{"id":2968,"date":"2020-09-01T16:36:00","date_gmt":"2020-09-01T14:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bastel-bastel.de\/blog\/?p=2968"},"modified":"2020-09-01T16:36:00","modified_gmt":"2020-09-01T14:36:00","slug":"akku-2-0-kapitel-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bastel-bastel.de\/blog\/index.php\/2020\/09\/01\/akku-2-0-kapitel-12\/","title":{"rendered":"Akku 2.0 &#8211; Kapitel 12"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kapitel 12 &#8211; Badespass<\/strong><\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jan und Erich unterhielten sich noch lange Zeit im Labor.  Der Professor f\u00fchrte den Prototypen vor und Jan war erstaunt, dass das Teil wirklich die genannte Leistung brachte. <\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Speicher war absolut beeindruckend. Das System war revolution\u00e4r. Und er, Jan, durfte ein Teil davon sein. Nur das mit der Geheimhaltung machte ihm einiges Kopfzerbrechen. Er musste daran denken, was Erich alles gesagt hatte. Skrupellose Geheimdienste, Regierungen und Konzerne, die ein Interesse an diesem Speicher haben k\u00f6nnten. Mit China als L\u00f6sung hatte er auch seine Probleme.<\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> Pl\u00f6tzlich klingelte ein Telefon und riss die Forscher aus ihrer Diskussion. Beide erschraken. Suzan war am Apparat und wollte wissen, ob man die M\u00e4nner heute noch irgendwann wieder sehen w\u00fcrde. Ihr w\u00e4re nach Gesellschaft. Jan schaute auf die Uhr und war erstaunt, dass es bereits nach 11 Uhr am Abend war. <\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie verlie\u00dfen das Labor und machten sich auf den Weg nach oben. Jan \u00fcberlegte an jeder Abzweigung, welches wohl die korrekte Richtung w\u00e4re. Zweimal lag er dabei falsch. Ohne den Professor h\u00e4tte er sich bestimmt im weitr\u00e4umigen Labyrinth des Hotels verlaufen. <\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im gro\u00dfen Wohnzimmer wurden sie bereits von Suzan erwartet. Sie schien etwas aufgeregt und fragte neugierig &#8222;Alles gekl\u00e4rt?&#8220;. Erich schaute Jan an &#8222;Ich glaube, wir haben alles gekl\u00e4rt&#8220;. Jan nickte &#8222;F\u00fcrs Erste bin ich erledigt von den vielen Informationen.&#8220;<\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Suzan grinste &#8222;Damit kommst Du aber nicht um eine abendliche Trainingsrunde im Schwimmbad herum.&#8220; Sie sah den erstaunten Blick Ihres Vaters und erkl\u00e4rte: &#8222;Wir sind bereits bei der Party im Pool geschwommen, ich sollte Jan doch alles zeigen&#8220;. Erich grinste &#8222;Ich meinte damit das Haus!&#8220; <\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jan wurde rot. Erich lachte &#8222;Ich kenne meine Tochter! Wenn die sich etwas vornimmt, dann zieht sie es auch durch!&#8220; Er machte eine kurze Pause, dann erkl\u00e4rte er &#8222;Ich bin schon etwas \u00e4lter und ziehe mich hiermit zur\u00fcck. Gute Nacht!&#8220; <\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jan sah Suzan fragen an &#8222;Was meint er damit?&#8220; Suzan grinste &#8222;Das ist nicht so wichtig.&#8220; Sie zog Jan an der Hand.<\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> &#8222;Auf geht&#8217;s, schwimmen h\u00e4lt fit!&#8220; Jan protestierte &#8222;Ich muss noch meine Badehose holen&#8220;, doch Suzan lachte nur und zog ihn hinter sich her. &#8222;Das kostet nur Zeit, au\u00dferdem hab ich schon alles gesehen.&#8220; Sie schwammen wieder in der gro\u00dfen Halle ihre Bahnen. Direkt unter dem Sternenhimmel, von der Au\u00dfenwelt nur getrennt durch eine riesige Glasfl\u00e4che, die das Wasser \u00fcberspannte. <\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mond spiegelte sich auf dem Wasser und Jan fand das irgendwie romantisch. Nach einigen Bahnen gingen ihm die Kr\u00e4fte aus und er schwamm an den Rand. Suzan hatte deutlich mehr Ausdauer. Jan stieg aus dem Wasser, zog seinen Bademantel an und beobachtete Suzan wie sie Bahn um Bahn durch den Pool zog. Sie schien eindeutig mehr Kondition zu haben als er. W\u00e4hrend er sie beobachtete gingen ihm noch einmal die Erlebnisse der letzten Wochen durch den Kopf. <\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war erstaunlich, wie schnell sich sein Leben komplett ge\u00e4ndert hatte. Gestern noch der Student, der nicht genau wusste, was einmal aus ihm werden sollte, heute der eingeschworene Assistent bei einem Geheimprojekt eines international angesehenen und geachteten Professors und im Pool mit dessen Tochter, der Frau seiner Tr\u00e4ume. <\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pl\u00f6tzlich ergoss sich ein Wasserschwall \u00fcber ihn &#8222;tr\u00e4umst Du?