Jochens Wetterblog am 20.7.2017

Rückblick

Am Mittwoch war der Himmel überwiegend bewölkt, es wehte ein böiger  Wind und dazu fiel auch etwas Niederschlag. Aber immerhin 23°C wurden erreicht. Der Donnerstag zeigte sich ruhiger und sonniger. Bei über  13 Sonnenstunden stieg die Temperatur auf 25°C. Am Freitag wurde es dann wieder etwas wechselhafter. Zum Wochenende verzogen sich die Wolken weitgehend und die Temperaturen stiegen von maximal 23°C am Samstag bis auf Hitzewerte über 30°C zum Wochenanfang täglich etwas höher. Am Montag bis auf 31°C, der Dienstag brachte es bei 13 Sonnenstunden sogar auf Höchstwerte von fast 34°C. Der Wind wurde dabei immer schwächer und die Hitze richtig drückend.

 

 

Ausblick

Bei so viel Hitze bleiben die Gewitter nicht fern. Für die nächsten Tage sind teils schwere Gewitter mit Sturmböen, Hagel und vielen Blitzen angesagt.  Die Temperaturen steigen auf Werte zwischen 26°C und 28°C. Ab Montag soll es mit nur noch maximal 23°C wieder etwas kühler werden.

 

Jochens Wetterblog am 13.7.2017

Kirchturm Isny

Kirchturm Isny

Rückblick

Es brodelt in der Wetterküche. Heiße Temperaturen bis über 30°C, am Donnerstag sogar knapp an die 35°C. Dazu viel Sonnenschein. Zum Wochenende stieg die Luftfeuchte stark an. Die Wetterlage wurde gewittrig. Ab Freitag gab es immer wieder ein paar kurze Schauer, dabei war die Regenmenge lokal sehr unterschiedlich.  Während beispielsweise in Ludwigsburg am Montag in kurzer Zeit über 10l/qm Regen fiel schien in Ingersheim zur gleichen Zeit die Sonne. Insgesamt kam in Ludwigsburg für die Woche mit 26l/qm doppelt so viel Niederschlag herunter wie in Ingersheim. Die Hitze verschwand am Montag. Bei “nur noch”  27°C war es deutlich kühler und der Dienstag schaffte es gerade einmal auf 25°C. Dabei gab es dicke Wolken aber bei viel Wind  in Wolkenlücken auch immer wieder Sonnenschein.

 

Ausblick

Bis zum Wochenende wird das Wetter wieder ruhiger. Die Temperaturen steigen nur noch auf Werte zwischen 20°C und 25°C.  Am Donnerstag soll es vormittags noch etwas regnen, danach sinkt das Niederschlagsrisiko. Bis zum Sonntag soll es sonnig und trocken bleiben.

 

3D-Drucker: Creality 3D CR-10 – Teil3: Lust und Frust

Mein CR-10 3D-Drucker

Hier kommt wie versprochen der 3. Teil zu meinem 3D-Drucker.

Der Druck der obligatorischen Glückskatze hat ja erstaunlich gut funktioniert.

Die Katze wird als Test auf einer Chipkarte mit dem Drucker mitgeliefert. Allerdings ist die Datei defekt, daher verliert die Katze beim Druck den Kopf. Daran erkennt man im Internet wer sich vorher schlau macht und wer einfach drauf los bastelt – die Foren zum CR-10 sind voll von verzweifelten Anwendern die nur kopflose Katzen drucken können – ich habe zum Glück vorher eine korrigierte Version aus dem Netz geladen.

Nächste Anlaufstelle sind 3D-Portale wie z.B. Thingiverse.com.

Dort gibt es Tausende vorgefertige Druckdateien die man direkt ausdrucken oder als Vorlage für eigene Kreationen verwenden kann. Da die Erstellung eigener Vorlagen in 3D doch sehr aufwändig ist kann man da auch erst mal einiges ausdrucken um den Drucker kennenzulernen. Denn ganz so einfach wie mit der Katze funktioniert es nicht immer.

Ich habe mir bei Thingiverse einen Account angelegt und erst mal alles was mir gefallen hat in eine Sammlung gezogen (Eigene Sammlungen sind ganz gut weil man sonst schnell den Überblick verliert).

Für den Einstieg habe ich erst mal ein paar Sharkz-Klammern ausgedruckt, kleine Universalklammern die man als Wäscheklammer, Papierklammer oder auch für viele andere Dinge verwenden kann.

