Rückblick „Noch nie, seit Beginn der Wetteraufzeichnung“ Diesen Satz liest man derzeit sehr oft in Verbindung mit dem aktuellen Wetter. Noch nie war es so lang so heiß. Noch nie war es so trocken. Zumindest ungewöhnlich ist das aktuelle Wetter auf jeden Fall. Die letzte Woche brachte weitere 6 heiße Tage. Nur der Freitag war mit 29,4 °C knapp zu kühl. Damit sind wir jetzt bei 48 heißen Tagen, fast doppelt soviel, wie im Mittel der letzten 10 Jahre. Dazu gab es 78 Sonnenstunden. Nur wenige Wolken trübten den Himmel. Wieder fiel kein Niederschlag. Die Temperatur im August hat derzeit eine unglaubliche Abweichung vom langjährigen Mittel von 7,5 Grad! Die Niederschlagsmenge liegt 90% unter dem Soll. Alles ist ausgedörrt. Flüsse und Seen trocknen langsam aus.
Ausblick Bis zum Wochenende bleibt es heiß. Über 37 °C sind vorhergesagt. Niederschlag ist weiter nicht in Sicht. Ab Sonntag soll sich das Wetter dann ändern. Gewitter sind wahrscheinlich. Für Sonntag sind nur noch 27 °C angekündigt, ab Montag nur noch 18 °C.
Heute, 12.8.2026, wird es eine totale Sonnenfinsternis geben. Das Bild zeigt einen Sonnenaufgang und ist aus dem November, also ziemlich ungenau. Aber die Medien machen es genauso, daher ist es OK. Ist ja nur eine Illustration.
Früher hielten die Menschen so eine Sonnenfinsternis für ein Zeichen für kommendes Unglück, heute sollten wir schlauer sein.
Zumindest die Medien nutzen das Ereignis aber um Angst und Schrecken zu verbreiten: Im Locus liest man erstaunt, dass die Börsen-Strompreise heute ungeahnte Höhen erreichen und dass es eine unglaubliche Belastung für das Stromnetz wird, wenn schlagartig die Sonne weg ist und später schlagartig wieder kommt. Die Schlagzeile: „Sonnenfinsternis lässt deutsche Strompreise explodieren“
Durch die Sonnenfinsternis wird irgendetwas explodieren. Preis-EXPLOSIONEN sind sowieso negativ besetzt. Hilfe! Panik! Wir werden alle sterben!
Der unbedarfte Leser wird Angst bekommen, der dumme Leser wird wieder gegen erneuerbare Energien hetzen.
Der schlaue Mensch sieht aber den Fehler in diesem Pamphlet:
Eine Sonnenfinsternis lässt sich auf die Sekunde genau vorhersagen. Viel besser, als beispielsweise Wolkenfelder. Man kann also vorab geeignete Maßnahmen treffen, beispielsweise Ersatzkraftwerke bereitstellen. Vielleicht wäre eine Sonnenfinsternis um 12:00 Mittags beim aktuellen Zustand der Stromnetze tatsächlich ein Problem. Die aktuell im Rückstand befindlichen Speicher, die auf das OK der Behörden warten, würden so ein Problem sicher abmildern. Allerdings findet die Sonnenfinsternis heute abend 10 Minuten vor Sonnenuntergang statt! Es wird also sowieso dunkel! So wie jeden Tag, nur heute etwas früher. Jahreszeitlich bedingt, werden die Tage jetzt immer kürzer. Die heutige Sonnenfinsternis entspricht damit ungefähr einem Sonnenuntergang, wie er nächste Woche ganz normal und ohne Panik passiert. Aber das ist natürlich keine Schlagzeile wert.
Vielleicht muss für die Regelung bei Eintritt der Sonnenfinsternis ein wenig mehr Regelarbeit geleistet werden, aber danach ist es sowieso dunkel. Hell wird es dann erst morgen früh wieder. (hoffentlich) Insofern handelt es sich hier anscheinend wieder um Hetze gegen Fotovoltaik und Panikmacherei.
Wir werden alle sterben, das ist sicher. Aber heute? Eher nicht.
Noch mehr Hitze! Von 1971 bis 1980 gab es im Schnitt 6,5 heiße Tage pro Jahr. Von 2011 bis 2020 waren es schon 26 Tage. Am Dienstag, 4.8. war der 42. heiße Tag in 2026! Der Samstag lag mit 28,9 °C als einzige Tag der Woche unter der 30 °C-Marke. Mit 39,6 °C war die Hitze am Donnerstag am größten. Die Nacht zum Dienstag war mit 21,9°C eine Tropennacht. In den anderen Nächten kühlte es auf Werte zwischen 15,8 °C und 19,4 °C ab. Freitag, Samstag und Dienstag zogen Gewitter auf, viel passiert ist aber nicht. Am Dienstag wurden bis 38 l/qm angekündigt, das Regenradar zeigte die Erwartung von „extremem“ Niederschlag. Es wurde auch bedrohlich dunkel. Dann hörte man fernes Gewittergrummeln, dazu fiel etwas Regen und das war es auch schon. Insgesamt fielen in der Woche 9l/qm Niederschlag. Der Wind erreichte seine höchste Stärke am Donnerstag mit Böen bis über 60km/h
Ausblick Es bleibt sommerlich. Bis Freitag sollen die Höchstwerte unter 30 °C liegen, ab Samstag geht es dann wieder in die 30er-Werte. Für Montag sind bis 37 °C vorhergesagt. Ein Mix aus Sonne und Wolken ist angekündigt, es soll aber trocken bleiben. Erst in der neuen Woche steigt wieder das Gewitterrisiko.
