadurch war das Rohr nicht mehr rund sondern oval und damit leider nicht mehr dicht zu bekommen.

Auf dem Dach bei der Verrohrung der Solar-Anschlüsse übrigens genau dasselbe, auch hier mussten Leitungen ausgetauscht werden weil der schlaue Handwerker die Rohre mit der Zange plattgedrückt hat.

Handwerker die auf meinem Grundstück mit Rohrzangen an Verschraubungen hantieren müssen künftig aufpassen daß sie die Rohrzange nicht postwendend in den Hintern geschoben bekommen.

Wird Heizungsbauern in der Ausbildung nicht gezeigt was ein Schraubenschlüssel ist und wozu man so ein Gerät verwendet?

Vermutlich ist es aber Dummheit, Faulheit oder beides zusammen wenn die Jungs mit der Zange an den Schrauben drehen.

19.3.2009

im Heizraum riecht es verschmort.

Ich schalte die Anlage ab, stelle den Gashan ab (könnte ja auch Gasgeruch sein) und öffne das Fenster.


Glücklicherweise habe ich mittlerweile Heizungsbauer C.
Heizungsbauer C ist Kunde bei mir und sehr kompetent. Bereits in 2008 bespreche ich mit ihm, daß er mir die Heizungserweiterung beim Dachgeschossausbau durchführt.

Ich rufe bei Heizungsbauer C an. Heizungsbauer C ist der Fachmann meines Vertrauens.

Er erklärt sich bereit, die Fremdanlage in meinem Keller zu überprüfen, obwohl er bisher keine Anlagen X installiert.

Da die Anlage für ihn fremd ist organisiert er es, daß der Gebietsvertreter, Herr U. von X mit vor Ort ist.

Gemeinsam schauen wir die Anlage an.
Ich vermute, daß der Schmorgeruch aus Richtung Brenner kommt.
Leider ist durch die Lüftung der Geruch kaum noch wahrnehmbar.

Her U. von X behauptet, daß meine Reduzierung der Brennerleistung für den Fehler ursächlich sein könnte, daß das NIEMALS gemacht werden dürfe und daß die Anlage dadurch weniger effizient sei. (Im Nachhinein stelle ich fest, daß das Handbuch fehlerhaft ist, denn dort steht genau diese Leistungsreduzierung als Effizienzsteigernde Maßnahme)
Er will den roten Deckel der Brennersteuerung abnehmen und bricht dabei eine Plastiknase ab. Das wird dezent übergangen.

Angeblich hätte Handwerker A bei der Installation den Werkskundendienst anfordern müssen da es seine erste Anlage war.

Auf meinen Einwand man könne das ja jetzt nachholen meint er: „das geht nur kostenpflichtig“.
Heizungsbauer C überprüft den Anschluss und stellt fest, daß das Kabel nicht korrekt aufgesteckt ist.
Er drückt den Kabelschuh nochmal fest und steckt das Kabel korrekt auf den Brenner auf.
Da der Geruch nach Inbetriebnahme nicht mehr auftritt verabreden wir, daß ich die Heizung beobachte und mich bei weiteren Problemen melde.

Am nächsten Tag, 20.3. morgens ist noch alles in Ordnung.
Mittags schaue ich in Solarlog (wollte mir X ja nicht verkaufen) und bemerke folgendes:
Solarfühler: 75 Grad, Solarpumpe: 15, Solar-Rücklauf 30 Grad, Solar-Vorlauf 20 Grad.
Ich gehe in den Keller: es riecht wieder verschmort. Diesmal bemerke ich das Problem:

die neue Solarpumpe ist blockiert.Ich schalte die Heizung komplett ab und informiere Handwerker C.Dieser will den Werks-Service von X organisieren.

Heute abend werde ich den Kachelofen anfeuern.

Tolles Heizsystem von X.

Wir sind die guten!

Diesen Text bis hierher habe ich am 20.3. an X geschickt.

Am 24.3. bekomme ich eine Antwort die mit folgenden Sätzen schliesst:

„…Ich bin gerne bereit mit Ihrem auf der letzten Seite erwähnten Handwerker Kontakt aufzunehmen und hier den Vorgang zu überprüfen.

Unser Sevice ist gut, wir müssen nur darüber sprechen. “

Daraufhin habe ich am 24.3. die Namen der Handwerksfirmen mitgeteilt.

Ist noch was?

Am 22.7. frage ich dezent nach, was denn aus der Bearbeitung geworden ist und erhalte zur Antwort:

„Sie hatten sich in Ihrer Korrespondenz mit mehreren Problemen an mich gewendet. Aufgeführt hatten Sie Reparaturen und Austausch einzelner Komponenten. Ihr Antwortschreiben hatte ich natürlich noch erhalten. Ich wußte jedoch nicht, was Sie nun von uns erwarten.

Ich würde Sie bitten mir hierzu eine Erläuterung zukommen zu lassen.“

Meine Mail vom 22.7.

ich würde gerne irgendwann die Abdeckung der Heizungsanlage wieder anbringen können.

Dazu wäre es nicht schlecht, wenn ich das von Herrn U versprochene Ersatzteil bekommen würde.

Und vielleicht noch eine Stellungnahme zu den untengenannten Punkten, hier nochmal wiederholt:

– keine Inbetriebnahme durch Werkskundendienst obwohl vorgesehen (und wohl auch mitbezahlt)

warum wird die Anlage nach Mitteilung der endlosen Probleme nicht einfach jetzt kulanzhalber nachträglich auf korrekte Installation überprüft, wenn schon sonst alles schiefgelaufen ist? Die Heizungsanlage ist doppelt so teuer wie gleichwertige Anlagen von der Konkurrenz, da könnte man eigentlich so was erwarten.

– Keine Updatefähige Steuerung obwohl laut Prospekt und Handbuch eindeutig vorgesehen – dafür über 200,- Euro verlangt.

bis heute bin ich der Meinung daß die Zahlung unberechtigt von X gefordert wurde, denn im Handbuch steht eindeutig „updatefähig“!

– Reparaturkosten für Solarpumpe bei über 700,- Euro obwohl die Anlage noch nicht einmal 5 Jahre in Betrieb war.

die neue Pumpe hatte ebenfalls einen Defekt – der Kondensator für 50cent war defekt.

Herr U. wollte die erste Pumpe zur Überprüfung abholen, ist aber nie vorbeigekommen. Nach einem halben Jahr habe ich die Pumpe entsorgt. Wahrscheinlich wäre auch hier statt einem Pumpentausch einfach nur der Kondensator zu tauschen gewesen – 50cent gegen 700 Euro ist schon eine Menge.

Kulanz von X. Fehlanzeige – dabei habe ich bereits kurz nach Installation reklamiert daß die Pumpe zu laut ist und hier etwas nicht stimmt. Service = 0.

– keine Antwort auf Anfrage wegen Ersatzteil für defekte KW-Zuleitung (Mail incl. Bild vom 24.1.2009)

das Teil wollte Herr U. mir zusenden, bis heute ist nichts angekommen. Siehe oben.

X am 23.7.2009

Ich habe mich heute morgen mit Herrn U. in Verbindung gesetzt. Er ist Ihr Ansprechpartner vor Ort. Wieso die Abdeckhaube auf Ihrer Solarstation nicht paßt kann ich mir nur so erklären, das hier ein Bauteil gegen die Abdeckung drückt und somit die Abmaße nicht passen. Wurde das durch Ihren jetzigen Heizungsbauer angeschaut und nachjustiert?

Sie erwähnen im letzten Teil Ihrer Mail ein defektes Kaltwasserrohr. Der defekt wurde durch ein Zusammenkneifen mit einer Pumpenzange herbeigeführt. Wie kann X hierfür verantwortlich gemacht werden? Ich werde Ihnen hier auf Kulanz Ersatz schicken, allerdings verweise ich nochmals auf Herrn U und Ihren Heizungsbaubetrieb. Diese Herren können Serviceanfragen generell bei uns anfragen.

Meine Mail vom 23.7.

Ihr eMail-System scheint Ihren Heizungssystemen zu entsprechen, langsam fühle ich mich etwas veräppelt 8-( Mein jetziger Heizungsbauer wartet auf das Ersatzteil von Herrn U damit er das nachjustieren kann.

Ich habe die Reklamation am 24.10.2008 inclusive Bild an X gemailt. Es gab keinerlei Reaktion.

Ich habe das Problem bei Herr U. reklamiert – keinerlei Reaktion.

Sie haben mir geschrieben daß Ihr Service toll sei.

Nachdem die 2. Pumpe ausgefallen ist war Herr U. mit meinem (neuen)Heizungsbauer vor Ort.

Herr U. hat mir ein Ersatzteil versprochen das bis heute nicht geliefert wurde.

Zum Zeitpunkt der Reklamation gab es keinen Heizungsbauer meines Vertrauens, daher hatte ich mich direkt an X gewandt, ich hatte sogar gefragt was das Teil kostet – ohne Antwort!

Herr U hat im Beisein des aktuellen Heizungsbauers versprochen das Teil zu liefern.

Das hat er genausowenig getan wie die erste defekte Pumpe zur Überprüfung abzuholen.

Eigentlich hat Herr U bisher überhaupt nichts getan, ausser am Deckel des Brenners eine Lasche abzubrechen (siehe mein Schreiben)

Sämtliche Informationen und Daten liegen der Firma X in MEHRFACHER Ausführung vor.

