Elektroautos für coole Menschen

Wer Elektroauto fährt, ist einfach ein bisschen cooler!
Dieser Gedanke kam mir heute bei 39 °C Aussentemperatur.
Zeit, um mal wieder was über Elektromobilität zu schreiben.
Das Elektrozeug wird ja langsam ganz normal, obwohl die Gegner immer hysterischer dagegen sind.
Bei der Fahrschule gegenüber nennt man Elektroautos abfällig „Rasenmäher“.
Nun, unsere Rasenmäher bieten mächtig Fahrspass, wenn die wüssten…
Der Junior hatte ab 11:25 Uhr Hitzefrei und da der ÖPNV zwischen Freiberg und Ingersheim nichts taugt und wenn alle gleichzeitig aus haben, auch nicht ausreicht, habe ich ihn von der Schule abgeholt.
Natürlich mit dem Elektroauto.
Totale Hitze, aber im Elektroauto geht es!
Denn das Elektroauto kann auch dann klimatisieren, wenn man auf dem Parkplatz steht.
Die Klimaanlage läuft elektrisch und unabhängig vom Motor.
Beim Verbrenner läuft die Klimaanlage nur, wenn der Motor an ist und das ist nun mal auf dem Parkplatz verboten.
Während die anderen Eltern beim Warten in ihren Verbrenner-Fahrzeugen geschwitzt haben, habe ich gemütlich im kühlen Auto gewartet, bis der Junior von der Schule kam.
Das ist im Elektroauto einfach cooler!
Das ist eine Wärmepumpe, da reichen 500W fürs Klimatisieren, bei 84kWh Akku reicht der Saft theoretisch eine ganze Woche.
Natürlich kann man das bei Bedarf sogar per App aus der Ferne starten, bevor man in das Auto einsteigt.
Und im Winter geht es auch andersherum: einfach mal vorheizen.
Ohne Standheizung, einfach über die eingebaute Wärmepumpe.
Total Öko:
nach der Fahrt kann man das Auto einfach per Wallbox an die heimische PV-Anlage hängen, dann lädt das Auto direkt wieder auf und man ist zu 100% Emissionsfrei unterwegs.
Im Gegensatz dazu sollte jeder bei den aktuellen Temperaturen mal an einem Verbrenner vorbeilaufen, der gerade 5km Strecke gefahren ist.
Die Kisten bekommen bei der aktuellen Temperatur kaum ihre Abwärme weg.
Einfach direkt am Auto vorbeilaufen und die zusätzliche Heizung geniessen.
Für 100 km benötigt man je nach Fahrzeug ca. 20 kWh Energie (großzügiger Mittelwert, unser i3 liegt bei nur 15kWh)
Beim Elektroauto entspricht das weitgehend der eingesetzten Primärenergie.
20 kWh aus der Sonne reichen für 100km.
Fährt man mit 100 km/h, dann sind das 20kW
Klar – 20 kW 1 Stunde lang ergibt 20 kWh.
Verbrenner mit 30% Wirkungsgrad verballern aber zusätzlich 70% Wärme!
Dreisatz: 30% = 20 kW -> 70 % = 47 kW.
Nach einer Stunde hat man dann 20 kWh für die Strecke genutzt und mit 47 kWh die Umwelt aufgeheizt.
Sinnvoll ist das nicht.
Btw.: 1l Sprit = ungefähr 10kWh
Ergibt 2l = 20 kWh pro 100km für die Strecke und 4,7 l = 47 kWh einfach so verbrannt.
In Summe 6,7l – die meisten Verbrenner benötigen deutlich mehr.
So ein Verbrenner heizt also beim Fahren so viel, wie 5 durchschnittliche Öl- oder Gasheizungen unter Vollast!
Das ist unglaublich und vermutlich sind sich viele Menschen dessen nicht bewusst.
Diese antike Technik wollen viele im Sinne der sogennanten „Technologieoffenheit“ weiter betreiben.
Jetzt mal hochrechnen, wieviele solcher Fahrzeuge täglich unterwegs sind und dann braucht man sich nicht mehr zu wundern, warum manche behaupten, die Menschheit würde die Erde aufheizen.
Übrigens: schon gewusst, dass die Hälfte der weltweiten Schiffsbewegungen nur dazu dient, Öl, Gas, Kohle und andere Treibstoffe um die Welt zu schippern?
Reichweitengejammer
Üblicherweise wird ja immer der Fall angenommen, man müsse 1000km am Stück fahren und ein Elektroauto könne das nicht.
Nun, ich kann das auch nicht, deswegen brauche ich das auch nicht.
95% meiner Strecken macht unser Elektroauto ohne Nachladen.
Unser erster BMW i3 vor 15 Jahren, der hatte nur 120km Reichweite.
Heute haben neue BMW 600 km Reichweite, BYD bietet schon 1000km an.
Das Problem hat sich also erledigt.

