Elektroauto – Ladestationen


Um mit einem Elektroauto zu fahren muss dieses ab und zu geladen werden.

Dabei gibt es deutliche Unterschiede zu herkömmlichen Verbrennerfahrzeugen.

 

  • Elektroautos werden nicht betankt sondern geladen. Insofern ist der Begriff “Elektrotankstelle” grundsätzlich falsch, auch wenn er sich mittlerweile weit verbreitet hat. [Aber man gewöhnt sich ja an jeden Quatsch, auch wenn sich mir beispielsweise als Informatiker beim Begriff Daten-“Autobahn” jedesmal die Zehennägel aufstellen. Vor allem wenn die Verantwortung über die Daten-AUTOBAHN dann auch noch dem Verkehrsministerium zugeteilt wird. Na immerhin heisst das mittlerweile “Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur”. Und als Zusatz “Das Ministerium für Mobilität und Modernität”.  Da Elektroautos zunehmend vernetzt sind und bald alles internetgesteuert autonom fahren soll. passt es dann ja auch wieder.]
  • Elektroautos lassen sich zuhause laden, in der Garage, am Stellplatz oder auch am Straßenrand.
  • Zum Laden reicht theoretisch eine einfache Steckdose. Im Gegensatz zu Tankstellen benötigt man keinen versiegelten Boden und es gibt auch keinerlei Verunreinigungen oder Umweltverschmutzung beim Ladevorgang.
  • Die Energie kann man direkt aus der Solaranlage vom Dach laden und muss sie nicht umweltzerstörend aus fernen Ländern importieren.

 

AC/DC – Wechselspannung vs. Gleichspannung

 

Das Stromnetz arbeitet heutzutage mit Wechselspannung, aktuell sind 240V einphasig, d.h. mit einer 3adrigen Leitung (Phase, Neutralleiter, Schutzleiter) oder 400V dreiphasig mit 5adrigen Leitungen (Phasen L1, L2, L3, Neutralleiter, Schutzleiter)

Batterien in Elektroautos arbeiten aber mit Gleichspannung. Im Prinzip nicht anders als in Taschenlampen und Spielzeugautos. Nur viel größer, moderner und mit mehr Elektronik – vor allem zum Schutz und zur Pflege der Akkus.

 

Um die Wechselspannung aus dem Netz in die Gleichspannung für das Elektroauto umzuwandeln benötigt man sogenannte Gleichrichter.

Diese können entweder im Auto verbaut sein oder in der Ladestation.

Vorteil beim Verbau im Auto:

Man kann den Ladeanschluss sehr billig halten, prinzipiell reicht eine einfache Haushaltssteckdose. Durchgesetzt haben sich aber Adapter die eine gewisse Schutz- und Ladeelektronik eingebaut haben.

Nachteil:

Ein Mehraufwand bei der Fahrzeugtechnik, damit höheres Fahrzeuggewicht und natürlich ein höherer Preis.

Die verbaubare Wandlergröße ist daher begrenzt. Ältere Renault Zoe können maximal mit 42kW laden, neuere Modelle nur noch mit 21kW, BMW i3 kann im aktuelle Modell nur 11kW laden, das alte Modell war sogar nur einphasig bis maximal 3,6kW verwendbar. Mit Schnellade-Option wären theoretisch 7,2kW möglich, das ist am Hausanschluss aber wegen Schieflast (hohe Last auf nur einer Phase) nicht zulässig.

Die meisten Elektrofahrzeuge können nur einphasig (3,6-7,2kW) oder 3phasig (11kW)

 

Vorteil beim Verbau in der Ladestation:

Es wird kein Gleichrichter im Auto benötigt, die mögliche Ladeleistung ist deutlich höher.

Sogenannte CCS-Ladestationen können heute schon 50kW anbieten. Höhere Leistung ist in Planung. Tesla Supercharger können schon heute mit deutlich über 100kW laden.

Allerdings kann ein Akku nur in einem begrenzen Bereich mit voller Leistung geladen werden.

Ist es zu kalt wird die Ladeleistung reduziert

Ist es zu warm wird die Ladelesitung reduziert

Ab einem gewissen Füllstand wird die Ladeleistung reduziert. Ab ungefähr 70% Füllstand fällt die mögliche Energieaufnahme pro Zeiteinheit beim Akku deutlich ab.

Deswegen sind Gleichspannungs-Lader vor allem dann sinnvoll wenn der Akku eine gewisse Größe hat.

