Hyunda Kona Elektro – die ersten 1000km

Hyunda Kona Elektro - die ersten 1000km

Am 7.1.2019 haben wir unseren Kona beim Autohaus Weller in Bietigheim-Bissingen abgeholt. Mittlerweile sind 2 Monate vergangen und ca. 1200km auf dem Tacho. Zeit für ein erstes Urteil zum Auto.

Das Wetter war in Januar und Februar überwiegend recht kalt. Dadurch lag der Verbrauch meistens bei 18kWh bis 22kWh pro 100km. In Dinopampe umgerechnet wären das um die 2l/100km!

Dabei muss man beachten daß es sich hauptsächlich um winterliche Kurzstreckenfahrten handelte, also immer mit Heizung. Die Heizung ist im Vergleich zum Verbrenner genial. Da muss man nicht warten bis der Motor warm genug ist, die Wärmepumpe bringt Wärme direkt nach dem Start. Eine feine Sache. Bei den 2-5km Strecken brachte der Verbrenner manchmal erst Wärme wenn man schon am Ziel war. Auch sicherheitstechnisch ist das nicht zu verachten, die Scheiben sind viel schneller frei. Wobei unser Kona zuhause in der Garage parken darf.

Seit die Temperaturen Anfang März etwas angestiegen sind ist der Verbrauch deutlich gesunken. Im Schnitt liegt das Auto aktuell (mit Winterreifen und Heizung) bei 16kWh, einzelne Strecken wurden aber auch schon mit nur 12kWh/100km zurückgelegt. Da bin ich auf die Sommerverbräuche gespannt.

Kostenpunkt

Wer meint Elektroautos sind teuer, der sollte nochmal genau nachrechnen. Zumindest gewerbliche Nutzer könnten mit einem Elektroauto deutlich günstiger dastehen als mit dem Verbrenner.

Zwar gibt es bei Elektrofahrzeugen kaum Rabatt auf den Listenpreis, durch die aktuell noch mögliche Bafa-Förderung und verschiedene Landes-Förderungen wird das Auto aber schon mal etwas günstiger.

Seit 1.1.2019 zahlt man für die Privatnutzung bei Elektrofahrzeugen nur noch den halben Satz (50% der 1-Prozent-Regel), das macht auf die Gesamtlaufzeit einiges aus. Und KFZ-Steuer fällt die ersten 10 Jahre auch nicht an.

Man sollte also nicht nur den Listenpreis anschauen sondern eine Vollkostenrechnung über die Gesamtlaufzeit machen.

Beispiel:
Kona Verbrenner „1x mit allem“ ca. 30.000 Euro = 24300,- Euro netto
Kona Elektro Premium (vollausgestattet) ca. 45.000 Euro = 36450 Euro netto

Elektro sieht teuer aus.

Aktuell gibt es aber vom Bund 2000,- Euro Förderung und vom Land für Gewerbetreibende ebenfalls 3000,- Euro. Anschaffungskosten Elektro damit 31450,- Euro

Zur Förderung der e-Mobilität muss der Eigenverbrauch bei Elektro nur mit 0,5% des Listenpreis gerechnet werden. Das sind monatlich statt 364 Euro nur 182 Euro (netto) zu versteuern. Je nach Steuersatz ist dann das Elektrofahrzeug auf einmal garnicht mehr so teuer.


Betriebskosten?

In unserer Garage wäre eine Lademöglichkeit vorhanden, die wurde aber schon seit langer Zeit nicht mehr benutzt. Denn dank kostenloser Lademöglichkeiten bei Kaufland und Ikea lagen die Stromkosten über die 1200 Kilometer bei genau 0,0 Euro! Sonstige Betriebskosten? Bisher keine. Allerdings werden die kostenlosen Lademöglichkeiten über kurz oder lang weniger. Denn die Anzahl der e-Fahrzeuge wird deutlich schneller wachsen als die Zahl der Ladesäulen. Aber solange es geht ist das eine feine Sache.

Reichweite

Hyunda Kona Elektro - die ersten 1000km

Mit dem i3 in 2015 (20kWh-Akku) hatten wir schon manchmal Reichweitenangst. Selbst bei kleinen Ausflügen habe ich mehrfach nachgerechnet ob es reicht. Gereicht hat es zwar immer, aber dieses Gefühl der Reichweitenangst war immer dabei. In 2018 kam der Nissan Leaf mit 40kWh-Akku. Das war schon deutlich entspannter, bei Ausflügen in den Schwarzwald, oder auch mal 200km ins Technik-Museum hat man vorher am Ziel eine Lademöglichkeit ausgewählt, die Angst war weg aber Planung war nötig.

2019 mit dem Kona muss man sich eigentlich nicht mehr um die Reichweite kümmern. Über 400km bei vollem Akku reichen für unsere Zwecke locker aus.
(64kWh-Akku, Verbrauch im März ca. 15kWh/100km, im Januar bei Frost ca. 18-20kWh/100km)
Natürlich gibt es vor allem in Auto-Foren rasende/reisende Vertreter die täglich 1000km mit Tempo 200 über die Autobahn brettern.
Für die ist der Kona nicht geeignet.
Aber für unsere Zwecke ist das Auto perfekt. Wäre Deutschland ladesäulentechnisch nicht so ein Entwicklungsland, dann wäre auch eine Fernreise überhaupt kein Problem. Aktuell sollte man bei Strecken mit Ladebedarf aber immer mindestens einen Reserve-Ladepunkt einplanen. Die einzelnen Schnell-Lader sind leider oft defekt, zugeparkt oder auf andere Art nicht benutzbar. In anderen Ländern ist es durchaus möglich, mehrere Säulen an einem Standort aufzubauen und auch in Deutschland schafft das zumindest Tesla mit seinen Superchargern. Die deutschen „Premium-Hersteller“ mit ihren Ladepartnern setzen aber immer noch auf Verzögerungstaktik. Statt einfach eine 50kW-Ladesäule zu bauen bringt man lieber eine Studie in die Presse daß man doch ganz bald ganz sicher ganz tolle 350kW-Lademöglichkeiten anbietet. So in 3-5 Jahren dann. Trotzdem – Langstrecke ist mit dem Kona möglich. Für die Urlaubsreise ist das kein Problem. Für Berufsweitschnellfahrer dauert es aber noch etwas bis die Ladestruktur passt. Wohlgemerkt: das ist kein Problem des Fahrzeugs sondern der deutschen Infrastruktur. Die ist genauso rückständig wie das Glasfasernetz und der Mobilfunk-Ausbau. Unsere Telefonkabel im Hausanschluss sind immer noch aus Kupfer und papierummantelt! Aber immerhin träumt die Merkel von einem deutschen Flugzeugträger. Man muss halt Prioritäten setzen.

Auch Autobahnfahrten mit dem Kona machen Spass. (wenn man auf den vollen Straßen noch von Spass reden kann)
Zwar ist die Höchstgeschwindigkeit auf 170 abgeregelt. Aber im Raum Stuttgart kann man das sowieso nicht ausfahren. Dafür reicht die Leistung für sehr angenehmes Fahren. Das Auffahren auf die Autobahn, flotter Spurwechsel, immer ist genug Power da. Und dann fährt man mit 100-130 flüssig im Verkehr mit. Im Windschatten von LKW hängen damit die Reichweite stimmt, sowas braucht man mit dem Kona nicht mehr.
Die eigene Blase hat eine geringere Reichweite als das Auto. Und bei der Pinkelpause kann man dann gleich noch etwas Reichweite in den Akku packen – falls die Ladesäule funktioniert. Dafür sind aber deutsche Hersteller zuständig, daher kann es da ab und an noch etwas haken.

Fahrvergnügen

Elektroautos machen einfach Spass. Lautloses Dahingleiten oder Power bis zum Abwinken aus dem Stand, das können Verbrenner einfach nicht.

Natürlich gibt es PS-Protze mit Hubkolben-Mechanik die den Kona fahrtechnisch nass machen. Aber mit aufheulendem Motor an der Ampel davonrasen ist einfach nur peinlich. Klappenauspuff ist was für Schwachmaten. Leises, gediegenes Beschleunigen ist einfach besser. Und da muss ich gestehen daß das durchaus Spass macht. Wieso auch nicht. Das Auto ist auch bei Vollstrom lautlos, stört also keinen.

