Das Beste im Netz

 

Hier unbedingt mal

vorbeischauen:

 

Druckeronkel

Ingersheimwetter

Soundprofi

 

Das Bastel-

Bastel-Forum!

 

Suche noch Leute

die im Forum

mitmachen!






www.bastel-bastel.de verwendet Cookies.
Durch die Nutzung dieser Webseite erklaeren Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Weitere Infos zur Verwendung von Cookies erhalten Sie hier



Unser erstes Elektroauto - BMW i3

Wie lange ich mir schon ein Elektroauto wünsche weiß ich nicht. Verbürgt ist jedenfalls daß ich bei Installation unserer Photovoltaikanlage 2006 erklärt habe daß zu dieser Anlage irgendwann das passende Elektromobil angeschafft würde.

 

Nun hat es noch über 9 Jahre gedauert und im August 2015 ist es endlich soweit:

 

unser Elektroauto ist da!

 

Zwischenzeitlich habe ich den Elektroantrieb von 2006 bis 2009 mit einem Toyota Prius ausprobiert.

Ein super Fahrzeug für einen Verbrenner. Aber die elektrische Reichweite liegt eben doch nur bei ein paar Metern.

Genug um das Elektrofeeling auszuprobieren aber zu wenig um damit zufrieden zu sein.

Mit Geburt unseres Sohnes war der Prius dann leider zu klein und ein Kombi musste her.

Ein Mazda 5 - für einen Verbrenner ein ganz nettes Auto und vor allem eins: sehr zweckmäßig.

Vor allem die Schiebetüren sind klasse.

Aber es ist halt ein Knallzischbumm-Verbrenner der mit destilliertem Dinoschlamm angetrieben wird.

Ich wollte einen Sonnenantrieb - Fahren mit Strom von der eigenen Solaranlage.

 

Angefixt

Über Elektroautos habe ich natürlich viel gelesen.

Aber ausschlaggeben dafür daß ich mich erneut intensiv damit befasst habe war ein Bekannter der mich zum Elektromobilisten-Treffen in der Mäulesmühle bei Stuttgart mitgenommen hat - mit einem Renault Zoe.

 

Das war eigentlich der Tag als der Countdown zum Kauf startete.

 

Elektroauto fahren ist einfach anders - besser.

Wer nicht ernsthaft vorhat, sich ein eMobil zuzulegen sollte besser keine Probefahrt machen.

Verbrenner fahren macht anschliessend keinen Spass mehr!

 

In der Mäulesmühle standen sie dann alle zusammen: Tesla Roadster und Model S, Renault Zoe, BMW i3, Nissan Leaf und e-NV Evalia sowie einige Exoten - naja, eigentlich sind Elektroautos alle Exoten.

 

So einen Parkplatz darf man sich nicht anschauen wenn man sich ein Elektroauto wünscht, das ist ungefähr so wie wenn man Kinder durch die Schokoladenfabrik führt und sagt: "nur nichts anfassen".

 

Welcher soll es denn sein?

Fragt man unseren 5jährigen Sohn welches Auto wir kaufen sollen dann kommt ganz eindeutig nur Tesla in Frage.

Klar, das derzeit beste Elektroauto am Markt.

Allerdings:

unser Fahrzeug sollte auch etwas Zweckmäßig sein - ein Kombi. Mit Schiebetüren - meiner Frau gefällt das von unserem Mazda 5.

Tesla schied also aus, das Teil ist eher etwas für Business-Menschen, ausserdem ist das ein riesiges Schiff mit 5m Länge.

Und damit hier im Ballungsraum herumfahren, zum Einkaufen und in der Stadt einen Parkplatz finden.

Das Ding ist einfach zu groß.

Nissan E-NV2000 Evalia - das wäre das richtige Auto für uns.

Nur - der Mazda 5 ist eigentlich zu schade um ihn zu verkaufen, ist ja gerade erst 5 Jahre alt. Der Wertverlust wäre zu extrem. So ein Fahrzeug zu verkaufen wäre nicht wirklich sinnvoll. Ausserdem hat der Nissan wie alle Elektrofahrzeug (ausser Tesla) das Reichweitenproblem - 150km sind ohne Nachladen drin, mehr nicht.

 

Nach einigem Hin und Her dann die Idee daß ein Zweitwagen doch ganz gut sei.

Das hatten wir früher schon. Seit ich allerdings überwiegend Dienstleistungen von Zuhause anbiete (www.druckeronkel.de) kann es auch mal sein daß ich 3 Tage überhaupt kein Auto brauche. Manchmal gab es zwar Terminkonflikte, aber alle irgendwie lösbar. 2 Autos sind da fast Luxus.

