3D-Druck: Noch mehr Drucke im August

August ist Urlaubszeit und auch bei mir standen die Drucker still.

Doch ein bisschen Druck geht immer…

Noch ein Alien

Im Internet hab ich ein Alien mit Strohhut gesehen. Das hat mir gut gefallen.

Einen Strohhut hatte ich nicht.
Ein Fahrradhelm würde aber sicher auch funktionieren.
Unsere Fahrradhelme waren zu alt, die soll man ja sicherheitshalber alle paar Jahre austauschen.
Einen davon habe ich vor dem Müll gerettet, auch Alien benötigen einen Helm!
Die Gummistiefel habe ich von unseren Nachbarinnen geschenkt bekommen.
Bei meinen Quadratlatschen hätte der Alien komplett in einen Stiefel gepasst.

Große Panne!


Natürlich probiere ich immer wieder was neues aus.
Lese im Internet, suche Tipps & Tricks.
So habe ich bei diesem Ausserirdischen probiert, die Oberfläche mit Epoxidharz zu glätten.
Leider hat das überhaupt nicht funktioniert.
Das Epoxidharz wurde auch nach einer Woche nicht trocken.
Entweder war es zu alt, von schlechter Qualität, oder ich hab beim Mischen etwas falsch gemacht.
Da Epoxidharz auch nicht wirklich gesund ist, habe ich es von meiner Liste für weitere Versuche gestrichen.
Leider war der Druck damit quasi unbrauchbar. Total klebrig. Ziemlich ärgerlich.
Auch mit Alkohol und diversen Reinigern ging das Epoxid nicht wieder weg. Schleifpapier verklebte sofort.
Was tun?
Entsorgen? Oder einfach schauen, was passiert, wenn man das Ding lackiert?
Also habe ich das Modell lackiert. Acryl-Sprühlack mit Airbrush, wie üblich.
Leider kam der Epoxid-Müll immer wieder durch und die Farbe wurde rissig.
Aber hey – der Alien ist einfach alt und hat eine rissige Haut!
Ärgerlich, aber wer kann schon sagen, ob ein Alien glatte Haut hat?

Der Ausserirdische liebt die Erde und hat ein dezentes Tattoo.
Irgendwie hat auch das mit dem Pinsel nicht so ganz geklappt.
Nächstes Mal einfach ERDE statt HUMANS, dann passt es auch.

Die Augen sind mit Chrome-Lack spiegelnd geworden.
Damit das Ding nicht bei jedem Windstoß umkippt und auch nicht so leicht geklaut wird, habe ich die Gummistiefel mit einem Rest Beton-Estrich gefüllt.
Der Helm ist von KED aus Freiberg.
Ein altes Modell und da die übliche Nutzungsdauer für Menschen bei 3-5 Jahre, maximal 8 Jahre ab Produktionsdatum liegt, ist der Ausserirdische ein dankbarer Abnehmer dafür.

Über den Lack habe ich noch eine fluoreszierende Farbschicht gelegt, mal sehen, ob man das bei Nacht erkennt.

Fazit: das Projekt ist eigentlich ziemlich schief gelaufen, aber so halbwegs konnte es noch gerettet werden.
Mal sehen, wie es nach einiger Zeit bei Wind und Wetter aussieht.
Vielleicht muss ich das Ding doch nochmal neu drucken – oder was ganz anderes.

Nützliches Druckzeug!

Es sind die kleinen Dinge, die einen 3D-Drucker nützlich machen.
Nach der Renovierung und dem Umbau meines Druckerraumes habe ich diesen umgeräumt.
Auf einer Raumseite gab es aber leider keine Netzwerkdosen.
Also habe ich die Kabel provisorisch mit Klebeband über die Tür geführt.
Der Weg über der Tür ist OK, denn links und rechts stehen Regale.
Aber wie kann man das sauber befestigen?

Kurz überlegt, Freecad angeworfen und Halteclips erstellt.

Manchmal klappt es beim ersten Mail. Hier hat es 3 Versuche benötigt:
Die erste Klammer war zu klein, die zweite hat noch ganz leicht gewacket und die Kabel sind oben wieder rausgehüpft. Die 3. Version war dann perfekt.