Na gut, es gibt Leute die sich provoziert fühlen auch wenn das nicht meine Absicht ist. Für Ampelrennen bin ich zu alt. Neulich aber an der B27 in Bietigheim-Bissingen hab ich einfach mal draufgetreten, einfach nur so weil die Kraft aus dem Stand Spass macht. Nur für mich und meinen Sohn dem das auch gefällt. Als ich bei Tempo 50 bereits wieder vom Pedal runter bin hörte man auf einmal ein Brüllen und Lärmen und ein Porsche raste auf der linken Spur vorbei (deutlich schneller als erlaubt). Direkt vor mir ist er auf meine Spur gewechselt und hat gebremst. Der hat sich wohl provoziert gefühlt und wollte zeigen wo der Hammer hängt. Naja, wenn es dem Ego gut tut.

Fahrten mit dem Kona sind sehr entspannend. Kein Ruckeln, kein Zuckeln, kein Brummeln. Beim Beschleunigen ist sofort Leistung vorhanden. Durch den Akku liegt der Schwerpunkt recht tief, das Auto liegt für seine Größe überraschend satt auf der Straße. Eine Probefahrt sollte man nur einplanen wenn man wirklich ein Elektroauto will. Denn das Fahrerlebnis macht süchtig. Nach einem Elektroauto will man nicht mehr zum Verbrenner zurück.

Aufmerksamkeitsfaktor

Der Kona ist auffällig unauffällig. Bis auf den geschlossenen Kühlergrill und den fehlenden Auspuff ist kaum ein Unterschied zum Verbrenner-Modell feststellbar. Um den I3 hatten sich damals manchmal mehrere Menschen versammelt um das Auto zu bestaunen. Beim Kona passiert das nicht mehr. Elektromobilität ist normal geworden. Ausser beim Losfahren auf dem Parkplatz. Die gesetzlich vorgeschriebene Doofenbeschallung hat Hyundai recht originell ausgeführt. (angeblich muss ein Auto Lärm machen weil die Smombies nicht nach Autos schauen und sonst evtl. überfahren werden wenn sie über die Straße wandern)

Der Kona erzeugt einen Sound der eher an eine Raumfähre erinnert als an ein Auto. Die erstaunten Gesichter der Passanten sind da schon manchmal recht lustig anzusehen . Da drehen sich die Leute oft um wenn man vorbeifährt. Lautlos wäre mir zwar lieber. Aber das ist halt Vorschrift. Glücklicherweise ist noch kein Politiker auf die Idee gekommen daß ein Elektroauto auch noch stinken muss und einen Abgasgenerator benötigt.

An der Ladesäule wird man aber auch mit dem Kona oft angesprochen, das Interesse für Elektromobilität ist deutlich vorhanden, auch wenn die deutschen Autobauer das nicht wollen. Und einmal wurde ich bisher auch am Parkplatz auf das Auto angesprochen.

Gibt es auch Nachteile?

Sicher gibt es die. Leider ist der Kofferraum etwas klein. Leider gibt es ausser dem Schwestermodell Kia Niro kein vergleichbares Elektrofahrzeug mit größerem Kofferraum und vergleichbarer Leistung – von Tesla mal abgesehen.
Aber das Gesamtkonzept muss stimmen: Das Autohaus ist sehr empfehlenswert und vor allem ist der Kona seit Januar unser Eigentum. Neue Bestellungen dauern leider gerne mal 12-18 Monate bis zur Lieferung. Der Leaf hatte zwar mehr Kofferraum, dafür taugte das Autohaus nichts, der Hersteller hält eine Batterieklimatisierung für unnötig und setzt auf den Chademo Ladestandard der bei uns kaum noch ausgebaut wird. Für unsere Zwecke ist der Kona das deutlich geeignetere Fahrzeug.

Was ein bisschen fehlt sind zum einen die Rundum-Kamera des Nissan Leaf, die war schon genial zum Einparken. Und zum anderen wäre ein App für das Auto zeitgemäß. Zwar ist ein Auto ohne Internet-Anbindung nicht trackbar und damit gut für den Datenschutz (wo ich fahre geht niemanden etwas an), aber die Vorheizung im Winter oder im Sommer Kühlung wenn man aus dem Freibad kommt war beim Leaf eine feine Sache. Das kann der Kona leider nicht.

Ein großer Nachteil ist der Kona für Tankstellen. Sorry Leute, aber geladen wird zuhause – oder auf dem Supermarkt-Parkplatz nebenbei.

Und wieso kein Tesla Model 3?

Ich hatte ein Tesla Model 3 reserviert, dann aber wieder verworfen. Der Kona ist für uns das eindeutig bessere Fahrzeug:
Ich will Knöpfe! Die Touch-Screen-Bedienung gefällt mir nicht.
Und der Kona ist ein Mini-SUV, man sitzt etwas höher und ich empfinde das als bequemer. Beim Model 3 sitzt man deutlich tiefer, das gefällt mir nicht.
Wäre der Kona aber nicht im Januar 2019 lieferbar gewesen, vielleicht würde ich dann jetzt über einen Tesla Model 3 schreiben. Solange es kein Verbrenner ist kann ich mir einige Fahrzeuge in unserer Garage vorstellen.

Alternativen Deutscher Hersteller?

Gibt es nicht. 2019 – Deutschland – Entwicklungsland.

Ausser Studien und heißer Luft gibt es nichts. Vielleicht nächstes Jahr? Oder 2025? Wir sind gespannt.

Zulassungszahlen KBA für Februar 2019:

Tesla Model 3: 959, Renault Zoe: 782, BMW i3 BEV 628 (immerhin), Hyundai Kona Elektro: 400, Nissan Leaf 302.

Die anderen Deutschen Hersteller? Fallen irgendwo ganz hinten aus der Liste.

Fazit?

Den Kona würde ich jederzeit wieder kaufen. Derzeit bietet das Auto für unsere Zwecke das beste Gesamtpaket.

Wobei der Markt sich durchaus schnell entwickelt.

Zur Zeit gibt es aber kaum eine Alternative, zumindest nicht lieferbar. 2 Klassen größer gibt es Tesla. BMW i3 gefällt wegen der Türen nicht und Zoe ist noch kleiner. Beim Leaf stimmt das Gesamtpaket nicht und alles andere gibts bei Bestellung frühestens in 2020.

Themenübersicht Elektromobilität

Jochens Wetterblog am 7.3.2019

Jochens Wetterblog am 7.3.2019

Rückblick
Am Mittwoch wurde erstmals dieses Jahr die 20°C-Marke überschritten. Bei viel Sonnenschein stiegen die Temperaturen bis über 21°C.
Nachts war es allerdings teilweise noch frostig kalt. Ab Freitag änderte sich das Wetter. Tagsüber wurden nur noch 10°C erreicht, dafür sanken die Temperaturen nachts nicht mehr so weit ab. Aus dicken Wolken fiel über 11l/qm Niederschlag. Dazu wurde es recht windig. Am Rosenmontag zog dann ein großes Sturmgebiet über uns hinweg. Die heftigste Böe hatte satte 104km/h drauf, das entspricht Windstärke 11 „Orkanartiger Sturm“. Da die Wetterstation innerorts relativ geschützt liegt gehe ich davon aus, daß es an exponierten Stellen durchaus auch Böen in Orkanstärke gab. Zum Glück sind solche Windstärken bei uns relativ selten. Die letzte Böe über 100km/h wurde am 31.3.2015 mit 111km/h gemessen.

Ausblick
Der Donnerstag soll recht windig werden. Ab Freitag schwächt sich der Wind etwas ab, es kann aber auch am Wochenende immer wieder starke Böen geben. Dazu wird es wechselhaft und unbeständig. Die Sonne zeigt sich kaum. Regen ist vor allem am Wochenende sehr wahrscheinlich. Die neue Woche startet dann deutlich kälter, die Temperaturen bleiben im Einstelligen Bereich.

Jochens Wetterblog am 28.2.2019

Jochens Wetterblog am 28.2.2019

Rückblick
Die letzten Tage brachten wie in der Vorwoche für Februar ungewöhnlich hohe Temperaturen. Die Werte lagen am Dienstag nur knapp unter der 20°C-Marke. Bei weitgehend klarem Himmel kühlte es nachts deutlich ab. Mit -3°C war es am frühen Sonntag Morgen am kältesten. Kräftige Sonnenstrahlen trieben die Temperaturen tagsüber aber schnell auf frühlingshafte Temperaturen. Insgesamt gab es satte 51 Sonnenstunden, für Februar ein beachtlicher Wert. Tolles Wetter für die Beschäftigung im Garten oder erste Sonnenbäder. Niederschlag gab es auch diese Woche nicht. Die Luftfeuchte war sehr niedrig und erreichte ihr Minimum am Sonntag mit nur 21%. Wind gab es kaum. Dafür waren schon viele Pollen in der Luft. Laut Wetterdienst aktuell vor allem Erle und Haselnuss.

