Jan 17

Bitcoin, Etherum – ein Selbstversuch

Goldsucher in virtuellen Währungen

(16.1.2018)

Teil1: Vorüberlegung.

Virtuelle Währungen wie Bitcoin oder Etherum sind gerade in aller Munde.

Klar, bei Kursanstiegen von weit über 1000% in weniger als einem Jahr.

Allerdings – während ich das schreibe sind die Virtuellen Währungen gerade im freien Fall.

Aktuell liegt ein Bitcoin nur noch bei 8000,- Euro. Der Höchststand war mehr als doppelt so hoch.

Die Währung ist also hoch volatil. Und vielleicht sehen wir auch gerade den Zusammenbruch des Systems.

Nichts für schwache Nerven. Ein Spiel wie im Casino.

 

Da ich als ITler in letzter Zeit öfters darauf angesprochen wurde dachte ich, es wäre mal Zeit für einen Selbstversuch und einen Blog-Beitrag.

 

Letzte Woche wollte ein Bekannter, daß ich ihm ein Mining-Rack zusammenbastle.

Das ist ein PC mit vielen Grafikkarten oder Spezialprozessoren die nichts anderes tun als irgendwelche Berechnungen durchzuführen, damit virtuelle Währungen zu “schürfen” und viel Strom zu verbrauchen.

Ich habe lachend abgelehnt, für solche Spielereien habe ich keine Zeit – und ausserdem ist er auch etwas zu spät dran. Da sich virtuelle Währungen seit einiger Zeit als Trend erweisen sind schon sehr viele Menschen auf den Zug aufgesprungen. Entsprechend benötigt man für das Schürfen extrem viel Rechenpower. Passende Grafikkarten von AMD und auch nVidia sind quasi ausverkauft. Es gibt fast nirgends eine Radeon RX580-Karte (das sind die am meisten empfohlenen) oder ähnliches zu kaufen. Die Teile sind ideal fürs Schürfen von Krypotwährungen

Ziemlich sinnfrei und sehr schädlich für die Umwelt.

Aber da der Mensch von Natur aus gierig ist und es Leute gibt die die Bitcoins nicht nur schürfen (so nennt man die Berechnung) sondern kaufen, gibt es auch einen Markt. Und solange es Menschen gibt die meinen, der Einstieg wäre noch billig und man könnte noch mehr Gewinn damit machen, solange steigt der Kurs.

Wenn aber keiner mehr was dafür zahlt, dann stürzt das System in sich zusammen.

Ein Bitcoin hat keinerlei inneren Wert, der Preis bestimmt sich alleine durch die Nachfrage.

Wenn keiner mehr etwas dafür zahlt hat man einfach nur eine verschlüsselte Zahl in einem Computer. Ein paar Bits und Bytes.

 

Merke: es gibt nichts geschenkt! Auch nicht bei virtuellen Währungen.

 

Gestern hat mir ein Freund erzählt daß er seit einer Woche mit einer RX480 Etherum schürft und schon ein Guthaben von 30,- Euro “errechnet” hat. Gut, er weiß noch nicht wie er das Geld dann auch auszahlen lassen kann, aber spannend wäre das schon. Ich sollte das doch auch mal ausprobieren.

Also gut, nachdem ich da von mehreren Seiten angesprochen wurde will ich mich doch nochmal genauer damit beschäftigen und einen Selbstversuch starten – Ich werden zum Minenarbeiter und schürfe virtuelle Währungen. Bin gespannt ob das klappt. Einen Blogbeitrag ist es allemal wert.

In 2013 hatte ich schon mal mit Bitcoin-Mining gespielt und das für Blödsinn erachtet.

Eine glatte Fehleinschätzung. Es ist zwar in der Tat ziemlich sinnfrei, aber hätte ich in 2013 ein paar Bitcoins “geschürft”, dann wäre ich heute vielleicht reich.

Sogar meine Zugangsdaten habe ich noch, also heute mal eingeloggt und mein “Vermögen” liegt genau bei 0.0 Bitcoins. Schade eigentlich.

Mit dem damaligen Zugang kann ich aber leider keine weiteren Versuche unternehmen da man dafür spezielle Hardware benötigt. Einfache PCs oder selbst Grafikkarten (die sind für das Schürfen virtueller Währungen deutlich effizienter als normale PC-Prozessoren) werden bei dieser Börse nicht mehr akzeptiert.

