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DSL in Ingersheim - mein Leserbrief an die LKZ

(20.1.2011)

Leider ist die Telekom ziemlich arrogant - DSL 1000 reicht doch vollkommen, nicht mal ein Angebot hat sie für Ingersheim abgegeben.

Und bei der angeblichen Verfügbarkeit von über 90% werden DSL-Light-Anschlüsse und Kabel-Anschlüsse der Konkurrenz mit hineingemogelt.

Ein Bericht in der LKZ hat mich zum ersten Mal seit über 20 Jahren zu einem Leserbrief veranlasst.

Dieser wurde in der LKZ gekürzt abgedruckt, hier finden Sie ihn ungekürzt...

Mein Leserbrief zum Thema DSL

an: redaktion@lkz.de und udo.harbers@telekom.de (Pressesprecher der Telekom)

 

Sehr geehrter Herr Harbers, sehr geehrte LKZ,

 

mit Interesse habe ich Ihren Beitrag vom 15.1.2011 in der LKZ  gelesen.

 

Leider wohne ich in einem Ort der bei Ihnen mit „Ausnahme“ beschrieben ist.

In Ingersheim gibt es einige Anwohner die überhaupt kein DSL bekommen können, ebenso in Pleidelsheim.

Die Anbindung in Ingersheim ist ein schlechter Scherz.

Nimmt man halbwegs realistisches DSL-2000 als Grenzwert für „Breitband“, damit wäre zumindest das Stöbern in den Mediatheken von ARD und ZDF halbwegs möglich – dafür zahlt man ja auch GEZ – dann liegt die Verfügbarkeit von DSL im Ortskern von Großingersheim bei Nahe Null.

Kleiningersheim hat die Telekom ja bereits kampflos an Kabel-BW abgegeben oder gibt es dort irgendein DSL-Angebot der Telekom?

Ist es nicht peinlich wenn die Telekom für die Abdeckung der eigenen Märkte die Angebote der Konkurrenz mit einberechnet?

 

Da ich seit über 20 Jahren selbständig im EDV-Service tätig bin weiss ich um die Nöte der Anwender und um den tatsächlichen Zustand der Internet-Anschlüsse in Ingersheim, Pleidelsheim und Sachsenheim!

(Beispiel: ein Videotelefonat aus Burundi/Afrika scheiterte am Internetanschluss der Telekom in Ingersheim!!)

 

Übrigens – die bei mir ankommende Telekom-Leitung besteht aus papierummantelten Adern, dabei dürfte es sich um eine ca. 50 Jahre alte Installation handeln, der Rest von Ingersheim sieht vermutlich nicht viel anders aus. Die angesprochenen Milliarden-Investitionen werden lieber in Prestigeobjekte wie VDSL gesteckt, ist ja auch schön für die Bevorzugten wenn sie neben DSL-16.000 auch noch VDSL bekommen.

Wenn der Pressesprecher der Telekom DSL 1000 für ausreichend hält weil er selbst nicht mehr benötigt, dann ist er vermutlich für diesen Job nicht qualifiziert.

Ich hoffe beim nächsten Einkauf bekomme ich beim Bäcker noch ein Brot, wäre schlimm wenn er nichts mehr verkauft weil er selbst satt ist.

 

Schön daß Herr Harbers Youtube-Videos „gucken“ kann, aber es gibt auch noch andere Anwendungen für die die Bandbreite eben nicht ausreicht.

Und von den 1,6MBit/s die Herr Harbers zuhause hat können die DSL-Light- oder DSL-Garnix-Kunden in Ingersheim nur träumen.

Ich würde dem Pressesprecher der Telekom eine Schulung in Hinsicht er Möglichkeiten die das Internet ausser „Youtube gucken“ bietet empfehlen, das könnte für ihn sehr interessant werden.

 

Bezahlen muss man aber DSL-6000, denn weniger bietet die Telekom überhaupt nicht mehr an.

 

Aber nett daß das mit dem Zuhause arbeiten und Upgraden angesprochen wurde, ich hätte da auf Anhieb mindestens 50 Kunden die gerne upgraden würden.

Und die wollen eben nicht nur Youtube „gucken“ und es gibt auch nicht nur TV.

Bitte schicken Sie mir ein Angebot für DSL-16.000 oder gerne auch SDSL mit 4MBit oder mehr.

 

Es gibt Firmen die arbeiten anstatt Youtube zu gucken, da werden beispielsweise Pläne oder für die LKZ Anzeigen und Bilder mit 10MB oder mehr per eMail versandt, in Ingersheim schickt man dazu besser einen berittenen Boten.

 

Ich habe eine Mail vorliegen von einer Privatperson die aus Ingersheim weggezogen ist weil er beruflich einen Heimarbeitsplatz benötigt!