Ausblick
Langsam ändert sich das Wetter. Es wird wolkiger und regnerisch. Die Temperaturen steigen tagsüber nur noch auf Werte zwischen 8°C und 12°C. Unter den Wolken kühlt es aber nachts nicht mehr so stark ab, die Tiefstwerte liegen daher um 4°C. Der Wind wird in den nächsten Tagen deutlich stärker.

Jochens Wetterblog am 21.1.2019

Jochens Wetterblog am 21.1.2019

Rückblick
Die zurückliegende Woche brachte nachts winterliche Tiefstwerte bis -3°. Tagsüber stiegen die Temperaturen dann aber deutlich auf zweistellige Werte. Wind gab es kaum. Der Freitag lag dabei als wärmster Tag mit 18,2°C nur knapp unter der 20°C-Marke. Täglich gab es viel Sonne. In der Summe kamen damit satte 54 Sonnenstunden zusammen. Nur am Dienstag trübte sich der Himmel etwas ein, Schleierwolken schirmten die Sonne ab und die Temperaturen stiegen nur bis knapp über 11°C. Dafür frischte der Wind etwas auf. Die Woche war trocken, Niederschlag gab es ausser ein paar Tautropfen am frühen Morgen nicht. Die Feinstaubwerte an meiner Wetterstation sind leicht erhöht liegen aber noch unter dem Grenzwert.

Ausblick
Am Freitag trübt es etwas ein und es wird meist wolkig. Für das Wochenende ist dann wieder sonniges Wetter angekündigt. 9-10 Sonnenstunden solle es jeweils am Samstag und Sonntag geben. Die Temperaturen steigen tagsüber bis auf 11°C. Nachts kühlt es deutlich ab, bis -3°C sind für Sonntag früh vorhergesagt. Die nächste Woche startet dann mit viel Sonne.

Jochens Wetterblog am 14.2.2019

Jochens Wetterblog am 14.2.2019

Rückblick
Eine Woche mit großen Temperaturschwankungen liegt hinter uns. Vom Tiefstwert um -4°C am Mittwoch stiegen die Temperaturen bis Sonntag auf über 14°C. Danach ging es im Sturm schnell wieder in den Keller bis auf 0°C am Dienstag früh. Auch die Luftdruckunterschiede waren recht ausgeprägt. Von 1030hPa am Mittwoch ging es auf 997hPa am Sonntag zurück, danach folgte wieder ein Hoch mit 1038hPa am Dienstag. Am Sonntag wehte über Deutschland ein Sturm mit Böen teilweise in Orkanstärke. Bei uns im Ort wurden mit 85km/h immerhin Sturmböen bis Windstärke 9 gemessen, in exponierten Lagen dürfte es noch deutlich mehr gewesen sein. Sonne satt gab es am Mittwoch und Freitag, die anderen Tage war der Himmel überwiegend von dicken Wolken bedeckt und es gab immer wieder etwas Regen, am meisten davon fiel mit 9l/qm in der Nacht von Sonntag auf Montag. Dank Wind und Regen sind die Feinstaubwerte im grünen Bereich.

Ausblick
Über 15°C sind für das Wochenende angesagt. Allerdings wird es in klaren Nächten ziemlich kalt. Bis -3°C am frühen Morgen können die Temperaturen absinken. Mit viel Sonnenschein steigen die Werte aber tagsüber schnell auf frühlingshafte Werte. Regen ist bis auf weiteres nicht in Sicht. Auch der Wind weht nur schwach.

Hyundai Kona Elektro – Nummer5 lebt!

Hyundai Kona Elektro - Nummer5 lebt!

Es war ein langer Weg bis zu unserem Kona Elektro, dem ersten Elektroauto dem ich für unsere Bedürfnisse vollständige Alltagstauglichkeit bescheinigen kann.

Manche Leute überlegen sich ob sie sich ein Elektroauto bestellen sollen, bei mir ist es schon das 5.!

Verrückt? Ein bisschen schon:

Hyundai Kona Elektro - Nummer5 lebt!
  1. BMW i3 – Super Flitzer, aber für uns nur als Zweitwagen tauglich, 1 Jahr gefahren.
  2. Tesla Model 3 – bestellt und 1000,- Euro angezahlt, irgendwann die Geduld verloren und storniert. Das Auto wäre für uns sowieso etwas groß. Die Anzahlung gab es natürlich zurück.
  3. Opel Ampera-E – bestellt und auch hier angezahlt. Dann wurde Opel an PSA verkauft und irgendwie wollte Opel den Ampera-E nicht mehr verkaufen. Hat mich irgendwann genervt, storniert (Geld gab es zurück)
  4. Nissan Leaf 2.Zero – fast ein Jahr ein tolles Auto gehabt. Nur der Akku war (noch) etwas zu klein, Chademo gefällt mir nicht (wird in Deutschland kaum noch ausgebaut) und der Händler war eine Katastrophe
  5. Eigentlich wollte ich nur wegen der bekannt langen Lieferzeit anfragen wie es mit dem Hyundai Kona Elektro aussieht. Daß es dann so schnell geht hatte ich nicht erwartet.

Nun ist er also da – Nummer 5 lebt!

Das Auto war schon Ende Dezember verfügbar, aber wegen einer Gesetzesänderung bei der Abschreibung von Elektrofahrzeugen haben wir noch auf den Jahreswechsel gewartet. Am 7.1.2019 war es dann soweit – unser Kona Elektro war abholbereit.

Kein Vergleich zum Erlebnis mit dem Nissan Leaf:

Der Termin wurde top eingehalten, die Abwicklung war perfekt.

Auch das Wunschkennzeichen wurde berücksichtigt – Die für Informatiker obligatorische 42 und für ein Elektroauto natürlich ein E-Kennzeichen.

Das Autohaus Weller in Bietigheim-Bissingen hat alles richtig gemacht, für den tollen Service kann ich mich beim Kundenberater und Verkäufer Herrn Robin Ruiter nur bedanken. Da fühlt man sich gut aufgehoben.

Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt war der Verkäufer für mich bereit und nahm sich auch viel Zeit für mich. Die Übergabe erfolgte mit ausführlicher Einweisung in die Funktion des Fahrzeugs.
(Ich hatte mir allerdings bereits vorher im Internet die Bedienungsanleitung heruntergeladen und war auch im goingelectric-Forum fleissig am Mitlesen).

Das Auto stand wie vereinbart auf Winterrädern, die Originalbereifung wurde kostenlos eingelagert.


Einkauferlebnis: rundum 10 Punkte+

Knapp 500m nach dem Autohaus wäre die Heimfahrt allerdings schon fast wieder beendet gewesen weil ein eiliger Autofahrer meinte er müsse mich in der 30er-Zone überholen während ich links abbiegen wollte. Das war ziemlich knapp.

Endlich zuhause.

Ich konnte es kaum glauben – 12-18 Monate Lieferzeit waren angekündigt, nach kaum 3 Monaten stand der Kona Elektro schon in unserer Garage. In modernem Grau mit schwarzem Dach sieht das Auto recht schick aus.

Es gab noch eine kleine Einführungs-Probefahrt für meine Frau, schliesslich musste sie am nächsten Morgen damit ins Geschäft fahren, damit war der erste Tag schon mal vorbei.

Tja und nachdem sie das Auto für „ganz ok“ befand wurde es für mich immer schwieriger daß ich auch mal damit fahren durfte. Von „ganz ok“ stieg die Wertung auf „richtig gut“.

Im Kaufland in Bietigheim-Bissigen wurde fast zeitgleich eine Ladesäule für Elektroautos installiert. Da meine Frau dort wöchentlich einkauft hat sie mittlerweile mehrfach dort aufgeladen so daß wir bisher auf das Zuhause laden verzichten konnten.

Fahreigenschaften

Die Fahreigenschaften des Autos sind gigantisch. Für ein Fahrzeug dieser Größe eine sehr ruhige Straßenlage, die Beschleunigung für ein Mini-SUV genial. Über 200PS, knapp 400Nm Drehmoment aus dem Stand, knapp über 7 Sekunden von Null auf Hundert. Eigentlich braucht man das fast nie, aber es macht doch manchmal Spass die Beschleunigung auszuprobieren.

