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E-Bike, Pedelec und Co.

e-Bike mit Anhänger
e-Bike mit Anhänger

(5.2013)

Ein brauchbares Elektroauto zum vernünftigen Preis kann die Industrie leider bisher immer noch nicht liefern.

Natürlich gibt es "brauchbare" Elektromobile, allerdings zum deutlich überteuerten Preis. Da warten wir doch lieber noch etwas ab und fahren so lange Fahrrad - mit Elektroantrieb.

Bei der Recherche zur Anschaffung eines E-Bikes fiel mir auf, daß die meisten Bauteile bei Discounter-Pedelecs und Marken-Pedelecs der Einstiegsklasse nicht wirklich unterschiedlich sind.

Man darf natürlich nicht nur auf den Namen der verbauten Marken schauen sondern muss auch die zugehörigen Teile genau vergleichen. Denn wenn man beispielsweise bei Bremsen oft von Shimano liest gibt es da immer noch einen weiten Bereich von billiger Massenware bis zu edlem Highend.

 

Aber wenn im Discounter-Pedelec eine Shimano-Acera-Schaltung der Einstiegsklasse verbaut ist, dann ist das vollkommen in Ordnung, wenn der Händler ein 2000,- Euro-Pedelec mit derselben Schaltung anbietet fragt man sich doch wofür man den Mehrpreis bezahlt.

 

Meine einfache Rechnung:

Discounter-Pedelec 700-1000,- Euro (Billig weil Massenware)

Gleiches Rad unter anderem Namen beim Händler:

+ 300,- Euro weil es ja jetzt "Marke ist"

+ 300,- Euro Großhandels-Marge

+ 400,- Euro Händler-Marge (für Beratung + Verkauf)

und schwupps sind wir bei 2000,- Euro.

Und bei dieser Einstiegsklasse konnte ich keinen großen Unterschied zu Discounter-Pedelecs erkennen.

Ist man allerdings bereit, über diesen Basis-Preis hinauszugehen, dann gibts beim Händler auf jeden Fall Mehrwert in Form von besserem und höherwertigen Material.

 

Aber ist das für den 0815-Radler wirklich erforderlich?

 

Ich wollte kein 3000,- Euro Pedelec vor dem Eiskaffee abstellen und für die Wochenend-Tour tut es auch ein Rad für unter 1000,- Euro - 2 Jahre Vor-Ort-Service haben diese in der Regel auch. Und der ist auch nicht unbedingt schlechter als der Fahrradhändler nebenan - selbst getestet!

 

Die Pedelec-Anschaffung

Pedelec von Kaufland
Pedelec von Kaufland

Schon lange bin ich am Überlegen, ein Pedelec anzuschaffen, beziehungsweise zwei davon. Denn alleine fahren ist eher langweilig. Beim nächsten Aldi-Angebot wollte ich dann zugreifen.

Dazwischen kam dann aber ein Angebot von Kaufland - laut verschiedenen Quellen im Internet weitgehend baugleich zum Aldi-Teil aber nochmal 100,- Euro billiger.

Nur 599,- Euro für ein vollwertiges Pedelec - kritische Stimmen meinen das kann nichts taugen. Für den Preis bekommt man nicht mal ein Fahrrad ohne Motor...

 

Trotz aller Besserwisser bin ich zu Kaufland und mit dem ersten Pedelec heimgekommen.

Zusammengebaut und eine erste Runde gefahren - das Vorderrad schien eine 8 zu haben.

Genauer angeschaut - der Reifen war schief eingebaut und hatte einen Höhenschlag von über 1cm.

Ausserdem waren die Bremshebel und die Schaltung verkehrt herum verbaut.

Ein Tribut an den Discount - an der Endkontrolle wird eben gespart.

 

Hätte man sicher selbst beheben können, aber wozu an einem neuen Rad rumschrauben wenn bei Kaufland nochmal eins steht. Also ab zu Kaufland und umgetauscht.

Das zweite Rad hatte ebenfalls Schaltung und Bremshebl verkehrt herum verbaut dafür aber keinen Höhenschlag.

Also wie bei Discounter-Rädern üblich alle Schrauben angezogen und alles überprüft (das ist beim Markenrad ein Teil des Aufpreises, denn dort macht das normalerweise der Händler). Akku geladen und am nächsten Tag ging es ab auf eine erste Tour.

Schon auf den ersten Metern mit Pedelec bekommt man ein Grinsen ins Gesicht das einen erst lang nach dem Absteigen wieder verlässt.

Die steilen Anstiege in der Umgebung wirken auf einmal wie flachgebügelt. Das heisst aber nicht daß man mit dem Pedelec nicht ins Schwitzen kommt. Nur hat man das jetzt selbst unter Kontrolle:

Mit voller Unterstützung kann man fast wie auf einem Mofa fahren.