 

Also habe ich mir diverse Anleitungen und Informationen durchgelesen, Anleitungen gibt es wie Sand am Meer. Aber so richtig Schritt für Schritt, vollständig, brauchbar und funktionsfähig sind die wenigsten.

Die meisten “professionellen” Seiten sind entweder zu technisch, unvollständig (setzen viele Informationen bereits als bekannt voraus), überheblich (wie, Einsteiger? Als wir anfingen waren wir direkt Profis, Anfängerfragen unerwünscht)oder gar fehlerhaft (vielleicht auch nur veraltet).

Informationen zusammenzusuchen ist daher sehr mühselig.

Ausserdem gibt es viele Möglichkeiten, Krypto-Währungen zu schürfen, für die Verwaltung des Geldes benötigt man eine Brieftasche (englisch Wallet) und irgendwie muss das Geld ja auch aufs Konto.

Das kommt allerdings erst ganz am Ende.

Dazu benötigt man einen langen Atem, viele Anbieter dürften gut daran verdienen daß Anfänger “Rechenzeit” zur Verfügung stellen, ein bisschen Geld errechnen und dann vor Auszahlung die Lust verlieren. Oder es sind Kriminelle die garnicht auszahlen wollen. Oder sie werden von Krimininellen gehackt und das Geld ist weg. Es gibt viele Möglichkeiten sein virtuelles Geld zu verlieren. Etwas zu verdienen ist schon deutlich schwerer und reich werden nur die wenigsten.

Der Zug ist leider schon abgefahren.

Ja, 2013 wäre das vielleicht noch was geworden. Aber wie oben geschrieben – glatte Fehleinschätzung.

 

Welchen Anbieter nehmen?

Wie gesagt gibt es sehr viele Anleitungen und die wenigsten sind direkt brauchbar. Aber mit etwas Geduld habe ich ein funktionsfähiges Mining-System installieren können.

Für den Anfang habe ich 2 Systeme ausprobiert:

NiceHash.com: 

Vorteil:

Absolut Anfängertauglich, in Minuten installiert, Klickbunt und vor allem lässt sich da auch mit normalen PCs noch ein bisschen schürfen. Die meisten anderen Systeme setzen mittlerweile potente Grafikkarten oder gar Spezial-Chips voraus.

Nachteil:

Das System wurde im Dezember gehackt, es wurden ziemlich viele Kundengelder abgezogen. Der Ruf der Seite hat einige Macken bekommen.

 

Ethermine.org:

 

Vorteil:

schnell, übersichtlich, funktioniert einwandfrei, hat einen guten Ruf.

 

Nachteil:

man muss schon selbst rausfinden wie das funktioniert. Dafür gibt es aber einige Anleitungen im Web. Vielleicht schreibe ich ja auch selbst noch eine.

Man benötigt auf jeden Fall eine schnelle Grafikkarte (einfache PC-Prozessoren sind zu langsam).

 

Es gibt natürlich auch noch viele andere Systeme und Anbieter.

Denn als Anbieter verdient man meistens mehr als wenn man selber schürft.

Welchen man wählt muss jeder für sich selbst entscheiden.

Der Freund der mich dazu gebracht hat das auszuprobieren ist bei Nanopool.

Damit gibt es 3 Systeme im Vergleich. Ich werde berichten.

 

Jetzt schürfen meine Büro-Rechner und ich werde reich – oder vermutlich eher nicht.

Weiter gehts im nächsten Blogbeitrag – da schreibe ich was man so verdienen kann und wie das alles geht.

Merksatz:

Wenn Surfer schürfen wirds den schürfenden Surfern warm!

 

Jan 17

Jochens Wetterblog am 18.1.2018

Rückblick

So richtig winterlich war es auch die letzte Woche nicht. Am Sonntag und Montag gab es immerhin leichten Nachtfrost um -2°C. Ansonsten lagen die Temperaturen für die Jahreszeit wieder zu hoch. Am Mittwoch waren es fast 12°C bei 4 Sonnenstunden. Der Donnerstag war etwas kühler mit nur maximal 9°C, dafür schien die Sonne ganze 6 Stunden. Der Rest der Woche war eher trübe. Die Sonne schaffte es nicht mehr durch die Wolken und die Höchsttemperaturen dümpelten um die 5°C  herum. Immerhin blieb es bis Montag trocken.  Am Dienstag wurde es wieder deutlich windiger und ungemütlicher. Es regnete über 9l/qm und die Windböen brachten es auf Sturmstärke ( 8Bft).