Das Auto ist deutlich flinker als der Nissan Leaf 2.Zero und auch der i3 ist zäher. Nur direkt aus dem Stand an der Ampel sollte man nicht gleich voll durchstarten, sonst reibt der Vorderradantrieb doch sehr an der Straße. Hier wäre Hinterradantrieb oder Allrad vorteilhaft. Aber so oft braucht man das ja nicht.

Wie ein Raumschiff

Das Auto hat ein ausfahrbares HeadUp-Display das beim Parken eingefahren wird damit es nicht verstaubt und dann beim Starten des Fahrzeuges hochfährt. Das hat bei Beifahrern schon manche staunende Blicke erzeugt. Abgesehen von diesem Gimmick-Gefühl und dem anfänglichen „überflüssig“ ist das Ding aber doch recht nützlich, zeigt es doch die wichtigsten Verkehrs-Informationen direkt vor der Windschutzscheibe an ohne daß man den Blick senken muss.

Das Design des Fahrzeuges ist nicht besonders futuristisch. Abgesehen vom e-Kennzeichen, dem fehlenden Auspuff, dem Elektro-Schriftzug und dem geschlossenen Kühlergrill gibt es kaum einen Unterschied zum normalen Kona. Eigentlich dürfte das Auto kaum auffallen. Ja eigentlich.

Mittlerweile gibt es nämlich ein Gesetz daß neue Elektrofahrzeuge einen Sound erzeugen müssen damit Blinde Fußgänger und Smombies das Auto bemerken.

Der Kona-Sound hört sich allerdings in keinster Weise an wie ein Auto sondern erinnert eher an Raumschiff Enterprise. Von 0-30 km/h wird ein geschwindigkeitsabhängiger Sound erzeugt der sich anhört wie eine kleine Raumfähre. Ziemlich spaceig und damit drehen sich garantiert auf jedem Parkplatz die Leute um. Der Sound ist abschaltbar wird aber wegen gesetzlicher Vorgabe bei jedem Neustart des Fahrzeugs wieder aktiviert. Die Reaktionen sind recht lustig.

Reichweite

#Reichweitenangst – In Deutschland hat eigentlich jeder vor allem Angst. Autofahrer aber ganz besonders vor der geringen Reichweite von Elektrofahrzeugen. Da kann ich nur sagen: mit dem Kona gibt es keine Reichweitenangst mehr.

Nach Volladung stehen satte 480km Reichweite auf dem Display. Effektiv dürften es im Sommer 400km sein, im Winter 300km. Das reicht dicke! Die lieben Menschen die täglich 1000km Reichweite bei Tempo 200 benötigen tun mir leid. Ich bin froh daß es bei uns nur 500km im Monat sind die wir auf den überfüllten Straßen unterwegs sein müssen. Und ausserdem – bei unserem Urlaub an der Nordsee war nach 750km leider die Straße zuende. Weiter ging es nur mit dem Schiff. Da meine persönliche Reichweite auf der Autobahn sowieso nicht besonders hoch ist – ca. alle 2-3 Stunden ist eine Pinkelpause angesagt – passt das Auto sehr gut. Dank CCS ist das Auto sehr schnell für weitere Strecken bereit. Je nach Ladesäule sind bis über 70kW Ladeleistung möglich und so etwas wie ein #Rapidgate beim Leaf gibt es beim Kona dank Akku-Klimatisierung nicht.

Unsere Erfahrung im Januar 2019 zeigt auf Kurzstrecke 19,8kWh/100km. Da es sich dabei überwiegend um Strecken unter 5km handelt, die Temperaturen meistens nur um den Gefrierpunkt lagen und daher die Heizung immer voll an war ist das ein sehr guter Wert. Selbst damit wären 300km möglich. Im Februar als endlich mal wieder die Sonne rauskam und es mit 7°C etwas wärmer wurde sank der Verbrauch bereits auf 17kWh/100km. Mit steigenden Temperaturen dürfte der Verbrauch weiter sinken.

Und selbst die 19,8kWh wären in Benzin-Equivalent nur 2 Liter auf 100km, unser Verbrenner hat bei diesen Bedingungen 15 Liter verbrannt. Der hat übrigens nach dem Volltanken auch nur 500km Reichweite angezeigt (Mazda 5), ein großer Unterschied ist das nicht mehr.

Stauraum und Baugröße

Der Kona ist mit knapp 4,20m ein sehr kompaktes Auto. Entsprechend darf man kein Raumwunder erwarten. Für alle die mehr Platz benötigen gibt es aber den Kia Niro vom Schwesterkonzern. Gleicher Antrieb, etwas mehr Platz, ansonsten kaum Unterschiede. Welches Auto besser ist liegt im Auge des Betrachters.

Die Frontsitze sind sehr angenehm und für mein 1,83m reicht der Platz. Ausserdem sitzt man sehr entspannt, beim Leaf hatte ich immer das Gefühl seitlich auf einer Kante zu sitzen.

Die Rücksitze haben deutlich weniger Fußraum, für unsere kleine Familie reicht das aber locker aus. Große Menschen tun sich hinten vermutlich etwas schwer.

Der Kofferraum ist im Vergleich zum Leaf deutlich kleiner, dafür gibt es eine ebene Ladefläche. Für unsere Einkäufe muss man die Rücksitzbank umklappen, das ist aber dank der geteilten Rücklehne kein Problem. Und da wir zwischen Verkauf des Leaf und Lieferung des Kona einen Opel Corsa als Mietwagen hatten ist das neue Auto dann wieder deutlich größer als der Vorgänger.

Als Mini-SUV, Crossover oder wie auch immer die Kiste bezeichnet wird hat das Fahrzeug einen sehr komfortablen Einstieg. Man sitzt höher und fällt nicht so in die Sitze wie z.B. im genannten Corsa. Unser Sohn (9J) meinte bei der ersten Fahrt er bräuchte ja fast eine Leiter zum Einstieg.

Die Übersicht geht in Ordnung, leider fehlt die vom Leaf gewohnte „Rundum-Kamera-Ansicht“. Aber immerhin Parksensoren und Rückfahrkamera sind Serie. Und mit nur 4,20m hat man in der Stadt auch wenig Probleme.

Aufmerksamkeitsfaktor

Abgesehen vom oben genannten Sound erregt der Kona kaum Aufmerksamkeit. Er fährt sich wie ein normales Auto, nur ruhiger und entspannter. Um so erstaunter war ich als mir ein Fußgänger an die Scheibe geklopft hat. Ich dachte schon es wäre was kaputt. Aber er hat nur das Auto erkannt und wollte wissen wie ich so zufrieden sei. Er wäre selbst Elektroautofahrer und fände den Kona sehr interessant.

Fazit:

nach 1 Monat und knapp 500km kann man noch nicht viel sagen. Ausser: das Auto macht richtig viel Spass, es ist leise, hat eine tolle Beschleunigung und auch die sonstigen Fahrwerte sind toll.

Die Reichweite ist für alle unsere Zwecke ausreichend, #Reichweitenangst beim Elektroauto ist Geschichte.

Das Autohaus Weller ist Top.

Das Auto würde ich jederzeit wieder kaufen.

Zwischen Nissan Leaf und Hyundai Kona würde ich den Kona wählen. Der Leaf ist zwar jetzt auch mit größerem Akku erhältlich, aber immer noch ohne aktive Akkuklimatisierung und nur mit Chademo-Lader. Daß es mit dem Opel Ampera-E nichts geworden ist freut mich im Nachhinein, gegen den Kona wirkt der Ampera-E schon etwas „alt“. Und daß das Tesla Model 3 jetzt auch in Deutschland auf den Markt kommt ist auch kein Problem, denn für unsere Zwecke mit Stadtverkehr und Kurzstrecken ist der Kona das passendere Auto. Auch wenn Tesla natürlich einen gewissen Glanz hat. Für uns ist der Kona das perfekte Auto.

Themenübersicht Elektromobilität


Verstümmelte Links in eMails als Feature.

Verstümmelte Links in eMails als Feature.
Verstümmelte Links in eMails als Feature.

Neulich bekomme ich eine eMail die mich etwas stutzig macht.

Sämtliche Links der Mails werden von meinem Mailserver als verdächtig klassifiziert und rot gefärbt. Darunter unter anderem auch mein eigener Footer den der Absender als Kopie meiner Mail an mich zurückgeschickt hat.

