






Mit den 2 Maschinen aus Stand Homeserver3 wäre ich eigentlich ganz zufrieden, gäbe es nicht 2 ganz gravierende Nachteile:
1. 2 PCs bedeutet auch doppelten Stromverbrauch
Sowohl der SBS 2008-Server als auch der Homeserver liefen 24h komplett durch.
Bei den vielen Platten und der verbauten Hardware war das gesamt so ca. 300-400W an Dauerlast.
Das zieht natürlich die Stromrechnung nach oben.
2. Windows 2008 SBS hat einen gravierenden Bug!
Wenn man Dateien vom Server auf einen Arbeitsplatz kopiert packt der Server 2008 die Datei in den Hauptspeicher um sie von dort schneller verschicken zu können. Gemeinerweise macht er das auch wenn die Datei größer ist als der Hauptspeicher. Das äussert sich dann darin, daß man eine 50GB-Datei kaum oder garnicht mehr vom Server herunterkopieren kann - zuerst steigt der Speicherverbrauch auf 100%, dann fängt die Kiste an, das auch noch auszulagern und irgendwann reagiert der Server nicht mehr.
In einem Forum hiess es, das läge am Board oder am Netzwerkkontroller, aber ich habe das zum Testen auf 4 verschiedenen Installationen ausprobiert.
Erst in US-Foren habe ich Leute mit demselben Problem gefunden.
Da ich Super8-Filme für Kunden überspiele ist das natürlich toll - erst alles auf den Server und wenn man dann zurückkopieren will geht es nicht mehr.
Mit einem geheimen Schalter für XCOPY (/J) kann man die Pufferung ausschalten, dann geht es wieder.
Der Bug wurde erst mit Windows 2008 R2 behoben, das basiert auch nicht mehr auf Vista sondern auf Win7. Nur dummerweise gibt es R2 nicht für SBS.
Irgendwie musste ich alles auf eine Kiste bringen.
Zufällig bin ich dann in einem Gespräch mit einem Fachmann auf Hyper-V gestossen worden.
Prinzipiell nur eine weitere Virtualisierungs-Variante wie das von mir bereits eingesetzte Virtualbox, aber diesmal von Microsoft und direkt im Server 2008 integriert.
Ich habe dann einen PC mit einer Intel i7-CPU im Sockel LGA 1366 zusammengeschraubt, Sockel 1366 deswegen, weil hier 6 Speichersteckplätze zur Verfügung stehen statt nur 4. Damit ist ein günstiger Ausbau auf 12GB RAM möglich, gut man könnte auch 4GB-Speichermodule nehmen, aber die sind extrem teuer, mit 6x2GB ist man deutlich günstiger dabei.
Das Gehäuse habe ich von meinem alten Server übernommen - oben im Bild sieht man das Teil provisorisch zusammengebaut.
Als Basis habe ich Hyper-V von Microsoft eingesetzt und darauf alles was ich bisher hatte als Virtuelle Maschine installiert:
Der SBS2008 läuft mit 6GB RAM, meine Wetterstation unter XP mit 700kByte, www.bastel-bastel.de unter Ubuntu 10.4 mit 800kByte, der Homeserver mit 1GB und einen Arbeitsrechner für die Filmbearbeitung habe ich mir auch noch eingerichtet.
Mehr wäre theoretisch möglich, aber dann müsste ich doch wieder teuren Speicher einsetzen.
Durch den i7-Prozessor sind die einzelnen Systeme deutlich schneller, auch wenn jetzt nur noch ein Rechner im Keller steht.
Die Datensicherung ist extrem einfach - einfach virtuelle Maschine ausschalten und das Image wegsichern, fertig.
Und die Platten habe ich direkt auf der Hyper-V-Maschine freigegeben, damit kann ich jetzt auch endlich große Dateien problemlos vom Server wieder herunterkopieren.
Im Gegensatz zu Virtualbox kann Hyper-V leider keine USB-Ports an die Clients durchreichen.
Aber mit meinem Belkin USB-Netzwerk-Hub funktioniert meine Wetterstation trotzdem einwandfrei.
Und seit Anfang Mai läuft die Kiste jetzt fast einen Monat ohne irgendein Problem.
Für meine Zwecke benötige ich Exchange, das läuft am einfachsten mit dem Windows SBS2008-Server, deswegen habe ich mir dafür eine Lizenz zugelegt. Exchange ist einfach genial.
Ich habe zwar nur 3 Benutzer angelegt aber mehrere PCs, früher mit Outlook und der PST-Datei auf dem Server gab es laufend Probleme.
Andere Lösungen haben nicht richtig funktioniert (AVM KEN) oder waren gleich genauso teuer wie eine SBS2008-Lizenz, also warum nicht Exchange.
Viel Plattenplatz benötige ich für meine Kundendaten, allein für das Rohmaterial an Super8-Videos benötigt man 13-15GB pro Stunde. 2-3 Stunden pro Auftrag, Rohmaterial + Überarbeitetes Material, 4 Wochen Lagerung für eventuelle Reklamationsfälle oder Nachbestellungen und schon braucht man einige TB an Plattenplatz.
Bastel-Bastel ist ein Hobby und eine Versuchsstation für alle möglichen Dinge - deswegen ist das Design auch nicht so toll und durchgängig - hier wird einfach gebastelt.
Die Wetterstation ist ein weiteres Steckenpferd.
Und den Arbeitstaks verwende ich für die Filmbearbeitung, entweder für nebenher oder damit mein Arbeitsplatz frei ist bzw. nicht über Nacht laufen muss.
Den Homeserver nehme ich für die Sicherung der Arbeitsplätze.
(gute Seite über Homeserver übrigens: www.home-server-blog.de)
Und das alles soll auf einem PC laufen - mit Virtualisierung funktioniert das einwandfrei.
Jetzt mit Hyper-V :-)
Und sogar noch ein kleines Forum hat Platz gefunden - wer will kann es ja einfach mal ausprobieren -> Bastel-Bastel-Forum.