Heiße Tage sind definiert als Tage mit Höchsttemperaturen über 30 °C. Laut amtlicher Statistik gab es zwischen 1971 und 1981 im Jahr im Schnitt 6,5 heiße Tage pro Jahr. Von 2011 bis 2021 gab es schon 26 heiße Tage pro Jahr. Und 2026 haben wir heute, am 4.8., den zweiundvierzigsten Tag mit über 30 °C! Vermutlich schaffen wir auch noch die 50 Tage. Heute Nacht war auch wieder eine Tropennacht, das heisst, die Temperatur fiel nicht unter 20 °C. Der Tiefstwert lag diese Nacht bei 21,9 °C. Blättert man dann in den (a)sozialen Medien, ist es unfassbar, dass es immer noch Idioten gibt, die sich darüber lustig machen, oder sagen „das war schon immer so“.
Überall brennt es. Ich sag: Normal ist das nicht! Aber es könnte zur Normalität werden!
Faszinierend auch, dass die angeblich so sicheren Atomkraftwerke eins nach dem anderen abgeschaltet werden müssen, weil kein Kühlwasser mehr da ist. Ach hätte man da doch große, teure Kühltürme installiert, dann wäre das Problem nicht ganz so groß. Aber die Kühlung mit Flusswasser ist ja viel billiger. Dumm nur, wenn die Fische anfangen, mit dem Bauch nach oben zu schwimmen, und das Wasser nach und nach verdunstet. Ungarn ist kurz vor dem Energienotstand, weil sie ihr einziges AKW aus Wassermangel abschalten mussten. In Rumänien sprengt die Armee Rinnen ins Flussbett, damit das letzte bisschen Wasser bis zum AKW umgeleitet werden kann.
Kohlekraftwerke benötigen übrigens auch Wasser zur Kühlung.
Schönes Sommerwetter mit Temperaturen bis 32 °C. Die letzte Woche war es richtig angenehm. Dazu gab es 78 Sonnenstunden. Jeden Tag schien die Sonne mehr als 10 Stunden. Nur ein paar durchziehende Wolken sorgten ab und zu für etwas Eintrübung. Die Höchstwerte um 32 °C brachten einen zwar zum Schwitzen, aber in den Nächten kühlte es rasch in den angenehmen Bereich ab. Teilweise lagen die Tiefstwerte bei 10 °C, in der Nacht zum Montag wurde es allerdings nicht kühler, als 17 °C. Mit Böen bis über 60 km/h war der Sonntag recht windig. Am Montag fiel etwas Regen. Knapp 1 l/qm Niederschlag ist aber viel zu wenig, für die ausgedörrte Natur. Der Juli ist mehr als 4 Grad zu warm und beim Niederschlag fehlt knapp 1/3 der üblichen Menge.
Ausblick Erst kurz die Hitze, dann Gewitter. Für Donnerstag sind bis über 39 °C vorhergesagt. Das Gewitterrisiko wird sehr hoch. Lokale Unwetter sind zu erwarten. Für Freitag ist Wind und Regen angekündigt und die extreme Hitze weicht sommerlichen Temperaturen, die aber immer noch bis über 30 °C erreichen können.
Ende der Hitzewelle. Am Donnerstag zogen schwere Gewitter über das Land. Die in der Atmosphäre angesammelte Energie entlud sich mit Blitz und Donner, heftigem Wind, Starkregen und schwerem Hagel. Eine beeindruckende Unwetterfront schob sich über uns hinweg. Stürmische Böen jagten den Niederschlag waagerecht vorbei. In kürzester Zeit regnete es über 26l/qm. Dazu fielen Hagelkörner von 2cm Durchmesser, dass man Angst um Autos, Solaranlagen und Dächer bekam. Auch Pflanzen wurden heftig getroffen und der Aufenthalt im Aussenbereich wurde unangenehm bis gefährlich. Dabei lag Ingersheim noch nicht einmal im Mittelpunkt. Im Umfeld tobte das Gewitter teilweise noch heftiger. Am Donnerstag früh zog ein weiteres, kleineres Gewitter vorbei. Insgesamt kamen diese Woche 30 l/qm Niederschlag zusammen. Die Hitze blieb noch bis Freitag, danach kühlte es auf sommerliche „Normalwerte“ ab. Ab Sonntag lagen die Höchstwerte nur noch um 25 °C Die Nächte wurden richtig frisch, mit Tiefstwerten um 10 °C.