Aber hier nochmal:

Der Kaltwasser-Einlauf geht über einen Bogen unten in die Heizung, dieser Bogen hat eine Konusverschraubung die entweder ab Werk oder vom Handwerker verbogen wurde, daher kann das Teil nicht dicht sein: ovales Rohr (gequetscht), runder Dichtring -> undicht!!

Wir haben die Pumpe provisorisch nach vorne gedreht damit man an das Rohr herankommt.

Diese Pumpe sollte natürlich nicht beliebig oft gedreht werden damit nicht weitere Verbindungen undicht werden.

Die Heizung wartet bis heute auf das Ersatzteil, erst danach wird die Pumpe wieder zurückgedreht und dann passt auch der Deckel wieder.

Den ganzen „Spass“ werde ich heute online stellen, sauber sortiert und mit Bildern, dann erhalten Sie den Link und können es auf meiner Webseite nachlesen.

die zugehörige Mail vom 24.10.2008, da stand alles drin!!!:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte um Mitteilung, ob es möglich ist, von der Firma X den Bogen zwischen Warmwasser-Wärmetauscher und Anschluss Kaltwasser-Zuleitung auf Kulanz als Ersatzteil zu erhalten. (siehe Bild)

Die untere Konus-Verbindung ist leider undicht, mein Onkel ist pensionierter Flaschner und meint, das müsse schon von Anfang an undicht sein, entweder Montage- oder Herstellungsfehler. Leider hat er nicht das Werkzeug um den Bogen selbst herzustellen. Wasser tritt zwischen dem Dichtungsring und dem Rohr durch nach oben aus der Verschraubung aus.

Ca. 50ml / Tag

Eine versuchsweise Abdichtung mit Teflonband bringt nichts, das ganze Teil muss ausgetauscht werden, das Rohr scheint eine leichte Macke zu haben. Vielleicht wurde bei der Herstellung oder beim Einbau statt eines Schlüssels eine Rohrzange verwendet.

Bitte KEINEN Verweis auf irgendwelche Heizungsbauer!

Evtl. haben Sie meine Daten bereits in Ihren Unterlagen, hier nochmal der ganze „Spass“ mit meiner X-Anlage in Stichworten (ein paar Dinge habe ich noch vergessen, die stehen aber sicher bereits in Ihren Unterlagen):

– 10/2003: X xxx Heizungsanlage mit Solar wurde durch die Fa. A eingebaut.

– die mitgelieferte Blitzschutzdose liegt bis heute uninstalliert im Keller.

– meine Reklamation daß die Solarpumpe zu laut sei wurde (angeblich in Rücksprache mit X) beantwortet mit dem Hinweis, das sei eine spezielle Zahnradpumpe und die wären eben so laut.

– nach einiger Zeit wollte ich den angekündigten und versprochenen Bootloader bestellen der zum Zeitpunkt des Kaufs der Anlage noch nicht lieferbar war. Aussage von X: gibts NICHT für Endanwender. (steht aber in meiner Anleitung als Zubehör) Nach einigem Hin und Her habe ich mir den Bootloader dann vom Originalhersteller in Österreich besorgt.

Nur leider war meine Anlage mit Software-Version 1.8 entgegen der Aussage von X und dem Betriebshandbuch NICHT updatefähig und die alte Steuerung hatte noch nicht alle benötigten Funktionien implementiert. Nach sehr viel Ärger und viel hin und her habe ich dann die Möglichkeit bekommen, eine updatefähige Steuerung zu erwerben (anstatt daß die Anlage so nachgebessert wird wie es versprochen war).

– Nach Aktivierung der Steuerung bemerkte ich, daß der eingebaute Solar-Durchflussmesser nicht funktionierte.

Also wieder eine Reklamation an X. Wurde sogar kostenlos ersetzt.

– nach Installation von Solstat und Winsol zur Datenprotokollierung fiel mir die sehr hohe Temperatur im WW-Wärmetauscher auf – über 70°! Den Regler habe ich in Rücksprache mit der X-Technik selbst korrekt eingestellt, der war auf Anschlag!

– Im Frühjahr 2008 gab die Solarpumpe den Geist auf. Diesmal habe ich mich an die Firma B gewandt, da diese bei X als örtlicher Betrieb gelistet ist und anscheinend sehr viel X-Anlagen montiert.

Von der Firma B wurde mir ein Umbausatz incl. neuer Pumpe und mit Filter installiert (6 Stunden Arbeitszeit! 720,- Euro!) und auf Nachfrage (da ich bereits den Verdacht hatte) vom Handwerker bestätigt, daß der ursprünglich für die Füllung installierte Filter immer noch installiert sei, obwohl der wohl hätte entfernt werden müssen. Kein Wunder daß die Pumpe den Geist aufgibt wenn sie immer gegen den Filter arbeiten muss.

Herr U wollte übrigens die Pumpe abholen und schauen ob sich was mit Kulanz machen lässt. Leider habe ich seither nichts mehr von ihm gehört. Ausserdem hat er mir mitgeteilt, daß das wohl die erste X-Anlage der Fa. A gewesen ist und es da wohl üblich sei, daß die Anlage von einem X-Techniker abgenommen wird – auch das ist bis heute nicht geschehen.

Nach dem Einbau der neuen Pumpe war ich dann abends im Keller und sah die teure Solarflüssigkeit über den Kellerboden verteilt – die Handwerker hatten beim Anziehen der Dichtungen eine weiter oben liegende Dichtung nicht festgehalten und diese war jetzt undicht. Laut Handwerker-Aussage sei das schon vorher undicht gewesen. Nur hätte ich dann sicher irgendwann mal früher bereits einen Druckverlust feststellen müssen. Freundlicherweise wurde die Nachbesserung nicht in Rechnung gestellt. Damit möchte ich nichts negatives über die Fa. B sagen.

– Im letzten Monat habe ich die Aussenwand unseres Hauses (BJ1964) isolieren und gegen eindringende Feuchtigkeit abdichten lassen, da bei Regen immer Feuchtigkeit in den Keller eindrang. Unter anderem war es auch unter der Heizung immer leicht feucht. Nachdem der Keller jetzt absolut dicht ist und unter der Anlage gefliesst wurde war es unter der Anlage immer noch feucht! Die Feuchtigkeit hatte aber nicht wie vermutet etwas mit dem Wasser von aussen zu tun sondern die Kaltwasser-Zuleitung zum WW-Wärmetauscher ist undicht! Und zwar sehr wahrscheinlich von Anfang an!

Pro Tag laufen ca. 50ml aus er Heizung, den Korrosionsspuren an der Verrohrung nach zu urteilen schon sehr lange.

nach den „netten“ Erfahrungen mit Heizungsbauern habe ich meinen Onkel (pensionierter Flaschner) gebeten, sich die Verrohrung anzuschauen. Er hat das Ding untersucht, die Isolierung entfernt und mir gesagt, daß das mit 99% Sicherheit von Anfang an nicht dicht gewesen sein kann. Das Wasser dringt zwischen dem Dichtungsring und dem Rohr oben aus.

Da er einen solchen Bogen nicht selbst herstellen kann hat er versucht, den Bogen provisiorisch mit Teflon-Band abzudichten. Das funktioniert aber leider nicht, d.h. wir benötigen den Bogen mit Dichtringen als Ersatzteil.

Einbauen können wir das selbst.

Frage an Fa. X: ist es möglich, dieses Teil von Ihnen zu erhalten?

Wenn ja: auf Kulanz oder zu welchen Kosten?

PS.: ist es normal, daß die WW-Pumpe nur mit 2 Schrauben befestigt ist? (siehe Bild).

Die Pumpe wurde von uns gedreht um an die Wasserleitung zu kommen, dabei ist uns aufgefallen daß da nur 2 Schrauben vorhanden sind.

Hallo Herr Drexel,

Ich habe gerade mit Herrn C gesprochen. Wir haben vereinbart, dass Sie das Material von uns auf Kulanz geschenkt bekommen.

Für den Ablauf mit der Solarpumpe ist sicherlich ein Ablauf durch Wechsel des Handwerkers entstanden, der so nur Verwirrung gebracht hat. Wenn Material defekt ist, sei es ein Regler, eine Pumpe, oder sonstiges Material was bei uns reklamiert werden soll, so sollte der HDW uns darüber selbst informieren (Mit Herrn C hat das wunderbar jetzt geklappt).

Ich fragte Herrn C nach der Absprache ob hier noch weitere Probleme an der Anlage zu beheben seien. Das verneinte er. Liegt jetzt im Moment eine Undichte im Solarkreis vor, oder nicht? Er sagte mir, das er das nicht weiß und da selbst nochmal nachschauen müsse. Wir sind nun so verblieben, dass er an Ihrer Anlage nachschaut und sich bei Bedarf bei mir meldet und wir schauen, was noch an Ersatzmaterial benötigt werden würde.

Übrigens:

Ich hatte nach Ihrem 1.Schreiben mit der Firma B über diesen Einsatz gesprochen. Herr B hatte mir bestätigt, das hier der Kondensator am Antriebsmotor defekt war und ein Elektrofachbetrieb zusätzlich zur Kontrolle an die Anlage geordert wurde. Ob das durch ihn oder durch Sie selbst erfolgte entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Nun habe ich heute erneut mit Herrn B gesprochen und sind jetzt so verblieben, dass er sich die Rechnung für den Austausch der Solarpumpe aus dem Archiv sucht und sich dann bei mir nochmal zur Rechnungssstellung meldet.

