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Seite 2 der endlosen Heizungsproblematik

(29.9.2009)

Den Anfang der Heizungs-Problematik gibt es auf der Heizungs-Pfusch Seite 1.

Nachdem unser Heizungsbauer C wieder aus seinem Urlaub zurück ist wurde ein Termin mit den Werkskundendienst vereinbart.

Dabei wurden die kompletten 800 Liter Heizungswasser abgelassen und die Anlage fast komplett zerlegt.
Der Solarwärmetauscher war soweit in Ordnung, das MAG des Solarkreises hat 0 Vordruck.
Gefüllt wurde die Anlage diesmal mit entkalktem Wasser.


Obwohl es vom Hersteller hiess, unser Heizungsbauer sollte nur zuschauen (ist seine erste Heizung dieses Herstellers) hatte der Werks-Monteur einige benötigten Teile und Geräte nicht dabei (Säurepumpe zum Spülen des Solarwärmetauschers, etc.).

Der festsitzende Mischer des Heizkreises wurde ausgetauscht, ausserdem eine komplette Wartung durchgeführt. Die Heizung an sich sollte jetzt also hoffentlich funktionieren.

Zum Solarkreis:
das MAG muss unser Heizungsbauer noch füllen und überprüfen, er hatte kein Werkzeug dabei da er ja vom Hersteller nur zum Zuschauen dazugenommen worden war. Der Werkstechniker war zwar sehr kompetent aber ohne das passende Werkzeug ging weder das Spülen des Solarwärmetauschers mit Säure noch das Befüllen des MAGs.
Zum Solarwärmetauscher hiess es vom Kundendienstler: das sieht soweit in Ordnung aus, das geht auch ohne Spülung. Er hat den Wärmetauscher mit Wasser gespült und meinte das sei soweit alles in Ordnung.

Das Solar-MAG füllt unser Heizungsbauer die nächsten Tage.

Bei der genauen Überprüfung der Solaranlage wurde auf dem Dach massivster Pfusch festgestellt: sämtliche Verschraubungen waren überdreht oder im Gewinde zerstört. Nötige Stützhülsen fehlten und an einem Kollektor war ein Pfropfen aufgelötet worden - mit Weichlot!
2-3 Stellen waren undicht, kein Wunder daß nur noch 0,5 Bar auf der Anlage sind.

Leider müssen die Anschlüsse an den Kollektoren komplett neu eingebaut werden, wird wohl auch wieder nicht billig und laut Heizungsbauer kann er bei dem vorhandenen Pfusch nicht garantieren ob beim Ausbau der Verschraubungen nicht auch noch ein Kollektor beschädigt wird - die Anschlüsse seien mit massivster Gewalt zusammengeschraubt worden!

Ich kann mich noch bildlich daran erinnern daß der Klempner nach meiner Reklamation damals ("da dampft es neben dem Kollektor raus!") mit einer Rohrzange aufs Dach gestiegen ist und anschliessend grinsend zurückkam: "ich habe alles festgezogen, das bleibt jetzt auf ewig dicht!"

Mit meinem jetztigen Wissen würde ich ihm seine Rohrzange in den Allerwertesten stecken!!
Sollte irgendein Handwerker in Zukunft hier mit Zangen statt Schlüsseln an irgendwelche Bauteile fassen werde ich ihm das Werkzeug eigenhändig in den Hals schieben!

Der relativ geringe Solarertrag und die von mir bemängelte Differenz zwischen Kollektorfühler und Solar-Vorlauf über ca. 10K hatte ebenfalls Pfusch als Ursache:

Der Kollektorfühler war NICHT in der vorgesehenen Hülse eingebaut und NICHT mit dem vorgesehenen Gummi abgedichtet.

Der Kollektorfühler war mit einer Schraubklemme angeklemmt worden, diese Schraubklemme war bereits deutlich verrostet (welcher DEPP verwendet im Aussenbereich Lüsterklemmen!!)
Befestigt war der Fühler einfach mit einem Isolierklebeband.

Pfusch Hoch 3!

Die seit Einbau der Heizung immer noch im Keller liegende Blitzschutzdose wurde vom Werksmonteur wie vorgesehen auf dem Dach montiert.

Fazit der "Werkskontrolle":

Kompetenter Mann aber wegen mangelhafter Kommunikation im Werk fehlten einige Werkzeuge.
Unser Heizungsbauer wird die noch offenen Probleme beseitigen, danach hoffe ich auf eine funktionierende Heizungsanlage.

Es wurden üble Mängel aufgedeckt die eindeutig durch Pfusch verursacht worden sind und hoffentlich ohne Zerstörung des Kollektors behoben werden können.

Wird wohl wieder eine Stange Geld kosten, aber vielleicht läuft dann die Anlage eine Zeit lang ohne weitere Probleme.

Für die Trennung von 1-Rohr-System OG und 2-Rohr-System EG erhalte ich ein Angebot, wird natürlich jetzt deutlich aufwendiger da der Keller bereits weitgehend saniert ist.

Das MAG der Heizung ist mit 80L für 800L Heizungsvolumen deutlich zu klein, das wird entweder getauscht oder ein zweites wird parallelgeschalten.

 

Und die Rechnung stimmt immer noch:
Mit elektrischen Heizlüftern hätte ich die Bude seit Einbau für mindestens 10 Jahre (eher 15 Jahre) günstiger heizen können als mit dieser tollen Gas-Brennwert-Maschine.

Der Solar-Teil der Anlage wird sich wohl nie rechnen...

 

30.9.2009 - es ist kalt

Im Bad hat es nur 19 Grad. Für mich eigentlich egal, aber wir haben seit 6.9.2009 Nachwuchs und der sollte nicht frieren!

Ursachenforschung: Heizungsvorlauf soll: 35 Grad, Heizungsvorlauf ist: 19 Grad.
Ursache: Nach Austausch des Mischers wurden die Absperrventile leider nicht wieder geöffnet.
So ein kleiner Testlauf hätte sicher nicht geschadet.
Ein weiteres Stück zu meinem Handwerker-Puzzle...

Wie unendlich dumm muss man sein...

Handwerker-Pfusch: Lüsterklemmen im Aussenbereich
Handwerker-Pfusch: Lüsterklemmen im Aussenbereich

(27.10.2009)

 

... wenn man im Aussenbereich auf dem Dach Sensoren mit Lüsterklemmen anklemmt?

Nachtrag zum Beitrag vom 29.9.2009:
Hier das Bild der verrosteten/verrotteten Lüsterklemme, mit der der Kollektorfühler angeschlossen war.

Deutlich sieht man wie das Teil schon komplett verrostet ist.
Zudem wurde nicht einmal einwandfreies Material verwendet - der Kunststoff um die Schraube fehlt teilweise - oder der ausführende Handwerker hatte einfach keinen passenden Schraubenzieher und war zu faul, nochmal vom Dach zu steigen - so geht es natürlich auch, der Kunde wirds schon nicht merken - hat er aber doch bemerkt - Übelster Pfusch!


Danke an Heizungsbauer C der das Teil ausgebaut hat!




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1 1 Tue 28.07.2009 [08:19]