Da man meistens noch Energie im Akku hat und aus Zeitgründen an solchen Ladestationen nicht bis 100% lädt sind in der Regel 50%-60% der Akkukapazität in kurzer Zeit auffüllbar.

Bei einem Tesla mit 100kWh kann man damit deutlich über 50kWh in kürzester Zeit laden, hier sogar mit über 100kW

Ein i3 dagegen mit 20kWh-Akku hat vielleicht ein sinnvolles Schnelladefenster von 10-15kWh.

Ausserdem kann man nicht beliebig viel Energie auf einmal in den Akku packen.

Die Lagemöglichkeit wird durch die Kapazität begrenzt. Das Verhältnis Akkukapazität zu Ladeleistung ist dabei wichtig.

Hat der Akku die Kapazit x(kWh), und wird geladen mit der Leistung x(kW) dann wird das mit 1C angegeben.

Bei linearer Ladung wäre der Akku in 1 Stunde voll.

Wird mit doppelter Leistung geladen, also mit 2x, dann wird das mit 2C angegeben, der Akku wäre in einer halben Stunde voll.

In der Praxis wird das aber dadurch begrenzt daß die Ladung eben nicht linear möglich ist. Je voller der Akku, desto langsamer kann er geladen werden. Ausserdem verträgt ein Akku nicht zu viele Schnellladungen.

Ein i3-Akku mit 20kWh wird bei 50kW mit 2,5C geladen. Das ist deutlich belastender als ein Tesla mit 100kWh der mit 100kW = 1C geladen wird.

 

Das heisst: je größer der Akku, desto sinnvoller sind DC-Lader für die Schnell-Ladung.

Damit bieten sich Gleichspannungs-Ladestationen vor allem für das schnelle Laden zwischendurch an – wenn man z.B. auf langer Fahrt mal eben viel neue Energie in den Akku packen will.

 

Zuhause laden

 

NRGKick - Ladeadapter für Elektroauto

NRGKick – Ladeadapter für Elektroauto

Das Tolle an Elektrofahrzeugen ist die Tatsache, daß man diese zuhause laden kann.

Zuhause laden geht derzeit nur mit Wechselspannung. Gleichspannung wäre zwar möglich, aber es wird sich kaum jemand eine Ladesäule für aktuell 5stellige Preise in die Garage bauen. Zumal man in der Garage normalerweise keine Schnellladung benötigt. Sogenannte Schnarchladung reicht hier vollkommen.

Damit hat man zum einen morgens beim Losfahren immer eine vollgeladene Batterie (vorausgesetzt man hat das Auto auch abends an die Steckdose gehängt) und zum anderen relativiert sich damit die oft genannte “Reichweitenangst” deutlich. Man fährt wenn man es richtig macht immer mit vollem Akku los.

 

In der Regel bekommt man zu seinem Elektrofahrzeug ein Ladekabel dazu das für eine normale Haushaltssteckdose geeignet ist.

Allerdings sind Haushaltssteckdosen nicht für hohe Dauerlast geeignet.

Für die hohe Anschluss-Last müssen die Leitungen entsprechend geeignet sein, ausserdem muss man vorsichtig sein mit den Steckdosen, häufige hohe Belastung kann zur Ermüdung der Kontakte führen.

Für tägliches Laden sind diese Adapter daher nicht empfehlenswert. Üblicherweise werden die Teile daher auch als Notlader bezeichnet.

Auf jeden Fall sollte man von einem Elektriker den Hausanschluss überprüfen lassen bevor man regelmäßig ein Elektroauto an der Steckdose auflädt.

Eine Schuko-Steckdose kann theoretisch 3,6kW (230V/16A).

ABER – aktuell sollte man im Haushalt nicht mehr mit 16A absichern und für DAUERLAST über 10A sind die Steckdosen nicht ausgelegt, damit stehen maximal ca. 2,3kW zur Verfügung

Ein neuer i3 mit komplett leerem 30kWh-Akku benötigt damit fast 15 Stunden, ein Tesla mit 100kWh ist damit nicht mehr sinnvoll komplett zu laden (für den Schluck Energie über Nacht reicht es natürlich trotzdem).

 

Besser geeignet sind auf jeden Fall sogenannte WALLBOXEN.

Diese kosten zwar ein paar Euro, werden dafür aber fest angeschlossen (vom Elektriker), haben eingebaute Schutzelektronik und bieten deutlich höhere Ladeleistung als einfache Steckdosen.

Durch den Wegfall des Schuko-Steckers verschwindet auch ein Haupt-Schwachpunkt der Steckdosenladung.

