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Mein High-End-Komposter im Selbstbau

Mein Selbstbau-Komposter
Selbstbau-Komposter

(26.6.2009)

Mein Selbstbau-Komposter ist das Ergebnis langer erfolgloser Suche nach brauchbaren Kompostern in den umliegenden Bau- und Gartenmärkten und im Internet.

Die normalen Billig-Teile mit Kesserdruckimprägniertem Holz für 10-20 Euro sind nur eins - billig. Haltbar sind sie dafür nicht wirklich. Dafür ist das Material einfach zu dünn. Diese Komposter habe ich mittlerweile als Hochbeet im Einsatz, allerdings sind von ursprünglich 3 nur noch 2 brauchbar, die restlichen Hölzer sind zerbrochen oder verfault. Immer wenn ein Teil im Eimer war habe ich aus dem Reserve-Komposter ein Stück ausgetauscht. Ende des jahres muss ich aber wohl auch den Rest entsorgen. Die Gesamt-Haltbarkeit liegt damit bei nur ca. 3 Jahren.

Im Internet habe ich mir dann für knapp 200 Euro einen "Edel"-Komposter bestellt: Holz + Alu sollte das Material sein, haltbar und stabil.
Hört sich ja toll an und auf dem Bild sah das Teil auch nicht schlecht aus.

Geliefert wurde dann wirklich ein Alu-Gestell und Holz-Planken. Nur die Verbindung dazwischen war aus Plastik!

Gut daß es für sowas das Widerrufsrecht gibt, der Komposter ging umgehend zurück.

Also habe ich mir nach langem Überlegen einfach selbst einen Komposter gebaut, aus Restbeständen. Sowohl stabiler als auch besser als die käuflichen Teile - und billiger dazu.

Die teuersten Teile waren die verzinkten Pfostenschuhe, ich habe die Pfosten einbetoniert und dazu Pfostenschuhe aus verzinktem Stahl verwendet damit die Holzpfosten keinen direkten Bodenkontakt haben.

Die Pfosten sind kesseldruckimprägnierte rechteckige Zaunpfähle mit 7x7cm die ich auf 80cm gekürzt habe.

Und die Querlattung sind einfache Konstruktionshölzer zur Wand- oder Deckenverkleidung.

Den Komposter hat damit die Maße 1,40mx1,20mx0,80m (LxBxH), optimal auf den verfügbaren Platz eingpasst.

Sämtliche Holzteile sind 3x mit Holzschutz-Lasur gestrichen. Die Querlatten sind links und rechts mit je 2 Edelstahl-schrauben an den Pfosten verschraubt.

Damit der Kompost keinen direkten Kontakt mit dem Holz hat habe ich einfach unten Müllsäcke festgetackert, das funktioniert bei meinen Hochbeeten auch einwandfrei.

Müllsäcke sind eigentlich nicht empfehlenswert da sie schnell verrotten. Aber was tun wenn Sonntags alle Läden zu sind. Im Herbst werde ich die Müllsäcke durch Teichfolie ersetzen.

Die Materialkosten belaufen sich auf insgesamt ca. 80,- Euro, davon sind die Pfostenschuhe zum Einbetonieren mit Beton bereits 35,- Euro.

Der Komposter ist dafür ultra-stabil, passt genau in die Ecke und Basteln macht ja auch Spass.

Im Herbst werde ich die vorderen Verschraubungen wahrscheinlich noch durch Flügelschrauben ersetzen, damit man die vorderen Bretter zum Entleeren schneller und ohne Werkzeug entfernen kann.

Nebendran steht noch ein Schnellkomposter aus Plastik, Ab und zu wird dann einfach umgeschichtet.

Mein Highend-Komposter im Selbstbau
Mein Highend-Komposter im Selbstbau

Komposter-Leerung

Im Herbst 2009 war mein Schnellkomposter schon ziemlich gefüllt. Mit dem ersten Rasenschnitt 2010 war die Kiste dann endgültig voll.
Daher habe ich den Komposter geöffnet und sämtlichen Kompost als Basismaterial für meine Hochbeete umgeschichtet.

Schön sieht man die Schichtenbildung im Komposter:

- fertiger Kompost unten

- halbverrottet in der Mitte

- frisches Material oben.


Und auch die Gänge der Regen- und Kompostwürmer sieht man sehr schön.

Im Komposter hatte sich ausserdem eine Mäusefamilie eingenistet.
Die hatten leider keinen großen Spass an der Ausräumaktion und sind gleich in den nebenstehenden Selbstbau-Komposter geflüchtet.

 

Kompost-Bewohner

Igel im Komposter
Igel im Komposter

Daß mein Selbstbau-Komposter sehr natürlich ist kann man an den Bewohnern erkennen.

Neben der Mäuefamilie habe ich kürzliche einen Igel im Komposter gefunden.

Den haben meine Umschichte-Arbeiten nicht gestört. Leider habe ich ihn zu spät entdeckt, sonst hätte ich ihn nicht ausgegraben, aber da war der Komposter bereits fast ausgeräumt. Zum Glück habe ich ihn nicht verletzt.

Auf einem Pflanzuntersetzer mit einem Kissen aus Pflanzenresten und einem bisschen Wasser habe ich ihn weiterschlafen lassen. Am nächsten Morgen war er verschwunden, aber den Spuren nach ist er vermutlich wieder in den Komposter eingezogen.