Mit der Katze bin ich dann erst mal ganz stolz zu meiner Frau: “Schau mal – es funktioniert!”

Antwort: “was willst Du denn mit der Katze?”

Frauen verstehen einfach nicht was ein “TESTDRUCK” ist.

Mein Sohn war da schon besser drauf: “Papa, darf ich die Katze haben und mit in die Schule nehmen?”

Klar, dafür habe ich das Ding doch gedruckt 🙂

Während die Klammern gedruckt wurden habe ich entschieden, daß das mit der Speicherkarte nichts taugt, einen PC wollte ich aber für die stundenlange Arbeit auch nicht opfern und am Arbeitsplatzrechner will ich keine Drucksoftware im Hintergrund laufen lassen, der wird öfters m

al rebootet und wenn so ein Druckjob läuft ist das nicht so toll.

Octoprint Druckserver

Die Lösung: OctoPrint!

Eine perfekte Druckserver-Lösung für den Raspberry Pie. In wenigen Minuten eingerichtet und perfekt zur Ansteuerung des Druckers geeignet. Bedienbar über eine Weboberfläche von jedem PC aus  oder von allen Geräten die einen Webbrowser haben – zur Not auch vom Handy.

Im Keller fand sich noch ein alter Raspi 1 und daneben lag eine noch viel ältere Webcam. Die wurde auch gleich reaktiviert – sonst muss man ja dauernd zum Drucker laufen um zu sehen ob er noch druckt.

Die Installation war kinderleicht. Keine 20 Minuten später lief der Printserver und auch die Webcam funktioniert einwandfrei mit Octoprint.

Nur das Einstecken des Druckers musste noch warten – da wurde ja gerade gedruckt.

Das funktioniert dann aber auch ohne irgendwelche Probleme. Nur die Baudrate der Verbindung musste manuell eingestellt werden, mit “AUTO” funktionierte es am CR-10 nicht.

Die Klammern waren perfekt gedruckt, ich war begeistert. Gleich den nächsten Druckjob gestartet, diesmal was sinnvolles – kleine Stäbe für den Garten als Halterung für einen Elektrozaun.

Total begeistert ging ich mit den Klammern in die Wohnung, meine Mutter war gerade zu Besuch. Voller Stolz zeigte ich ihr die Klammern und sagte: Schau mal, ich habe jetzt einen 3D-Drucker.

Antwort: “was willst Du denn mit den Klammern!?”

Nein, Frauen verstehen WIRKLICH NICHT was ein “TESTDRUCK” ist.

Aber mein Sohn, der fand die Klammern toll und konnte die natürlich auch gut gebrauchen.

SO muss die Reaktion sein!

Übrigens – seit der Drucker da steht kommt er morgens nach dem Aufstehen und Mittags nach der Schule als erstes immer ins Büro und schaut was neues gedruckt wurde.

 

Tja und dann wagte ich mich an ein etwas größere Objekt.

 

Erst mal ein Windrad, eine optische Illusion, ebenfalls von Thingiverse.

Hätte ich doch erst mal die Kommentare durchgelesen – da hatten einige Probleme mit.

Irgendwie klappte der Druck nicht so recht. Mal waren Löcher im Druck, mal Streifen und ganz fies:

 

beim Druck des Halters hat sich nach 2 Stunden einfach das Objekt von der Druckplatte gelöst und verschoben. Der Drucker hat fleissig weitergedruckt und das ging leider ziemlich daneben, denn frei in der Luft funktioniert das leider nicht so toll.

 

Nach 3 Versuchen die jeweils Stunden dauerten hatte ich zwar ein Windrad, das war aber ziemlich hässlich gedruckt und sehr spröde. Als ich dann die Kommentare gelesen habe habe ich das erst einmal zurückgestellt.

 

Als nächstes gab es einen Halter für die Hotbed-Kabel.

Die waren einfach angelötet und hingen frei in der Luft, Kurz oder später führt sowas zu Kabelbruch.

Aber auch hier gab es im Web jede Menge fertige Verbesserungsvorlagen.

Also schnell ausgedruckt, eingebaut und weiter ging es.

gescheiterter Druckversuch - sieht gut aus, funktioniert aber nicht.

gescheiterter Druckversuch – sieht gut aus, funktioniert aber nicht.