Ausserdem werden Wallboxen sinnvollerweise direkt im Verteilerkasten angeschlossen, dazu verwendet man ausreichend dimensionierte Kabel und eine extra Sicherung, parallel angeschlossene Verbraucher sollte man vermeiden. Dann kann man die volle Leistung der Box auch ausnutzen.

 

Je nach Box sind dann 3,6kW (230V/16A), 7,2kW (230V/32A – wenn das Auto das kann und der Netzbetreiber das zulässt ) bis 21kW (Drehstrom mit 16A) oder gar 42kW (Drehstrom mit 32A) möglich.

Bei 32A muss dann natürlich auch der Hausanschluss ausreichend dimensioniert sein, sonst kann schnell mal die Hauptsicherung auslösen wenn man das Auto lädt und gleichzeitig Kuchen bäckt.

 

NRGKick - Ladeadapter für Elektroauto

NRGKick – Ladeadapter für Elektroauto

Aus meiner Sicht die beste Lösung sind allerdings mobile Ladeboxen!

Beispielsweise der nrgkick oder ähnliche Geräte.

Es handelt sich dabei um dieselbe Technik wie bei einer Wallbox, nur eben mobil.

Die Teile lassen sich mit Adaptern von der Schuko-Steckdose über den blauen Campingstecker bis zur Drehstromsteckdose mit 400V/32A an allen Anschlüssen betreiben, die maximale Ladeleistung lässt sich komfortabel einstellen und das interessante:

Während man eine fest installierte Wallbox beim Netzbetreiber anmelden muss sind Steckdosen anmeldefrei!

Also einfach einen 400V/32A-Anschluss vom Elektriker installieren lassen (ein guter Elektriker prüft dann natürlich ob die vorhandene Installation das verträgt!) und gut ist.  Mit so einem Anschluss kann man dann bei Bedarf auch mal andere Geräte in der Garage versorgen, wie z.B. Kreissäge, Partygrill, Discoanlage, usw.

Und wenn man irgendwo bei Freunden zu Besuch ist und dort laden muss, dann kann man mit den Teilen oft schneller laden, denn die roten Drehstromsteckdosen sind weit verbreitet und können deutlich mehr Dauerlast als eine einfache Steckdose.

In den Bildern sieht man meinen NRGkick Ladeadapter.

Das Teil hat einen Anschluss für Drehstrom mit 3x230V/32A, entsprechend maximal ca. 21kW.

Dafür muss die Anschlussleitung natürlich korrekt ausgeführt sein.

Wir haben ein komplett neues Kabel mit 5x6qmm direkt vom Sicherungskasten in die Garage gezogen. Getrennt von den anderen Verbrauchern und extra abgesichert. Angeschlossen und geprüft vom Elektriker.

Im Sicherungskasten ist dann ein FI Typ A EV verbaut.

Ganz wichtig: FI mit Typ A dürfen für Ladeanschlüsse NICHT verwendet werden da es zu Problemen kommen kann die den FI in der Funktion stören. FI Typ B ist aber unverhältnismäßig teuer. Daher sind FI vom Typ A mit dem Zusatz EV ideal, die wurden speziell für den Einsatz für Ladestationen entwickelt.

Eigentlich hat der NRGKick alle notwendigen Schutzschaltungen integriert, aber da die Drehstromsteckdose (CEE32) natürlich auch anderweitig benutzt werden kann (Kreissäge, Disco-Anlage, usw.) ist ein FI hier zwingend erforderlich.

Das Kabel wurde natürlich komplett im Kabelkanal verlegt. Der “Ausgang” in der Garage wurde natürlich nicht einfach ausgesägt sondern das Plastik umgebogen damit es keine scharfen Kanten gibt. Zusätzlich dient ein Stück Gartenschlauch als Schutz. 200% Sicherheit eben.  Für die Installation mussten Halter für Gartengeräte an der Wand weichen. Die Clips haben perfekt zum Kabel gepasst. Also abgesägt und an die Wand geschraubt – die perfekte Zugentlastung für den NRGkick – und bei Bedarf einfach ausklipsen.

Eine alte Wandhalterung für eine Gartenleiter wurde abgesägt, umgebogen und an die Wand geschraubt. Die dient jetzt als Kabelhalter. So ist das Kabel immer perfekt aufgeräumt (obwohl ich ja sonst nicht ganz so ordentlich bin).

Der NRGKick kann mit Adpater von der normalen Schuko-Steckdose über die blaue Campingsteckose bis CEE16/CEE32 an allen üblichen Steckdosen betrieben werden. Universeller geht es fast nicht.