 

Trotzdem - der Elektro-Virus hatte mich infiziert.

Und ich tat was man da nicht machen darf - eine Probefahrt im Renault Zoe.

Die Fahrt war eine absolut tolle Erfahrung.

Autofahren 2.0 - Ruhe, Eleganz und bei Bedarf ausreichend Kraft. Ohne Ruckeln, Verzögerung und irgendwelchen Lärm vom Explosionsmotor. Der Zoe-Motor ist zwar nicht besonders stark. Aber das Ansprechen des Elektromotors ohne Schaltung, ohne Verzögerung und Gedenksekunde bis die Drehzahl stimmt, das Gefühl ist einfach besser. Spontaner, spritziger.

 

Autofahren 2.0 hatte ich in 2007 schon für meinen Toyota Prius geschrieben. Wobei das ein Hybrid-Fahrzeug war und überwiegend mit Benzinmotor fuhr, der Prius ist daher eher Autofahren 1.5.

Elektroautofahren ist dagegen wirklich was ganz Anderes, Neues, Besseres.

 

Man muss es einfach erleben.

Renault schubst sich ins Abseits...

Eigentlich wäre das mein Auto gewesen - gut, günstig (zu der Zeit mit 5000,- Euro Bonus) und wirklich ein Spassmobil.

Dazu klein, wendig und das ideale Stadtfahrzeug.

Wenn da nur die leidige Batteriemiete nicht wäre.

Mit minimum 50,- Euro im Monat geht es los. mit 79,- Euro darf man mehr Kilometer, aber als Zweitwagen wäre allein durch die Batteriemiete der Kilometerpreis teurer geworden als Taxifahren. Und dann die Gerüchte mit dem Wiederverkauf - die Batterie kann man nicht verkaufen, die gehört einem ja nicht. Nur das reine Auto. Aber wer kauft sich ein gebrauchtes Auto ohne Batterie? Und wer übernimmt einen Batterie-Mietvertrag?

 

Nein, das wollte ich nicht.

Mein Motto: Kaufen, bezahlen, besitzen. Miete ist nicht mein Ding. Und mit Banken habe ich zudem schlechte Erfahrungen.

Schade. Ende des Elektro-Traums - fast...

 

 

Das Grinsen im Gesicht...

irgendwie war ich gefrustet, es schien nichts passendes für mich zu geben.

BMW i3? Ist der nicht zu teuer? Ist das ein Auto für mich?

Ausprobieren kann man ja mal. Eigentlich hatte ich garkeine Lust mehr.

Den i3 probezufahren ist auch garnicht so einfach. Normale BMW-Händler dürfen das Fahrzeug garnicht verkaufen, das geht nur über sogenannte i-Agenten.

Aber eine Probefahrt musste dann doch noch sein, allein schon der Vollständigkeit halber.

 

Mit Frau und Kind ging es zum Autohaus. Der i3 wartete schon auf uns.

Die Reaktion meiner Frau hat mich dann überrascht: "so hässlich sieht der doch garnicht aus".

Kindersitz eingebaut, Fahrzeug erklären lassen und schon ging es ab auf die Probefahrt.

Die Türen schlagen satt zu, alles fühlt sich edel an, wertig, kein Vergleich zum Renault. Den Aufpreis kann man fühlen. BMW kann Premium.

Die erste Ampel raus aus der Stadt, ich stehe ganz vorne. es geht 2spurig den Berg hoch (Heilbronn Richtung Untergruppenbach). Die Ampel wird grün, ich probier einfach mal was passiert - und das Auto zieht - und zieht - und zieht ein Grinsen ins Gesicht. Meine Frau hält sich erschrocken fest, unser Sohn brüllt "nochmal Papa", aber auf der Strecke gibt es eine Geschwindigkeitsbeschränkung, man will ja nicht gleich ein Foto.

Der Blick in den Rückspiegel lässt einen Grübeln - war wirklich schon grün - wo sind die denn alle?

Meine Frau feixt: "hör auf zu grinsen".

 

Ja, das Auto gefällt mir!

Wir fahren hoch auf Burg Stettenfels. Das Auto taugt auch für 30er-Zonen. Langsames Cruisen geht genauso gut wie extreme Beschleunigung. Kein Ruckeln, kein Zuckeln. Tritt man aufs Pedal macht das Auto einen Satz wie ein Rennpferd - ganz ohne Lärm. Bei einem Sportwagen mit Verbrennermotor hätte ich mir den Spass vielleicht nicht so oft getraut. Nicht daß die Leute einen blöd anschauen wenn der Verbrenner aufheult weil man "sportlich" davonziehen will. Im BMW i3 geht das ganz still und leise. Man kann Spass haben und niemanden damit stören.