Mit sinnvollem Einsatz der Unterstützung kann man aber gut trainieren. Den Motor nutzt man nur an den Stellen an denen Normal-Radler die Zunge raushängen oder absteigen - so wie meine Begleitung auf der Erst-Fahrt auf den ersten 7km.

Kaputt - und Vorort-Service

7km deswegen weil nach 3/4 der geplanten Strecke plötzlich nur noch der erste Gang der Nabenschaltung funktionierte.

Der Anschluss des Gangschaltungs-Zugs am Hinterrad war abgebrochen.

Entweder ein Materialfehler oder Transportschaden.

Jedenfalls weder Bedienfehler noch Tribut an den Discounter-Preis, denn dieselbe Gangschaltung ist auch bei Tausenden Markenrädern verbaut. Diese Einschätzung bestätigte auch der Vor-Ort-Service den wir hier gleich getestet haben:

 

Per eMail kurz den Sachverhalt an die Serviceadresse aus der Anleitung geschrieben hat 3 Tage später ein Techniker angerufen und einen Termin vereinbart. Den hat er auch pünktlich eingehalten und das Rad war nach kaum 30 Minuten wieder fertig repariert - incl. Überprüfung der Bremsen und sonstiger Einstellungen - was er eigentlich nicht hätte machen müssen aber als freundlicher Mensch hat er das gleich mit gemacht.

Beim Händler vor Ort hätte man das Rad vorbeibringen können und wäre vielleicht schneller wieder Flott gewesen.

Aber ist das wirklich besser?

Vielleicht wäre das Rad auch erst mal für Tage in der Werkstatt verschwunden und Vor-Ort-Service gefällt mir persönlich besser als das Teil durch die Gegend zu schleppen - vorausgesetzt natürlich man kann das Rad bis zum vereinbarten Termin entbehren.

 

 

Kritiker an Ostern

An Ostern traf sich die Verwandtschaft bei uns und als das Gespräch auf das Pedelec kam gab es die üblichen Argumente:

- viel zu teuer

- mach Sport dann reicht Dir auch ein normales Rad

- bist Du schon so alt daß Du ein Opa-Rad mit Motor brauchst?

- Discounter-Pedelec? Das bricht doch an der nächsten Kurve ausseinander

- das ist doch noch nicht ausgereift

- unter 2000,- Euro gibts nichts brauchbares

- sowas kauft man beim Fachhändler

usw.

 

Was soll ich sagen? Niemand von den Kritikern ist vorher überhaupt auf so einem Motor-Drahtesel gesessen.

Es wollte auch niemand eine Proberunde fahren - mit Händen und Füssen sträubten sich alle.

Nur mit viel Mühe konnte ich dann die erste Person zu einer Probefahrt überreden.

Keine 300m später war das erste Gesicht am Grinsen: ist ja garnicht so schlecht, vielleicht brauche ich sowas auch...

Und das ging dann noch 3x so weiter. Keine Rede mehr von Opa-Bike.

Auch später habe ich festgestellt - die lautesten Kritiker sind die die so ein Teil bisher nur aus Prospekten und Zeitschriften kennen. Wer dagegen erst einmal ein paar Meter damit gefahren ist wird infiziert...

 

Pedelec 2.0

Pedelec mit Anhänger
Pedelec mit Anhänger

Natürlich musste wie bereits geschrieben ein zweites Pedelec her. Das Kaufland-Bike als Tiefeinsteiger durfte meine Frau behalten - Sie wirft mir bisher immer vor, sie hätte den Test-Hobel bekommen und ich hätte mir was besseres geleistet.

Dabei stimmt das nicht so ganz...

Ich hätte mir wohl dasselbe Bike gekauft wenn wir nicht einen Kinder-Fahrradanhänger hätten. Und den durfte man laut Anleitung an das Kaufland-Rad nicht anbauen. Gut wen interessierts - aber falls was passiert weiss man nicht was die Versicherung sagt.

Daher habe ich nach einer Alternative umgesehen - mit etwas mehr zulässiger Nutzlast und irgendwie war mir ein Herrenrad doch lieber als so ein Universal-Tiefeinsteiger.

Die Wahl fiel auf das Alu-Rex ETK500 von Prophete.

Als Oster-Angebot von Plus für 799,- Euro kein schlechter Kauf wie ich meine.

Und geliefert wurde es bis an die Haustür, nur den Lenker und die Pedale musste ich noch festschrauben, alle Schrauben und die Bremsen überprüfen und den Akku laden.

Kupplung für den Anhänger dran und die Rennmaschine war für die erste Tour bereit...

12km rund um Ingersheim mit einigen Steigungen an denen ich mit dem normalen Rad früher abgestiegen wäre - bzw. ich wäre aus Faulheit garnicht erst losgefahren. Mit dem Pedelec machte die Tour trotz schwerem Anhänger richtig Spass. Man hatte etwas Training aber trotzdem Spass daran und Hügel an denen man die Idee zum Ausflug verfluchte gab es mit dem Pedelec nicht mehr.

