3D-Druck: Next big Print – Roger!Roger!

Diesmal soll es ein wirklich großer Druck werden.
Endgröße des Druckobjekts: 1900mm – 1,9m hoch!
Druckzeit: ungefähr 2 Wochen mit 2 Druckern
Ob das klappt?
Ich bin gespannt…

Roger! Roger!

Das Projekt basiert auf einem Fan-Projekt für Krieg der Sterne.
Als Heimkino-Deko soll ein Kampfdroide B1 im Maßstab 1:1 entstehen.

Das braucht viel Filament (10 Rollen reichen nicht!), viel Geduld (2 Wochen Druckzeit mit 2 Druckern) und viel Arbeit (schleifen, grundieren, schleifen, usw.)

Da der Alien so gut geklappt hat, will ich weitere große Drucke anfertigen.
Der B1 wurde vom Junior ausgewählt,
Ich würde für mich später gerne noch einen PIT-Droiden basteln.
Aufgrund der aktuellen Weltlage, könnte man so einen B1 wohl durchaus bald in „Real“ gebrauchen.

Im Gegensatz zu vielen Robotern und Droiden aus Science-Fiction-Filmen, dürfte der B1 in ähnlicher Form in 2026 übrigens bereits real existieren!
Natürlich nicht in diesem Design, aber humanoide Roboter sind mittlerweile weit verbreitet.
Garantiert gibt es einige Menschen, die den Robotern auch schon eine Waffe in die Hand gedrückt haben.

In der Ukraine wird ja fleissig am Terminator-Projekt gebastelt.
Dort hauptsächlich mit Flugdrohnen und anderen ferngesteuerten Waffen.
Humanoide Roboter für den Kampfeinsatz verorte ich eher in China und ein wenig auch in den USA.

Im Gegensatz zum Terminator, dem eine gewisse eigene Intelligenz zugesprochen wird, sind die B1-Droiden ja billige Wegwerf-Drohnen, die von einem Drohnen-Mutterschiff ferngesteuert werden!
Fans wissen: Nach Zerstörung des Raumschiffs, fallen die Drohnen alle um.
Die sind im Prinzip nur ferngesteuerte Puppen mit Waffen.

Natürlich gibt es keine Raumschiffe, aber die Steuerung gibt es schon.
Die Waffen gibt es auch schon und humanoide Roboter befinden sich bereits in Massenproduktion!
Würde mich nicht wundern, wenn es bereits erste Kampfverbände mit Drohnen in China, oder anderen Imperien gibt.

In sofern hat die Realität mittlerweile die B1-Droiden aus der Science-Fiction eingeholt!
Hört sich krass an, ist aber so.

Das Projekt

Zurück zum Projekt:
Der Druck erfolgt auf einem Bambulab X1C und einem Bambulab H2D.
Als Filament verwende ich PETG, das ist temperaturbeständiger und stabiler, als PLA.
PLA wird bei aktuellen Temperaturen schnell weich. Da könnte der Droide sonst unter der eigenen Last schmelzen und zusammenfallen.
Wenn der Klimawandel so weitergeht, müsste man nachfolgende Projekte evtl. in ASA oder ABS drucken.
Das ist aber nicht wirklich umweltfreundlich und gesund auch nicht.
Deswegen PETG.
Die Vorlage habe ich von Makerworld heruntergeladen.
Es gibt zwar im Web deutlich bessere Vorlagen, detailgetreuer und mit beweglichen Gliedmaßen.
Für den Anfang sollte aber diese einfache Version ausreichen.
Zumal die Vorlage gratis ist .-)



3.6.2026 Halbzeit im Druck

Ich werde hier nach und nach über den Baufortschritt berichten, also immer mal wieder reinschauen.
Aktuell ist der erste Abschnitt gedruckt.
36 Teile, die jetzt geklebt und zusammengesetzt werden.
Danach wird grundiert, geschliffen und lackiert.

Schleifen und Kleben

Geklebt wird mit UHU Hart und Kraftprotz Sekundenkleber – die üblichen 3g-Fläschchen reichen hier nicht, da muss schon die größere Flasche her. Sekundenkleber hält PETG hervorragend zusammen.
Der erste Rohschliff erfolgt trocken mit 150er Schleifpapier.
Danach wird gespachtelt. Dafür nehme ich günstigen Holzreparatur-Spachtel aus dem Baumarkt.
2K will ich nicht und das 1K-Material, das ich zuerst ausprobiert habe, hat fürchterlich gestunken.
Einfache Acryl-Spachtel funktioniert bisher hervorragend.
Hoffe, das bröselt dann nicht in 1-2 Jahren wieder ab.
Beim Lackieren fehlt mir noch die Erfahrung und ich orientiere mich an anderen Projekten aus dem Internet, oder probiere einfach aus.

Arbeitssicherheit: Security First!

Ganz wichtig ist natürlich die Sicherheit.
Eigentlich wollte ich im Garten lackieren.
Ein bisschen Wind ist da aber immer. Das ist ziemlich nervig.
Also wird doch im Hobbykeller lackiert.
Das ist natürlich absolut nicht gesund!
Deswegen habe ich mir so einen Raumluftfilter angeschafft, der zieht die Luft durch einen großen Filter.
Auch Staub wird damit effektiv aus der Luft gezogen.
Beim Schleifen entsteht jede Menge feiner Plastikstaub und Abrieb von der Farbe.
Das sollte man möglichst nicht einatmen!
Für die direkte Arbeit gilt natürlich: Maske auf! Handschuhe an!

Als Brillenträger war das immer ein Problem mit Staubmaske, Brille, Augenschutz.
Deswegen habe ich mir so eine Vollschutzmaske zugelegt, in der alles am Stück enthalten ist.
Das sieht aus, wie bei der Feuerwehr. Nur der Tank auf dem Rücken fehlt.
Dafür sind seitlich 2 Filter angeschraubt, die man zusätzlich in der Filterwirkung einstellen kann.
Je nachdem, ob man schleift, oder lackiert.

Als Grundierung verwende ich ein Produkt aus dem Automobilbereich.
Das ist günstig und gut. Spezielle Modellbau-Grundierung braucht man nicht.

Nach der Grundierung wird mit 400er Papier geschliffen.
Wo dann noch grobe Fehlstellen sind, kommt die Spachtelmasse zum Einsatz.
Danach wird wieder eine Schicht Grundierung aufgebracht.

Beim Lackieren musste ich aus eigenen Fehlern lernen:
Mehrfach dünn lackieren ist besser, als gleich volle Pulle draufhalten.
Wenn es nicht richtig deckt, ist das voll OK!
Nach dem Trocknen nochmal lackieren.
Man hat immer dien Drang, Fehlstellen sofort nochmal anzusprühen.
Ein Sprühstoß und die Lackierarbeit ist versaut, weil man plötzlich fette Tropfnasen hat.
Lackierarbeiten benötigen Geduld.
Auch wenn man in Gedanken schon beim fertigen Modell ist:
Dünn lackieren – WARTEN – nochmal dünn lackieren.
Lieber eine dünne Schicht mehr, als aufwändig Rotznasen wieder abzuschleifen.

Stiller Beobachter
Mein 2. Besucher beäugt arwöhnisch und neidisch die Arbeitsfortschritte.

Eigentlich wollte ich den zuerst fertigstellen.
Nur habe ich bei diesem Modell mal Epoxidharz ausprobiert, um die Oberfläche zu glätten.
Irgendwas habe ich dabei wohl falsch gemacht, denn selbst nach 3 Tagen klebt er noch.
Nun steht er da, ist beleidigt und wartet, bis er an der Reihe ist.