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Jan 12

Eismann – die Bastelgeschichte (Iceman – the making of)…


Nachdem unser Eismann (ICEMAN) einiges Feedback erzeugteEismann Ingersheim und einige Leute fragten wie der denn gemacht worden sei will ich hier ein kleines „making of“ präsentieren.

Passt ganz gut, denn immerhin ist das hier meine Bastel-Seite und leider habe ich schon lange keine Bastel-Tipps mehr veröffentlicht.

 

Der Eismann besteht NICHT aus Handschuhen oder sonstigen Schummel-Materialien. Kopf und Hand sind blankes kaltes Eis!

Geformt von der Natur.

Gebastelt von Lian (7) und Jochen (etwas älter)

 

Angefangen hat es damit, daß wir bei den vorhergesagten eiskalten Nächten einfach ein Experiment machen wollten.

Daher habe ich zusammen mit meinem Sohn ein paar Luftballons und Einweghandschuhe mit Wasser gefüllt und im Garten aufgehängt um zu sehen was passiert – Platzen die? Gefriert das Wasser? Bleibt es flüssig? Oder was sonst könnte passieren? Für Erstklässler ein prima Experiment.

Wichtig dabei:

Da der Aussenwasserhahn natürlich abgestellt ist mussten wir die Ballons und Handschuhe im Bad füllen – für das Raustragen unbedingt einen Eimer nehmen. Ansonsten kann es leicht passieren daß das Wohnzimmer unter Wasser steht 🙂

Ergebnis des Experiments:

Bei -10°C Aussentemperatur war am nächsten Morgen alles gefroren.

Bis auf die Luftballons in die wir einen Tropfen Seife gefüllt hatten, die waren noch komplett flüssig.

Ein Handschuh war geplatzt und ausgelaufen, die anderen hatten alle Risse, aber das Wasser war schnell genug gefroren so daß es einige lustige Eisskulpturen gab.

 

Die nächste Idee wäre, innen irgendetwas hineinzufüllen, z.B. Murmeln, Blüten, Blätter. Was einem so einfällt.

 

Kleiner Exkurs:

mit Einweghandschuhe kann man übrigens wunderbarEntkalken mit Einmalhandschuh die Dusche entkalken. Besonders praktisch ist das bei Deckenarmaturen oder ähnlichen wie unserer Grohe Raindance die sich nur schlecht abmontieren lässt.

Einfach 1-2 Entkalkertabletten in den Handschuh (Aber Achtung – das sollten welche sein die Chrom nicht angreifen wenn man verchromte Armaturen hat!), Handschuh über die Armatur und dann ganz vorsichtig das Wasser aufdrehen bis der Handschuh leicht gefüllt ist, dann einwirken lassen, später dann einen Finger abschneiden, Wasser rauslaufen lassen, Handschuh abnehmen, reinigen. Fertig.

Wichtig:

Anwendung auf eigene Gefahr – Entkalker sind Säure und damit SEHR gefährlich, vor allem bei Augenkontakt. Daher nehme ich auch keinen flüssigen Entkalker sondern Tabletten, die lösen sich erst auf wenn alles fest montiert ist und Wasser einläuft – man selbst steht dann natürlich NICHT darunter!

Dann natürlich niemals drunterstehen und beim Abnehmen erst ein kleines Loch reinpieksen oder Finger abschneiden.

Dabei von der Seite arbeiten, niemals von unten!

Ende Exkurs

 

weiter mit dem Eisexperiment…gefrorener Handschuh

Bei knapp -10°C gab es lustige Eisobjekte. Je nach Form und Füllstand von Luftballon und Einweghandschuh entstanden ganz unterschiedliche Objekte.

Das Abnehmen der Gummis war viel einfacher als erwartet. Durch den Frost war das Material sehr spröde geworden und liess sich einfach abziehen, der Gummi riss schon bei leichtestem Zug. Übrig blieben das Eis.

Man könnte damit auch lustige Objekte formen indem man diese Bastel-Balloons für Balloonfiguren verwendet.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Und die Kinder sind mit Freude dabei.

 

 

gefrorener Luftballoon

Gut, die Eis-Objekte sind das Eine. Für unseren Eismann brauchen wir noch Schnee…

Am Tag nach unserem Eis-Experiment begann es zu schneien und unser Sohn wollte unbedingt einen Schneemann bauen.

Nur leider reichte der Schnee aus 40qm Hof nicht für einen Schneemann und auch der Schnee aus dem Garten und von den Nachbarn reichte einfach nicht.

Es gab nur einen kleinen Schneehaufen. Keine Chance einen „richtigen“ Schneemann zu bauen.

Daher kamen wir auf die Idee, die Eisobjekte zu verwenden. Eine Hand aus Eis, der Kopf ebenfalls aus Eis, das sah schon recht lustig aus.

Irgendwer hatte im Hof einen Kabelbinder verloren, der diente als Antenne. Ein Stück Schnur in Wasser getaucht und an den Eis-Kopf gehalten fror sofort fest. Fertig war der Mund.

Für die Augen fanden sich 2 Ahorn-Samen.

Da reichte es, diese mit dem Finger auf das Eis zu drücken. Das Eis schmolz und beim vorsichtigen Loslassen gefror es sofort wieder – und fertig waren die Augen.

Jetzt noch ein paar Knöpfe an den Schnee-Anzug, fertig war der „Iceman from Outer Space“

Ist doch mal etwas anderes als einfach nur ein Schneemann.

Am nächsten Wochenende soll es wieder bis -10°C geben, wir sind schon am Überlegen, was man sonst noch für lustige Eisobjekte basteln kann – aber vorsicht. Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus – Schüsseln und Eimer können Schaden nehmen – für die Experimente nur Dinge verwenden die man nicht mehr benötigt.

Und keine Glasobjekte oder sonstiges Material das beim Platzen scharfe Splitter bilden kann!

Aber das sollte ja selbstverständlich sein.

 

Bis dahin:

Seid gegrüßt, Erdlinge!, lebt lang und in Frieden! 🙂

Eismann Ingersheim

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