Die Leistung reicht auch dicke. Denn mit maximal 32kW lädt man selbst zukünftige 200kWh-Batterien über Nacht.

Für die Schnarchlader aus 2016/2017 reicht es jedenfall üppig aus.

 

Unterwegs laden.

Idealerweise reicht die Reichweite des Elektroautos so weit daß man unterwegs garnicht mehr laden muss.

Nur leider ist das in 2016 immer noch eher ein Traum.

Da die deutschen Hersteller eigentlich garkeine Elektroautos wollen, da sie an Stinkediesel & Co einfach mehr verdienen kommen die meisten Elektroautos aus dem Ausland und sind vor allem für die USA gebaut.

Die USA sind zwar der größte Umweltverschmutzer überhaupt, aber irgendwie haben sie es doch geschafft, bei den Elektrovehikeln (EV) mit an der Spitze zu sein während in Deutschland noch die Zeit der Dinopampe-Verbrenner herrscht.

So wundert es nicht daß die meisten Fahrzeuge nur 1phasig laden können. Mehr braucht es in den USA nicht, dort sind die Häuser sowieso nur 1phasig angeschlossen.

Selbst der BMW i3 kann nur 1phasig – erst die Version ab Herbst 2016 kann mit 3 Phasen geladen werden.

Eine Ausnahme bildet der Renault Zoe mit einem 21kW-Lader. Dafür ist dann auch der NRGKick wieder ideal.

Die älteren Modelle konnten sogar 42kW laden. Das scheint dem Hersteller aber dann doch zu modern gewesen zu sein, daher haben neuere Modelle nur noch 21kW-Anschlüsse. Schade.

 

AC (Wechselspannung) wäre so einfach, denn das gibt es quasi überall.

Von der Steckdosen-Schnarchladung bis zum Starkstromanschluss mit 3x32A bzw. 3x64A (selten) kann man einfach überall einstecken und laden.

Das scheint aber nicht gewollt zu sein.

Vor allem die deutschen Hersteller wollen lieber neue und vor allem teure Gleichspannungstechnik.

DC (Gleichspannung) ist der neue Ladestandard – vor allem für Schnell-Ladeanschlüsse

CCS ist die Lademethode der Zukunft.

Zwar gibt es aktuell nur ein paar wenige Ladestationen mit bis zu 50kW und eine Spezifikation bis 150kW, aber die deutschen Hersteller machen schon den 2. Schritt vor dem ersten und planen mit bis über 300kW Ladeleistung. Vielleicht um damit weitere Verzögerungen beim Ausbau besser erklären zu können: “wir wollen ja, aber die NEUE Technik ist noch nicht so weit und die aktuelle – die ist ja schon wieder ganz alt”.

Ein großes Problem dabei ist auch daß jeder Anbieter seine eigene Supper kocht – man benötigt irgendwelche Chipkarten oder Apps, muss sich vorher anmelden oder die Ladesäule ist nur während der Geschäftszeiten zugänglich. Einheitliche Standards fehlen leider.

 

 

Der einzige Anbieter der wirklich alles richtig macht bei der eMobilität ist Tesla:

  • Supercharger mit weniger als 100km Abstand an allen Autobahnen quer über den Kontinent bereits in Betrieb.
  • pro Ladestelle gleich 8-10 Ladesäulen und nicht eine einzige die nur dazu dient daß irgendein Minister bei der Einweihung doof grinst und anschliessend alles mit Verbrennern zugeparkt wird oder aus sonstigen Gründen nicht funktioniert.
  • Ladeleistung bis 130kW
  • und natürlich Akkus die weit über 300km reichen, mit dem Spitzenmodell mit 100kWh sogar über 500km.

Einziges Problem:

Die Fahrzeuge sind nicht massentauglich, der Preis ist dafür deutlich zu hoch. Und die Abmessungen der Fahrzeuge orientiert sich an den US-Gewohnheiten. Mit einem Tesla Model S oder Model X in einem deutschen Parkhaus kann da schon mal zu Problemen führen.

 

Ende 2016 scheint sich aber endlich etwas zu tun:

  • einige Anbieter wollen tatsächlich DC-Ladesäulen in größeren Mengen aufstellen
  • es soll brauchbare Abrechnungssysteme geben, also z.B. EC-Karte, Kreditkarte oder ähnliches OHNE Anmeldung und Vertrag.

Jochens Wetterblog am 27.10.2016

Rückblick

Blühende Felder in Ingersheim

Herbstliches Schmuddelwetter: Dunkel, kalt und nass.