Die Frau erschrickt noch ein paarmal und der Sohnemann macht Freudenhüpfer soweit Kindersitz und Sicherheitsgurt das erlauben.

Die obligatorische Frage nach dem zu kaufenden Auto wird zwar wieder mit Tesla beantwortet, aber auf die Frage wie es mit dem i3 aussieht meint er: "der ist auch ok".

 

DAS ist genau das Auto das ich haben will!

 

Macht das Sinn?

Zugegeben - billig ist der Spass nicht. Autos haben mich bisher auch nicht wirklich interessiert. Die waren eher Mittel zum Zweck. Beim Ford Escort Combi wurde ich noch gefragt was ich mit einem Kombi will -da kauften die meisten noch Limousinen. Ich fand Kombi einfach Praktisch. Danach ein Ford Focus Turnier mit 2l-Maschine, auch eher ein Vernunft-Auto aber mit etwas mehr Power. Dann der Prius - ein tolles Auto. War allerdings ein Leasingfahrzeug und mit Geburt unseres Sohnes dann auch zu klein.

Danach wieder ein Kombi - Mazda 5 - den hat meine Frau ausgesucht, wegen der Schiebetüren. Ich wollte nur Automatik und mindestens 100PS, 145 sind es dann geworden. bei der fahrenden Schrankwand allerdings gerade ausreichend.

 

Tja und jetzt die kleine Rennsemmel - braucht man das?

 

Ein bisschen Spass muss sein...

Ja man braucht!

 

über 10 Jahre will ich schon ein Elektroauto.

Die Welt um uns herum geht zugrunde durch alle möglichen Kriege und Krisen. Vielleicht fällt uns morgen der Himmel auf den Kopf.  Andere leisten sich zum Spass einen Porsche oder eine Harley. Wieso soll ich mir da nicht auch mal was gönnen?

 

Bei 10-12 Stunden Büro pro Tag kann man doch auch mal Spass haben.

Selbst meine Frau die das Auto eigentlich für überflüssig hält meinte "Du hattest so ein Grinsen im Gesicht und 10 Jahre sprichst Du schon davon, kauf es Dir halt!"

 

Der i3 ist für mich der ideale Stadtflitzer. klein, wendig und sauschnell. und er macht unheimlich Spass.

Das Ganze ohne schlechtes Gewissen, denn der Strom kommt von der Sonne - über unsere Solaranlage mit Eigenverbrauch.

Und angeblich soll das Auto kaum Verschleiss haben, die Konstruktion mit Alu und Karbon soll 20 Jahre und mehr halten.

Die Produktion ist angeblich absolut nachhaltig und ökologisch (wenn man das bei einem Auto sagen darf) - also her damit.

2 Tage nach der Probefahrt war ich beim Verkaufsgespräch...

 

Er ist da!

Am 6.8.2015 war es endlich soweit - ich durfte meinen i3 abholen.

Wow - mein Elektroauto. So richtig fassen konnte ich es noch nicht.

Die Heimfahrt war etwas schwierig, das Navi hatte ich zwar programmiert aber anscheinend irgendeinen Knopf falsch gedrückt und so wollte der i3 immer wieder zum Autohaus zurück. Bei viel Verkehr und in der fremden Stadt wollte ich aber nicht anhalten, also einfach die Anweisungen ignoriert und frei Schnauze aus der Stadt herausgefahren.

 

Auf der Landstraße vor mir ein LKW - ein ziemlich großer und ziemlich langsam unterwegs.

He, ich hab das neue Auto erst seit 5 Minuten. Soll ich trotzdem mal überholen? Ja, ich habs getan - Geschaut daß kein Gegenverkehr kommt, Blinker setzen ein Tritt aufs Gaspedal und hoppla - schon vorbei am LKW - Wahnsinn. Gefühlt nur einen Augenblick und schon war ich vorbei. Kein Vergleich mit meinen bisherigen Fahrzeugen.

Das ist sicher ein Gewinn für die Verkehrssicherheit - Reserve ohne Ende.

Man darf nur nicht anfangen die Leistung dauerhaft abzurufen, sonst dürfte man schnell viele Strafzettel bekommen, der i3 ist sehr schnell am Tempolimit und darüber - und man merkt das überhaupt nicht!

 

Zuhause konnte ich garnicht in die Garage fahren, vor dem Einparken musste ich gleich für 2 Freunde nacheinander eine Probefahrt machen. Dann noch für meine Mutter und Tante die auch das neue Auto ausprobieren wollten.