Aufgefallen ist mir bei der ganzen Druckerei die geringe Haftung am Druckbett.

Immer wieder verschob sich ein Teil beim Druck oder haftete einfach nicht an der Glasplatte.

Das war sehr nervig. Im Web war dazu einiges zu lesen.

Alle möglichen Dinge habe ich ausprobiert: Klebestick, eine Glasplatte vom Glaser, Tape. So richtig überzeugt hat mich nichts. Mit der Zeit war das ziemlich frustrierend. Funktioniert der Druck? Oder fällt das Objekt nach 5 Stunden um? Sehr nervig und sehr zeitintensiv.

Ich habe mich dann für eine Dauerdruckplatte entschieden. Eine “Minadax professionelle PEI Druckplatte”.

Für stolze 26,90 Euro hat die Platte mich optisch erst mal ziemlich enttäuscht. Das Teil sah aus wie eine einfache Kunststoffplatte aus dem Baumarkt, nur eben viel teurer. Aber als Laie kann ich natürlich nicht beurteilen ob das PLA, PET oder PEI ist. Da muss man auf den Verkäufer vertrauen.

Die Haftung war leicht besser als auf Glas, perfekt war das aber nicht. Das lag aber nicht an der Platte sondern am Druckbett! Das war nämlich nicht eben. “Chinaglump” ist  unser heimlicher Fachbegriff für sowas. Billig zusammengeklöppelter Pfusch. Bei Geräten die im 1/10mm-Bereich arbeiten ist eine Toleranz von über 1mm absolut inakzeptabel.

Die PEI-Druckplatte ist sehr dünn und passt sich dem Untergrund an. Damit hing sie in der Mitte knapp 1,5mm durch während am Rand alles perfekt gelevelt war. Und überhaupt – bei den Versuchen kam der Druckkopf am Rand mit der Platte in Berührung und schwups gab es ein Loch – was ist das für ein Müll? Eine Druckplatte für einen 3D-Drucker der mit 200°C und mehr an der Düse arbeitet ist nicht hitzebeständig!?!

OK, das war ein Versehen, aber nach einem Testdruck mit 5 Rechtecken blieb der Drucker einfach stehen, die Düse hing direkt über dem letzten Druckobjekt. Fehler oder nicht? Jedenfalls gab es auch an dieser Stelle ein Loch in der Platte. Sowas geht überhaupt nicht. Rückgabe war leider nicht mehr möglich, das Ding hatte ja jetzt 2 Löcher.

Aber die 26,90 Euro sind erst mal für den Popo gewesen.

Zurück zur Glasplatte – auch die ist verzogen. Da bringt das feinste einmessen nichts wenn man 4 Schrauben an den Ecken perfekt nivelliert und dann die Mitte durchhängt – oder hochsteht, je nachdem wierum man die Platte einbaut.

Diese ganze Testerei hat mich sehr viel Zeit gekostet – Zeit die total unnötig ist.

Das ist wohl einer der Unterschiede zwischen “Chinaglump” und teurer Markenware. Allerdings kann ich das mangels Markengerät nicht beurteilen und teilweise liest man auch bei den teuren Geräten von ähnlichen Problemen.

Jedenfalls sehr frustig.

3D-Druck ist nicht ganz so einfach wie es den Anschein hat.

Jedenfalls muss man viel lesen (vor allem in Foren und Gruppen im Web), ausprobieren – was beim einen funktioniert passt beim anderen noch lange nicht) und man braucht sehr viel Geduld.

Je nach Ausdauer und handwerklicher Geschicklichkeit kann man da gut mal eine Woche Lehrzeit einplanen.

Und dann kann man gerade mal PLA drucken. ABS, Flexibles Filament, Spezialmaterial mit Holz- und Stein-Anteilen bringen dann auch noch weitere Herausforderungen.

Meine Maschine ist mittlerweile an den Rändern perfekt, in der Mitte hat das  Teile leider ein Delle – oder Beule. Je nach Ausrichtung. Das ist natürlich Murks – Chinaglump.

 

Für das Haftungsproblem habe ich folgendes ausprobiert:

Direkt aufs Glas:

von “geht nicht mehr ab” bis ” hält überhaupt nicht” alles mitgemacht.

Die Ausrichtung ist wohl entscheident, Bei verzogenem Glas bringt das leider garnichts.

