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Atomstrom - die saubere Alternative?

AKW Neckarwestheim

Von den Windrad-Kritikern werden als einzig wahre Energiequellen für Strom immer Atom- und Kohlekraftwerke aufgeführt.

 

Da bei uns das AKW Neckarwestheim gleich um die Ecke ist und wir im Falle eines GAU entweder TOT oder zumindest wohnsitzlos sein werden will ich da gerne auch was dazu schreiben.

 

Vielleicht als erstes die Vorteile eines AKW:

 

- AKW sind riesig, d.h. für den Ersatz des Blocks Neckarwestheim 2 mit 1400 Megawatt bräuchte man 700 Windräder von der in Ingersheim installierten Sorte - zuzüglick Backup-Kapazität falls mal der Wind nicht weht.

- AKW sind grundlastfähig, d.h. sie liefern dauerhaft Strom.

 

Hm, weitere Vorteile fallen mir gerade nicht ein...

 

 

Atomstrom ist billig!?

Ist er das?

Für die Betreiber sicherlich, mit einem Kernkraftwerk lassen sich Milliarden verdienen.

ABER - Der Strom an sich ist mit der teuerste überhaupt:

 

Würden alleine die Versicherungskosten und Müll-Entsorgungskosten korrekt berechnet wäre man nach verschiedenen Schätzungen bei Preisen für die Kilowattstunde von 2-3 Euro!

 

Vorneherum wird der Atomstrom billig gerechnet und hintenrum die Extrakosten über Steuermittel dem Bürger wieder auferlegt (Polizeieinsätze für Castor-Transporte, Endlager-Suche, etc. - das alles zahlt der Staat und damit das Volk)

Deswegen heissen die Menschen in Deutschland ja auch Bürger - weil Sie für alles bürgen was der Staat so anstellt.

 

AKW-Betreiber verdienen - das Volk haftet

AKW Neckarwestheim

 

AKW sind nur minimal versichert, ein GAU ist unvorstellbar und daher nicht versicherbar und damit auch garnicht versichert.

(Die Deckungssumme bei AKW-Unfällen liegt laut diversen Quellen im Internet bei 2,5Milliarden Euro)

 

OK, eine minimale Versicherung ist vorhanden. Aber falls Sie als Firma einen Fahrzeugpark mit 25 Fahrzeugen oder mehr besitzen - Glückwunsch - Sie haben eine höhere Versicherung als ein AKW. (KFZ-Versicherung Deckungssumme 100Millionen)

 

Jeder Bürger in Deutschland benötigt X Versicherungen, AKW-Betreiber sind über den Staat abgesichert, also das Volk. Es haftet also jeder - Sie auch.

 

Übrigens - prüfen Sie mal Ihre private Versicherung auf den Deckungsbeitrag an Ihrem Eigentum bei einem GAU - da gibt es nämlich genau 0,- Euro! Kernkraftschäden sind nicht versicherbar!

Das heisst jeder der im Umkreis eines AKW wohnt haftet mit seinem gesamten Eigentum im Falle eines GAU.

 

 

Müllkippe gesucht

AKW Neckarwestheim

Für den produzierten Müll gibt es keine Lösung und wird es auch nie geben.

Wer glaubt daß es jemals ein Endlager für Atommüll geben wird, der glaubt auch an den Osterhasen.

Die atomaren Abfälle müssen für 100.000 Jahre sicher gelagert werden.

Gehen wir mal gedanklich auf der Zeitachse zurück - wieviele Kriege gab es in den letzten 100.000 Jahren? Was wissen wir noch über die Römer, Jesus, die Ägypter? Wären die Pyramiden Atomkraftwerke gewesen, und sind diese wie von vielen angenommen 5000 Jahre alt - dann wären wir jetzt bei kaum 5% der benötigten Endlager-Zeit angekommen.

Asse wurde von 1965 bis 1978 als Forschungsbergwerk und Endlager für Atommüll betrieben.

Jetzt nach nicht einmal 40 Jahren weiss niemand mehr was da alles reingekippt wurde und das Ding ist am Absaufen. 40 Jahre - wir suchen aber ein Lager für EINHUNDERTTAUSEND Jahre!

