NAS – Meine alten Server bis 2015

Beim Umzug meiner Blog-Seiten von Typo3 auf WordPress habe ich einige Hundert Seiten gelöscht, teilweise veraltet, teilweise wegen DSGVO (Fotos mit Menschen) und teilweise, weil der Übertragunsaufwand einfach zu hoch war.
Meine Homeserver-Sammlung im Lauf der Jahre war beachtlich, daher habe ich die Blog-Beiträge seit 2009 hier auf einer Seite zusammengefasst.

2009.5: Scaleo 2205

Homeserver mit 2GB RAM und 2TB Festplatten, aufgerüstet auf 12TB
Betriebsystem: Microsoft Homeserver (basierend auf Windows Server 2003), 1GBit Netzwerk
Das Teil war sehr gut. Microsoft Homeserver war so beliebt, dass Microsoft das System irgendwann eingestellt hat – kann ja nicht sein, dass man sowas auch in kleinen Firmen installiert und nicht die dicken Server kauft.

2009.10: SBS2003 Server

Als Microsoft-Partner gab es damals günstige Softwarepakete, daher lief im Keller ein Microsoft Small Business Server 2003 mit Exchange.

Dazu 3 DVB-S-Karten für den Sat-Empfang mit DVB-Viewer für TV-Aufnahmen im Netzwerk, Fritz!-Fax für Faxe und auch meine Wetterstation mit WS-Win lief darauf.

Damals schon lief meine Webseite www.bastel-bastel.de mit Virtualbox und Ubuntu 9.04 im Keller.

Einen Serverschrank gab es noch nicht, die Rechner standein einfach auf dem Boden.

Beide Kisten zusammen abgesichert mit einer Online-USV

2010: Eigenbau-Homeserver mit 17TB

Ersatzgerät für den Scaleo 2205: ein Eigenbau mit Intel Core2Duo E7500, 4x WD 1TB, 4x Samsung 1TB, 6x Samsung 1,5TB, Microsoft Homeserver im 19″ Servergehäuse.

11 Festplatten im Server, das war damals fast ein bisschen Overkill. 17TB war in 2010 schon eine ordentliche Menge Speicher. Damals habe ich aber auch viel für Kunden Super8 und VHS-Videos überspielt und konvertiert.

2010: SBS-Server 2008

Irgendwie war ich dauernd am Basteln, die Wetterseite hatte damals 30-40 Zugriffe pro Tag.

Im Herbst hatte ich einen neuen Server – mit Microsoft Small Business Server 2008. Intel Quadcore 9050, 12GB RAM, 8x1TB Festplatte am PCIe Raidcontroller und noch 4x 1,5TB, gesamt 15TB.

Das Netzwerk im Haus war schon durchgängig auf 1GBit ausgelegt

Daneben noch ein Homeserver zur Sicherung des SBS-Servers mit 8 TB auf 8 Festplatten, heute passt das locker auf eine Festplatte. Da bin ich oft im Keller gesessen und habe gebastelt.

Die Internetanbindung war 2010 in Ingersheim noch auf 3. Welt-Niveau. Da habe ich einige böse Leserbriefe in die Zeitung gesetzt und auch einen offenen Brief an den damaligen Ministerpräsidenten Öttinger geschrieben, nachdem die in allen Zeitungen ganzseitige Eigenlob-Anzeigen veröffentlicht hatten, was für ein tolles Hightech-Land Baden-Württemberg doch ist. Beantwortet wurde das leider nie.

Die Speed war bei 768kBit Downstream und 200kBit Upstream – Kilobit!
Fernwartung bei Kunden war da nur eingeschränkt möglich, die Telefonkabel waren noch von 1964 – mit Papierummantelung!

Die Webseite lief weiter unter Virtualbox, allerdings bereits auf Version 9.10. Dazu ein virtuelles Windows XP für WS-Win (die Wetterstation für www.ingersheimwetter.de), dazu Heizungsüberwachung, Fax, Anrufbeantwortert und weitere Aufgaben. Die Wetterstation wurde auf eine WS550 von ELV aufgerüstet. Das gab bessere Wetterdaten.