So lässt sich die letzte Woche zusammenfassen. Das Wetter war überwiegend trüb. Morgens war es dunkel und neblig. Gegen Mittag wurde es nur wenig heller und Abends wurde es schnell wieder dunkel. So kamen insgesamt nur knapp über 6 Sonnenstunden zusammen, davon aber immerhin 3 Stunden am Sonntag, genug für eine kleinen Ausflug. Ansonsten blieb man lieber drinnen. Denn ausser am Samstag gab es auch jeden Tag etwas Regen, zusammen immerhin 32l/qm. Die Temperaturen stiegen tagsüber auf Werte zwischen 10°C und 12°C, nur am Sonntag gab es mit knapp 16°C etwas mehr. Am Sonntag früh gab es mit 2°C auch die niedrigste Nachttemperatur, sonst lagen die Tiefstwerte zwischen 5°C und 10°C.

 

 

Ausblick

Es soll bis zum Wochenende wieder etwas mehr Sonne geben. 4-5 Sonnenstunden täglich sind drin, ansonsten dominieren dicke Wolken den Himmel. Immerhin soll es trocken bleiben. Die Temperaturen steigen tagsüber auf Werte bis 14°C, nachts geht es auf 5°C-7°c zurück.

Achtung Winterzeit- am Sonntag werden die Uhren um 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt!

 

Smombies – die Smartphone – Zombies


Zugegen, der Begriff ist nicht von mir, aber er passt wie die Schaufel zum Zombiejäger.

 

Eine grauslige Seuche greift immer mehr um sich – die Handymanie oder auch Smartphonevergiftung genannt.Kürbisgeist

Smombies – Smartphone-Zombies überall!

 

Zuerst fiel es mir bei Treffen mit Bekannten auf:

Die Leute waren zwar körperlich anwesend, geistig aber anscheinend ganz woanders. Statt miteinander zu sprechen saßen die Leute nebeneinander und versuchten, kleine Kästchen mit Leuchtdisplay zu hypnotisieren.

Diese moderne Form der Tamagotchis dankte die Fürsorge damit daß sie alle paar Minute mit lautem Gebimmel und Gepiepse auf sich aufmerksam machten um erneut gestreichelt zu werden.

 

Mittlerweile scheint die Seuche aber noch weiter zu eskalieren.

Die Smartphone-Zombies werden immer mehr, anscheinend ist das eine hochansteckende Seuche.

Ausserdem findet keine Kommunikation zur Umwelt mehr statt, die HIrne der Smombies sind quasi abgeschalten.

 

Ein paar Beispiele:

Vor 2 Wochen waren wir zu einem Familienausflug unterwegs in das Blühende Barock Ludwigsburg.

Unsere Straße ging an einer Ampel zweispurig auf die B27. Ich stand auf der rechten Spur.

Links fuhr eine junge Frau an die Ampel, Smartphone auf dem Lenkrad und lesend/tippend.

Als die Ampel grün wurde fuhr ich los. Hinter mir hupte es.

Beim Blick in den Rückspiegel sah ich daß das Auto immer noch stand, die Dame war in ihr Handy versunken, die Umwelt war ausgeblendet.

 

Keine 200m später auf der B27 kam ein Auto von links das dort gewendet hatte.

Ich bin mir nicht sicher, aber wenn ich grün habe, dann sollte die Abbiegespur der Gegenrichtung vermutlich rot haben. Und ob man da überhaupt wenden darf, da bin ich auch nicht sicher.

Egal, jedenfalls fuhr die Dame (ja, ebenfalls eine weibliche Person) jetzt vor mir. Hätte mich nicht gestört wenn das Auto nicht immer langsamer geworden wäre – bis zum Stillstand. Mitten auf der B27, nicht an der Ampel sondern mitten auf der Strecke.

Ich habe daraufhin die Spur gewechselt und bin an dem stehenden Fahrzeug vorbeigefahren. Dabei warf ich einen Blick in das andere Auto um zu sehen ob es irgendwelche Probleme gab.

Und was sah ich? Ein Smartphone-Zombie!

Die Tussi (sorry, anders kann ich das nicht schreiben) saß im stehenden Auto mitten auf der B27 und hatte ihr Handy vor sich, hielt es mit BEIDEN Händen und las irgendetwas was sie davon abhielt, mit den Händen ans Lenkrad zu fassen und zumindest bis zum nächsten Parkplatz zu fahren.

 

Aber der Wahnsinn geht noch weiter….