Ausblick

Bis Freitag gibt es viel Wind, teilweise wieder mit Sturmböen. Dazu immer wieder Niederschlag als Regen oder Schneeregen. Die Temperaturen sinken langsam etwas ab. Für Sonntag sind nur noch Höchstwerte um 3°C angekündigt. Die Tiefstwerte liegen um den Gefrierpunkt. Der Trend deutet aber auch für die nächste Woche  keinen richtigen Winter an. Weder gibt es großen Frost noch Schnee. Nur Wolken und Regen.

 

Jan 10

EDV – Ende der Vernunft – ein Blick zurück

42er-Box Ludwigsburg (Um 1990)

42er-Box Ludwigsburg (Um 1990)

So ziemlich ein Jahr ist es her daß ich meinen EDV-Service nach über 25 Jahren  fast vollständig aufgegeben habe (3 nette Kunden habe ich noch).

Seither arbeite ich nur noch online an meinem Decalservice (www.drucker-onkel.de)

Ein gewisses Risiko.

Wie sieht es 1 Jahr später aus?

 

Zeit für einen Rückblick – Erstmal ganz zurück…

Um 1986 habe ich mit dem Computer-Zeug angefangen, ab 1988 gewerblich zusammen mit meinem Onkel Computer verkauft und nebenher Informatik studiert.  Anfangs war das richtig toll.

Man hat gut verdient und spannend war das Thema rund um die Computer sowieso.

Übrigens – ich hatte im Studium die Gelegenheit Konrad Zuse persönlich kennenzulernen, einen der Erfinder des Computers. Ein tolles Erlebnis. Bleibt nur die Frage ob die IT so “neu” ist oder ich so alt. 🙂

Es gab laufend etwas neues, man war noch Pionier.

ISDN habe ich mit der 42er-Box Ludwigsburg von Anfang an mitgemacht und bei DSL war ich damals der 2. Anschluss an meinem Wohnort.

Internet lernte ich an der Uni-Stuttgart kennen noch bevor es das WWW gab.

Usenet, Mosaic-Browser, das ganze Zeug war noch ganz am Anfang. Hätte ich bloß damals irgendwann Microsoft- oder Google-Aktien gekauft oder später Amazon. Naja, hinterher ist man immer schlauer.

Später habe ich als Einzelkämpfer weitergemacht und für viele Kunden EDV-Service angeboten.

Das war eine interessante und tolle Zeit.

Dann kamen die Elektro-Großmärkte und haben die Preise für Hardware kaputtgemacht.
Immer mehr kleinere Mitbewerber haben aufgegeben und am Schluss war ich ziemlich alleine in meiner Nische als Einzelkämpfer. Lustig nur daß heute genau diese Großmärkte über das Internet jammern das ihnen das Geschäft kaputt macht – eine späte Genugtuung und nein, ich habe keinerlei Mitleid.

Der Service wurde aber immer schwieriger und nerviger.

Kunden wollten von mir Hardware incl. Garantie und Service aber zum Abholpreis der Discounter. Und natürlich am besten die Business-Geräte zum Preis der Consumer-Kisten.

Schlimmer waren aber die Lieferanten der Business-Lösungen.

Die einen verschwanden, die anderen wuchsen zu Riesenfirmen und damit zu Problemen (für mich).

Wo früher ein Geschäft auf Gegenseitigkeit bestand (ich meldete Bugs und Tipps die ich bei meinen Kunden angewandt hatte und bekam im Gegenzug gute Unterstützung beim gemeinsamen Kunden) gab es plötzlich nur noch Support-Verträge – zu horrenden Preisen – direkt für den Endkunden.

Ein Anbieter einer Ärzte-Software ging sogar so weit daß er von mir einen Partnervertrag wollte in dem ich 3% meiner gesamten Umsätze(!) mit der jeweiligen Praxis als Provision an ihn abführte im Gegenzug für Zugriff auf das Händlersystem – da gab es also nicht etwas einen Händler-Rabatt sondern ich sollte sogar noch dafür zahlen daß ich meinen Kunden diese Software installieren dürfte (der Arzt durfte natürlich noch extra zahlen – monatlich). Klar, die wollten lieber ihre eigenen Servicetechniker schicken. Und am besten alles aus einer Hand verkaufen – incl. Hardware.