Laden geht schneller, als pinkeln!
(Gut, Diesel-Dieter wäscht sich die Hände nicht, da stimmt das nicht ganz)
Aus Ingersheim heraus kann man übrigens in keine Richtung 1000km fahren, ohne Deutschland zu verlassen.
Ausser, man fährt im Kreis, aber das wäre ja schön doof.
Laden geht mit unseren aktuellen Fahrzeugen übrigens Rucki-Zucki.
An modernen Ladestationen sind 260 kW überhaupt kein Problem.
Vor 5 Jahren hielt man so etwas für unmöglich, heute ist das ganz normal und neuere Fahrzeuge können sogar noch mehr.
Fahrspass

Verbrenner brummen so schön, das finden viele cool und ganz ehrlich – auf der Rennstrecke, oder bei einer Oldtimer-Veranstaltung, das hat schon was. Das gefällt mir auch.
Ein satt brummender V8, oder ein hochgezüchteter Porschemotor, das erzeugt schon Emotionen.
Aber auf Dauer? Ich weiss nicht.
Lieber cruisen und die Fahrt geniessen (geht ja heut auch nicht mehr überall)
Unser Urlaub in den Niederlanden hatte ca. 700km einfache Strecke.
Wir waren elektrisch schon an der Nordsee, an der Ostsee und auch am Gardasee.
Bodensee natürlich auch. Alles problemlos möglich, obwohl es Menschen gibt, die das immer noch nicht glauben.
Total entspannt und ruhig auf der Strecke. 2 Ladepausen, die auch so nötig wären, dann nach 300 km muss immer irgendwer aufs WC.
Kann mir niemand erzählen, dass die gesamte Familie ohne Pinkelpause 1000km am Stück macht, es sei denn die bekommen vorher Windeln an.
In den Niederlanden darf man nur 100 fahren.
Das ist sehr angenehm. Tempomat rein und mit niedrigstem Energieverbrauch stressfrei dahinrollen.
Auf der Rückfahrt nach der Grenze kurz auf 260 beschleunigt, um sich wieder an die deutsche Autobahn zu gewöhnen, aber ganz ehrlich, mit 130 km/h fährt es sich viel angenehmer.
Ich wäre für ein Tempolimit.
Rasen kann man auf der Rennstrecke, oder einfach nur anderen dabei zuschauen.
Allerdings – Elektroautos sind alles andere als lahme Kisten.
Wer das nicht glaubt, hat noch nie in einem anständigen E-Fahrzeug gesessen.
Zeige mir eine Familienkutsche, die mit Verbrennerantrieb nach kaum 3 Sekunden auf 100 ist, oder eine Rundenzeit auf der Nürburgring-Nordschleife unter 7:50 kann – wenn es der Fahrer könnte (kann ich nicht).
Für unsere Fahrten muss kein Präsident aus Venezuela entführt werden und auch den Iran braucht niemand zu überfallen. Statt mit Öl aus fremden Ländern, fahren wir mit lokaler Sonnenenergie.
Dank einer openWB-Wallbox, PV-Anlage und Stromspeicher, können wir mit Überschussstrom laden.
So geht nur Sonnenenergie in den Akku.
Die Sänfte fürs Alter

Wenn man älter wird, dann sind Sportwagen mit ultratiefen Einsteigen einfach nichts mehr für einen.
Ein SUV ist da schon viel besser, als Familienkutsche sowieso.
Schön, wenn man beides in einem Fahrzeug haben kann.
Unser Hyundai Ioniq 5N ist zwar ein kleiner Moppel, aber er vereint perfekt die Familientauglichkeit,massig Platz und Stauraum mit sportwagentypischem Fahrspass.
Auf Wunsch Verbrenner-Simulation mit Brummen, Ruckeln und Fehlzündungsgeräuschen inklusive.
Sogar Schaltwippen am Lenkrad und beim Ausprobieren bin ich versehentlich in den Begrenzer gefahren, weil ich nicht rechtzeitig geschaltet habe – alles nur Simulation, aber die Ingenieure haben an alles gedacht.
Total überflüssige Gimmicks, aber irgendein Spielzeug braucht man halt.
Ich fahre lieber entspannt, auch wenn ich mich manchmal dabei erwische, wie ich den N-Grinse-Button drücke.
Der Knopf heisst wirklich so: N-Grin-Boost Button
Für Verbrennerfahrer: Das ist sowas, wie die Nitro-Einspritzung, nur besser.
Wer da behauptet, Elektroautos wären langweilig, der möge mir einen vergleichbaren Verbrenner zeigen.
Und den „Rasenmäher“ kann ich an der eigenen Steckdose mit Solarstrom aufladen.
Spass ohne Reue!
Der 5N ist das erste Auto, bei dem ich nicht das Gefühl habe, es dürfte auch ein bisschen mehr sein.
Weniger muss es aber auch nicht sein.
Der Ioniq 5N ist gerade richtig.
Und da behaupte noch einer, Elektrofahrzeuge würden keine Emotionen erzeugen.
Da drücke ich doch gleich wieder den N-Grinse-Button.
Deswegen meine ich:
Elektroauto fahren ist einfach cooler 🙂
PS.:
Es muss nicht immer der 5N sein.
Unser BMW i3s ist für die Stadt viel besser, der kommt um jede Ecke und in jede Parklücke.
Es gibt sehr viele coole Elektrofahrzeuge auf dem Markt und es werden immer mehr!
Also trau Dich – probiere es aus!