Eigentlich versende ich garkeine Links, im Footer meiner Mails steht nur meine Adresse und meine Webseite. Als Text, nicht als Link, d.h. nicht direkt anklickbar sondern einfach nur als Info.

In der Rückmail war der Text aber als Link ausgestaltet. Er zeigte allerdings nicht auf meine Webseite sondern auf eine Microsoft-Seite!

Und das hat meinem Mailserver natürlich nicht gefallen – Ein Link der eine Seite anzeigt, bei Anklicken aber auf eine andere führt! Das ist zu 99% Müll, in der Regel sind das sogenannte Phishing-Mails.

Darunter versteht man irgendwelchen Müll in dem z.B. Fake-Mails von Banken verschickt werden oder Rechnungen von Firmen und man soll irgendwas anklicken. Beispielsweise mit dem Text „Klicke hier bei TolleBank um Dein Konto zu überprüfen“, wenn man draufklickt kommt man aber auf „ganzüble Verbrecherseite.“ Sowas ist Schrott, normalerweise wird das nur von Betrügern benutzt und nun aber offensichtlich auch von Microsoft!

Richtig – es handelt sich um outlook.de / outlook.com

Im genannten Fall steht da einfach nur „www.druckeronkel.de“ in meinem Footer. Zurück kam aber folgendes (komplett mit Original-Link hinterlegt):

MailPlus Server has detected a possible fraud attempt from „eur02.safelinks.protection.outlook.com“ claiming to be www.druckeronkel.de

Mein Server (Mailplus auf der Synology Station) hat erkannt daß der Link hinter www.druckeronkel.de auf die Seite eur02.safelinks.protection.outlook.com verweist.

Hier stimmt also der Text nicht mit dem Link überein, das ist ein Versuch auf eine andere Seite umzuleiten.

Und das war nicht der einzige Link. Auch ein Link auf Youtube wird auf outlook.com umgebogen!

Natürlich führen die Links am Ende auf die gewünschte Seite, aber immer über den Umweg einer Microsoft-Seite.

Wer weiss was die da noch machen – Tracking-Counter? Wer klickt wie oft auf Links? Welche Links werden angeklickt? Es gibt auch keinen Hinweis daß die Links verändert wurden. Ohne meinen Mailserver wäre mir das auch garnicht aufgefallen. Da sind einfach nur anklickbare Adressen. Daß die Links dahinter verändert wurden fällt erst mal nicht auf.

Wer bitte macht denn sowas?

Nach kurzer Recherche steht fest:

das ist kein Bug sondern ein Feature! Microsoft macht das Absichtlich!

Und es ist auch nicht vorgesehen, daß der Benutzer diese Funktion abschaltet. Eine Babysitter-Funktion quasi.

Quellen:

(Achtung – die Links führen auf externe Seiten, ich übernehme keine Haftung!)

https://techcommunity.microsoft.com/t5/Outlook/Advanced-Threat-Protection-ATP-is-ruining-Outlook-com/td-p/117532

https://support.office.com/de-de/article/erweiterte-outlook-com-sicherheit-f%C3%BCr-office-365-abonnenten-882d2243-eab9-4545-a58a-b36fee4a46e2

„To provide the best protection for your account, these features are on by default and not designed to be turned off.“

Auf Deutsch: das ist immer an und kann nicht ausgeschalten werden.

„Alle Outlook.com-Benutzer profitieren von Spam- und Schadsoftwarefilterung.“

„Der Schutz ist automatisch. Diese Premium-Sicherheitsfeatures werden automatisch für Office 365 Home-und Office 365 Personal-Abonnenten aktiviert“

Der Sinn dahinter ist die Überprüfung von Links, der Schutz vor Viren und verseuchten Seiten.

Soweit ganz löblich. Nur die Art der Überprüfung geht garnicht. Das ist Datenmanipulation!

Die Links kann das System gerne beim Aufruf überprüfen wenn jemand unbedingt Microsoft-Software einsetzen und diese Babysitterfunktion nutzen will. Aber es ist ein Unding daß Links in Mails automatisch verändert werden!

Was kommt als nächstes?

Worte die der Zensur nicht gefallen werden gelöscht (oder gleich die ganze Mail?)

Links zu Onlineshops werden auf andere Shops umgebogen die dafür bezahlen? Oder man bekommt nach Klick auf den Link personalisierte Werbung mit Bezug auf die genannte Webseite?

Ich kann mir auch gut vorstellen daß es Links gibt die nach dieser Manipulation nicht mehr funktionieren. z.B. wenn überprüft wird ob der Link direkt angeklickt wurde ober eben weitergeleitet wurde.

Mit dieser Umleitung kann man sog. „Man-in-the-Middle“-Angriffe starten.

Im Prinzip steht das ganze Arsenal böswilliger Manipulationen zur Verfügung. Und das angeblich nur für ein „besseres Benutzererlebnis“.

Da kann ich nur sagen: Nein Danke!

Update 5.12.2024: Alle machen das!?

Alle? Nein, anständige Provider machen das NICHT!
Aber manche finden anscheinend die Manipulation von Mails ganz in Ordnung.

Ich sollte sowieso überdenken, wie ich Druckdateien von Kunden, die per LINK zum Draufklicken in der Mail stehen, behandle, aber mittlerweile habe ich wieder so einen Fall einer manipulierten Mail!

Der Kunde schreibt mir einen Druckauftrag, die Druckdatei hat er unter http://xxx.xxx abgelegt (Für Dummies: das xxx ist nur ein Platzhalter!)
Ich klicke auf den Link und – FILE NOT FOUND!
Hm, wenn man den LINK anschaut, der bei xxx.xxx hinterlegt ist, dann steht da:

https://deref-gmx.net/mail/client/1675VhzxXXXcQs/dereferrer/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fxxx.xxx%2Fdecal%2Fdateiname.cdr

gmx hat hier also „als Kundenservice“ einfach mal den Link verändert – einen Link, der als TEXT in der Mail stand!
Dabei hat GMX den Link „zerstört“ – gibt man direkt das xxx.xxx ein, dann funktioniert es nämlich!

(Und wieder für Dummies: sowohl die CLIENT-ID, als auch der Link sind natürlich zufällig und nicht Original)

Wieso verstümmelt GMX den Text, den mir ein Kunde per Mail schickt?
Durch den Klick werde ich ohne dass ich es will auf einen Server von GMX umgeleitet!
Ist das schon ein Verstoß gegen die DSGVO?
Was passiert auf dem GMX-Server?
Werten die meinen Zugriff aus, oder ist das tatsächlich nur eine Weiterleitung?
Aus meiner Sicht ist das Datenmanipulation, aber vermutlich steht irgendwo, tief in deren AGB, dass der Absender dem zugestimmt hat – Ich als Empfänger aber nicht!


Da fragt man sich doch, was passiert, wenn man Geschäftsberichte per Mail verschickt, die von der Providersoftware als Veränderungswürdig erachtet werden?
Ändern die Daten nur in Links? Oder alles, was gefällt?

Liebesbriefe per eMail? Aus Hi Liebling wird Hallo Schlampe?
Ist Trump gar nicht der Böse? Schreibt er auf X[ehemals:Twitter] „Ich habe Euch alle lieb“
und die KI macht daraus „ICH HASSE EUCH!!!“

Daher: Traue keiner eMail und eigentlich überhaupt nichts, was per Computer verarbeitet wird!
Für Manipulationen braucht man keine KI, da reicht schon Unfähigkeit und der gute Wille inkompetenter Entscheidungsträger!

Ach übrigens:

Üblicherweise klicke ich eigentlich nicht auf Links.

Ich bin allerdings von Thunderbird auf Evolution umgestiegen und hab dabei die Mail-Darstellung versehentlich noch auf HTML belassen.
Böser Fehler, ich sollte es besser wissen.
Und die Links – bei bekannten Stammkunden – anzuklicken, ist heutzutage auch keine gute Idee mehr.
Ich sollte es eigentlich besser wissen, aber Ihr seht – niemand ist davor gefeit, Fehler zu machen!

Einstellung geändert, bunt ist weg, HTML ist aus.
Jetzt stehen die Links jedenfalls wieder nur als Text da und ich muss wieder mit Copy&Paste arbeiten.
Das ist aufwändiger, aber auch sicherer. 100% sicher ist das aber eigentlich auch nicht.
Und ganz wichtig: Unter Linux ist das keine gute Idee, aber ganz sicher gilt:
Mache so etwas niemals unter Windows! (Das Link anklicken)

Deswegen: Mails VERSCHLÜSSELN! Dann kann auch kein Provider etwas daran ändern!