Erst danach ging es für den i3 in die Garage und für mich ans Studium der Anleitung - ist aber weder schwierig noch viel, auch wenn es was komplett neues ist.

 

Warum gucken die alle so?

Fahr ich Schlangenlinien? Ist was kaputt? Oder warum schauen die alle so?

In der ersten Woche habe ich gemerkt daß der i3 anscheinend etwas ziemlich exotisches ist.

Wahnsinn wieviele Leute sich umdrehen und teilweise sogar auf das Auto zeigen.

Eigentlich ist mir das peinlich. Andererseits - es macht ja auch ein bisschen Stolz wenn man auffällt, wer möchte das nicht? Naja, mit dem i3 ist es schon etwas viel. Da muss ich mich wohl dran gewöhnen.

 

Als Werbeeffekt ist das natürlich genial, denn mein Logo für www.druckeronkel.de wird am i3 sicher öfter gesehen als am Mazda.

 

Rennfahrer Bieberle

so nannte man bei uns im Schwäbischen früher Kinder die mit ihrem Roller, Fahrrad oder Bobbycar besonders rasant unterwegs waren.  Und mit dem BMW i3 fühlt man sich manchmal wie eben jener Rennfahrer Bieberle.

Nicht daß das Fahrzeug zum Rasen verführen würde - Elektroauto fahren entspannt total, man ist viel ruhiger unterwegs. Aber ab und zu - vor allem wenn mein Sohn von hinten ruft "Papa gib Gas"  - und wenn die Strecke frei ist - dann reicht ein Tritt aufs Gaspedal für einen Juchzer aus dem Kindersitz und das Grinsen im Gesicht. Unbezahlbar.

 

Aber eigentlich mache ich das nur selten.

Beim elektrisch Fahren fehlt der Lärm des eigenen Autos, daher nimmt man viel gezielter seine Umgebung wahr.

Und da fällt auf wie unruhig und agressiv manche Leute unterwegs sind, vor allem wenn an der Ampel mit dem Gas gespielt wird. Der i3 ist an der Ampel aus - lautlos und still. Nur der Klimakompressor und die Lüftung sind zu hören.

Wird es grün dann "brüllten" überall die Verbrenner los, der i3 rollt dagegen kaum hörbar davon. Und wenn man etwas fester aufs Pedal tritt kann man die stinkenden und lärmenden Verbrenner weit hinter sich lassen.

 

Übrigens - das nervigste an der Ampel sind die Fahrzeuge mit Start-Stopp-Automatik. Das ist mir erst aufgefallen seit ich selbst ein lärmfreies Auto fahre - dieses heissere Geschepper des Anlassers an jeder Ampel sorgt bei mir für Stress im Hörzentrum.

 

Was kostet der? Lohnt sich das?

Die häufigste Fragen: Was kostet der? Ist der nicht teuer? Lohnt sich das?

 

Kurze Antwort: sauteuer, lohnt sich nicht!

 

Kein Auto lohnt sich, sobald man das Auto gekauft hat fängt schon der Wertverlust an.

Aber bei den ganzen SUV und Oberklasse-Fahrzeugen die teilweise deutlich teurer sind als mein i3 macht sich niemand Gedanken wie teuer die sind und ob die sich lohnen - die werden einfach so akzeptiert.

Bei Elektrofahrzeugen wird dagegen erwartet daß man vorrechnen kann daß sich das Fahrzeug rechnet.

 

Noch ne Antwort: Elektrisch fahren ist unbezahlbar!

Ich hab mir den i3 gekauft, ja. Ich rauche nicht, ich saufe nicht und ich habe auch keinen Porsche und keine Harley. Einfach nur einen i3. Etwas exotisches aber der Spassfaktor ist unbezahlbar. Und deswegen - ja es lohnt sich.

 

 

Und was ist mit der Reichweite? Geht die Batterie nicht schnell kaputt?

Keine Ahnung wie lange die Batterie hält. Laut Anwenderberichten soll die Batterie recht gut sein. 8 Jahre Garantie sind drauf und irgendein Risiko muss man halt eingehen.

 

Die reale Reichweite liegt irgendwo zwischen 100 und 150km

Für einen Stadtflitzer vollkommen ausreichend - zumindest für mich.

Nach der Fahrt und wenn die Sonne scheint kommt das Auto wieder an die Steckdose.

Perfekt - 10 Jahre keine KFZ-Steuer, Strom vom eigenen Dach, Fahrspass pur bei minimalen Verbrauchskosten.

