Upcycling mit 3D-Druck: Magnetboard

Nach über 20 Jahren konnte ich die Metallregale im Büro einfach nicht mehr sehen.

Um 1998 modern, hatte ich mein Büro damit ausgestattet. Irgendwann sind die Dinger mit umgezogen, aber in 2026 konnte ich die Regale einfach nicht mehr sehen. Ausserdem passten sie nicht mehr zu meinen Anforderungen. Also weg damit!

Aber halt – kann man daraus nicht noch was machen?

Ein Magnetboard!

Üblicherweise kommen einem die Ideen immer erst, nachdem man das Zeug entsorgt hat.
In diesem Fall wollte meine Frau eine Magnetwand für die Garderobe.
Für Schlüssel, Zettel und sonstiges Kleinzeug.
Also habe ich mühsam mit Säge, Bohrmaschine, Oberfräse und anderem Handwerkszeug, eine Halterung und einen Rahmen gebastelt. Unsichtbare Montage und edler Buchenholzrahmen.
Nach 2 Wochenenden war das Projekt im Wohnungsflur fertig.
Das sah tiptop aus und hat fast nichts gekostet, ausser Nerven und viel Zeit.

Dann die Idee:
Im Büro wäre so eine Magnetwand auch ganz brauchbar.
Für meine selbst gedruckten Magnete (die kann man übrigens bei mir individuell fertigen lassen – mit Deinen Motiven – frag einfach, wenn Du welche benötigst!)

Aber wieder mit Holz und Handwerkszeug?
Nein, diesmal sollte es einfacher sein. Ist ja nur Büro.

Kurz die Halter in Freecad designed und in 3D-gedruckt.
4 Stück an die Wand – 2 Löcher für ein altes Bild gaben die Montagehöhe vor, 2 mussten noch gebohrt werden.
Die alten Regalbretter aus dem Metallregal wurden einfach nur eingehängt. Fertig.
Aber die Ränder – nee, so ist das nix.
Also habe ich noch eine Abdeckung entworfen.
Mit 39cm ging das diagonal auf dem Druckbett gerade so.
2 Endstücke und ein Mittelstück als Abdeckung, denn am Rand hatten die Metallböden Aufnahmen für die Regalständer. Im Wohnbereich hatte ich die Aufnahmen mühsam mit dem Winkelschleifer entfernt.
Im Büro war ich schlauer und habe sie einfach dran gelassen.
Abdeckung gedruckt , doppelseitiges Klebeband. Draufgepappt, fertig.

Einen Zwischenschritt gab es allerdings noch:
Es sollte nicht zu sehr nach 3D-Druck aussehen.
Also ab in die Werkstatt und mit Lack grundiert.
Nass geschliffen mit 240er und 600er Papier.
Dann mit Airbrush schwarz lackiert.
Nochmal mit 2000er-Papier geschliffen und wieder mit Airbrush drüber.
Danach mit PU-Acryllack per Airbrush ein mattes Finish drauf.
Das sieht aus, als wäre es aus der Fabrik. Dass das in 3D-Druck erstellt worden ist, sieht man nicht.

Und schon wieder ein bisschen Müll vermieden und ein Upcycling-Projekt realisiert.