Sensibilisiert durch diese Vorkommnisse beobachtete ich die Menschen im Blühenden Barock.

Und es war erschreckend.

Schätzungsweise ein Viertel der Eltern im Märchengarten waren auf ihre Smartphones fixiert.

Die spielenden Kinder hätte man vor ihren Augen durch Plüschbären ersetzen können, sie hätten es nicht bemerkt. Ein kleines Mädchen rief nach seiner Mama. Nur – die Frau auf die es seine hilfesuchenden Blicke richtete reagierte nicht. Offensichtlich von der Seuche erfasst war sie Netz der Dinge gefangen.

 

2 Tage später hätte ich dann fast so einen Smombie überfahren…

 

In der 30er Zone 200m vor unserem Haus kam eine junge Frau von einer Seitenstraße und lief ohne zu schauen direkt vor meinem Auto über die Straße.

Ok, ich habe ein Elektrofahrzeug, das hört man vielleicht nicht so gut, aber zum Glück war ich nur mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs und konnte bremsen.

Erstaunt habe ich die Frau beobachtet wie sie seelenruhig über die Straße lief und auf der anderen Straßenseite auf dem Gehweg weiter. Sie hat überhaupt nicht mitbekommen daß da ein Auto fuhr das eigentlich Vorfahrt hatte.

Die ganze Strecke über hatte sie ihr Smartphone dicht vor dem Gesicht und war am tippen.

Sie lief praktisch die ganze Strecke mit Autopilot.

Ich überlegte ob ich hupen sollte, da fiel mir ein daß das vielleicht ähnlich wie bei Schlafwandlern nicht so gut wäre, die soll man ja auch nicht wecken, könnte zu einem Schockzustand führen.

 

Es gibt auch männliche Smombies!

Bis jetzt ging es nur um weibliche Handysüchtige. Männer sind aber genauso betroffen.

Letzte Woche durfte ich als Beifahrer auf einer Strecke von Stuttgart nach Ingersheim auf der A81 dabei sein.

Natürlich hätte ich auch mit dem Smartphone spielen können, aber ich habe lieber die überholten Fahrzeuge angeschaut. Dabei fiel mir ein Audi auf der offensichtlich Probleme hatte die Spur zu halten.

Audi A6 auf der rechten Spur mit Tempo 80? Ungewöhnlich. Und dann noch Schlangenlinien?

Krank? Besoffen? Nein – der MANN hatte sein Handy in der Hand und tippte irgendetwas ein!

Bei Tempo 80! Als Fahrer! Auf der AUTOBAHN!

Ich war noch am Überlegen ob ich diesen Idioten jetzt eher lustig oder bedauernswert finden sollte, da überholten wir einen Mercedes. Und ich dachte ich sehe nicht richtig. Der Typ war noch viel krasser und hatte ein TABLET auf dem Lenkrad!

Und nein , das waren jeweils KEINE Navigationsgeräte oder Bordcomputer die da leuchteten. Abgesehen davon daß man die währen der Fahrt auch nicht bedienen darf – das waren eindeutig Geräte die da nicht hingehören.

 

Wie krank muss man eigentlich sein daß man auf der Autobahn mit dem Smartphone spielt?

 

Echt erschreckend.

Würde mich ja nicht stören wenn diese Idioten gegen einen Baum fahren und sich damit selbst aus dem Genpool entfernen, aber viel wahrscheinlicher ist es daß solche Leute beim Handyspiel irgendwelche Kinder überfahren oder sonst irgendwelchen Schaden bei anderen anrichten.

 

Wahnsinn – die Welt ist krank!

 

Vielleicht braucht es eine Kennzeichnungspflicht für Mobiltelefone ähnlich wie bei den Zigarettenpackungen:

Achtung! Häufiges Verwenden dieses Gerätes zerstört Ihr Hirn!

 

 

Zugegeben, ich habe auch ein Smartphone.

Und ich hatte in meinem Bekanntenkreis vermutlich sogar als einer der ersten so ein Ding (Telekom MDA, noch mit Stiftbedienung und Windows Mobile), aber das war zum Arbeiten.

Auch die Hä?App* habe ich installiert weil Freunde das wollen.

Wenn mir aber irgendwer darauf Nachrichten schickt muss er anschliessend anrufen falls er oder sie will daß ich das Zeug auch lese. Sonst kann es schon mal 1-2 Wochen dauern bis ich darauf reagiere.

Gezappel nach Gebimmel im Minutentakt gibt es bei mir nicht.