Dieses bitte ich bis dahin abzuwarten, ich werde mich nachdem Gespräch mit Herrn B bei Ihnen wieder melden.

Vielen Dank

Ich nochmal am 23.7.

Hallo Herr xxx,

nur zur Info:

wir reden von 2 Pumpen:

1. Pumpe: defekt – Pumpe steht und brummt
Fa. A nicht mehr für X zuständig, daher Wechsel zu Fa. B.

Fa. B hat die Pumpe ohne Prüfung des Kondensators sofort ausgetauscht.

Die Arbeit war in Ordnung (bis auf die Undichtigkeit durch Fehler beim Anziehen der Verschraubung -> Solarflüssigkeit im Keller) Nach der anschliessenden Nachbesserung durch Fa. B ist der Solarkreis seither dicht.

Der Preis betrug ca. 700,-Euro incl. Installation, daher Reklamation über Herrn U. – der wollte die Pumpe zur Prüfung abholen, kam aber nie vorbei.

Nach ca. 1/2 Jahr habe ich die Pumpe entsorgt.

2. Pumpe: defekt – Pumpe steht und brummt zu dem Zeitpunkt war Herr C schon hier wegen anderer Bauarbeiten. Herr C hat den Kondensator sofort als Ursache identifiziert, Reparatur aber durch Fa. B da auf der Pumpe noch Garantie ist.

Eine Rechnung dafür gibt es nicht da es sich um einen Garantiefall handelte.

27.7. Wasser ist kalt!

750l Warmwasserspeicher, randvoll mit 85 Grad warmem Wasser.

Am Wasserhahn kommt 10 Grad kaltes Wasser an.

Ursache: Zirkulationspumpe blockiert.

Ich denke laut nach: „sch****  *******heizung“ und stelle diesen Text online!

Zusammenfassung

Hier die Infos was ich den Parteien im Einzelnen vorwerfe:

Heizungsbauer A

– kein Hydraulischer Abgleich

– Einrohr-System aus OG direkt an Zweirohr-System von EG angeschlossen – total unsinnig da das Wasser jetzt hauptsächlich im EG zirkuliert.

– dabei könnte die Anlage bis zu 3 Heizkreise ansteuern

– Blitzschutzdose für Kollektorfühler nicht angeschlossen

– Murks bei Anschluss KW-Zuleitung (Konus-Verbindung zerdrückt und undicht)

– Puffer mit normalem Wasser dH 23 gefüllt

– Solarpumpe – Füllsieb nicht ausgebaut

– keine Anpassung der Steuerung und keine Hinzuziehung des Werks-Kundendiensts

– 27.7.2009: Info aus Internet: Rückschlagklappe WW-Zirkulation fehlt!

Heizungsbauer B

– keine Prüfung des Kondensators (vermutliche Ausfallursache der Solarpumpe), dafür Austausch der kompletten Pumpeneinheit für 727,- Euro!

– Nach Installation der Solarpumpe keine Dichtigkeitsprüfung – Solarflüssigkeit im Keller verteilt

Hersteller X

– Keinerlei Kontakt zum Endkunden

– keine Kulanz

– Zugesagte Eigenschaften (Handbuch, Prospekt) werden nicht eingehalten (Bootloader, Updatefähige Steuerung)

– keine Hilfe bei Problemen mit Heizungsbauern

– durch Gebietsvertreter zugesagte Hilfen nicht eingehalten

– kein Interesse am Kunden.

-> nach der Erfahrung mit meiner Anlage für den (nicht) gebotenen Service total überteuert

12.8.2009 – neue Probleme

Beim Versuch, den Heizkreis für die Aufheizung der neuen Fussbodenheizung im DG in Betrieb zu nehmen wurde festgestellt, daß der Heizungsmischer hängt.

Vermutliche Ursache: Verkalkung.
Nach Überprüfung der Leistungsdaten meiner Solaranlage muss wohl der komplette Puffer geleert und auch der Solar-Wärmetauscher ausgebaut und entkalkt werden.

Der Puffer wurde von Heizungsbauer A entgegen den Fülleinfach mit normalem Wasser 23°dH gefüllt.
Bei 750L Pufferspeicher entspricht das ca. 230mg*750 = 172,5g Kalk die sich jetzt im System abgesetzt haben.

15.8.2009 MAG vermutlich defekt

Heute habe ich bemerkt, daß der Druck im Solarkreislauf bei Abkühlung auf 0,5bar abfällt.

Vermutliche Ursache: MAG im Solarkreislauf defekt.
Da keine Absperrung verbaut wurde kann das kurzfristig leider nicht genauer überprüft werden ohne den Solarkreis zu entleeren.

Batteriespeicher Teil6: USV und Backup

Teil 6 meiner Speicher-Reihe hat etwas länger gedauert.
Die Backup-Box meines Alpha ESS Storion T10 Speichersystems war längere Zeit nicht lieferbar.

Aber jetzt Ende Oktober ist das Ding eingebaut und ich kann vorab schon sagen: Es funktioniert genau wie gewünscht!

Allerdings gab es ein paar nervige Kleinigkeiten und ein paar Hürden zu umschiffen.

Ursprünglich dachte ich, es wäre das einfachste die Backup-Box einfach direkt nach der Hauptsicherung einzubauen, dann würde das komplette Haus bei Stromausfall einfach auf Notstrom umschalten.

Leider hat sich herausgestellt, dass die Backup-Box nur 20kW verträgt. Der Hausanschluss ist mit 63A-Sicherungen abgesichert, damit sind über 40kW möglich. Das hätte geändert werden müssen. Zwar haben wir bisher noch nie diese Leistung benötigt, aber wer weiss was die Zukunft bringt und haben ist besser als brauchen!

Das größere Problem besteht aber darin, daß die Notstromleistung des Storion T10 von der verbauten Batteriegröße abhängig ist. Die vollen 10kW Notstrom stehen nur bei Vollausbau mit 20kWh-Akku zur Verfügung. Bei meinen 10kWh sind leider nur 5kW möglich.
Das ist arg knapp wenn das ganze Haus an der Anlage hängt.
Sollte der Strom mal ausfallen wenn gerade der Backofen an ist oder das Elektroauto lädt, dann würden die Sicherungen fliegen. Da bringt dann die schnellste Umschaltung nichts.

Außerdem ist die Backup-Box deutlich größer als ursprünglich gedacht.
In der Breite passt das Teil auf eine Standard-Reihe im Zählerkasten.
In der Höhe reicht eine Hutschienen-Reihe aber nicht. Da die Anschlüsse deutlich überstehen benötigt man 3 Reihen übereinander.
Damit passt die Box leider nicht in den Zählerschrank. Der ist voll.

Zum Glück befindet sich der Speicher direkt im Raum hinter dem Zählerkasten, daher konnte direkt auf der Rückseite des Zählerschranks ein kleiner extra Kasten für die Backup-Box installiert werden. Das Loch durch die Wand für die benötigten Leitungen war zum Glück bereits groß genug, das ersparte größere staubige Arbeiten.


Die Anschlusskabel sind bei der möglichen Leistung der Geräte auch nicht gerade dünn. Der Elektriker hat die Box mit 10qmm verkabelt.
3phasig, das heißt 5 Adern. Und diese für den ankommenden Strom, Weiterführung zum Speicher (Netzanschluss), dann noch den USV-Ausgang des Storion T10 ebenfalls mit 5x10qmm und die mit Notstrom versorgten Verbraucher müssen ja auch wieder irgendwie dran.

Nach längerer Überlegung, was denn alles auf Notstrom laufen sollte, wurden folgende Geräte entsprechend umgeklemmt:
Das komplette Büro (Ein Stockwerk, 3phasig – alle Computer, Maschinen, Licht, usw.). In der Regel werden da beim Arbeiten ca. 1,5kW benötigt, das sollte passen.
Der Serverschrank im Keller (ca. 300W im Dauerbetrieb).
Die Heizungsanlage.

Eventuell klemme ich später noch den Kühlschrank um.

Mehr braucht es im Augenblick nicht. Kann aber jederzeit geändert werden.

Die Installation erfolgte abweichend von den normalen Einbauvorschlägen. Offiziell wird die Box direkt hinter die Hauptsicherung montiert und dient auch als Stromsensor/-zähler.
Das geht aus oben genannten Gründen bei uns leider nicht.

10kw/10kWh Backupsystem

Als Stromzähler habe ich bereits einen normalen Sensor verbaut. Das funktioniert alles einwandfrei.
Die Backup-Box wird in einem eigenen kleinen Sicherungskasten installiert. Die Verbraucher, die auf Notstrom laufen können sollen, werden einfach umgeklemmt.
Der Speicher bietet an seinem Wechselrichter einen 3phasigen USV-Ausgang mit Batterieversorgung.
Damit könnte man eigentlich bereits alle Geräte auf Batteriebetrieb umstellen. Aber wenn der Speicher außer Betrieb genommen wird, z.B. für Wartungsarbeiten, dann ist dieser Anschluss natürlich stromlos. Ich vermute auch, dass hier gewisse Wandlerverluste auftreten. Dazu fehlen mir aber die entsprechenden Informationen.

Es gibt mit dem Storion T10 damit 2 Stromquellen: 1. den Netzstrom. 2. den USV-Strom aus dem Storion T10.
Die Backup-Box wird an beide Stromquellen angeklemmt und schaltet bei Ausfall des Netzstromes vollautomatisch und angeblich in weniger als 20ms auf den USV-Strom um.