Ganz wichtig: es muss peinlich auf Sauberkeit geachtet werden, ein Fingerabdruck reicht für schlechte Haftung.

Erfolg: 70%

 

3M Sprühkleber (blaue Kappe – da gibt es verschiedene!)

Klebt gut, hält aber nur 1-2 Drucke und muss dann wieder neu aufgebracht werden, muss erst 30min trocknen, sonst funktioniert es nicht. Aufbringen nur draussen – Sprühkleber ist sonst eine Sauerei.

Haftet 90%

 

Haarspray

funktioniert bei mir nicht, evtl. falsche Marke. Ist auch eine ziemliche Sauerei.

Klebrig, Nur 1 Versuch, hat nicht gehalten.

 

3M Sprühkleber grüne Kappe

funktioniert nicht – 3 Versuche – 3x abgelöst

 

Klebestift (wird im Web empfohlen)

Hält für kleinere Objekte sehr gut. Trocknet aber mit der Zeit, längere Druckjobs verlieren dann ihre Haftung weil der Kleber bröselig wird. Evtl. funktionieren Stifte anderer Hersteller. 60% Erfolg

 

normales Glas vom Glaser

War leider zu dünn und hat sich dem Druckbett “angepasst”, d.h. ebenfalls Höhenunterschiede und damit unbrauchbar. 50% Erfolg

 

angerauhtes Glas

mit 800er Schleifpapier angeschliffen funktioniert sehr gut, besser als das Originalglas. Muss aber ebenfalls immer sehr sauber gehalten werden. 90% Erfolg

 

Malerkrepp

funktioniert hervorragend. 100% aller Versuche halten.

Allerdings geht der Druck dann kaum mehr vom Druckbett ab. Fast schon zuviel Haftung.

Das blaue 3M-Band dürfte dafür die Lösung sein, das haftet nur schwach, dann geht es insgesamt besser ab.

Das habe ich aber derzeit nur in 1cm Breite da. Muss ich noch in Breiter bestellen.

 

 

Als nächstes probiere ich die IKEA LOTS Spiegelfliesen aus. Die sollen ein Geheimtipp sein.

Spiegel sind normalerweise ziemlich plan, sonst sieht das Spiegelbild verzerrt aus. 4 Stück für 6,99, da kann man auch etwas experimentieren.

 

Derzeit drucke ich mit Malerkrepp.

Was am besten funktioniert muss jeder für sich selbst ausprobieren.

Eine Lösung zu finden kann aber ganz schön frustig sein, vor allem weil ohne Haftung am Druckbett alle anderen Einstellungen und Versuche überflüssig sind. Wenn das Objekt nicht haftet braucht man garnicht erst weiter zu probieren.

 

Aber mit Malerkrepp läuft es erstmal. Wobei mir da die Haftung zu stark ist.  Aber immerhin – jetzt kann ich erst mal drucken und an den weiteren Einstellungen schrauben.

 

Die Einstellungen.

Tja, da gibt es einige Parameter die wichtig sind.

Dickere Schichten drucken schneller und halten besser, sehen aber nicht so toll aus wie feine Schichten.

Wieviel Füllung sollte man reinpacken? Zu wenig wird instabil, zu viel wird teuer und dauert lange.

Braucht man Stützen (für überhängende Teile)? Welche Haftungsgrundlage sollte man drucken? Eine Linie aussenherum (damit die Druckdüse sich “warmläuft”, einen breiten Rand aussenrum um Warping (Verziehen an den Ecken und Kanten beim Abkühlen)  zu verhindern  oder besser gleich eine massive Platte drunterdrucken?

Welche Temperatur sollte man nehmen?  Usw.

Nicht jede Einstellung taugt für jedes Objekt gleich gut.

Meistens funktioniert der Druck, auch wenn die Einstellungen nicht 100% sind.

Aber ich glaube das Feintuning kann zu einer Lebensaufgabe werden – zumal sich die Materialqualität ändern kann, die Luftfeuchte hat ebenfalls einfluss auf den Druck, die Raumtemperatur, Zugluft ist ganz schlecht.

Und ein bisschen Voodoo ist auch dabei 🙂

 

 

Demnächst gibts dann einen weiteren Teil mit den ersten gelungenen Objekten – auch richtig große sind dabei.

An eigenen Kreationen arbeite ich noch. Dazu schreibe ich dann auch noch was – Fusion360 und Co. sind für den Anfang auch nicht ganz einfach.

