Batteriespeicher Teil2: Selbstmontage

Im ersten Teil meines Batterie-Blogs habe ich Euch erzählt warum wir einen Speicher gekauft haben und warum genau diesen.

In Teil2 geht es um die Montage des Speichers.

Die Lieferung des Alpha ESS Storion T10 erfolgte sehr fix.
Keine 2 Wochen nach der Bestellung klingelte die Spedition und stellte mir eine Palette in den Hof.
Die einzelnen Module (Wechselrichter, Systemmanager, 4x Akku-Block und Kleinteile) waren sauber verpackt und liessen sich problemlos von 2 Personen einzeln in den Keller tragen.

Eine Anleitung war leider nicht dabei, aber die wurde mir auf Nachfrage innerhalb von 10 Minuten per Mail zugesandt.

In Rücksprache mit dem Elektriker habe ich dann den mechanischen Teil der Installation selbst in die Hand genommen.
Das ist nicht schwer und kann problemlos von Laien erledigt werden (wenn man nicht 2 linke Hände hat).


Ausgepackt und aufgebaut

Die Einzelteile waren sauber verpackt. Mehrlagiger Karton und dicke Polsterung schützten beim Transport.

Die unterste Batterie sollte auf den Boden gestellt werden.
Dazu waren leider keine Gerätefüße dabei. Auf Nachfrage hieß es, man könne die Teile einfach auf den Boden stellen, die werden sowieso an der Wand verschraubt.
In der Anleitung waren aber Füße abgebildet und da der Raum ab und an feucht gewischt wird wollte ich da schon etwas Abstand. Nicht um unter den Batterien zu wischen sondern falls beim Wischen mal Feuchtigkeit unter die Batterie gelangt. Nicht daß das anfängt zu gammeln.

Im Baumarkt gab es passende Gerätefüße, allerdings teuer und mit Plastikkappen. Bei den Schrauben habe ich dann passendes Material aus Vollmetall gefunden. Das sollte stabil genug sein. Mit M8-Gewinde kosten 4 Stück schlappe 2,50 Euro. Das sollte eigentlich der Hersteller dazulegen. Kontermutter drauf und ab an die unterste Batterie.
Damit die Metallfüße die Fliesen nicht beschädigen habe ich noch eine zurechtgeschnittene 1cm Gummimatte daruntergelegt (Waschmaschinen-Unterlage)

Das erste Batteriemodul war das schwierigste:
Da ich nichts falsch machen wollte habe ich ewig hin und her gemessen, mit der Wasserwaage in alle Richtungen ausgeglichen (eine Baumarkt-Wasserwaage zeigte je nach Ausrichtung (180° gedreht) unterschiedliche Neigungen an). Mit einer älteren Wasserwaage ging es dann hinreichend genau.

Zur Montage an der Wand habe ich dann doch lieber Schrauben aus dem eigenen Vorrat verwendet.
Die mitgelieferten Schrauben und Dübel halte ich für subobtimal. Senkkopfschrauben mit Unterlegscheibe?
Ich weiss nicht ob das Stand der Technik ist. Als Laie würde ich sagen das passt nicht so recht zusammen.

Die Dübel habe ich testweise probiert, die hatten in meiner Ziegelwand aber keinerlei Halt, daher habe ich sie durch “die guten Fischerdübel” ersetzt. In diesen roten Steinen bohrt man übrigens besser ohne Schlagwerk, dann gibt es auch saubere Löcher.
In der Anleitung steht man solle die Batterie beim Bohren abdecken.
Die unterste Batterie hatte ich vor dem Bohren entfernt. Bei den oberen ist das natürlich nicht sinnvoll wenn man immer den gesamte Stapel wieder entfernen muss. Da geht es dann schon besser mit einer Abdeckung. Aber eine Absaugung bringt gegenüber einer Abdeckung nochmal deutlich Vorteile, da bleibt alles sauber. Daher habe ich noch einen Sauger dazu genommen.

Für die Montage habe ich M8er-Dübel genommen, gleiche Größe wie die Originale, nur von Fischer.
Die Schrauben habe ich durch größere ersetzt. Für den schweren Wechselrichter bin ich dann später sogar auf M10-Dübel gewechselt, da fällt dann ganz sicher nichts von der Wand.

