Feb 27

Feinstaubalarm – das unendliche Drama!

Aktuell wieder im Radio: Feinstaubalarm in Stuttgart!

Und? Ja, ist halt so. Interessiert doch keinen. Die Staus auf den Straßen sind jedenfalls bisher nicht kürzer geworden.  Fahrgemeinschaft? ÖVPN? Ne, viel zu anstrengend. Wer will sich schon in überfüllten und versifften Bussen und Bahnen an fremde Menschen kuscheln und Bazillen austauschen?  Oder nachts durch dunkle Bahnhöfe laufen.
Vielleicht sollte man das einfach mal attraktiver ausbauen.

Ein Einweg-Ticket von hier nach Stuttgart kostet mehr als ein Ganztages-Familienticket in Berlin. Dabei ist BaWü doch angeblich so reich und Berlin pleite.

 

Aber schöne Plakate hängen an den Brücken und tolle Anzeigesysteme gibt es dazu – Feinstaubalarm! ALAAAARRRMMM! Hilfe, wir werden alle sterben.

Oder so ähnlich…

 

Politiker fordern die blaue Umweltplakette

“Politiker fordern” – wie wäre es mit “Politiker machen”?

Aber klar, niemand ist zuständig.

 

Was soll die blaue Umweltplakette bringen wenn dann doch wieder betrogen wird?

Allein durch den Aufkleber werden die Abgase auch nicht weniger.

Aber immerhin werden damit wieder Verwaltungsbehörden beschäftigt und es lassen sich neue Fahrzeuge verkaufen.

Die dahinter stehenden Grenzwerte und Vorschriften müssen eingehalten werden.  Die Aufkleber bringen nichts!

Es ist übrigens spannend wie Feinstaub, SOx, NOx und sonstige Schadstoffe immer zusammengewürfelt werden.

Dieselfahrverbote? Benziner sind in vielen Bereichen auch nicht besser.

 

Die grüne Plakette reicht für die Luftreinhaltung vollkommen aus!

Man muss nur die zugrunde liegenden Grenzwerte einhalten, kontrollieren und Überschreitungen sanktionieren:

Fahrzeuge müssen die Grenzwerte immer einhalten, nicht nur auf dem Prüfstand.

Ein Fahrzeug das die Werte nicht einhält ist defekt und muss repariert werden.

Werden die Werte ab Werk nicht eingehalten, dann muss die Zulassung entzogen, die Fahrzeuge zurückgenommen und die Kunden entschädigt werden -> Produkthaftung!

 

Die aktuelle Situation ist ein großer Betrug mit Duldung der Behörden!

Damit degradiert sich die BRD zur Bananenrepublik!

 

Schummeldiesel?

Geschummelt wird vielleicht beim Spielen oder bei Prüfungen in der Grundschule.

Das was aktuell mit den Fahrzeugen abläuft ist gewerbsmäßiger Betrug!

Fahrzeuge mit Betrugsoftware müssen gegen Entschädigung zurückgenommen werden, die verantwortlichen Manager gehören in den Knast. Oder glaubt irgendwer wirklich, daß irgendein Ingenieur oder Arbeiter aus der untersten Ebene der Hierarchie einfach mal so für seinen Konzern so eine Software installieren kann ohne daß das Management davon weiß?

 

Wenn die Fahrzeuge nachweislich die Grenzwerte der grünen Plakette um das 4 bis 10fache übersteigen, dann bedeutet das im Umkehrschluss daß man allein durch das Beenden dieser Betrügereien  die Schadstoffbelastung um 70-90% reduzieren kann – mit bestehenden Gesetzen und Vorschriften.

Man muss nur wollen – und machen! (Fordern reicht nicht)

 

Eine blaue Plakette bringt genau “GARNICHTS”, ausser daß die Konzerne wieder Millionen daran verdienen wenn der kleine Bürger dazu gezwungen wird, sein neuwertiges Fahrzeug zu verschrotten und durch einen Neuwagen zu ersetzen.

Oder glaubt irgendwer wirklich daß seit Aufdeckung der Betrügerei komplett neue Motoren entwickelt wurden die auf einmal so sauber sind daß Neufahrzeuge alle Grenzwerte einhalten?

Woher sollte dieser Innovationssprung kommen wenn das System ausgelutscht ist und vorher nur Verbesserungen im Promillebereich möglich waren? Alien-Technologie?

Da werden Motoren jahrelang entwickelt und optimiert damit 1-2% mehr Effizienz rauskommen Schadstoffe um 5% reduziert werden und wenn sich dann nach 2 Jahren Betrieb herausstellt daß die Teile zuviel Schadstoffe ausstoßen gibt es innerhalb von 2 Wochen ein Softwareupdate oder ein Stück Plastik das die Abgase um 80% reduziert. Klar, das ist jetzt vollkommen logisch. Das Plastikteil bringt für die Abgase genausoviel wie ein Aluhut gegen Handystrahlung.

 

Es gibt übrigens Lösungen die funktionieren, allerdings kosten die Geld, dann werden die Fahrzeuge entweder teurer oder der Konzerngewinn kleiner. Deswegen versucht man es halt lieber mit Betrug.