&#8220; Suzan war an den Beckenrand geschwommen und grinste ihn an. Dann stieg sie aus dem Wasser. Jan war \u00fcberw\u00e4ltigt von ihrem Anblick. Suzan sah seinen Blick und meinte &#8222;Ein Gentleman schaut aber weg, wenn eine Dame nackt aus dem Wasser steigt!&#8220; Jan senkte versch\u00e4mt den Blick, griff ein Handtuch und reichte es ihr. Suzan lachte &#8222;Ich muss doch irgendwann herausfinden, was hinter der Farbe in Deinem Gesicht steckt, ob es nur eine faule Tomate ist, eine s\u00fc\u00dfe Erdbeere oder ein feuriger Chili. Du darfst mir \u00fcbrigens gerne den R\u00fccken abtrocknen!&#8220; Mit diesen Worten warf sie ihm ihr Handtuch zu. Jan nahm das Handtuch mit zittrigen Fingern und tat wie ihm gehei\u00dfen. Suzan drehte sich um und grinste. Dann nahm sie ihren Bademantel und zog ihn an. Sie setzten sich gemeinsam wieder auf eine der B\u00e4nke neben dem Schwimmbecken, beobachteten die Sterne und horchten in die Stille.<\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Ferne konnte man irgendwo eine Polizeisirene h\u00f6ren. Suzan schaute Jan an und sagte &#8222;Ich freue mich, dass Du den Job angenommen hast und bei dem Projekt mitmachst.&#8220; Ihre Augen hatten einen seltsamen vertr\u00e4umten Glanz. Jan war sich nicht sicher, von welchem Projekt sie sprach. Wusste sie \u00fcber alles Bescheid oder meine sie nur das Forschungsprojekt am Institut?&#8220;<\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, die Arbeit gef\u00e4llt mir und die Kollegen sind alle sehr nett.&#8220; Suzan l\u00e4chelte &#8222;Ich meine nicht die Arbeit am Institut, ich meinte die neue Batterie, die mein Vater entwickelt hat!&#8220; Jan war \u00fcberrascht &#8222;Du wei\u00dft davon?&#8220; &#8222;Nat\u00fcrlich, wir haben keine Geheimnisse voreinander, wir sind eine Familie!&#8220; <\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jan versuchte es sich vorzustellen, wie so eine Familie war. Seine Eltern waren bei einem Autounfall umgekommen als er 12 Jahre alt war. Sein Bruder und er wurden getrennt und kamen in verschiedene Pflegefamilien. Mit seinen neuen Eltern kam er nie wirklich zurecht. Er war froh, als er f\u00fcr das Studium ein Zimmer in einer WG an der Uni beziehen konnte. Eine Familie, mit Liebe, Zuneigung und Vertrauen, so etwas kannte er nicht. <\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Gedanke daran wurde ihm ganz warm. Er seufzte. Suzan schaute ihn erstaunt an &#8222;Alles klar bei Dir?&#8220; Jan erschrak &#8222;Tut mir leid, ich musste gerade daran denken, dass ich ohne richtige Familie aufgewachsen bin, das hat mich ein wenig durcheinander gebracht.&#8220; <\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Suzan l\u00e4chelte ihn an &#8222;Jetzt hast Du eine richtige Familie!&#8220; Sie legte ihren Kopf auf seine Schulter. Ihre nassen Haare kitzelten ihn im Gesicht. Er nahm sie in den Arm und f\u00fchlte, wie ihr Herz pochte. Sie blieben noch lange auf der Bank sitzen. In Jans Kopf wirbelten die Gedanken durcheinander. Eine richtige Familie, das war etwas, von dem er immer getr\u00e4umt hatte. Aber er kannte Suzan und ihren Vater erst seit Kurzem. Er konnte das alles noch nicht begreifen. Alles, was der Professor machte, war so abstrakt, so unwirklich und weit jenseits von allem, was f\u00fcr Jan Normalit\u00e4t war. <\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wenig Angst davor, was alles passieren k\u00f6nnte, hatte er schon. Und diese wundervolle Suzan, wie sie l\u00e4chelte, wenn sie ihn ansah. Er war sich sicher, wenn sie von Familie redete, dann meinte sie nicht Bruder und Schwester. Nach einiger Zeit fiel im auf, wie gleichm\u00e4\u00dfig Suzan atmete. Sie war in seinen Armen eingeschlafen. <\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das war jetzt allerdings ein Problem. Bei der F\u00fchrung hatte sie ihm nicht ihr Zimmer gezeigt, Erich schlief sicher schon lange und die Haush\u00e4lterin war nach dem Abendessen gegangen. Er konnte Suzan unm\u00f6glich durch das ganze Haus tragen und ihr Zimmer suchen. Hier im Bad liegen lassen ging aber auch nicht. Also stand er vorsichtig auf, nahm sie behutsam auf seine Arme und trug sie in sein Zimmer. Er legte sie in sein Bett, pr\u00fcfte noch kurz, ob ihre Haare mittlerweile getrocknet waren, dann deckte er sie zu, legte sich auf das Sofa und schlief ein. <\/p>\n\n\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/b4770299e1724299bff8b054643e16d5\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\">\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.bastel-bastel.de\/blog\/?p=2971\">Weiter zu Kapitel 13 &#8211; Alltagsarbeit<\/a><\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 12 &#8211; Badespass Jan und Erich unterhielten sich noch lange Zeit im Labor. 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