Das funktioniert tatsächlich einwandfrei.
Die Box schaltet unabhängig vom Speicher zwischen Netzstrom und Notstrom.

Andere Hersteller können zwar auch Backup, aber meistens nur mit Umschaltzeiten die NICHT für USV-Betrieb taugen.
Computer stürzen dabei definitiv ab.
Bei der Backup-Box funktioniert der USV-Betrieb dagegen super.
Alles läuft weiter.
Daher beim Kauf aufpassen:
USV = Dauerbetrieb auf Batterie
Backup = Notstromversorgung mit Umschaltzeit.
Für PCs braucht man USV.

Wie bereits geschrieben wäre der reine USV-Betrieb ohne Backup-Box möglich.
Aber eine automatische Umschaltung ist besser, da kann man den Speicher bei Bedarf außer Betrieb nehmen ohne die Verbraucher abschalten zu müssen.

Funktionstest

Zum Test habe ich alle Geräte eingeschalten (ca. 1KW Last) und dann einfach die Hauptsicherung raus. Alle PCs, Licht und sonstigen Geräte, die an den gesicherten Stromkreisen hingen, liefen weiter.
Sogar die SWR1-Hitparade im Livestream lief ohne Unterbrechung weiter
(Internet -> Router – > Switch -> PC -> JBL-Aktivboxen, komplett batteriegepuffert)
Beim Wiedereinschalten der Netzsicherung gab es auch keinerlei Ausfälle.
Alles funktionierte problemlos weiter.

Genau so wollte ich das immer haben.

Ausfallszenario

Das geregelte Herunterfahren meiner Geräte für die Installationsarbeiten hat insgesamt ca. 10 Minuten benötigt (mehrere PCs mit virtuellen Maschinen, Server, NAS,..). Das wieder Hochfahren dauerte ca. 20 Minuten und ich hab später noch 2 Systeme gefunden die ich vergessen hatte.
Bei einem ungeregelten Absturz durch Stromausfall dürfte das deutlich länger dauern.
Sollten Daten verloren gehen müssen Backups eingespielt werden.
Bei Datenverlust können erhebliche Störungen und Kosten entstehen.
Ein durchgehender Betrieb ist daher sehr angenehm.

Bisher hatte ich eine kleine 750VA APC-USV am Server.
Die ist damit obsolet, der Storion T10 versorgt das gesamte Büro.

Theoretisch ist sogar Inselbetrieb möglich, d.h. Solarmodule die direkt an den Storion T10 angeschlossen sind können auch im Notstrombetrieb den Akku nachladen!
Leider geht das in meiner Installation nicht.
Meine Solaranlagen sind per AC gekoppelt. Bei AC-Kopplung müssten die Wechselrichter der verschiedenen Hersteller miteinander kommunizieren. Das geht leider nicht.
Bei Stromausfall sind die an AC angeschlossenen Wechselrichter aus.
Diese Installation lässt sich nicht ändern da ich dafür noch recht gute EEG-Vergütungen bekomme.
Sollte es aber mal zur Zombie-Apokalypse kommen, dann kann ich einfach umstecken. Und spätestens wenn der Strom mehr kostet als die Einspeisevergütung bringt oder wenn die Anlagen aus der Vergütung fallen, dann wird umgeklemmt.

Ein bisschen Gemecker

Natürlich ist auch der Storion T10 Speicher nicht perfekt. Aber das sind Kleinigkeiten die sicher noch nachgebessert werden können:

Die Anleitungen sind sehr spärlich. Für die von mir verwendete Anschlussart gibt es überhaupt keine Anleitung – aber das ist laut Elektriker so zugelassen und funktioniert.

Da die Backupbox bei mir nicht als Stromzähler arbeitet, gibt es keine Verbindung zum Speicher. Daher blinkt dauerhaft die Error-LED an der Box. Unschön, aber wenn man den Deckel zumacht, stört es nicht weiter. Dazu warte ich noch auf Informationen, ob man das ändern kann, ob die Box evtl. zusätzlich mit dem Speicher kommunizieren kann.

Das Onlineportal funktioniert zwar recht gut, es gibt aber keine tiefergehende Auswertung über den Spannungsverlauf und auch keine Informationen bei Stromausfällen.
Zwar entsteht ein Loch in der grafischen Darstellung, wenn der Strom ausfällt, irgendwelche LOG-Einträge würden mir da aber schon gefallen.
Außerdem fehlt noch eine Auswertung der USV-Last.
Beim Test der Backup-Box gab es keine Aufzeichnungen im Log.

Etwas schade ist die Tatsache, dass die Backupleistung vom Batterieausbau abhängt.
Bei 10kWh-Akku gibt es nur 5kW Leistung. Für die vollen 10kW benötigt man einen 20kWh-Akku.
Aber die Nachrüstung ist bereits angedacht. Davor muss allerdings erst mehr Generatorleistung (mehr PV) her. Ich werde berichten.

Das sind aber alles Kleinigkeiten, die sich beseitigen lassen.
Das System Alpha ESS Storion T10 funktioniert einwandfrei.
Bis jetzt bin ich voll zufrieden. Während ich hier schreibe, scheint die Sonne und der Speicher füllt sich.

Strompreiserhöhung? CO2-Besteuerung? Umweltabgabe?
Atomstrom- und Kohlestrom-Subvention?

Nicht mit mir – Ich mach mein eigenes Ding!

Mit dem Storion T10 bin ich in 2019 einen großen Schritt in die Zukunft gegangen. Und es wird weitergehen.

Machen statt Motzen!

Photovoltaik-Anlage Nr. 4

(Beitrag aus 2011, übernommen von der alten Webseite)

(24.5.2011)

Ob es sich bei unserem neuesten Bastel-Projekt um die Anlage Nr. 3 oder Nr. 4 handelt ist nicht so einfach festzustellen.
Nach der 5kW-Dach-Anlage die wir uns von Handwerkern aufs Dach bauen liessen haben wir in Eigenmontage eine Anlage erstellt, die aus 2kW an der Südseite und 2kW an der Ostseite unseres Hauses besteht.

Installation- und Anmeldetechnisch wäre das Anlage 2, nach Datenlogger und weil es 2 getrennte Anlagenteile sind schreibe ich aber lieber von Anlage 2 und 3.

Damit wäre die neue Anlage dann die Nr.4

Der Reinfall mit professionellen Solarteuren konnte mich nicht davon abhalten, eine weitere Photovoltaik-Anlage an die Fassade zu montieren. Schon da wusste ich daß hinter der Garage eigentlich auch noch was hin müsste, allerdings fehlten bei den notwendigen Ressourcen vor allem Zeit und Euros.
Und da ich weder Griechenland noch Portugal, Irland oder gar eine Bank bin musste ich leider erst mal sparen bevor es weitergehen konnte.

Doch im April 2011 konnte ich dann endlich noch eine Anlage bestellen. Und im Gegensatz zu 2010 war die Anlage diesmal auch überraschend schnell lieferbar, inklusive Untergestell hat es keine 6 Wochen gedauert!

Hinter unserer Garage befindet sich ein überdachter Freisitz mit ca. 5x3m. Überdacht mit Acrylglas auf einem Gestell aus Vierkant-Eisenrohren.

Dieses Gestell hatte ich vor 3 Jahren bereits mühsam abgeschliffen und neu gestrichen, aber leider rosteten die Rohre auch von innen, daher sah es in 2011 bereits wieder ziemlich übel aus.

Die Dachneigung war damals (wohl um 1970) auch falsch oder garnicht berechnet worden.
Es gab einfach keine Dachneigung, so daß das Wasser nicht richtig ablief und man eigentlich nichts unter das Dach stellen konnte weil es überall durchtropfte.

Das Untergestell für die PV-Anlage lieferte wieder die Firma Ebinger-Metallbau. Montiert haben wir selbst.

Das Schwierigste daran war das korrekte Messen um alle Winkel korrekt hin zu bekommen, die Montage der Ständer und Träger mit Einschlagdübeln an der Garage und am Betonfundament des Freisitzes war dagegen eine leichtere Übung.

Die PV-Anlage ist relativ flach, die Neigung entspricht der Garage, so daß hier ein sauberer Übergang besteht.

Die Up-Solar-Module (UP-M230) sind 164x99cm groß, zwei Stück reichen gerade um den Freisitz mit 15cm Überstand zur Garage und zum Garten zu überbrücken. In der Breite passt es mit 5 Metern fast perfekt.

Zwar hätte man auch noch eine größere Fläche belegen können, aber dann hätte es wieder ein größeres Gestell benötigt, die Nachbarn hatten auch schon Bedenken und teurer wäre es auch geworden.

Daher: genauso groß wie vorher, nur korrekte Neigung und neues Untergestell (4mm Stahlprofile vollverzinkt).

Als Wechselrichter dient ein Solarmax 2000S, damit habe ich jetzt etwas über 11kWp Gesamtleistung, davon 6kWp über Eigenverbrauchsabrechnung und 5kWp Volleinspeisung.

Und das lohnt sich – unser Strombezug von durchschnittlich 900kWh/Monat konnte bis April auf 370kWh gesenkt werden und wird nach Installation des neuen Anlagenteils vermutlich unter 300kWh/Monat fallen.

Die relativ flache Montage der Anlage muss sich erst noch bewähren, aber da man problemlos auf die Garage gelangt ist eine Reinigung ohne Gefahren problemlos möglich.