 

Mittlerweile bin ich auch schon zu Kundenterminen mit dem Rad gefahren und auch ein paar kleinere Touren kamen noch dazu. Einzig das Wetter stört noch enorm. Denn bei unter 10°C und Regen macht es auch mit dem Pedelec keinen Spass. Da ist das Frühjahr 2013 bisher nicht wirklich der Hit.

 

Pedelec = Opa-Rad?

Pedelec = Opa-Rad?
Pedelec = Opa-Rad?

Wer behauptet, ein Pedelec sei nur für alte Leute hat einfach keine Ahnung.

 

Bei uns gibt es überall Hügel, egal in welche Richtung man loszieht, immer kommt einem irgendein Anstieg in den Weg. Wir hatten zwar bereits herkömmliche Fahrräder aber wegen der vielen Anstiege einfach keine Lust zum Radfahren. Der innere Schweinehund wollte lieber zuhause bleiben oder mit dem Auto fahren.

Mangelnde Kondition tat ihr Übriges dazu:

Ohne Kondition kein Bock auf Fahrradfahren und ohne Fahrradfahren keine Kondition.

Also blieb das Fahrrad in der Garage.

 

Mit Pedelec werden die Strassen eben und die Angst vor den Anstiegen verschwindet.

Mit Elektro-Unterstützung macht das Radfahren plötzlich Spass.

Wenn man es mit dem Motor nicht übertreibt muss man trotzdem mittreten und tut damit was für die Gesundheit und die Bewegung im Freien ist sowieso Gesund.

Insofern sind Pedelecs für Normalfaule sogar gesünder als Fahrräder denn eine Pedelec-Tour würde ich sofort machen. Eine Fahrrad-Tour wäre mir einfach zu anstrengend.

 

Touren rund um Ingersheim

Besigheim
Besigheim

mit dem Pedelec gibt es ein ganz neues Hobby - Radtouren.

 

Und dabei ist mir erstmals seit Jahrzehnten aufgefallen wie toll die Umgebung hier ist, vom Auto aus fällt einem das garnicht auf...

 

Als Technik-Affiner Mensch kann man sich entweder ein teures Fahrrad-Navi zulegen oder eine kostenlose App für das ohnehin vorhandene Handy. Ich habe letzteres gewählt. Und so kann ich alle Touren aufzeichnen und nachher noch schauen wo wir gewesen sind, wie lange wir für welche Strecke benötigt haben und wieviel Kalorien ich ohne Motorunterstützung verbrannt hätte...

 

Die ersten Touren sind natürlich noch nicht so groß, aber selbst mit Strecken von 10-20km kann man schon einiges erFAHREN:

 

Teststrecke

Die erste Teststrecke ging von Großingersheim am Neckar entlang nach Kleiningersheim, am Spielplatz Saugraben vorbei hoch zum Windrad und von dort wieder zurück - etwas über 10km.

 

Männertour am Neckar entlang

Die erste Ausfahrt ging als Männertour mit Freund und Sohnemann (3J) im Hänger von Groß- nach Kleiningersheim, hinunter nach Hessigheim, dort über den Neckar, weiter nach Mundelsheim, Pleidelsheim und wieder zurück über den Neckar nach Großingersheim.

 

Männertour rund ums Ingersheimer Windrad

Auch die nächste Ausfahrt ging in rein männlicher Fahrgemeinschaft mit Kinderanhänger rund ums Ingersheimer Windrad - knapp 15km Strecke mit herrlicher Aussicht. Die Routenbeschreibung gibts hier: Radtour rund ums Ingersheimer Windrad.

 

Ausflug zum Monrepos

Der nächste Ausflug ging als Familienausflug zum Monrepos nach Ludwigsburg - 2x eBike + Kinderanhänger und weil das Strampeln so Spass macht eine Runde Tretboot-Fahren auf dem Monrepos-See (ohne Motor)

 

3-Generationen-Tour zwischen Neckar und Enz

Von Ingersheim über Bietigheim-Bissingen, Besigheim, Hessigheim, Mundelsheim, Pleidelsheim zurück nach Ingersheim.  Durch das Tal der Enz nach Besigheim und am Neckar-Ufer wieder zurück.

 

Sonnen-Antrieb

übrigens - unsere Pedelecs werden nur geladen wenn die Sonne scheint.

Damit ist der Strom 100% selbsterzeugter Photovoltaik-Strom und das Pedelec-Fahren damit absolut umweltfreundlich und CO2-neutral!

 

In den Akku unserer Pedelec kommen nur 100% selbst gefangener Photonen. Dafür haben wir extra auf unserem Dach einen Photonenfänger installiert. Fahrradfahren mit Photonen-Antrieb macht Spass!