Auskunft, Service, Hilfe nur noch gegen Bares – zusätzlich zum sowieso bereits extrem gestiegenen Kauf- und Servicepreis der Software. Eine Abzock-Mentalität machte sich breit.

Ich stand zwischen den großen Firmen, Internet-Shop und Endkunden.

Natürlich wollte ich auch noch was verdienen. Aber der Wert meiner Arbeit war für die Kunden nur schwer zu begreifen. Erst jetzt nachdem ich weg bin und sie entweder niemand mehr finden oder andere, größere Firmen die deutlich teurer sind, jetzt gibt es nachträglich lobende Worte: “Bei Dir war das früher viel besser und auch deutlich günstiger”.

(Vielleicht ist auch der eine oder andere froh daß jetzt alles besser ist. Ich habe nicht alle befragt.)

 

Einkaufsquellen gab es nicht mehr, der Großhandel ein Witz, die Preise höher als für Endkunden im Web, dafür Null Service und Gewährleistung und Garantie bleiben an mir als Händler hängen.

Die Kunden jammerten über die hohen Kosten und ich sollte erklären warum das alles so teuer war.
Und warum gingen die Kisten dauernd kaputt. Ein Kunde hat das mal so gesagt: Meine Produkte halten 20 Jahre, wieso halten dann diese blöden Computer nur 2 Jahre!?  – was soll man da antworten?

Während die Wartungsverträge mit den Softwareanbietern von meinen Kunden noch mehr oder weniger klaglos bezahlt wurden blieb fürs Sparen eigentlich nur noch meine Arbeitskraft übrig. Klar, ich war ja nur ein 1-Mann-Betrieb. Da liess es sich einfacher verhandeln als mit der (kostenpflichtigen) Hotline einer großen Branchensoftware-Firma.

Irgendwann war mir das dann aber zu doof. Wieso sollte ich darüber diskutieren ob eine regelmäßige Prüfung der Datensicherung oder Einspielung von Updates sinnvoll ist. Ist doch nicht mein Problem wenn das Zeug irgendwann nicht mehr funktioniert. Bei einem Ausfall wäre es dann aber doch wieder mein Problem gewesen.

Wieso musste ich eine Stunde lang erklären warum man ab und zu mal eine neue Backup-Festplatte für 100,- Euro kaufen sollte (von einem neuen Arbeitsplatz oder gar Server garnicht erst zu reden, die sind ja nach 8 Jahren noch wie neu) und das dann  abgelehnt wurde während mir eine halbe Stunde später stolz vom Chef der neue Firmenwagen präsentiert wurde der im Leasing sicher monatlich den Wert mehrerer Festplatten gekostet hat.

Dazu immer neue Gesetze und Vorschriften die mich mehr und mehr ins Risiko drängten ohne daß ich davon irgendwelchen Nutzen hatte.

Auch wird alles immer mehr in die Cloud verlagert, ich lehne das nach wie vor kategorisch ab. Kaum in der Cloud schon geklaut! Firmendaten gehören NICHT in die Cloud. Punkt!

Immer mehr Trojaner, Viren, SPAM und sonstiger Müll und die Leute klicken einfach drauf und jammern dann wenn die Kiste abschmiert oder die Daten verschlüsselt sind. (bei fehlender Datensicherung wie bereits weiter oben erwähnt besonders lustig).

Rumgemaule weil der Anwender keine Admin-Rechte am Arbeitsplatz hat und dann eben nicht mal schnell Juniors gecrackte CAD-Software in der Firma installieren kann anstatt der legalen Version.  Oder die dauernden Versuche, mich zum Mittäter zu machen: Hast Du nicht mal einen Crack? Das kann man doch auch so installieren!? Kann man, ja, aber nicht mit mir!

Fremdfirmen die mal so eben ohne mich zu benachrichtigen Zugriff auf den Server bekommen um irgendwas zu installieren (der Admin-Zugang ist ja im Tresor hinterlegt) und dann werde ich angerufen weil das Netzwerk im Eimer ist. Toll!

Sinnlose Updates und fehlerhafte Fehlerbereinigungen für Betriebsysteme und Software. Immer mehr Knirschen im Zusammenspiel diverser Komponenten. Die aktuelle Software wird zwar immer bunter und mächtiger, für meine Begriffe aber auch immer wackeliger. Professionell ist was anderes.

