{"id":3018,"date":"2020-09-01T11:02:00","date_gmt":"2020-09-01T09:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bastel-bastel.de\/blog\/?p=3018"},"modified":"2020-09-01T11:02:00","modified_gmt":"2020-09-01T09:02:00","slug":"akku-2-0-kapitel-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bastel-bastel.de\/blog\/index.php\/2020\/09\/01\/akku-2-0-kapitel-25\/","title":{"rendered":"Akku 2.0 &#8211; Kapitel 25"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kapitel 25 &#8211; Die Wende<\/strong><\/p>\n\n\n<p>Suzan schluckte &#8222;Ich brauche etwas zu trinken.&#8220; &#8222;Kein Problem&#8220; Smith dr\u00fcckte einen Knopf und einer der chinesischen Z\u00f6llner erschien. Smith bestellte Getr\u00e4nke und der Mann entfernte sich wieder. Smith schaute die beiden an &#8222;Nun, ich denke, damit h\u00e4tten wir eine gute Grundlage f\u00fcr eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt. Nochmal: Wo sind die Daten?&#8220;<\/p>\n\n\n<p>Suzan drehte nerv\u00f6s an einem ihrer Ringe und Jan schaute die Wand an. Smith blickte sie abwechselnd zornig an und wartete auf eine Antwort, doch Jan und Suzan schwiegen. Der Z\u00f6llner betrat wieder den Raum, und \u00fcberreichte jedem ein Getr\u00e4nk. Als er vor Suzan eine Flasche auf den Tisch stellen wollte, ergriff sie seinen Arm und dr\u00fcckte dem verdutzten Mann ihren Ring in die Hand, den sie vorher von ihrem Finger abgezogen hatte. Gleichzeitig sagte sie ihm etwas, das Jan nicht verstand. Der Z\u00f6llner schaute sie erstaunt an, dann verlie\u00df er mit schnellen Schritten den Raum. <\/p>\n\n\n<p>Das Grinsen war aus Smiths Gesicht verschwunden. Die Adern auf seiner Stirn schwollen an und er schrie Suzan an &#8222;Was war das, was hast Du ihm gesagt? Und wieso sprichst Du Chinesisch?&#8220; Auch Jan schaute Suzan verbl\u00fcfft an und wiederholte die Frage von Smith, allerdings in deutlich freundlicherem Ton &#8222;Du kannst Chinesisch?&#8220; <\/p>\n\n\n<p>&#8222;Mandarin, der meistverbreitete Dialekt und offizielle Amtssprache. Mein Dad meinte, dass ich das unbedingt lernen sollte.&#8220; Jan sch\u00fcttelte ungl\u00e4ubig den Kopf &#8222;Du sprichst also Mandarin?&#8220; Suzan l\u00e4chelte &#8222;f\u00fcr meine Lehrerin hat es gereicht, ich hoffe, er hat mich verstanden. Du wei\u00dft ja, ich war noch nie in China, also zumindest, nachdem sie mich als Baby aus dem Land geschmuggelt haben.&#8220;<\/p>\n\n\n<p>Smith geiferte &#8222;Was hast Du ihm gesagt?&#8220; Suzan blieb ruhig sitzen &#8222;Wir werden sehen\u2026&#8220;<\/p>\n\n\n<p>Wenige Augenblicke sp\u00e4ter wurde die T\u00fcr aufgerissen und vier bewaffnete Polizisten st\u00fcrmten in den Raum. Jan erschrak, doch Suzan blieb gelassen und fasste seine Hand. Einer der Uniformierten rief &#8222;Jonathan Smith, Sie sind verhaftet!&#8220;, dann packten sie ihn und drehten ihm die Arme auf den R\u00fccken. <\/p>\n\n\n<p>Smith war so verbl\u00fcfft, dass er sich zuerst nicht wehrte. Doch dann fing er an, sich zu sch\u00fctteln und w\u00e4hrend sie ihm Handfesseln anlegten, br\u00fcllte er vor Wut &#8222;Das wird Euch noch leidtun, wir kriegen Euch!&#8220; Unter lautem Geschrei wurde er aus dem Raum gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n<p>Jan sah Suzan mit offenem Mund an &#8222;Was war dass denn jetzt? Kannst Du mir das bitte erkl\u00e4ren?&#8220;<\/p>\n\n\n<p>Suzan grinste: &#8222;Nun, der Ring war ein Geschenk meiner Mutter zu meinem 26. Geburtstag. So r\u00fcckst\u00e4ndig wie viele meinen, ist China bei Weitem nicht mehr. Der Ring enth\u00e4lt einen Mikrochip, der mich als Parteimitglied im Rang eines Botschafters ausweist. Das hat schon Vorteile, wenn man so eine Mutter hat. Ich habe dem Polizisten nur gesagt, dass unser Mister Smith hier ein Spion sei.