Übrigens – wer wissen will, warum das 3 Jahre alte Garagendach auf den Bildern so fleckig aussieht, der kann gerne meine Handwerkerseite lesen.
Überall wird nur gepfuscht.

Dicht muss es sein!

Damit man auch was drunterstellen kann muss das Dach natürlich auch dicht sein.

Dafür haben wir die Standard-Montageklammern durch eine Schiene mit 330cm ersetzt, also eine durchgehende Klammer. Die Querfuge wurde in Rücksprache mit einem Fensterbauer einfach mit einem Dichtband und Spezialdichtmittel aus dem Wintergarten-Bau verfugt und schon ist alles dicht.

Bei Gelegenheit kommt auf der Gartenseite noch eine kleine Dachrinne und eine Wassertonne hin, bei 15qm lohnt sich das bereits.

Die Anlage wird ab ca. 15.30 Uhr durch unser Haus verschattet. Ich habe daher mit ca. 70% der Leistung einer Süd-Anlage gerechnet.

Erstaunlicherweise ist die Anlage aber besser als die PV-Anlage an der Südfassade, vermutlich da die Anlage morgens viel früher anläuft. Nach 18 Uhr bekommt die Anlage auch aus Westen wieder Sonne, das ist aber für den Gesamtertrag vernachlässigbar. Im Winter dürfte aber bei niedrigem Sonnenstand der Ertrag etwas schlechter sein, da muss man erst mal ein Jahr abwarten. Im Augenblick läuft das Teil jedenfalls erstaunlich gut.

(Süd: 12x185W= 2220W, Ost 11x185W=2035W, Pergola 10x230W = 2300W, Wechselrichter jeweils 1x Solarmax 2000S)

Stauraum

Zu den Nachbarn hin habe ich die alten Acrylglas-Wellplatten wiederverwertet, die Ecke unter der Photovoltaik-Anlage sieht jetzt schon ganz gemütlich aus.

Ob das Teil 100% dicht ist muss sich noch zeigen.

Mir gefällt die Installation jedenfalls sehr gut und das Selbermachen hat Spass gemacht.

Für die Lagerung von Rasenmäher Werkzeug und Spielzeug ist die Ecke auf jeden Fall ideal.

Ein paar Optimierungen stehen noch an:

– Zwischen Garagendach und Photovoltaikanlage ist ein kleiner Abstand, da muss beobachtet werden ob da bei starkem Wind und Regen evtl. Wasser durchkommt, dann müsste da noch ein Blech montiert werden.

– durch die neuen Halter für die Überdachung gibt es genug Spiel, die Regenrinne umzukehren, also nach hinten laufen zu lassen. Dann würde die 1000L Wassertonne nicht mitten auf der Terasse stehen sondern hinten neben der Photovoltaik-Anlage.

Der Abfluss ist vorne, aber den könnte man dicht machen, sonst muss man ja ab demnächst auch für die Versiegelungsfläche Abwasser zahlen. Das überschüssige Wasser könnte dann einfach im Garten versickern.

Peak-Leistung der ersten 2 Wochen war übrigens 12,9kWh, also 6,1kWh/kWp.
(Tagesleistung bei gutem Wetter)

Da gibt es manche Dachanlagen die schlechter laufen.

Potentialausgleich

Potentialausgleich im Garten

Bei der Abnahme der Photovoltaik-Anlage hat sich leider herausgestellt daß der Hauserder nicht mehr ganz in Ordnung war, entweder durch die Jahrzehnte in der feuchten Erde abgefault oder vielleicht auch damals schon schlampig installiert und nie überprüft. Genaues weiss man nicht..

Jedenfalls musste für den Potentialausgleich ein wenig Nachbesserung durchgeführt werden.

Da traf es sich gut daß ich unter der Terasse hindurch vom Keller in den Garten ein 150er Rohr verlegt hatte, für Wasser, Strom und sonstige Leitungen in weißer Voraussicht für eine Gartenhütte oder sonst irgendeine Installation im Garten.

Dadurch liess sich relativ einfach ein Kabel vom Potentialausgleich im Keller in den Garten verlegen und dort mit einem Erdspiess eine anständige Erdung herstellen.

Der Vorteil daran:

Kaum Bohr- oder Stemmarbeiten im Keller und im Bedarfsfall einfach im Zugriff.

Den Auslass des Rohres im Garten habe ich mit einem Kanalstein aus dem Baumarkt realisiert (keine Ahnung wie das Teil genau heisst, einfach ein Betonstein mit Anschluss für das Erdrohr). Oben drauf ist eine Waschbetonplatte und weil die hässlich aussieht ist genau darüber mein Hochbeet aufgebaut. Die Tomaten sind also gut geerdet.

Batteriespeicher Teil5: 3 Monate in Betrieb

Der Storion T10 mit 10kWh

Die Zeit vergeht rasant.
Unser Storion T10 ist jetzt schon 3 Monate in Betrieb.

Zum Speicher gibt es nichts Aufregendes zu berichten.
Das Teil läuft problemlos und unauffällig. Ich schaue täglich die Werte an und freue mich über den Strom aus eigener Erzeugung.
Ausfälle gab es bisher nicht. Nach den ersten 3 Monaten bin ich mit der Maschine sehr zufrieden. Das darf gerne noch 20 Jahre so weitergehen.

Das Web-Portal hat mittlerweile fast wöchentlich Updates erhalten, da wird anscheinend fleissig gebastelt.

Immer wieder gibt es neue Funktionen und Verbesserung. Manchmal fallen die Neuigkeiten erst beim zweiten Blick auf.

Fazit nach 3 Monaten Betrieb des Storion T10

Das Gerät funktioniert bisher einwandfrei, unauffällig und zuverlässig.
Der Strombezug ist deutlich gesunken, der Eigenverbrauch gestiegen.

Dank der Logging-Funktionen hat sich mittlerweile auch bestätigt was ich bereits vermutet habe:

Unsere PV-Anlage ist zu klein.
Wir haben insgesamt 11kWp PV-Generatorleistung installiert.
Davon sind allerdings 5kWp aus 2006 mit Volleinspeisung.
Die Vergütung ist doch zu gut um diese umzustellen. Durch eine Umstellung würde die EEG-Vergütung komplett entfallen. Daher stehen diese 5kWp erst ab 2027 zur Verfügung.


Die restlichen 6kWp reichen an schönen Sommertagen problemlos für eine tägliche Speicherfüllung. Bei Herbstwetter bringen die Module aber deutlich zu wenig Leistung um meine Maschinen zu betreiben und gleichzeitig den Speicher zu laden.
Daher habe ich die Installation einer zusätzlichen 6kWp-Anlage geplant.
Damit sollte dann ein weitgehend unabhängiger Betrieb von April bis Oktober machbar sein.
Danach werde ich dann auf 20kWh Speicherkapazität aufrüsten.
Denn mit 600W Grundverbrauch ist der Speicher morgens leer.
Das ist zwar gut für eine hohe Zyklenzahl. Mir geht es aber eher um einen hohen Eigenstromanteil. (Also nicht um hohe Rendite sondern möglichst wenig Strom aus dem Netz)

Messwerte

Natürlich wollen sicher alle meine Verbrauchswerte sehen.
Hier sind die Daten vom 17.7.2019 bis 9.10.2019.
Dabei ist zu beachten daß für einen korrekten Vergleich ganze Jahre oder zumindest Monate verglichen werden sollten.
Dann muss man natürlich noch das Wetter berücksichtigen.
Aber einen ersten Trend kann man schon mal herauslesen.

Daten laut Storion T10 (gerundet):
PV-Erzeugung 1690kWh
Einspeisung 238kWh
Last: 2093kWh
Netzbezug 690kWh
Speicherladung (ECharge): 603kWh
Aus dem Speicher entnommen (EDischarge): 592kWh

Bei den letzten beiden Werten bin ich nicht ganz sicher, das wären 98% Wirkungsgrad und damit richtig gut.

Das heisst von 1690kWh PV-Strom wurden ca. 1450kWh selbst verbraucht.
Ohne Speicher hätten ca. 850kWh direkt verbraucht werden können.
Das ist schon ein deutlicher Unterschied.


Eigenverbrauchsanteil: 86%
D.h. von 17.7. bis 9.10 habe ich 86% des selbst erzeugten PV-Stroms verbraucht und nur 14% eingespeist.

Autarkiegrad: 69,4%
D.h. 69,4% des verbrauchten Stromes konnten mit PV und Speicher gedeckt werden.

Strombezug:
August 2019: 148kWh (August 2018: 411kWh)
September 2019: 258kWh (September 2018: 467kWh)

Der Autarkiegrad gefällt mir noch nicht ganz. Das liegt aber nicht am Speicher sondern an der kleinen PV-Anlage. Wie bereits geschrieben plane ich die Vergrößerung um weitere 6kWp.

Im Winter wird der Eigenverbrauchsanteil sicher gegen 100% gehen. Bei weniger Erzeugung kann das meiste selbst verbraucht oder gespeichert werden.
Dafür wird der Autarkiegrad weiter sinken, ich brauche mehr Solarmodule 🙂

In den ersten 10 Oktobertagen gab es leider fast keinen Sonnenschein. Damit dann auch leider kaum eine Möglichkeit zur Speicherfüllung. Aber immerhin: alles was erzeugt wurde wurde auch selbst verbraucht (bis auf 1,8kWh).