Und bei jedem Geheule in den Medien, dass irgendwo irgendwer gehackt oder manipuliert worden ist, kann ich nur auf folgendes verweisen: DATENSICHERUNG! – sonst:

Eine Tüte Mitleid!
Eine Tüte Mitleid!

Jochens Wetterblog am 7.2.2019

Jochens Wetterblog am 7.2.2019

Rückblick
Ziemlich windig war es am Mittwoch. Böen erreichten ausserorts teilweise Sturmstärke. Auf Donnerstag schwächte sich der Wind ab, dafür zogen dicke Schneewolken übers Land. Nach frostigen -4°C in der Nacht begann es morgens heftig zu schneien. Nach kaum 30 Minuten lag eine geschlossene Schneedecke von fast 5cm über der Landschaft. Die Straßen waren gefährlich glatt und es gab auch einige Unfälle. Aber so schnell wie der Schnee kam verschwand er auch wieder. Die Sonne kam hervor und der Schnee schmolz dahin. Von Freitag bis Sonntag herrschte trübes Winterwetter. Ab Montag setzte sich ein Hoch durch, der Luftdruck stieg deutlich an. Nachts wurde es mit unter -3°C recht frostig, aber tagsüber schien die Sonne und trotz Höchstwerten von nur um die 7°C gab es schon ein bisschen Vorgeschmack auf den Frühling. Am Dienstag lag die Sonnenscheindauer bei über 8 Stunden. Mehr Sonne an einem Tag als in mancher Januarwoche insgesamt.

Ausblick
Bis über 12°C sind für das Wochenende vorhergesagt. Leider soll es dabei meistens wolkig sein und nur wenig Sonnenschein geben. Das Regenrisiko ist aber recht gering. Der Wind soll auffrischen und es kann auch starke Böen geben. Die Nächte werden weitgehend frostfrei. In der neuen Woche sollen die Temperaturen dann wieder auf einstellige Werte sinken

Jochens Wetterblog am 31.1.2019

Jochens Wetterblog am 31.1.2019

Rückblick
Die zurückliegende Woche bot einen wilden Mix aus frostigem Winter, vorfrühlingshaftem Wetter, ein wenig Sonne und vielen dunklen Wolken. Immer wieder fiel Schnee oder Schneeregen. Mit fast 5 Sonnenstunden bei Tiefstwerten bis -5°C bot der Mittwoch schönes Winterwetter. Danach wurde es dunkel. Bis Samstag kam die Sonne nicht mehr durch die Wolken. Dafür wurde es noch kälter. Bei Dauerfrost am Donnerstag lag der Tageshöchstwert bei nur -2°C. Freitag früh sank das Thermometer auf unter -7°C. Am Wochenende wurde es dann deutlich wärmer, die Temperaturen stiegen bis über 9°C am Sonntag. Durch Regen auf den durchgefrorenen Boden wurde es dabei am Samstag gefährlich glatt. Am Sonntag zeigte sich die Sonne für 2 Stunden. Ab Montag war es vorbei mit dem fast schon warmen Wetter, die Temperaturen gingen wieder deutlich zurück und Dienstag Früh lag der Tiefstwert wieder bei -2°C. Dafür kam die Sonne wieder hervor und wurde am Dienstag über 5 Stunden von kaum einer Wolke verdeckt.

Ausblick
Viele Wolken, kaum Sonne. Die nächsten Tage gibt es überwiegend trübes Winterwetter. Bei Temperaturen zwischen -4°C und +5°C fällt ab und zu etwas Regen oder Schnee. Schwache bis mäßige Böen sind angesagt und der Himmel präsentiert sich überwiegend grau in grau. Nach dem Wochenende soll auch die nächste Woche mit nasskaltem Erkältungswetter starten.

IBM Model M – die beste je gebaute Tastatur

IBM Model M - die beste je gebaute Tastatur

Es gibt viele Tastaturen für Computer.
Alle mögliche Formen und Ausprägungen, verschiedene Taster und Schalter.

Aber nur die IBM Model M ist die beste je gebaute Tastatur.

Am Ende dienen zwar alle nur der Texteingabe, aber bis dahin gibt es große Unterschiede.

Rubberdome-Tastaturen mit Gummimembranen, Knackfrosch-Schalter, Folienmembranen und vieles mehr.

Bei Vielschreibern sehr beliebt sind mechanische Tastaturen die hauptsächlich auf Mikroschaltern von Cherry basieren. Auch bei diesen Mikroschaltern gibt es viele verschiedene Ausführungen, leise Tasten für Großraumbüros (wobei dort häufig billige Rubberdome-Tastaturen im Einsatz sind), schnelle Schalter für Spieler oder meine Lieblings-Schalter Cherry MX BLAU (je nach mechanischen Eigenschaften haben die Schalter unterschiedliche Farbcodes). Mittlerweile gibt es auch chinesische Nachbauten der Cherry MX-Schalter.
Ich habe davon ein paar Tastaturen getestet. Das Schreibgefühl kommt recht nah an die Cherry MX-Schalter heran, aber von 3 Tastaturen mit China-Schaltern hat keine länger als 6 Monate gehalten. Danach fingen die Teile an zu prellen. Zeichen wurden mehrfach ausgegeben oder auch gar nicht. Sehr nervig.

Ich sitze täglich ca. 10-14 Stunden am Computer, 5-6 Tage die Woche. Da kommt einiges an Schreibarbeit zusammen.

Mechanische Mikroschalter haben den Vorteil langer Haltbarkeit und erlauben eine deutlich präzisere Eingabe als Membran-Tastaturen. Wobei durch die Entwicklung neuer Materialien dieser Vorteil immer kleiner wird, gleichzeitig werden oft auch Billig-Schalter verbaut die kaum noch die ursprüngliche Qualität erreichen.

IBM Model M - die beste je gebaute Tastatur

Aber keine dieser Tastaturen kommt an der Eingabequalität gemessen auch nur annähernd an eine IBM Tastatur mit Springfedermechanik heran (Buckling Spring).

Die IBM Model M Tastatur war eine sehr beliebte Bürotastatur,
fast unkaputtbar. Mit einem extrem geniales Schreibgefühl, nur leider auch ziemlich laut.
Für Großraumbüros daher eher weniger geeignet.

Meiner Meinung nach ist die IBM Model M Tastatur die beste je gebaute Tastatur überhaupt (andere bevorzugen das Model F, da gefällt mir aber das Layout nicht). Für andere Einsatzzwecke sind teilweise andere Tastaturen besser geeignet, ich konzentriere mich alleine auf die Arbeit im Büro (Texten, Programmieren, Dateneingabe).

Der größte Nachteil der IBM Model M Tastatur: sie wird nicht mehr produziert 8-(

Vermutlich war es die aufwändige Herstellung des 2,5kg-Kolosses die irgendwann dazu geführt hat, dass die Tastaturen eingestellt wurden. In einer Zeit in der nur noch BILLIG zählt, ist so ein feinmechanisches Wunderwerk nicht mehr zeitgemäß.

IBM Model M - die beste je gebaute Tastatur

Die Firma Unicomp produziert immer noch Tastaturen mit Springfedermechanik und das Tastengefühl kommt auch nah an ein Model-M heran. Das Gesamtprodukt ist aber nur ein Abklatsch einer echten IBM-Tastatur Model M:
Ein billiges Plastikgehäuse und nicht wirklich sauber entgratet, insgesamt ein deutlich kleineres Gehäuse und auch das Tastenfeld ist kleiner.

Die Unicomp-Tastatur wiegt gerade mal die Hälfte einer Original IBM Model M. Im Bild der direkte Vergleich: vorne die IBM-Tastatur Model M (beige), dahinter die Unicomp-Version (schwarz).

Mein erster eigener PC war 1986 der Amstrad/Schneider PC1512 mit einem Diskettenlaufwerk und einer (nachträglich eingebauten gigantischen 20MB Festplatte (kein Schreibfehler – wirklich nur 20 Megabyte).

Auch wenn es einer der ersten PCs war die man sich als Privatperson leisten konnte(ich war damals noch Schüler), das Gerät war schrecklich, vor allem die Tastatur. Allerdings wollte ich richtig damit arbeiten und nicht spielen. Also schieden Geräte wie C64 oder die tolle Texas Instruments Ti-99/4a aus, es musste ein PC sein.

Und schon damals da ging dann die Suche nach der ultimativen Tastatur los.