&#8220; Suzan grinste &#8222;Du kannst den Mund jetzt wieder schlie\u00dfen.&#8220;<\/p>\n\n\n<p>Jan war verwirrt &#8222;Ich dachte, Du hast keinen Kontakt mit Deiner Mutter?&#8220;<\/p>\n\n\n<p>&#8222;Ja, wir hatten seit meiner Geburt kaum eine M\u00f6glichkeit, sie zu erreichen. Das w\u00e4re viel zu gef\u00e4hrlich f\u00fcr sie gewesen. Nur so ein bis zweimal im Jahr gab es kurzen Kontakt per Brief. eMail oder Telefonieren war nicht m\u00f6glich.&#8220;<br \/>Jan unterbrach &#8222;Du hast gesagt, es gab \u00fcberhaupt keinen Kontakt!&#8220;<br \/>Suzan wurde verlegen. &#8222;Ich dachte, ich w\u00fcrde Dich damit sch\u00fctzen, wenn Du nicht alles wei\u00dft, bitte entschuldige.&#8220;<br \/>Jan war ver\u00e4rgert. &#8222;Was stimmt denn sonst an der Geschichte nicht, die Du mir erz\u00e4hlt hast?&#8220;<br \/>Suzan hatte einen Klos im Hals. &#8222;Das meiste stimmt schon, ein paar Details habe ich aber weggelassen. Ich wollte Dich nicht bel\u00fcgen, aber wie gesagt, hielten Dad und ich es f\u00fcr besser, wenn Du nicht alles wei\u00dft. Aber ich will Dir ab sofort die Wahrheit erz\u00e4hlen.<br \/>Das mit der Flucht aus China, das stimmt. Dann gab es auch jahrelang keinen Kontakt mehr. <br \/>Erst, als meine Mutter in Gefahr geriet, gab es wieder eine Verbindung.<br \/>Eines Tages wurde der Arzt festgenommen, der bei meiner Geburt geholfen hatte. <\/p>\n\n\n<p>Man warf ihm Drogenbesitz vor. In China steht darauf die Todesstrafe. Um sich zu retten, hat er meine Mutter verraten. Das hat ihm zwar nicht geholfen, aber jetzt hatte meine Mutter ein Problem.&#8220;<br \/>Suzan schluckte &#8222;\u00dcber Freunde hat mein Vater davon erfahren und um sie zu retten, ist mein Dad einen Deal mit der Regierung eingegangen. Er hat ihnen eine neue Akkutechnik angeboten.&#8220; <\/p>\n\n\n<p>Jan unterbrach sie &#8222;Unseren Akku? Sollen wir deswegen nach China, um die Daten zu \u00fcbergeben? Aber die haben wir doch gar nicht!&#8220; Suzan sch\u00fcttelte den Kopf &#8222;Nein, noch mit der herk\u00f6mmlichen Technik. Aber immerhin mit der doppelten Kapazit\u00e4t. Du wei\u00dft doch &#8211; jedes Jahr nur 10 Prozent mehr. Er war aber schon viel weiter. Die doppelte Leistung ist da schon ein Angebot, mit dem man etwas erreichen kann. Sein technischer Vorsprung hat ihm da sehr geholfen. Zum Gl\u00fcck hatten die chinesischen Unterh\u00e4ndler nicht viel Ahnung von der Technik, das waren nur Funktion\u00e4re. <\/p>\n\n\n<p>Die waren von dem vorgeschlagenen Deal so begeistert, dass sie meine Mutter voll rehabilitiert haben. Ich wurde offiziell als ihre Tochter anerkannt und sollte sie in K\u00fcrze besuchen d\u00fcrfen. Au\u00dferdem sollte mein Dad dort ein Forschungslabor einweihen und in Partnerschaft mit dem Labor in Deutschland eine Forschungsgemeinschaft aufbauen. Also alles ganz offiziell. Nur sind ja jetzt die Amerikaner dazwischengekommen. Dad wollte nur, dass wir in Sicherheit sind.&#8220;<br \/><br \/>Jan unterbrach sie &#8222;K\u00f6nnte das den Amerikanern nicht gepasst haben? Eine Zusammenarbeit in der Forschung mit China? Haben sie deswegen das Labor in die Luft gesprengt?&#8220;<br \/><br \/>Suzan sch\u00fcttelte den Kopf. &#8222;Sie wussten doch bereits von der neuen Technik und da w\u00e4re es ein gro\u00dfes Risiko, meinen Dad zu t\u00f6ten, bevor sie alle Informationen haben.&#8220; Sie zuckte kurz zusammen, als ihr etwas einfiel. &#8222;Vielleicht wollten sie uns doch alle t\u00f6ten! Offiziell hatte mein Dad zu diesem Zeitpunkt frei, er wollte sich zu Hause ausruhen, um f\u00fcr die Pr\u00e4sentation am Abend fit zu sein. Aber weil Uwe krank war, ist er doch mit ins Labor. Das hatten sie wohl nicht ber\u00fccksichtigt!