Am Strombezug sieht man deutlich: Der Speicher könnte mehr. Aber wenn die Sonne in der dunklen Jahreszeit nicht so oft scheint und die PV-Anlage zu klein ist wird einfach nicht genug gespeichert.
Mit der geplanten Erweiterung der PV-Anlage um 6kWp (auf dann 12kWp) ist da sicher deutlich mehr drin.

Lohnt es sich?
Finanziell? Frag mich in 20 Jahren wieder. Wenn die reGIERung weiter an der Abgabenschraube dreht, dann vielleicht schneller als viele glauben.

Für die Umwelt? Auf jeden Fall

Für mich selbst? Auf jeden Fall

Aus Renditegründen braucht man keinen Speicher.
Aber wenn man sich das Kasperltheather unserer reGIERung anschaut, der ganze Schwachsinn Gesetze deren Sinn ich nicht verstehe. Da sollte man doch selbst was machen wenn man kann.
Das sind wir unseren Nachkommen schuldig!

CO2-Steuer auf Heizkosten und Stromkosten?
Da kann ich bei unserem Speicher nur sagen: dachte nicht daß so schnell bestätigt wird daß ich das Richtige mache:
Mehr PV, mehr Speicher = mehr Eigenverbrauch und weniger Steuern und Abgaben.
Wobei die reGIERung sicher Wege findet, die Sonne zu besteuern.
Entgegen dem offiziellen Gelaber ist Eigeninitiative in Deutschland NICHT erwünscht. Wo käme man denn hin wenn Privatpersonen sich aus der Abgaben-Sklaverei entziehen wollten.
Ich sag nur: Stammdatenregister (da werden alle Anlagen für erneuerbare Energien erfasst. Wird vermutlich bald für die Erhebung von Abgaben verwendet)

Trotzdem – einen Versuch ist es wert!

Natürlich können wir alleine nicht die Welt retten.
Vermutlich wird sich die Menschheit sowieso über kurz oder lang selbst auslöschen.
Ich will auch nicht über die Dämlichkeit vieler Menschen schimpfen oder irgendjemanden zurechtweisen.
Aber wenn man garnichts macht, dann kann man auch gleich mit Atmen aufhören.

Ich mache einfach das was ich kann, was ich für gut befinde.
Und ich gehe meinen Weg.

Statt Freitags mit dem SUV zur Demo zu fahren und von anderen zu fordern gehe ich in den Garten oder Keller und bastle an meiner eigenen Energiewende.

Es ist einfach ein tolles Gefühl etwas Sinnvolles zu machen!

Backup-Box

Zur Backup-Box kann ich aktuell leider noch nichts schreiben, die hatte Lieferprobleme und kam erst diese Woche an, jetzt warte ich auf einen Termin mit dem Elektriker.
Sobald das Teil eingebaut ist gibt es einen weiteren Blog-Beitrag.
Für die Zombie-Apokalypse wäre aber auch so bereits ein manueller Inselbetrieb möglich:
Die PV-Anlage die derzeit mit eigenem Wechselrichter betrieben wird auf den Storion T10 umstecken, notwendige Verbraucher auf den Backup-Anschluss klemmen und weiter geht es im Inselbetrieb.
Die Backup-Box hat den Vorteil daß die Umschaltung vollautomatisch funktioniert.
Und zwar mit USV-Speed, d.h. ohne Aussetzer beim Umschalten.

Die PV-Anlage kann ich im regulären Betrieb leider nicht umstecken weil sonst die EEG-Abrechnung nicht mehr funktioniert. Daher wird bei mir im Backup-Betrieb derzeit nicht nachgeladen.

D.h.
USV+Backup gibts in Kürze (mit Backup-Box bis der Akku leer ist)
Automatische Umschaltung auf Insel (mit Nachladung von PV) leider erst wenn die EEG-Förderung ausläuft. Alternativ wenn der Strompreis über die EEG-Vergütung steigt, dann kann ich darauf verzichten und umstecken.
Aber alles zu seiner Zeit. Ein Anfang ist gemacht 🙂

Ladewüste am Europapark

Dieser Beitrag ist veraltet.
Mittlerweile (2023) soll es auf den normalen Parkplätzen 16 Ladepunkte geben.
Dazu noch ein paar für Hotelgäste.
Umgerechnet auf die Anzahl Fahrzeuge aber immer noch viel zu wenig.

Ein interessanter Hinweis auf der Webseite des Parks: die Ladepunkte sind wohl dazu gedacht, dass man den ganzen Tag dort parkt. Das ist auch sinnvoll. Mittendrin raus und umparken ist doof.
Damit können dann aber pro Tag nur 16 Fahrzeuge laden.
Und man kann die Ladesäulen mit Karten anderer Anbieter freischalten.
Achtung – manche verlangen dann Blockiergebühren!
ENBW z.B. will nach 4 Stunden Geld ohne Strom!
Das ist bei normalen Ladesäulen sinnvoll, die sind ja keine Parkplätze.
Hier ist das aber eher nicht so optimal.

Da muss noch nachgebessert werden.

Unsere Lösung: früher losfahren, an der Autobahn kurz 10 Minuten Powernapping und mit 250kW Strom in den Akku pumpen, dann reicht es auch für die Heimfahrt.

Teil2: Tote Ladesäulen laden schlecht!

Ziemlich viel los – wenn die Säule funktioniert

Am 3.Oktober 2019 wollten wir einen Tagesausflug in den Europapark unternehmen und uns dort mit Freunden treffen.
Da der Europapark keine Lademöglichkeiten für normale Besucher bietet (nur von Badenova für Hotelgäste oder beim reservierten Parken) und neben dem offiziellen Parkplatz nur 4 Ladepunkte von Badenova verfügbar sind (mit denen der Europapark wirbt, für die er aber bei Problemen nicht verantwortlich ist) sind wir sehr früh losgefahren.
Nach einer guten Anreise waren wir kurz vor 9 Uhr tatsächlich die ersten an der Ladesäule. Geparkt, Kabel eingesteckt, RFID-Karte an die Säule – lädt nicht!

Alle TOT!

Nach dem letzten Lade-Erlebnis am Hotel ging mein Puls gleich etwas schneller. Mit der Plugsurfing-App geschaut – nicht nur die eine Ladesäule war tot sondern beide. Also alle 4 Ladepunkte ausser Betrieb.
Und schlimmer noch – der Zustand bestand laut App bereits seit mindestens 2 Wochen!
Eigentlich ein Unding bei einer so stark frequentierten Ladesäule.

Wir waren Wochen zuvor eine Woche dort und ich habe das interessehalber öfter beobachtet: die Ladeplätze waren immer voll belegt, bei 6-7 Autos am Tag in 2 Wochen also sicher 100 Fahrzeuge die bis zu unserem Versuch am 3.10.2019 NICHT laden konnten.

Wieder ein Anruf bei der aufgedruckten Hotline: keiner da.

Was tun?

Nach kurzer Überlegung haben wir das Auto einfach angesteckt stehen lassen. Da die Säule seit über 14 Tagen defekt war hatte ich keine große Hoffnung daß diese gerade am Feiertag repariert würde. Aber falls doch konnte man die Ladung ja per App noch starten.

Keine Hilfe! Keine Kulanz

Am Haupteingang haben wir uns an die Info gewandt. Wieder das gleiche Spiel wie zuvor am Hotel:
sehr freundliches Personal aber die Ladesäulen werden zwar vom Europapark beworben aber nicht betrieben. Zuständig ist niemand. Wer mit dem Elektroauto anreist hat eben Pech gehabt.
Sorry Europapark: Ihr macht mit den Ladesäulen Werbung, dann solltet Ihr Euch darum kümmern. Die Säulen gehören mit zum Park-Erlebnis!

Auf die Frage ob wir einen Ladeversuch beim „reservierten Parken“ starten könnten hiess es daß das gegen 25,- Euro Parkgebühr möglich sei. Auf unseren Einwand daß wir ja eigentlich nur laden wollten, für den normalen Parkplatz eine Jahres-Park-Karte besäßen und ob es nicht eine Kulanzlösung gäbe wurde leider abgeblockt: Für 25,- Euro Parken und laden, eine andere Option gibt es nicht.
Da diese Lademöglichkeit aber ebenfalls von Badenova betrieben wird und nach den Erfahrungen mit dem Laden am Hotel und jetzt an der Ladesäule haben wir dankend abgelehnt. Denn eine Garantie daß diese Lademöglichkeit funktioniert gab es nicht.
25,- Euro für einen Versuch der vielleicht auch nicht klappt war uns zuviel. Dann doch lieber ab und zu mit der App nachsehen ob sich was an der Säule tut und zur Not auf dem Heimweg laden.

Hotline bemüht aber nutzlos!

freundliche aber nutzlose Hotline

Beim Warten auf unsere Freunde mit denen wir uns verabredet hatten habe ich nochmal versucht die Hotline anzurufen. Es ging auch tatsächlich jemand dran.
Ich habe das Problem geschildert und angeblich war es dort noch nicht bekannt.
Dabei stand in der Plugsurfing-App ein Datum für „letztes erfolgreiches Laden“ von vor 14 Tagen, erfolgreiches Laden in den letzten 7 Tagen: 0%.
In Goingelectric waren auch Fehler eingetragen, nur der Betreiber weiss von nichts? Seltsam.
Auf meine Frage was man denn da machen könne meinte der Hotliner: er würde das an Badenova weiterleiten, mehr könne er nicht machen.
Die Hotline war also anscheinend nicht einmal direkt vom Betreiber.