Es müssen Hunderte Tastaturen gewesen sein die ich seither in den Fingern hatte, teilweise eigene, die meisten verkauft, denn zusammen mit meinem Onkel entstand damals eine eigene Firma:
Drexel & Ottmann Computerhandel.

Kurz nach dem Schneider PC1512 stieg ich auf einen NoName 80286-PC um, danach diverse 80386, 80486, Pentium. Bis i5/i7 und Ryzen war fast alles dabei.

Auch bei den Tastaturen gab es immer wieder Veränderungen. NoName-Tastaturen mit Gummitasten wechselten ab mit verschiedenen Cherry G80/G81/G83, teilweise mit programierbaren Sondertasten (Makrofunktion).

Es ging (und geht) aber nichts über eine Original IBM Model M

Das Schreiben auf einer Springfeder-Tastatur ist einmalig:
Beim Drucken einer Taste geht diese zuerst leicht nach unten, dann steigt irgendwann der Widerstand leicht an, kurz bevor mit einem lauten Klack die Feder auslöst, ein Signal an den PC übertragen wird und die Taste wieder nach oben gedrückt wird. Keine andere Tastatur schafft dieses Schreibgefühl.

Allerdings hat das System auch einen Nachteil: es ist irre laut (stört mich nicht) und die Tastatur ist für moderne Spiele kaum geeignet da maximal 3 Tastendrücke gleichzeitig ausgewertet werden können.

Das war früher aber kein Problem und nur zum Schreiben ist das auch heute keine Einschränkung.

Meine Expertise in Sachen Tastatur besteht in der eigenen Anwendung:

Für das Ingenieurbüro meines Onkels habe ich als Nebenjob Umfragen in den PC eingetippt, also so Kundenbefragungen bei denen Leute im Handel nach ihrer Meinung befragt wurden. Damals konnte so etwas noch nicht direkt digitalisiert werden und musste von Hand in den Computer eingetippt werden.

IBM Model M - die beste je gebaute Tastatur

Ich erinnere mich noch an die Sommerferien 1986, da standen in meinem Zimmer 8 laufende Meter Leitz-Ordner (Louis Leitz war übrigens Ingersheimer! :-)).
Beim Eintippen habe ich damals eine derart hohe Geschwindigkeit erreicht, dass regelmäßig die Tastaturpuffer übergelaufen sind, das heißt, ich konnte schneller tippen, als der Computer die Daten verarbeiten konnte. Und das lag nicht an langsamer Software, für die Datenerfassung wurde nur EDIT oder Wordperfect verwendet.

(Das Bild ist uralt, aber trotzdem schon etwas neuer, mit 80286-PC, Cherry-Tastatur und Eizo-Monitor)

Damals habe ich auch Akkordeon gespielt, bis in die Kunststufe hat es gereicht. Vermutlich lag das am täglichen Training an den Tastaturen.

Erst der 486er war schnell genug um meine Eingaben zu verarbeiten.

Und wenn ich mal nicht Fragebögen abgetippt habe, dann habe ich programmiert oder an Mailboxen mitgewirkt (zuerst als User an der SMS Ludwigsburg, später mit der eigenen 42er-Box Ludwigsburg).

Das hat natürlich einige Ansprüche an die Tastatur gestellt.

Leider hatte ich damals noch nicht das Bewusstsein dafür, dass es diese eine Tastatur einmal nicht mehr geben könnte. Und dann war sie irgendwann weg und auch nicht mehr im Handel zu finden.

Andere Tastaturen, wie z.B. die beliebten Cherry-Keyboards waren natürlich auch nicht schlecht, daher wurde mir das auch erst mit der Zeit bewußt, dass mir irgendwie die richtige Tastatur abhandengekommen war.

Von einem Freund bekam ich Jahre später eine gebrauchte Model-M Tastatur die in seiner Firma entsorgt worden war. Es war die letzte, alle anderen wären angeblich in den Container gewandert. Angeblich waren das über 50 Stück. Was für ein Verlust.

Ich habe die Tastatur gereinigt und ungefähr 10 Jahre damit gearbeitet, bei 10-14 Stunden täglich 5-6 Tage die Woche gingen da einige Tasten-Anschläge drüber. In 2018 fing die Tastatur aber irgendwann an zu spinnen. Offensichtlich war das Gerät mit Baujahr 1986 am Ende.

Aber welche andere Tastatur konnte schon über 30 Jahre Einsatz durchhalten?
Mit DIN-Anschluss, später mit DIN-PS2-Adapter.

Nach der IBM-Tastatur begann die Suche nach der IBM-Tastatur.

Ich habe viele mechanischen Tastaturen ausprobiert: Titanwolf, Corsair K70 Lux, Corsair Strafe (wer denkt sich so einen Namen aus?), Logitech K120, Fujitsu KB910, Techsolo, Logitech MK710 und viele andere mehr. Auch ein paar namenlose Billigtastaturen waren dabei. Microsoft-Tastaturen mit und ohne Kabel. Eine gekrümmte ergonomische Tastatur hat hier keine Woche überstanden.

Neben Rubberdome-Tastaturen habe ich auch alle möglichen mechanischen Keyboards mit Schaltertasten getestet. Am liebsten Cherry-Switches, hauptsächlich aber Cherry RED und vor allem Cherry Blue.
Tastaturen mit Cherry-Schaltern sind etwas sehr Feines. Damit kann man wunderbar arbeiten.
Aber leider kam keine auch nur annährend an die IBM Model M heran.

Bei eBay gibt es die Tastaturen gebraucht für richtig viel Geld. Aber wer weiß, was die angebotenen Geräte schon alles erlebt haben. Das wollte ich dann doch nicht ausprobieren.

Dann habe ich mir Ende 2018 eine Unicomp-Tastatur gekauft.

Angeblich werden diese Tastaturen noch mit den Original Maschinen von damals gefertigt.

Die Tippgefühl ist auch großartig, aber eben keine Original IBM.

Da die Tastenkappen bei den Unicomp-Geräten nur aus einem Stück bestehen und nicht doppelt ausgeführt sind, ist das Tastengewicht spürbar kleiner. Das Tastaturlayout ist minimal enger, das Tastenfeld dadurch ca. 2cm schmäler als bei der Original-IBM-Tastatur. Und das Gehäuse ist aus sehr billig wirkendem Spritzguss gefertigt. Vorne gibt es eine hässliche Unterbrechung im Material, der Kunststoff ist kaum entgratet. Zum Schreiben ist das Gerät Top, aber die Verarbeitung ist nicht wirklich toll. Und das Ding steht ja den ganzen Tag direkt vor einem.
Ein weiterer Nachteil der einteiligen Tastenkappen:
Bei der Original IBM Model M Tastatur konnte man die Tastenkappen abnehmen und in der Spülmaschine reinigen. Das geht bei den Unicomp-Modellen nicht.
Das Tastgefühl gefiel mir etwas besser als bei der Cherry MX-Blue. Es war in der Tat eine Springfedermechanik, angeblich Original. Aber doch irgendwie anders. Und das Billig-Design ist einfach nur hässlich.
Man bekommt damit zwar eine Buckling Spring Tastatur, aber eben keine Model M. Es ist einfach ein Replica.
Das Unicomp-Teil war leider nicht das Ende meiner Suche.
Meine Traum-Tastatur wäre eine original IBM Model M-Tastatur mit einem Gehäuse aus gebürsteten Aluminium. Aber so etwas gab es nie und wird es wohl auch nie geben.

Wie Füller gegen Kugelschreiber.

Ja klar, man kann mit einem Kugelschreiber schreiben und glücklich werden. Aber so richtig Spass macht das Schreiben doch erst mit einem Füller. Nur wer das versteht kann vermutlich auch nachvollziehen, was an der IBM Model M so besonders ist.

Fastfood macht auch Satt, aber Gourmet-Qualität ist einfach besser.

Und genau so ist es auch bei den Tastaturen.

Zur Eingabe reicht ein Brett mit Tasten drauf, aber es geht trotzdem nichts über eine IBM Model M Tastatur.

2019 – 20 Jahre nachdem die Produktion der Originaltastaturen eingestellt wurde, steht eine neue, unbenutzte IBM Model M Tastatur auf meinem Schreibtisch!

Tja und dann am 27.1.2019 waren wir auf einem runden Geburtstag bei meiner Tante eingeladen. Das Gespräch kam auf die Computerzeit von früher und mein Onkel zeigte mir eine Vitrine, in der er alte Computerteile gesammelt hatte. Als ich spaßeshalber fragte, ob er vielleicht auch noch eine IBM-Tastatur hätte meinte er: „ja klar, da liegt sogar noch eine Originalverpackt im Keller – kannst Du haben“.