Und bitte nicht böse sein wenn ich auf den Sozialfall-Medien nicht antworte. Fratzenbuch und Tripper sind nicht so mein Ding. Vermutlich bin ich ja auch einfach nur alt.

 

 

(*Hä = schwäbisch für What)

Die Zukunft? – verkauft an die Atomlobby!

atom1Oktober 2016 – eine Randnotiz in den Systemmedien. Dabei ging es um nichts weniger als die Verlagerung von Milliardenkosten auf die nächste Generation.

Da wird die Zukunft verkauft und niemand merkt es, kein Aufschrei der Medien, keine Demonstrationen und auch sonst interessiert sich kaum jemand dafür.

Um was geht es?

Die reGIERung der BRD will mit den Atomkonzernen eine Vereinbarung schliessen daß diese sich für schlappe 23 Milliarden von der Entsorgung ihres Atommülls freikaufen können.

Klar, damit bleibt der Atomstrom für die aktuelle Generation schön billig.

Das Endlager darf dann die nächste oder übernächste Generation suchen – und natürlich auch bezahlen.

Mal eine ganz einfache Frage an alle die Kinder haben: Können Sie Ihren Kinder noch mit ruhigem Gewissen in die Augen sehen?

Na und?

23 Milliarden ist sicher viel Geld, nur – die Kosten für die Endlagerung dürften ein Vielfaches davon betragen. Und alles was über die 23 Milliarden hinausgeht wird einfach dem Steuerzahler aufgezwungen.

Eine einfache Suche im Internet findet beispielsweise eine Seite des Spiegels auf der steht daß das “Projekt” vermutlich erst Mitte des nächsten Jahrhunderts abgeschlossen sein wird (wenn überhaupt).

Wie können wir uns anmaßen, Lasten für nachfolgende Generationen zu planen nur damit wir ein schönes Leben haben?

Wer seinen Dreck dem Nachbar in den Garten wirft ist schon ziemlich asozial. Aber wer seine eigene Zukunft zerstört, der ist nur noch krank. Und die eigene Zukunft, das sind nun mal unsere Kinder!
Denn im nächsten Jahrhundert sind wir Erwachsenen sicher alle tot!

Unsere Zukunft sind unsere Kinder, sind wir wirklich so dumm daß wir unsere Zukunft zerstören?

Leider ja!

Ich bin 1970 geboren, werde aller Wahrscheinlichkeit nach dieses Jahrhundert nicht überleben. Und die Verantwortlichen in der Politik und in den Konzernen sind überwiegend noch deutlich älter!

Die Einlagerung des Atommülls soll irgendwann zwischen 2095 und 2170 abgeschlossen sein. Das bedeutet daß sich mit dem Dreck nicht die Verursacher beschäftigen müssen, die verantwortlichen Konzernbosse und Politiker dürften ohne lebensverlängernde Maßnahmen wohl in  die nächsten 20-30 Jahren abtreten. Nein, den Atommüll dürfen unsere Kinder, Enkel, Urenkel und deren Nachfahren “entsorgen” – und sie werden uns dafür verfluchen!

Dafür hat unsere Generation schön “billigen” Atomstrom. Schön für uns.

Schon aktuell wird von Kosten von 70 Milliarden und mehr ausgegangen. Es geht also schon garnicht mehr darum, daß der Steuerzahler irgendwelche zusätzlichen zukünftigen Risiken übernimmt. Nein, schon von den aktuell berechneten Kosten müssen die Verursacher nur einen Bruchteil übernehmen. Den Rest übernimmt der dumme Steuerzahler.

Ich gehe übrigens davon aus daß es die nächsten 50-100 Jahre KEIN Endlager geben wird. Und danach? Wer weiß ob die nachfolgenden Generationen schlauer sind als wir.

Ich gehe ebenso davon aus daß die 70 Milliarden bei weitem nicht reichen. Selbst die 10fache Summe wird nicht ausreichen, denn der Müll muss Jahrtausende bewacht und betreut werden!

Hätten die Römer ein Atomkraftwerk betrieben, dann müssten wir heute noch den Müll lagern. Das sind schlappe 2000 Jahre bis jetzt. Und schon dieser Zeitraum ist unvorstellbar lang.

Schon vor Jahren habe ich es vorhergesehen und wurde ausgelacht:

“Gewinne werden privatisiert, Kosten solidarisiert”.

Beweis: meine Webseite zum “billigen Atomstrom” aus 2010

Zitat: Bezahlt wird die Endlagerung natürlich nicht von den Kraftwerksbetreibern sondern vom Volk – als Nationale Aufgabe. Bezahlt durch Steuergelder.

