Hyundai-Tag 2020 im Legoland

Am 27.9.2020 war Hyundai-Tag im Legoland Günzburg.
Hyundai ist Partner des Legolands und da gibt es einmal jährlich für Hyundai-Fahrer gratis Eintritt. Man muss aber schnell sein denn die Karten sind schnell weg. In 2020 war der Partnertag am 26.9. und 27.9.
Wir hatten Glück und haben Karten für den 27.9. bekommen.
Die Tage vorher hat es geschüttet, wie aus Eimern und es wurde richtig kalt. Mehrfach haben wir überlegt, die Fahrt abzusagen, aber glücklicherweise sind wir doch gefahren, denn es wurde ein total sonniger, schöner Tag.
Morgens musste man allerdings sehr warm angezogen sein, bei Außentemperaturen von 2°C.

Hier gibt es einen kleinen Erfahrungsbericht über die Autobahntauglichkeit eines Elektroautos. Kleine Fahrt von Ingersheim ins Legoland nach Günzburg und zurück (300km Gesamtstrecke ohne Laden).

Im Mai 2019 waren wir das erste Mal mit dem Kona im Legoland. Für den Bericht dazu einfach auf diesen Text klicken.

Die Fahrt ging morgens um 8 Uhr los, Außentemperatur 2 °C. Angezeigte Reichweite unseres voll geladenen Hyundai Kona: 420km. Eine Woche vorher waren es bei vollem Akku noch um die 500km, aber die tiefen Temperaturen verringern bekanntlich die Reichweite.
Die Strecke zum Legoland ist 145km lang. Hin und zurück also 290km.

Nach meiner persönlichen Autobahnformel : Angezeigte Reichweite / 1.5 bei Tempo 130 hätten wir 280km Autobahnreichweite. Da würden 10km fehlen.
Also haben wir geplant, mal zu schauen, ob Tempo 110 – 120 wirklich so einen großen Unterschied macht. Eigentlich wollten wir ohne nachladen hin und zurück fahren.

Die Formel ist übrigens sehr großzügig und sollte meistens mit Reserve gut ausreichen.

Die Sonne schien, 2°C, 420km Reichweite in der Anzeige, los geht es.

Nach knapp 2 Stunden waren wir pünktlich zur Parköffnung am Ziel. Allerdings hatten wir noch einen Freund unseres Juniors abgeholt und auch noch Brötchen beim Bäcker besorgt. Damit waren es auch 5km mehr, als Google Maps angezeigt hatte. Bei der Ankunft im Legoland zeigte das Auto dann auch bereits 10°C an.

420km bei der Abfahrt, 248km am Ziel. Das sind 172 verbrauchte Reichweiten-Kilometer für 150km. Bei Tempo 110-120 stimmt die Verbrauchsanzeige also recht genau.
Meine Autobahnformel mit Faktor 1,5 hat hier massig Sicherheitsreserve!

Die Strecke von uns bis zum Legoland geht übrigens teilweise steil bergauf (z.B. Aichelberg). Dafür sind die 17,4kWh/100km recht ordentlich. Die Fahrt war sehr entspannt.


248km sollten nach meiner Formel auch locker für die Rückfahrt ausreichen, 145km x 1,5 = 218km. Da wären auch bei Tempo 130 noch 30km Rest drin. Meine Frau meinte, ich sollte trotzdem mal an der Ladesäule schauen, aber da waren bereits beide Anschlüsse besetzt. Eine Säule ist für einen Park wie das Legoland auch etwas wenig. Wer aber Glück hat und als erster ankommt, lädt dort immerhin kostenlos.

Das Legoland ist ein netter, kleiner Freizeitpark. Leider sind einige Dinge mittlerweile bereits sichtbar in die Jahre gekommen und könnten bei Gelegenheit etwas Überarbeitung gebrauchen. Vor allem die Lego Mini-Welt im Freien hat schon viele Jahre auf dem Buckel.
Auf der Liste der von uns besuchten Parks, reichte es nach Europapark, Tripsdrill, Playmobilpark daher leider nur zu Platz 4.