Wow, Ostern, Weihnachten oder Beides? Einfach eine Original IBM Model M Tastatur wäre ja schon was Feines, aber dazu noch unbenutzt und Originalverpackt!? Unfassbar.

Baujahr 1996 – und seither im Keller gelagert. Die war nicht nur „wie neu“ sondern wirklich neu.

Einzige Bedingung: ich darf das Ding nicht bei eBay verkaufen.

Sorry Leute, wer jetzt dachte, das Ding gibt es bald im Netz – das war wirklich nie meine Absicht, so einen Schatz gebe ich nicht wieder her.

Seither arbeite ich wieder mit meiner Lieblingstastatur.
Windows-Tasten hat das Ding übrigens auch nicht. So etwas braucht kein Mensch.
Eurozeichen? Gab es damals noch nicht. Aber natürlich funktioniert es trotzdem.
Die Tastatur funktioniert wunderbar über PS/2 an einem AMD Ryzen 5 System unter Linux Mint 19.3

Kleinere Probleme gibt es, wenn man zu lange nicht arbeitet. Wenn der PC in den Stromspar-Modus geht, dann funktionieren anschließend ein paar Tasten nicht mehr: Shift-Rechts, Enter, STRG-Rechts. Seltsamerweise geht es irgendwann wieder, wenn man öfter mal drauf drückt.
Man darf einfach keine Pause machen, wenn man eine IBM Model M Tastatur verwendet.
Es könnte aber auch ein Problem mit dem Board sein, PS/2-Anschlüsse sind auch nicht mehr ganz so modern. Einen bestellten PS/2-USB-Adapter hat die Post verschlampt. Aber es funktioniert ja meistens.

IBM Model M – die beste je gebaute Tastatur.

Jochens virtuelles Computermuseum – viel Spass beim Lesen 🙂

Die perfekte Tastatur – andere Mechas

Leider ist meine „neue IBM-Tastatur mittlerweile komplett defekt. Die Aussetzer zum Start dauern immer länger. Enter und Shift-Rechts sind defekt. Ich vermute, dass es altersbedingte Materialprobleme gibt. Das Teil wird natürlich repariert. Bis dahin probiere ich einfach andere Tastaturen aus. Den Blog-Beitrag zu den mechanischen Tastaturen gibt es hier.

Nachtrag – die IBM Model M gibt es auch 2020 noch NEU – von Unicomp, mit Original-Maschinen und Originalteilen gebaut, nur ohne IBM-Logo. Mein Blog-Beitrag dazu findet sich hier.

Mal was anderes – Cherry-Schalter für zwischendurch.

Es ist ein nebliger Freitag im November 2021. Irgendwie verspüre ich den Wunsch, eine Tastatur mit anderem Design, mit anderem Tippgefühl auszuprobieren.
Auch die Füller wechsel ich immer mal wieder, da ich mich nie entscheiden kann, welcher wirklich der beste ist.
Es liegen ja auch noch einige Tastaturen im Schrank.
Also hole ich eine Hyper-X Tastatur in edlem schwarz eloxierten Alu mit blauen Cherry-Schaltern aus dem Schrank. Die sieht schon schicker aus, als die mausgraue IBM Model-M.
Das Tippgefühl ist allerdings entsetzlich.
Im Vergleich zu den Knackfrosch-Tastaturen vom IT-Discounter sind die Mechas mit Cherry-Switches oder auch die kompatiblen Nachbauten natürlich klasse Eingabegeräte.
Aber wenn man die IBM-Tasten gewohnt ist, dann kann man so etwas nicht mehr akzeptieren.
Diese Aussage ist allerdings total subjektiv – das ist nur meine persönliche Meinung!

Nach und nach hole ich die anderen Tastaturen aus dem Schrank. Cherry blau und rot, Romer und wie sie alle heißen. Ich habe ja bis vor ein paar Jahren noch IT-Service gemacht, da liegen einige sehr gute Keyboards im Schrank. Auch eine exotische IBM Model-M ohne Springfeder ist dabei.
Nachdem ich alle durch habe, weiß ich, warum die im Schrank liegen und warum ich mit meiner IBM Model M tippe. Man vergisst leider zu schnell.
Ich schließe wieder die IBM Model M an und freue mich über das Tippgefühl.
Wie konnte ich nur auf die Idee kommen, etwas anderes auszuprobieren.

Dann schaue ich zu meinem Bastelrechner, der hat eine Microsoft-Tastatur (Wired Keyboard 4000). Das Ding hat mal 10 oder 20 Euro gekostet. Wie konnte ich das nur so betreiben.
DAS Teil ersetze ich jetzt einfach mal – durch die 2. IBM Model M, allerdings die kompatible Version von Unicomp.

Ein bisschen Kultur muss schon sein.
So wie die Engländer ihren 4-Uhr-Tee haben, die Schwaben ihre Kehrwoche, so ist es bei mir die IBM Tastatur Model M (unter anderem).
Manche Menschen haben einen Tick, ich brauche den Klick 🙂

22.11.2022 Eine andere Tastatur – und wieder zurück.

Letzte Woche habe ich mir eine Cherry-Tastatur im Gewand der Corsair K70 auf den Schreibtisch gestellt.
Wunderschönes Design, mit gebürstetem, schwarz eloxiertem Alu-Gehäuse.
Mechanische MX-Blue Schalter.
Die Tasten sind beleuchtet. Ein feines Gerät.
Allerdings ist die Tastatur schmäler, als die IBM Model M.
Zusätzlich sind Windows-Tasten mit ins Layout gequetscht.
Ohne dieses Zeug gibt es heute ja fast keine Tastaturen mehr.
Eine Woche habe ich durchgehalten. Tolle Tastatur – optisch gesehen. Viel moderner, als die IBM Model M
Die Tasten (Cherry MX Blue) fühlen sich auch toll an, aber irgendwie fehlt doch was.

Heute habe ich dann wieder die alte „Buckling Spring“ Tastatur auf den Tisch gestellt.
Das Design ist schon etwas altbacken, so mit Grau in Grau, keine Windows-Tasten und viel wuchtiger.
Optisch hätte ich gerne die Corsaik K70, aber technisch bleibt es bei der IBM-Tastatur.

Das Schreibgefühl, das ist unvergleichbar BESSER!

Die Generation Touchscreen hat kein Gefühl mehr für gute Tastaturen, aber für so einen Grumpy Old Man wie mich, bleibt es bei der IBM Model-M.

11.12.2023 – Noch eine Tastatur

Ihr wollte eine gute mechanische Tastatur?
Ich habe für Euch die Ducky Shine 7 getestet – meinen Bericht und meine Empfehlung findet Ihr hier.

Welche Tastatur ist die Beste?
Das liegt im Auge des Betrachters.
IBM Buckling Spring Tasten bringen einfach das beste Schreibgefühl, aber die sind eben nicht mehr modern.
Deswegen würde ich Mechas (mechanische Tastaturen) mit Cherry-Schaltern empfehlen.

Eigenwerbung – Unterstützungsaufruf!

Übrigens – ich kaufe alles selbst, deswegen ist meine Auswahl an Testberichten nicht so groß, wie bei diversen bezahlten Blogs.
Dafür schreibe ich, was ich denke! Kein Schönschreib, sondern Fakten!

Falls Ihr Tastaturhersteller seid und Euch traut – schenkt mir eine Tastatur und ich schenke Euch einen Bericht darüber – allerdings ohne Fake und ohne Beschönigung, so wie ich die Tastatur „erfasse“ und „begreife“.

Übrigens – man kann mit Tastaturen auch einfach eBooks und Bücher schreiben – Falls Euch der Beitrag gefallen hat und Ihr mich unterstützen wollt, das geht ganz einfach:
KAUF MEIN EBOOK! (externer Link zu meinem eBook auf Thalia)
80% der Einnahmen gehen an den Staat und den Shop, pro eBook gibts für mich so um die 15 cent.
Also – macht das eBook zum Bestseller, Ihr müsst es ja nicht lesen! 🙂

Wenn Euch der Beitrag gefallen hat – empfehlt Ihn einfach weiter.
Wenn nicht – Ihr werdet sicher jemanden kennen, dem Ihr gerne Zeit stehlen wollt, dann schickt ihn auf meine Webseite!

www.bastel-bastel.de
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