 

Da kann man auch mal eine Fahrt zwischendurch machen die man mit dem Verbrenner nicht machen würde - einfach so zum Spass - mit der Kraft der Sonne.

 

Und wenn die Sonne nicht scheint?

Dann gibt es ja immer noch das Ingersheimer Windrad. (2MW Enercon E82)

Und wenn das nicht reicht - unser restlicher Strom kommt von den EWS-Schönau.

Man kann den i3 natürlich auch mit Kohlestrom oder Atomstrom fahren, aber das versuchen wir zu vermeiden. Und ich denke daß das ganz gut funktioniert.

 

Carbon!

Der BMW i3 besitzt eine Fahrgastzelle aus Carbon - wie sonst nur Rennwagen und extrateure Sportwagen.

Leichter als Alu, stabiler als Stahl - und halten soll das Auto damit länger als alle anderen, denn rosten kann da nichts.

 

Das lustige daran: andere Fahrzeugbesitzer kaufen sich Carbonfolien um ihrem Fahrzeug mit Aufklebern und Verzierungen einen Highend-Look zu verpassen. Der i3 besteht oben rum fast nur aus Carbon, man sieht davon aber so gut wie nichts, das futuristische Zeug ist komplett überlackiert. Nur wenn man die Tür oder Heckklappe öffnet sieht man den edlen Werkstoff.

 

Der Fahrzeugträger ist aus Alu. Bei dem Materialmix kann man hoffen daß so schnell nichts rostet und das Auto besonders lange hält.

Der Kofferraum ist aber klein!

Ist er nicht!

Der i3 ist ein Stadtfahrzeug - 3 Kisten Sprudel passen locker rein, mit halb umgeklappter Rückbank incl. Kindersitz passen 5 Kisten rein und komplett umgeklappt sind 6 und mehr Kisten kein Problem.

 

Einzig die Ladekante sieht etwas empfindlich aus, da muss ich mir evtl. noch was überlegen.

Vorne gibt es statt Motor ebenfalls noch Laderaum. Nicht viel. Aber für Kleinzeug langt es immerhin.

 

Familienkutsche

Für uns ist der i3 ein ideales Zweitfahrzeug.

Einziges Manko sind die nur 100-150km Reichweite. Für meine Zwecke vollkommen ausreichend.

Aber mit größerer Batterie mit 300km Reichweite gäbes es keinen Grund mehr, den i3 nicht als Erstfahrzeug für die Familie zu nehmen. Die Fahreigenschaften sind extrem gut. Durch den tiefen Schwerpunkt fährt sich das Auto wie ein Gocart und mit dem 170PS e-Motor geht die Kiste ab wie eine Rakete. Selbst Langstrecken dürften mit dem i3 besser gefallen als mit unserem Mazda.

Wie gesagt - einziges Problem ist der Akku.

Sobald Akkus mit 300km+ rauskommen gibt es keinen Grund mehr für herkömmliche Verbrennerfahrzeuge.

Aber davor scheuen sich die deutschen Autobauer wie der Teufel vor Weihwasser.

Ich hoffe daß in den nächsten Jahren ausser dem i3 noch ein paar gute deutsche Elektrofahrzeuge auf den Markt kommen.

Denn sonst werden die Autos zukünftig woanders gebaut und die Arbeitsplätze unserer Autoindustrie wandern nach China. Batterieproduktion gibt es ja schon keine mehr in Deutschland - total verpennt.

 

Fazit (nach 1 Woche)

BMW i3 fahren ist zu Verbrenner fahren wie der Umstieg von der Pferdekutsche zum Auto.

 

Ich werde sicher keinen Verbrenner mehr kaufen - es sei denn es kommt ein Notfall dazwischen.

Unser Mazda 5 hält sicher noch 3 Jahre, danach gibt es dann auch größere Elektrofahrzeuge für Familien zu anständigen Preisen mit ausreichender Reichweite. Beispielsweise Tesla Model 3 für $35.000.

Spätestens dann gibts bei uns nur noch Elektrofahrzeuge.

 

Bis dahin fahre ich i3 und hab meinen Spass damit!

Und meine Frau fährt den Verbrenner, denn ein 5 Jahre altes Auto zu ersetzen ist einfach nicht vernünftig.

Mit 8 wird er dann fällig, das ist irgendwann 2017 oder 2018.

Wenn der mal ersetzt werden soll - der Nissan ev-200 ist gut vergleichbar, ab 2016 soll es eine Batterie mit 300km+ Reichweite geben. Aber 3 Jahre sind lang und etwas Auswahl schadet nicht. Ich bin jedenfalls gespannt. Elektrokombi mit 300km+ Reichweite und Schiebetüren.