So werden die Netzwerkkabel sauber über die Tür geführt.
Im Druckerraum muss das nicht versteckt werden, schneller Zugriff auf die Kabel ist wichtiger.
Das hält perfekt und bis zur nächsten Umstellaktion.

Für solche Dinge sind 3D-Drucker einfach perfekt.

Was macht Roger Roger?

Mein bisher größtes Druckprojekt zieht sich ziemlich in die Länge.
Der Druck war nach 2 Wochen fertig, aber die Nacharbeiten sind doch erheblich.
Schleifen – Grundieren – Spachteln – nochmal schleifen – und von vorne.
Zumal das Projekt sich leider als KI-Müll herausgestellt hat.
Da hat irgendwer den B1-Droiden mit KI erstellt, dann einfach vergrößert und auf druckbare Stücke geschnitten.

Leider hatte ich das bei den Füßen noch nicht wirklich bemerkt, aber die Schnitte in die einzelnen Druckteile sind teilweise neben natürlichen Nuten und Verbindungen. Linien sind teilweise schräg.
Da wurde keine Rücksicht auf gute Druckbarkeit genommen.
Die Verbindungsstellen sind ein Witz
Mittlerweile habe ich eine Version gefunden, die deutlich besser ist. Die Druckdatei kostet zwar über 40,- Euro, aber das wäre es wert gewesen.
Allerdings muss ich jetzt da durch, zuviel Material wurde bereits verdruckt.
Es geht ja auch. Nur ist es nervig, wenn man es in weniger als der halben Zeit mit deutlich besserem Ergebnis hätte schaffen könnte.
Beispiel: Füße und Unterkörper müssen verklebt werden. An den Nahtstellen muss gespachtelt werden.
Zusammengebaut war das viel zu groß zum Lackieren.
Also werden die Teile einzeln lackiert, dann muss aber wieder nachgearbeitet werden.
Die Antennen sind direkt mitgedruckt, die lassen sich kaum sauber lackieren.
Daher habe ich die kurzerhand abgesägt und Löcher reingebohrt. Da kommt später ein Stab rein.
Einfacher und auch optisch viel besser.
Insgesamt muss ich jetzt halt mit dem arbeiten, was ich gedruckt habe.
Ganz langsam geht es vorwärts. Der Unterkörper ist jetzt in Silber-Metallic fertig.
Der Endlack (Sandfarben) + die Verwitterung kommt dann, wenn alle Teile fertig sind.
Das Logo müsste auch extrem nachbearbeitet werden. Das lasse ich einfach, wie es ich und drucke es später passgenau nochmal zum drüberkleben aus.
Mit einer anständigen Konstruktion, statt KI, wären solche „Kleinigkeiten“ problemlos lösbar:
Die Front glatt und das Logo einfach als extra Druckteil, die Verbinder zwischen Unter- und Oberkörper sind später silber. Am Stück gedruckt, ist das mühsam zu lackieren. Einzeln gedruckt, wäre es ein Klacks.

Und wieder was gelernt:
Im Internet zeigen die Profis aus USA, wie man die Spachtelmasse mit Aceton vermischt und dann das ganze Modell damit einschmiert. Schnell und Easy, aber saugiftig!
Manche Leute haben da keine Hemmungen.
Ich hab das mit einfacher Acrylspachtel versucht. Keine gute Idee.
Das ist zwar nicht giftig, aber der Aufwand, das wieder glatt zu schleifen ist deutlich erhöht.
Das mache ich auch nicht mehr.

Bei diesem „besseren“ Modell werden alle Teile einzeln lackiert und ganz am Ende zusammengebaut.
Die Teile werden mit durchgehenden Stangen zusammengehalten, Gelenke sind beweglich und mit Schrauben fixiert. Bei der von mir gedruckten Version ist alles fest miteinander verbunden.
Das wird erst zusammengebaut und dann lackiert. Das ist viel aufwändiger.
Und natürlich bekommt man das nie so sauber hin.
Ärgerlich.
Fazit: Vorher genau prüfen, was man druckt, es ist viel Müll im Netz.