Bild: das erste Batterie-Modul steht. Alles sauber ausgerichtet und in allen Richtungen im Wasser. (das Teil steht gerade, sieht nur durch die Perspektive etwas schräg aus)

Die Installation der Folgemodule war dann ganz einfach:
Batterieblock auf die bereits installierten Module stellen, ausrichten (das geht quasi automatisch da die Module entsprechende Aussparungen besitzen).
An der Wand anzeichnen, bohren, festschrauben, fertig.

Beim Bohren immer sauber mit Absaugung arbeiten.

Und immer wieder kontrollieren ob auch alles noch im Wasser steht. Die Installation der Batterien bekommt eine einzelne Person problemlos hin.

Übrigens: ich habe versucht alles auf den Millimeter genau auszurichten. Wäre aber eigentlich garnicht nötig.
Die Deckel gleichen später kleinere Ungenauigkeiten problemlos aus.
Trotzdem: sauber Arbeiten ist nie verkehrt.

Nach den Batteriemodulen kommt die Aufhängung für den Steuerungskasten und den Wechselrichter.
Dabei handelt es sich um Metallgitter-Elemente die an die Wand geschraubt werden. Durch kleine Zapfenverbinder zu den Batterieaufhängungen kann man da eigentlich nicht viel falsch machen: Zapfen einhängen, ausrichten, Löcher bohren, festschrauben.


Das Metallgitter für den Wechselrichter sollte mit 6 dieser seltsamen Schrauben (Bild ganz oben) an der Wand befestigt werden.
Da bin ich dann doch lieber auf Nummer Sicher gegangen und habe statt dieser M8-Dübel gleich Fischerdübel M10 genommen und deutlich größere und stabilere Schrauben.

Ausserdem ist in der Mitte ein weiteres Loch über dem ein Metallgitter sitzt. Man kann aber trotzdem eine weitere Schraube eindrehen. Somit habe ich 7 statt 6 Schrauben verwendet und auch noch stabileres Material als vorgegeben.

Damit sollte das Gitter auf jeden Fall halten.
Mit der Originalbefestigung hält das bestimmt auch, aber ich nehme das Material gerne eine Nummer stabiler, sicher ist sicher.

Der Steuerungskasten ist eine Einheit vergleichbar mit den Batterien, nur viel leichter und mit etwas anderer Montage.
In dem Gerät ist unter anderem ein Minicomputer verbaut.

Ich habe es mir aber verkniffen das Ding aufzuschrauben und nachzusehen was da alles drin ist.

Die Informationen findet man bei Bedarf sicher irgendwo. Für mich ist das vorerst nicht so wichtig.

Auf dem Bild sieht man die fertige Montage wie man sie als Einzelperson problemlos an einem Nachmittag hinbekommt. (ohne Wechselrichter)

Der Wechselrichter ist ziemlich schwer. Das Teil wollte ich nicht alleine an die Wand wuchten. Bei über 40kg hab ich lieber Hilfe für die Montage besorgt.

Zu Zweit ging es problemlos.

Für das Foto habe ich testweise die Abdeckungen montiert. Sieht doch schon ganz gut aus.

So weit kann man das in Eigenleistung installieren. Für die Verkabelung lasse ich dann lieber die Profis ran.

Nach Anleitung ist das auch nicht schwer, aber ich bin Informatiker und kein Elektriker und damit darf ich das sowieso nicht und der Elektriker kann das ausserdem viel besser und spätestens am Sicherungskasten hat man als Laie nichts zu suchen.
Da dürfen nur Elektro-Fachkräfte ran.
Dann passt es auch mit der Garantie und der Versicherung.

Ich finde das sieht schon supergut aus 🙂

Bis jetzt bin ich sehr zufrieden. Schnelle Abwicklung, guter Service (Zusendung der Anleitung nach 10 Minuten). Kleinigkeiten wie die fehlenden Gerätefüße und die seltsamen Schrauben sind nicht schlimm. Wenn das ein Elektriker installiert hat er die Teile vermutlich bereits dabei und der Kunde merkt das garnicht. Aber ich wollte eben selber installieren.


PS.: Die gelben Teile sind ältere Solarmax-Wechselrichter.

Hier gehts zum Teil1: Vorüberlegung und Auswahl

1 Kommentar

  1. Super! Genau so geht’s… Hätte ich nicht besser erklären können.
    Spiegelt auch meine Erfahrung wieder (am Smile5, aber mit gleichen “B3” Batterien).
    Kann man mit ins Handbuch von Alpha nehmen!

    Das Design finde ich klasse, und wenn alles läuft, wirst du begeistert sein :-).
    M.

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