Und ich kenne Firmen die NICHT in Ingersheim sind weil sie dort keine ausreichende Internetanbindung bekommen können.

 

Die von mir betreuten Firmen fragen mich mindestens 1x im Monat ob es schon etwas neues in Sachen Internet gibt.

 

Gerne lasse ich mir von Ihnen, Herr Harbers, erklären wie man einen Heimarbeitsplatz mit DSL-Light so einrichtet daß man damit auch arbeiten kann!

In der heutigen Zeit in der Umweltschutz in aller Munde ist könnte doch vielleicht irgendwer mal ausrechnen, welche Umweltbelastung die Telekom indirekt verursacht weil sie ihr Netz nicht ausbaut und daher deutschlandweit tausende Menschen unnötig mit dem Auto ins Geschäft fahren müssen.

Auch habe ich Kunden bei denen ich schneller hingefahren und vor Ort Probleme behoben habe als via Fernwartung obwohl das total unsinnig ist.

Mobilfunklösungen sind leider keine Alternative solange sich alle Benutzer die verfügbare Bandbreite teilen und das Übertragungsvolumen begrenzt ist. Was nutzt mir LTE wenn ich mit 5GB Volumen nach 5 Minute auf ISDN-Geschwindigkeit zurückgestuft werde?

Sie meinen, das benötigt niemand?

Im Augenblick lade ich die Installationsmedien für Microsoft SBS2011 herunter, schlappe 6GB und falls die Leitung nicht zwischenzeitlich zusammenbricht dauert das jetzt noch ca. 8 Stunden!

Keine Spielerei, das gibt es nur im Download und für meine Kunden benötige ich das leider. Alternativ könnte ich natürlich auch Freunde mit Kabel-BW-Anschluss besuchen, aber die will ich auch nicht immer belästigen.

 

Und Stichwort LTE – schön daß die Bundesregierung mit den Telekommunikations-Firmen hier einen Milliardenschweren Deal eingefädelt hat bei dem die gesamte Beschallungsbranche draufzahlt – denn die benötigen in Kürze neues Funk-Equipment.

Auch die „Ausnahme“-Gemeinden dürften hier mal wieder draufzahlen, vermutlich sind in Ingersheim, Sachsenheim, Oberriexingen und Hemmingen einige Funkmikrofone bei der Gemeinde und bei den Vereinen im 800MHz-Bereich im Einsatz, bei einer der nächsten Gemeindeveranstaltungen wird es dann recht Still, aber Halleluja – das ist ja ein Zeichen daß es jetzt in der Gemeinde LTE gibt!

 

Sie meinen mehr als DSL-Light benötigt kein Privatanwender? Dann sollten Sie beim Kauf des neuen Office 2010 aufpassen daß Sie nicht versehentlich die günstige Diskless-Version erwischen, da muss man die Installationsdateien nämlich selbst herunterladen.

Kleines Rätsel:

Wenn in Ingersheim noch keine Glasfaser-Anbindung verfügbar ist und wenn für schnellere Geschwindigkeiten unbedingt ein solcher Glasfaser-Anschluss benötigt wird, dann wüsste ich gerne, was das hier für eine Insel ist:

http://eki-tribal.t-home.de/t-lpg/geraete/verfuegbarkeit-und-ausbaustatus

(74379 eingeben, Gebiet Enzstraße, Metterstraße, DSL16Plus verfügbar, wohnt dort eventuell ein hochrangiger Telekom-Mitarbeiter oder springen da die Kunden ab weil es Kabel gibt?)

Haben Sie Herr Harbers mir dafür eine Erklärung?

 

 

Der größte Witz ist der Schluss-Satz: „Manchmal verzichtet die Telekom auf eine Offerte – so in Ingersheim und in Großbottwar-Winzerhausen“

Die Telekom hat es also überhaupt nicht nötig.

Ich kann daher nur jedem raten, zur Konkurrenz zu wechseln.

Nicht weil die besser sind, sondern einfach nur aus Protest.

Lieber Herr Harbers, wenn Sie wissen wollen warum Ihre Kunden zur Konkurrenz wechseln – fragen Sie mich, ich könnte Ihnen einen Tipp geben: wer nix verkaufen will hat auch keine Kunden.

PS.: diese Mail wird auch auf meiner Webseite www.bastel-bastel.de hinterlegt, die Seite hängt als Testinstallation an einem Vodafone-Anschluss in Ingersheim, bei der Telekom hätte ich nur DSL384 bekommen, bei Vodafone immerhin DSL-1000.

Ebenso verteile ich die Mail auch an meine Kunden, denn ich kümmere mich um meine Kunden!

Leider bin ich aber hier ebenso wie alle anderen auf die Telekom angewiesen.