Ende 2010 gab es ein Update für Hyper-V in Windows Server, damit lief dann auch Ubuntu stabil auf dem SBS-Server und ich konnte alles vom Homeserver auf den SBS-Server 2008 umziehen – eine Serverkiste weniger.
Die Platten wurden aus Energiespargründen in USB-Kästen ausgelagert und nur bei Bedarf angeschlossen.
So ganz stabil war das dann aber doch alles nicht, daher gab es schnell wieder etwas Neues…

2011.1 HP Microserver

Das war eine feine Kiste.
Nur 300,- Euro, 4 Festplatteneinschübe und schön kompakt.
Von Hyper-V bin ich wieder auf Virtualbox umgestiegen (Version 3.12), das lief recht gut und absturzfrei. Als Basis damals noch Windows, es gab schon Überlegungen, das Basissystem unter Linux laufen zu lassen. Ich habe es dann aber doch auf Server 2008R2 installiert. Heute läuft hier alles unter Linux. Mit 8GB RAM konnten leider nur maximal 3 virtuelle Maschinen sinnvoll laufen. Von diesen Kisten habe ich damals einige bei Kunden installiert.

2011.2 Fujitsu Microserver Primergy MX130Si

Irgendwie war das die Zeit der schnellen Serverwechsel. Windows Server 2008R2 als Basis, SBS2008 mit Exchange für Mails und 2 weitere virtuelle Maschinen. Ständig habe ich irgendetwas optimiert, verändert, verbesser, umgestellt. So richtig zufrieden war ich aber nie.

2011.11 Highspeed-Internet

Endlich gibt es in Ingersheim anständiges Internet. Allerdings nicht von der Telekom. Kabel-BW hat die Straße an die Zukunft angeschlossen. Ab sofort standen 50MBit down und 4MBit up zur Verfügung, 50x schneller als zuvor bei der Telekom. Da machte auch mein Webserver endlich Spass – mit www.ingersheimwetter.de und www.bastel-bastel.de

2012.1 – Raid5

Wieder etwas neues:

Ein HP ML330 als Schnäppchen gekauft und mächtig aufgerüstet:
72GByte RAM, Xeon E5645, Raid 5.
Darauf liefen mehrere virtuelle Maschinen unter Windows Server 2008R2 mit Hyper-V: Windows SBS2011 mit Exchange, Win7 für meine Druckmaschine Roland VS-420, WinXp für die Wetterstation und Linux für die Webseite.
Dazu DVBViewer als Videorecorder und der Server für die Logitech Squeeze-Box.

Dazu gab es einen feinen 19″-Rack und für die Datensicherung lief der Homeserver v1 auf dem HP Microserver N40L

2013 – Synology Diskstation

2013 fing so langsam der Abschied von Windows an.
Eine Synology Diskstation DS1512+ zog in den Keller. Darauf lief als Mailserver Zarafa.
Die Diskstation konnte für meinen Bedarf alles, was der SBS-Server konnte, lief aber deutlich stabiler.
Die Wetterstation wurde durch ein Profigerät Davis Vantage Active Plus ersetzt und lief mit einem Micro-Rechner von Zotac mit Win7 und AMD E350.
Die Zeit der dicken Serverkisten war damit Geschickte. Der Stromverbrauch sank deutlich.
Der Webserver lief auf dem HP Microserver N40L unter Linux.

2015 – Diskstation DS1815+

Durch die Diskstations kam etwas Ruhe ins Gebastel.
Die Diskstation 1512+ wurde in 2015 durch eine DS1815+ ersetzt:
Platten aus der alten Kiste in die neue umstecken, neu starten, funktioniert.

Der Internetanschluss wurde auf 100MBit hochgerüstet (Upload 10Mbit). Die Telekom bot immer noch nicht mehr als 1Mbit an.


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