Selber schuld.
Man hätte es vorher wissen können – die Ladesäule per App auf Funktion prüfen. Aber wer geht denn schon davon aus daß alle 4 Ladeplätze ausser Funktion ist. Wir hatten daher nur daran gedacht früh loszufahren damit wir auch einen Ladeplatz bekommen.
Das nächste Mal sind wir schlauer. Alternativ könnte man kurz vor dem Park eine Ladepause am Schnell-Lader an der A5 einlegen.

Kein Laden!

Im Laufe des Tages habe ich immer mal wieder versucht, per App eine Ladung zu starten. Leider ohne Erfolg. Das ist sehr schade, denn der Europapark war wieder mal ein supertolles Erlebnis. Der aktuelle Halloween-Schmuck und die ganzen Attraktionen sind immer einen Besuch wert. Das mit dem Ladeproblem hat mich aber die ganze Zeit genervt.
Da wir am Tag der Deutschen Einheit natürlich auch das Feuerwerk angeschaut haben war die Abreise recht spät – mit halbleerem Akku.

Auf der Autobahn

Ionity-Lader

Der Kona hat einen 64kWh-Akku. Auf der Autobahn brauchen wir bei meiner Fahrweise mit Heizung im Spätherbst knapp über 20kWh/100km. Das sind ca. 40kWh für die Strecke oder ca. 2/3 Akku. Es fehlten damit ca. 20kWh. Dafür mussten wir auf der Autobahn eine Ladesäule finden.
Mit der Goingelectric und mit der ENBW-App habe ich die Raststätte Mahlberg Ost ausgewählt:
2x 50KW-Lader von ENBW
4x 4 Ultra-Schnell-Lader von Ionity.
Wenn kein LKW davor parkte sollte das doch klappen.

Peinlich für das Autoland

Kurz vor uns fuhr ein Elektro-Golf an eine ENBW-Ladesäule. Die zweite ENBW-Säule war leider defekt. Nicht ganz so schlimm, denn ich wollte sowieso die Ionity-Lader ausprobieren, der Kona sollte ja eigentlich bis 75kW laden können, die Säulen gehen sogar bis 350kW (passendes Auto vorausgesetzt.

Schon peinlich:
Deutschlands Milliardenschwere Energiefirma ENBW baut 2 50kW-Lader an der Rasthof, einer ist defekt. Bleibt eine Ladesäule übrig.
Das Zukunfts-Unternehmen Ionity, der Stolz der deutschen Autoindustrie schafft immerhin 4 Ladesäulen.
Und ein Stück weiter an der Autobahn stehen vom angeblich seit Jahren kurz vor dem Konkurs stehenden Autobauer Tesla schlappe 20 Ladesäulen. Natürlich alle voll funktionsfähig. Wobei das ja laut der deutschen Autoindustrie irgendwie garnicht möglich sein kann.

Und es lädt doch!

Immerhin – die Ionity-Säulen funktionieren problemlos. Man könnte pauschal für 8,- Euro laden.
Ich habe trotzdem die ENBW-App verwendet für 49cent/kWh. Die hatte ich schon öfters in Benutzung und um 20.30 Uhr wollte ich nicht auch noch experimentieren. Das Laden startete problemlos und die Ladeleistung stieg bis auf 58kW. Leider nicht bis zu den theoretisch möglichen 75kW, keine Ahnung ob es an der Säule lag, am Auto, an der Temperatur, am Mond.
Immerhin floss Energie in den Akku. Das war schon mal gut.
Frau und Kind gingen aufs WC, danach ich (wir wollten das Auto nicht alleine lassen). Da ich schon etwas müde war habe ich mir noch einen Cappuchino gekauft. Der war allerdings so heiß daß er die Ladezeit verlängert hat – ich musste einfach langsam trinken.
Nach 25min war der Akku bei 70%, der Cappuchino leer und die Leistung sank ziemlich rasch auf 35kW.
70% sollten für die Heimreise ausreichen. Auto ausgesteckt, der Ladevorgang hat 14 Euro gekostet, 10 fürs Laden 1 fürs Pinkeln und 3 für den Cappuchino (4 abzgl. 2x Pinkelgutschein)

Die Heimfahrt lief dann problemlos und es waren zuhause noch knapp 70km Rest-Reichweite im Akku. Soweit alles in Ordnung.
Der Stress müsste aber trotzdem nicht sein wenn es am Europapark zuverlässig funktionierende Lademöglichkeiten gäbe.
Als Beispiel kann ich nur immer wieder Efteling in den Niederlanden anführen: über 70 Ladepunkte, die sind der „Autonation“ Deutschland um Lichtjahre voraus.
Am Freitag früh (4.10.2019) ging meine Frau ins Kaufland zum Einkaufen und Laden, jetzt sind wieder über 70% im Akku.
Die 4 Ladesäulen am Europapark sind auch heute noch per App als Funktionsunfähig gekennzeichnet.

Fazit

Für den Europapark ist das doch ein mehr als trauriges Ergebnis.
Da wird mit Lademöglichkeiten für Elektoautos geworben.
Die Lademöglichkeiten werden nicht vom Park betrieben sondern von Badenova.
Das ist zwar eigentlich egal. Aber es ist doch sehr schade daß die Ladesäulen anscheinend ziemlich vernachlässigt und dadurch unzuverlässig sind.
Und wenn man sich dann als Besucher des Europaparks hilfesuchend ans Personal wendet wird man abgewiesen mit der Begründung der Europapark wäre dafür nicht zuständig.
Lieber Europapark:
dann macht doch bitte auch keine Werbung damit!

Ladesäulen die „bereits länger“ nicht richtig funktionieren (Hotel-Wallboxen) oder über 14 Tage komplett ausfallen (Ladesäulen am Sportplatz) sind nichts für das man Werbung machen sollte.

Auch wenn wir ansonsten vom Europapark restlos begeistert sind:
Elektroautos sind die Zukunft. Der Europapark sollte hier schnell nachbessern.
Schaut nach Efteling, die zeigen wie das geht.


Ladewüste am Europapark

Teil 1: Ladehemmung am Hotelparkplatz.

Die Elektromobilität verbreitet sich immer mehr. Allerdings gibt es auch einige Punkte die bei weitem noch nicht optimal sind und deutlicher Verbesserung bedürfen.
Heute will ich Euch von unseren Problemen mit dem Laden am Europapark in Rust erzählen.

Der Europapark in Rust ist Deutschlands größter und vielleicht auch schönster Freizeitpark. Der Park erhebt in seiner Werbung hohe ökologische Ansprüche. Nur die Elektromobilität ist dort leider noch nicht angekommen.
Der Europapark bietet aktuell im Oktober 2019 keinerlei Lademöglichkeit für Elektroautos an.
Damit ist er aber nicht alleine. Auch für den Erlebnispark Tripsdrill bei uns in der Nähe sind Elektroautos Neuland. Wer nicht mit dem Auto oder der Pferdekutsche anreist sondern mit einem eMobil darf dort nicht auf moderne Ladeinfrastruktur hoffen.
Ein Blick in die Niederlande zeigt daß es auch anders geht. Der Freizeitpark in Efteling bietet aktuell mehr als 50 Lademöglichkeiten. Da kann man bedenkenlos und ohne Vorplanung mit dem Elektroauto anreisen.
Der folgende Bericht handelt nur von der Ladesituation am Europapark.
Der Park selbst ist supertoll und jederzeit zu empfehlen.
Nur mit dem Elektroauto muss man sich bei Bedarf vorher eine Ladestrategie erarbeiten. Einfach anreisen, während dem Parkbesuch laden und dann wieder heimfahren geht leider nicht. Das ist so ähnlich wie beim Internet: Während der Rest von Europa Glasfaser nutzt gibt es in Deutschland noch weit verbreitet Steinzeittechnik auf Kupferbasis.

Lademöglichkeiten am Europapark in Rust

Am Europapark gibt es aktuell (10.2019) Lademöglichkeiten für Elektroautos für Hotelgäste (2 Ladepunkte pro Hotel – wobei die 2 Ladeboxen an denen wir standen für 2 Hotels waren – 2 Anschlüsse, 4 Parkplätze, also eigentlich nur eine Lademöglichkeit pro Hotel), 2 Lademöglichkeiten im Bereich „reserviertes Parken“ und 2 Säulen mit insgesamt 4 Ladepunkten am Sportplatz hinter den normalen Parkplätzen. Alle diese Lademöglichkeiten haben aber gemeinsam daß sie NICHT vom Europapark angeboten werden. Bei Problemen fühlen sich die Mitarbeiter nicht zuständig und weisen nur darauf hin daß das keine Installationen des Europapark sind. Wer mit dem Elektroauto anreist ist selbst schuld. Irgendwelche Hilfe von Seiten des Parks bei Problemen ist nicht zu erwarten.
Eine solche Einstellung ist sehr schade.

So viel Energie – aber keine funktionierende Lademöglichkeit für E-Autos

Der Europapark Rust hat in 10.2019 keine Ladesäulen
(zumindest keine zuverlässig funktionierenden)
Konkret:
der Europapark wirbt mit Lademöglichkeiten.
Es sind Lademöglichkeiten vorhanden.
Diese werden aber NICHT vom Europapark betrieben.
Betreiber der Ladesäulen ist Badenova.