Daß diese “Vereinbarung” aber schon in 2016 geschlossen wird hätte selbst ich nicht gedacht.

Fair wäre es jetzt nur, wenn die Kosten nicht einfach aus dem Steuertopf genommen würden sondern genauso wie die EEG-Umlage auf den Strompreis aufgeschlagen wird. Das wird aber nicht geschehen, denn das dumme Volk soll weiter denken Ökostrom sei teuer und Atomstrom billig.

Einige Menschen argumentieren damit daß die Konzerne sofort pleite wären wenn man ihnen jetzt die Kosten komplett aufzwängen würde.

Wirklich? Wo waren die verantwortlichen Politiker in den letzten 40 Jahren? Gab es wirklich niemand der schlau genug war die wirklichen Kosten zu schätzen? Eine ganze Generation war dazu nicht fähig?

“Wir haben das doch nicht gewusst…”

na – den Satz schon mal gehört?

Eine Fleissaufgabe für alle die sich für weitere Informationen interessieren:

suche im Internet nach den verantwortlichen Politikern der letzten 40 Jahre und schaue bei wem die aktuell auf dem Lohnzettel stehen. (Aufsichtsrat, Berater, usw.). Das dürfte sehr erkenntnisreich sein.

In einem Forum hat einer die Rechnung aufgestellt: 23 Milliarden / 80 Mio Einwohner sind doch nur schlappe 300,- Euro pro Einwohner.

Ja dumm nur daß die Politiker genau so rechnen, denn das sind die 300, -Euro pro Bewohner die die Atomkonzerne zahlen, nicht das was WIR zahlen. Wir zahlen den Rest. Und der dürfte über Generationen deutlich über 300,- Euro pro Person liegen.

Alles nach Plan

genau wie von mir vorhergesagt werden jetzt die Kosten solidarisiert.

Dazu gehört auch die Aufspaltung der Energiekonzerne in einen Teil mit den neuen, zukunftsfähigen Anlagen und einen Teil mit dem Müll den keiner will, sprich Atomkraft und Kohlekraftwerke.

Atomkraftwerke werden weiterbetrieben solange man noch was rausziehen kann, danach werden diese abgewickelt.

Zum Thema “Rückbau der Atomkraftwerke” darf ich dann vielleicht in ein paar Jahren wieder auf diesen Text verweisen. Denn genau wie beim Endlager wird es auch beim Rückbau kommen. Die Rücklagen reichen bei weitem nicht auch nur ansatzweise für den Rückbau der AKW.

Die Betreiber gehen dann irgendwann pleite, aus der Asche steigen dann die neuen Energiekonzerne auf, natürlich ohne Altlasten.

Schuld sind nach Meinung der Atomkraftbefürworter übrigens die Atomkraftgegner, denn wenn die nicht wären, dann hätte man die Kraftwerke ja auch die nächsten 100 Jahre noch weiterbetreiben können.

 

Bei obigem Text handelt es sich um meine persönliche Meinung, gerne lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen. Vielleicht ist ja alles ganz anders?

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Jochens Wetterblog am 20.10.2016

RückblickIMG_20160922_111715

Viel Nebel gab es die letzten Tage, vor allem am frühen Morgen. Dabei waren die Nebelfelder recht unterschiedlich verteilt. Während in einem Ort schon die Sonne schien war im Nachbarort noch dicker Nebel. Nach Nebelauflösung reichte es dann jeweils für 5-7 Sonnenstunden, nur der Freitag mit 3 Stunden und der Dienstag mit weniger als 1 Stunde Sonnenschein blieben trüber. Am Sonntag gab es knapp 22°C, die anderen Tage schafften es auf Höchstwerte von 12°C – 18°C. In der Nacht zum Donnerstag lag der Tiefstwert bei nur 2,7°C, da kann dann schon an der einen oder anderen Stelle etwas Bodenfrost aufgetreten sein. Am Montag abend gab es etwas Niederschlag, ausserdem in der Nacht zum Sonntag und in der Nacht zum Dienstag. Der Wind war nur schwach.

 

Ausblick

Wind, Regen, Graupel, Schnee. Das sind die Schlagworte auf den Wetterportalen für nächste Woche.  Den Niederschlag gibt es auch im Kreis Ludwigsburg. Bis Sonntag soll es täglich etwas regnen. Für Schnee reicht es bei uns aber bei Tiefstwerten um die 3°C wohl noch nicht,  tagsüber gibt es Temperaturen bis 12°C. Die Sonne zeigt sich nur wenig.