&#8220;<br \/>Jan nickte &#8222;Wir haben ja gesehen, wie skrupellos die vorgehen.&#8220;<\/p>\n\n\n<p>&#8222;Ich hatte noch nicht ganz fertig erz\u00e4hlt&#8220;, erg\u00e4nzte Suzan nach kurzer Pause. &#8222;Zum Geburtstag hat meine Mutter mir diesen Ring geschenkt und noch etwas.&#8220; Suzan kramte in ihrer Hosentasche, zog eine kleine Plastikkarte hervor und reichte sie Jan. Er sah die Karte an und staunte &#8222;Deswegen warst Du vorhin so locker, als wir nach dem Visum gefragt wurden?&#8220;<\/p>\n\n\n<p>Suzan l\u00e4chelte &#8222;Genau so ist es&#8220;. Jan schaute wieder auf die Karte. Es war ein Diplomaten-Ausweis der Volksrepublik China. Ausgestellt auf Suzan Wong. Mit einem aktuellen Foto.<\/p>\n\n\n<p>&#8222;Aber wieso hast Du das nicht gleich aufgekl\u00e4rt, bevor dieser Smith uns verh\u00f6rt hat?&#8220; &#8222;Ich wollte h\u00f6ren, was er zu sagen hat und hoffte, zu erfahren, wie viel sie bereits wissen.&#8220; Eine Tr\u00e4ne lief Suzan \u00fcber die Wange. &#8222;Jetzt wissen wir immerhin, wo mein Dad ist.&#8220;<br \/>Jan nahm sie in den Arm und versuchte sie zu tr\u00f6sten.<\/p>\n\n\n<p>Der Z\u00f6llner, der sie vorhin bei der Einreise kontrolliert hatte, betrat den Raum. Aus R\u00fccksicht auf Jan sprach er deutsch. &#8222;Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten, wenn wir das gewusst h\u00e4tten, dann\u2026&#8220;<\/p>\n\n\n<p>&#8222;\u2026kein Problem&#8220; unterbrach ihn Suzan &#8222;es ist ja nichts passiert. Was passiert mit diesem Jonathan Smith?&#8220;<\/p>\n\n\n<p>Der Beamte schaute sie an &#8222;Er wird wohl erst einmal eingesperrt. Ein dummer Mensch. Dieser Raum ist Audio- und Video\u00fcberwacht, er hat sich selbst entlarvt!&#8220;<\/p>\n\n\n<p>Suzan fragte weiter &#8222;Wei\u00df meine Mutter, dass wir hier sind?&#8220; Er nickte &#8222;Es wurden bereits Fahrzeuge angefordert, die Sie zu ihr bringen sollen&#8220;<\/p>\n\n\n<p>&#8222;Fahrzeuge im Sinne von mehrere?&#8220; fragte Jan dazwischen. Der Z\u00f6llner nickte &#8222;Nat\u00fcrlich, Mitglieder der Regierung fahren immer mit Begleitschutz&#8220;<\/p>\n\n\n<p>Suzan nahm Jans Hand und l\u00e4chelte &#8222;Ich passe auf Dich auf.&#8220;<\/p>\n\n\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/3f98d5546ae743468300ebc69fbab210\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\">\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 25 &#8211; Die Wende Suzan schluckte &#8222;Ich brauche etwas zu trinken.&#8220; &#8222;Kein Problem&#8220; Smith dr\u00fcckte einen Knopf und einer<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-3018","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-akku-2-0-ein-umweltkrimi"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bastel-bastel.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3018","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bastel-bastel.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bastel-bastel.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bastel-bastel.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bastel-bastel.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3018"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bastel-bastel.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3018\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bastel-bastel.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3018"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bastel-bastel.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3018"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bastel-bastel.de\/blog\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3018"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}