Ausblick Die nächsten Tage gibt es einen Mix aus Sonne und Wolken. Bis zum Sonntag soll es trocken bleiben. Die Temperaturen steigenlangsam wieder an, für Samstag sind 32 °C angekündigt. Es wird wohl recht angenehm, allerdings ist die UV-Strahlung sehr hoch. An Sonnenschutz denken!
Im wöchentlichen Wetterblog habe ich mich noch beschwert, dass es viel zu heiß und zu trocken ist.
Am Donnerstag, 16.7. gab es endlich wieder Niederschlag, aber viel zu viel. Schwere Gewitter zogen über Baden-Württemberg. Wie üblich, zogen die meisten davon nördlich und südlich an Ingersheim vorbei. Am späten Abend fand aber eine Superzelle ihren Weg direkt über Ingersheim. Das Foto zeigt eine faszinierende Shelf Cloud (Foto von Claudia Drexel). In kürzester Zeit regnete es über 20 l/qm. Windböen bis über 70km/h jagten die Regentropfen fast waagerecht vorbei. Und dazu gab es noch heftigen Hagel. Körner bis über 2cm knallten bedrohlich auf Autos und Fotovoltaikanlagen. An Bäumen und Büschen wurde einiges abgeschlagen und später hörte man auch mehrfach Einsatzfahrzeuge.
Foto: Im Netz über unserem Hasen-Aussengehege sammelten sich die großen Hagelkörner. Die Streifen entstanden durch sintflutartigen Regen, der während der Aufnahme herunterprasselte.
Glück gehabt
Es hätte auch schlimmer werden können. Das Unwetter zog weiter und wurde dabei wohl noch stärker. In Backnang soll es wohl deutlich heftiger zugeschlagen haben. Mir hat das aber schon so gereicht. In der Nacht gab es dann noch ein paar haarmlose Gewitter und insgesamt kamen 26l/qm Niederschlag zusammen.
Eine heiße Woche ohne Regen liegt hinter uns. Am Dienstag fielen zwar ein paar wenige Tropfen, aber die waren schnell verdampft. Zu wenig, um überhaupt aufgezeichnet zu werden. Bisher gab es im gesamten Juli nur etwas über 3l/qm Niederschlag. Dabei war auch der Juni schon viel zu trocken. Die Landschaft ist total ausgedörrt. Wieder hatten wir eine Hitzewelle mit 5 heißen Tagen über 30 °C und am Montag sogar ein Wüstentag mit über 35 °C. Die Nacht zum Mittwoch war eine Tropennacht, in den restlichen Nächten kühlte es bis auf 15 °C ab. Die Sonne brannte insgesamt 74 Stunden vom Himmel, nur am Mittwoch gab es längere Zeit viele Wolken. Montag und Dienstag zogen ein paar Gewitter vorbei. Man hörte fernes Grollen, bei uns blieb aber alles ruhig. Aktuell liegt der Juli 6 Grad über dem langjährigen Mittel! Der Wind erreichte in Böen bis 44 km/h.
Ausblick
Die nächsten Tage gibt es einen Mix aus Sonne und Wolken. Es wird schwül und lokale Gewitter sind möglich. Für Freitag ist Regen angekündigt und die Temperaturen sollen dann nur noch 22 °C bis 25 °C erreichen.
Eine Woche mit ruhigem Sommerwetter liegt hinter uns. Alle Tage waren Sommertage. Die Höchstwerte erreichten über 25 °C, mit 32,3 °C war es am Dienstag am wärmsten. Nachts kühlte es am Freitag bis auf 12,1 °C ab, während die Nacht zum Mittwoch mit 19,7 °C fast eine Tropennacht war. Durch die kühlen Nächte war es trotz der sommerlichen Temeraturen recht angenehm. Donnerstag bis Samstag gab es Sonne satt, ab Sonntag wurde es wechselhaft. Wolken bedeckten den Himmel und oft sah es nach heftigem Regen aus, aber es blieb weitgehend trocken. Nur am Mittwoch fiel etwas Regen und am Sonntag zogen Gewitter vorbei, die weiteren Niederschlag brachten. Mit insgesamt nur 3 l/qm ist es aber immer noch extrem trocken. Die Natur ist ziemlich ausgedörrt und vertrocknet. Der Wind war immer leicht zu spüren, am Dienstag frischte es etwas auf und Böen erreichten Windstärke 7.
Ausblick
Es bleibt sommerlich, die Temperaturen steigen tagsüber bis über 30 °C, in den Nächten kühlt es bis auf 16 °C ab. Am Sonntag könnte es aber auch nachts wärmer bleiben. Ab Freitag verschwinden die Wolken und es wird sehr sonnig. Entsprechend steigt dann auch wieder der UV-Index.