 

Im Juni 2013 wurde vom Oberverwaltungsgericht Schleswig die Betriebsgenehmigung für das atomare Zwischenlager Brunsbüttel aufgehoben. Da die anderen Zwischenlager ähnlich konstruiert sind dürfte deren Betriebsgenehmigung ähnlich gefährdet sein. Damit ist es fraglich ob es in Deutschland überhaupt rechtlich zulässige Zwischenlager gibt.

 

Es gibt aktuell also weder Endlager noch Zwischenlager für den Abfall der Atomkraftwerke in Deutschland.

Der Müll wird einfach irgendwo deponiert und man schaut was passiert.

 

Für das Ingersheimer Windrad mussten übrigens vor Baubeginnn Rückstellungen für die spätere Entsorgung gebildet werden und der Rückbau muss zu 100% vom Betreiber gesichert sein.

 

 

Einen Gau gibt es theoretisch nur alle 10.000 Jahre

AKW Neckarwestheim

Ich glaube sogar daß diese Berechnung korrekt ist.

Bleibt nur das Problem, daß dieser Wert PRO Reaktor gilt.

Und da es aktuell ungefährt 400 Atomreaktoren weltweit in Betrieb gibt heisst das, daß nach dieser Theorie alle 25 Jahre irgendwo auf der Welt ein atomarer Gau passiert.

Rechnen wir mal:

Tschernobyl 1986 + 25 Jahre = Fukushima 2011

Es stimmt also - alle 25 Jahre gibt es einen GAU!

Und daß wir Deutschen anderen Völkern überlegen sind sollte mittlerweile hinreichend widerlegt sein.

Wieso sollte der nächste GAU also nicht in Deutschland stattfinden?

 

 

Uran ist sauber, billig und im Überfluss vorhanden!?

Ja? Vielleicht stimmen die Studien nicht daß Uran nur noch 40 Jahre reicht.

Aber wie sieht es mit der Gewinnung von Uran aus? Einfach mal im Internet nach Uranbergbau suchen.

Auch wenn es bei uns keinen GAU geben sollte - die Umweltschäden in den Förderländer für Uran sind immens.

Uran wird bevorzugt im Tagebau abgebaut, die Tagebaue können dabei bis 1000m tief und mehrere Kilometer im Durchmesser werden. Dabei werden gigantische Abraumhalden erzeugt und der Wasser- und Energieverbrauch für die Aufarbeitung des Erzes ist unvorstellbar.

 

Moderne Technik

42er-Box Ludwigsburg nach 1990

Das Kernkraftwerk Neckarwestheim ist seit 1976 in Betrieb, die Technik ist also schon fast 40 Jahre alt, da die Planung und Forschung für so ein gigantisches Vorhaben natürlich nicht unerheblich Zeit in Anspruch nimmt ist die Verbaute Technik Stand der 60er-Jahre des vorigen Jahrhunderts.

Ist so eine Technik noch sicher?

 

Bestimmt wurde einiges nachgebessert, aufgerüstet und modernisiert, aber vieles ist noch gleich wie bei der Inbetriebnahme:

 

Vergleichen Sie doch mal

Beton - wie sehen andere Betonbauwerke aus den 1970er-Jahren aus?

Stahl-Leitungen - wie sehen Wasserleitungen aus verzinktem Stahl nach 40 Jahren aus?

Kabel, Strom- und Steuerleitungen - was macht der Kunststoff aus der Ummantelung nach 40 Jahren?

 

Und das ist sicher?

 

Würden Sie heute noch Technik von 1976 verwenden wollen?

 

 

Telefone mit Wählscheibe, Autos ohne Airbag, Tonbandgeräte, usw.

Kennen Sie die Computertechnik aus 1976?

Internet gibt es zwar seit 1969, aber das WWW wie wir es kennen entstand erst in den 1990er-Jahren. 1976 waren noch Lochkarten, Ringkernspeicher und Bandlaufwerke Stand der Technik.

 

Als Beispiel das System das die meisten kennen dürften:

Windows 1.0 kam 1985 auf den Markt, Windows 3.11 1994, Windows95 in 1995 und Windows XP 2001.

Übrigens - ich habe meinen ersten PC 1986 gekauft - mit MS-DOS 3.0 . da war das AKW Neckarwestheim auch schon 10 Jahre.

 

Die Leute die die AKW-Technik erdacht und gebaut haben sind heute längst in Rente oder bereits verstorben.

Kennen sich junge Ingenieure mit dieser Technik überhaupt aus?