Und dann Windows 10 mit Zwangsbeglückung durch Cortana, Datenabsaugen, automatischen Zwangsupdates die sich nicht mehr abschalten lassen.

Nein, das war nicht mehr meine Welt.

Mit 46 war ich Anfang 2017 einfach “zu alt für diesen Scheiss

 

Zum Glück läuft mein Decalservice sehr gut. Und da schaffe ich es auch daß die meisten Kunden zufrieden sind, das macht deutlich mehr Spass als dieses EDV-Zeug am Ende.

 

2017 – ein Jahr ohne EDV-Service

eine schwere Entscheidung wenn man selbständig ist und einfach mal alles umbaut. Was ist seither geschehen?

Die neue EDV-Betreuung eines Kunden rief mich mittlerweile mehrfach an weil sie nicht weiter wussen. Leute die mit Microsoft-Zertifikaten ausgestattet waren aber von Basics wohl doch nicht so viel Ahnung haben. Wenn im Mai 2017 entdeckt wird daß die Datensicherung seit Januar 2017 nicht mehr läuft weil die Sicherungsplatten defekt sind (siehe oben). Und dann bei mir anrufen und fragen was ich davon halte. Na gut Leute, da ich das Ding im Oktober 2016 übergeben habe und es da noch über 2 Monate lief und dann ausfällt und so etwas elementar wichtiges erst ein halbes Jahr später auffällt ganz offen: Ihr Pfeiffen!

 

Bei einem anderen Kunden war die Datensicherung auf einem Notebook aus Datenschutzgründen “verboten”.  Habe ich zwar nie kapiert aber irgendwann akzeptiert. Ist ja nicht mein Problem. Der “neue” Dienstleister hat dann wohl irgendein Update eingespielt und die Benutzer umgestellt, dabei alle Daten gelöscht und dann haben sie vielleicht bemerkt warum ich immer Datensicherung empfohlen habe. Naja, nicht mein Problem.

Im Sommer 2017 gab es dann ein automatisches Windows 10 Update das die Treiber für Nadeldrucker zerschossen hat – Nadeldrucker, das sind diese antiken lauten Teile die man in Arztpraxen heute noch verwendet um Rezepte auszufüllen. Ich war an diesem Tag zufällig beim Zahnarzt und habe mich gewundert warum ich ein handschriftliches Rezept bekomme. Später habe ich dann einen Anruf von meinem EDV-Nachfolger bei einem (anderen) Arzt erhalten ob ich eine Idee hätte. Mein Tipp: wenn das nach dem Update passiert ist einfach mal das Update wieder runterschmeissen. Kurz darauf stand das Problem bereits in den News auf IT-Webseiten. Nicht mehr mein Problem.

Übrigens hatte ich es bis zum Schluss vermieden, irgendwo bei gewerblichen Kunden Windows 10 zu installieren. Heute gibts leider nichts anderes mehr.

 

Tja und dann die Sache mit den Versichertenkarten: Am 1.10 wurden wohl einige der ersten elektronischen Versichertenkarten “aus Sicherheitsgründen” deaktiviert. Nur wurde vergessen daß solche Karten auf Jahre gültig sind und man den Betroffenen vielleicht bei Abschaltung mal Ersatzkarten hätte schicken sollen.

Da saßen die Leute also am Quartalsanfang mit (laut Aufdruck) gültigen Karten beim Arzt und das Lesegerät meinte “Karte ungültig”.  Sicher durften die Ärzte da auch einige Arbeitsstunden für sinnlosen EDV-Service bezahlen, das Problem waren ja die in der Software deaktivierten Karten. Aber das wusste ja zu dem Zeitpunkt kaum jemand.

Zur Cloud schreibe ich ein andermal mehr. Nur soviel: wer seine Daten in die Cloud stellt oder gar seine Hausautomation online über den Server eines Herstellers betreibt ist selber schuld.

Ich habe meine Uralt Heizungsregelung zum Jahresende 2017 ausgewechselt und nach langer Suche nach Cloud-freien (und trotzdem halbwegs aktuellen) Geräten ein System gefunden das ohne Internetzugang funktioniert (aber bei Bedarf per VPN auch von auswärts bedienbar ist). Kaum 2 Wochen nachdem ich diese Entscheidung getroffen habe ist der Cloud-Server eines großen Heimautomations-Anbieters wegen eines Updates ausgefallen. Da ging dann wohl für 1-2 Tage nicht mehr viel.  War meine Wahl für Cloud-lose Steuerung also nicht ganz falsch.