 

Aber trotz den vielen fehlgeschlagenen Versuchen – es macht Spass!

Geduld ist allerdings eine Grundvoraussetzungen. Aufstellen – Einstecken – losdrucken. Das geht garnicht.

Naja, geht schon – die Katze war ja gleich hervorragend. Aber früher oder später muss man sich reinknien.

 

 

 

 

 

 

Jochens Wetterblog am 6.7.2017

Rückblick

Nach vielen tollen Sommertagen gab es letzte Woche einen kleinen Rücksetzer. Die 30°C wurden leider nicht mehr ganz erreicht. Aber über 20°C waren trotzdem immer. Am kühlsten war der Samstag mit “nur maximal 20,2°C.  Am Mittwoch und Donnerstag gab es noch ein

mal viel Regen, 44 Liter pro Quadratmeter kamen dabei zusammen.  Der Juli startete kühl und mit vielen Wolken, aber bereits am 3. Juli gab es wieder mehr Sonne als Wolken und am 4. Juli schon wieder über 11 Sonnenstunden und fast 30°C.

 

 

Ausblick

Die nächsten Tage werden sehr sonnig, täglich über 10 Stunden Sonnenschein sind vorhergesagt. Dabei soll es Höchstwerte jeweils über 30°C geben. Auch Nachts bleibt es recht mild. Nur das steigende Gewitterrisiko trübt ein bisschen den Gesamteindruck.  Ab Montag soll es dann kühler und wechselhafter werden.

 

3D-Drucker: Creality 3D CR-10 – Teil2: Die Inbetriebnahme

Mein CR-10 3D-Drucker
Nach Teil 0 – der Vorgeschichte und Auswahl und Teil 2 – Die Bestellung geht es hier um den Zusammenbau und den ersten Druck mit meinem Creality CR-10.

 

Eigentlich ist es ein Hictop CR-10, aber die Dinger sind bis auf die Farbe der Ziergummies baugleich. Creality ist orange, Hictop blau. Manchmal gibt es aber auch den Creality CR-10 mit blauen Ziergummies. Im Prinzip kommt alles aus derselben Fabrik.

Die ursprünglich von mir angedachten Geräte werden alle in Einzelteilen geliefert, das sollte zwar technisch kein Problem sein, zeitlich aber schon. Wie bereits im Web zu lesen ist wird der Creality CR-10 weitgehend vormontiert geliefert. Nach weniger als 1 Stunde soll das Ding einsatzbereit sein. Mal sehen.

Als erstes wird natürlich die Kiste vorsichtig geöffnet.Im Karton sehr sauber verpackt finden sich  die Druckerteile in 2 Schichten aus Schaumstoff eingelegt.

Erste Schicht: Das Untergestell fertig montiert mit dem Heizbett und darauf befestigt die Glasplatte.

In der 2. Schicht die senkrechte Achse, ebenfalls vormontiert mit Druckkopf und Materialeinzug. Dazu die Steuerelektronik mit Netzteil und Display in einem Gehäuse, eine Rolle Tape (Malerkrepp) und eine Schachtel mit vielen Kleinteilen.

Sehr kompliziert sieht das ja nicht aus.

Dafür stinkt es bestialisch, ich will nicht sagen “chinesisch”, aber dieser Gummigeruch schlägt einem doch oft entgegen wenn man technische Dinge oder Dinge mit Gummiteilen aus China bestellt. Bei diesem Drucker stinkt es extrem. Laut Internet sind es die Ziergummies. Die kann man zur Not entfernen. Ich habe erstmal beim Zusammenbau alle Fenster geöffnet. Und im Druckerraum gibts ja auch eine Lüftungsanlage.

 

Beiliegend ist eine Kurzanleitung enthalten und ein paar mehr Infos sind auf einer kleinen SD-Karte.

Da ich mich vorab schon im Internet informiert habe hatte ich die Anleitungen bereits ausgedruckt vorliegen. Als erstes muss man das senkrechte Gestell mit dem Waagerechten Teil verschrauben. Dafür ist die Hilfe einer weiteren Person ganz gut, es geht aber auch problemlos alleine.4 Schrauben einschrauben, dabei aufpassen daß alles ausgerichtet ist, fertig.

Der Drucker steht.