Und wie man sieht funktioniert das ja – zumindest in unserer Bananenrepublik – da darf der betrogene Kunde für die Nachrüstung zahlen, nicht der  Betrüger.

 

Folgendes Szenario wird sicher niemals stattfinden, wir sind ja keine Bananenrepublik und es geht ja auch nicht darum, daß sich die Konzerne die Taschen vollstopfen:

 

  1. Nachrüstpflicht auf Kosten der Fahrzeughalter – die dürfen für den Betrug der Anbieter blechen. – Die Industrie verdient.
  2. “großzüge” Abwrackprämien für neue Euro6/7/8-Fahrzeuge mit blauem Aufkleberchen – Die Industrie verdient.
  3. sobald die DEUTSCHE Industrie ihre Elektrofahrzeuge marktreif hat, also so in 2-5 Jahren (ab 2020) sind dann auch die neuen Verbrenner ganz böse, incl. Benziner. Da gibt es dann wieder den gleichen Tanz und man darf auf Elektrofahrzeuge umsteigen – Die Industrie verdient.

Zwischenzeitlich gibt es für die verantwortlichen Politiker feine Aufsichtsratsposten.

Nein, sowas wird hier niemals stattfinden. Wir sind ja kein Dritte-Welt-Land.

Oder doch? Naja gerade heute gibts ein Urteil: Diesel-Fahrverbot ist möglich.

Was jetzt wohl passiert?

Damit müssen dann einige Leute ihre Fahrzeuge nachrüsten oder verschrotten – und die Betrüger die wissentlich manipulierte Fahrzeuge verkauft haben verdienen nochmal dran – an der Nachrüstung oder an Neuwagen.

 

An Sarkasmus ist auch die aktuelle Werbung eines deutschen Autoherstellers nicht zu überbieten:
Umweltprämie für alle Neuwagen OHNE STECKER – also Prämie für neue Stinker die laut Datenblatt für den blauen Aufkleber tauglich sind. Da bin ich aber mal auf die Messungen im Realbetrieb gespannt.

Also mindestens noch 2 Runden mit viel Geld für die Autobauer.

Glaubt eigentlich wirklich irgendwer wirklich daß ein 2-Tonnen-SUV mit Hybrid-Motor nur 2L auf 100km verbraucht? Klar, bei 20km Messzyklus muss man nur den Akku so auslegen daß das Ding auf dem Prüfstand genau die 20km elektrisch fährt, dann braucht man keinen Sprit. Danach gibts die Zulassung, den blauen Aufkleber und dann raus auf die Straße und nach 20km wird der Verbrenner dazugeschalten. Alles im grünen Bereich.

 

Dumm nur daß die Welt sich nicht auf Deutschland beschränkt und aussenherum viele schon viel weiter sind.

Ne, die deutschen Hersteller sind nicht hinterher. Im Ausland wird schon kräftig was mit modernen Antrieben verkauft – dort wo es halt nicht anders geht. In Kalifornien oder in China. Nur in Deutschland ist der alte Stinke-Diesel noch “State of the Art” weil sich hier mit Hilfe der Politik nochmal richtig viel Geld verdienen lässt.

 

Aber das Volk will es ja auch so. Man muss nur schauen was für Fahrzeuge jeden Morgen vor dem Kindergarten und der Schule auffahren. Ohne SUV ist man ja schon etwas ausgegrenzt.

Die Schornsteine dieser Straßenkreuzer genau in der richtigen Höhe damit die kleinen Menschen noch eine Nase Feinstaub, SOx und NOx mitbekommen.

 

Das Problem erledigt sich aber anscheinend bald von alleine wenn die deutschen Autobauer von Chinesen aufgekauft werden, das geht schneller als man denkt. Immerhin – die Politiker wollen “über diese Sache reden”.

 

Ausserdem sind da ja auch noch die LKW – die fahren alle mit Diesel.

Was passiert mit denen?

Kann man die jetzt einfach alle wegwerfen? Da werden aber einige dumm schauen wenn die Supermärkte leer sind oder das Paket aus dem Onlineshop nicht ankommt. Vielleicht wäre die bessere Lösung daß man einfach mehr Kontrolleure einstellt und mal schaut was manche Spediteure so alles ein- oder ausgebaut haben um weniger Harnstoff zu benötigen. Die Anständigen sind auch hier wieder die Dummen. Wenn die deutschen Spediteure alle pleite sind, dann kommt das chinesische UMSATZSTEUERFREIE, ROHs-, VERPACKUNGSABGABEN-freie Billigspielzeug  noch öfter nur noch mit Polnischen LKWs ohne Abgasreinigung.

Und die Handwerker können ihre Geräte und Maschinen ja zu Fuß zum Kunden tragen.
Oder sich ein Pferdefuhrwerk zulegen. Ging doch früher auch.

 

Nochmal meine Meinung:

Es gibt ausreichend Vorschriften, man muss sie nur einhalten, kontrollieren und Verstöße sanktionieren.
Wenn die ganzen Gammel- und Betrugsfahrzeuge von den Straßen sind ist die Luft schon ein bisschen sauberer.

Aber daran verdient ja die Industrie nichts.

 

 

Irgendwie schon ziemlich traurig was da aktuell abgeht.

 

 

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