Lautsprecher im Selbstbau

High-End PA im Eigenbau

Lautsprecher selbst bauen macht richtig Spass.

Und wenn man dann noch die richtige Anwendung dafür hat passt es um so mehr.

Wir haben vom kleinen Heimkino-Subwoofer bis zur High-End-PA schon alles selbst gebaut.

Auf den folgenden Seiten will ich Euch ein paar Projekte vorstellen…
Die Projekte standen schon auf meiner alten Webseite und wurden jetzt auf WordPress übertragen.
Bitte zu beachten: Die aufgeführte PA-Anlage ist ein Projekt aus dem letzten Jahrtausend und leider seit 2009 nicht mehr in Betrieb.

Mit der Anlage oben im Bild haben wir mehrfach Events bis über 15.000 Personen beschallt.
Unter anderem 10 Jahre lang “Die Emichsburg brennt” im Blühenden Barock, Retro-Classic meets Barock und noch viel mehr Events. Lokale Pop-Größen und Radio-Moderatoren sowie Vorstände von DAX-Firmen waren schon bei uns am Mikrofon.

Seit der Geburt unseres Sohnes im September 2009 habe ich mich aber aus der Beschallung zurückgezogen – es gibt jetzt Wichtigeres zu tun…

Die Lautsprecher sind immer noch vorhanden (falls die jemand kaufen will), Beschallungen bieten wir seit 2009 nicht mehr an. Aus nostalgischen Gründen und zur Erinnerung habe ich hier aber ein paar Bilder von unserer PA-Anlage mit eingebaut. Das war eine tolle Zeit.

www.soundprofi.de

Meine alte Webseite www.soundprofi.de habe ich abgeschaltet, die Domain verweist jetzt auf www.bastel-bastel.de, also hier auf diese Seite.

Bass-Mitten-Hörner 2×12″ BMS12N810

Nach unseren Bass-Mitten-Hörnern mit 4×12″ haben wir in 2006 etwas Kompakteres und Leichteres bauen wollen. 4×12″ im massiven Holz-Gehäuse sind doch schon ziemlich schwer und wuchtig.

Herausgekommen sind unsere Bass-Mitten-Hörner mit 2×12″ BMS12N810 (HxBxT 74x50x44cm).

Super Klang und viel Druck im Mittenbereich.

Ideal für PA-Anwendungen bei kleineren und mittleren Events.

Lässt sich auch gut mit unseren Sub-Bins oder den 4×12″-Hörnern kombinieren. Auf dem Bild der PA-Anlage oben sind es die beiden Teile in der Mitte.

Der Klang ist über jeden Zweifel erhaben.
Klang war bei uns immer wichtiger als Lärm.
Laut machen kann jeder, Sound in klanglicher Vollendung beherrschen dagegen nur wenige.
Einziger Nachteil: Die Dinger sind extrem schwer.

Manchmal geht übrigens auch etwas schief.
Kleine Anekdoten aus der Vergangenheit, alle schon verjährt (aus dem letzten Jahrtausend):

Wenn man beim Testen der Anlage etwas übertreibt oder nicht aufpasst, dann kann das bei so einer Anlage heftig werden. Zum Glück ist das nur ein Mal in über 30 Jahren passiert. Kurz nicht aufgepasst und 8x 15″ (4x Beyma und 4x Fane Colossus 15XB) Chassis verblasen. So etwas tut weh. Aber hinterher ist man immer schlauer und aus Fehlern lernt man.

Die Bass-Bins (Im obigen Foto der PA-Anlage die unteren 4 Teile) hatten ordentlich Druck. Kein Bassreflex-Gedröhn, sondern Bauchmassage ohne Hörverlust.
Die Bass-Lautsprecher haben beim Test in einer Disco in einer Halle in 30m Entfernung im Takt 5 Sekt-Gläser aus einem Regal hüpfen lassen, bis jemand auf die Idee kam, die Schiebetür des Geschirrschranks zu schließen.
Beim Test der Anlage gab es Gänsehaut und der Puls beschleunigte sich. 2 Testhörer bekamen Panik-Attacken und Kartons auf einem Schrank, 5m entfernt von der Anlage machten sich selbständig.
Allerdings war die Musik abgesehen von den Wirkungen auf den Kreislauf in keinster Weise unangenehm und man konnte sich trotz des Bass-Drucks noch problemlos unterhalten! Es gab keine Dröhnung oder ein Gefühl, dass die Musik zu laut wäre.
Bei einem 30-Sekunden Probelauf für eine Open-Air-Beschallung gab es von Passanten Beifall und Zugabe-Rufe.

Natürlich wurden im Publikum-Betrieb alle Grenzwerte eingehalten.
Aber wenn keiner da ist, kann man ja mal seine Späßchen machen.

Einige Beschaller waren – ohne die Anlage je gesehen oder gehört zu haben – der Meinung, dass das alles Murks wäre. Dagegen reicht mir ein einziges Wort einer einzigen Person, Chef einer großen englischen PA-Firma: “Great!”

Das ist der Unterschied zwischen Lärm und Sound!

Heute wäre das alles nicht mehr möglich. Es war eine schöne Zeit!


2 Kommentare

    • Thomas auf Dezember 16, 2019 bei 7:10 pm
    • Antworten

    Da ich ja so hobbymäßig ein bisschen als mobiler DJ unterwegs bin – es gibt nur ein wirklich wichtiges Kriterium: Dem Publikum muß es gefallen. Mein Hauptequipment ist auch Selbstbau, aber durchaus mit hochwertigen Komponenten und ich muß mich klanglich wirklich nicht verstecken… Aber ich natürlich etwas kleiner, ich kann so ca. 500 Leute in einer Halle machen mit insgesamt so ca. 4kW rms, aber meist bau ich kleinere Varianten auf, für die typische Geburtstagsfeier im Lokal wär das etwas übertrieben – wobei, nur eine Sache ist besser als Headroom… MEHR Headroom… 😉

    1. Hallo Thomas,
      Spass und Freude ist das Wichtigste daran. Wie Du sagst: Dem Publikum muss es gefallen.
      Heute wollte ich das nicht mehr machen. Das schwere Zeug durch die Gegend wuchten.
      Vor 30 Jahren war das aber wirklich toll. Ich werde langsam alt.

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