Jetzt wird links und rechts noch eine Versteifung in Form eines T-Stücks angebracht, auf der Linken Seite ist noch der Endschalter für die senkrechte Achse enthalten. Danach sollte man alle Schrauben überprüfen und bei Bedarf festziehen. Aber Achtung – nach Fest kommt Ab. Also nicht überdrehen.

Als nächstes schraubt man den Filamentrollen-Halter an das Netzgerät.

Dann nimmt man die bebilderte Anleitung und verbindet die Stecker für X/Y/-Achse und Sensoren, alle Stecker sind sauber markiert, wegen der kleinen Teile etwas fummelig aber problemlos auch für Nicht-Elektroniker möglich.

 

Zum Schluss testet man noch ob sich das Druckbett problemlos verschieben lässt und ob es wackelt. An der Unterseite sind Exzenter-Schrauben, damit kann man die Festigkeit einstellen. Zu fest läuft es nicht mehr sauber, zu lose wackelt es. Ist aber nicht schwer. Das Druckbett sollte man mit einem Finger problemlos verschieben können.

So, fertig, der Drucker ist Ein

 

satzbereit, nicht einmal 20 Minuten hat das gedauert – incl. ein paar Fotos für meinen Blog.

 

Inbetriebnahme

Naja, ganz fertig ist das Ding noch nicht, jetzt muss man erst noch kalibrieren.

Das heisst, man schaltet den Drucker erst mal ein. Wenn nichts raucht und das Display am Netzteil angeht hat man schon mal fast gewonnen. Im Menü gibt es eine Funktion “Auto-Home”. Damit fährt der Druckkopf nach links vorne und dann nach unten. Normalerweise sollte er nach Anleitung jetzt 1-2cm über dem Druckbett hängen.

Jetzt schaltet man den Drucker wieder aus.

Unter dem Drucktisch sind 4 Schrauben, an jeder Ecke eine.

Dreht man diese links herum, dann geht der Tisch hoch, dreht man rechts herum, dann geht der Tisch runter. Mit diesen Schrauben stellt man den Tisch so ein, daß zwischen Düse und Drucktisch gerade mal ein Blatt Papier durchgeht. Nicht weniger, sonst kratzt der Druckkopf am Tisch und geht kaputt, aber auch nicht mehr, sonst hält der Druck nicht am Tisch. Das ist ein bisschen fummelig. Und bei meinem Exemplar gab es massiv Probleme weil das Glas nicht eben war! (dazu später mehr)

Hat man den Tisch sorgfältig(!) gelevelt kann es losgehen.

Dem Drucker liegt eine kleine Rolle Filament bei, damit kann man gleich mal erste Testdrucke erstellen.

Auf der Speicherkarte ist auch direkt ein Muster dabei, das ist allerdings fehlerhaft, der Katze fällt beim Druck der Kopf ab – jede 2. Anfrage in Internetforen zur Inbetriebnahme dreht sich um dieses Problem.

Ich hatte das allerdings schon vorab gelesen und eine korrekte Datei heruntergeladen.

Am Drucker kann man die gewünschte Datei zum Drucken von der Speicherkarte auswählen und los gehts.

Wenn man nichts falsch gemacht hat fängt der Drucker jetzt an, das Druckbett und die Düse zu heizen. Danach startet der Druck – und das kann bei einem 3D-Drucker üblicherweise dauern…

2 Stunden später ist meine Katze dann fertig.

Ein fast perfekter Druck (für meine Verhältnisse eigentlich komplett perfekt. Aber bevor jetzt jemand was anderes sagt schreibe ich einfach “fast perfekt”.

Die Katze sieht drucktechnisch super aus.

Mein erster 3D-Druck mit dem Creality CR-10 ist perfekt gelungen.

Ich bin stolz wie ein kleiner König.

Ja ich kann jetzt 3D drucken.

 

Weniger als 1 Stunde vom Öffnen der Kiste bis zum Start des ersten Ausdrucks und dann nach 2 Stunden der erste 3D-Druck.

Erstes Fazit:

Der Creality/Hictop CR-10 ist ein geniales Gerät für einen sehr günstigen Preis.

Durch die weitgehend vormontierten Teile sehr einfach aufzubauen und in der Bedienung sehr einfach.

 

Das Glückgefühl ist aber schnell wieder vorbei.

Darum geht es im nächsten Teil – Der 3D-Horror: nichts geht mehr.