Januar 2018 – Meltdown & Spectre
was für ein Heiden-Spass. Die ganze IT-Welt ist in Aufruhr, alles was am Netz hängt ist theoretisch bereits gehackt. Popcorn!

Die jahrelang “überlegenen” Intel-Prozessoren waren wohl nur deswegen überlegen weil bei der Sicherheitsprüfung in der Befehlsverarbeitung geschlampt wurde.  Die eilig von Microsoft zusammengebastelten Updates bringen angeblich 5-30% Leistungseinbußen und manche Rechner stürzen nach den Updates einfach ab. Da braucht es erst mal ein Update fürs Update.

Ein Security-Supergau

Abgesehen davon daß meine eigenen Geräte auch betroffen sind kann ich mich entspannt zurücklehnen. Den Mist bei Kunden zu reparieren dürfen jetzt andere machen.

Zusammengefasst kann ich nach einem Jahr sagen: alles richtig gemacht!

Nachdem ich über 30 Jahre bei Freunden und Bekannten der “Computerfreak” war liegt es wohl an meinem Alter wenn ich aktuell vor der allgemeinen IT-Hörigkeit nur noch warnen kann.

Wenn erst mal Teile der Infrastruktur betroffen sind kann es da noch richtig knallen.
Die Telefonie läuft ja aber 2018 auch endgültig nur noch über das Internet.

Schöne neue Welt.

Jan 10

Jochens Wetterblog am 11.1.2018

Rückblick

Am Mittwoch zog der Sturm Burglind” über uns hinweg. Windböen bis an die 100km/h entsprechen Windstärke 10 (schwerer Sturm). Meine Wetterstation steht allerdings relativ geschützt im Ortskern von Ingersheim, an höhergelegenen Orten dürften die Böen daher noch deutlich stärker gewesen sein. Dazu kam von Mittwoch bis Freitag einiges an Niederschlag. Am Donnerstag fielen allein knapp 15l/qm Regen. Dadurch und durch noch mehr Niederschlag im Schwarzwald stiegen die Flusspegel stark an.Statt Schnee gab es nur Matschwetter. Die Temperaturen stiegen bis auf 13°C und auch nachts war es frostfrei. Der Himmel war fast durchgehend von Wolken bedeckt. Insgesamt kamen daher nur 6 Stunden Sonnenschein zusammen.

 

Ausblick

Es bleibt weiter zu mild für diese Jahreszeit. Die Temperaturen steigen auch die nächsten Tage tagsüber auf 6°C bis 8°C, nachts liegen die Tiefstwerte um 3°C.  Es wird meistens wolkig, nur der Sonntag soll sonnig werden. Das Niederschlagsrisiko bleibt bis zum Wochenende recht gering. Auch im Trend für die nächsten 14 Tage ist kein Frost angekündigt.

Jan 10

(kein Titel)

Rückblick

Das Jahr 2017 endete mit ungewöhnlich mildem Wetter. Die letzten beiden Tage brachten für den Jahreswechsel rekordverdächtige Temperaturen bis 14°C. Der Silvesterspaziergang glich da eher einem Frühlingsspaziergang. Allerdings gab es viele Wolken und fast jeden Tag etwas Niederschlag. Die Sonne liess sich nur am Freitag und Sonntag etwas länger blicken. Mittwoch, Donnerstag und Samstag zeigte sie sich garnicht. Zum Jahreswechsel gab es etwas weniger Wolken, so konnte man das Feuerwerk schön geniessen. Aber schon um 0:30 Uhr zogen der Himmel wieder zu und es begann zu regnen. Am 1. Januar war es freundlich mit 4 Sonnenstunden und bis 8°C.  Es war die ganze Woche recht windig. Böen erreichten teilweise Windstärke 8.

 

Ausblick

Nach dem Sturm Burglind am Mittwoch gibt es auch am Donnerstag noch viel Wind. Bis zum Wochenende beruhigt sich das Wetter dann allmählich.  Bis Samstag gibt es immer wieder Regen, danach wird es trockener. Die Wolken bleiben uns aber erhalten und die Sonne zeigt sich kaum. Die Höchsttemperaturen sinken von 12°C am Freitag langsam auf 6°C am Montag, nachts bleibt es knapp frostfrei.  Richtiges Winterwetter gibt es auch nächste Woche nicht.