Den Kindern hat es trotzdem sehr gut gefallen.

Abends ging es dann auf die Heimfahrt. Da die Reichweite auch für flottere Fahrt noch gut ausreichen sollte, sind wir auch entsprechend schneller gefahren. Allerdings wurde der Verkehr mit der Zeit immer dichter und die Geschwindigkeit verkehrsbedingt geringer.

Gratis Ladestrecke am Aichelberg!

Für Fahrer mit Verbrennungsmotor ist der Aichelberg eine ziemlich öde Strecke. 4 Kilometer steil bergab, mit Verkehrsüberwachung, Geschwindigkeitsbegrenzung und dauerndem Tritt auf die Bremse. Für die Umwelt ist die Strecke der pure Horror. Abgase ohne Ende, Feinstaub durch Bremsabrieb. Kein schöner Autobahnabschnitt.
Für Elektroautofahrer ist die Abfahrt am Aichelberg allerdings eine gratis Ladestrecke!

Mit 168km Rest-Reichweite geht es auf den Autobahn-Teilabschnitt am Aichelberg. 4km mit 6% Gefälle. Um uns herum gingen dauernd die Bremslichter an und Energie wurde in Wärme umgewandelt. Ich will gar nicht wissen, wie viel Energie hier im Lauf der Jahrzehnte sinnlos verheizt wurde. Mit dem Elektroauto mussten wir nicht ein einziges Mal bremsen. Die überflüssige Energie wurde einfach durch Rekuperation in den Akku zurückgespeist. Das ist eine tolle Sache.

Nach dem Aichelberg hatten wir 173km Rest-Reichweite, also 4 Kilometer gefahren und 5 Kilometer dazugewonnen. Das sind 9 Bonus-Kilometer für Elektroautos!

Natürlich musste die Energie auf der Hinfahrt zusätzlich aufgewendet werden. Aber beim Verbrenner natürlich auch und dort wird diese Energie bei der Abfahrt einfach nur sinnlos verheizt.

Die Fotos wurden übrigens von meiner Beifahrerin gemacht, denn beim Fahren gilt natürlich Finger weg vom Handy!

Obwohl es Sonntag Abend war, herrschte überwiegend recht dichter Verkehr. Dazu kamen noch ein paar Baustellen. Dafür sind 1:39h Fahrzeit für 145km ganz ordentlich. Für die gesamte Strecke wurden nur 13,9kWh/100km verbraucht. In Verbrenner-Einheiten wäre das gerade mal 1,4l Diesel auf 100km. Im Akku waren dann sogar noch 94 Kilometer Rest.


Gesamt gefahren also 295 Kilometer, Rest 94km. Je nach weiterer Fahrweise liegt die Autobahn-Reichweite unseres Hyundai Kona damit bei 350-400 Kilometer. Da kann man nicht meckern.


Lesetipp:
Meine neue Geschichte:

Akku 2.0 – Energie für die Menschheit.
Ein Umwelt-Krimi

Der junge Chemiker Jan Meier bekommt nach seinem Studium eine Anstellung im Batterie-Forschungs-Institut von Professor Schmidt. Dort lernt er Suzan kennen und verliebt sich in sie.
Professor Schmidt weiht Jan in ein Geheimnis ein:
Er hat eine neue Akkutechnik erfunden, die eine hundertfach höhere Kapazität hat, als herkömmliche Systeme.
Suzan, Jan und der Professor forschen tagsüber im Institut und nachts im geheimen Labor.
Nachdem Mitarbeiter des Instituts ums Leben kommen, müssen sie erkennen, dass irgend jemand hinter ihrem Geheimnis her ist.
Als dann auch noch der Professor verschwindet und die Polizei vor der Tür steht, beginnt für Suzan und Jan eine halsbrecherische Flucht. Nur eine Person kann ihnen jetzt noch helfen – Suzans Mutter. Die lebt allerdings am anderen Ende der Welt.

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