Bei Problemen ist der Europapark NICHT zuständig. Hilfe oder Alternative gibt es nicht, das Personal ist zwar sehr freundlich, es gibt aber leider niemand der sich auskennt. Elektromobilität scheint für den Europapark #Neuland zu sein.
Die bei Problemen vergeudete Zeit und der Ärger schmälern das Park-Erlebnis leider deutlich, auch wenn der Europapark sonst einer der besten Freizeitparks ist.

Ladehemmung am Hotelparkplatz.

Wir haben Jahreskarten für den Europapark. Unser Junior hat sich zum Geburtstag eine Übernachtung im Hotel gewünscht. Daher sind wir Anfang September 2019 von Sonntag auf Montag in den Europapark.
Ganz toll fanden wir die angebliche Lademöglichkeit auf dem Hotelparkplatz.
Allerdings verspricht die Werbung mehr als die Realität hergibt:
Nach einer problemlosen Anreise haben wir die Wallbox auch schnell am Eingang der Hoteltiefgarage gefunden. Karte geholt, eingesteckt und – nichts. Kein Ladevorgang.
Die Wallbox leuchtet in grüner Bereitschaft, eine Ladung findet nicht statt.
Da die Boxen keinerlei Anzeige haben habe ich den fatalen Fehler gemacht, im Auto den Bereitschaftsmodus herzustellen (Power-Knopf drücken).
Das Auto brachte darauf die Meldung „Für Fahrbereitschaft Ladekabel abziehen“. Nur – das Kabel liess sich nicht abziehen.

Dummerweise liesst sich der Bereitschaftsmodus auch nicht mehr beenden. Ein Druck auf den Power-Knopf brachte nach kurzem Neustart des Displays wieder die Bereitschaftsanzeige: „Für Fahrbereitschaft Ladekabel abziehen“. Das Auto liess sich nicht mehr ausschalten.
Das Ladekabel war verriegelt und liess sich nicht abziehen.
Da das Auto im Bereitschaftsmodus war liessen sich aber auch die Türen nicht abschliessen, das Auto stand offen – mit samt allem Gepäck, den Einchecken ging erst ab 14 Uhr.

Dieses Verhalten ist sicher auch mit ein Problem des Kona, das Auto sollte sich aus jedem Zustand ausschalten lassen.


Was tun? Es gibt eine Notentriegelung am Auto. Die sei aber sehr empfindlich und sollte wirklich nur im äussersten Notfall verwendet werden, so die Info aus dem Internet.
Eine auf den Ladeboxen ausgewiesene Hotlinenummer des Betreibers Badenova war natürlich am Sonntag nicht besetzt. Trotz mehrfachem Durchklingeln ging niemand ran.
Über den Wallboxen hing ein Sicherungskasten.
Ich bin also zum Hotel und habe dort das Problem geschildert und gefragt ob eventuell der Hauselektriker die Sicherung rausmachen könnte damit unser Kabel freigegeben wird.
Frau und Kind habe ich schon mal in den Park geschickt.
Der Elektriker kam nach knapp 30min zum Parkplatz.
Er hat die Sicherung entfernt und daraufhin liess sich das Kabel aus der Wallbox ziehen. Nur am Auto hing es immer noch fest.
Ich habe dann doch die Notentriegelung probiert und das Kabel aus dem Auto bekommen. Viel später habe ich dann im Internet von einem ähnlichen Problem gelesen und daß man beim Ausschalten in diesem Fall NICHT wie üblich zum Ein-/Ausschalten die Bremse drücken soll, dann würde es funktionieren. Narrensicher ist das leider nicht, zumindest war ich offensichtlich (laut Internet) weder der erste noch der einzige mit diesem Problem beim Kona.

Da wir aber die Ladung benötigten wollte ich im Beisein des Elektrikers noch einen Versuch starten. Netterweise hat er 5 Minuten seiner Zeit für mich geopfert.
Aber auch von ihm die Aussage: die Ladesäulen sind nicht vom Europapark, er kann mir da auch nicht weiterhelfen. Immerhin das mit den Sicherungen konnte er machen.
Alternativ hätte ich sonst noch die Ladesäule am Sportplatz oder auf der Heimfahrt an der Autobahn ausprobiert.
Auto ausgeschalten und abgeschlossen. Kabel angesteckt. Karte an die Ladesäule und – lädt!
Ich habe mich beim Elektriker bedankt und bin in den Park.
Die maximale Höchstladedauer beträgt 4 Stunden.
Das ist etwas stressig, denn die Säule kann maximal 11kW. Mit unserem einphasig ladenden Kona nur 3,5kW. In 4 Stunden also etwas über 12kWh. Das wird knapp für die Heimfahrt.
Zurück am Auto der Schock: es wurden genau 0kWh geladen. Die Ladung muss direkt nach dem Start wieder abgebrochen sein.
Am zweiten Ladeplatz stand ein i3, eingesteckt aber NICHT ladend (Säule grün statt blau)
Was tun – ich bin also wieder an die Rezeption und habe das Personal mit meinem Problem genervt. Ausserdem auf den i3 hingewiesen daß der Fahrer eventuell informiert werden sollte. Die Europapark-Mitarbeiter waren sehr freundlich, haben aber darauf hingewiesen daß der Europapark nur den Platz zur Verfügung stellt, die Ladesäulen sind NICHT vom Europapark und sie hätten damit nichts zu tun. Für einen erneuten Versuch wurden mir freundlicherweise erneut 4 Stunden eingeräumt.
Also Ladung erneut gestartet und wieder in den Park.

Hotline: Problem schon länger bekannt

In der Warteschlange des CanCan-Coasters (Dunkelachterbahn) klingelte plötzlich mein Handy. Irgendwer rief mich da an und beschwerte sich daß ich doch bitte die Musik ausmachen sollte damit man mich verstehen könne. Ich habe mir eine halbwegs leise Ecke gesucht und dann erklärt daß ich die Musik nicht ausmachen kann da diese vom Europapark kommt und wir in der Warteschlange stehen.
Der Anrufer stellte sich als ein Hotlinemitarbeiter von Badenova vor.
Als ich meine Probleme geschildert habe meinte er: „das ist in letzter Zeit öfters vorgekommen, anscheinend müssen wir da mal hin und die Wallboxen überprüfen„.
Das ist ja eine wirklich tolle Aussage: die lassen gammelige halbdefekte Wallboxen in Betrieb, nicht einmal das Hotelpersonal weiß von diesem Problem und die Ladekunden dürfen diese Nachlässigkeit ausbaden. Da wäre es besser die Boxen ganz abzuschalten. Das wäre weit weniger ärgerlich als die 1,5 Stunden vergeudete Zeit incl. Stress und Ärger.
Ich habe mitgeteilt daß unser Auto gerade „vielleicht“ lädt und wir haben das Gespräch dann freundlich beendet, mehr ging sowieso nicht weil es in der Warteschlange einfach zu laut war. Machen konnte er am Sonntag auch nichts. Aber immerhin: es war doch kein Bedienfehler von mir.

Doch noch geladen

Nach den erlaubten knapp 4 Stunden standen wir gerade in einer Warteschlange. Also beim Hotel angerufen und gefragt ob man auch etwas überziehen könne, wir würden auch gerne auf dem Rückweg ins Hotel noch etwas essen. Antwort: kein Problem, das geht in Ordnung.
Nach insgesamt etwas über 5 Stunden zurück am Auto hatte die Ladung diesmal geklappt. Fast 20kWh geladen. Zwar nicht voll aber genug für die Heimfahrt. Ausgesteckt, umgeparkt und zurück ins Hotel. Neben dran stand ein Audi e-Tron – man ahnt es schon: eingesteckt aber NICHT ladend (Wallbox grün statt blau).
Später stand dann noch ein Tesla dort. Auch hier das gleiche: eingesteckt, nicht ladend. Die Wallboxen sind eindeutig defekt. Schade, dass das nicht entsprechend kommuniziert wird.
Da hatten wir wohl großes Glück, dass es bei uns beim letzten Versuch mit dem Laden geklappt hat.

Insgesamt hat mich der Spaß (Warten auf den Elektriker, hin und her am Empfang, aus dem Park, in den Park, usw. deutlich über 1,5 Stunden gekostet, die ich eigentlich lieber in den Parkbesuch investiert hätte.
Mit einer einfachen Tageskarte wäre der Ärger weit höher, aber auch so knapp 20% des Erlebnistags mit Warten und Ärgern verbringen ist kein schönes Erlebnis.
Für einen Park der bei allem auf 100% Perfektionalität setzt, ist hier deutlich Verbesserungspotential vorhanden.

Steckdosen statt Wallboxen!

2 Ladeplätze sind deutlich zu wenig.
Und wieso aufwändige Wallboxen mit Karten-Freischaltung bei denen man nach 4 Stunden den Park verlassen und umparken muss?
20 Parkplätze (oder nach Bedarf mehr) mit einfachen Steckdosen ausstatten. Hotelgäste sind sowieso über Nacht da, nach über 24 Stunden sind auch an einer normalen Steckdose alle Autos geladen.
Günstig, einfach, effektiv und funktional.
Und wenn bei 20 Anschlüssen einer ausfällt, gibt es noch 19 andere.
Genug für alle Elektroautos, bei Bedarf rüstet man Steckdosen nach. Umparken ist dann auch nicht mehr nötig.
Ausreichend Strom sollte im Europapark das geringste Problem sein.
Wenn es sein muss einfach eine Ladepauschale verlangen. Damit würde der Park jedenfalls weit besser fahren als mit diesen halblebigen Wallboxen.

Noch einen Ausfall gibt es in Teil 2

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